Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs

+++GEWINNSPIEL+++

{…wenn die Liebe mit dem Wahnsinn…}

Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs
Vor einiger Zeit lud der Wahnsinn zu einer Party ein.
Als alle Gäste versammelt waren, schlug die Lust vor: „Lasst uns Verstecken spielen!“
Die Unwissenheit fragte: „Verstecken? Was ist das?“ „Verstecken ist ein Spiel: einer zählt bis 100 und der Rest versteckt sich in dieser Zeit. Dann wird gesucht,“ erklärte die Schlauheit.
Alle wollten mitmachen, bis auf die Furcht und die Faulheit.
Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und wollte zählen.
Dann begann das Durcheinander, denn alle liefen durch den Garten und suchten nach einem geeigneten Versteck.
Die Sicherheit lief in das Nachbarhaus und versteckte sich auf dem Dachboden, schließlich kann man ja nie wissen.
Die Sorglosigkeit entschied sich für das Erdbeerbeet.
Die Traurigkeit weinte einfach mal drauf los, weil sie nichts Besseres wusste.
Und auch die Verzweiflung war völlig überfordert, denn sie wusste nicht, ob sie sich lieber vor oder hinter der Hecke verstecken sollte.

Der Wahnsinn zählte: „…98, 99, 100! Ich komme Euch jetzt suchen!“
Die erste, die der Wahnsinn fand, war die Neugier, denn sie wollte wissen wer als erstes aufgespürt wird und lehnte sich zu weit aus ihrem Versteck.
Die Freude war auch sehr schnell gefunden, denn sie konnte sich ihr Gekicher nicht verkneifen und war nicht zu überhören.
Nach und nach spürte der Wahnsinn fast alle Freunde auf. Selbst die Sicherheit fand er wieder.
Doch dann fragte die Skepsis: „Sagt mal, wo ist eigentlich die Liebe?“

Keiner wusste es, alle zuckten ratlos mit den Schultern.
Also machten sich alle auf die Suche nach der Liebe.

Sie schauten unter Steinen, auf Bäumen, hinter dem Horizont.
Der Wahnsinn kroch in ein dorniges Gebüsch und stocherte mit einem Stöckchen im Geäst.
Auf einmal hörte man einen Schrei. Es war der Schrei der Liebe.
Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen mit dem Stöckchen ins Auge gestochen.
Er bat zerknirscht um Vergebung, die Liebe möge ihm doch verzeihen. Dafür bot er ihr an sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden.
Die Liebe konnte nicht anders und willigte ein.
Seitdem ist die Liebe (fast) blind und wird ständig vom Wahnsinn begleitet.

Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen…

Valentins-Puffer2.1

 

Auch wenn ich gar kein Freund vom Valentinstag bin, so mag ich es doch sehr, dass man an Menschen, die einem am Herzen liegen, denkt. Ob es dafür einen speziellen Tag braucht weiß ich nicht, aber ich springe jetzt einfach mal hier auf den Zug mit auf.
Für alle wahnsinnig Verliebten und die, die blind vor Liebe durch die Gegend laufen, habe ich hier das Rezept für den Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs (und grüner Sauce), den man natürlich nicht unbedingt in Herzform machen muss. Aber so ein wenig Kitsch am 14.2. ist ja wohl gestattet…

Kartoffelpuffer-Burger

 

4.8 from 11 reviews
Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Kartoffelpuffer:
  • 500 g Kartoffeln, vorw. festkochend
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • 2 El blütenzarte Haferflocken
  • Salz
  • 300 ml Öl
  • Grüne Sauce:
  • 300 g grüne Sauce-Kräuter
  • 2 gekochte Eier gehackt
  • 500 g saure Sahne, Schmand oder Creme fraiche
  • 1 El Essig und Öl
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Burger:
  • Räucherlachs
  • Dill
  • gekochtes Ei
Instructions
  1. Kartoffelpuffer:
  2. g vorw. festkochende Kartoffeln schälen, waschen, gut abtrocknen. Auf der feinen Seite der Haushaltsreibe oder mit der Küchenmaschine reiben. 1 Zwiebel dazureiben, sofort mit der Kartoffelmasse mischen. 2 Eier (Kl.M), 2 El blütenzarte Haferflocken und 1 Tl Salz unterrühren.
  3. ml Öl in einer großen beschichteten großen Pfanne erhitzen.
  4. Jeweils 4-5 El Kartoffelteig in einen großen Herzausstechen pressen und die Puffer nach und nach bei mittlerer Hitze braten, bis die Unterseite goldbraun ist und sich ein brauner Rand an der Oberseite zeigt. Den Kartoffelpuffer aus der Form drücken, wenden und goldbraun fertig braten.
  5. Ein Backblech mit Küchenpapier auslegen. Die fertigen Puffer nebeneinander darauflegen und im heißen
  6. Grüne Sauce:
  7. Die Kräuter fein hacken mit der sauren Sahne im Mixer oder mit dem Zauberstab mischen bis eine schöne grüne Farbe entstanden ist.
  8. Dann Eier, Gewürze, Senf, Essig und Öl dazu - abschmecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  9. Burger:
  10. Ein Kartoffelpuffer-Herz mit grüner Sauce bestreichen und den Räucherlachs drauf verteilen. Ein paar Scheiben gekochte Eier und etwas Dill darauf verteilen und mit einem zweiten Kartoffelpuffer-Herz schließen.
  11. Dem oder der Liebsten servieren <3

 

Und da man an Valentinstag ja jemanden eine Freude machen möchte, verlose ich heute ein Exemplar des Buches „100 Foodblogger haben wir gefragt“ .

Ich freue mich sehr, dass es mein Milchreis-Erdbeer-Sushi-Rezept in dieses schöne Buch auf Seite 27 geschafft hat. Es sind so viel tolle Rezepte von so vielen Bloggern darin enthalten, dass man sich wirklich mühelos durchs Jahr kochen kann.
Toms Kochbuchblog hat hier auch schon darüber berichtet.

100 Foodbloger haben wir gefragt Buch

Wenn Ihr dieses Buch gewinnen möchtet, schreibt mir einfach hier bis zum 19. Februar 2017 um 23:59 Uhr unter diesem Beitrag einen Kommentar, was Ihr so vom Valentinstag haltet und ob Ihr diesen Tag zelebriert.
Das Los entscheidet zu wem von Euch sich das Buch auf die Reise macht.

>>>>>> Gewonnen hat DOREEN, Herzlichen Glückwunsch! <<<<<<

Habt Euch lieb, seid achtsam und respektvoll im Umgang mit Euren Mitmenschen (egal ob Herzmenschen, best Buddies, Freunde oder einfach `nur` Wegabschnittsbegleiter) und wertschätzt den Anderen…!

Eure

Tanja

aus dem House No.15


Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr Euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns.
  • Der Gewinner wird nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.
  • Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich
  • Die Teilnehmer müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben

Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen

*Werbung*

{…ohne Gummi geht mal gar nix…}

Orientalischer Eintopf

Ich habe einen neuen Liebhaber…
Wir kennen uns erst sehr kurz und alles ist noch sehr aufregend und neu.

Als er vor zwei Wochen, ganz unverhofft einfach vor meiner Tür stand, war ich doch sehr erstaunt, dass ICH noch mal in den Genuss von so etwas kommen würde.

Hach, was soll ich sagen? Er ist einfach großartig. Und wisst Ihr was? Er kommt echt schnell zur Sache… *räusper. Das kann man jetzt mögen, oder man steht eben nicht so darauf.
Je älter man jedoch wird, desto weniger Zeit hat man am Tag sich mit unnötigem Geplänkel aufzuhalten. Die Welt da draußen verlangt einem viel ab und da ist ein gesundes und effektives Zeitmanagement einfach unabdingbar.

Ich ließ mich also spontan auf ein Kennenlernen ein, obwohl ich nicht so sehr auf den Typ ‚aalglatt’ und ‚schnell schnell’ stehe. Und eigentlich passt er von der Größe her auch nicht so in mein Beuteschema. Er ist nämlich ziemlich klein. Aber egal, er ist echt smart! Und er hat mir beim ersten in-die-Augen-sehen versprochen, dass er für mich kocht. Hallo? Er kocht für mich!!!! Damit war es also um mich geschehen und mein neuer Liebhaber war quasi eingezogen.

Seitdem treffen wir uns ein bis zweimal die Woche. Ich möchte gar nicht mehr ohne ihn…

Gerade gestern stand er wieder in meiner Küche.
„Darling…“, sagte ich.
„Ja?“
„Kochst Du mir etwas?“
„Pffff…“ , machte er.
„Och bitte! Es kann auch ganz schnell gehen.“
„Pfffff…“
„Gerne etwas ohne böse Kohlenhydrate, du weißt…!“
„Na gut, kein Problem!“ raunte er mir zu, „worauf hast Du denn Lust?“
„Mach’s mir doch mal orientalisch!“
„Schnell und orientalisch? Kein Problem meine Liebe!“ glänzte er.

An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass die HouseDame keine ist, die sich normaler Weise für ne schnelle Nummer hergibt. Im Gegenteil! Ich nehme mir gerne für das was ich tue Zeit und genieße bewusst alles, was das Leben mir so bietet.

Aber in diesem Falle ist einfach alles anders. Er kam schnell zum Punkt….
Dennoch wollte ich vorher wissen, warum er es eigentlich immer so eilig hat.

Seine Erklärung, warum er so hurtig bei der Sache ist, war: „Du, ich stehe total unter Druck! Du hast keine Ahnung was das bedeutet! Ich will schnelle Ergebnisse. Aber nicht nur Ergebnisse- ich will Spitzenergebnisse! Und wenn dann der Druck einmal weg ist, dann wird genossen!“
Ist für mich irgendwie logisch und nachvollziehbar… Und wenn ich am Ende genießen kann, ist doch alles gut, oder?

Orientalischer Eintopf

Nach einer halben Stunde ging ich in die Küche, denn es war so ungewöhnlich wenig zu hören. Und da stand er stolz wie ein Ritter in glänzender Rüstung und hielt den wunderbarsten orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen und Feigen für mich bereit. Nach einer halben Stunde nur…!!!! Nochmal: Lamm. In einer halben Stunde. Butterzart…orientalisch abgeschmeckt…dazu keine bösen Kohlenhydrate… Ich floss förmlich dahin.

„Darling, you are the best!“
(Übrigens macht Darling es nur mit Gummi… Ausschließlich!)

Euch wird das Ganze jetzt her zu intim? Zu viele Informationen bezüglich meines Liebesleben? Habt Euch nicht so!!! Wer hier mitliest darf weder prüde noch empfindlich sein. Mein House, meine Regeln, mein Liebesleben! So!

Kurz nochmal zum Thema Gummi:
Schnellkochtöpfe funktionieren eben nur mit Gummi, ohne wird’s undicht und kann zu Pannen führen (eben wie im echten Leben…*hüstel)

So, und damit ist jetzt auch mal das Geheimnis um meinen neuen Liebhaber gelüftet.
Der DARLING XS ist ein kleiner 3,2l Schnellkochtopf der Firma ELO. Name ist Programm. Es ist wirklich ein tolles Teil und zaubert in Kürze beste Gerichte.
Normaler Weise sehe ich ja ganz gerne den Fortschritt beim Zubereiten meiner Gerichte, aber in diesem Fall vertraue ich meinem Darling blind.

ELO Schnellkochtopf

Wenn Ihr mehr von ELO sehen möchtet und in den nächsten Tagen in und um Frankfurt zugegen seid, kommt doch auf die Ambiente und besucht den ELO Stand in Halle 3, Ebene 1, Stand G40.
Darling und ich werden auf jeden Fall auch dort sein und händchenhaltend durch die Gegend spazieren.

Ach ja, und wenn Ihr den orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen nachmachen möchtet, habe ich hier noch das Rezept für Euch:

5.0 from 3 reviews
Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g Lammschulter,
  • 3 kleine Zwiebeln,
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chileschote
  • 3 Möhren gewürfelt
  • 30 g getrocknete Feigen
  • 2 El Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Tl Tomatenmark
  • 200 g Pizzatomaten
  • 700 ml Fleischbrühe
  • 1 Msp. Zimt,
  • gemahlen
  • 2 Dosen Kichererbsen
  • Joghurt
  • Minze
Instructions
  1. Fleisch in 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln würfeln. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilischote längs halbieren, je nach Schärfe entkernen und fein hacken. Feigen fein würfeln.
  2. Öl im Schnellkochtopf erhitzen und das Fleisch bei starker Hitze rundherum 4-5 Min. anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Chili und Möhren zugeben und 2-3 Min. anbraten.
  4. Tomatenmark zugeben und unter Rühren kurz mitbraten.
  5. Pizzatomaten und Brühe zugießen.
  6. Jetzt noch die Feigen und den Zimt und die Kichererbsen zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Den Schnellkochtopf verschließen und bei hoher Hitze auf Stufe II aufkochen. Wenn der erste Dampf entweicht, die Hitze herunter drehen und den Lammeintopf 30 Minuten garen lassen.
  8. Den Herd ausschalten und den Topf abkühlen lassen, bis der Verriegelungsreglerstift sinkt.
  9. Jetzt könnt Ihr den Deckel öffnen und den Lammeintopf nach Gusto mit etwas Minzjoghurt genießen.

Lust auf noch mehr Orientalisches? Dann kann ich Euch noch diesen Flammkuchen empfehlen. Und dieses Naanbrot passt auch hervorragend dazu.

Machts doch auch mal auf die Schnelle mit Darling… *grins

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma ELO. Ich wurde nicht gezwungen die Töpfe auszuprobieren und habe mich ganz eigenständig in Darling verliebt…

Wurzelgemüse-Risotto

{…die Wut einfach mal wegrühren…}

Risotto mit Gremolata

Es geht mal wieder „Auf die Schnelle mit der HouseDame“…

Heute im Angebot: Wurzelgemüse-Risotto und getreu der neuen Rubrik ohne viele Worte zu verschwenden.

Risotto ist mein Seelentröster-Gericht. Und da die Seele auch nicht immer wegen desselben Anlasses getröstet werden muss, gibt es hier im House unterschiedlichste Varianten dieses Gerichts.

Risotto gelingt nur, wenn man sich hingibt. Sich darauf einlässt. Man muss dranbleiben, wie an einem Problem, das an einem nagt.

In der letzten Woche hatte ich so Manches, über das ich mich geärgert habe. Eigentlich ist es nie gut mit Wut im Bauch zu kochen. Aber bei Risotto ist das etwas anderes. Ich habe meinen Ärger einfach weggerührt. Kontinuierlich. Und bei jeder Acht, die mein Kochlöffel im Topf gezeichnet hat, wurde es besser. Dazu kam der Geruch der mir in die Nase stieg.
Und wenn man dann den ersten Löffel dieses wunderbaren Gerichts in den Mund schiebt, die Augen schließt und sich vorstellt in einer kleinen Trattoria irgendwo in Italien zu sitzen, dann hat das Risotto endgültig gegen die Wut gesiegt.

Risotto mit Gremolata

Das Rezept für mein Wunderheiler-Wurzelgemüse-Risotto findet Ihr hier:

5.0 from 1 reviews
Wurzelgemüse-Risotto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 500 ml Brühe, (bis 700 ml)
  • 1 Schalotte(n)
  • 1 Knoblauchzehe(n)
  • 150 g Möhre(n)
  • 150 g Petersilienwurzel(n)
  • 100 g Rote Bete
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Reis, (Risotto-)
  • 50 ml Wermut, (z. B. Noilly Prat), ersatzweise Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 3 Stiel/e Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Stiel/e glatte Petersilie,
  • 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale
  • ½ TL getr. Chiliflocken
  • 50 g Parmesan
Instructions
  1. Brühe erhitzen und warm halten. Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Möhren, Petersilienwurzel und Rote Bete putzen, schälen und in 1 cm große Würfel schneiden.
  2. EL Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte und Knoblauch darin glasig dünsten. Die Hälfte der Möhre und Petersilienwurzel zugeben und bei mittlerer Hitze 3 Min. mitdünsten. Reis zugeben und unter Rühren kurz mitdünsten. Mit Wermut ablöschen und vollständig einkochen.
  3. Gerade so viel Brühe zugießen, dass der Reis bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 20 Min. garen. Dabei immer wieder etwas Brühe zugießen, sobald sie vom Reis fast aufgesogen ist.
  4. Inzwischen 1 EL Öl und ½ EL Butter in einer Pfanne erhitzen. Das restliche Gemüse und den Thymian darin bei mittlerer bis starker Hitze 10 Min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie hacken und mit Zitronenschale und Chiliflocken mischen. Parmesan reiben.
  5. Die Hälfte des Parmesans und ½ EL Butter unter den Risotto mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Risotto mit gebratenem Gemüse, Petersilie-Zitrone und restlichem Parmesan bestreut servieren.

Risotto mit Gremolata

Ihr könnt natürlich auch Pastinaken statt Petersilienwurzel verwenden. Und wenn Ihr davon zu viel gekauft habt, macht Euch doch noch eine schnelle Suppe wie diese hier daraus. Oder holt Euch den Süden mit dieser Risotto-Variante auf den Tisch. Erlaubt ist alles was gut tut!

Ich wünsche Euch eine Woche frei von Ärger!
Und sollte er doch mal zuschlagen- risottot ihn einfach weg!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Selfmade Kalkreiniger trifft Zitronen-Maispoularde

{…von Überlebensstrategien, Umweltgedanken und Resteverwertung…}

Selfmade Kalkreiniger

Es ist mal wieder Outing-Time im House…

Ich gestehe: Ich praktiziere „Putzduschen“… Exzessiv und leider mit Folgeschäden…
Aber jetzt erst mal ganz von Anfang, damit Ihr meinen „Putzduschissmus“ auch versteht.

Ich habe einen Putz(mittel)fimmel. Und nein…bei mir zu House ist es nicht klinisch rein!!!
Im Gegenteil. Ich bin stinkendfaul was Putzen anbelangt. Aber ich lasse mir gerne von der Werbung vorgaukeln, dass das neue Putzmittel, welches die Firma XY auf den Markt gebracht hat, schneller und effektiver arbeitet als andere. Ich erwähne nur kurz die Nummer mit dem Kupferpfennig, auf den ich natürlich prompt reingefallen bin. Das heißt, sobald mir eine Werbung plausibel klarmachen kann, dass das neue Produkt schnell zu einem 1A Ergebnis führt, stehe ich schon im nächsten Supermarkt am Aktions-Regal und lade mir die (Sprüh-)Flasche in den Wagen.
Werbung ist übrigens ein Arschloch! Das mit dem Pfenning hat nämlich mal gar nicht funktioniert. Genauso wenig wie das mit den ganzen Pseudo-Antikalk-Mitteln, die sich aussprechen lassen wie „Ich BRECH ins Essen“ mit vollem Mund… Ich sag den Namen jetzt nicht (ich werde hier nämlich KEINE Werbung für dieses Zeug machen, was mich fast getötet hätte… Ersetze einfach das CH von BRECH durch F…)

Dazu muss ich Euch kurz über mein Putzverhalten aufklären:
Kennt Ihr den Begriff Life-Work-Balance? Das habe ich versucht mir zu verinnerlichen, um dabei in allen Bereichen so viel schöne Zeit wie nur möglich rauszuschlagen und alles Nötige irgendwie geschickt zu integrieren.
Beim Thema Putzen (was ja leider doch nötig und unabdingbar ist) kam dann mein persönlicher Begriff „Putzduschen“ heraus.

Zitronenreiniger

Ich bin eine Putz-Duscherin und finde, dass das genau in meine persönliche Work-Life-Balance-Auffassung passt. Effektives Arbeiten bringt mehr Genuss-Zeit….
Der Begriff „Putzduschen“ ist auch recht schnell erklärt:
Dass jede Dusche regelmäßig von Pflegeproduktrückständen, Haaren, Kalk und Staub gesäubert werden muss ist ja wohl jedem bewusst. Und da ich gerade nicht (mehr) in der komfortablen Situation einer Hilfskraft im Househalt bin, muss die House-Dame eben selbst wieder ran. Um Zeit zu sparen sieht das Ganze wie folgt aus: Ich steige in die Dusche und absolviere mein Beauty- und Pflegeprogramm ganz ausgiebig, entspannt und in Ruhe. Der Gedanke, dass ich die Duschkabine ja danach sowieso reinigen muss, hat mich auf die glorreiche Idee gebracht, den Säuberungsprozess meines Körpers mit dem der sanitären Einrichtung zu kombinieren. Anstatt vor der Dusche zu stehen und alles mit Reinigungsmittel einzusprühen (Antikalkmittelchen vor allem!), um dann mit dem halben Oberkörper schrubbend und wischend von außen kopfüber in der Duschkabine zu hängen, habe ich beschlossen diesen Prozess aus dem Inneren der Kabine heraus zu vollziehen.
Heißt im Klartext: ich stehe in der Dusche und reinige direkt nach dem Duschen die Kabine mit Putzmittel. Naggisch (wie man hier in Hessen sagt…).
Und an dieser Stelle muss der „BRECH“-Reiniger erwähnt werden. Habt Ihr schon mal auf 0,7 qm2 eine halbe Flasche Chlorreiniger benutzt? Die Dämpfe, die dabei freigesetzt werden, haben meine Lunge quasi in einer zehntel Sekunde durchlöchert und mir sämtliche Atemwegsöffnungen stillgelegt. Hustend habe ich panisch die Brause angeschaltet, um das Zeug mit warmen Wasser vom Fliesenspiegel zu spülen. Das heiße Wasser hat natürlich den Effekt eines Dampfbades ausgelöst und das ätzende Zeug in feinem Sprühnebel überall auf mich draufgelegt. Der Rest floss großflächig in der Duschwanne in Richtung Abfluss. Natürlich nicht ohne vorher meine Fußsohlen damit zu unterspülen. Ich schiebe schnell die Duschwand beiseite um Luft zu bekommen, und schon merke ich das fiese Brennen unter meinen Füßen. Zur Hölle mit „BRECH“…  Nach diesem Erlebnis und einem noch nicht mal zufriedenstellenden Putzergebnis muss etwas Neues, Biologisches und vor allem Atemwegsschonendes her.

Also habe ich beschlossen mal auf der grünen Welle zu surfen und meinen Antikalkreiniger einfach selbst zu machen. Und wisst Ihr was? Das ging so easy und riecht auch noch toll. Aber das Beste daran ist: es macht sauber!!! Uuund schont die Umwelt…uuund kribbelt nicht unter den Füssen… uuuund man darf sogar beim Putzduschen atmen, ohne Angst vorm Erstickungstod zu haben.
Alles was man dazu benötigt habt Ihr bestimmt zu House.

Zitronenreiniger
Und weil ich noch so viele Zitronen übrig hatte, habe ich kurzerhand eine Maispoularde mit Zitrusnote zum Abendessen gemacht.
Ich sage Euch: DAS ist Work-Life-Balance par Exellence!

Ich habe ein glänzendes Badezimmer (kennt Ihr die Fotos mit diesen Glitzersternen der Sauberkeit?- so sieht meine Duschkabine aus…naja fast…) und bin satt und völlig zufrieden.
Hach, ich mag es wenn ein Plan funktioniert- und ich dabei nicht erstickt bin.

Maispoularde

Also liebe Housefreunde, es gibt echt viele Wege die Chemiekeulen zu umgehen und damit dem Erhalt der Umwelt einen Beitrag zu leisten. Und wenn es dann auch noch mit dem kulinarischen Wohlbefinden einhergeht… was soll ich sagen: dann habt Ihr alles richtig gemacht!

Hier also zwei Rezepte:

  • Super-Bio-Kalk-Reiniger mit Duftgarantie und ohne Atemnot
  • Maispoularde mit Zitrusnote, Fenchel und Zucchini

5.0 from 3 reviews
Selfmade Kalkreiniger
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: NON-FOOD!
Serves: 1 bottle
Ingredients
  • Saft von 3-4 Zitronen
  • 2-4 Tropfen Spüli
  • 3 EL weißer Essig
  • etwas Wasser
Instructions
  1. Alle Zutaten in einer leeren Sprühflasche durch Schütteln vermischen.
  2. Auf die Armaturen, Duschkabine, Fliesen, etc. sprühen, evtl mit Lappen nach reiben und mit klarem Wasser abspülen.
  3. Welch Glanz in unsrer Hütte... ;)

5.0 from 3 reviews
Zitronen-Maispoularde
 
Prep time
Total time
 
Serves: 4
Ingredients
  • 1 Bio-Maispoularde (etwa 1,5 kg)
  • 2 Bio-Zitronen
  • 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Gemüsezwiebel (groß; 500 g)
  • 400 Gramm Fenchelknolle
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 TL Ahornsirup (oder Honig)
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 500 Gramm Zucchini
  • 1 Messersp. Fenchelpollen
Instructions
  1. Den Backofen auf 220 Grad, Umluft 200 Grad, Gas Stufe 5 vorheizen.
  2. Die Maisoularde abspülen und trocken tupfen. Zitronen heiß abspülen und trocken tupfen. Eine Zitrone in Spalten schneiden, von der zweiten die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Den Knoblauch abziehen.
  3. Poularde von innen und außen mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Zitronenspalten und Knoblauchzehen in den Bauch der Poularde legen. Die Keulen eventuell mit Küchengarn zusammenbinden. Poularde in einen großen Bräter legen und das Olivenöl darüberträufeln. Ohne Deckel auf der 2. Einschubleiste von unten etwa 1 Stunde 15 Minuten goldbraun braten.
  4. Für das Gemüse Zwiebel abziehen und in Spalten schneiden. Fenchel putzen, abspülen und ebenfalls in Spalten schneiden. Fenchelgrün grob hacken und beiseite stellen. Zwiebel- und Fenchelspalten, 2 EL Olivenöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer gut mischen.
  5. Nach 30 Minuten Bratzeit das vorbereitete Gemüse um die Poularde herum im Bräter verteilen. Fleisch am besten mit einem Bogen Backpapier abdecken, falls die Poularde zu dunkel wird.
  6. Zucchini putzen, abspülen und in 5 cm lange Stifte schneiden. 20 Minuten vor Ende der Garzeit Zucchini um das Fleisch herum verteilen, restliches Öl darüberträufeln. Poularde im Ofen fertig braten.
  7. Den Bräter aus dem Ofen nehmen. Poularde mit Zitronenschale, Fenchelgrün und eventuell Fenchelpollen würzen und sofort servieren.

 

Maispoularde3.1

In diesem Sinne, go green! Und ein Hoch auf Resteverwertung! Zu diesem Thema solltet Ihr übrigens unbedingt mal bei Frau Bpunkt vorbeischauen! Die hat nämlich gerade genau zu diesem Thema einen großartigen Beitrag auf Ihrem Blog.

Happy Wochenendputz ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

Wirsing-Pesto

{…es gibt was Neues hier…}

Wirsinpesto

Liebste Housefreunde,

ab sofort könnt Ihr mal so auf die Schnelle mit der Housedame…äh…kochen.
Denn auch wenn das Leben jeden Tag neue Geschichten schreibt und erzählt, kann ich diese leider nicht immer aufschreiben und Euch daran teilhaben lassen. Ich hätte wahrscheinlich Arthrose in den Fingern und würde sozial völlig vereinsamen, weil ich nicht mehr vom Computer wegkomme. Wollt Ihr das?

Es dümpeln mittlerweile so viele Fotos und tolle Rezepte auf meiner Festplatte, die ich Euch alle so gerne zeigen möchte…
…und deshalb gibt es eine neue Kategorie hier im House:
>>AUF DIE SCHNELLE MIT DER HOUSEDAME<<

Housedame

Immer wenn Ihr diesen Button hier auf einem Foto seht, gab/gibt es einen Quickie im House….

Hier werdet ihr ausschließlich Rezepte und Fotos ohne viel BlaBla zu sehen bekommen.
Aber keine Angst, ich bin und bleibe einfach eine Labertasche und werde Euch natürlich auch weiterhin regelmäßig mit der Berichterstattung von Allem was so im und um das House herum passiert, nerven.
Ich hoffe Euch gefällt es, mal auf die Schnelle mit der Housedame…. ;)
(Hier erfahrt Ihr übrigens die Bedeutung des Begriffs „Housedame“, nicht dass der/die ein oder andere/r auf seltsame Gedanken kommt *räusper)

Den Anfang macht hier ein grandioses Wirsing-Pesto mit Linguine und Speck.
Schnell. Einfach. Saisonal. (ok-riecht etwas streng…)

Wirsinpesto

Wirsing-Pesto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Blätter von ½ Kopf Wirsing (ca. 350 gr)
  • 40 gr Walnusskerne
  • 40 gr geriebener Parmesan
  • 10 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
Instructions
  1. Wirsingblätter vom mittleren, harten Strunk befreien und waschen.
  2. In einem großen Topf mit gesalzenem Wasser die Blätter etwa 5 Minuten blanchieren. Herausnehmen und gut abtropfen bzw. trocknen lassen.
  3. Blätter grob zerteilen und im Mixer mit 5 EL Öl zu einer groben Paste verarbeiten.
  4. Walnüsse grob hacken und mit Parmesan, Öl und den Gewürze zu einem homogenen Pesto vermischen.
  5. TIPP: Ich habe mein Pesto unter al dente gekochte Linguine gemischt. Einen guten Schuss Sahne dazu in eine Pfanne geben und alles erwärmen, Für die Nicht-Vegetarier empfehle ich noch ein wenig gebratenen Speck vor dem Servieren auf die Nudeln zu geben.

Wirsinpesto

Wiiiirsiiiing, äh Wiedersehen liebe Freunde des guten Geschmacks und des manchmal strengen Kohlgeruchs. Der Gestank lohnt sich, I promise!
Bis in Kürze,

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Rosenkohl-Eintopf

{…Männerschnupfen und warum man alle(s) in einen Topf schmeißen kann…}

Rosenkohleintopf

Vor Kurzem erreichte mich mal wieder ein Ruf der Verzweiflung.
„Ich bin kraaaaahaaaaank! Komm her und pflege mich. Nein! Erschieß mich und erlöse mich von meinem Leiden… Bittäääähäääää!“
Die nasal klingende wimmernde Stimmte stammt von Bastian, einem alten Freund, der sich am anderen Ende des Hörers erst einmal kräftig die Nase schnäuzt.
„Ich weiß mir einfach nicht mehr zu helfen. Noch nie im meinem Leben habe ich mich so schlecht gefühlt! Du bist meine letzte Rettung!“ „Wo ist denn Nathalie?“ „Nathalie..?“ ein verächtliches Schnaufen kommt durch den Hörer „Die musste ja vor 2 Tagen unbedingt mit Ihren Mädels zum Skifahren nach Österreich aufbrechen, obwohl sie genau gesehen hat, dass es mir nicht gut geht!“
„Basti, Du hast lediglich einen Schnupfen, das wirst Du doch wohl alleine durchstehen!?“
„Verrecken werde ich! Jawohl! Und keiner bekommt es mit! Ich möchte übrigens Guns’n Roses auf meiner Beerdigung gespielt bekommen!“ Ich will gerade laut auflachen, als mir ein lauter Nieser die Ohrmuschel fast wegpustet.
„Kannst Du bitte bitte bitte vorbeikommen?“ „Also gut, ich komme…“
Wohlwissend, dass Bastian nichts im Kühlschrank hat, was auch nur annähernd gesund und heilungsfördernd wäre, habe ich kurzerhand noch den nächsten Supermarkt aufgesucht.

Rosenkohleintopf2

30 Minuten später öffnet mir eine undefinierbare Gestalt die Tür. Eine graue Jogginghose, die mehr Knie ausbeult als der Träger jemals haben wird, schlackert auf den Hüften. Ein löchriges altes Nirvana T-Shirt klebt spack über Bastians Bauchansatz und die Haare stehen wild in alle Richtungen. „Ich umarme Dich jetzt mal besser nicht. Ich will Dich ja nicht anstecken!“ Und schon schlurft der Patient ins Wohnzimmer und lässt sich wieder auf die Couch fallen. Der Wohnzimmerboden ist übersäht mit zusammengeknüllten Papiertaschentüchern. Dazwischen leere Bierdosen und Chipstüten.
„Basti, Du lässt Dich echt ganz schön hängen! Hier schaut es aus, als ob ein Messi auf Urlaub ist. Nathalie bekommt die Krise, wenn sie zurück kommt…“
„Tanja, Du hast doch keine Ahnung wie ich mich fühle! Ihr Frauen habt sowieso überhaupt keine Ahnung wie es ist, wenn Mann krank ist! Ihr seid ja immer so schöööön krank…“ „Äh…wie…? Schön krank? Was soll das denn bedeuten?“
„Stell Dir mal vor, man würde einen Raum mit einer Glasscheibe trennen. Rechts kranke Frauen, links kranke Männer. Was würdest Du sehen?“ Ich muss laut lachen. „Das kann ich Dir genau sagen: Auf der Seite der Männer türmen sich die Rotzfahnen rund ums Bett, die Körperhygiene wurde bis auf Weiteres eingestellt, es müffelt ziemlich auf Eurer Seite und ich hoffe, dass die Glasscheibe schalldicht ist, damit auf der anderen Seite das Gejammer nicht zu hören ist!“
„Wir sind eben so richtig krank!!! Und nicht nur so dekorativ angeschlagen…! Ihr Frauen tragt bei Erkältung schöne pastellfarbene Schals und dicke selbstgestrickte Socken, liegt mit einem Stapel kluger Zeitschriften und übereinandergeschlagenen Beinen immer noch hübsch anzusehen auf der Couch, der Raum duftet nach Pfefferminztee und die Nase putzt Ihr Euch im Flüstermodus, nachdem Ihr Euch ein Taschentuch aus einer mit Schmetterlingen bedruckten Pappbox gezogen habt. Ihr geht trotz Todes-Schnupfen ins Büro, presst Euch frische Säfte und Blumen werden Euch auch noch gebracht…“
Ich sehe Bastian mit offenem Mund an. „Und Euch bringt eine Erkältung quasi zu einer Nahtoderfahrung. Euer Körper erleidet nach Eurer Meinung einen Totalschaden. Ihr seid nicht krank- Ihr seid verwundet. Im Stillen bettelt Ihr um den Fichtensarg… Ok. Streich im Stillen!“
„Stimmt!“ antwortet der Verwundete mir gegenüber. „Ich verstehe auch nicht, warum es noch keine speziellen Erkältungsmedikamente für Männer gibt. Ich weiß auch genau wie die Fernsehwerbung dafür aussehen würde: Man sieht einen Schützengraben irgendwo in der Einöde. Ein Kugelhagel ist zu hören. Ein Soldat geht zu Boden. Dann ruft einer der Soldaten: „John, lass den Typen liegen- er hat nur einen Bauchschuss… Hier hat einer eine verdammte Männer-Erkältung, der muss zuerst zum Sanitäter!“ Das würde genau DIE Zielgruppe ansprechen.“
Ich muss laut lachen. „Was bin ich froh, dass Männer keine Kinder kriegen können. Ihr würdet beim ersten Stammtisch nach dem Höllenereignis mit der Größe des Dammschnitts prahlen und jeder hat mindestens 34 Stunden in den Wehen gelegen, um dann doch mit einem Kaiserschnitt vom Hals bis zu den Oberschenkeln aufgeschnitten zu werden. Narbenzeigen inklusive…“

Rosenkohleintopf3

„Ich wäre auch gerne mal krank wie eine Frau…“, kommt die leise nasale Stimme von Bastian.
„Ok. Kein Problem. Ich mache Dir jetzt einen gesunden Rosenkohleintopf und während der kocht, schauen wir alte Folgen von „Sex in the city“ an und ich bemale Dir Deine Zehennägel. Das würden Frauen nämlich jetzt tun. Du musst nicht sterben- ich bin ja bei Dir. Und Dein Bild erscheint auch nicht bei Wikipedia unter dem Suchbegriff „Selbstmitleid“ und „Heulboje“. Versprochen! Es ist wirklich nur ein Schnupfen, Basti!“
Er lächelt mich an und sagt: „Ich weiß. Schön dass Du da bist!“ Und schon kuschelt er sich in seine Kissen-Taschentuch-Burg auf der Couch und seufzt zufrieden.
Irgendwie sind sie doch alle gleich….

Rosenkohleintopf4

Falls Ihr auch einen verwundeten halbtoten Mann mit Erkältung bei Euch rumliegen habt (soll ja in dieser Jahreszeit öfter mal vorkommen), gibt’s hier das Rezept für den „Schnell-Fitmacher-Rosenkohleintopf“:

5.0 from 1 reviews
Rosenkohl-Eintopf
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 2 Zwiebeln
  • 400 g Steckrübe
  • 600 g Rosenkohl
  • 2 Süßkartoffeln
  • 3 EL Öl
  • 600 g ausgelöstes Kasselerkotelett am Stück
  • 80 g Frühstücksspeck
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 4–5 Stiel(e) Majoran
  • 2 Lorbeerblätter
Instructions
  1. Die Zwiebeln schälen und würfeln, dann die Steckrübe in Scheiben schneiden, schälen und fein würfeln. Den Rosenkohl putzen, waschen und trocken tupfen und die Süßkartoffeln schälen und ebenfalls in Würfel schneiden.
  2. Jetzt das Fleisch waschen und mit dem Speck in Würfel schneiden.
  3. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Fleisch und Speck dazugeben und unter Wenden anbraten. Nun das Gemüse dazugeben, mit Brühe ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Majoran waschen und trocken tupfen. Lorbeer und 3 Stiele Majoran zum Gemüse geben. Alles zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen.
  5. Vom restlichen Majoran Blättchen abzupfen und grob hacken.
  6. Den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Majoran bestreuen.

Kleine Info am Rande, warum Rosenkohl so gesund ist.:
Rosenkohl ist sehr reich an Zink und Vitamin C und wappnet unsere Abwehr gegen Keime und Krankheitserreger. Zudem  sorgen dieselben Vitalstoffe für heile Haut, gesundes Haar und straffes Bindegewebe. Aufgrund ihres hohen Vitamin-B-Gehalts sind die kleinen Gemüseknollen ideal geeignet zur Stressbewältigung und für stabile Nerven. Außerdem helfen sie bei Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Da Rosenkohl viel Kalium enthält, entwässert dies unseren Körper und entlastet auf diese Weise das ganze Herz-Kreislauf-System.

Rosenkohleintopf5

Ich hoffe die gefühlte männliche Sterberate in Euren vier Wänden ist nicht zu hoch und alle kommen unbeschadet aus diesem Tal der Qual heraus.

In diesem Sinne: haltet Euch warm, wascht Euch immer schön die Hände (die Viren lauern überall!) und besorgt genug Duftkerzen, um den eventuellen Krankenmief zu übertünchen.

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Baguette mit geräucherter Entenbrust und Rote Bete Ketchup

{…ich bin zu House…}

Rote Bete Ketchup Baguette Rezept Deluxe Snack Umzugssnack

Hello alle zusammen! Hier bin ich dann wieder…

Lange Zeit blieb die Housetür jetzt geschlossen. Zeit um die Pforten wieder weit auf zu sperren und frische Luft in die Hütte zu lassen. Und frische Luft wird es geben, denn das House hat quasi eine Luftveränderung hinter sich. Nennen wir es ganz einfach Umzug.

Mitsamt der Housefrau ist das House in einen nahegelegenen Luftkurort gezogen und musste sich erst einmal aklimatisieren. Das Leben ändert sich eben nun mal von Zeit zu Zeit und manche Dinge verlangen nach radikaler Umsetzung. Das bedeutet unter anderem Abstriche von Gewohntem machen, aber auch wieder offen sein für alles was kommt und was das Leben noch so bietet. Und ich kann Euch sagen, das ist eine ganze Menge.

Umziehen bedeutet natürlich auch Ausmisten von alten Gegenständen und Gewohnheiten. Platz schaffen für Neues oder alten Dingen einen neuen Platz oder eine neue Funktion geben.

Leider kann man nicht alles mitnehmen. Zum Beispiel die Nachbarn. Die sind komplett neu. Aber auch das kann durchaus lebensbereichernd sein. Ich habe jetzt zum Beispiel über mir wieder jemanden wohnen, dessen Lebensgewohnheiten ich in Form von Geräuschen kennenlernen darf. Ich weiß wann dort über mir der Wecker klingelt, wie lange ein Kaffee benötigt, bis dieser sich durch den Vollautomaten gequält hat und auch, dass erst einmal das Wasser gefühlte 20 Minuten aus der Brause laufen muss, bis es die Temperatur erreicht hat, um mit quietschendem Fußgescharre die Duschwanne betreten zu können. Der Musikgeschmack ist akzeptabel, der dazugehörige Gesang verbesserungswürdig und die Fernsehwerbung wird netterweise immer leise gedreht. Gekocht wird gerne deftig und nie ohne Zwiebeln und/oder Knoblauch. Dafür parkt ein sportliches Fahrrad mit dick gepolstertem Sattel und praktischem Korb in der Einfahrt zu meinem Keller. Ich mag meine neuen Nachbarn über mir. Ehrlich!

Stulle Deluxe 2

Wenn ich dann morgens in aller Frühe an dem großen Fenster in meinem Wohnzimmer stehe und auf das gegenüberliegende Haus blicke, brauche ich kein Morgenfernsehen. Die Morgentoilette der mir gegenüber wohnenden Menschen ist amüsant genug und zeigt mir, dass Männer tatsächlich länger im Bad benötigen als Frauen (also manche zumindest). Der Klopapierhalter hängt in dieser Wohnung wohl weiter oben an der Wand, als in gewöhnlichen Badezimmern. Zumindest zeigt sich das bei der tastenden Handbewegung jeden Morgen pünktlich um 6.17 Uhr, nachdem 5 Minuten lang die Zeitung in sitzender Position studiert wurde. Unglaublich wie zeitpräzise ein menschlicher Körper funktioniert… Seitdem ich hier wohne bekommt der Sinn einer Milchglasscheibe am Badezimmer-, bzw. Toilettenfenster einen ganz neuen Stellenwert. Die Menschen mir gegenüber sind bestimmt auch nett. Sie kochen gemeinsam in ihrer kleinen Küche, besitzen einen überdimensionalen Fernseher und die pubertierende Tochter übt abends in ihrem Zimmer bei Festbeleuchtung für den Auftritt bei Let’s Dance.
Eigentlich könnte ich meinen Fernseher und mein Radio verkaufen und ordentlich GEZ-Gebühren sparen. Die Musik habe ich von oben, das tonlose TV-Programm von gegenüber. Herz was willst Du mehr?

Für das gesparte Geld könnte ich mir dann eine Küche kaufen, denn die fehlt quasi noch. Ok. Sie fehlt nicht ganz. Eigentlich fehlt nur noch die Arbeitsplatte, aber auch dieses Defizit wird sich in Kürze erledigt haben. So lange steht eben der Backofen funktionstüchtig im Wohnzimmer und auf der provisorischen OSB-Platte in der Küche reihen sich 3 Induktionsplatten aneinander. Irgendwie hat das gerade alles etwas von Studentenleben und verjüngt mich gedanklich ungemein (zumindest immer dann, wenn es mich nicht total nervt).  Auf Grund der desaströsen Küchensituation, gestaltet sich das Kochen natürlich gerade etwas umständlicher. Aber ganz ehrlich man kann ja auch ganz gut mal ein paar Wochen von Brot und Co. leben. Lowcarb? Äh…ja. In ein paar Wochen dann wieder. Und am Tag des Umzugs braucht Man(n)/Frau eh nur schnell etwas Handfestes zwischen den Zähnen, um einen weiteren „federleichten“ Karton mit Fotoutensilien, Flohmarktgeschirr und Hinter- und Untergründen, neben dem ganzen anderen Kram, der sich im Laufe von 10 Jahren angesammelt hat in die neue Bleibe zu wuchten.

Rote Bete Ketchup

Bei mir gab es Stullen Deluxe, denn einfach darf auch gut sein.
In diesem Falle: Selbstgebackenes Baguette mit geräucherter Entenbrust und Rote Bete Ketchup. Abgerundet mit Wildkräutersalat, Fetakäse und gerösteten Walnüssen.

Das Rezept für den Ketchup und das Baguette gibt’s hier:

5.0 from 3 reviews
Rote Bete Ketchup
 
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 700ml
Ingredients
  • 450 g Rote Bete (vorgekocht)
  • 230 ml Apfelweinessig
  • 110 g brauner Zucker
  • 1 große Zwiebel
  • ½ Teelöffel Salz
  • ¼ Teelöffel Koriander (gemahlen)
  • ¼ Teelöffel Nelkenpulver
  • schwarzer Pfeffer
Instructions
  1. Zwiebel schälen und grob hacken. Rote Bete in Würfel schneiden. Zwiebel, Rote Bete, Apfelweinessig und Zucker in eine große Stielkasserolle füllen. Kurz aufkochen, dann Hitze reduzieren und bei mittlerer Stufe etwa 25 Minuten garen, bis die Rote Bete weich ist.
  2. Stielkasserolle vom Herd nehmen. Zutaten mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer, Koriander und Nelkenpulver abschmecken.
  3. In ein Schraubglas füllen und imKühlschrank aufbewaren.
  4. Der Ketchup hält sich gute 6 Wochen.
  5. (Ergibt ein Glas mit ca .700 ml)

5.0 from 3 reviews
Französisches Baguette
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 250 g Mehl Typ 550
  • 160 ml handwarmes Wasser
  • 10 g frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • etwas Zucker
Instructions
  1. In einer Schüssel Mehl mit dem Salz vermischen, eine große Kule eindrücken und dort die Hefe Stück für Stück hinzufügen. Anschließend den Zucker in die Kule geben und mit 50ml Wasser angießen. Die Hefe in der Kule vorsichtig umrühren bis sie sich im Wasser gut aufgelöst hat. Das Ganze abdecken, zum Beispiel mit einem Küchentuch und 30 Minuten gehen lassen.
  2. Den Rest des lauwarmen Wassers hinzufügen und alles gründlich zu einem Teig verkneten. Anschließend zu einer Kugel formen und wieder 2 Stunden gehen lassen. Danach nochmals kurz kneten und wieder 1 Stunde aufgehen lassen.
  3. Den Teig in 2 gleiche Teile portionieren und dünn zu Rechtecken ausrollen. Anschließend einrollen bis ein Baguette entsteht. Nun auf ein Backblech geben und eine halbe Stunde in Ruhe lassen. Währenddessen den Backofen auf 220 Grad vorheizen.
  4. Baguettes mit Salzwasser bestreichen und zusammen mit einer Schale voll mit Wasser in den Backofen schieben. Rund 25 Minuten backen bis sie eine goldbraune Farbe haben.

Baguette7

Das Baguette dann einfach nach Gusto mit Ketchup bestreichen und mit  Salat, Entenbrust, Feta und Walnüssen belegen. 

Mein derzeitiges Motto: Zurück zum Einfachen, zurück zur Einschränkung, zurück zu sich selbst. Alles auf null und von vorne starten. Das ist ein schönes Gefühl, so als ob einem die Welt noch einmal von vorne offensteht. Eben nur in der Mitte des Lebens.
Aber auch, wenn es das eigentliche HOUSE ja für mich nun nicht mehr wirklich physisch gibt, bleibt das House No. 15 erhalten.  Der Standort auf der Landkarte hat sich eben nur verändert, aber auch das Gefühl nach House zu kommen. Und DAS meine Lieben, fühlt sich jetzt wieder richtig gut an!

Umzug Auto

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch (wenn auch leicht verspätet) ein gutes neues Jahr, mit ganz vielen besonderen Momenten, mit Mut für Neues und Lust auf das Leben.

Bis in Kürze wieder!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

 

 

Passionsfrucht-Vanilleeis mit Crunch

{…oder wenn FKK-Urlaub zur Adventure-Reise wird…}

Passionsfruchteis

Ja, ich weiß…eigentlich ist ja schon Herbst. Aber wenn Mitte September immer noch 32 Grad  da draußen herrschen, darf man den Sommer durchaus nochmal Revue passieren lassen…. Also alles nochmal auf SOMMER!

Sommer ist Urlaubszeit

Die meisten fliegen in den Süden oder stehen stundenlang in Autokolonnen vorm Brenner oder Gotthard. Andere entspannen mit ihren Kindern auf Bauernhöfen, misten zur Erholung Kuhställe aus, lernen wie Heu eingeholt wird, melken Ziegen. Wieder andere haben zwei Wochen lang einen Eimer mit langen Strohhalmen vor sich auf den Knien und sind täglich einer Alkoholvergiftung nah.

Nachdem Hannes die Sommerurlaube in den letzten Jahren in der Türkei, in Griechenland und Italien verbracht hat, hat er sich dieses Jahr entschieden mal etwas ganz Anderes auszuprobieren. Naja eigentlich hat es seine neue Freundin Romy für sie beide entschieden. Da Romy im Osten von Berlin aufgewachsen ist und ihre Eltern schon seit vielen Jahren ein Ferienhaus außerhalb von Berlin an einem See besitzen, wurde beschlossen dieses Jahr den Sommerurlaub in Deutschland in eben diesem Ferienhaus zu verbringen.

Als es dann ans Kofferpacken ging und Hannes seine neue Badehose mit Flamingoprint in den Koffer legen wollte, kam Romy ins Zimmer und sagte: „Schatz… wofür packst Du eine Badehose ein?“ „Na, ich dachte wir fahren in ein Haus am See…?“  „Ja, aber das Haus liegt direkt an einem FKK-Badesee..! Ich glaube du kannst Dein textiles Gepäck ziemlich stark reduzieren…“  „Das sagst Du mir erst jetzt???“ Hannes war schockiert. „Jetzt sei nicht so spießig! Ich habe früher jeden Urlaub nackt verbracht!“

Passionsfruchteis

Und so fuhr er mit extrem wenig Gepäck und einem mulmigen Gefühl im Bauch 6 Stunden in Richtung Osten. Was so drei Buchstaben alles verändern können. F K K.

„Ach, da sind se ja endlich!“ empfängt Herr Kaschunke das Paar. Herr Kaschunke ist der Ferienhaus-Nachbar von Romys Eltern und seit 10 Jahren in Rente. „Ick sach ma, die Saison is eröffnet, wa?“ Herr Kaschunke ist so etwas wie der Platzwart und Bademeister der kleinen Ferienhaus-Kolonie am See. Und er mag seine Rolle.
Draufgängerisch schiebt er seine rosa nackten Hüften gerne über die Liegewiese am See und schaut ob alles „jut is“. Bei den Damen schaut er immer ziemlich genau, ob wirklich „alles jut“ ist und ob nicht die ein oder andere vielleicht auch den Rücken eingecremt bekommen muss. Längere Strecken unternimmt er „uffem Drahtesel“ und juckelt damit am Wasser entlang. Man stelle sich Harry Wineford mit kleinem Transistorradio am Lenker seines betagten Herrenrades vor…natürlich in nackt!

Hannes muss sich an die textilfreien Gegebenheiten erst gewöhnen. Da er aber vor den anderen Urlaubern und vor allem nicht vor Romy als verklemmter Spießer-Wessi alleinig in Badeshorts am See sitzen wollte, macht auch er jetzt FKK. Zwei Wochen…und einige Erkenntnisse diesbezüglich gibt es kostenfrei dazu.

Passionsfruchteis

Erkenntnis #1: Nur nackt sein reicht einfach nicht in einem FKK-Urlaub. Man muss sich schon auch nackt betätigen.
Eine der liebsten Beschäftigungen der Freikörperkultur-Anhänger ist Ballsport zu betreiben. Mit ungebremster Energie, die man sonst nur aus einschlägiger Hundefutterwerbung kennt, rennt der Urlauber Bällen hinterher. Also spielt auch Hannes Volleyball mit Herr und Frau Kaschunke. Sogar zu Boccia lässt er sich hinreißen, wobei er sich sehr ungern nach Bällen bückt. Ja er joggt sogar an der Seepromenade entlang. Beim Fahrradfahren streikt er allerdings.

Erkenntnis #2: Ein bisschen Textil ist durchaus auch bei FKK erlaubt.
Das liebste Kleidungsstück des gemeinen FKKlers an diesem See sind seine Socken und Turnschuhe. Und auch gerne mal eine Schwimmweste. Eigentlich ist alles erlaubt, solange die Geschlechtsteile frei liegen und nicht durch eine Hose verdeckt werden.

Erkenntnis #3: FKK hat leicht etwas mit Swinger-Club-Erotik zu tun!
Man sieht Dinge die man dann doch nicht sehen möchte und denen man auf einmal nicht mehr so schnell entrinnen kann.

Erkenntnis #4: FKK Urlaub und Sauna haben nichts gemeinsam.
Während man in der Saune nicht unbedingt bestrebt ist den Kontakt mit dem Saunabank-Nachbarn zu machen, sucht der erfahrene FKK Urlauber ganz bewusst das Gespräch mit anderen Feriengästen. Hannes stand also am Gartenzaun der Nachbarn und plauderte über Fußball und Politik, lieh sich Grillkohle und lief morgens zum nahegelegenen Zeitungskiosk um Brötchen zu holen. Natürlich alles nackt! Am Zeitungskiosk kam er dann unweigerlich auch in Kontakt mit komplett angezogenen Menschen, die dort ebenfalls ihre Einkäufe tätigten.

Als Hannes eines morgens einen vorwurfsvollen Blick eines Vaters mit seinem Sohn erntete, kommentiert er diesen Blick ganz selbstbewusst und lautstark mit seinem neuen Spruch:„Seien Sie doch nicht so ein Spießer!“ Er grinste den Vater herausfordernd an und schob seine Hüfte vor. Vater und Sohn flüchteten schnell mit ihrer Brötchentüte. Hannes fühlte sich danach super.

Passionsfruchteis2

Seit diesem Tag war Hannes im FKK-Urlaub angekommen und als einen Tag später Herr Kaschunke ihn zu einer Rundfahrt um den See einlud, sagte er beherzt: „Ja aber gerne!“

Die Rundfahrt um den See fand auf einem alten Klapprad statt, das bei den Kaschunkes noch im Schuppen stand. Niemals hätte Hannes es für möglich gehalten, dass er mal auf einem alten Drahtesel mit blankem Hintern, auf einem klebrigen Ledersattel sitzend durch die Lande radelte. Er fühlte sich wunderbar.

Am nächsten Tag sah das ganze allerdings ganz anders aus. Statt des erwarteten Muskelkaters hatte er eine wunde Stelle zwischen den Beinen. „Da hilft nur Eis!“ riet Frau Kaschunke mütterlich. „Ich mag nur Vanille mit Frucht!“ gab Hannes patzig zurück.  „Det is egal…Hauptsache kalt! Ick hab da noch welches im Eisfach“, und schon war Frau Kaschunke verschwunden und kam kurze Zeit später mit einer Plastikdose zurück und drückte diese Hannes beherzt an seine Männlichkeit. „Det hat meinem Mann och immer jeholfen…Schmeckt übrigens jut. Is Vanille mit Passionsfrucht…selbstgemacht!“

5 Tage später saß Hannes wieder auf seiner eigenen Couch zu Hause, komplett angezogen und ließ im Kopf den Urlaub Revue passieren. Sein Fazit: FKK kann man machen, kann man aber auch lassen. Nächstes Jahr gehts nach Kroatien. Mit Badehose! Aber das Eis von Frau Kaschunke war die Wucht! Zwar nicht an der Stelle an der es zuerst landete, aber danach aus dem Plastikbehälter gelöffelt unbedingt. Cremig, fruchtig, einfach wunderbar.

Das Rezept dazu gibt es hier:

5.0 from 1 reviews
Passionsfrucht-Vanilleeis
 
Author:
Ingredients
  • ½ Vanilleschote
  • 200 ml Milch
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise saz
  • 3 Eigelb (L)
  • 300 ml Schlagsahne
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 3 Passionsfrüchte
Instructions
  1. Die Vanillestange längs halbieren und das Mark aus der einen Hälfte herauskratzen.
  2. Milch, Zucker, Salz, Vanilleschote und Vanillemark in einem Topf bis zum Siedepunkt erhitzen.
  3. Den Topf vom Herd nehmen und zugedeckt 30 Minuten ziehen lasen.
  4. Die Eigelbe in einer Schüssel leicht verquirlen.
  5. Die Milchmischung erneut erhitzen und unter Rühren langsam unter die Eigelbe gießen.
  6. Zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren erhitzen bis die Masse andickt.
  7. Die Sahne in eine Schüssel gießen und die Milch-Eimasse durch ein Sieb dazu seihen.
  8. Das Fruchtfleisch der Passionsfrucht auskratzen und darunter rühren (falls gewünscht durch ein Sieb streichen und kerne entfernen)
  9. Alles im Kühlschrank kalt stellen und danach die Masse in einer Eismaschine gefrieren lassen.
  10. Nach Wunsch mit Passonsfrucht und zerbröselten Keksen servieren.

Crunchy Cracker

Und wie siehts mit Euch aus? Habt Ihr schon mal FKK Urlaub gemacht? Los, nackte Wahrheiten auf den Tisch….

Ich wünsche Euch eine Zeit, in der Ihr Euch rundum in Eurer Haut wohlfühlt, ob mit oder ohne Klamotten.

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Camembert-Zwiebel-Tarte mit Pflaumen Chutney

{…und der peinlichste Toilettengang ever…}

Camembert-Zwiebel-Tarte

Also eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen NIE wieder auf dieser Seite über Klamotten zu schreiben.Habt Ihr das Wort ‚eigentlich’ gelesen? Ein völlig sinnloses Füllwort ohne Bedeutung! Naja, eigentlich ohne Bedeutung…
Kommen wir zum Punkt: Ich habe mich also mal wieder auf einen Internet-Klamotten-Einkauf eingelassen. Ungeachtet meiner merkwürdigen Körpermaße, meines Klamottengeschmacks und so weiter.

Eine wunderbare Fotostrecke in einer einschlägigen Frauenzeitschrift suggerierte mir, dass auch in diesem Jahr unbedingt modetechnisch ein Catsuit oder Overall in jedem weiblichen Kleiderschrank zugegen sein muss. Joa. Ich gestehe: ich bin empfänglich für solche Druckmittel aus der Presse (übrigens genauso für Putzmittel, die mir als DIE neue Innovation und Zeitersparnis beim Houseputz vorgegaukelt werden). Ich bin der Traum einer jeden Marketingkampagne! Und ich habe zugeschlagen.
Ein Einteiler. In Größe M… obwohl ich mit meiner Länge eher L tragen sollte. Aber es ist eben weder alles M, noch L an mir. Und M war noch verfügbar, L nicht…
Der besagte Einteiler kommt recht schnell im House an. Und natürlich muss er auch gleich anprobiert werden.

Linkes Bein steigt in weiche Viskose, rechtes Bein steigt in weiche Viskose…Beide Arme ziehen gleichmäßig den gesamten Stoffberg über die Oberschenkel. Nichts spannt, trotz fehlendem Elastan. Ich wackle leicht mit den Hüften, um den Sitz des Overalls von Anfang an perfekt zu haben, und die Taille genau da zu platzieren, wo sie zu sitzen hat. Ich versuche es zumindest. An dieser Stelle unter uns: ich scheitere das erste Mal. Bei mir sitzt die Taille nämlich NIE an der Stelle, an der sie zu sitzen hat. Ein Gürtel kann das eventuell kaschieren. Dann beginnt die Challenge.

Der rechte Arm versucht sich in die dafür vorgesehene Öffnung zu schieben. Es klappt hervorragend. Dann versucht auch der linke Am mit dem rechten gleich zu tun und gleichzeitig das an der Hose festgenähte Oberteil nach oben zu ziehen. Es scheitert an massiver Spannkraft im Rücken. Ich hänge fest. Das Schlimme ist, dass ich weder den einen noch den anderen Arm aus den Armöffnungen bekomme, geschweige denn hinein. Ich fühle mich wie das Opfer in der Vorstellung eines Entfesselungskünstlers, der die Arme auf dem Rücken fixiert hat. In irgendeinem Film habe ich mal gesehen, wie jemand versucht hat sich aus einer Zwangsjacke zu befreien. Das versuche ich jetzt auch und hüpfe stetig auf und ab. Es bewegt sich was. Meine Arme rutschen tatsächlich komplett in die Ärmel und der Stoff schiebt sich über meine Schultern, so dass ich den Overall tatsächlich schließen kann. Äh…könnte… Ein Druckknopf sträubt sich und springt direkt nachdem ich ihn mit einem leisen Klick geschlossen habe über meiner Brust wieder auf.

Mit eingezogenem Bauch laufe ich langsam und vorsichtig zu meinem Schlafzimmerspiegel und betrachte mich skeptisch. Och… Geht eigentlich, denke ich mir. Macht schlank. Auch wenn die Hosenbeine etwas kurz sind, der eine Knopf nur mit wenig ein- und ausatmen geschlossen bleibt und die Arme sich anfühlen, als wären sie in einem Trombosestrumpf gefangen. Mit diesem Einteiler spart man sich jegliche Schummelwäsche, das erledigt dieser Overall eigenständig.

Camembert-quiche3house

Es klingelt an der Tür und meine Freundin Nicole steht davor.
„Wow! Wo willst du denn hin? Das ist ja mal ein tolles Teil! Neu? Der sitzt ja super!“ sagt sie zur Begrüßung und schaut an mir herunter.  Naja… sitzt super… „Nirgends wollte ich hin. Ich habe den eigentlich nur mal anprobiert. Aber wo willst Du denn hin?“ Nicole steht völlig aufgebrezelt vor mir. „Ich habe doch zwei Einladungskarten zu dieser exklusiven Vernissage. Carsten muss heute länger arbeiten und da dachte ich ich frag Dich einfach mal. Das wäre doch eine gute Gelegenheit Dein neues Teil gleich mal auszuführen!“ „Ich weiß noch gar nicht ob ich das Ding hier behalte. Außerdem ist es noch nicht mal gewaschen.“ „Ach, das ist doch egal, Du wirst nicht gleich einen Ausschlag bekommen! Noch dazu steh Dir das Teil großartig!“ Es gibt Tage da lasse ich mich einfach sehr schnell überzeugen. Also Gürtel um die schlecht sitzende Taille und schnell in passende Schuhe geschlüpft.

Ich hätte einfach zu Hause bleiben sollen, denn wenn ich heute an diesen Nachmittag denke, laufe ich noch im Nachhinein dunkelrot im Gesicht an.

Camembert Quiche 4 Kopie

Die Katastrophe fing schon kurz nach dem Betreten der Ausstellungsräume an. Ein netter charmanter Herr, wollte mir zur Begrüßung ein Gals Champagner anbieten. Ich strecke meine Arm danach aus. Es macht *ping und schon öffnet sich der verdammte Druckknopf über meiner Brust, der mich schon zu Hause so geärgert hat. Der Kellner grinst breit und glotzt mir  unverhohlen aufs Dekoltée. Ich drücke hektisch die beiden Knopfteile wieder aneinander und stürze beschämt das Glas Champagner in einem Schluck hinab. Wortlos reicht er mir ein weiteres und geht dann immer noch grinsend zu den anderen Gästen.

Ich versuche ganz entspannt alles einzuziehen, was ich einziehen kann, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Zwei Gläser Champagner später merke ich wie ich auf die Toilette muss. Gerade spricht der Künstler über seine Werke und erklärt theatralisch, wie es zu diesen farbenfrohen Exponaten kam, die allesamt fragwürdige Titel tragen, in denen häufig Fäkalwörter  eingebaut sind, die man normaler Weise eher nicht laut ausspricht, sondern sich nur denkt. Ich raune Nicole zu, dass ich mal eben auf dem stillen Örtchen verschwinde und gleich zurück bin. Die Tür der Toilette ist direkt im Ausstellungsraum und ich quetsche mich durch die Menschen, um leise hinter eben dieser Tür zu verschwinden.

Als ich hinter mir abgeschlossen habe und mir bewusst wird, dass man sich mit einem Overall quasi komplett entkleiden muss, um sich Erleichterung zu verschaffen, bekomme ich leichte Panik.

Der Kampf beginnt und ich überlege mir wie ich am Geschicktesten aus dieser Pelle herauskomme. Wenn hüpfen beim Anziehen geholfen hat, sollte es ja auch beim Ausziehen funktioniere. Also fange ich an in dieser kleinen Toilettenkabine so leise wie möglich auf und ab zu hüpfen. (Ich konnte noch nie leise hüpfen.) Noch dazu war der Raum so klein, dass meine Arme beim Versuch sich aus den schrecklichen Ärmeln zu schälen, ständig an die Wand schlugen. Ich fluche laut und derbe und nach gefühlten 15 Minuten und kurz vor einem Inkontinenz-Vorfall, schaffe ich es tatsächlich. Völlig erschöpft lasse ich mich auf der Toilette nieder und tupfte mir den Schweiß mit Toilettenpapier von der Stirn. Mir ist klar, dass ich mich irgendwie erneut in diesen textilen Fehlkauf quetschen muss und fange mutig wieder an, mich rumpelnd und fluchend in den Stoff zu springen. Die Frisur ist nun völlig zerstört und schlauer Weise steht meine Handtasche mit meiner Haarbürste und dem Gesichts-Restauration-Kit bei Nicole im Ausstellungsraum. So leise wie Möglich öffne ich die Tür, um mich unbemerkt aus der Toilette zurück zur Vernissage zu schleichen und schaue beim Heraustreten in gefühlt 200 Paar Augen, die alle auf mich gerichtet sind. Nicole reicht mir kopfschüttelnd meine Handtasche und der charmante Herr mit dem Champagner hält mir ein silbernes Tablett mit kleinen Zwiebeltörtchen hin. „Hellhörige Toiletten sind echt ein Abenteuer!“ raunt er mir zu.

Camembert Quiche 5 Kopie

Der Künstler kommt zu mir, schüttelt mir strahlend die Hand und bedankt sich für meine amüsante Untermalung seiner Ansprache, die von meiner Wortwahl so wunderbar zu seinen Bildern und deren Titel gepasst hat. „Sie möchten mich nicht auf meiner Ausstellungstour begleiten?“ fragt der mich tatsächlich. „Äh…NEIN!“,  stottere ich mit knallrotem Kopf.

Jedesmal wenn es jetzt irgendwo Zwiebelquiche oder Karte gibt, werde ich zwangsläufig an diesen Tag erinnert. Und ich sage Euch, es treibt mir jedes mal wieder die Schamröte ins Gesicht.

Den Overall habe ich übrigens zur Kleidersammlung gegeben. Irgendjemand hat bestimmt die passende Größe und Figur dafür.

Zum Nachmachen bekommt Ihr natürlich trotzdem das Rezept:

5.0 from 3 reviews
Camembert-Zwiebel-Tarte
 
Author:
Ingredients
  • Teig:
  • 300 g Mehl
  • 150 g kalte Butter in kleinen Stücken
  • 0,5 Tl Salz
  • 2 Bio-Eigelb M
  • 5 El eiskaltes Wasser
  • Mehl zum Bearbeiten
  • etwas weiche Butter für die Form

  • Belag:
  • 40 g ungesalzene Butter
  • 3 rote Zwiebeln in sehr dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Tl feiner Zucker
  • 2 Tl weißen Balsamico
  • 1 Stiel Rosmarin fein gehackt
  • 2 Bio Eier leicht verschlagen
  • 60 ml Sahne
  • 200 g Camembert in Scheiben geschnitten
  • Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
Instructions
  1. Aus den Zutaten für den Mürbeteig schnell mit den Händen einen geschmeidigen Teig kneten und diesen in Folie gewickelt für 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Eine Muffinform mit Butter einfetten.
  3. Danach den Teig dünn auf etwas Mehl ausrollen und mit einem Glas Kreise in größerem Durchmesser als die Muffinform ausstechen und in die die Vertiefungen drücken, so dass ein hoher Rand entsteht.
  4. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  5. Für den Belag in einer großen Pfanne die Butter schmelzen und darin die Zwiebeln für 10 Minuten abgedeckt dünsten.
  6. Zucker und Balsamico, Rosmarin, Rosmarin und Salz und Puffer dazu geben und weitere 5 Minuten dünsten.
  7. Die Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  8. Die Zwiebelmischung auf den Teig geben und die Eiermasse darüber gießen.
  9. Zum Schluss üppig mit Camembert belegen und bei 180 Grad für ca. 15-20 Minuten goldbraun backen.
  10. Mit Pflaumen-Chutney servieren.

Pflaumen Chutney

Und zum Schluss noch ein kleiner Housefrauen-Tipp:
Trage nie ein Outfit, was man mit den Worten „Ich habe nicht damit gerechnet, das House verlassen zu müssen“ beschreiben kann.

Euch allen eine bequeme Restwoche!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Cheddar-Lamm-Burger

{…und warum diese gelben Klebezettel absolute Beziehungskiller sind…}

*Werbung und Gewinnspiel*

Cheddar Burger

Es ist wieder mal OUTINGZEIT im House….
Die Housefrau leidet litt unter akuter Klebemanie. Kennt keiner?
Oh doch! Diese kleinen selbstklebenden Zettel zum Beschriften. In Schreibwaren-Deutsch auch „Post it“ genannt. Ich lieb(t)e diese Dinger.

Als ich irgendwann mal mit jemandem (männlich!) zusammenzog, hatte ich die romantische Vorstellung, dass man sich immer mal wieder kleine vor Verliebtheit triefende Botschaften hinterlassen könnte. Ich freute mich auf Küchen-Botschaften wie: „Schatz, ich habe Dir Risotto gekocht- musst Du nur noch aufwärmen. Und die neue Staffel Deiner Lieblingsserie ist im DVD Player. P.S: Prosecco steht auch kalt! *Kuss“ Oder am Badezimmerspiegel: „Du siehst auch bezaubernd aus, wenn dir die Kissenfalten im Gesicht kleben!“
Ich hingegen sorgte dafür, dass kurz mal eine Sicherung in der Wohnung rausflog (passiert leider, wenn man eine Leitung anbohrt), nur damit er meinen Zettel im Sicherungskasten vorfinden konnte:Mit Dir brennen mir auch immer alle Sicherungen durch!*Herzchen“ 
In meinem Verliebtheitswahn von „wir-beschriften-uns-bestimmt-täglich-hunderte-von Klebezettelchen“ habe ich bei Ebay einen Schnapp von 1000 dieser kleinen Blöcke gemacht. Ein Glücksgriff….oder auch nicht.

Cheddar Burger

Leider ist es ja nun so, dass die Phase der Rosa-Brille und den Schmetterlingen in der Bauchgegend irgendwann einmal ein Ende hat. Und gerade dann, wenn man sich nicht so häufig sieht, weil die Arbeitszeiten so Grund verschieden sind, muss man eben nach geeigneten Kommunikationsmitteln suchen, um sich auszutauschen.

Plan 1: Wir telefonieren tagsüber mit dem Handy.
Dieser scheiterte daran, dass meine Küchengeräte im Hintergrund klangen, als sei ich auf einer Großbaustelle mit dementsprechendem Geräuschpegel und er in seinem Großraumbüro nur im gedämpften Bürostimmen-Murmelmodus zu mir sprach. Plan 1 scheiterte also an den räumlichen Gegebenheiten unseres Arbeitsumfeldes.

Plan 2: Wir schreiben uns Whats Apps.
Während ich ausführliche Nachrichten verfasste, um ganz viel Information in einen kleinen Text zu packen, bekam ich Ein-Wort-Antworten. Männer-Ein-Wort-Antworten… Nach einer diesbezüglichen Beschwerde meinerseits, wurden neben die Ein-Wort-Antworten noch eine Reihe küssende, schmollende oder verärgert schnaubende Emoticons gesetzt, so dass mein Handy-Bildschirm manchmal aussah wie ein Glücksspielautomat. Gewonnen habe ich leider nichts, außer an Erfahrung.

Dann kam Phase 3: Wir schreiben uns Post its (schließlich mussten die ja auch mal weg!)
Zum Anfang dieser Phase klangen die Texte auf den kleinen gelben Zetteln noch so: „Du musst die Kaffeemaschine nur noch einschalten und Dir den Kaffee schmecken lassen! *Küsschen“ Im Laufe der Zeit änderte sich der Text der Botschaften inhaltlich ein wenig. Also nur so ein klitzekleines Bisschen…
Beispielsituation: Ich saß auf der Toilette und griff nach dem Klopapier. Meine Hand tastete ins Leere und erblickte dabei einen gelben Zettel am Klopapierhalter „IST ALLE! Bitte beim nächsten Einkauf mitbringen!“ Fassungslos starrte ich auf die Botschaft und die leere Papprolle, die mich lustig anschaute und dachte über einen Gegen-Klebezettel-Angriff nach. Der folgte dann auch kurz darauf vor dem Bett, vor dem sich ein Berg seiner getragenen Strümpfe aufgetürmt hat. „STINKT!!!“  schrieb ich bewusst in Großbuchstaben darauf. Am nächsten Morgen lag ein Zettel von IHM daneben „Heul doch!“.

Cheddar Burger3 Kopie

Es lag eine leicht angriffslustige Stimmung in der Luft. Ist es nicht schön, wenn man morgens um 4 Uhr aufsteht und sich über kleine gelbe Klebezettel ärgern muss? Natürlich räumte trotzdem keiner den Sockenhaufen weg. Und auch die Flut an gelben Klebezetteln blieb an Ort und Stelle. Sie klebten überall wie ein Mahnmal. Irgendwann kam meine Mutter spontan zu Besuch und fragte, ob bei uns ein FDP-Stand mit Werbeflyern explodiert wäre. „Äh, nein…wir kommunizieren, Mama!“  Ein verständnisloser Blick und ein stummes Augenbrauenhochziehen war die Antwort von ihr. Ich fühlte mich irgendwie in Erklärungsnot. „Weißt Du, wir haben einfach beschlossen manche Dinge kurz und knackig zu formulieren und auf den Punkt zu bringen. Warum viel Lebenszeit für Geschwafel verschwenden?“ „Wenn Euch so ne Zettelwirtschaft weiterbringt… ist ja Eure Sache!“ Ihr Blick blieb an einem Zettel mit der Aufschrift „Mach Deinen Scheiß alleine!“ hängen.

Ja, es war unsere Sache. Und der Ton der „Sache“ wurde irgendwie immer zackiger. Eigentlich reduzierten wir uns auf „Milch!“ „Fenster zu!“ „Müll muss raus!“ mit ein paar kurzen knackigen Liebesschwüren dazwischen wie „Lieb Dich!“ „Ich Dich auch!“ „Schön!“ „Sehr!“ „Bestens!“ „Find ich auch!“ (…)

Aber ganz ehrlich…Zettel sind genauso bescheuert wie SMS oder Whats App. Man kann sich nie sicher sein in welcher Gemütsverfassung die jeweilige Nachricht verfasst wurde und genau deshalb ist das Eskalationspotenzial nicht zu unterschätzen. Wenn ich zum Beispiel auf einen benutzen Teller, der mal wieder achtlos einfach AUF der Spülmaschine geparkt wurde, anstatt darin eingeräumt zu werden, einen Zettel mit „Einräumen!“ klebte, klebte kurz darauf ein „Mach Dich locker!“ darauf. Da ich aber gerne das letzte Wort habe, kam natürlich direkt der klebrige gelbe Rückschlag: „Ich nix Putzfrau!“ Blöderweise konterte er ziemlich gut: „Hast Recht! Die schreibt nämlich keine dämlichen Zettel, sondern macht es direkt weg!“ TOUCHÉ… und schlechte Laune inklusive. Auf Dauer ist natürlich so ein Zettelgeschreibe der totale Beziehungskiller. Einige Zeit später waren die Zettel weg. Der Mann auch…

Seit dieser misslungenen Beziehungskiste bin ich dazu übergegangen mir nur noch dauerhafte Botschaften irgendwo hinzuhängen. Gerne in Form von gerahmten Postern und Bildern. Und auch nur noch mit Aussagen, die ich wirklich unterschreibe.

Eat clean, sty fit and have a burger to stay sane

Und gerade neulich ist mir auf Grund meiner Burger-Leidenschaft ein sehr passendes Poster in die Hände gefallen. Schaut doch mal bei Hello Sunday vorbei und stöbert mal durch die vielen witzigen Artikel und Poster. Poster sind die neuen Post its, nur in toll! Und das Beste: Ihr könnt einen 30 Euro-Gutschein für den Hello Sunday-Shop gewinnen. Beantwortet mir einfach folgende Frage:

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Schreibt mir Eure Antwort bis zum 14.08.2016 23:59 Uhr in einem Kommentar unter diesem Beitrag. Unter allen richtigen Antworten lose ich den/die Gewinner/in aus und der Gutschein flattert am 15.08.2016 in das Gewinner-Email-Postfach.

Da der Mensch sich ja auch gerne mal eine Ersatzbefriedigung sucht und meine gerade sehr burgerlastig ist, bekommt Ihr noch hier die How-To-Anleitung für den Death by Cheddar-Lamm-Burger. Aber Achtung, nix für Käsephobiker und Leute mit diätischen Anwandlungen!

Cheddar Burger

5.0 from 6 reviews
Death by Cheddar-Lamm-Burger
 
Author:
Ingredients
  • Bun:
  • 200 ml Milch
  • 50g Butter
  • 500 g Weizenmehl (Typ 405)
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 80 g geriebener Cheddar
  • 1 Eigelb
  • Patty:
  • 1 trockenes Brötchen
  • 120 ml lauwarme Milch
  • 1 Zwiebel
  • 600g Lammhack
  • 2 Eier
  • 100 g Frischkäse
  • 100 g Cheddar
  • 1 rote Chili
  • Salz, Pfeffer
  • Toppings:
  • 1 Avocado
  • 200g Tomaten
  • 1 Zitrone
  • 1 Zitrone
  • 1 EL Öl
  • 4 Landeier
  • 4 Scheiben Cheddar
  • ½ rote Chilischote
  • Knoblauchsprossen
  • Optional BBQ Sauce
Instructions
  1. Bun:
  2. Die Milch mit der Butter in einem Topf erwärmen (nicht kochen!).
  3. Das Mehl in eine Schüssel füllen und eine Mulde hineindrücken. Darin die Hefe hineinbröckeln.
  4. Das warme Butter-Milch-Gemisch über die Hefe gießen und mit dem Knethacken der Küchenmaschine oder Mixgerät auf langsamer Stufe zu einem Vorteig rühren.
  5. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Vorteig für 10 Minuten gehen lassen.
  6. Ei, Salz und Zucker und Käse zum Vorteig geben und so lange verrühren bis der Teig Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst.
  7. Die Schüssel erneut abdecken und für weitere 25 Minuten gehen lassen.
  8. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180° Umluft vorheizen.
  9. Den Teig mit Bemehlten Händen kräftig durchkneten und in 12 Portionen teilen.
  10. Diese zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, abdecken und weitere 10 Min ruhen lassen.
  11. Eigelb verquirlen und den Bun damit bepinseln.
  12. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen- darauf achten dass sie nicht zu dunkel werden.
  13. Patties:
  14. Das Brötchen würfeln und in der Milch 10 Minuten einweichen und gut ausdrücken.
  15. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Chilischote entkernen und ebenfalls fein hacken.
  16. Das Hack mit den Zwiebeln, der Chili, Ei, Salz, Pfeffer und Brötchen gut vermischen.
  17. Mit angefeuchteten Händen 4 Kugeln formen und etwas platt drücken. Den Cheddar reiben und mit Frischkäse mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Masse auf die 4 Portionen aufteilen und in das Lammfleisch drücken. Dann das Hack um den Käse schließen und zu Pattys formen.
  18. Die Pattys für 4-5 Minuten von jeder Seite grillen.
  19. Topping:
  20. Die Avocado entkernen, schälen und in Scheiben oder Würfel schneiden.
  21. Ebenso die Tomaten in Würfel schneiden und mit der Avocado vorsichtig mischen.
  22. Chilischote sehr fein hacken. Die Schale von der Zitrone abreiben.
  23. Die Avocado und die Tomaten mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und Chili abschmecken und mit Zitronensaft beträufeln, damit die Avocado nicht braun wird.
  24. Eine Pfanne mit 1 TL Öl erhitzen und 4 Eier zu Spiegeleiern braten.
  25. Den Burger-Bun aufschneiden, Avocado-Salsa auf die Unterseite geben, darauf einen Patty geben und diesen mit einer Scheibe Cheddar belegen (leicht schmelzen lassen).
  26. (Optional BBQ Sauce darüber geben und) ein Spiegelei oben aufsetzen.
  27. Ein paar Knoblauchsprossen darüber geben und den Bundeckel daraufsetzten.

Und noch ein Beziehungs-Tipp von Frau Dr. House:
Mehr miteinander sprechen, statt schreiben!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

*dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Hello Sunday

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Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr Euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns.
  • Der Gewinner wird nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.
  • Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich

 

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