Hotdog nach Art des Houses

(…von Mann und Frau und dem perfekten Samstag)

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Hotdog 12.1

Freitagabend kurz vorm Schlafengehen.
Sie steht im Bad und putzt sich die Zähne, während er sich die Fußnägel über der Badewanne knipst.
„Schaaaahaaaatz?“ kommt es zwischen Zahnbürstenbrummen und Zahnpastaschaum hervor.
„Ja?“  Knips… ein Stück Fußnagel hüpft lustig in die Wanne.
„Können wir morgen so nen gaaaanz gaaaanz tollen Samstag haben?“ Lautstark wird Zahnpasta ins Waschbecken gespuckt.
„Wie meinst Du das?“ Er hält kurz mit seiner Pediküre inne und schaut misstrauisch zu ihr herüber.
„Na, mal so einen gaaaaanz gaaanz enstpannten Tag eben. Ohne Pläne. Nur Du und ich.“
„Hm…“
„Och bittttöööööö…“ Sie blinzelt zu ihm herüber und sieht dabei aus, als hätte ein Vogel sein Nest auf Ihrem Kopf errichtet. Ihre Haare sind zu einem Berg mitten auf dem Kopf aufgetürmt und mit einem Haargummi fixiert.
„Wir könnten zum Beispiel im Bett frühstücken.“
„Och nöööö…!“ Er puhlt sich einen Sockenfussel zwischen den Zehen hervor.

Hotdog 6.1

„Warum nicht?“ „Ich kann im Bett nicht essen!“ Der Sockenfussel segelt langsam auf den Badvorleger. „Ach aber das ist doch total gemütlich! Wir trinken Kaffee, essen Croissants, kuscheln uns unter die Decke…“ „Croissants im Bett? Geht’s noch?!“ Er blickt kurz von seinen Füßen auf.  „Was ist an Croissants bitte falsch?“ Ihre Stimme bekommt einen leicht schrillen Ton. „Hast Du Dich mal gesehen, wenn Du Croissants isst? Und ich spreche davon, wenn Du sie am Tisch isst…!“ „Also entschuldige mal bitte…! Was willst Du mir denn damit sagen?“ „Damit möchte ich Dir sagen, dass danach nahezu die Hälfte des Croissants überall in der Küche rumfliegt.“ „Croissanst krümeln nun mal, wenn man hineinbeißt.!“ „Aha!“ Knips. Energisch wird ein weiteres Stück Nagel vom Fußzeh getrennt. „Siehst Du, genau das meine ich… Ich hasse Krümel im Bett!“ „Och Schaaaaaaatz…!“ Sie küsst ihn mit Zahnpasta verschmierten Mund in den Nacken.

„Oder wir fahren zum Möbel-Schweden. Ich finde nämlich, dass wir unser Schlafzimmer mal ein wenig optimieren könnten.“ Dabei wischt sie mit einem Wattebausch über Ihre Augen und verteilt einen schwarzen Schatten Wimperntusche um Ihre Lieder. „Wolltest Du nicht einen gaaaaaanz gaaaaaanz tollen Tag ohne Pläne machen?“ äfft er sie nach. „Das IST doch toll!“ Sie blickt ihn verständnislos aus Marylin Manson ähnlichen Augen an. „Du findest es toll mit hunderten von Menschen, inklusive Kinderwagen mit schreienden Babys und zeternden Kleinkindern, die alle keine Idee haben wie sie ihren Samstagvormittag verbringen sollen durch den Möbel-Schweden zu rennen? Das nennst Du einen gaaaaanz gaaaaanz tollen Samstag?“ Er schnauft und knipst sich dabei unachtsam ein Stück Haut vom kleinen Fußzeh, was einen Schwall unschöner Flüche und einbeiniges hüpfen durchs Bad mit sich bringt.

„Schatz, aber da gibt es doch auch immer diese leckeren Hotdogs. Die magst Du doch so gerne…“ „Ich habe mir gerade fast den kleinen Zeh amputiert und Du sprichst von Hotdogs. Du hast heute wieder ein Mitgefühl wie ein alter Käse!“ Konstantes Wimmer schallt durch das Badezimmer. Sie rennt zum Verbandskasten und klebt liebevoll ein Pflaster auf die Stelle, auf der sich ein winzig kleiner roter Blutstropfen zeigt. Leicht besänftigt lenkt er ein: „Ok. Wir machen morgen etwas gaaaaanz gaaaaanz Schönes. Aber die Nummer mit dem Möbelhaus kannst Du vergessen!“

Hotdog 9.1

Sie schaut ihn schmollend an. „Findest Du nicht, dass unser Schlafzimmer eine Schönheitskur benötigt?“ Sie zwirbelt eine Haarsträhne um ihren Zeigefinger und schaut Ihn mit großen Kulleraugen an. „Wieso? Wir haben ein Bett, jeder ein Kissen, eine Bettdecke. Der Fernseher funktioniert, so dass wir sogar Bundesligaspiele vom Bett aus sehen können… was fehlt denn?“ „Schaaaaaaaaatz!!! Atmospäre! Ich möchte mehr Atmosphäre im Schlafzimmer! „Keine Räucherstäbchen oder so einen Scheiß!!! Davon wird mir schlecht!“ „Nein, aber vielleicht ein paar neue Kissen, eine neue Farbe an der Wand. Und sich einfach ein paar Inspirationen holen…“ „Samstags, beim Schweden?“ „Ja, und im Anschluss ein Hotdog….und danach hübschen wir das Schlafzimmer auf… und danach…“ Er fällt ihr ins Wort: „Und danach gibt’s Fußball! Das ist ein ganz entscheidendes Spiel!! Es geht um den Abstieg …!“ Er schaut sie ernst an und hat beim Wort „Abstieg“ den Zeigefinger drohend erhoben. „Ein bisschen mehr Romantik fände ich schon toll!“ antwortet sie leicht pikiert. „Wenn meine Lieblingsmannschaft kurz vorm Abstieg ist, hört es leider mit Romantik auf!“  Sie schmollt und verschränkt beleidigt die Arme vor der Brust. Schweigen. Er befreit mittlerweile seine Fußsohlen von Hornhaut und ein schabendes Geräusch klingt durch das Badezimmer.

Hotdog 11.1

„Ok, Liebling. Wir machen einen Kompromiss… Wir bleiben morgen fast den ganzen Tag im Bett. Wir schauen Fußball, in der Halbzeit recherchieren wir im Internet nach tollen Schlafzimmer-Ideen und vorher machst Du uns Deine weltberühmten Hotdogs und die essen wir wegen mir auch im Bett- die krümeln zumindest nicht! Kein Mensch muss samstags zum Möbel-Schweden!“ Erwartungsvoll schaut er von seinen Fußsohlen zu ihr auf. „Hm…“, brummt sie „Okeeeee…. aber ich trinke morgen meinen Kaffee im Bett, Du gehst in der Zwischenzeit alles für die Hotdogs einkaufen und ich schaue schon mal auf auf homify was es da für Ideen zum Thema Schlafzimmer gibt!“ „Aber, wenn Du Kaffee im Bett verschüttest, dann bitte ausschließlich auf Deiner Seite!!!“ Sie rollt die Augen. „Kaffee verschütte ich auf meiner Seite, die Krümel verteile ich auf Deiner Seite.  Kompromiss?“ (…)

Hier ist das Rezept vom krümelfreien Hotdog:

5.0 from 2 reviews
Hotdog nach Art des Houses
 
Author:
Serves: 9
Ingredients
  • Hotdog-Brötchen:
  • 500 g Mehl
  • 240 ml lauwarme Milch
  • 60 ml Öl
  • 1 Ei
  • 1 Eck Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Milch zum Bestreichen
  • Hotdog-Sauce:
  • 125 g Mayonnaise (gerne selbstgemacht)
  • 2 EL gehackte Kapern
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 1 EL Zitronensaft
  • Curry
  • Kräutersenf
  • 1 Glas gehackte Mixed Pickles
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • Zum Belegen:
  • Warmes Sauerkraut
  • Salat
  • Warme Wurst nach Gusto (ich hatte Geflügel-Wiener)
Instructions
  1. Hotdog-Brötchen:
  2. Mehl in eine Schüssel geben und mit der Trockenhefe, dem Salz und dem Zucker mischen.
  3. Das Ei, Öl und die lauwarme Milch hinzufügen und zu einem glatten Teig (bis er glänzt) verarbeiten.
  4. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich vergrößert hat.
  5. Danach den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten und in 9 gleich große Stücke teilen. Aus diesen Stücken jeweils eine 15 cm lange Rolle formen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech 1 cm flachdrücken.
  6. Noch mal ca. 20-30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  7. Dünn mit Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C Umluft ca. 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
  8. Hotdog-Sauce:
  9. Alle Zutaten mischen und kräftig abschmecken. Evtl. mit Sahne verfeinern.
  10. Alle Zutaten zum Belegen im Brötchen schichten und herzhaft hineinbeissen. :)

(das Sauerkraut wurde übrigens von einem tollen Menschen selbstgemacht, wenn jemand wissen möchte wie das geht, leite ich gerne die Anfrage weiter)

Kaffee im Bett1.1

 

Ich wünsche Euch allen ein entspanntes und kuscheliges Wochenende. Ich stöbere noch ein bisschen bei Homify, auch wenn ich mein Schlafzimmer sehr gemütlich finde. Inspirationen kann man sich aber dennoch holen!

Macht es Euch gemütlich!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung von Homify.

Milchreis-Erdbeere-Sushi mit Pistazien-Minz-Pesto

(…eine neue alte Generation im Kommunikationsrausch…)

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Erdbeer-Sushi1.1

Vor ein paar Wochen wurde meine Tante Doris 75. Ein Alter, das in der heutigen Zeit ja nun noch kein Alter ist, wie sie immer betont. Tante Doris ist sehr modern. Sie hat einen exklusiven Wohngeschmack, sammelt moderne Kunst von unbekannten Künstlern und interessiert sich immer für die angesagteste Mode auf den Laufstegen dieser Welt. Das einzige wogegen sie sich die ganze Zeit gesträubt hat, war das Thema Handy.

„Warum soll mich bitte jemand anrufen, wenn ich doch eh nicht zu Hause bin?“ war ihr Argument. Dass es vielleicht auch mal Notsituationen geben könnte, schloss sie kategorisch aus. An ihrem 75. Geburtstag bekam sie von meinem Cousin und mir dennoch ein schickes Smartphone geschenkt, was erst einmal mit hochgezogenen Augenbrauen achtlos auf dem Gabentisch hinter einem Meer von Blumensträußen und Gestecken verschwand.

Erdbeer-Sushi3.1

Ein paar Tage später, es war fast Mitternacht und ich war gerade eingeschlafen, wurde ich durch das Brummen meines Handys wieder in die Wirklichkeit geholt. Das Wort TEXT steht da in der Sprechblase der SMS und erleuchtet mein dunkles Schlafzimmer. Mehr nicht. Und schon blinkt mein Handy wieder. TEXT. HALLO. TEXT. Immer mehr Nachrichten werden auf meinem Display angezeigt. Irgendwann erscheint dann HIER IST TANTE DORIS. Zuerst leicht genervt, dann belustigt, bin ich doch sehr stolz auf meine Tante, dass sie das Handy tatsächlich in Benutzung hat. Ich antworte kurz mit „Gute Nacht“.

Mein Cousin erzählt mir dann ein paar Tage später wie es dazu kam. Tante Doris hatte bei ihrem Bridge-Treffen den anderen Damen völlig empört von diesem unnützen Geschenk erzählt. Daraufhin holten alle anderen stolz Ihre Handys aus den Taschen und meinten, dass sie auf auf dieses Wunderding gar nicht mehr verzichten wollten und dies so viel Spaß machen würde.

Seit dem ist die Frau im modernen Kommunikationsrausch. Anfänglich kamen alle Nachrichten konsequent in Großbuchstaben. SONNE. Was so klang, als ob ich dafür sorgen sollte, dass gefälligst die Sonne scheinen soll. Für mich vermitteln Großbuchstaben oftmals so einen sehr bestimmenden Befehlston. Einmal hat sie, anstatt meiner Handynummer einzugeben, meine Festnetznummer getippt. Eine monotone Computerstimme las mir durch den Hörer vor: ICH FREUE MICH. MEINE ERSTEN GÄNSEBLÜMCHEN SIND AUF DER WIESE. ES WIRD FRÜHLING. Das klang als hätte Darth Vader auf einmal seine softe Seite entdeckt.

Erdbeer-Sushi2.2

Ich muss sagen, Tante Doris lernt wirklich schnell. Nach nur zwei Wochen wurden die SMS mit lustig hüpfenden Smileys ergänzt. Mal küssend, mal genervt blickend, wenn es im Supermarkt wieder zu lange dauerte. Die Kommunikationsmaschine machte keine Pause mehr und jagte zu jeder sich bietenden Situation Nachrichten am mich heraus. Dann kam eine Nachricht meines Cousins: „Meine Mutter nervt mich mit ihrem Handy und diesen SMS *rollende-Augen-Smiley* Ich bereue unser Geschenk mittlerweile etwas…“ Am Telefon erzählt er mir dann, dass er mittlerweile kaum noch Anrufe von ihr bekommt. Und wenn, dann sind diese fast genauso stenografisch wie ihre SMS. Postkarten gibt es seitdem auch nicht mehr. Nur noch ein Foto mit der Bridge-Gruppe beim Kirchenausflug in Sankt Bartholomä, ein kurzer getippter Gruß und an dessen Ende zwei schunkelnde Bierkrüge. Mein Cousin klang echt frustriert. Und ich kann ihn verstehen.

Gerade vor zwei Tagen schrieb ich nämlich Tante Doris abends eine umfangreiche SMS, in der ich ihr erzählte, dass ich das Rezept für ihren Milchreis, den sie uns damals immer einmal in der Woche nach der Schule gekocht hat nicht mehr finde und fragte sie, ob sie es mir vielleicht nochmal aufschreiben könnte. Daraufhin bekam ich ein Bild von ihr geschickt, auf dem man sie jugendlich gekleidet in einer Bar am Tresen sitzen sah, neben ihr Frau Dörrhöfer, ihre Bridge-Freundin, umringt von einem Dutzend halb so alten Männern. Darunter der Satz: „ICH MELDE MICH MORGEN BEI DIR TANJA. HAB ZU TUN. BIN JETZT OFFLINE!

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Das Rezept bekam ich dann ausnahmsweise handgeschrieben von meiner Tante  persönlich überreicht. Allerdings mit dem Satz: „Also, so ein Computer soll ja auch sehr praktisch sein….“

Ich war dann so frei und habe das Rezept von Tante Doris Milchreis ein wenig neu interpretiert. Heraus kam Milchreis 2.0 in Form von Milchreis-Sushi mit Erdbeeren und Pistazien-Minz-Pesto. Und um auch komplett im Zeitalter von Internet & Co. zu bleiben, habe ich mir diesmal alle Zutaten dafür einfach liefern lassen. Sehr praktisch, wenn man mal wieder keine Zeit hat das House zu verlassen oder das Auto seinen Geist aufgegeben hat.

Wenn ich das Tante Doris verrate, flippt sie total aus. Sie wird alle ihre Bridge-Damen damit neidisch machen, dass sie nun endlich nicht mehr von der aufdringlichen Frau Auperle, die seit gefühlt 100 Jahren im ortsansässigen Supermarkt an der Kasse arbeitet, darauf hingewiesen wird, dass die Plastik-Einkausfskörbe den Markt nicht verlassen dürfen.

Und so kommt jede Generation irgendwann und irgendwie im neuen Zeitalter an. Ich sage Euch, die Alten sind die neuen Jungen Wilden…

Das Milchreis-Sushi-Rezept gibt es hier:

5.0 from 5 reviews
Milchreis-Erdbeere-Sushi mit Pistazien-Minz-Pesto
 
Author:
Ingredients
  • 1 Liter Milch, zimmerwarm
  • 250 g Milchreis
  • 4 EL Zucker
  • 1 EL Butter
  • 1 Vanilleschote
  • Reispapier
  • 250g Erdbeeren gewürfelt
  • Sesam ungeschält
  • Für das Pesto:
  • 15 g gehackte Mandeln
  • 5 Stiele Minze
  • 3 Stiele Thai-Basilikum
  • 30 g Pistanzien
  • 4 Tl Honig
  • 2 El Limettensaft
  • Salz
  • 5 El Traubenkernöl
Instructions
  1. In einem ausreichend großen Topf die Butter schmelzen, anschließend den Milchreis kurz in der Butter anschwitzen. Nun die zimmerwarme Milch sowie 4 EL Zucker hinzugeben. Das Mark einer Vanilleschote sowie die aufgeschlitzte Schote ebenfalls in den Topf geben. Alles unter vorsichtigem Rühren mit dem Holzkochlöffel einmal aufkochen lassen, dabei aufpassen, dass sich nichts am Topfboden ansetzt.
  2. Nun den Topf auf eine Herdplatte stellen, die auf kleinster Stufe heizt. Den Milchreis im geschlossenen Topf ca. 30 Minuten ziehen lassen. Zwischendurch immer mal umrühren.
  3. Den Milchreis auskühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit für das Pistazien-Minz-Pesto die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, auf einen Teller geben und abkühlen lassen. Minze- und Basilikumblätter abzupfen. Mit Mandeln, Pistazien, Honig, Limettensaft, 1 Prise Salz und Traubenkernöl in einen Blitzhacker geben und sehr fein mixen. In ein Gläschen füllen und beiseitestellen.
  5. Die Reisblätter mit Wasser befeuchten und auf einem Brett auslegen.
  6. Im oberen Drittel den Milchreis verstreichen und mit Erdbeerwürfeln belegen.
  7. Dann aufrollen und die Enden zusammendrücken.
  8. Die noch feuchten Rollen in Sesam wälzen und kühl stellen.
  9. Die Sushi-Rollen in Scheiben schneiden und mit dem Pesto anrichten.
  10. Guten Appetit!

Mordernste Zeitalter angepasste Grüße
(keine Ahnung wie man modern grüßt…Ich sollte Tante Doris vielleicht demnächst noch die Ghettofaust beibringen :-) )

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von allyouneedfresh.de

Pastinakensuppe mit Kokosschaum

(…oder über meine Erkenntnisse, dass ich Schrumpelknie habe…)

Pastinakensuppe_2

Ostern ist seit ein paar Tagen erfolgreich ad acta gelegt und nun warte ich sehnsüchtig darauf, dass endlich mal die Sonne scheint und die nicht gefundenen Schokoladeneier in der Wiese schmelzen. Damit ist die Gefahr, dass ich sie beim Rasenmähen finde und gierig in den Mund stopfe nämlich im Keim erstickt. In der Sonne geschmolzene Schokolade finde ich total eklig.

Der „Nachteil“ an Sonne und Wärme ist aber, dass man sich auch in der Klamottenwahl wieder völlig umstellen muss. Ab 18 Grad Außentemperatur sieht es einfach lächerlich aus, wenn man noch mit dickem Strickpulli umherläuft, nur weil er die Pfunde von Weihnachten und Ostern so schön wegschummelt. (Im Übrigen, finde ich, dass dieses Konzept nicht bei allen Menschen aufgeht… Zopf-Strick-Muster zum Beispiel befördert optisch sogar noch einige Kilos mehr auf den Leib, es sei denn man trägt Kleidergröße Zero…)

In dieser Woche traf ich mich mit einer Freundin zum After-Easter-Brunch. Ihre 15 jährige Tochter Kim saß mit uns am Tisch und irgendwann kam unweigerlich das Thema auf Klamotten und Modebewusstsein. Kim behauptete doch allen Ernstes, dass Ihre Mutter die am schlechtesten angezogene Mutter in Ihrer Klasse wäre, worauf mir fast mein Vollkornbrötchen im Hals hängen blieb. Daraufhin bekamen wir dann eine Einführung in die abstrakte Modewelt eines pubertierenden Teenagers, geprägt durch bildhafte Darstellungen von Instagram, Tumblr und Co und dem Satz: „Ihr habt ja noch nicht mal eine Jeans mit Löchern im Schrank!“ Zwei Flaschen Prosecco später, waren meine Freundin und ich davon überzeugt, dass wir echt im Mode-Aus geparkt haben.

Mit diesem Wissen bin ich dann nach House gefahren und habe mal einen intensiven Blick in meinen Kleiderschrank geworfen. Zugegeben…Spektakulär ist anders, aber zum Davonrennen fand ich es auch nicht. Ich sag mal so: ich sehe immer schwarz in meinem Kleiderschrank. Viel schwarz. Ich mag schwarz eben. Trotzdem hatte ich auf einmal das dringende Bedürfnis shoppen zu gehen.

Jetzt muss ich dazu sagen, dass ich (sehr frauenuntypisch) shoppen gehen hasse. Mag zum einen daran liegen, dass ich keine Standard-Norm-Körpergröße habe und gefühlt an alle Beine und Ärmel 15 cm drannähen könnte. Zum anderen finde ich Umkleidekabinen widerlich. Allein wenn ich den Vorhang zur Seite schiebe und mir ein Geruchsgemisch aus Parfum, Fuß- und Achselschweiß entgegenweht, könnte ich die Verkäuferin schon nach der Ausgabe von Kotztüten fragen. Noch dazu finde ich, dass das Licht und die Spiegel in diesen Zellen alles andere als vorteilhaft auf meine Figur und meinen Teint wirken.

Pastinakensuppe_1

Also entschloss ich mich, mich im Internet inspirieren zu lassen und ohne das House verlassen zu müssen shoppen zu gehen. (In außerklamottigen Angelegenheiten unterstütze ich übrigens immer den Einzelhandel!). Nachdem ich in der Rubrik Hosen fast ausschließlich verschlissene Modelle mit Löchern an den Knien und Abnutzungsstellen an den Oberschenkeln gefunden habe, war ich ganz von Kims Meinung überzeugt. Ich brauche auf jeden Fall eine Hose mit Löchern…!!! Und schon wanderte eine solche Hose (natürlich in schwarz) in den Onlinewarenkorb. Lieferzeit 1 Tag, was für mich als ungeduldiger Mensch wie Musik in meinen Ohren klang.

Und tatsächlich klingelte am nächsten Tag der Postbote und überreichte mir mein Paket. Wie gesagt kann ich nicht behaupten eine Stangengröße zu tragen, weshalb ich die Hose direkt mal in 3 verschiedenen Größen bestellt habe. In der Beschreibung stand ja, kostenlose Rückgabe…Perfekt also!

Die Ernüchterung siegte aber viel schneller, als geplant, über die Euphorie. Als ich vorm Spiegel stand und mich in perfektem Licht in meiner neuen völlig zerrissenen Hose (welch Ironie) betrachtete, grauste es mir. Kim hatte in ihrer Ausführung irgendwie nicht bedacht, dass der Altersunterschied zwischen Ihr und ihrer Mutter, bzw. mir, bei so guten 20 Jahre plus liegen. Natürlich ist 20 Jahre ältere Haut auch nicht mehr mit so viel Spannkraft besäht. Nein, auch nicht am Knie! Und genau diese Stelle stach mir, dank textilfreiem Anblick, bedingt durch das Loch in der Hose, ins Auge. Himmel…Ich habe Schrumpelknie!!! Wie ein schwarzer Bilderrahmen umrahmte der noch intakte Stoff der Hose meine unschöne Kniepartie, die mir vorher so nicht aufgefallen war. Ein Fall für den Schönheitschirurgen? Äh, nein! Eher ein Fall die Hose schnell auszuziehen, wieder einzupacken und zurückzuschicken. Und oh Wunder, als ich die Hose ausgezogen hatte, waren meine Schrumpelknie verschwunden. Alles glatt und wunderbar. Oder lag es daran, dass sie nun nicht mehr in Szene gesetzt waren??? Ganz egal, die Hose musste weg!

Ich war dennoch leicht gefrustet, dass die Zeit von trendigen teuren zerstörten Hosen wohl für mich vorbei ist. Naja, und gegen Frust hilft bei mir eines immer: Kochen und Essen.  Also auf zum Kühlschrank und erst mal inspizieren was sich so als Frustheilmittel anbot. Ganz hinten in der letzten Ecke erblickte ich dann etwas, was mich sehr stark an meine gerade gesehenen Knie erinnerte… „Ach herrje, die habe ich ja total vergessen!“ schoss es mir durch den Kopf. Drei leicht verschrumpelte Pastinaken schauten mich traurig an und schrien förmlich danach erlöst zu werden. In einem Wahn von „Was-koche-ich-alles-an-Ostern“ habe ich vor über einer Woche Pastinaken gekauft und die armen Dinger ganz einfach im Kühlschrank vergessen.

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Noch mehr schrumpelige Anblicke konnte ich an diesem Tag wirklich nicht verkraften, weshalb ich die Pastinaken kurzerhand zu einer wunderbaren Suppe verarbeitet habe. (Mit meinen Knien konnte ich das ja schlecht machen *lach)

Ach und was war das Süppchen köstlich. Und tröstlich. Und wärmend. Und hat gar nicht verschrumpelt geschmeckt. Im Gegenteil, ich finde ja, dass das Pastinakenaroma sogar dadurch noch viel besser durchkam!

Und deshalb mein Fazit zu diesem Tag: Reife Früchte sehen vielleicht stellenweise nicht mehr so schön aus, aber sind auf jeden Fall besser als zu junges Gemüse!

Wer an Schrumpelknien leidet oder schrumpelige Pastinaken verwerten muss, hier das Rezept:

5.0 from 3 reviews
Pastinakensuppe mit Kokosschaum
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 50 g Schalotten
  • 150 g Kartoffeln
  • 600 g Pastinaken
  • 40 g Butter
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 250 ml Schlagsahne
  • Salz
  • Muskat
  • Thymian
  • 1 El Öl
  • Pfeffer
  • 150 ml Kokosmilch (ungesüßt)
Instructions
  1. Die Schalotten fein würfeln.
  2. 150 g Kartoffeln und
 600 g Pastinaken schälen.
  3. Ca. 100g Pastinaken fein würfeln und beiseitestellen.
  4. Kartoffeln und restliche Pastinaken grob in Würfel schneiden.
  5. Die Butter in einem Topf zerlassen.
  6. Schalotten, grobe Pastinakenwürfel und Kartoffeln darin glasig andünsten.
  7. Mit 1,2 l Gemüsebrühe und 250 ml Schlagsahne auffüllen und zugedeckt aufkochen.
  8. Mit Salz und Muskat würzen. Offen weitere 20 Minuten kochen.
  9. Suppe mit dem Schneidstab fein pürieren und beiseite stellen.
  10. Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die restlichen Pastinaken darin 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich sind.
  11. Die Kokosmilch in einem Topf kurz aufkochen und mit dem Pürrierstab gründlich aufschäumen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  12. Suppe erwärmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Einlage und dem Kokosschaum in Tellern oder einer Tasse anrichten und mit Thymianblättchen bestreuen.

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So, und jetzt wisst Ihr auch warum ich einen Food- und keinen Modeblog habe…!

Frühlingshafte Grüße an Euch!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

 

 

 

 

 

 

Lachsburger mit grünem Spargel

{..das Leben ist nun mal so…}

Salmon-Burger 1.1

Es gibt einfach so Tage, da ist die Welt nicht in Ordnung. Man rennt auf der Straße umher und sucht vergebens die rosa Elefanten, die wie Federn lustig und leicht durch die Lüfte schweben. Sie stehen nicht mal am Straßenrand und wollen per Anhalter mitgenommen werden. Ja, solche Tage gibt es. Das Leben ist nun mal so….
Wenn man dann noch ganz blöd sein Auto crasht, weil man für einen kurzen Augenblick darauf bedacht war, seine Handtasche vor dem Sturz in den Abgrund des Beifahrer-Fußraumes zu retten, wünscht man sich die Rückspultaste, wie damals beim Kassettenrekorder, wenn sich die Stimme von Justus Jonas so lustig piepsig mit dem schnarrenden Geräusch des Rückspulvorgangs vermischte. Kassettenrekorder hat man nicht mehr. Das Leben ist nun mal so…
Keine Lösung ist auf jeden Fall daraufhin seinen Gram in Rotwein zu ertränken! Zugegeben- es ist aber eine Möglichkeit! (Deshalb aber noch lange keine Lösung!) Möglichkeiten sind jedoch dazu da ergriffen zu werden. Habe ich getan. Gestern. Heute weiß ich, dass ich besser nach alterativen Möglichkeiten hätte suchen sollen. Habe ich aber nicht. Das Leben ist nun mal so…
Dank der falschen Möglichkeits-Wahl endete meine Nacht auf der Couch. Meine Rücken ist heute davon so begeistert, dass er beschlossen hat mir zum Dank mit lustigen kleinen Schmerzstichen den Tag zu versüßen. Ich mag meinen Rücken, wenn er sich so in den Vordergrund spielt ……………………………….NICHT!………………………………….
Das Leben ist nun mal so….

Salmon-Burger 2.1
Die Nacht hat aber leider nicht nur Spuren im Rücken, sondern auch im Gesicht hinterlassen. Ja ja, ab einem gewissen Alter verzeiht einem die Epidermis eben keine Ausflüge mehr ins Land des übermäßigen Rotweins, bzw. einer gefühlten 1 Meter hohen Couch-Armlehne, auf der der Kopf mit Kinn auf Brust für viele Stunden verharrte. Von dem kleinen angetrockneten Rinnsal, der sich Dank dieser unschönen Schlafposition den Weg von meinem linken Mundwinkel in Richtung Hals gebahnt hat, mal ganz abgesehen. Das Leben ist nun mal so….

Um Punkt 6:30 Uhr lasse ich hunderte von Litern dampfendes heißes Wasser in meine Badewanne laufen, während ich mir einen Milchkaffee zubereite und die Tasse mit der perfekten Milchschaumkrone, nebst zwei Klatschzeitschriften, auf den Wannenrand stelle. Um genau 6:45 Uhr verbrennt sich mein rechter dicker Fußzeh als Erstes am viel zu heißen Badewasser. Die anderen 9 Zehen folgen ihm todesmutig und der Rest meines geschädigten Körpers ebenfalls. Einen kurzen Moment lang fühle ich mich wie ein Ei das pochiert wird, aber ich harre tapfer aus. Das Leben ist nun mal so…
Eine dicke Schicht Anti-Agin-Maske findet den Weg auf mein Gesicht und ich schließe die Augen. Allein der Gedanke an die Glättung meiner Gesichtszüge und meiner Augenpartie lassen mich langsam anfangen zu entspannen. Da zieht der Duft des Kaffees in meine Nase und ich taste mich blind mit der rechten Hand am Wannenrand entlang. (Den Zusatz auf der Gesichtsmaske „Augenpartie aussparen“ habe ich schlichtweg überlesen…) Ein lautes Klirren und das unschöne Geräusch von zerspringendem Porzellan hallt durch mein Badezimmer. Muss ich mehr sagen? Das Leben ist nun mal so…

Salmon-Burger 5.1
Aber nur weil das Leben nun mal so ist, heißt das noch lange nicht, dass man schulterzuckend alles hinnehmen muss, was einem das Leben so bietet (oder vielleicht auch nicht bietet).
Und deshalb gilt: Macht was! Oftmals reicht ja schon ein kräftiger Tritt in den Hintern, den man sich durchaus auch mal selbst geben kann! Oder vielleicht eine Tasse perfekten Milchkaffees, die beim Zerscheppern das Bad mit hellbrauner Flüssigkeit, gespickt mit hübschen Milchkrönchen, flutet.
Und soll ich Euch etwas sagen? Genau zu diesem Zeitpunkt habe ich imaginär meinen Mittelfinger gezückt und beschlossen nicht mehr rum zu jammern! Hilft ja auch nix! Aber Essen hilft immer… und Essen zubereiten sowieso. Zumindest mir.
Naja und da 8 Jahre katholische Mädchenschule (ja Ihr habt richtig gehört!) nicht spurlos an mir vorübergegangen sind, wird es heute an diesem Karfreitag kein Fleisch und keine Wurst im House geben. Ich würde nicht mal Tofuwurst kredenzen, wobei ich das auch außerhalb von Karfreitagen nicht tun würde.
Also gibt es heute ganz klassisch Fisch. Und weil ich noch ein wenig über das Leben nachdenken muss, brauche ich eine Zubereitungsart, die so kontemplativ ist, dass ich nachdenken kann. Könnte ich angeln, würde ich mich jetzt im Nieselregen ans Meer setzen. Blöd nur, dass ich keine Angel habe. Noch blöder, dass ich kein Meer vor der Tür habe. Das Leben ist nun mal so… Ach nein, das wollten ich ja nicht mehr sagen!
Also kurz und gut. Ich habe erst mal angefangen kleine Brötchen zu backen. Und das nicht nur sinngemäß, sondern ganz in Echt. Um genau zu sein: Hamburgerbrötchen. Und alleine das Zusehen, wie sich der Knethaken meiner Küchenmaschine langsam und stetig durch den Teig arbeitet, lässt meinen Kopf rattern. Die ersten guten Ideen schießen hinein. Wahrscheinlich habe ich noch nie so lange kleine Brötchen geformt und Teig liebevoll in meinen Händen gestreichelt, gewartet bis der Teig aufgegangen ist und ihn dann bedächtig mit Sesam und Schwarzkümmel bestreut. Ich sage Euch, das hilft!!! Von der Zubereitung der Mayonnaise möchte ich jetzt gar nicht sprechen. Und mit der Beobachtung des Bratvorgangs meiner Lachsfilets, während das Bratfett sich in Form von lustigen kleinen Spritzern auf meinem Kochfeld verteilt, möchte ich Euch auch gar nicht langweilen. Ihr denkt jetzt bestimmt: „Die Gute hat sie doch nicht alle!!!“ Doch hat sie- und es geht Ihr hervorragend.
Also, macht Euch selbst einen Therapie-Lachsburger. Egal ob das Leben so ist. Egal was das Leben so bringt.
Ich kann Euch nur eines verraten: Gestern und heute haben mir so viele Ideen und Erkenntnisse eingebracht, wie schon lange nicht mehr.
Das Leben ist nun mal so! Und das ist auch gut so!

Salmon-Burger 6.1

Hier ist das Rezept zum Therapie-Lachs-Burger:

5.0 from 2 reviews
Lachsburger mit grünem Spargel
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • Burger-Buns :
  • 400 g Mehl
  • 8 g Hefe
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 8 g Salz
  • 1 Eigelb
  • Sesam und Schwarzkümmel

  • Mayonnaise:
  • 1 Eigelb+1 gehäufter EL Senf
  • 200 ml Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Weinessig
  • 1-2 EL groben Senf

  • Belag:
  • 300 g Lachsfilet ohne Haut aus dem Mittelstück
  • 200 g grüner Thaispargel
  • 1 Bd. Rucolasalat
  • Salz und Pfeffer
  • Pflanzenöl
Instructions
  1. Burger-Buns:
  2. Alle zutaten bis auf Sesam und Schwarzkümmel in einer Rührschüssel vermengen und mit dem Knethaken auf kleinster Stufe für ca 5 Min kneten. Dann die Geschwindigkeit nach und nach erhöhen und 8-10 Min weiterkneten.
  3. Aus dem Teig 6 kleine Brötchen formen. Das Eigelb mit etwas Wasser vermischen und die Brötchen damit bestreichen. Jetzt nach Belieben mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.
  4. Nun müssen die geformten Brötchen ca 30-45 Min bei Zimmertemperatur gehen und werden anschließend im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca 15-20 Minuten gebacken.

  5. Mayonnaise:
  6. Eigelb und Senf in einer Schüssel verrühren.
  7. Jetzt das Öl langsam in dünnem Strahl dazu gießen und mit dem Schneebesen kräftig verschlagen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss den Weißweinessig und den groben Senf unterrühren.

  8. Belag:
  9. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das mit Pfeffer und Salz gewürzte Lachsfilet von beiden Seiten anbraten.
  10. Den Thaispargel für 1 Min blanchieren und dann in kaltem Eiswasser abschrecken.
  11. Den Rucola waschen und in mundgerechte Größe zerteilen.
  12. Jetzt die Burgerbuns in der Mitte aufschneiden und dünn mit der Mayonnaise bestreichen.
  13. Anschließend mit Rucola und Spargel belegen.
  14. Den Lachs grob zerteilen und auf dem Spargel verteilen. Mit Mayonnaise toppen, evtl mit Pfeffer aus der Mühle nachwürzen und den Deckel des Burgerbrötchens darauf legen.

Ich wünsche Euch einen schönen Karfreitag, genießt was der Tag für Euch bereithält und denkt daran:

Wo es Schatten gibt, muss auch Licht sein!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Schokokuchen vs. Schock-Oh-Kuchen

{… oder warum frisch gebackener Schokoladenkuchen das beste Raumdeo gegen müffelnde Teenager ist…}

Schokoladenkuchen2.1

Als Michaela am letzten Freitagmittag vom Arbeiten nach Hause kam, versuchte sie die Haustür aufzuschieben und scheiterte. Erst nachdem sie, bepackt mit zwei vollen Einkaufstüten, einer Laptoptasche und einem Ordner unter dem Arm, unsanft mit ihrem rechten Fuß gegen die Tür trat, schob diese sich langsam auf. Der Grund für die Türblockade war eine cognacfarbene Kunstleder-Umhängetasche und ein paar ehemals weiße Markenturnschuhe, die jemand achtlos direkt hinter der Eingangstür ausgezogen und an Ort und Stelle liegen gelassen hat. Michaela zwängte sich durch den engen Türspalt und wuchtete ihre Tüten und den Rest in den Flur.

Hinter einer der vielen Türen, die von dem Flur abgingen, vernahm sie dumpfe wummernde Geräusche und eine junge Mädchenstimme, die in schrägen Tönen englisch sang. „Hannah, mir stinkt das ganz gewaltig…“ Sie öffnete die Tür und prallte zurück. Der Anblick des Grauens bot sich ihr, als sie in den Raum blickte. Der Boden war übersät von nahezu dem gesamten Inhalt des Kleiderschranks. Dazwischen halbleere Joghurtbecher, beschriebene Zettel, leere Getränkedosen und Chipstüten. Mit offenem Mund stand sie da und starrte ungläubig in das Zimmer, das gestern noch in einem durchaus betretbaren Zustand war. Ein säuerlicher Geruch nach vergorener Milch und Müll, gemischt mit süßem Parfum lag in der Luft. Hannah, ihre 15 jährige Tochter, stand mit einem sehr knappen T-shirt bekleidet vor dem großen Spiegel, mit einem Fuß auf einem von Michaelas Pullovern, den sie schon seit einer Woche vergebens suchte und kämmte sich die langen braunen Haare.

Schokoladenkuchen3.1

„Oh, hallo Mum!“ rief Hannah gegen die Musik an und bürstete seelenruhig ihre lange Mähne weiter. Michaela rang nach Luft. „Bevor Du Dich jetzt wieder aufregst, wie es hier aussieht… Ich räume nachher auf. Ich treffe mich nur kurz mit Lisa und Nick. So um acht bin ich dann zurück. Übrigens, ich brauche neue Unterwäsche! Kannst Du mir morgen Geld geben?“ Mit einer dicken Schicht Wimperntusche wurden noch schnell die Augen umrahmt und schon griff Hannah nach ihrer Jacke irgendwo in dem Haufen auf dem Boden und wollte an ihrer Mutter in der Tür vorbei. „Ne ne Fräulein, sooo nicht!“ presste Michaela hervor. Auf ihrer Stirn zeichnete sich schon wieder diese scheußliche Ader ab, die immer zum Vorschein kam wenn sie sich ärgerte oder aufgeregt war. „Hannah wir müssen reden!“ „Nachher Mum!“ Und schon quetschte sich das Mädchen an ihrer Mutter vorbei, machte einen großen Schritt über die immer noch im Flur liegende Tasche und Turnschuhe und verließ mit wehendem Haar die Wohnung. Michaela lehnte an der Wand im Flur und versuchte Ihre Wut weg zu atmen. Das einzige was sie atmete war der süßliche Geruch von billigem Parfum, der noch immer in der Luft hing.

Kurz darauf klingelte es Sturm an der Tür. Michaela öffnete die Tür und Simon, ihr mit unzähligen Pickeln übersäter 13 Jahre alter Sohn stand ihr mit seinen knapp 1,90 Meter gegenüber. „Sorry Mum, ich hab meinen Schlüssel vergessen – und ich muss aufs Klo!“ Während er diesen kurzen Satz hervorpresste, wechselte er dabei zweimal die Tonlage. Ein grauer Rucksack flog in den Flur, eine Sweatshirtjacke hinterher und der Junge verschwand im Badezimmer ohne sich zu bemühen die Tür zu schließen. „Was gibt’s zu essen?“ Die Frage ging in unschönen Toilettengeräuschen unter. Als Simon in die Küche kam und an seiner Mutter vorbeischlurfte, zog ein penetranter Schweißgeruch, der stark an Zwiebeln erinnerte, hinter ihm her. Der Junge ließ sich auf einen Stuhl fallen und räkelte sich ausgiebig mit in die Luft gestreckten Armen. Der Zwiebelgeruch verstärkte sich. „Was gibt’s denn jetzt heute zu essen?“ „Zwiebelkuchen!“ „Iiiiiihhhhh! Mum, ich hasse Zwiebeln!“ „Ich weiß!“ „Und warum tust Du mir das dann an?“ „Warum tust DU mir das an, Simon?“ „Hä?“ „Simon, Du musst mal duschen gehen!“ Michaela stand auf und öffnete das Küchenfenster. „Ich hab heute Morgen geduscht!“ empörte er sich. „Dann geh bitte nochmal! In deinem Alter ist es eben so, dass man häufiger duschen muss…“ „Zu viel Wasser schadet der Haut, hat mein Biolehrer gesagt. Wegen dem HP-Wert!“ „PH-Wert!“ „Ach egal, auf jeden Fall ises nicht gesund! Und außerdem liegen meine Haare gerade so gut! Wenn ich jetzt dusche, ist wieder alles für den Arsch!“

Schokoladenkuchen4.1

Michaela stand wortlos auf und öffnete nacheinander alle vorhandenen Fenster, nebst Haustür, in der Wohnung. Ein kalter Wind wehte durch die Räume. „Willst Du dass ich erfriere?“ Simon holte einen Schal aus seinem Zimmer. „Willst Du, dass ich ersticke?“, war die Antwort seiner Mutter darauf. „Simon, geh bitte duschen! J E T Z T !!!“

Mürrisch verzog er sich ins Badezimmer. Natürlich nicht ohne auf dem Weg einen ganzen Schwall der verschiedensten F-Wörter und sonstigen unschönen Dingen von sich zu geben.

Im Badezimmer setzte er sich erstmal ganz bequem angezogen auf die Toilette und blätterte ein wenig in einer der Autozeitschriften seines Vaters, die stapelweise neben der Toilettenschüssel lagen. Nach drei Minuten stellte er in der Dusche das Wasser an und ließ sich wieder auf dem Toilettendeckel nieder, während Liter um Liter Wasser den Weg in den Duschabfluss suchten. Nach weiteren 5 Minuten hatte er das Gefühl das Wasser wieder abstellen zu können, um kurz darauf einen Sprühstrahl aus der Deodorantdose laut zischend unter seinen Achseln zu verteilen. Zufrieden schnupperte er an sich, prüfte kurz den Sitz seiner Frisur im Spiegel und warf anschließend achtlos ein zerknülltes Badetuch vor die Dusche auf dem Boden, damit alles authentisch wirkte. „Frisch geduscht“ betrat er die Küche. Michaela verstaute unterdessen die Einkäufe in den Schränken. „Fertig! Hier riech!“ Und schon presste Simon seiner Mutter seine Achsel dicht vor die Nase. Ein undefinierbares Geruchsgemisch aus verschwitzem T-Shirt, Deo und Waschmittel brannte sich in ihre Nase ein. Kurz musste sie ihren Würgereflex unterdrücken. „Du hast doch niemals geduscht!“ „Aber klar habe ich geduscht! Haste doch gerochen, oder?“ „Was ich da gerade gerochen habe möchte ich nicht laut aussprechen mein lieber Sohn! Eigentlich bräuchte ich jetzt nämlich eine Nasendusche, um diesen Geruch jemals wieder aus meinen Nasenflügeln zu verbannen! Aber bitte- Du musst ja stinkend herum laufen. Und soll ich Dir noch was sagen? Mir stinkt’s auch! Und zwar ganz gewaltig! Mittagessen fällt aus wegen Appetitlosigkeit durch Geruchsbelästigung! Ich brauche frische Luft!“

Schokoladenkuchen

Michaela verließ wutenbrannt die Wohnung und verbrachte die nächsten drei Stunden bei ihrer Nachbarin, die kinder- und mannlos in einer klinisch aufgeräumten Wohnung eine Etage über ihr wohnte. Hier roch es nach nichts, außer nach teuren Möbeln und man musste niemals über Schuhe am Boden steigen, denn die wurden feinsäuberlich aufgereiht, wie in einem Showroom in einem Regal im Flur präsentiert. Eine Oase der Ruhe für Augen und Sinne sozusagen.

Nach 3 Stunden sehnte sie sich aber doch irgendwie nach ihrem stinkenden Chaos und stieg die Treppe zu ihrer Wohnung hinab und machte sich auf einen weiteren Schock gefasst, der sie vermutlich hinter der Tür erwartete. Michaela schloss die Tür auf und Schock- nein kein Schock! Ein „Oh“ entwich ihr. „Oh-Kuchen!“ Durch Ihre Nase zog ein herrlicher Duft nach selbstgebackenem Kuchen und nach dunkler Schokolade. Keine Spur von Gestank. Dann fiel ihr auf, dass sich die Haustür auch ganz einfach öffnen ließ und keine Schuhe, Taschen, Jacken oder sonstiges auf dem Boden lagen.

Vorsichtig öffnete sie Hannahs Zimmertür. Wie von Zauberhand war das Chaos verschwunden, Zettel lagen geordnet auf dem Schreibtisch, Klamotten waren ordentlich gefaltet im Schrank und auch der saure, modrige Geruch war verschwunden. Ungläubig betrat Michaela die Küche. Am Küchentisch saßen ihre beiden Kinder. Simon in einem frischen T-Shirt und neuer Frisur, Hannah ungeschminkt und in Jogginghose. Beide strichen einträchtig dicke Ganache auf einen perfekten Schokoladenkuchen vor dem ein kleiner Zettel mit >>SORRY MUM<< lag.
(…)

Auch wenn dieser Zustand von Ordnung, Friede und wohlriechendem Raumklima wohl nur eine kurze Momentaufnahme war, Schokokuchen ist und bleibt trotzdem der beste Raumduft der Welt. Das funktioniert übrigens nicht nur bei müffelnden Teenagern, sondern auch bei nassen Hunden, vollen Babywindeln und getragenen Sportsocken….

Und wenn Ihr auch mal ganz spontan Euren Raum-Mief (weshalb auch immer) bekämpfen müsst, kommt hier das beste Schokoladenkuchenrezept dafür:

5.0 from 1 reviews
Schokokuchen vs. Schock-Oh-Kuchen
 
Author:
Ingredients
  • Kuchen:
  • 250 g Zucker
  • 2 Eier Gr. M
  • 130 g Vanillejoghurt
  • 120 ml Milch
  • 200 g Mehl
  • 50 g Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • Mark einer Vanilleschote
  • 120 g Zartbitterschokolade
  • 125 g Butter
  • 200 g backfeste Schokotropfen
  • Ganache:
  • 250 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 230 ml Sahne
  • Himbeeren optional
Instructions
  1. Zucker und Eier schaumig schlagen.
  2. Dann nacheinander Joghurt, Milch Mehl, Backpulver, Mark der Vanilleschote und den Backkakao dazu geben und verrühren.
  3. Die Schokolade in der Butter schmelzen und unter den Teig rühren.
  4. Zum Schluss die Schokotröpfchen unterheben.
  5. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und bei 180 Grad 50-60 Minuten backen.
  6. Kurz vor Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen.
  7. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen und danach auf ein Kuchengitter stürzen.
  8. Für die Ganache die Schokolade in kleine Stücke brechen.
  9. Die Sahne erhitzen und über die Schokolade gießen.
  10. So lange rühren, bis sich die Schokolade in der Sahne aufgelöst hat.
  11. Den Kuchen mit der Ganache bestreichen und nach Belieben mit Himbeeren ausdekorieren.

Schokoladenkuchen

Ich hoffe Ihr verzeiht mir den kurzen Ausflug in die Welt der Pubertierenden, mitsamt deren Gerüchen… (Übrigens: Alle in diesem Post geschilderten Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.)

Habt einen duften Sonntag

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Zoodles alla Gemüse-Arrabbiata

{…stellt Euch vor es ist Valentinstag und keiner geht hin…}

5.2

Neulich in einem Wohnzimmer irgendwo in Deutschland:

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Findest Du mich fett?“
Er: „Äh…nein!“
Sie: „Wieso musst Du ein Äh vor das Nein setzen? Du bist Dir also nicht sicher ob Du mich fett findest, stimmts?!“
Er: „Nein!“
Sie: „Mehr kommt da jetzt nicht, als ein NEIN???“
Er: „Es stimmt nicht! Bist Du jetzt zufrieden?“
Sie: „Aber schau doch mal hier…“ (sie kneift sich in den Oberschenkel und klopft auf ihren Bauch und ihre Hinterpartie)
Er: „Was ist da?“
Sie: „Ja schau doch mal…alles schwabbelt! Das ist doch nicht schön!“
Er: „Wenn Du es sagst!“
Sie: „Siehst Du, Du findest es auch nicht schön!“
Er: „Nein! Äh doch! Ach, Du bringst mich völlig durcheinander mit Deinem Fettschwabbel-Gerede!“

2

Sie schiebt schmollend die Unterlippe vor.
Beide schauen schweigend auf den Fernseher.

5 Minuten später:

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Liebst Du mich?“
Er: „Klar!“
Sie: „Warum?“
Er: „Wie warum?
Sie: „Na, warum Du mich liebst?“
Er: „Hmmm…“
Sie: „Hmmm? Mehr fällt Dir nicht ein? Schön dass Dir so viel an mir liegt!“
Er: „Ich werde ja wohl noch mal nachdenken dürfen!“
Sie: „Aber doch nicht soooo lange! Also? Was liebst Du an mir?“
Er: „Alles!“
Sie: „Wie alles? Geht’s nicht genauer?“
Er: „Nein! Alles eben!“
Genervt greift er zu seiner Autofachzeitschrift.
Sie starrt ihn an

1 .

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Woran denkst Du gerade?“
Er: „An nichts. Ich lese.“
Sie: „Ich sehe doch, dass Du an etwas denkst! Also woran denkst Du gerade?“
Er: „An meine Mutter!“
Sie: „Was?!“
Er: „Ich denke an meine Mutter…“
Sie: „Warum an Deine Mutter?“
Er: „Weil sie nächsten Sonntag zu Besuch zu uns kommt.“
Sie: „Deine Mutter?“
Er: „Ja, MEINE MUTTER!“
Sie: „Schatz, das geht nicht!“
Er: „Wieso?“
Sie: „Da ist doch Valentinstag…!“
Er: „Na und?“
Sie: „Wie? Na und?“
Er: „Da kann meine Mutter doch trotzdem kommen!“
Sie: „Och Schaaaaaaatz….nein, bitte!“
Er: „Was ist denn mit diesem verdammten Valentinstag?“
Sie: „Na, das ist doch uuuuunser Tag…!“
Er: „Unser Tag ist am 20. Januar und der war schon!“
Sie: „Du verstehst das nicht! Valentinstag ist auch unser Tag!“
Er: „Ach ja?“
Sie: „Ja! Wir essen schön, liegen den ganzen Tag auf der Couch und schauen Liebesfilme, essen wieder schön, …“
Er: „Ich dachte Du fühlst dich fett?“
Sie: „Wie bitte?“
Er: „Du hast gesagt Du fühlst Dich fett! Und wenn wir den ganzen Tag auf der Couch liegen und essen, bekommst Du das Problem nie in den Griff!“
Sie: „Du findest ich habe ein Problem?“
Er: „Nein! Also doch… ach können wir dieses Gespräch nicht einfach lassen?“
Sie: „Nie redest Du mit mir!“
Er: „Ich rede immer mit Dir!“
Sie: „Du bist so gemein!“
Er: „Das wird gerade echt anstrengend hier!“
Sie: „Ja, ich bin anstrengend!!! Ist ja wieder klar! Weißt Du was? Vergiss den Valentinstag! Triff Du Dich mit Deiner Mutter! Ich mache auch keinen Valentinstag!“
Er: „Gut! Dann sind wir uns ja einig!“

— SENDEPAUSE —

7

Kommunikation zwischen Mann und Frau ist nicht immer einfach… und Worte sollten nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden. Manchmal reicht es ja auch schon, wenn man, ohne etwas zu sagen, eine kleine Botschaft sendet. Z.B. eine Nachricht auf dem Badezimmerspiegel (Tipp: nicht unbedingt den erst kürzlich von ihr teuer erworbenen Lippenstift dafür verwenden!) oder ein Zettel auf dem Kopfkissen, eine Botschaft im Auto,… Es gibt so viele Möglichkeiten dem anderen mitzuteilen wie schön es ist, dass es ihn/sie gibt. Und das muss nicht immer nur in einer Partnerschaft sein. Auch Freunde freuen sich über nette (ernstgemeinte!) Worte.

Wenn Ihr mal jemandem einfach etwas Nettes auf eine etwas andere Art und Weise sagen möchtet, könnt Ihr Euch hier meine „Komplimente for take away“ herunterladen. Einfach immer mal ein Kompliment abreißen, weitergeben und sich über die Reaktion des anderen freuen.

Komplimente for take away_4

Und nochmal kurz zurück zu dem Paar von weiter oben:

Natürlich hat er sich am Valentinstag nicht mit seiner Mutter verabredet… Statt dessen zauberte er seiner Liebsten einen köstlichen Low-Carb-Teller (damit sie Ihr vermeintliches Problem in den Griff bekommt) bestehend aus Zucchininudeln (Zoodles) und einer feurigen Arrabbiata, getoppt mit Ziegenfrischkäse, während ein Rosamunde Pilcher Film nach dem anderen über den Bildschirm flimmerte. Das ist vielleicht nicht das Non-Plus-Ultra-Valentinstag-Essen, aber man muss ja auch nicht immer alles in Herzform pressen, nur weil der 14. Februar ist, oder? Außerdem sollte der Abend ja noch anders ausklingen und nicht im Fresskoma auf der Couch zu enden… Versöhnung ist doch immer das Schönste, oder?! ;-)

5.0 from 1 reviews
Zoodles alla Gemüse-Arrabbiata
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g geschälte Tomaten (Dose)
  • 2 rote Paprika
  • 2 kleine Peperoni
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Basilikum
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 1 El Kapern
  • 50 g Ziegenfrischkäse
  • Öl
  • 4 mittelgroße Zucchini
  • Salz und Pffer
Instructions
  1. Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und mit dem Knoblauch und den klein geschnittenen Peperoni in wenig Öl glasig anbraten.
  2. Paprika, Möhren und getrocknete Tomaten ebenfalls klein würfeln und zu den Zwiebeln geben.
  3. Die geschälten Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Alles für 2 Std köcheln lasen bis sich die Sauce bis knapp um die Hälfte reduziert hat.
  5. Den Basilikum klein hacken und kurz vor Ende hinzufügen.
  6. In der Zwischenzeit die Zucchini mit einem Spiralschneider in feine Streifen schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 2 Minuten kochen.
  7. Die Sauce abschmecken und evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  8. Die Zucchininudeln auf einem Teller anrichten und die Sauce darauf geben.
  9. Zum Schluss mit Kapern und Ziegenfrischkäse anrichten.

8

Ob Ihr den Valentinstag zelebriert habt oder nicht, genießt den Tag und verschenkt ein paar Komplimente an Eure Lieben.

Falls Ihr noch eine andere Inspiration für ein Zoodle-Rezept braucht, dann schaut auf jeden Fall bei meiner Lieblings-Sandra von Hase im Glück vorbei, denn lustiger Weise hatten wir heute beide Zucchininudeln auf dem Speiseplan ;)

Schön, dass es Euch gibt, Ihr seid toll!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Housemacher Leberwurst

{..und weshalb grau gar nicht grau(en)voll ist…}

Pssst…. Spitzt mal die Ohren… Hört Ihr das? Klack Klack Klack… da klappern sie wieder über das Parket. Gefährliche 12cm in betörendem schwarz.

Die Housefrau auf Mörderhacken…Und warum das Ganze? Weil es mal wieder Zeit ist für: STILETTOS IN DA HOUSE

Stilettos in da House1

Ihr kennt das ja schon: Katja von Stilettos and Sprouts und ich kochen in unregelmäßigen Abständen nach Farben. Grün und Rot haben wir ja die letzten beiden Male schon abgehandelt und wir waren beide der Meinung, dass es mal an der Zeit ist den Fortgeschrittenen-Parcours auf unseren Mörderabsätzen zu beschreiten. Deshalb wird diesmal nach der aktuellen Wetterfarbe gekocht: grau….

Ja, richtig gehört. GRAU. Also im House ist ja die eine oder andere Wand auch in mehr oder minder sanftes grau getaucht. Grau ist auch das ein oder andere T-Shirt in meinem Schrank (einfach weil es ja eine Abwandlung von schwarz ist). Und in ein nebeliges Grau taucht auch manchmal das Leben. Ach ja…*seufz* das Leben…. Man kann ja auch nicht immer mit der rosaroten Schweißerbrille herumlaufen und den Elefanten beim Fliegen zu sehen…. Und ganz ehrlich. Was hilft am besten gegen Stimmungsschwankungen, bedingt durch den grauen Alltag? Essen! Essen ist immer eine Lösung.

Leberwurst 1.1

Vor einiger Zeit hat mir ein guter Freund gebeichtet, dass es für ihn kaum etwas Tröstlicheres gibt, als ein Stück gutes Brot mit daumendicker Leberwurst zu verdrücken. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Bauzener Senf und einem Berg Gewürzgurken. Einfach ein ehrliches Essen. Bodenständig eben. Erinnerungen an Kindheit. Gerne auch in Dosenform genommen.

Immer wenn ich an das Wort Grau in Zusammenhang mit Essen denke, ploppt jetzt das Wort „leberwurstgrau“ auf. Was liegt da also näher sich mal an einer eigenen Leberwurstproduktion zu versuchen. Housemacher Art natürlich! Und dass Leberwurst nicht nur schnöde und grau, sondern auch schön sein kann, liegt natürlich auch immer an der Präsentation und an den Nebendarstellern auf dem Teller. Denn Leberwurst kann auch sexy…ok, wenn sie in 12cm Mörderhacken zubereitet wird, ist ja quasi alles sexy. Da könnte man jemandem wahrscheinlich auch Kuhaugen als Dessert verkaufen. Aber hier geht es einfach nur um wunderbar graue Leberwurst. Die hohen Treter blendet ihr jetzt einfach mal aus!

Leberwurst 3.1

Und wer jemals seine eigene Wurst hergestellt hat, wird so schnell nichts Besseres beim Metzger (und beim Discounter schon gar nicht!) finden. Dabei ist das Ganze gar nicht so schwer in der Herstellung. Alle was Ihr an Gerätschaften braucht ist ein funktionierender Fleischwolf. Meiner stammt noch von meiner Oma und neben Wadenmuskeltraining (wegen der Schuhe), habe ich dazu gleich noch ein Bizepstraining absolviert. Mein Fleischwolf ist nämlich etwas schwerfällig im Gebrauch und man kurbelt sich quasi die Seele aus dem Leib. Aber ich habe bei dieser Wurst einfach mal wieder den Nostalgiegedanken hochgehalten, obwohl meine Küchenmaschine einen tollen Fleischwolfaufsatz hat. Ganzheitliche Körperertüchtigung durch Leberwurstherstellung. Damals nannte man das noch Leibeserziehung. Seinen Leib mit Leberwurst zu erziehen klingt so crazy, dass es einfach gut sein muss. Was will man denn noch mehr? Fit durch Leberwurst…Die Farbe Grau wird immer mehr zu meinem Freund.

Leberwurst 7.1

Und wie praktisch,dass jetzt auch noch Fasching, bzw. Karneval vor der Tür steht. Ich bin ja nach einem ordentlichen Trinkgelage eher so der herzhafte Typ. Und Leberwurst ist ein optimaler Katerkiller.

Oder man kreiert daraus einen hübschen Valentinstagsteller. So für die bodenständigen Paare. „Du Schatz, zünde doch schon mal die Kerze an, ich hol nur schnell die Leberwurst!“ Es geht doch nichts über Romantik… Dazu gesellen sich knallig-sündiges Rote Beete Tartar, knusprige Weißbrotscheiben und ein wunderschönes Wachtel-Spiegelei. Ich sag doch, Leberwurst kann auch sexy.

Leberwurst 8.1

Und damit Ihr in Kürze entweder Euren Karnevals-Kater danieder strecken oder Eurem Liebsten oder Eurer Liebsten am 14. Februar Leberwurst um den Bauchnabel pinseln könnt, hier kommt die Anleitung wie das Ganze zubereitet wird:

5.0 from 1 reviews
Housemacher Leberwurst
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Kalbsleber
  • 250 g frischer Bauchspeck
  • 500 g nicht zu mageres Schweinefleisch
  • 3 - 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 2 Zwiebeln
  • ¼ TL gemahlener Piment
  • 1 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • geriebene Muskatnuss
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 TL Sonnenblumenöl
Instructions
  1. Leber von Häutchen, Sehnen und Röhren befreien. Leber, Speck und Schweinefleisch in Würfel schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen und würfeln. Alles vermischen und zweimal durch den Fleischwolf drehen. Je nachdem, wie grob oder fein die Wurst sein soll, durch die entsprechende Scheibe.
  2. Die Wurstmasse kräftig mit Salz, Piment, Pfeffer, 1 guten Prise Muskat, Majoran und Thymian abschmecken. Die sterilisierten Gläser mit Öl auspinseln.
  3. Die Wurstmasse in die Gläser füllen und mit den Deckeln verschließen. Die Fettpfanne des Backofens mit einer doppelten Lage Küchenpapier auslegen und die Gläser so daraufstellen, dass sie sich nicht berühren.
  4. Die Fettpfanne bis unter den Rand mit warmem Wasser füllen und in die Backofenmitte schieben. Den Ofen auf 160° einschalten und die Leberwurst 1½ Std. garen. Die Gläser sofort aus dem Ofen nehmen und erkalten lassen. Dann an einem kühlen Platz aufbewahren.
  5. Ergibt ca. 8 Gläser à 200ml Inhalt

Stilettos in da House2

Und es ist mal wieder grandios… Katja hat sich auch für einen grauen Brotaufstrich entschieden. Ein Baba-Ganoush-Auberginen-Dip in betörendem Grau. Schaut unbedingt hier bei Ihr vorbei und lasst Euch von dieser anderen Graunuance betören! Dafür, dass Grau bei Essen ja eher so eine Unfarbe ist und oftmals an Verdorbenes erinnert, sind diese beiden grauen Aufstrichtypen wirklich unglaublich gutaussehend und wohlschmeckend.

Stilettos in da House3

Woher stammt eigentlich das Wort grauenvoll?

Ich wünsche Euch eine grau(en)volle Woche! Bunt ist übrigens völlig überwertet!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Jeder Topf hat seinen Deckel….

{…und warum es auch echt gut sein kann in die Pfanne gehauen zu werden!}

*Werbung

d. die Pfanne2

Kennt ihr diese Ansage vor einem Film aus dem Fernsehen: „Die nachfolgende Sendung ist für Kinder und Jugendlich unter 16 Jahren nicht geeignet“? Hier kommt ein Hinweis der mindestens genauso wichtig ist:

Der nachfolgende Post enthält Werbung für d. die Pfanne®, deren wunderbare Produkte ich testen und für den Onlineshop fotografieren durfte. Wer wegschalten möchte, hat genau jetzt die Möglichkeit dazu! Allerdings würde ich Euch nicht dazu raten, denn es lohnt sich für Euch dabei zu bleiben und keine der nachfolgenden Zeilen zu verpassen. Pssst…. Es gibt was zu gewinnen!

Eigentlich bin ich ja nicht so der Fernsehgucker. Zumindest nicht mehr. Denn sobald der Fernseher läuft und die Housefrau (bin ich nicht, aber das Wort ist schön!) sich bequem auf der Couch, in unzähligen Kissen vergraben danieder gelassen hat, werden die Augen schwer wie Blei. Ab Minute 36,5 eines Films schlafe ich tief und fest und träume von meinen ganz eigenen Heldenfiguren, die meist in einer Küche stehen und sinnlich in einem Topf oder einer Pfanne rühren. Zum Glück sehe ich mich beim Schlafen ja nicht selbst, aber ich habe schon des Öfteren gehört, dass es durchaus vorkommt, dass ich Kaubewegungen im Schlaf mache. Sehr peinlich…

Komischerweise wache ich immer genau in den Werbepausen auf. Toll! Echt!

d. die Pfanne 4

Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass am Jahresanfang alle Werbeeiträge im TV von 3 großen Themen geprägt sind? Abnehmen, einen Partner fürs Leben finden und aufhören zu rauchen… Scheinbar sind das die Themen, die den Großteil der Bevölkerung interessieren, bzw. was die Vorsätze der Leute so wiederspiegelt. Wie aktuelle Studien beweisen, schmeißen die meisten Menschen ihre guten Vorsätze allerdings bereits nach der ersten Woche hin.

Während ich mit halbgeöffneten Augen dem Fernseher entgegenblinzle, flimmert ein smarter sehr gut aussehender Herr, ca. 35 Jahre alt, über den Bildschirm. Er grinst einladend, erfolgreich und einnehmend direkt in die Kamera und spricht mich mit seiner warmen und männlichen Stimme an, dass er die Partnerin seines Lebens sucht… Der meint mich? Äh…ach ne, doch nicht. Er hat sich bei einer Partnerbörse registriert, weil solche Typen ja auch nie im richtigen Leben den vermeintlich passenden Deckel zu ihrem Topf finden. Ist klar!

Kurz darauf erscheint eine 40 kg „schwere“ Schönheit auf dem Bildschirm, und reckt ihren von Bauchmuskel gestählten Körper in knappem Top in die Kamera. „Ich habe innerhalb von 30 Tagen 20 Kilo abgenommen, und wenn ich das schaffe, schaffst Du das auch!“ Während sie das mit ihrer Klein-Mädchenstimme sagt, streichen ihre Hände an ihrer Körpermitte herab, demonstrieren ihren straffen und extrem schlanken Körper und halten dann eine Dose mit undefinierbarem Eiweißpulver in das Bild. „Teste gleich heute unsere neue Geschmacksrichtung Birne-Knoblauch-Zimt und erhalte eine Gratisprobe!“ Alles natürlich vegan, gluten- und lactosefrei… Wääääh!

Der nächste Werbespot beginnt mit anschwellender dramatischer Musik. Weißer Rauch weht über den Bildschirm. Dann hustet jemand blechern im Hintergrund und ein fahles Gesicht mit glimmender Zigarette zwischen den Lippen schiebt sich ins Bild. Im unteren Bildrand erscheint eine zitternde Hand die nach der Zigarette greift, dann wieder dieses furchtbare Gehuste, bei dem man denkt, Teile der Lunge fliegen jetzt noch ins Wohnzimmer. Ab diesem Zeitpunkt habe ich einfach den Fernseher abgeschaltet. Was man sich so alles im Fernsehen ansehen muss…!!! Und alles nur, weil damit die klassischen Vorsatz-Themen bedient werden. Tse tse tse.

d. die Pfanne

Wenn ich vorm Fernseher einschlafe und dann aufwache, habe ich meist Hunger. Nicht unbedingt immer die optimale Uhrzeit zu essen- aber wenn es der Körper doch verlangt. Es kommt auch tatsächlich vor, dass ich dann das ganz große Programm fahre und die halbe Nacht noch in der Küche stehe, alle Töpfe und Pfannen in Benutzung sind und ich danach völlig zufrieden und pappsatt ins Bett falle. Meist geschieht so etwas an einem Freitagabend, denn dann ist zumindest der Aufstehdruck für den kommenden Tag nicht gegeben.

Letzten Freitag war wieder einer dieser Abende. Pünktlich um 23 Uhr stolpere ich, getrieben durch lautes Magenknurren in die Küche. Und während ich so mein Steak in der Pfanne wende, fällt mir auf, dass das Kochgeschirr von d. die Pfanne® eigentlich alle vorgenannten Vorsätze bedient. Man benötigt nämlich zum Braten nur eine minimale Menge an Fett oder Öl, dank der tollen 3-fach PTFE-Beschichtung. Und wer jetzt Angst hat, dass sich diese Beschichtung nach mehrmaligem Benutzen löst, dem kann ich versichern: „Nein, das tut sie nicht!“ (Natürlich sollte man keine Küchenhelfer aus Metall benutzen!) Und selbst wenn sich etwas ablösen sollte, besteht dabei absolut kein Gesundheitsrisiko (nachzulesen hier). Man kann also seinem Vorsatz, im neuen Jahr auf seine Figur zu achten, mit diesen Produkten auf jeden Fall treu bleiben.

d. die Pfanne Grillpfanne

Und das Thema Rauchen bekommt Ihr mit diesem Kochgeschirr auch in den Griff, denn da raucht beim Braten mal nichts! Das liegt daran, dass auf Grund der extrem hohen Wärmeleitfähigkeit dieses Kochgeschirr mit sehr moderaten Temperaturen gekocht werden kann. Mein Steak bekam in der Grillpfanne ganz wunderbare Grillstreifen, ohne dass ich gleich in Fettnebel und Rauchschwaden erstickt bin. Das Tolle an den Pfannen ist auch, dass sie ein sehr geringes Eigengewicht haben und deshalb auch für zartere Geschöpfe, die nicht permanent in die Muckibude rennen, geeignet sind und super in der Hand liegen.

d. die Pfanne Topf

Seit Kurzem gibt es jetzt von d. die Pfanne eine neue Edition mit Kochtöpfen. Alles im selben Design wie die Pfannen. Und dass auf jeden Topf auch der passende Deckel gehört (wie im wahren Leben eben!), daran haben sich die Entwickler der d. die Pfanne® auch noch gehalten. Der Deckel des neuen Bräters, kann sogar eigenständig als Grillpfanne benutzt werden! Multifunktionalität finde ich ja immer großartig! Die Töpfe und Pfannen sind für alle Herdarten geeignet und nach der Benutzung extrem einfach sauber zu bekommen. Einfach mit einem milden Spülmittel (wenn überhaupt) und heißem Wasser reinigen, kurz mit Küchenkrepp trockenwischen und schon ist man fertig.

d. die Pfanne Paella

Über den Preis des Geschirrs war ich ja am meisten erstaunt. Man bekommt hier eine Qualität zu  wirklich unschlagbar günstigen Preisen, die mit jedem Markenhersteller unbedingt mithalten kann. Noch dazu spendet d. die Pfanne® von jedem verkauften Artikel 50 Cent an WDC Whale and Dolphin Conservation und fördert dadurch den Artenschutz. Ich muss sagen, ich bin echt rundum begeistert von diesen Produkten und habe meine alten Töpfe und Pfannen komplett ersetzt.

d. die Pfanne Bräter2

d. die PfanneBräter1

So, und das Beste kommt jetzt noch zum Schluss:

Ihr könnt nämlich auch in den Genuss kommen, ein d. die Pfanne®-Produkt Euer Eigen zu nennen, denn ich habe 3 Gutscheine jeweils im Wert von 30 Euro für Euch zur Verfügung gestellt bekommen.

Ihr müsst mir nur bis zum 24. Januar 2016, 23:59 Uhr folgende Frage richtig beantworten und mir einen Kommentar dalassen:

Wie viele Artikel umfasst das Sortiment von d. die Pfanne® ?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Die Teilnahme ist auf Personen aus Deutschland und Österreich beschränkt.
  • Ein Versand der Preise in andere Länder ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne.
  • Die Gewinner werden nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.

Bulgurbratlinge

Und damit Ihr auch gleich ein Rezept zum Ausprobieren Eurer neuen Pfanne habt, könnt Ihr hier lesen wie die vegetarischen Bulgurbratlinge zubereitet werden:

5.0 from 13 reviews
Vegetarische Bulgurbratlinge
 
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 10
Ingredients
  • 250 g Bulgur
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 250 g Möhren
  • 1 Zwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 3 EL Sojamehl, oder Kichererbsenmehl
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 EL gehackte glatte Petersilie
Instructions
  1. Den Bulgur knapp 15 Minuten in der Gemüsebrühe kochen.
  2. Inzwischen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  3. Die Möhren putzen und fein raspeln.
  4. Öl in einem Topf erhitzen.
  5. Die Zwiebeln darin kurz andünsten, dann die Möhrenraspel dazugeben und zusammen ca. 3 Minuten weiter dünsten.
  6. In eine Schüssel umfüllen und den Bulgur dazugeben.
  7. Mehl und Gewürze dazu geben und alles zusammen mit dem Ei gut vermischen.
  8. Anschließend die Petersilie untermischen.
  9. Aus dem Bulgur-Gemisch kleine Bratlinge formen und diese in einer beschichteten Pfanne in wenig Öl braten.
  10. Dazu passt Kräuterquark.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch Euch ganz viel Glück zu wünschen! (auch bei der Einhaltung Eurer Vorsätzen)

Habt ein tolles Wochenende,

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

Pulposalat mit Fenchel

{…Rückblick auf ein Weihnachten -Vorschau auf 2016…}

Pulposalat3

So, da saßen wir also gestriegelt, geschniegelt und gescheitelt am Weihnachtsabend alle gemeinsam unter der spärlich beleuchteten Kunsttanne. Nachdem im letzten Jahr der Baum einen laut knisternden und ziemlich spektakulären Auftritt hingelegt hatte, als er fast unbemerkt in Flammen aufging, haben sich Onkel Walter und Tante Gabi in diesem Jahr gegen die Natur entschieden. Stattdessen wurde vorher kräftig mit Tannenduft-Raumspray die Luft verseucht, so dass selbst die ehemals rot glänzenden Christbaumkugeln mit feinen Sprenkeln überzogen waren und etwas trübe aussahen. Alles für die Stimmung. Alles für die Authentizität. Von der 200er Lichterkette leuchtete nur jede Vierte. Und als der fünfjährige Paul sich wagte zu fragen, was denn mit den anderen Lichtern passiert sei, bekamen alle Anwesenden einen ausführlichen Vortrag über die derzeitigen Strompreise, nebst Anbietern.

Während Onkel Paul noch über die stetig steigenden Lebenshaltungskosten einen Monolog hielt, stand Tante Gabi in ihrer Metzgerschürze, die sie noch aus den Tagen, als sie noch in der ortsansässigen Metzgerei arbeitete und aus nostalgischem Gedanke aufgehoben hatte, in der Küche. Dass die Metzgerei wegen eines Hygieneskandals seine Pforten schließen musste, hatte sie einfach verdrängt. Und dass bis vor einem Jahr jedes Stück Fleisch, was den Weg auf den Tisch fand, ausschließlich aus diesem Betrieb kam, darüber spricht heute keiner mehr. Es ist ja alles gut gegangen und alle leben noch. Im Nachhinein wundert sich aber auch keiner mehr über die unangenehmen Gerüche, die zu späterer Stunde, begleitet durch knatternde Geräusche von Opa Heiner ausgingen. Da dieser aber immer kurz vor dem Nachtisch in Richtung Sofa wanderte und kurz darauf laut schnarchend und mit weit geöffnetem Mund einschlief, merkte er von seinem eigenen Giftgasangriff recht wenig. Der Glückliche!

Pulposalat5

In diesem Jahr war alles anders. Der Baum war aus Plastik. Die echten Kerzen durch 1/5 schwach leuchtender elektrischer Lichter ersetzt und statt Schweinelendchen mit grünlichem Schimmer gab es Gans.

Ich freute mich. Alle anderen waren irritiert. Veränderungen sind eben nicht für jedermann. Mein Bruder jammerte, dass er lieber Kartoffelbrei zur Gans gehabt hätte und Oma regte sich auf, dass eh immer viel zu viel Geschiss um das Essen gemacht wird und ein fertiger Kartoffelsalat von Rewe mit einer Rindswurst vollkommen ausgereicht hätte. Darauf brach meine Tante kurz in Tränen aus, denn die Erinnerung an Ihren verlorenen Arbeitsplatz kamen ihr unweigerlich hoch (schließlich gab es angeblich in ihrer Metzgerei die besten Rindwürste weit und breit…) Meine andere Tante Anneliese grinste seit Beginn des Abends verträumt vor sich hin, griff immer Mal verstohlen in Ihre Tasche, führte ihren kleinen silbernen Flachmann an ihre Lippen und tupfte sich danach mit der weißen Stoffserviette die Mundwinkel ab. Irgendwann nach dem Essen sangen wir alle „Oh Du Fröhliche“, und sahen eigentlich gar nicht so fröhlich dabei aus. Opa Heiner schielte die ganze Zeit schon in Richtung Baum, unter dem die Geschenke lagen, die in unterschiedlichstem Papier eingepackt waren. Jedes Jahr gab es für ihn eine Zigarre. Weihnachten war der einzige Tag, an dem meine Oma ihm zugestand zu rauchen. Die selbstgestrickten Socken und die warmen langen Unterhosen interessierten ihn verständlicher Weise nicht wirklich. Kurz darauf klingelte Tante Gabi auch schon das Glöckchen und die gesamte Familie wanderte zwei Meter vom Esstisch in Richtung Sofalandschaft. Erwartungsvoll starrten alle auf die Geschenke, bis mein Onkel die Jagd auf die verpackten Überraschungen freigab. Und wie immer wartete ich eigentlich nur noch auf ein lautes „Hallali“ was in diesem Moment irgendwo aus der Ferne erklingt. Bisher und auch all die Jahre zuvor blieb das aus. Dafür zählte mein Bruder lautstark die Geldscheine, die in diversen Weihnachtskarten steckten und beschwerte sich mit hängenden Mundwinklen, dass er 50 Euro weniger als im letzten Jahr bekommen hatte. Im Hintergrund sangen die Domspatzen „Macht hoch die Tür“ in Dauerschleife. Tante Anneliese probierte ihr neues Eau de Toilette aus, dessen Geruch dem Namen „Eau de Toilette“ alle Ehre machte und sorgte damit sogar dafür, dass der Baum nur noch schwach nach Latschenkiefer roch. Welcher Geruch der angenehmere war, konnte man nicht wirklich ausmachen.

Onkel Walter erfreute sich über einen neuen Korkenzieher, der sogar eine kleine Taschenlampe integriert hatte, damit er auch in tiefster Dunkelheit seine Rotweinflaschen entkorken konnte. Und während mein Opa sich seine ersehnte Zigarre anzündete, wickelte ich eine Aldi-Küchenmaschine aus einem ziemlich zerknitterten Geschenkpapier. Seit drei Jahren packte ich nun eine Aldi-Küchenmaschine aus schon mal benutztem Papier aus. Tante Anneliese strahlte mich an: „Du kochst doch so gerne! Ich dachte damit kannst Du bestimmt etwas anfangen!“ Onkle Walter schaute mich beschwörend an. Wir wussten alle, dass Tante Anneliese zu Respostenkäufen neigte und deshalb jedem Haushaltsgeschäft Konkurrenz machen konnte. Ich bedankte mich artig und fühlte mich wie jedes Jahr…. Irgendwie fehl am Platz.

Pulposalat6

Manchmal ist es so, als ob sich Gewohnheiten und Gepflogenheiten nie ändern. Der eine nennt es Tradition, der andere Beständigkeit-ich empfand das alles gerade einfach nur anstrengend. Und während ich beobachtete wie meine Tante Anneliese auf allen Vieren unter dem Baum herumkroch und dabei Ihre hautfarbenen Nylonkniestrümpfe unter ihrem Rock entblößte, um das Geschenkpapier aufzusammeln (kann man ja nach dem Glätten noch mal benutzen), merkte ich, dass sich etwas ändern muss. Die Lust nach Veränderung klopfte von innen an meinen Bauch.

Me and horst.1.1

Schon während ich diese dämliche Küchenmaschine auspackte, hatte ich das Gefühl als ob mir eine dicker Krake auf der Schulter sitzt und mir mit seinen Tentakeln langsam den Hals zudrückt. Und da war der Entschluss gefasst. Im neuen Jahr MUSS ganz Vieles anders werden. Veränderung muss ja nicht immer negativ sein. Wichtig ist, dass man mutig ist! Dass man alte Gewohnheiten auch mal in die Wüste schickt und dass man sich seinen Wünschen stellt. Natürlich nicht so, dass man über Leichen geht. Aber kleinste Veränderungen können ja schon oft großes in die richtige Richtung bewegen.

Ich hab beschlossen die Krake (ok eher Pulpo) nicht in die Wüste, sondern in heißes Wasser zu schicken und damit einen wunderbaren Salat zu machen. Oma wäre entsetzt, wenn sie Tentakel auf dem Teller hätte und ich überlege gerade, ob ich nicht im nächsten Jahr das Ausrichten des Weihnachtsabends übernehmen soll. Mit Oktopus und dem Motto des Abends: “Mutausbruch

Allerdings herrscht bei mir Rauch-und Nylonstrumpfverbot. Und wenn ich noch jemals an Weihnachten eine Aldi-Küchenmaschine aus einem Karton holen muss, gibt es Schlachtplatte an Heilig Abend… Die neuen Wurstsorten könnt Ihr dann in einem Jahr hier lesen ;)

Pulposalat2

Falls Ihr Eure Krake, deren Tentakel Euch eventuell auch manchmal die Luft zum Atmen nehmen,  vernichten wollt, um im neuen Jahr mit neuen Ideen und Zielen starten möchtet, kommt hier das beste Verwertungsrezept schlechthin:

5.0 from 2 reviews
Pulposalat mit Fenchel
 
Serves: 4
Ingredients
  • 1,2 kg frischer Oktopus (küchenfertig)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren (zerdrückt)
  • Salz
  • je 1 rote Paprika
  • je 1 rote und grüne Peperoni (à 10 g)
  • 1 rote Chilischote
  • 250 g Fenchel mit Grün
  • 120 g Staudensellerie
  • 10 El Olivenöl
  • 2-3 El Weißweinessig
  • Pfeffer
Instructions
  1. Oktopus in einem Topf mit 1 zerdrückten Knoblauchzehe, Lorbeer und Wacholder bei milder Hitze zugedeckt 1 Stunde garen; dabei einmal wenden. Kurz vor Schluss salzen. In einem Sieb abtropfen lassen, dabei 150 ml Sud auffangen, abkühlen lassen.
  2. Paprika putzen, vierteln, entkernen, mit der Hautseite nach oben auf einem Backblech unter dem vorgeheizten Backofengrill 8-10 Minuten grillen, bis die Haut Blasen wirft. In einem Gefrierbeutel 5 Minuten ausdämpfen lassen, Haut abziehen, Paprika längs in Würfel schneiden.
  3. Peperoni putzen, längs halbieren, entkernen, in feine Streifen schneiden. Chilischote putzen, in feine Ringe schneiden. Restlichen Knoblauch durchpressen.
  4. Fenchel putzen, Strunk entfernen, Grün beiseite legen. Fenchel vierteln, in dünne Scheiben hobeln.
  5. Sellerie putzen, Grün beiseite legen. Sellerie waschen, abtupfen und schräg in dünne Scheiben schneiden. .
  6. Oktopus in schmale Scheiben schneiden, (evtl. Tentakel zur Dekoration beiseite legen) und in eine Schüssel geben.
  7. Öl, Essig, Pfeffer, Salz zu einer Vinaigrette verrühren,
  8. Oktopus, Paprika, Peperoni, Chili, Knoblauch, Fenchel, Sellerie und Grün damit vermengen und auf einem Teller anrichten.

Seid mutig und traut Euch! 2016 wird toll!

Alles Liebe und nur das Beste für Euch im neuen Jahr!

Eure

Tanja aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 40 von dem schönen Onlinemagazin Aromenspiele „Frühlingsküche“.

Christmas-Cranberry-Punsch

{…oder warum ich rot gesehen habe…}

Leuteeeee… ja gerade ist es etwas still im House. Ich weiß….Schuldigung! Aber manchmal ist das Leben einfach so. Da sieht man im Alltag einfach ROT. Wobei wir auch direkt beim Stichwort wären…

Christmas-Cranberry-Punch6

Ich sehe ROT. Denn Stillettos in da house. Und diesmal in knallrot. Denn es geht auf Weihnachten zu. Und welche Farbe hat das Gewand des Weihnachtsmanns? Rohooot… und welche Farbe hat die Unterwäsche der helfenden Elfen? Rohoot…vielleicht….keine Ahnung, ehrlich gesagt. Aber vielleicht tragen sie rot. Nur für ihren Santa… Reine Spekulation natürlich. Aber der Gedanke gefällt mir zugegebener Maßen.

Stilettos in da House1

Ihr erinnert Euch, Katja von Stilettos & Sprouts und ich kochen in regelmäßigen Abständen nach Farben. Und bei der Dezember-Edition ist es eben rot. Sinnlich. Erotisch. Anziehend. Okeeee….weihnachtlich. Auch. Unter anderem.

Aber jetzt mal ganz ehrlich. Was verbindet Ihr denn außer tannengrün und schneeweiß mit Weihnachten?! Schon Rot, oder? Ich habe ja diesmal nicht gekocht, sondern nur gerührt, bzw. gemixt, ganz wie ihr es nennen wollt. Aber auch das in rot und mit weihnachtlichen kleinen Vitamin C-Bomben.

Christmas-Cranberry-Punch1

Das letzte Mal als ich mit der Farbe Rot in Sachen Weihnachten konfrontiert wurde, war vor Kurzem bei der Firmen-Weihnachtsfeier meiner Freundin. Jede/r Mitarbeiter/in durfte und sollte seine bessere Hälfte mitbringen. Und da der Versuch meiner Freundin einen Partner über die Dating-Line zu akquirieren (siehe hier) noch nicht geklappt hat, durfte ich als ihre bessere Hälfte bei dieser Weihnachtsfeier mit erscheinen. Welche Ehre, oder? Ich habe mich tatsächlich sehr darüber gefreut, alleine deshalb, weil ich an diesem Abend nicht kochen musste und alle Getränke, ohne mich groß vom Fleck zu bewegen, auf dem Tablett direkt vor meine Brust gekarrt bekommen habe. Herz was willst Du mehr?! Zumindest war das mein Gedanke VOR besagtem Abend….

Meine Freundin hat mich natürlich schon vor diesem gesellschaftlichen Event vor dem/der einen oder anderen Kollegen/in vorgewarnt. „Aaaach…komm…übertreib nicht!“ War meine Antwort. Hiermit revidiere ich diese Aussage. Die Warnung war vollkommen berechtigt!

Scheinbar hatte die gesamte Belegschaft (außer meiner Freundin und mir) schon seit den frühen Morgenstunden vorgeglüht-bedeutet: selbst die Marmelade auf dem Brot um 9 Uhr war gespickt mit Rum, Tequilla und/oder Wodka, was einigen Mitarbeitern den aufrechten Gang in den Eventsaal der Weihnachtsfeier ziemlich zu erschweren schien. Eine sehr stark blondierte End-50erin stieß mich kumpelhaft an, klärte mich über die firmeninterne Vorfeier am Morgen auf und deute zwinkernd auf einen kleinen silbernen Flachmann in ihrer Louis Vuitton Tasche. „Nur falls nachher wieder die Getränke knapp werden- wie m letzten Jahr, als die Geschäftsleitung an allen Ecken gespart hat…!“

„Ach, das wird lustig!“, war noch mein Gedanke zu diesem Zeitpunkt. Doch dann erscholl ein lauter Schrei aus der Richtung des Buffets: „Eyyyyyyy….der Müller frisst alle Sushis vom Buffet !!!“ Alle Augen waren plötzlich auf Herrn Müller gerichtet, der seinen Stuhl ganz bequem am Buffet in der Höhe von Sushi und Roastbeefröllchen geparkt hatte, um mit seiner fleischigen Hand bequem seinen Teller mit den Fingerfood-Köstlichkeiten beladen zu können. Schulterzuckend angelte er sich eine zartrosa gebratene Scheibe köstlichen Roastbeefs mitsamt hessischer grüner Sauce nach der anderen vom Buffet und leckte sich genüsslich die Reste der Sauce aus den Mundwinkeln. Ich musste ihn die ganze Zeit angewidert anstarren, bis mir meine Freundin einen unsanften Hieb in die Seite gab.

Christmas-Cranberry-Punch2

Auf der anderen Seite des Saales stimmte derweil die IT-Abteilung der Firma ein Weihnachtslied an, dessen Text, in ziemlich abgewandelter Form den ganzen Raum, dank eines Mikrofons, ausfüllte und einige ältere Herrschaften, die im nächsten Jahr in den Ruhestand treten werden, mit peinlich geröteten Wangen und Ohren versehen haben. Hektisch lief eine Dame in mausgrauem Kostüm zum Kabel des Mikrofons und riss es unsanft aus der Anlage. Prompt verstummt der mit F-Wörtern gespickte Weihnachts-Song und eine kurze betretene Stille legte sich über den Saal. Aber nur kurz, denn eine Gruppe pickliger Azubis kicherte laut und ungehalten.

Zum Glück entdeckte ich in einer Ecke des Raumes, ein mit Leuchtschrift markiertes Schild mit der Aufschrift „Bar“ und buxierte meine auch schon leicht angenervte Freundin in diese Ecke. Hinter der Bar standen die zwei Vorstands-Assistentinnen. Beide ziemlich üppig in der Oberweite, dafür nur leicht mit einer Art Nachtgewand im Santa-Style gekleidet. Und schon wieder sah ich rot. Diesmal glänzte das Rot allerdings in kostengünstigem Satin-Stoff, abgerundet von einer flauschigen weißen Federbordüre am prallen Dekolleté. Vor der Bar tümmelte sich die ganze Kantinenbelegschaft und stapelte kleine, mittlerweile leere, Plastik-Schnaps-Gläschen zu einem Turm. „Goooom isch laaahd Disch su nem dring aaain…bäiibiiii“, lallte mir ein hochgeschossener ca. 25 jähriger Blonder entgegen. „Das ist der Koch unserer Kantine!“ raunte mir meine Freundin zu. „Aha…und?!“ aber weiter kam ich gar nicht, denn schon stand ein kleines Plastikgläschen mit goldgelber Flüssigkeit vor mir. Auf der Oberfläche schwammen undefinierbare Brocken…

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„Äh was ist das? Und was schwimmt da oben auf?“ „Ach…dasch isch nur der Räääst von der Kiiiiiesch Loreeeen vom Schröder…“ „Wie bitte?“ „Naaaa, der Schöder haaad Kiiiiesch Loreeeen gegessen und dann war ihm son bisschen schlecht. Die Marianne ausm Büro vom Schääf hat gesagt, dass Tequilla hilft, wenn des im Magen hasddd…und dann haddd der Schröder die Tequillaflasche an den Hals angesetzt. Das is nur son bisschen Kiiisch Loreeeen vom Schröder was da schwimmt! Nich schlimm! Die Kiiiiisch hab ich heute Morgen frisch gemacht!“

Jetzt war MIR schlecht. Meine Freundin hingegen lachte sich gerade schlapp, nachdem sie von einem Kollegen erfahren hatte, dass Herr Müller (ja der mit dem Sushi und den Roastbeefröllchen) seinem Chef eine Hinterlassenschaft in dessen Aktentasche zurück gelassen hatte, weil ihm wohl der Weg zum stillen Örtchen zu weit erschien war.

Ehrlich gesagt habe ich das Thema „Ausartende Firmen-Weihnachtsfeiern“ immer für einen Mythos gehalten…aber in DIESER Firma ist Loriot & Co. zu wahrem Leben erwacht. Und „ausgeartet“ ist noch eine wirklich gelinde Umschreibung!

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Nach diesem Abend habe ich beschlossen meine eigene kleine interne Weihnachtsfeier mit mir zu zelebrieren. Ohne schlechte Getränke aus Plastikgläschen mit Lebensmitteleinlagen, ohne knapp bekleidete Vorstands-Assistentinnen und ohne Herrn-Ich-hab-keinen-Anstand-Müller.

Meine House-Weihnachtsfeier fand gemütlich vor dem Kamin statt. In Rot. Zumindest im Glas. Denn ein Santa-Claus-Scharfmacher-Kostüm habe ich nicht. Sollte es also dieses Jahr an Weihnachten nicht mit der Erfüllung meiner Wünsche klappen, weiß ich zumindest woran es gelegen hat.

Dafür hatte ich einen erstklassigen Drink, den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Klar- in ROT! Und weil ich mir ja gepflegt einen einleuchten wollte (schließlich hab ich House-Weihnachtsfeier) habe ich eine ordentliche Portion Whiskey mit rein getan. Wer alkoholfrei lebt, kann den natürlich weglassen- ist aber dann irgendwie langweilig ;)

So wird mein roter Christmas-House-Party-Punch gemacht:

5.0 from 3 reviews
Christmas-Cranberry-Punsch
 
Author:
Serves: 4-6
Ingredients
  • 200 ml Whiskey
  • 60 ml Agaven-Sirup
  • 750 ml Cranberry Saft
  • 250 ml milden Orangensaft
  • 375 ml Sprudelwasser medium
  • 150g gefrorene Cranberries
  • Zimt nach Belieben,
  • Eiwürfel
Instructions
  1. Gebt den Whiskey, den Agaven-Sirup, sowie den Orangen -und Cranberry-Saft in einen großen Krug.
  2. Fügt nach Belieben ein bis zwei Stangen Zimt hinzu und lasst alles für 2 Std im Kühlschrank durchziehen.
  3. Dann gebt das Mineralwasser hinzu und füllt alles mit den gefrorenen Cranberries und Eiswürfeln auf.

 Am „lustigsten“ ist es, wenn man nach dem dritten Glas nicht mehr in der Lage ist, die flutschigen kleinen Cranberries vorsichtig mit dem Mund einzusaugen, und sie direkt nach hinten in die Luftröhre katapultiert. Sagt also bitte nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

Vielleicht auch ein gutes Mitbringsel für Eure anstehende Weihnachtsfeier?

Jaaaa….und die liebe Katja hat HIER zum Thema „ROT“ einen Oberknaller-Hammer-Ketchup gezaubert. Und wie sollte es bitte bei Stilettos & Sprouts anders ein? Natürlich wurde auch noch der Nagellack in der passenden Farbe dazu gewählt. Von der designten Tischdecke mal ganz abgesehen. Schaut unbedingt bei Katja vorbei und klickt Euch durch! Bei einigen gibt es an Heilig Abend ja bestimmt Kartoffelsalat und Würstchen…da darf ein guter Ketchup natürlich nicht fehlen!

stilettos in da house3

So, Ihr Lieben, hier noch mein Tipp für bevorstehende Weihnachtsfeiern: Tut nichts, was ich nicht auch tun würde! Bedeutet: seid artig und benehmt Euch!

Eure

Tanja aus dem House No.15

P.S. Die eine Azubine aus der Firma meiner Freundin ist schwanger und es wird immer noch nach dem Vater gesucht. Noch Fragen? Frohe Weihnachten!

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