Miesmuscheln in Kokos-Tomaten-Sud

{…man muss auch mal „Nein“ sagen könne…}

Nein sagen

Heute greift die HouseDame mal in die „Lebensweisheits-Kiste“ und schwingt nur kurz den Kochlöffel. ;)

Lebensqualität durch ein gepflegtes „Nein“ – „Ja“ das geht!

Zu so vielen Dingen im Alltag sagt man einfach „Ja“, ohne dass man eigentlich will, was oder wem man da zustimmt oder eingeht. Ein gepflegtes „Nein“ kann einem tatsächlich echte Lebensqualität bringen.

Ich habe in meinem Leben schon ziemlich oft „Ja“ zu Dingen gesagt, zu denen ich besser „Nein“ gesagt hätte. Zu Einladungen, von Menschen mit denen ich meine Freizeit eigentlich nicht „verschwenden“ wollte, zu Aufträgen, für dich eigentlich zu überarbeitet, für Partys, für die ich zu müde war. Alles aus reiner Höflichkeit. Meist weiß man erst hinterher, dass einem ein gepflegtes „Nein“ einiges an Stress, Zeitverschwendung und oftmals auch Ärger verhindert hätte. Ein „Ja“ geht einem schnell über die Lippen, ohne dass man sich häufig in diesem Moment darüber bewusst ist, was die Konsequenz für dieses „Ja“ bedeutet.

Warum sagt man „Ja“, wenn man „Nein“ meint?

Meine „Jas“, die ein „Nein“ hätten sein sollen, kamen meist aus der Angst heraus entweder etwas zu verpassen, jemanden vor den Kopf zu stoßen oder einfach nach einer „Nein-Antwort“ nie wieder gefragt zu werden.

Zeit nimmt den Druck für vorschnelle Antworten

Ich habe gelernt, dass es auf die Art und Weise ankommt „Nein“ zu sagen. Der richtige Umgang damit lässt sich lernen und erfordert nur ein wenig Übung.
Wichtig ist, dass das „Nein“ freundlich angebracht wird und dem Gegenüber nicht das Gefühl gibt auf die Füße getreten zu bekommen.
Oftmals hilft es schon, wenn man nicht voreilig und schnell eine Antwort geben muss und sich mit „Darf ich darüber nachdenken? Ich sage Dir heute Abend Bescheid!“ oder „Ich muss erst in meinem Kalender nachsehen. Ich kann Dir gerade noch keine verbindliche Antwort geben.“ Zeit für die Antwort und zum Hinterfragen seiner eigenen Empfindung schafft. Jeder hat das Recht sich Zeit für Antworten zu nehmen, was meist auch den Druck der Entscheidung nimmt. Hat man voreilig mal wieder etwas zugesagt, was man eigentlich gar nicht wollte, ist es unlängst schwieriger einen Rückzieher zu machen, denn man steht ja schon im Wort.

Erklärt man zudem kurz noch weshalb man etwas ablehnt, ist es für den Gegenüber auch leichter nachzuvollziehen. Allerdings sollte die Erklärung tatsächlich kurz ausfallen, denn sonst läuft man Gefahr in Überredungsversuche oder Debatten verwickelt zu werden.

Genauso wie jeder das Recht hat „Nein“ zu sagen, haben alle die mit einem Anliegen, einer Bitte oder Gesuch an jemanden herantreten anständig behandelt zu werden. Ein eindeutiges „Nein“ ist oft auch ein Zeichen von Respekt, so merkwürdig das vielleicht klingt. Unnötig vertröstet oder hingehalten werden, wenn man die Antwort schon längst weiß, ist also kein schöner Zug.

Alternativen für ein „Nein“

Für manche Anliegen, die man evtl. mit einem „Nein“ beantworten würde, gibt es aber auch Alternativen.
„Kannst Du bitte einen Kuchen für das Buffet am Samstag backen?“ Früher hätte ich sofort „Ja, klar! Kein Problem!“ gerufen, obwohl ich überhaupt keine Zeit hatte mich noch in die Küche zu stellen. (Aber meine Freunde sollten ja weiterhin denken, dass ich immer alles völlig unangestrengt und mit Links schaffe, egal wie stressig mein normaler Arbeitsalltag auch ist/war.) Heute sage ich einfach: „Sorry, einen Kuchen backen kann ich leider nicht, aber ich bringe eine Käseplatte mit.“ Und schon ist aus einem „Nein“, ein alternatives Angebot geworden, dass dem Gegenüber für sein Anliegen auch weiterhelfen könnte. Aber nicht, dass Ihr jetzt aus schlechtem Gewissen Wagenladungen Käse mitbringt, weil Ihr den Kuchen ausgeschlagen habt!

Kennst Du Deine „Jas“?

Damit man das mit dem „Nein-Sagen“ gut hinbekommt, muss man allerdings wissen was seine „Jas“ im Leben sind. Was möchte man? Was tut einem gut? Möchte man mehr Zeit für sich haben? Möchte man konsequenter sein Sportprogramm absolvieren? Dann schlägt man natürlich das Glas Wein, zu dem man eingeladen wird, aus, da das nicht im Trainingsplan vorgesehen ist… Wenn man weiß was man möchte, wird ein „Nein“ leichter fallen und sich auch authentisch vor sich und den anderen begründen lassen.

Lasst Euch nicht auf Diskussionen ein, wenn Euer Gegenüber Eure „Nein-Entscheidung“ nicht versteht oder akzeptiert und lasst Euch bloß keinen Egoismus vorwerfen!
Immer daran denken: Es kommt nur auf die Empfindung deines Gegenübers darauf an, wie das „Nein“ interpretiert wird. Achtet also immer darauf wie Euer „Nein“ rübergebracht wird.

Miesmuscheln in Kokos-Tomaten-sudo

Ich sage heute „Nein“ zu Kalorien und „Ja“ zu schönen Erinnerungen an den letzten Urlaub, an dem ich immer Miesmuscheln am Mittag an der Strandbude gegessen habe und mich alles andere als MIES dabei gefühlt habe.

Miesmuscheln in Kokos-Tomaten-Sud
 
Author:
Ingredients
  • 1 kg Miesmuscheln
  • 1 Dose stickige Tomaten
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwas Butter
  • 150ml Weißwein
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 3 Karotten
  • 3 Stangen Stangensellerie
  • weiteres Gemüse nach Belieben
  • Salz, Pfeffer, Chili, Curry, Zitronensaft
Instructions
  1. Die Miesmuscheln gründlich säubern. Alle Muscheln die bereits vor dem Kochen geöffnet sind, bitte entsorgen!
  2. Zwiebeln, und Gemüse gleichmäßig groß in Würfel schneiden, Knoblauch fein hacken.
  3. Das Gemüse in einem großen Topf in der Butter anschwitzen und anschließend mit der Brühe und dem Weißwein ablöschen.
  4. Minuten köcheln lassen, dann die Tomaten und die Kokosmilch dazugeben.
  5. Den Sud mit Salz, Pfeffer, Chili, Curry und etwas Zitronensaft abschmecken.
  6. Jetzt die Muscheln dazugeben und solange köcheln lassen bis sie sich alle geöffnet haben.

Dazu passt übrigens gut dieses selbstgebackene Baguette (klick) oder auch diese Fladenbrot (klick)

DIE FÄHIGKEIT DAS WORT „NEIN“ AUSZUSPRECHEN,

IST DER ERSTE SCHRITT ZUR FREIHEIT.

(Nicolas Chamfort)

franz. Schriftsteller 1741-1794

 

Macht das was Euch gut tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Alte Wutz von Heiko Brath

{Du Alte Wutz…was ein Glück, hab ich Schwein gehabt}

Alte Wutz von Heiko Brath

Platon behauptete ja, dass drei Teile der menschlichen Seele im Gleichgewicht sein müssen, damit der Mensch glücklich sei: Vernunft, Wille und Begehren.
Heute heißt es, dass jeder seines Glückes Schmied ist und das Glück ein Zusammenspiel von bewusst getroffenen Entscheidungen und Zufällen ist. Es gibt also das Lebensglück, das durch Faktoren wie Liebe, Familie, Beruf, Finanzen und Freizeit bestimmt ist und das Zufallsglück, das ganz unerwartet und plötzlich vor deiner Tür steht.

Am heutigen MEATwoch möchte ich von meinem kürzlich mir widerfahrenen Glück berichten und wie es sich zusammensetzt:

Glück No.1: Mein persönlicher Messer-Dealer stattete mir einen Housebesuch ab, unter dem Arm eine schwarze Tasche und ein breites Grinsen auf dem Gesicht.
„Was grinst Du denn so?“
„Alte Wutz!“ schleuderte er mir entgegen.
„Sag mal geht’s noch?! Spielen wir jetzt: >>Gib mir Tiernamen<<?“ „Eigentlich eine gute Idee…,“ murmelt er, während er in der schwarzen Tasche kramt.
„…aber leider ist der Name „Alte Wutz“ schon vergeben und kann in diesem Spiel für Dich nicht mehr verwendet werden…sehr schade übrigens!“ fügte er noch an, während er zwei Bilderbuch-Koteletts aus dem Papier wickelt, das er zuvor aus der Tasche geholt hat. „Darf ich vorstellen: Alte Wutz,“ dabei drückt sein Zeigefinger ins Fleisch, „und Alte HouseDame“, sein Zeigefinger sticht mir in die Seite. Seine Mundwinkel ziehen sich von einem Ohr bis zum anderen, während ich empört nach Luft schnappe.

Wenn ich dieses Fleisch in diesem Moment nicht als das vollkommene Glück No.2 empfunden hätte, wäre eine Aneinanderreihung von unschönen Wörtern auf ihn eingeprasselt. Aber der Anblick dieser Fleischstücke, hat mir zu sehr die Freude in die Glieder gejagt, als dass ich mir das durch solche Bemerkungen hätte vermiesen lassen. Vor mir liegen also zwei dicke Koteletts mit schöner fetter Schwarte und gleichmäßiger Marmorierung. Glück No.2 ist also pures Zufallsglück, denn damit konnte ich ja wirklich nicht rechnen.

Glück No.3: Der Messer-Dealer ist just an diesem Tag mit Heiko Brath aus Karlsruhe zusammengetroffen.
Heiko ist Inhaber der Metzgerei Brath und hat den elterlichen Betrieb seit 1998 mit seiner Frau Heike übernommen. Hier ist die Liebe zum Handwerk noch wirklich großgeschrieben, man arbeitet mit Herz und Leidenschaft und hat sich ein Netzwerk aus regionalen Bauern und Lieferanten aufgebaut. So etwas zeigt sich natürlich auch in der Qualität der Ware, die hier über die Verkaufstheke wandert.

Glück No.4: Heiko kam irgendwann auf die glorreiche Idee einen Schweinerücken zu reifen. Neben seinem Dry-Age Beef hing dann also ein Stück Borstenvieh und reifte zuerst eine, dann zwei, dann drei und letztendlich 4 Wochen vor sich hin, ohne dass der Metzgermeister wusste, was passieren würde. Es war ein Test. Und genau dieser Test ist geGLÜCKt, die „Alte Wutz“ ward geboren und kurz darauf patentiert.
Voraussetzung für so eine Fleischqualität ist natürlich die Aufzucht der Tiere. Von der Haltung bis zum Futter geht es den Wutzen der schwäbisch-hällischen Erzeugergemeinschaft, mit der die Metzgerei Brath schon jahrelang zusammenarbeite, einfach saugut.

Glück No.5: Ist in diesem Fall, dass ich kein Vegetarier bin, was eindeutig in die Kategorie Lebensglück fällt.

Alte Wutz

Glück No.6: Der Messer-Dealer ist nicht nur geschickt im Umgang mit Messern, sondern macht auch am Herd eine wirklich gute Figur, so dass ich mich um die Schweinerei gar nicht groß kümmern musste. Ausnahmsweise- ich betone: a u s n a h m s w e i s e (!) habe ich mich an diesem Tag mal auf die klassische Rollenverteilung „ER Fleisch“, „SIE Salat und Abwasch“ eingelassen. Zum einen hatte ich Hunger und zum anderen muss man sich ja auch mal etwas zurücknehmen können, damit die Herren der Schöpfung nicht völlig frustriert sind.

Glück No.7: Die Sonne scheint und es ist 30 Grad warm draußen. Also fallen warme Beilagen zum Kotelett deshalb schon mal weg, es soll ja einen sommerlichen Touch haben.

Glück No.8: Ich habe genau an diesem Tag frischen Queller vom Fischhändler geschenkt bekommen, allerdings wusste ich bis zum Zeitpunkt des Eintreffens der Alten (Messer-Dealer) Wutz nicht was ich damit anstellen sollte.

Glück No.9: Die Kartoffeln sind kurz vorm Keimen und müssen verarbeitet werden.

Glück No. 10: Ich bin im Besitz von bestem griechischem Zitronen-Olivenöl.

Alte Wutz

Und jetzt mischen wir Glück No.8-10 im Glücksrad zu einem sommerlichen Zitronen-Kartoffelsalat mit Queller. Rezept hier:

Zitronen-Kartoffelsalat mit Queller
 
Author:
Ingredients
  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 unbehandelte Zitrone Saft und Abrieb
  • Antikleia Zitronen-Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 130 g Queller
  • 30 g Butter
Instructions
  1. Die Kartoffeln waschen und 25-30 Minuten gar dämpfen.
  2. Schälen, etwas ausdampfen lassen und in Scheiben schneiden.
  3. Die Zwiebeln fein schneiden, zu den Kartoffeln geben und mit heißer Brühe, dem Senf und Zitronensaft sowie -abrieb vermengen.
  4. Ca. 10 Minuten ziehen lassen und nach Bedarf noch etwas Brühe zufügen.
  5. Queller gründlich verlesen, bräunliche Partien entfernen. Dann in kaltem Wasser waschen, in einem Sieb gut abtropfen lassen und auf einem Küchentuch trocken tupfen.
  6. Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Queller darin bei mittlerer bis starker Hitze 2-3 Minuten garen.
  7. Queller klein schneiden und zu den Kartoffeln geben.
  8. Anschließend das Zitronenöl untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken,

 

Glück No.6 stelle ich Euch hier zum Beweis und erkläre Euch was der Messer-Dealer mit der Alten Wutz angestellt hat:

Alte Wutz von Heiko Brath
 
Serves: 4
Ingredients
  • 4 dicke Koteletts von der Alten Wutz von Heiko Brath
  • Fleur de sel
  • Pfeffer
Instructions
  1. Den Backofen oder Grill bis 120°C vorheizen.
  2. Die Schwarte dünn abschneiden, dabei darauf achten nicht in das Fett zu schneiden.
  3. Im Grill/Backofen bis zu einer Kerntemperatur von 42.47°C garen, dann den Grill hochdrehen und von beiden Seiten sehr heiß angrillen (wer im Backofen vorgearbeitet hat, bitte die Pfanne benutzen!)
  4. Die Kerntemperatur der Alten Wutz sollte am Ende bei 54-58°C liegen.
  5. Jetzt vom Knochen lösen und in Tranchen schneiden.
  6. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen.
  7. Die Schwarte nebenher bei mittlerer Hitze im Ofen so lange grillen bis sie "aufpoppt" und zum Fleisch, bzw. zur Beilage servieren.

Alte Wutz von Heiko Brath3.1

Glück No.11: Ich habe ein grandioses saftiges Stück Schweinefleisch auf meinem Teller vor mir, knabbere krosse Schwarte und schwebe auf der sommerlichen Zitronen-Kartoffelsalat-Wolke…

Ich finde mit 11 Punkten Glück in kürzester Zeit, ganz unverhofft an einem Tag, kann man echt zufrieden sein!

Tja, da hat alte Platon wohl tatsächlich Recht gehabt, denn: Die Vernunft hat mich dazu verleitet abends zu House zu bleiben (sodass ich den Messer-Dealer samt Alte Wutz empfangen konnte), der Wille hat mich dazu getrieben vorher noch nichts zu Essen (was aber vielmehr daran lag, dass ein Strandurlaub in nächste Nähe rückt- es war also eher Zufallsglück) und das Begehr… nun… darüber schweige ich mich jetzt aus….

Abschließend kann ich sagen, dass es ein rundherum GLÜCKlicher Abend war und dazu hat Heiko Brath, mit seiner Alte Wutz, maßgeblich beigetragen.
Wer mal in Karlsruhe ist, sollte also unbedingt einen Abstecher in die Metzgerei Brath machen und sich etwas Alte-Wutz-Glück mit nach Hause nehmen. Zu jedem Kauf der alten Wutz gibt’s übrigens eine großartige „Gebrauchsanleitung“:

Hier die Adresse meines MEATwoch-Glücks-Lieferanten:
Heiko Brath
Metzger| Grillmeister| Macher
Klauprechtstr. 25
76137 Karlsruhe
Tel. 0721.358060
Mail: info@metzgerei-brath.de
Web: metzgerei-brath.de

In diesem Sinne, immer schön bereit sein: das Glück lauert überall…

Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Da die Alte Wutz schnell und vor allem warm(!) verspeist werden wollte, waren das heute hier einfach mal ein paar schnelle Fotos aus der Hüfte. Das Begehr war einfach zu groß, um zu viel Zeit fürs Fotografieren zu verschwenden… Ihr versteht das, oder? ;)

Messer: Friedr. Dick
Zitronen-Olivenöl: Antikleia Olivenöl von Rudi Braun

Ginier Dich mit [dʒɪn]

 

Ginier Dich

Ab heute ist es amtlich:

Es ist Wochenende und die HouseDame geniert GINIERT sich.
Bei den gerade vorherrschenden heißen Temperaturen habe ich mir sagen lassen, dass man sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen soll. Dass das hauptsächlich Wasser und ungesüßte Fruchtsaftschorlen sein sollten, ignoriere ich gerade mal gekonnt…
Ich sitze viel lieber abends auf meiner Terrasse mit dem Blick aufs Meer und höre dem Wellenrauschen zu, während die Eiswürfel in meinem Glas sanft klirrende Töne von sich geben. Äh, nein, das House ist nicht schon wieder umgezogen und auch nicht im Urlaub, denn leider ist mein Ausblick aufs „Meer“ nur der Blick auf die Badewanne des mir gegenüberliegenden Hauses, dessen Bewohnern ich Dank mangels fehlender Milchglasscheibe bei ALLEN(!) Aktivitäten im Badezimmer zusehen kann (wie hier schon mal vor einiger Zeit beschrieben). Wenn das Fenster geöffnet ist und der Wind günstig steht, höre ich sogar das Rauschen des Wassers. Um dem ganzen den skurrilen Charme zu nehmen, stelle ich mir eben das Meer vor- ab jedem weiteren Gin klappt das immer besser.

In meiner neuen Rubrik „GINIER DICH!“ möchte ich Euch immer mal einen besonderen Gin und damit verbunden eine Variante mit dessen Verwendung vorstellen (und das wird übrigens nicht immer nur im Glas und mit Tonic Water sein!)

Ginier Dich

Gin-Facts

Für alle die sich genauso gerne ginieren wie ich, hier mal ein paar GIN-FACTS, damit ihr demnächst abends an der Bar den Klugscheißer-Modus anschalten könnt:

Irgendwann im Jahre 1269 wurden in Holland die ersten „medizinischen Getränke“ verzeichnet. Man behauptet, dass holländische Seefahrer irgendwo in Indien dunkle Beeren fanden, die zwar extrem würzig, aber dennoch ungeeignet für den Verzehr waren. In einem Streit schnickte einer dem anderen ein paar dieser Beeren in den täglichen überlebenswichtigen Fusel und siehe da, das Zeug schmeckte tatsächlich um ein Vielfaches besser als zuvor. Seitdem gaben die Seefahrer Wachholderbeeren in ihren Alkohol und der Gin war geboren. Allerdings hieß er da noch Genever. Trinkt man ein paar dieser Genever hinter einander weg und versucht dann 10 Mal das Wort Genever laut zu sagen, wisst Ihr wie der Name Gin entstanden ist ;)

Das Grundrezept des Gins besteht aus neutralem Alkohol und Wachholderbeeren. Dazu können 120-160 verschiedene Botanicals (Kräuter, Früchte und Gewürze) mit ins Spiel kommen. Laut der EU Richtlinien muss ein Gin mindestens 37,5 % Alkoholgehalt haben.

Der Klassiker unter den Gin-Drinks: Gin Tonic, bei dem der Gin im Verhältnis 1:1 bis 1:4 mit Tonic Water gemischt wird. Eis nicht vergessen!!!
Um das Aroma von Gin zu erriechen, ohne dass dich der Alkohol in der Nase flasht, nimmst du das Glas unter die Nase und atmest durch den geöffneten Mund. Das sieht völlig bescheuert aus, funktioniert aber perfekt!

Ginger Dich

[dʒɪn]

So, und jetzt kommen wir endlich mal zum ersten Gin, den ich Euch heute vorstellen möchte:

So wie der Name, als auch das Label schon zeigen, konzentriert sich dieser Gin tatsächlich nur auf das Wesentliche. Das Aroma besticht durch junge grüne und reife schwarze Wachholderbeeren, dazu Kafir-Limette, mehr braucht dieser Gin nicht.
[dʒɪn] hat einen sehr ausgewogenen Geschmack und benötigt eigentlich keinen großen „Schnickschnack“. Er kann auch sehr gut pur getrunken werden.
Auf http://www.genaumeingin.de könnt Ihr alles über dieses straighte Destillat erfahren.
Ich muss sagen: Das ist in der Tat genau mein Gin!

Ginier Dich

Da ich aber weiß, dass viele Leute Hochprozentiges nicht pur mögen, zeige ich Euch hier eine Variante für einen Gin Tonic mit Gurkensirup. Der ist total schnell gemacht und kann auch Mineralwasser oder Prosecco eine ganz neue und frische Note geben.

Gurkensirup für Gin Tonic
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 450 ml
Ingredients
  • 1 große Salatgurke
  • 250 g Zucker
  • 1 Stängel Minze
  • 500 ml Wasser
  • Ingwer nach Belieben
Instructions
  1. Die Salatgurke waschen, entkernen und fein reiben.
  2. Das Wasser mit dem Zucker so lange aufkochen bis sich der Zucker gelöst hat.
  3. Jetzt die Gurkenraspeln und die Minze ins Wasser geben(nach belieben noch frischen geriebenen Ingwer dazu geben) und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
  4. Am nächsten Tag den Sirup durch ein Küchentuch abseihen, nochmals aufkochen und in eine kleine Flasche, die dicht verschlossen werden kann, füllen.
  5. Im Kühlschrank hält sich der Sirup 2-3 Wochen.
  6. Reduziert man die Zuckermenge, verringert sich auch die Haltbarkeitsdauer.

Also, GINIER DICH! und probier den Gin von den coolen Jungs Lars, Fabian, Christian und Marco aus Bocholt.
Meine Flasche ist mittlerweile leider leer, steht aber dennoch sehr dekorativ auf meiner Gin-Bar, denn das Design der Flasche und des Etiketts gefällt mir ausgesprochen gut. Jungs macht weiter so!

In diesem Sinne: Hoch die Gläser! Auf Euch!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Pasta con le sarde

*Werbung*

{…Einladen ist das neue Ausgehen…}

Pasta con le sarde

Früher traf man sich abends mit Freunden zum Essen im Restaurant. Wer zeigen wollte wer er ist und was man hat, traf sich beim angesagten Szene-Franzosen, reservierte einen Tisch beim Japaner, der auch Kugelfisch auf der Karte hatte und bestellte gleich am Telefon bei der Reservierung beim Edelitaliener die teuerste Flasche Rotwein, damit diese auch wirklich an diesem Abend verfügbar war.
Heute geht man nicht mehr aus, heute lädt man ein. Und zwar zu sich nach Hause.
Einladen ist das neue Ausgehen….
Die Intentionen dafür sind ganz unterschiedlich. Die einen haben Familie und können wegen der Kinder das Haus quasi niiiiiie mehr verlassen, andere haben sich einen neuen Grill angeschafft und wollen dem Freundeskreis das neue Gerät im Wert eines Gebrauchtwagens stolz präsentieren und dann gibt es Menschen, die einfach gerne andere zu Hause bewirten, weil es schön ist seine Freunde an einem Tisch um sich herum zu haben. Der südländische Gedanke ist ganz hoch im Kurs.

Pasta con le sarde

Wie zum Beispiel Marc:
Marc ist ein Italienjunkie und liebt es diese Liebe auch nach Hause zu transportieren. Nicht nur, dass er jedes Jahr in sein Lieblingsland in den Urlaub fährt, seine Liebe geht weiter über das normale Urlaubs-Land-Liebe-Maß hinaus.
Angelo, ein Freund, nennt Marc einen italiengeilen Deutschen: ein Typ der von Mailand bis Palermo alles liebt. Angelo ist ein in Deutschland geborener Italiener und könnte schon aus der Haut fahren, wenn Marc ihm mit einem: „Ciaoooooo, come stai, Aaaangelooooo?“ (-> Hallo, wie geht es Angelo?) und angestrengt beigemischtem italienischen Dialekt begrüßt. Genervt kontert Angelo: „Ciao stronzo!“ (grob übersetzt: Hallo Kackhaufen!). Marc fühlt sich trotzdem geschmeichelt. Und selbst beim Bestellen in der Eisdiele glänzt er mit bestem Speisekarten-Italienisch, im Restaurant schmettert er ein „Due Espressi!“ quer durch den Saal, so dass auch der letzte im Raum begriffen haben sollte: Marc liebt Italien.

Pasta con le sarde

La dolce Vita-Import

Marc importiert Wagenladungen italienisches Waschmittel aus seinem Urlaub nach Hause, hat sein Wohnzimmer mit Vespa-Fotos gepflastert, schwärmt von dem Wetter, den Autobahnen, den lauten Müttern mit den dicken Kindern, liebt selbst Strandpromenaden die fast nur aus Beton bestehen und hat seinem 15 jährigen Sohn schon vorgeschlagen sich doch auch mal so eine coole (Zuhälter)Frisur wie die italienischen Teenager in den kleinen Dörfern zuzulegen. Grundsätzlich klappt Marc den Kragen seines Polohemdes nach oben und besitzt gefühlte 10 Paar braune Slipper, toupiert sein Brusthaar und dekoriert es ab und an mit einer goldenen Gliederkette. Italienische Schlager schmettert er lautstark und textsicher mit Rockstarsonnenbrille auf der Nase mit und ein seliges Lächeln huscht über sein Gesicht, wenn er einen Italiener fluchen hört. Dann kramt er sein kleines verknittertes Notizbuch aus seiner Gesäßtasche und notiert eifrig das Gehörte, um es bei nächster Gelegenheit bei Angelo anzubringen.

In Italien liest man rosa

Aus dem letzten Urlaub bekam sein ganzer Freundeskreis eine selbstgedruckte Foto-Postkarte geschickt. Marc, in knapper enger schwarzer Badehose, stehend im seichten Wasser eines überfüllten Strandes, unter dem Arm die rosafarbene Sportzeitung geklemmt (die er natürlich nie liest, sie aber immer auf dem Weg zum Strand kauft), am Ohr sein Handy und den Blick auf eine italienische Schönheit, die sich kurz vor ihm auf einer Luftmatratze im Wasser räkelt, gerichtet. Überschrift: La dolce Vita…
Wieder zurück werden alle die mit einer Postkarte beglückt wurden zum italienischen Abend eingeladen. Und so genervt viele von Marcs Freunden wegen seines Italien-Ticks sind, diesen Abend lässt sich keiner freiwillig entgehen. Mal von der Urlaubsfoto-Diashow, die meist im Hintergrund auf einer Leinwand läuft, abgesehen, sind diese Abende tatsächlich legendär, denn es kommt alles auf den Tisch was die Urlaubsregion so zu bieten hat.
Den letzten Urlaub verbrachte er übrigens in Sizilien, was zur Folge hatte, dass Zitronen so groß wie kleine Melonen, Fenchel, Distel-Artischocken und Mangold aus dem Auto geladen wurden, gefolgt von kistenweise Wein und wagenradgroßem Pecorino. Dann wird der große Esstisch im Wohnzimmer ausgezogen, Stühle von den Nachbarn geliehen und mit allem eingedeckt was der Geschirrschrank so hergibt.

Pasta con le sarde

Lebensfreude und Leidenschaft, darauf muss angestoßen werden

Marc verbringt zwei Tage in der Küche, schnippelt, brutzelt, knetet Pastateig, frittiert Reisbällchen (Arancini), nimmt Sardinen aus, backt knusprige Cannoli die mit Ricotta gefüllt werden und schmettert dabei glücklich italienische Schlager. Hier geht es nicht um zeigen was man hat, sondern um die Vermittlung von Leidenschaft, teilen mit guten Freunden, Lebensfreude verspüren. Eben genau das weshalb Marc Italien so liebt. Und er schafft es tatsächlich genau dieses Gefühl an diesem Abend zu verbreiten.
Und was wäre ein echter italienischer, bzw. sizilianischer Abend ohne das abschließende Standart-Getränk „Averna Amaro“? Egal ob pur genossen, auf Eis, mit oder ohne Zitrone.  Am besten schmeckt er allerdings in Gesellschaft. An einem Tisch im freien, mit Freunden die einem am Herzen liegen. Marc hat natürlich auch diesen aus Sizilien flaschenweise importiert, laut ihm schmeckt er dann noch eine Spur besser, wobei man diesen wirklich genauso gut hier kaufen kann.

Averna mit Gläsern

Am Morgen danach wacht Marc auf und könnte direkt schon wieder ins Auto springen, um sich erneut nach Sizilien aufzumachen. Das Heimweh nach Italien sitzt nach so einem Abend tief. Gequält ruft er bei Angelo an, um sich zumindest von seinem italienischen Freund etwas aufmuntern zu lassen und ein paar tröstende Worte auf italienisch von ihm zu hören. Aber alles was Angelo zu Marc’s Gejammer in seiner ganz eigenen herzlichen Art anmerken kann ist: „Nessun cazzo è duro come la vita..“ (*räusper -> Kein Schwanz ist so hart wie das Leben…)

Averna Amaro

In diesem Sinne stoße ich mit Euch nach einem üppigen Teller mit Pasta con le sarde mit einem Averna Amaro auf das Leben an.
Genießt es in vollen Zügen, seid leidenschaftlich und liebt das was ihr tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Hier ist noch das Rezept für die Pasta:

Pasta con le sarde
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 3 Sardellen in Salz oder 6 Sardellenfilets in Öl
  • 100 g Semmelbrösel
  • 80 ml natives Olivenöl extra
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
  • 50 ml Weißwein
  • 1 ½ EL Tomatenmark
  • 8 frische Sardinenfilets
  • 30 g Sultaninen
  • 30 g Pinienkerne
  • 3 wilde Fenchelzweige, fein gehackt, oder 1 TL Fenchelsament
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 400 g Pasta
Instructions
  1. Sardellen abspülen und trocken tupfen. Mit einem Finger an der Mittelgräte vorsichtig entlangfahren, um sie zu lösen, und die Gräte dann einfach herausziehen. Sardellen in Öl, falls verwendet, abtropfen lassen.
  2. Die Semmelbrösel in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett bei mittlerer Hitze rösten, bis sie zwar kräftig gebräunt sind (Achtung nicht anbrennen lassen!)
  3. In einem Topf 60 Milliliter Olivenöl erhitzen und die Zwiebel unter häufigem Rühren ohne Farbe weich schwitzen.
  4. Die Sardellen hinzufügen und rühren, bis sie zerfallen.
  5. Wein dazugießen und aufkochen lassen, damit etwas Alkohol verdampft.
  6. Das Tomatenmark und so viel Wasser einrühren, dass die Mischung eine saucenartige Konsistenz bekommt. Sardinenfilets, Sultaninen, Pinienkerne, Safran und wilden Fenchel oder Fenchelsamen hinzufügen.
  7. Vorsichtig durchmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und 10 Minuten köcheln lassen.
  8. Reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Pasta al dente garen (dafür von der auf der Packung angegebenen Garzeit etwa 1 Minute abziehen). Abseihen, dabei einen Teil des Kochwassers auffangen.
  9. Die Pasta zur Sardinensauce geben und durchmischen, dabei nach Bedarf ein wenig von dem Kochwasser hinzufügen, um die Sauce etwas aufzulockern.
  10. Mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und mit den gerösteten Semmelbröseln bestreuen.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Averna Amaro. Vielen Dank für die schöne und stimmungsvolle Zusammenarbeit!

Beef Tea

{…schlürfen erlaubt…}

Beef Tea

*Trommelwirbel und Tusch

Heute mal was ganz Neues hier im House. Habt ihr schon mal auf den Kalender geschaut?
Es ist Mittwoch. Aber nein, kein klassischer Mittwoch, denn es ist MEATwoch in the House.

Nachdem ich mir immer mal wieder anhören muss, dass ich ja so eine Gemüsetante bin und so wenig mit Fleisch mache, kam tatsächlich der Verdacht auf, ich könnte das gar nicht.
Pah! Kann ich wohl! Was eine echte HouseDame ist, kennt sich natürlich auch mit Fleisch aus. Ich bin allerdings der Überzeugung, dass man mit Fleisch sehr bewusst umgehen sollte.
Schließlich stirbt ein Tier dafür.

Meatwoch_neu_weiß

ZDF…Zahlen, Daten, Fakten

Kaum ein Lebensmittel ist so umstritten wie Fleisch.
Der Deutsche isst Rund 60 Kilo pro Jahr. Wen wundert es also, dass die Fleischproduktion in den vergangenen Jahren in Deutschland rapide zugenommen hat. Auch wenn die Zahl der Vegetarier stetig steigt und rund die Hälfte der Deutschen versucht den Fleischkonsum bewusst zu reduzieren, kommen bei 85 Prozent der Bevölkerung täglich Fleisch und Wurst auf den Tisch.
Der Stellenwert von Fleisch hat sich jedoch geändert und das hat nicht nur mit Skandalen wie Gammelfleisch, Rinderwahn und Vogelgrippe zu tun.
Gesundheitlich spricht nichts gegen den Genuss von Fleisch, denn Fleisch ist ein wichtiger Eiweißlieferant. Das tierische Eiweiß ist dem des menschlichen am Ähnlichsten und kann vom Körper deshalb gut in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Zudem enthält es wichtige Vitamine und Mineralien.
Wie gesund Fleisch wirklich als Nahrungsmittel ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wie ein Tier gelebt hat. Klar ist, dass Massentierhaltung, in denen Tiere häufig mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt werden nicht zur gesundem Nahrungsaufnahme beitragen.

Fleisch von Tieren die in einer artgerechten Umgebung aufwachsen, denen gutes Futter verabreicht wird und die unter besten Bedingungen großgezogen werden, hat natürlich seinen Preis. Das sollte jedem bewusst und es auch Wert sein. Die Wertschätzung eines Lebewesens, auch wenn es verzehrt wird.
Ich habe mich deshalb für den Verzehr in Maßen und dem bewussten Umgang mit Fleisch entschieden. Und genau so ist der MEATwoch entstanden. Ein Tag in der Woche für den bewussten Fleischkonsum. Kein Billigfleisch, sondern von Metzgern meines Vertrauens oder von Bauernhöfen aus der Region.

Beef Tea

Weil einfach einfach gut is(s)t

Den heutigen MEATWOCH starten wir mit etwas Einfachem, auch wenn es etwas Zeit in Anspruch nimmt: einem Beef Tea. Eigentlich eine ‚schlichte’ Rinderkraftbrühe.
Ursprünglich wurde diese Essenz aus Rindfleisch von dem deutschen Chemiker Justus von Liebig entwickelt, der diese aus klein gehacktem Rindfleisch, destilliertem Wasser und etwas Salzsäure herstellte. Er gab diese Rindfleischessenz löffelweise der an Typhus erkranken Tochter eines Bekannten, damit diese wieder zu Kräften käme. Das Problem war, dass die Patientin keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen konnte und so immer schwächer wurde. Nach einigen Tagen der Einnahme des Fleischextrakts, war sie wieder gesund. Laut Liebig wurde ausschließlich diese Essenz auch anderen Patienten bis zur Genesung verabreicht.

Jetzt hatte ich nicht unbedingt Lust mit Salzsäure in der Küche zu hantieren und habe das Originalrezept abgewandelt, noch dazu wollte ich zu meinem Beef Tea noch etwas mit „Biss“ haben und habe Rindertatar auf ein kleines Blätterteigkissen gepackt. Ohne viel Schnick Schnack (bis auf die Blüte, ok. Die ist zwar essbar, aber eigentlich habe ich sie nur zum Aufhübschen fürs Foto genommen… Foodporn und so…ich kann dann doch nicht so ganz aus meiner Haut)

Beef Tea

Hier gibt’s also mein erste Rezept für den MEATWOCH:
(das Rezept für das Rindertatar findet ihr auch hier bei meinem lieben Freund Tom  – danke dass ich es verwenden durfte!)

5.0 from 1 reviews
Beef Tea
 
Author:
Ingredients
  • Beef Tea
  • 2 kg Rinderknochen
  • 2 Karotten
  • ½ Stange Lauch
  • ¼ Knolle Sellerie
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8 Wacholderbeeren
  • 8 Pfefferkörner
  • 600 g Rinderhack (als Klärfleisch)
  • 2 angeschlagene Eiweiße
  • je 160 g Würfel von Karotte, Lauch, Sellerie
  • Rindertatar (nach Rezept von www.kochbuch.tips) auf Blätterteig
  • 240 g Rinderfilet (frisch und von höchster Quaslität)
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Ketchup
  • 1 TL BBQ Sauce
  • 1 Schalotte fein gehackt
  • ¼ Essiggurke, feinst gewürfelt
  • 1 TL Worchester-Sauce
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Piment d´Espelette
  • einige Spritzer Cognac
  • 1 frisches Eigelb
  • 1 Packung Fertigblätterteig
  • Eigelb zum Bestreichen
Instructions
  1. Beef Tea
  2. Zwiebel quer halbieren und in heißer Pfanne die Schnittfläche dunkelbraun anrösten.
  3. Rinderknochen in sprudelndem Wasser kurz blanchieren, abschütten und kalt ablaufen lassen.
  4. Knochen mit in Würfel geschnittenem Gemüse, der angerösteten Zwiebel, Lorbeerblättern, gestoßenen Wacholderbeeren und Pfefferkörnern in circa drei Litern Wasser zum Kochen bringen und circa zwei Stunden ziehen lassen. Danach abseihen und erkalten lassen.
  5. Klärfleisch mit Gemüsewürfeln und angeschlagenem Eiweiß gut verrühren und mit Knochenbrühe auffüllen.
  6. Langsam zum Siedepunkt bringen und circa 60 Minuten köcheln lassen.
  7. Danach durch ein Sieb mit Passiertuch abseihen.
  8. Suppe auf ein Drittel langsam reduzieren und würzen.
  9. Den Beef Tea in kleinen Gläsern oder Tassen servieren.
  10. (Das Fleisch kann für ein anderes Gericht weiterverwendet werden)
  11. Rindertatar mit Blätterteig
  12. Das Filet ganz fein schneiden und mit den restlichen Zutaten vermischen und abschmecken.
  13. Den Blätterteig in kleine Rechtecke schneiden, mit verschlagenem Eigelb bestreichen und bei 180 Grad für 10 Minuten im Ofen backen, bis sie schön aufgegangen sind.
  14. Das Tatar darauf anrichten und zum Beef Tea reichen.

 

 

Ich weiß, das war heute ungewohnt viel nüchterne und trockene Info, aber neue Dinge müssen ja schließlich auch erst mal richtig dargestellt werden.

Habt einen wundervollen MEAT-Mitt-WOCH und:
AUGEN AUF BEIM FLEISCHEINKAUF!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Französische Madeleines

{…Plem Plem für Anfänger…}

Madeleines

Was ein Glück könnt Ihr mich jetzt gerade nicht sehen…
Ich sitze mit einer leeren Keksdose auf dem Kopf vor meinem Computer. Links von mir liegt meine alte Blockflöte. Rechts ein Berg von leerem Mon Chérie-Papier in rosarot und eine Nasendusche. Ich trage einen Bademantel in der selben Farbe. Warum das alles? Ich übe mich in „Exzentrik“. Und alles nur, weil mich dieses ständige Angepasstsein so nervt.
Aber dazu später mehr…

Es soll ja Menschen geben, die keinen Gesundheitstrend verpassen.
Meine Freundin ist so jemand. Man könnte es natürlich auch liebevoll verzärtelter Hypochonder nennen. Kommt irgendein neues Wellness-Wohlfühl-Schrottprodukt auf den Markt, so kann man sich sicher sein, dass sie es noch vor allen anderen hat.
Eine faltbare Liege für den gesunden Power-Nap-Büroschlaf, ein Bandscheibenkissen unter dem Hintern, spezielle Johanniskrautpillen, wenn mal miese Gedanken aufkeimen und und und. Alles für teures Geld angeschafft, weil es jetzt Trend ist. Natürlich hat sie auch schon sämtliche angesagten Ernährungsweisen ausprobiert.

Von allem wenig, aber dafür indische Pornos trinken

Seit kurzem fastet meine Freundin. Klar irgendeiner fastet ja immer (auch außerhalb der Fastenzeit). Heilfasten, Alkoholfast, Süßkramfasten… Alle machen das, außer mir!
Wenn in diesem Jahr der Entsagungs-Oscar zu vergeben wäre, meine Freundin würde wahrscheinlich auf die Bühne gerufen werden. Kein Alkohol, wenig Salz, wenig rotes Fleisch (wenn überhaupt Fleisch…), wenig Zucker, wenig, wenig, wenig. Das nervt! Und ist ne echte Spaßbremse.
In der letzten Woche rief sie mich an und teilte mir ganz stolz mit: „Tanja, ich gehe jetzt zum Yoga!“ „Aha… Und?!“ „Ich wollte fragen, ob Du nicht Lust hast mitzugehen?“ sagte sie und schlürfte lautstark am anderen Ende der Leitung irgendein Getränk. „Das ist wirklich toll und wird Dich auch mal ein bisschen runterbringen!“ Wieder ein langgezogenes Schlürfen.
„Sag mal, was schlürfst Du denn da die ganze Zeit in mein Ohr?“ „Oh, das ist einer meiner neuen Wellness-Tees. Die habe ich mir extra im Internet bestellt. Gerade trinke ich „Sinnlicher Morgen des Tigers“. Aber „Herbal Dreams of Krishnapoor“ ist auch sehr bekömmlich!“
„Also mit diesen Namen könnte man auch locker indische Pornofilm-Plakate betexten… Und nein, ich gehe nicht mit zum Yoga. Meine weiße Haremshose ist nämlich gerade in der Reinigung!“ antworte ich ironisch. „Ach komm Tanja. Alle gehen doch zum Yoga! Du verpasst echt was!“ „Genau…und weil ALLE zum Yoga gehen, werde ich es genau nicht tun. Mir ist egal was ALLE machen oder denken!“
Wir beendeten kurz darauf das Telefonat, weil sie ja zu ihrem Kurs musste und ich keine Lust auf die Weiterführung von „Ich-bin-ja-so-wie-alle-Telefonat“ hatte.

Madeleines

Plem-Plem ist gesund!

Meiner Meinung nach hat ein bisschen Plem-Plem-Sein noch keinem geschadet.
Ein schottischer Professor hat vor Jahren eine Studie durchgeführt, in der es genau um dieses Thema ging. >>>Anders sein<<< Herausgekommen ist, dass viele Menschen an Körper und Seele krank werden, weil sie sich erstens ständig anpassen und alles machen was alle anderen tun. Und weil sie sich permanent mit anderen vergleichen und dabei meistens schlechter abschneiden.
Jeder sollte mal öfter ordentlich auf die Kacke hauen und einen an der Waffel haben.
Die „Exzentriker“, wie David Weeks die optimistischen, durchgeknallten und kreativen Menschen nannte, waren hingegen weniger häufig krank und einfach glücklicher.
Egal ob man mit 7500 Gartenzwergen in einer Einzimmerwohnung lebt, ob man das Bedürfnis hat barfuß durch England zu spazieren, täglich in einer Mönchskutte zur Arbeit fährt oder seinem Schäferhund sein Haus vererbt. Völlig egal. Wenn man sich dabei wohlfühlt ist alles erlaubt, was den anderen nicht schadet.

Mon Cherie brennt in der Nase

Meine Keksdose auf dem Kopf sitzt leicht schief und riecht wunderbar nach Butter.
„Highway to hell“ auf meiner alten C-Blockflöte zu spielen ist schwieriger als gedacht und hat den Nachbarn bestimmt auch den Nachmittag unterhalten. Meine Nase brennt etwas. Die ganzen Mon Chérie durch die Nasendusche zu konsumieren ist leider nur halb geglückt. Aber egal.
Kurz überlege ich, ob ich nicht doch zum Yoga gehe und meiner Freundin unbemerkt ein Furzkissen unter die Matte schiebe….
Ich glaube meine heutige Übung zu „Wie werde ich exzentrisch“ ist voll geglückt und ich stelle mir voller stolz mein Plem-Plem-Diplom aus.

Madeleines

Die „Kekse“, die mal in der Keksdose auf meinem Kopf waren, habe ich übrigens selbst gebacken und waren gar keine Kekse, sondern diese tollen Madeleines. Da ich die Dose aber ja schon geleert hatte, bevor ich sie über meinen Kopf gestülpt habe, hab ich sie schnell nochmal gebacken. Das Rezept dazu gibt’s hier:

5.0 from 1 reviews
Französische Madeleines
 
Author:
Serves: 24
Ingredients
  • 125 g Butter oder Margarine
  • 3 Eier (Größe M)
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • abgeriebene Schale von ½ unbehandelten Zitrone
  • 125 g Mehl
  • 2 gestrichene(r) TL Backpulver
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 1–2 TL Puderzucker
  • Fett für die Form
Instructions
  1. Fett in einem kleinen Topf schmelzen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  2. Inzwischen Vertiefungen des Madeleineblechs gut fetten.
  3. Eier, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale in eine Rührschüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgerätes auf höchster Stufe schaumig rühren.
  4. Mehl, Backpulver und Mandeln mischen und esslöffelweise unter die Eimasse heben.
  5. Fett einlaufen lassen und unterrühren.
  6. Hälfte des Teiges in einen Spritzbeutel füllen. In die gefetteten Mulden spritzen und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: Stufe 3) 10–12 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, ca. 5 Minuten abkühlen lassen, aus den Mulden lösen.
  7. Blech säubern, erneut fetten und den restlichen Teig wie oben beschrieben verarbeiten. Madeleines nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
  8. Schmecken frisch am besten, halten sich aber in einer Keksdose auch 3-4 Tage.

Hier findet Ihr übrigens noch ein anderes Keksrezept (inkl. Verpackungs- und Geschenkidee), falls die Dose mal intensiv nach Schokolade riechen soll.

In diesem Sinne: Seid öfter mal Plem Plem, hört nicht immer auf das, was ALLE sagen oder tun und habt eine verrückte Woche!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Bärlauch-Crêpe mit grünem Spargel

{…hoch die Hände, Wochenende…}

Bärlauch Crêpe

Oh man, das Wochenende wird stressig, weil Frau ja unter der Woche noch nicht genug zu tun hat… Deshalb gibt es heute tatsächlich mal etwas, was dem Thema „AUF DIE SCHNELLE MIT DER HOUSEDAME“ alle Ehre macht…
Ohne viel Blabla. Heute hau ich einfach mal nur ein Rezept raus. Das kann se nämlich auch, die HouseDame…
Und bevor es keinen Bärlauch mehr gibt und da ich Tonnen von Mehl und Eiern hier noch rumstehen habe/ hatte, habe ich schnell mal einen Bäurlauch-Crêpe mit Ziegenkäse und grünem Spargel gemacht. Geht echt fix, lässt sich  gut mitnehmen (kann nämlich auch kalt gegessen werden) und passt perfekt in den Frühling. Dazu ein Turbo-Tomaten-Salat und die Welt ist für mich schon wieder viel entspannter. Wenn Essen die Seele heilt…..

Bärlauch Crêpe

Bäurlauch-Crêpe mit grünem Spargel
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 8
Ingredients
  • 60 g frischer Bärlauch
  • 4 El Butter
  • 120 g Mehl
  • 300 ml Milch
  • 2 Eier , (Kl. M)
  • Salz, Pfeffer
  • Öl
  • 1000 g grüner Spargel
  • 500 g Cherrytomaten
  • ½ rote Zwiebel
  • 200 g Ziegenfrischkäse
  • Abrieb einer halben Zitrone
Instructions
  1. Die Stiele der Bärlauchblätter abzupfen und den Bärlauch grob schneiden.
  2. El Butter zerlassen und etwas abkühlen lassen.
  3. Das Mehl, die Milch, Eier, 1 kräftige Prise Salz, zerlassene Butter zu einem glattenTeig rühren.
  4. Den Bärlauch unterrühren und den Teig 10 Min. ruhen lassen.
  5. In der Zwischenzeit den grünen Spargel von den holzigen Enden befreien und je nach Dicke der Stangen noch leicht bissfest in reichlich kochendem Salzwasser mit etwas Zucker und 2 TL Butter kochen.
  6. Die Cherrytomaten vierteln, eine ½ rote Zwiebel in feine Würfel und den restlichen Bärlauch in feine Streifen schneiden. Alles vermischen und mit bestem Olivenöl, etwas weißem Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Den Ziegenkäse mit dem Abrieb der Zitrone vermengen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.
  8. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Teig portionsweise in der Pfanne verteilen und nacheinander 8 dünne Crêpes backen.
  9. Die Crêpes zu ⅔ mit Ziegenkäse bestreichen, 3-4 Spargelstangen darauf legen und alles aufrollen.
  10. Die Crêpes schräg in der Mitte halbieren und auf dem Tomatensalat anrichten.

Noch mehr Crêpes-Ideen findet Ihr übrigens hier...

Bärlauch Crêpe

Habt einen wunderbaren Samstag und lasst Euch nicht stressen!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Döner im Glas

{…wolle habbe bissi schaaaaarf?}

Döner im Glas

Neulich in der Badeanstalt

Es ist Donnerstagabend und schon beim Anstehen an der Kasse fallen mir die vielen Herren im Anzug auf. Ich spekuliere auf eine After-Work-Schwimmgruppe, die sich in der 138. Etage eines Frankfurter Bankgebäudes zur „Wie-bekomme-ich-bis-zum-Sommer-einen-Traumbody-Challenge“ verabredet hat.
Ich breite gerade mein Handtuch auf einem der klappbaren Liegestühle aus, als sich zwei aus der besagten Gruppe in den Stühlen neben mir niederlassen.
„Boah, ich weiß gar nicht mehr wann ich das letzte Mal im Schwimmbad war…,“ kommt von Sven (ich nenne ihn jetzt einfach mal so, weil er nach Sven aussieht). „Also, ich erinnere mich ehrlich gesagt auch nicht mehr daran.“ (Nennen wir seinen Kollegen einfach mal Alexander.)
Ein 13-jähriger Junge in einer rosafarbenen Flamingo-Badehose rennt an unserer Liegestuhlreihe vorbei in Richtung Sprungturm.
„Ha! So eine Badehose hatte ich damals auch! Allerdings war die aus Frotée und ohne Flamingos. Einfach nur rosa. Ich habe diese Badehose geliebt!“ ruf Alexander erfreut aus.
Der Junge zieht sich gerade mit seinen physalisgroßen Trizepsmuskeln an der Leiter des Fünfmeter-Sprungturms hoch und steht dann mit geschwollener Brust am Brettrand, zum Absprung bereit.
Im Wasser unter dem Sprungturm tummelt sich eine Gruppe Zahnspangen-Mädchen in knappen und ziemlich wohlgefüllten Bikinioberteilen. Der Junge setzt zum Sprung an und landet mit einer perfekten Arschbombe kurz vor seinen weiblichen Fans im Wasser. Kleine spitze Schreie sind der Applaus für den Helden in der rosa Hose.

Döner im Glas

Im Fremdschämen bin ich Weltmeisterin

Die beiden „Jungs“ neben mir schauen sich an. „Also das bekomme ich auch noch hin!“ Sven erhebt sich, dank Bauchansatz etwas mühsam, aus seinem Liegestuhl. „Pffff…das können wir locker mindestens genauso gut!“ Alexander versucht etwas jungendlicher aus seinem Stuhl empor zu kommen, scheitert aber daran, dass sich die Liegestuhl-Aufricht-Vorrichtung verklemmt hat und er wie ein paarungswilliges Eichhörnchen in seinem Liegestuhl herumjuckelt, um diesen in eine aufrechte Position zu bringen.
Und genau jetzt ist der Moment, wo die Realität einem voll ins Gesicht springt. Zwei Herren, um die 40 Jahre alt, schreiten wie in der Cool-Water-Werbung in Richtung Fünfmeter-Brett.
Hätte ich mein Handy dabei, hätte ich ein Slowmotion-Video dazu gedreht. Sven streicht sich das mittlerweile nicht mehr ganz so üppig vorhandenen Haupthaare zurück, während Alexander versucht seine Badehose vorteilhaft über den Bauchansatz zurechtzurücken. Gedanklich wohnen beide in einem Body, der aus Stahl ist, sind immer noch Anfang zwanzig und stehen voll in Saft und Kraft. Gedanklich…. Die Realität sieht anders aus.
Ich beobachte das Ganze breit grinsend und frage mich, welche Vorgänge im Hirn und Körper gerade in Gang gesetzt werden, dass zwei Männer im besten Alter sich so zum Affen machen müssen. Alexander versucht gerade in seiner ziemlich engen schwarzen Badehose schwungvoll die erste Stufe der Leiter zu erklimmen, den Bauch eingezogen, die Brust und den Hintern rausgestreckt, bloß nicht atmen. Selbst aus der Ferne sind seine Beine nicht nur blassweiß, sie changieren schon ins Hellblaue. Sexy ist irgendwie anders.
Sven versucht sportlich Alexander hinterherzukommen. Wahrscheinlich hat er beim Kauf seiner zartblauen Badehose an die Szene in „Casino Royal“ gedacht, in der sich Daniel Craig in einer ebenso hellblauen Badehose, wie aus einem Granitblock herausgelutscht, aus dem Wasser schiebt. Der Unterschied: Sven ist nicht Daniel Craig. Er ähnelt eher etwas Eingeschweißtem aus der Wurstabteilung. Himmel…wann haben die beiden Kerle sich das letzte Mal eine Badehose gekauft…? Im Fremdschämen bin ich Weltmeisterin, kann aber dann doch irgendwie nicht wegschauen.

Döner im Glas

Der Pavian und ein evakuierter Kreuzfahrttourist

Alexander ist mittlerweile oben auf dem Fünfmeterbrett angekommen, geht lockeren Schrittes bis an die Absprungkante, prüft wippend die Federung, tritt zurück und nimmt dann Anlauf. Während des Absprungs sieht man wie Alexander überlegt die Bein an den Körper ran zu ziehen. Leider ist die Zeit bis zum Aufprall im Wasser zu kurz für umfangreiche Überlegungen und das Ergebnis ist eine ziemlich unsanfte Landung auf dem Rücken, die durch ein laut aufklatschendes Geräusch noch betont wird. Schmerzverzerrt taucht er auf und versucht betont lässig und unbeteiligt dreinschauend aus dem Wasser zu steigen. Sein Rücken macht dem Hintern eines Pavians echt Konkurrenz… Aua!
Sven, der das Ganze aus 5 Meter Höhe beobachtet hat, treten Schweißperlen auf die Stirn. Er schaut unsicher zur Leiter hinab und ich erkenne eindeutig seine Fluchtgedanken. Gerade fange ich mit mir selbst an zu wetten ob er sich traut oder nicht, da segelt er schon kerzengerade, Füße voran, ein Arm in der Luft und der andere hält die Nase zu, in Richtung Wasser. Wie ein Kreuzfahrttourist bei einer Evakuierungsübung. Eine Zehntelsekunde danach treibt ein hellblaues Stoffstück herrenlos im Wasser und ein panischer Sven versucht seine Blöße unter Wasser zu bedecken. Eine vorbeischwimmende Mittdreißigjährige zieht erstaunt ihre Augenbrauen hoch, als sich ihre Hand in dem textilen Dilemma verfängt.
„Entschuldigung, das ist meine!“ ruft Sven laut durch das Becken. Leicht errötet schwimmt er zu der Frau, die ihm grinsend seine Badehose überreicht.

Wiberg Gewürz.1

Um die Würze geht es

Als sich die beiden Kerle wieder neben mir auf Ihren Liegestühlen treffen, stößt Alexander seinen Kollegen in die Seite und raunt ihm zu: „Na das war ja auch mal ne originelle Methode sich an ne Lady ranzumachen… Respekt mein Lieber!“ „Klar! Das war alles geplant…ich kann ja schließlich zeigen was ich habe!“ Grinst Sven frivol zu Alexander.
„Weißt Du, das ist wie mit einem guten Gewürz. Wenn man es an der richtigen Stelle und richtig dosiert einsetzt, explodieren Dir die Sinne…“
Bei mir explodierte in diesem Moment ein Lachanfall, der mir abschätzende Blicke meiner Liegestuhl-Nachbarn einhandelte.
Aber in einem Punkt muss ich Sven ja doch Recht geben. Gute Würze (ob beim Essen oder im Leben) ist nicht zu verachten.
Mich hat dieser Schwimmbadbesuch auch scharf gemacht, denn danach gab’s erst mal ne Portion Döner im Glas (das Essen im Schwimmbad kann man nämlich nur mit nachträglichen Einnahme von fettabsorbierenden Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen…)
Gestapelt habe ich das Ganze in den neuen tollen BNTO-Mason Ball Jars von Lieblingsglas, in denen man sogar die Sauce extra transportieren kann.
Und beim Stapeln habe ich mich dann selbst gefragt: „Wolle habbe bissi schaaaaarf?“ Klar! Und schon wanderte noch etwas von der großartigen Cuba Nueva Mischung von Wiberg über das Fleisch. Das müsst Ihr ausprobieren. Und wer die Low Carb-Schiene gerade fährt, lässt das fluffige Fladenbrot einfach weg…(wobei das echt ne Schande ist, diese Köstlichkeit außen vor zu lassen).

Den Döner zum Nachbauen gibt’s hier:

5.0 from 1 reviews
Döner im Glas
 
Author:
Ingredients
  • 700 g Kalbsschnitzel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 3 TL Wiberg Cuba Nueva
  • 4 EL Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • ½ Salatgurke
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Joghurt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Stangen Lauchzwiebeln
  • 2 Tomaten
  • Rotkohl fein gerieben
  • Weißkraut fein gerieben (Krautsalat)
Instructions
  1. Als erstes die Kalbsschnitzel in dünne Streifen schneiden.
  2. Die 2 Knoblauchzehen und die Zwiebel schälen und pressen bzw. ganz fein reiben.
  3. Den Zwiebelbrei mit dem gepressten Knoblauch, dem Öl und dem Cuba Nueva Gewürz zu einer Marinade verrühren. Darin die Fleischstreifen etwa 4 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Ab und zu durchrühren.
  4. Die Gurke waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Danach werden die Gurken geraspelt. Die 1 Knoblauchzehe schälen und zum Joghurt pressen. Gurkenraspel untermischen und den Joghurt mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Die Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen und den Stielansatz entfernen. Tomaten in dünne Scheiben schneiden. Salatblätter waschen und trockenschüttern.
  6. Das Fleisch Portionsweise in einer Pfanne anbraten. Evtl mit etwas Cuba Nueva Gewürz nachwürzen.
  7. Jetzt alles nach und nach in ein Mason Ball Jar stapeln.
  8. Die Joghurt-Knoblauch-Sauce ganz zum Schluss in den BNTO Behälter füllen und alles mit dem Deckel verschließen.
  9. Dazu passt Fladenbrot.
  10. Und jetzt unterwegs den Döner im Glas genießen....

5.0 from 1 reviews
Fladenbrot
 
Author:
Ingredients
  • 500 g backstarkes Mehl
  • 10 g Salz
  • 10 g Olivenöl
  • Öl für die Schüssel
  • 7 g Zucker
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 360 ml Wasser
  • 1 Eigelb
  • 100 ml Wasser
  • Sesam
  • Schwarzkümmel
Instructions
  1. Die Zutaten zusammen zu einem sehr weichen Hefeteig verarbeiten und ca. 8 Minuten kneten. In einer leicht geölten Schüssel ca. 1,5h gehen lassen.
  2. Den Teig danach auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und daraus kleine Fadenbrote formen.
  3. Diese auf ein Backblech mit Backpapier geben und erneut für 20 Minuten gehen lassen.
  4. Mit den Fingern Vertiefungen in den Teig drücken und mit Mischung aus Eigelb und Wasser bestreichen.
  5. Anschließend mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen und bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen für ca. 10 Minuten backen.
  6. Gute verpackt halten sich die Fadenbrote 3 Tage.

In diesem Sinne eine scharfe Woche für Euch!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Hefegebäck mit weißer Kokos-Mandel-Creme

{…meine Mama ist die Beste…}

Hefegebäck mit weißer Schokolade

Heute gibt es mal wieder etwas auf die Schnelle mit der HouseDame. Auf die Schnelle deshalb, weil heute Muttertag ist und ich heute viel lieber Zeit bei meiner Mama verbringe, als hier im Internet abzuhängen. Natürlich nicht nur an Muttertag…

Kokos- und weiße Schokoladenliebe

Meine Mama liebt weiße Schokolade und auch Kokos (die blöde Texterkennung macht bei meinem Rechner immer aus Kokos ‚Koks’… unfassbar! Sollte also hier irgendwann Koks stehen: es soll KOKOS heißen!) Also habe ich ihr heute mal auf die Schnelle  einen weißen Schoko-Kokos-Aufstrich mit Mandeln gemacht. Blumen am Muttertag zu verschenken finde ich nämlich echt blöd! Ich weiß, dass es Menschen geben soll die auch gerne Nuss-Nougat-Aufstrich mit dem Löffel aus dem Glas essen… Ich ziehe es aber vor, dieses süße leckere  Zeug lieber auf ein Gebäck zu streichen. Und weil man nachmittags nicht immer Kuchen und Torte essen muss, gibt es heute mal warmes Hefegebäck dazu. Ausgestochen mit den Ausstechern meiner Oma, denn auch die hätte heute Muttertag gehabt! (Oma ich denke ganz oft an Dich und vermisse Dich!)

Hefegebäck mit weißer Schokolade

Ihr merkt, heute ist sentimentaler Sonntag im House, und bevor ich gleich noch die Stofftaschentücher meiner anderen Oma ausgraben muss, packe ich lieber diese Teilchen inklusive Aufstrich schön ein und fahre NACH HAUSE!

Wer seiner Mutter lieber einen Kuchen mit „inneren Werten“ backt, der schaut einfach mal hier.

Hefegebäck mit weißer Schokolade

Zum Nachmachen hier das Rezept:

Hefegebäck mit weißer Kokos-Mandel-Creme
 
Author:
Ingredients
  • [u][b]Hefegebäck:[/b][/u]
  • 150 ml Milch
  • 80 g Butter
  • 1 Pg Trockenhefe
  • 350 g Mehl, Typ 405
  • 150 g Mehl, Typ 550
  • 90 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • 1 TL Milch
  • Puderzucker
  • Weisse Schokocreme mit Kokos:
  • 150 ml Kokosmilch
  • 70 g Butter
  • 200 g Weiße Schokolade
  • 10 g Mandeln gehackt
  • 10 Rafaello fein gehackt
Instructions
  1. Hefegebäck:
  2. Die Milch mit der Butter so lange erwärmen bis die Butter geschmolzen ist.
  3. In der Zwischenzeit die trockenen Zutaten vermischen, danach die Eier dazu geben und die warme Milch-Butter-Mischung unterrühren.
  4. Alles auf der höchsten Stufe mit dem Knethaken in der Küchenmaschine für 3 Minuten verkneten.
  5. Den Teig mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort für 1,5 Std gehen lassen.
  6. Danach noch einmal mit der Hand durchkneten.
  7. Den Teig ausrollen und Kreise ausstechen.
  8. Aus der Mitte der Hefe-Kreise ein Herz ausstechen und den Teig auf ein Backblech legen.
  9. Erneut mit einem Tuch abdecken und noch einmal 20 Minuten gehen lassen.
  10. Danach mit dem verquirlten Eigelb bestreichen und bei 170 Grad im vorgeheizte Backofen für 20 Minuten backen.
  11. Auf dem Backblech abkühlen lassen und mit nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
  12. Weisse Schokocreme mit Kokos:
  13. Die Kokosmilch in einem Topf erhitzen.
  14. Danach den Topf von der Herdplatte nehmen und die Butter so lange unterrühren, bis sie geschmolzen ist.
  15. Die weiße Schokolade klein hacken und ebenfalls in die Kokosmilch rühren, bis sie sich aufgelöst hat.
  16. Die gehackten Mandeln in einer unbeschichteten Pfanne kurz anrösten. Die Mandeln und die zerkleinerten Rafaellos in die Schokoladen Creme rühren.
  17. Das Ganze in ein sauberes Glas füllen und über Nacht abkühlen lassen.

 

DANKE, DASS DU DIE BESTE MAMA AUF DER WELT FÜR MICH BIST!

Muttertagsspruch

Deine/Eure

Tanja

aus dem House No.15

Crêpes Ristretto

{…amore mio, ich bin dann mal wach!}

Crêpes

Während andere in den sehr frühen Morgenstunden noch gemütlich von Ihrer Bettdecke gewärmt werden, widme ich mich der Liebe. Ok, das tun manche vielleicht auch zu dieser Uhrzeit unter ihrer Bettdecke…
In meinem Fall spreche ich aber von der Espresso-Liebe. Der starke Kaffee in den winzigen Tassen ist mein Kickstart in den Tag. Quasi der Arschtritt in flüssig. Meine morgendliche Liaison mit einem rassigen Italiener. Amore mio!

Rehamaßnahme Tee

Meine Freundin trinkt morgens Tee… Also nichts gegen Tee, aber wenn ich die Zeit stoppen würde, wann meine Augen im Vergleich zu ihren den Status „wach“ erreicht haben, gewinne ich eindeutig! Und woran liegt es? Genau! An meinem geliebten Espresso!
Neben einem Espressotrinker wirkt der Teetrinker wie ein Dauergast im Reha-Zentrum.
Einer der in einer selbstgestrickten Jacke am Tisch sitzt, immer etwas die Nase hochzieht und dabei vor sich hinmurmelt: „Ich glaub mein Tee muss noch etwas ziehen…“
In der Zeit bin ich schon mit Espresso im Blut wie Speedy Gonzales durch die Wohnung geschossen und habe im Vorbeirennen, vor lauter guter Laune, dem Tee-Trinker zwei Earl-Grey-Beutel ans Ohr gehängt.
Nichts gegen ausgedehnte Rituale am Morgen. Aber ich hab’ doch keine Zeit um diese Zeit! Noch dazu ist mir um 4 Uhr morgens nicht unbedingt nach ausgedehnten Zeremonien und warten bis der Tee durchgezogen ist.

Crêpe

Rein-raus-wach

Die italienische Autobahnraststätte ist ja schließlich auch keine Kamin-Lounge, sondern eine Durchgangsstation, in der man steht und nicht sitzt. Schnell rein, Espresso abkippen, raus, wach. In einer Autobahn-Espressobar werden die metallenen Espressosiebe nicht ausgeklopft, sondern ausgehämmert. Hier wird Energie geschmiedet und nicht nur einfach ein Getränk zubereitet. Mit einem „prego“ schießt die kleine gefüllte Tasse über den Tresen. Süß und herb und man möchte am Liebsten eine Arschbombe vor Glück in den Gardasee machen. Sagte ich schon „Amore mio!“?

Crêpe

Espresso ist eine Wissenschaft

Vor einiger Zeit durfte ich mich selbst wie so ein Gott an der Maschine fühlen. Aber auch erst am Ende meines Barista Kurses bei Lavazza. Espresso machen ist nämlich nicht einfach nur so ein Getränk, was per Knopfdruck aus der Maschine läuft, sondern beansprucht, dass man sich mit dem Mahlgrad der Bohnen, der Kaffeemenge und der Durchlaufzeit auseinandersetzt. Ein bisschen wirkt so eine Barista-Schulung wie eine Mathestunde, allerdings mit dem Ergebnis, dass man nach so einer Stunde glockenhellwach und nicht über langweiligen Zahlen eingeschlafen ist.
Für einen perfekten Espresso benötigt man 7 Gramm Espressomehl. Ja genau…Mehl. Und da fängt die Wissenschaft nämlich schon an: Die Mühle so einzustellen, dass der Kaffee nicht grob wie Sand ist, aber auch kein zu feines Puder. Wenn das Mehl leichte Klümpchen bildet, ist es genau richtig. Dann kommt das Mehl in den Siebträger und wird mit dem Tamper (ein schwerer Kaffeestempel) mit leichter Drehung in den Träger gepresst. Jetzt den Siebträger einspannen, auf den Knopf der italienischen Maschinenschönheit drücken und dabei die Zeit und den Strahl des austretenden Espressos im Auge behalten. Der Kaffee soll fein und stetig wie fließender Honig in die Tasse kommen und nach 24/25 Sekunden sollte die Tasse mit 30 ml gefüllt sein. Nach diversen Versuchen habe ich es dann tatsächlich geschafft, dass mein Espresso die richtige Füllmenge in der richtigen Zeit, mit einer festen, geschlossenen Crema und die rotbraune Farbe, ähnlich wie eine gefleckte Haselnuss, hatte. Ein vorsichtiges Rühren mit dem Löffel, dann der erste Schluck:
Volles Espressoaroma, nicht zu sauer, nicht zu bitter. Perfekt!

Lavazza Espresso

Neben der Zubereitung des perfekten Espressos bekam ich noch eine Einführung in Latte Art und eine tolle Lektion über den Anbau und die Herkunft des Kaffees.
Ich habe noch nie so viel Espresso an einem Tag in mich hineingeschüttet wie im Lavazza Trainingszentrum. Und in den drei Tagen, die ich danach durchgehend wach war, habe ich echt einiges geschafft, was sonst durch völlig überbewerteten Schlaf liegen geblieben wäre.
Ich habe unter anderem in dieser Schlaflos-Phase Crêpes Ristretto ausprobiert (aus lauter Angst, dass mein Espresso-Spiegel im Blut rasant absinken könnte).
Wenn Ihr auch den Kick sucht, dann gibt’s hier das Rezept:

Crêpes Ristretto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Dessert
Serves: 4
Ingredients
  • 100 g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 EL Puderzucker
  • 100 ml Milch
  • 50 ml starker Kaffee
  • Butter zum Braten
  • 2 Orangen
  • 1 EL Kaffeebohnen
  • 1 EL Zucker
  • 5 EL Sambuca nach Gusto
Instructions
  1. Für die Crêpes das Mehl mit den Eiern und dem Puderzucker zu einem glatten Teig verrühren.
  2. Dann die Milch und den Kaffee einrühren und 30 Minuten ruhen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Orangen auspressen und die Kaffeebohne grob hacken.
  4. Die Kaffeebohnen mit dem Zucker in einer großen Pfanne karamellisieren lassen und mit dem Orangensaft ablöschen und leicht einkochen lassen.
  5. Eine Crêpe-Pfanne mit Butter ausstreichen und darin einen Crêpe ausbacken. Diesen zweimal zu einem Dreieck zusammenlegen und in den warmen Sirup legen.
  6. Den ganzen Teig zu Crêpes dieser Art verarbeiten.
  7. Wer möchte, gibt noch den Sambuca darüber und flambiert die Crêpes vor den Gästen.

Dazu passt übrigens dieser Mandarinenlikör auch hervoragend!

Und wer auch mal einen Baristakurs bei Lavazza besuchen möchte, der schaut einfach mal hier.
Für jeden der meine Espressoliebe teilt: Es lohnt sich wirklich!

Ich starte jetzt mal in den Tag (es ist übrigens 4.36 Uhr ;) )

Eure

Tanja

aus dem House No.15

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