Tapas lernen rheinhessisch

{…wenn Tapas zum Fusion Food werden…}

Tapas #2 5.text

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Es ist mal an der Zeit, dass hier ein wenig Crossover-Küche Einzug hält.
Crossover? What? Was soll das denn sein?
Dem ein oder anderen mag der Begriff noch nicht ganz so geläufig sein.
Die Idee der Crossover-Küche lässt die Grenzen zwischen landestypischen Kochstilen aus allen Teilen der Welt verschwimmen und die Kunst des Crossover-Stils liege darin, Küche und Kultur einzelner Länder zu verstehen, typische Elemente daraus zu erkennen und sie anschließend neu zu kombinieren.
Sie ist auch unter dem Namen „Fusion Food“ bekannt.
Richtige oder falsche Rezepte gibt es dabei nicht. Erlaubt ist, was gefällt: Hauptsache es schmeckt. Hauptsache es ist kreativ.

Ich wurde vom Rheinhessenwein e.V. zu einer tollen Bloggeraktion mit dem Namen „Tapas lernen rheinhessisch“ eingeladen.
Die Aufgabe war, aus einem Warenkorb mit Kartoffeln, grünen Bohnen, Kohlrabi, rote Beete und Wildkräuterpesto zwei Tapas zu kreieren und dazu einen passenden Wein zu wählen.

Bei den Weinen standen zur Auswahl:

  • 2017 RS Rheinhessen-Silvaner trocken vom Weingut Posthof, Doll & Göth, Stadecken-Elsheim
  • 2017 Portugieser & Dornfelder Rosé feinherb vom Weingut Bernhard, Wolfsheim
  • 2015 Niersteiner Spätburgunder trocken vom Weingut Georg Gustav Huff, Nierstein-Schwabsburg

Ich liebe solche Herausforderungen!

Im weiträumigen Dreieck zwischen Bingen, Mainz und Worms gelegen bietet Rheinhessen neben den ausgezeichneten Weinen auch eine hervorragende regionale Küche. Klassiker wie Dibbelabbes und Spundekäs, Backesgrumbeere und Zwiebelkuchen und natürlich Handkäs mit Musik stehen hier auf der Speisekarte. Wer das noch nicht kennt sollte unbedingt mal unter http://www.rheinhessenwein.de nachschauen und sich hier rheinhessische Rezept-Anregungen holen.
Und jetzt das Ganze Crossover mit spanischen Tapas.
Spannend, findet Ihr nicht auch?

Ich habe mir hierzu Folgendes überlegt:

Wir starten mit einem
Rote Bete-Labbes mit grünem Bohnen-Aioli und Wildkräuter-Oktopus-Salat.
Dazu habe ich mich für den trockenen Silvaner vom Weingut Posthof entschieden, denn dieser Wein harmonisiert meiner Meinung nach mit seiner milden Säure und frischen Kräuternote am Besten zu diesem „Fusion Food“.

Tapas #1 3.1

Rote Bete Labbes | Bohnen-Aioli | Wildkräuter-Oktopus-Salat
 
Author:
Ingredients
  • Rote Bete Labbes
  • 4 Kartoffeln mehlig kochend
  • 2 Knollen Rote Bete
  • 1 Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • Muskat
  • Öl

  • Grüne Bohnen Aioli
  • 2 Eigelb
  • 4 Knoblauchzehe(n)
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • Öl nach Bedarf
  • 1 Handvoll grüne Stangenbohnen

  • Wildkräuter-Oktopus-Salat
  • 400 g Mini-Oktopus
  • 1 Zwiebeln
  • 4 ELOlivenöl
  • 2 ELBalsamico (weiß)
  • 1 ELZitronensaft
  • 2 EL Wildkräuter-Pesto
  • Meersalz
  • Pfeffer

Instructions
  1. Rote Bete Labbes
  2. Die rote Bete kochen und anschließend schälen.
  3. Kartoffeln schälen, waschen und fein reiben. (Ich mache das auf der Küchenmaschine.)
  4. Dabei lasse ich auch die geschälten Zwiebeln und die rote Bete mit durch.
  5. Alles in ein feines Sieb geben und den Saft ablaufen lassen. Anschließend in eine Schüssel geben, würzen und abgedeckt 20 Min. ziehen lassen.
  6. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen.
  7. Den Kartoffelteig noch etwas ausdrücken und kleine Küchlein in der Pfanne ausbacken.
  8. Warmstellen

  9. Grüne Bohnen Aioli
  10. Die grünen Bohnen waschen, putzen und kochen. Dann in Eiswasser abschrecken und pürieren.
  11. Bis auf das Öl alle Zutaten in einen Mixer geben und durchmixen.
  12. Anfangs das Öl tropfenweise zugeben und weiter mixen, dann langsam zugießen, bis eine homogene Masse entsteht
  13. (Welches Öl, bleibt euch überlassen. Achtung: Olivenöl ist sehr geschmacksintensiv!)
  14. Die grünen Bohnen unterrühren.
  15. Wer eine feine Aioli haben möchte, streicht das ganze noch durch ein Sieb.
  16. Bis zum Verzehr im Kühlschrank kalt stellen.

  17. Wildkräuter-Ostopus-Salat
  18. Solltet Ihr TK Oktopus verwenden, den Oktopus auftauen lassen und ggf. Mundwerkzeug entfernen.
  19. Die Zwiebeln abziehen und in sehr feine Würfel schneiden.
  20. Den Oktopus in Salzwasser für 10 Min garen. Da er sehr klein ist benötigt er nicht viel Zeit. Dann Oktopus mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Essig, Öl und Pesto in einer Schüssel vermischen. Mit Zitronensaft abschmecken und etwas durchziehen lassen.

  21. Anrichten:
  22. Den warmen Rote Bete Labbes auf einen Teller geben und mit grüne Bohnen Aioli einstreichen.
  23. Darauf den Oktopussalat anrichten und nach Wunsch mit schönen Sprossen oder besondere Kresse ausdekorieren.

Als zweite Tapas serviere ich
Blutwurst-Albondigas auf Kohlrabi-Salsa mit einem Kartoffel-Schaum
und fülle dazu den ausdrucksstarken Niersteiner Spätburgunder des Weinguts Georg Gustav Huff in mein Glas.

Tapas #2 1.1

Blutwurst-Albondigas | Kohrabisalsa | Kartoffel-Schaum
 
Author:
Recipe type: Tapas
Serves: 4
Ingredients
  • Blutwurst-Albondiga
  • 400g geräucherte Blutwurst
  • 2 El Öl

  • Kohlrabi-Salsa
  • 1-2 Kohlrabi
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Chili (ja nach Geschmack und Schärfe)
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • Bestes Olivenöl
  • weißer Balsamico
  • Salz und Pfeffer

  • Kartoffel-Senf-Schaum
  • 150 ml Milch
  • 25 g Butter 1 g Salz
  • 1 g Muskat
  • 2 TL Senf
  • 300 g Kartoffeln (mehlig)
  • 50 ml Kartoffelwasser
Instructions
  1. Blutwurst-Albondiga
  2. Die Blutwurst aus dem Darm pellen und in kleine Stücke schneiden.
  3. In einer Schüssel über dem heißen Wasserbad erhitzen bis sie schön weich ist und zerfällt.
  4. Die weiche Blutwurst in einem Mixer zu einer feinen Masse pürieren und anschließend mit der Hand zu kleben Bällchen Foren und kalt stellen bis sie wieder fest sind. (dauert ca. 30 Min).
  5. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Bällchen rundherum anbraten. Darauf achten, dass sie nicht zu dunkel werden.

  6. Kohlrabi-Salsa
  7. Den Kohlrabi schälen und in sehr kleine Würfel schneiden.
  8. Die Würfel in Gemüsebrühe 3 Minuten kochen lassen. Der Kohlrabi sollte nicht verkocht sein und noch Biss haben. Danach die Würfel in einer Schüssel auskühlen lassen.
  9. Den fein gehackten Knoblauch und Chili hinzugeben.
  10. Dann das alles mit Olivenöl und einem Schuss Balsamico vermischen.
  11. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken und 1 Std ziehen lassen.

  12. Kartoffel-Senf-Schaum
  13. Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, danach passieren (nicht pürieren).
  14. Mit heißer Milch, Kartoffelwasser und Butter verrühren und den Senf unterrühren.
  15. Mit Salz und Muskat abschmecken und noch heiß durch ein Sieb in ein 0,5 L iSi Gerät füllen.
  16. iSi Sahnekapsel aufschrauben und kräftig schütteln.
  17. Wer keinen iSi Sahnespender hat, kann auch alles kurz mit dem Pürierst schaumig aufmixen.

  18. Anrichten
  19. In einem Servierring die Salsa auf den Teller geben und etwas andrücken, damit ein Kreis entsteht.
  20. Jetzt ein Albondiga-Bällchen darauf platzieren und den Kartoffel-Senf-Schaum um die Kohlrabisalsa her auf den Teller geben.
  21. Mit Kresse ausdekorieren.

Wir hier im House haben den Crossover-Kitchen-Abend sehr genossen und die Kombinationen fanden hier alle sehr stimmig.

Wie findet Ihr meine rheinhessischen Tapas-Kreationen?

Tapas #1 2

Tapas #2 2.1 Habt Ihr auch schon mal Crossover Küche gemacht?
Schreibt mir doch mal.

Hasta luego liebe Bagaasch ausm House No.15

Eure

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Rheinhessenwein e.V. Vielen Dank dass ich an der Aktion teilnehmen durfte.

Johannes durch den Wald Gin

{…wenn der Badboy Johannes durch den Wald ins Glas zieht….}

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Johannes durch den Wald Gin

Nach einer eintägigen Pause der Ginier Dich! Woche (die Leber muss sich ja schließlich auch mal wieder regenerieren ;) ), verlassen wir Hessen und reisen weiter nach Rheinland-Pfalz.
Und wer es bisher noch nicht mitbekommen hat: Die Pfalz bringt nicht nur tolle Weine hervor, sondern kann auch beim Thema Gin voll punkten!

Wir starten in der Nähe von Bad Kreuznach und begeben uns auf das Weingut F.E. Schott in Wallhausen. Hier gibt sich eine ganze Familie dem Thema „Genuss im Glas“ hin und natürlich darf dazu auch ein passender Gin nicht fehlen. Entstanden ist ein wirklich toller Gin „Johannes durch den Wald“, den die zwei Brüder Michel und Benjamin Schott ins Leben gerufen haben.

„Johannes durch den Wald“ erzählt die bekannte Geschichte des wohl berühmtesten Räuber aus dem Hunsrück, Johannes Bückler, besser bekannt als der Schinderhannes, dem Bad Boy aus dem 18. Jahrhundert. Der Schinderhannes galt als unverwundbar und war schlicht weg eine Legende. Der noch sehr neue Infused Gin, sagen die beiden Brüder, ist eine augenzwinkernde Hommage an den Ganoven aus der Region. Und so suchen die Schott Bros., auf den Spuren des legendären Weiberhelds, Pferderäuber und Dealer von Branntweinen, im angrenzenden Soonwald nach Waldhimbeeren und Kräutern, um einen großartigen Gin herzustellen.

Johannes durch den Wald Gin

Die duftigen Waldhimbeeren durchdringen beim ersten Schluck die Nase und finden sich sehr angenehm fruchtig und süß auf der Zunge wieder. Neben den klassischen Botanicals wie Wachholder und Koriander schwingen eine Vielzahl von Kräutern geschmacklich mit.
Alle Botanicals werden bei diesem Gin einzeln destilliert, verschiedene Kräuter sogar teilweise in einem Brand verbiestert.

Bevor „Johannes durch den Wald“ aber in die Flasche abgefüllt wird, hat er noch ein Techtelmechtel mit der Buzliese, einem würzigen Weiß- und Grauburgundercuvée, was dem 44% Johannes seine ganz eigene und unwiderstehliche Note verleiht. Bad Boy eben…. Wenn der Schinderhannes damals auch nur ein Fünkchen so sexy war, wie dieser Gin schmeckt, wäre ich dem Typ gnadenlos verfallen.

Wie auch bei allen anderen Gins habe ich die Macher gefragt, wie sie Ihren Johannes durch den Wald am Liebsten trinken.
Die Antwort seht Ihr hier:

Himbeer-Basilikum-Gin Tonic
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: Drinks
Serves: 1
Ingredients
  • 4 cl Johannes durch den Wald-Gin
  • trockenes Tonic
  • 3 Himbeeren
  • 3 Basilikumblätter
  • Eiswürfel
Instructions
  1. Den Gin in das Glas geben.
  2. Anschließend die Flasche Tonic öffnen (immer erst kurz vor Gebrauch, um die Kohlensäure zu erhalten).
  3. Das Tonic langsam in das Glas füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht.
  4. Nun das Glas mit Eiswürfeln füllen.
  5. Anschließend die Himbeeren hinzu geben und den leicht in der Hand angedrückten Basilikum ebenfalls in das Glas geben.
  6. CHEERS!

Himbeeren und Basilikum treffen sich mit herben Tonic auf Eis im Glas und ergeben einen wunderbar frischen Drink mit feiner Beerennote. Ich liebe diesen sanften Basilikumgeschmack, der in diesem Cocktail mitschwingt.

Johannes durch den Wald Gin

Dieser Gin bekommt von mir 10 von 10 Cocktail-Gläsern! Aber es ist alles, wie immer, ein Geschmacksache.
Meine Empfehlung: Unbedingt probieren!

Bis morgen und Cheers!
Eure

Tanja

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Schott Bros. Außer einem tollen Erlebnis im Glas, habe ich keinerlei Vorteile durch diese Kooperation bezogen und meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst (mein Konzentrationsvermögen nach drei Gläsern allerdings schon…-man sehe mir die Rechtschreibfehler nach) ;)

 

Burgen Gin

{…. Burgen Gin – ein osthessisches Destillat, das sehr viel Laune macht…}

Burgen Gin

Am Tag 3 der „GINier Dich!„-Woche Teil 2 fahren wir  in den Osten von Hessen und machen Halt in Schlitz, eine Kleinstadt im Vogelsbergkreis, um Burgen Gin kennenzulernen.
Burgen Gin wird in der Schlitzer Korn- und Edelobstbrennerei als Auftragsbrand hergestellt. Die traditionsreiche Brennerei aus der Nähe von Fulda ist bereits seit über 250 Jahren im Spirituosen-Geschäft etabliert und wurde im Jahr 2006 von der Stadt Schlitz übernommen. Der Name findet sich in der Form des Etiketts wieder, welches wie eine Burgmauer geformt ist.

Klassisch und vielseitig

Der Burgen Gin reiht sich geschmacklich eher in die Reihe der klassischen Gins ein, verdient aber trotzdem hier einen Platz in der Aufführung der Gin-Perlen, denn er ist sehr vielseitig einsetzbar. Leider verrät der Hersteller nicht all zu viel über die eingesetzten Botanicals.
Die Destillation erfolgt unter Vakuum, was eine sehr schonende Trennung der Aromen ermöglicht. Dadurch können schonend Stoffe separiert werden, die sich bei höheren Temperaturen zersetzen würden. Leider ist auch hier die Information des Herstellers etwas spärlich.

Also probieren wir den Burgen-Gin einfach mal und bilden uns eine eigene Meinung:
Klassische und schlichte Aromen kommen aus dem Glas herüber. Wachholder, Zitrone und Koriander findet man vor, ebenso etwas Anis und Kümmel. Eine schöne Kombination für die Nase.
Geschmacklich sticht ebenso die Zitrusnote hervor, gefolgt von Wacholder und Anis. Der Anis bleibt ganz klar im Abgang auf der Zunge haften und wird beim Genuss ohne Tonic, simpel auf Eis serviert, sehr deutlich.
Für einen klassischen Gin Tonic mit Burgen Gin sollte man ein eher trockenes Tonic wählen, denn sonst wird die Zitrusnote in diesem Drink eventuell zu vordergründig.

Burgen Gin

Ich habe Burgen Gin mit einem Pomelo-Juice und etwas Estragon serviert, um genau diese sommerliche Zitrusnote noch mehr hervorzuheben. Ich mag das.
Aber wie immer ist alles eine Frage des Geschmacks…
Mittlerweile gibt es neben dem 45 % Destillat auch noch einen Burgen Gin Destillers Cut mit 42% Alkoholgehalt und diverse andere Spirituosen aus dem Hause Burgen. Schaut mal hier
Burgen Gin ist auf jeden Fall eine tolle Bereicherung für den Barschrank. I like!

So wird der Drink gemacht:

Burgen Gin
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 90 ml Burgen Gin
  • 90 ml Pomelo Juice frisch gepresst
  • 15 ml Limettensaft
  • 1 Zeste Pomeloschale
  • 1 Zweig Estragon
  • 175 ml herbes Tonic Water
  • Eiswürfel
Instructions
  1. Fülle einen Shaker zu ⅔ mit Eiswürfeln.
  2. Gib den Gin, Pomelo Juice und Limettensaft hinzu und shake alles bis der Shaker außen kalt anläuft.
  3. Fülle ein Cocktailgals mit Eiswürfeln und seihe den Gin mit dem Saft hinein.
  4. Fülle alles mit kaltem Tonic auf und gibt eine Pomelozeste und einen Zweig Estragon mit ins Glas.

Wir lesen uns morgen, dann treffen wir uns allerdings auf ein Glas in der schönen Rheinland-Pfalz ;)
Haltet die Gläser und Eiswürfel bereit!

Eure

Tanja

 

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Burgen GinAußer einem tollen Erlebnis im Glas und viel Spaß beim Ausprobieren und Testen, habe ich keinerlei Vorteile durch diese Kooperation bezogen und meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst (mein Orientierungssinn nach drei Gläsern schon) ;)

Ursel Gin

{… Ursel Gin- der Gin aus dem Taunuswald …}

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Gin Tonic mit Ursel Gin

Der 2. Tag der #Ginier Dich! Woche in Hessen

Es ist 15 Uhr nachmittags und ich betrete ein weitläufiges Grundstück direkt am Wald im schönen Oberursel im Taunus. Hier bin ich mit Roland Braza verabredet, der seit ein paar Jahren seinen eigenen Gin destilliert und auch vertreibt.
Der lockere und entspannte Enddreißiger hat mich eingeladen seine kleine aber feine Destille zu besuchen und auch eine Kostprobe seines Ursel-Gins, den er hier in Eigenregie in einem Nebengebäude seines Wohnhauses im Keller herstellt, zu verkosten.

Auf die Frage wie er denn zum Gin gekommen sei, antwortete er, dass seine Leidenschaft zu dieser Spirituose schon in seiner Jugend ihren Anfang fand, als dieses hochprozentige Getränk noch überhaupt nicht so gehyped war wie heutzutage.
Vor 4-5 Jahren schenkte ihm dann seine Frau zu Weihnachten ein Brennseminar in Österreich. Schnell stellten er und sein Schwager fest, dass von den dort 10 gebrannten Gins, tatsächlich nur 2 halbwegs erträglich und schmackhaft waren. Seiner war dabei- und damit war die Lust, eine eigene Destille zu kaufen, geweckt.

Während wir ganz entspannt in einer dicken Ledercouch in seinem Gin-Tasting-Zimmer sitzen, erzählt mir Roland, dass er von Anfang an wusste wie sein Gin schmecken sollte.
Nach Wald. Nach Natur. Nach Freiheit.
Da Roland ein passionierter Jäger ist, verbringt er demnach viel Zeit in der freien Natur und natürlich auch in seiner Jagdpacht im schönen Hintertaunus.
Wen verwundert es da also, dass die Hauptzahl der Botanicals seines Gins logischer Weise auch aus dem Wald kommen musste?!
Neben Wacholder ist Fichte ein großer Geschmacksgeber des Ursel-Gins. Deshalb sieht man Roland Anfang Mai durch den Taunus streifen, um junge Fichtentriebe zu sammeln und sie einzufrieren. Denn ausschließlich junge Fichtentriebe dürfen in seinem Gin verarbeitet werden. Die gibt es allerdings nur zu einer bestimmten Zeit im Jahr und müssen dann bevorratet werden.

Ursel Gin aus dem Taunus

„Selbst, wenn man eine Idee hat, wie sein Gin schmecken soll, dauert es dennoch viele Monate bis die Botanicals in dem Gin wirklich so austariert sind, wie man es sich vorstellt,“ erklärt mir Roland und grinst, als er mir von den vielen Sessions des Probierens erzählt.
Irgendwann war dann der für ihn optimale Gin geboren und bekam den Namen „Ursel-Gin“. Benannt nach dem Ort Oberursel, in dem er hergestellt wird.

Im August 2017 standen die ersten Flaschen des würzigen Gins in einem Feinkostladen. Ein Edeka-Marktleiter aus der Umgebung entdeckte die Gin-Flasche mit dem leuchtend orangenen Etikett und wollte ihn für seinen Markt gewinnen.
Dann folgte ein Artikel im Regionalteil der Bildzeitung, in dem der Ursel-Gin benannt und bebildert wurde.
Der Ursel Gin war also auf die Bahn gebracht und man kreierte einen Online-Shop für die zusätzliche Vermarktung.

Ich bin wirklich froh, dass ich Ursel Gin in meine Gin-Sammlung mit aufnehmen konnte, denn er sticht geschmacklich wirklich hervor. Und das macht Spaß!

Ursel Gin aus dem Taunus

Den Ursel Gin gibt es in 3 verschiedenen Varianten, was ich für ein Einsteigerprodukt wirklich beachtlich finde.
Der Ursel Gin „Heritage“ besticht im Geschmack durch Fichte und Brennnessel, während beim „Dark Forest“ anstatt Brennnessel die Eberesche, Piment und Melisse und noch mehr Fichte auf der Zunge zu schmecken ist.
Als drittes Ursel Gin-Produkt hat Ursel Gin den „Golden Oak“ herausgebracht. Hier reift der Dark Forest bis zu 5 Monaten in einem Tokaiafass und bekommt hierdurch auch seine goldenene Farbe und seinen einzigartigen Geschmack.

Ursel Gin aus dem Taunus

Jede Sorte wird im Geistverfahren hergestellt und nicht mazerriert. Alle Zutaten sind übrigens in Bio-Qualität und selbst der zugeführte Alkohol ist Bioalkohol.
Neben den vorgenannten Botanicals wandern noch Chili, Rosmarin (der zum Teil im eigenen Garten angebaut und geerntet wird), Orangen und Zitronenschale, Ingwer, Koriander, Piment, Angelikawurzel, Veilchen, Holunder und Tagetesblüten in das leckere Destillat.

An Tagen wie diesen, muss ich wieder mal feststellen, dass es so viele tolle Sachen, Menschen, Produkte und Ideen gibt und oftmals weiß man davon gar nichts.

Natürlich möchte ich wissen, wie ein Mensch, wie Roland Braza, der seinen eigenen Gin herstellt, Ursel Gin am Liebsten zu sich nimmt.
Roland lehnt sich bei dieser Frage entspannt in seiner Ledercouch zurück, betrachtet zufrieden die Flaschen auf einem Holzfass, das in einer Ecke des Raumes steht und sagt: „Weißt du Tanja, eigentlich mag ich meinen Gin am liebsten pur. Ich mag den Geschmack von unverfälschtem Wald und von Natur. Aber natürlich ist das nicht so jedermanns Ding. Deshalb empfehle ich den Ursel-Gin mit einer Orangen- oder Zitronenzeste, sowie mit einem trockenen Tonic zu trinken. Mehr braucht er meiner Meinung nach nicht.“

Ursel Gin aus dem Taunus

Und genau so habe ich es gemacht. Dazu noch einen Zweig frische Fichte mit ins Glas und schon hat man einen unglaublich charakteristischen Drink.
Absolute Empfehlung von mir!

Ursel Gin-Tonic
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: Drinks
Serves: 1
Ingredients
  • 4 cl Gin
  • trockenes und weniger süßes Tonic Water
  • Zitronenzeste
  • Fichtenzweig
  • Eiswürfel
Instructions
  1. Den Gin in das Glas geben.
  2. Anschließend die Flasche Tonic Water öffnen (erst kurz vor Gebrauch, um die Kohlensäure zu erhalten). Das Tonic Water langsam in das Trinkgefäß füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht.
  3. Nun das Glas langsam bis zum Rand mit Eiswürfeln auffüllen. Mit einem Cocktailstab vorsichtig verrühren.
  4. Abschließend die Zitronenscheibe oder Zeste in das Glas geben und einen Fichtenzweig mit dazu geben.

Bis morgen und Cheers!

Eure

Tanja

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Ursel Gin und Roland Braza. Außer einem tollen Erlebnis im Glas, habe ich keinerlei Vorteile durch diese Kooperation bezogen und meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst (meine Körperspannung nach drei Gläsern schon) ;)

Amato Gin Wiesbaden

{… Amato Gin – der Geliebte…}

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Amato Gin Wiesbaden

Auch wenn man jetzt meinen könnte, dass ich bald ein Teil der Anonymen Alkoholiker bin oder werde, ernenne ich diese Woche mal wieder zu einer „Ginier Dich!“-Woche.
Am Samstag habe ich mich ja schon mit einem leckeren Negroni in Sachen „La dolce far diente“ wieder nach Italien zurückgebeamt und wieder so langsam in das Thema Gin eingegroovt.

Da ich für die Gastrozeitung „Best Chefs“ eine mehrseitige Gin-Kolumne schreibe, habe ich mir überlegt, dass ich in der nächsten Zeit für die Leser durch Deutschland reise und besondere Gin-Perlen aufspüre und kleine Destillen und die Menschen, die dahinter stecken und mit ganz viel Herzblut wunderbare Destillate herstellen, vorstelle.
Unglaublich wie viele unterschiedliche Gins es mittlerweile gibt.
Und da ich Euch natürlich auch mitnehmen möchte, werde ich Euch diese Gin-Perlen natürlich nicht vorenthalten!

Zum Start bleiben wir in meinem schönen Hessen

Wir betreten in Wiesbaden die Manoamano Bar, die seit Jahren von Gianfranco Amato geführt wird und der für seine Bar auf der Suche nach einem Gin war, der wenig Wachholdernote hat und zusätzlich ein mediterranes Aroma verströmt. Nachdem die Suche ergebnislos blieb, machte sich Gianfranco daran einen eigenen Gin zu kreieren, der genau seinen Vorstellungen entsprach.
Entstanden ist der AMATO Gin, der in Zusammenarbeit mit der Destillerie Kaltenthaler in kleinen Mengen produziert wird.
Amato Gin ist ein sehr frischer Gin, bei dem die Zitrusnote, sowie der Thymian und der Koriander dominieren. Zugleich schwingt ein Hauch von Tomate mit, was den Amato Gin sehr von anderen Ginsorten unterscheidet. Der Wachholder ist in der Tat eher zurückhaltend. Hinzu kommen Akzente von frischer Gurke und Quitte, was in Kombination mit einem mediterranen Tonic einen sommerlichen Drink ergibt, der sich definitiv von anderen abhebt.
Amato bedeutet „der Geliebte“ und genau das spürt man, wenn man das 43,7 % Destillat langsam über die Zunge gleiten lässt. Dieser Gin funktioniert nicht nur in Kombination mit Tonic, sondern überzeugt auch in anderen Cocktails, wie dem Basil Smash oder Wiesbaden Mule.

Das Tomatenaroma ist die Macht!

Wer Lust hat den Amato-Gin zu verkosten, besucht entweder die Manoamano Bar in Wiesbaden, kommt hier im House vorbei oder bestellt ihn hier.
Ich war von den Aromen dieses Gins wirklich überrascht und bin großer Fan der Tomate, die man hier herausschmeckt, weshalb ich Euch den Signaturen Drink der Bar hier zeigen möchte. Die italienischen sonnengereiften aromatischen Tomaten trocknet Gianfranco übrigens direkt in seiner Bar, damit diese immer gleich zur Hand sind. Unbedingt mal reinschauen, wenn Ihr in der Nähe seid!

Amato Gin Wiesbaden

Wer es nachmachen möchte…So geht’s:

Amato Gin Tonic
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Drink
Serves: 1
Ingredients
  • 4cl Amato Gin
  • Fever Tree Mediterranean Tonic
  • 1 Scheibe getrocknete Tomate
  • 1 Zweig Thymian
  • Eiswürfel
Instructions
  1. Die Eiswürfel in ein Glas geben und den Gin einfüllen.
  2. Mit Tonic auffüllen und eine Scheibe getrocknete Tomate und ein Thymianzweig hinzugeben.

 

Bis morgen und Cheers!
Eure

Tanja

 

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Amato Gin Wiesbaden. Außer einem tollen Erlebnis im Glas, habe ich keinerlei Vorteile durch diese Kooperation bezogen und meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst (mein Sprachzentrum nach drei Gläsern allerdings schon…) ;)

 

Negroni und la dolce far niente

{…das süße Nichtstun, la dolce far niente…}

la dolce far niente

Immer her mit dem süßen Leben. Aber können wir Deutsche das überhaupt?
Die Turmuhr auf der Piazza zeigt kurz nach 17Uhr. Es ist ein ganz normaler Dienstag irgendwo in Italien. Zu keiner Uhrzeit spürt man mehr den kulturellen Unterschied zwischen Italienern und Deutschen, als zwischen 17.30 und 20 Uhr.
Ich sitze vor einer kleinen Bar auf einem klebrigen Plastikstuhl, vor mir ein Negroni und mir wird bewusst, was sich der Deutsche dringend von seinen italienischen Freunden abschauen sollte. La dolce far niente. Runterkommen. Die kultivierte Faulheit zelebrieren.
Kopf aus, Leben an.
Haben alle schon gehört, klingt abgedroschen, ist aber dennoch wahr.
Die Deutschen sind in dieser Disziplien völlige Nieten. Wir haben das nie gelernt. Wir können das nicht!

Der Deutsche beendet seinen Arbeitstag damit sein perfektes Image zu pflegen. Immer gewissenhaft, immer ordentlich, immer korrekt. Das gilt natürlich auch für die Buchshecke, die nach Feierabend noch unbedingt getrimmt und für den Rasen, der noch gemäht werden muss. Gerne auch noch im weißen Hemd, dafür aber mit Bergsteiger-Überlebenssandalen und Socken am Fuß. Was sollen denn sonst die Nachbarn denken?
Und während der Deutsche sich kasteit, dass die Fassade des Eigenheims einen makellosen Eindruck macht, stellt der Italiener zwei Klappstühle auf den von Piniennadeln übersäten Bordstein direkt an seine bröckelnde Hauswand und tauscht mit dem Nachbarn bei einem Aperitivo die neusten Geschichten aus dem Dorf aus. Immer mehr Klappstühle ergänzen die Reihe. Auf ihnen nehmen Menschen jeden Alters Platz, die sich des Lebens freuen und das far niente genießen.

la dolce far niente

An meinem Tisch läuft ein deutsches Paar im mittleren Alter vorbei und schwärmt in lauten Tönen: „Diese unsauber verputzten Wände, dieser rustikale Chic… Ist das nicht charmant?“
Und genau dieses Paar, wird bei der Rückkehr nach Deutschland erst einmal den Löwenzahn aus dem Rollrasen stechen und einen kleinen Riss in der Hauswand zuspachteln, um dann kurz darauf an einem perfekt gedeckten Tisch Platz zunehmen. In der Mitte steht die getöpferte Tonschale aus dem Italienurlaub. Zumindest in den ersten Tagen nach der Rückkehr. Danach wandert sie in den Schrank und dient, wenn es gut läuft, noch als Salatschale, wenn man mal bei irgendjemand eingeladen ist und etwas zum Buffet beisteuern muss.

Manchmal kommt es mir so vor, als hätten die Italiener die Prokrastination erfunden. Dinge einfach mal entspannter angehen. Sich das Leben leichter machen.
Man muss keine Studien lesen, um sich als Deutscher zu reflektieren und sich eingestehen, dass das Sicherheitsbedürfnis hierzulande weitaus höher ist als in den südlichen Ländern.
Der Deutsche plant, schaut voraus, hat ein genaues Zeitmanagement. Die nächsten drei Tage werden in der Regel vom Deutschen schon vorausgeplant, sonst droht der völlige Kontrollverlust. Selbst der Speiseplan steht manchmal schon, schließlich muss auch der Einkauf genau geregelt sein. All das sind Mechanismen, die Sicherheit vermitteln. Der Italiener, oder allgemein gesprochen: der Südländer, hat ein weitaus niedrigeres Bedürfnis nach Unsicherheitsvermeidung. Getreu dem Motto: Wird schon! Natürlich birgt das Risiken, aber es hält eben auch viel Platz für Freiheit und Wohlfühlen parat.
Der Deutsche hat immer irgendetwas zu erledigen. Ist er nicht mächtig beschäftigt und gestresst, suggeriert das Faulheit. Ich habe mir mal spaßeshalber aufgeschrieben, wie viele meiner Freunde auf die Frage: „Wie geht es Dir?“ mit „Ich hab so viel zu tun, aber es geht mir gut!“ antworten.
Bei 8 von 10 kam genau diese Antwort. Ob es denen dabei wirklich gut geht? Keine Ahnung.

la dolce far niente

Wer um 17.30 Uhr in Deutschland sich direkt nach Feierabend mit Freunden trifft, nennt das After-Work. Ein Begriff der sich hier fest in die Feierabendkultur eingebrannt hat. Mit dem einen kleinen „Fehler“: auch hier steckt das Wort WORK drin. Nicht selten sitzen sich Freunde oder Kollegen an einem Tisch gegenüber, vor ihnen ein Glas Bier, Wein oder Sonstiges und beantworten mit aufgeklappten Laptops noch ein paar Emails. Happy Feierabend!
Einfach mal Loslassen und die Excel-Tabellen aus dem Kopf streichen.

Neben der Einstellung der Deutschen zum „Dolce far niente“ kommt allerdings auch noch die Barkultur mit ins Spiel. Während hier auf der Piazza ein Aperol Spritz 3,20 Euro kostet (in größeren Städten mag das natürlich auch hochpreisiger sein) und mit einer ganzen Armada an Snacks und Knabberwaren an den Tisch gebracht wird, ruft der Deutsche Wirt lockere 6,50 Euro auf, schließlich schwimmt im Glas noch ein Minzzweig und eine halbe Orangenscheibe.
Man könnte fast meinen, dass die italienische Regierung das leicht beschwipste Entfliehen aus dem Alltag in den frühen Abendstunden subvensioniert.
Eventuell hält das ja auch die Bevölkerung ab ihre Häuser zu renovieren, um diesen charmanten rustikalen Look der Städte und Dörfer nicht zu gefährden. Nun, das ist wohl eher eine abstruse Vermutung…

Ich gestehe ja, ich bin nicht besser, als die anderen. Während ich hier sitze und das sanfte Rauschen des südlichen Lebens bei meinem Glas Negroni und einem Teller Antipasti genieße, weiß ich genau, dass ich ebenso wie alle anderen Gefahr laufe mich in Deutschland wieder dem allgemeinen Trott und der Geschäftigkeit anzupassen.

la dolce far niente

Deshalb hat mein Telefon jetzt eine neue Einstellung bekommen:
Pünktlich um 17.30 Uhr klingelt von montags bis freitags mein Handywecker und ein dickes „FAR NIENTE“ leuchtet auf dem Display. Ob ich dann immer gleich an den Barschrank stürze, um mir einen alkoholischen Drink zu gönnen, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich werde die Füße hochlegen und einfach mal nichts tun.

Macht Ihr mit?

Zur Unterstüzung des „La dolce far niente“ habe ich hier noch das Rezept für den Negroni, der das Ganze so richtig authentisch macht. Und wer gerne dazu etwas Caponata genießen möchte, findet das Rezept dazu hier.

Negroni und la dolce far niente
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Recipe type: Drink
Serves: 1
Ingredients
  • 3 cl Dry Gin
  • 3 cl Roter Wermut
  • 3 cl Campari
  • 1 Orangenzelte
  • Eiswürfel
Instructions
  1. Gin, Wermut und Campari zu gleichen Teilen in einen Tumbler mit einigen Eiswürfeln gießen.
  2. Mit einer Orangenzelte servieren.

Auf das Leben! Genießt es!

Eure

Tanja

Asiatischer Glasnudelsalat mit Cervena Hirschfleisch

*Werbung*

{…ich mag es wild mit Cervena…}

Cervena Hirschfleisch

Gerade als ich diesen Satz geschrieben habe, dachte ich mir, ich muss doch mal nachsehen, wie das deutsche Wörterbuch das Wort „wild“ definiert.

Zu lesen ist:
nicht domestiziert; nicht kultiviert, nicht durch Züchtung verändert; wild lebend; wild wachsend; nicht zivilisiert; auf niedriger Kulturstufe stehend; im natürlichen Zustand befindlich/ belassen; vom Menschen nicht verändert; urwüchsig wuchernd; unkontrolliert wachsend; heftig; stürmisch; ungestüm, ungezügelt; durch nichts gehemmt; äußerst lebhaft; temperamentvoll; (umgangssprachlich)
äußerst bewegt; ereignisreich; das erträgliche Maß überschreitend; übermäßig; übertrieben

Und ich bleibe dabei: ich mag es wild!

Meine Haare übrigens auch, denn die stehen tatsächlich morgens immer unkontrolliert in alle Richtungen. Noch dazu mag ich tempramentvolle, lebhafte Menschen und ebenso ereignisreiche Tage (und Nächte). Nicht kultiviert, ungezügelt, durch nichts gehemmt und maßlosübertrieben streiche ich jetzt mal aus meiner persönlichen Definition für das Wort „wild“. Und auf dem Teller finde ich Wild übrigens auch unglaublich gut!

Hier geht es gleich zum Rezept

Vor einiger Zeit hatte ich in der Tat einen wirklich „wilden“ Abend bei Carmelo Greco in Frankfurt. In seinem wunderschönen Restaurant in Frankfurt Sachsenhausen traf sich eine illustre Gruppe von Menschen, die dem Thema Kulinarik, gutes Essen und gute Weine sehr zugetan sind. Und eben auch der wilden Sache auf dem Teller, denn genau darum drehte es sich an diesem Abend.
Carmelo bereitete uns ein wunderbares 6-Gang-Dinner mit dem unglaublich feinen neuseeländischen Cervena-Hirschfleisch zu.

Cervena von CarmeloGreco

Was ist eigentlich Cervena-Hirschfleisch?

Neuseeland ist der weltweit größte Exporteur von Hirschfleisch, und in Deutschland ist die Nachfrage nach dem Premium-Rotwild von den Inseln im Südpazifik besonders groß. Die Tiere grasen auf weiten Grünflächen, trinken reines Wasser und atmen die klare Luft der neuseeländischen Natur. Ihr Fleisch zeichnet sich durch charakteristisch milden Geschmack und geringen Fett- und Cholesteringehalt aus. Aufgrund seiner ausgezeichneten Qualität und der ganzjährigen Verfügbarkeit bietet neuseeländisches Hirschfleisch vielseitige Einsatzmöglichkeiten in der Küche.

Die Tatsache, dass die Tiere nicht gejagt und männliche Exemplare in der testosteronreichen Brunftzeit (die in Deutschland übrigens als Jagdzeit gilt) in Ruhe gelassen werden, garantiert konstant hohe Fleischqualität. Seine charakteristische Zartheit erhält das Fleisch, weil Tiere im Alter zwischen 12 und 18 Monaten verarbeitet werden.
Auch die Verarbeitung selbst hat großen Einfluss auf die Güte des Fleisches. Die neuseeländische Hirschfleischindustrie arbeitet nach höchsten Hygienevorschriften und, obwohl auf der anderen Seite der Erde gelegen, streng nach EU-Norm. Jede Stufe des Produktionsprozesses von der Farm bis zum Transport unterliegt strikten Kontrollen, und der Inselstaat im Südpazifik blieb von Tierseuchen wie BSE oder Maul- und Klauenseuche bisher vollkommen verschont. Auch der Transport in die Importländer erfolgt nach ökologischen Prinzipien: Küchenfertig in Zuschnitte wie Filet, Rücken, Krone, Ober- und Unterschale, Hüfte oder Nuss zerteilt, vakuumverpackt und gekühlt oder schockgefrostet wird das Fleisch CO2-arm per Schiff exportiert.

Cervena_Whiterock Station
Selbst der bekannte neuseeländische Koch Graham Brown schwärmt: „Hirschfleisch aus Neuseeland ist ein wunderbar leichtes und vielfältiges Produkt. Es ist so fein, dass ich es für viele Gerichte nehme, für die man normalerweise Thunfisch verwendet.“ Neuseeländisches Rotwild enthält reichlich Eisen, aber kaum Kalorien, Fett oder Cholesterin, was das Fleisch nicht nur zur idealen Wahl für Gesundheitsbewusste, sondern auch zur echten Alternative zu Kalb, Geflügel und Rind macht. Aufgrund seines feinen Geschmacks und der ganzjährigen Verfügbarkeit ist neuseeländisches Hirschfleisch perfekt für die Verwendung in der leichten, modernen Küche und kann mit vielen verschiedenen Aromen und Gewürzen kombiniert werden. So eignet es sich in der warmen Jahreszeit hervorragend als BBQ, ist ideale Grundlage für asiatische Gerichte von Tataki bis zur neoasiatischen Küche und kann auch traditionell – modern inspiriert – eingesetzt werden.
Wer mehr darüber erfahren möchte schaut einfach mal hier (klick).

Mich hat das Menü mit Cervena bei Carmelo Greco eindeutig überzeugt, dass Hirsch nicht nur in den kalten Monaten auf den Teller passt, sondern auch unglaublich leicht und fein daher komme kann.

Cervena Hirschfleisch

Hier im House stehen wir bei diesem warmen Wetter sehr auf frische, leichte Salate. Man kann sie perfekt vorbereiten und sie können problemlos zur Arbeit, in die Schule oder auch zu einem Picknick mitgenommen werden.
Warum also das Cervena Hirschfleisch nicht mal auf asiatische Art in einen frischen Glasnudelsalat integrieren. Ich bin immer noch total begeistert über diese Kombination und es wird sicherlich nicht das letzte Mal sein, dass dieses Fleisch seinen Weg in meine Küche gefunden hat.

Wer aus der Ecke von Frankfurt kommt, bekommt das Cervena Fleisch übrigens im hiesigen Frischeparadies.

Herzlichen Dank liebes Team von Gourmet Connection, Cervena  und das FrischeParadies für den tollen Abend bei Carmelo Greco, mit dieser wunderbaren Inspiration in Sachen Hirschfleisch aus Neuseeland.

Zum Nachmachen gibt’s hier noch schnell das Rezept für den wilden Glasnudelsalat:

5.0 from 1 reviews
Asiatischer Glasnudelsalat mit Cervena Hirschfleisch
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 200 g Glasnudeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Limette
  • 2 EL Teriyaki Sauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 TL Ingwer (frisch gerieben)
  • ½ Bund frischer Koriander
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 250 g frische Champignons
  • 2 EL Öl
  • 400 g Cervena Hirschhackfleisch
  • ½ TL chin. fünf Gewürzmischung
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Eier
  • 1 El Sojasauce
  • 1 Tl Mirin
  • 1 Tl Sesamöl
  • 0.5 Tl Speisestärke
Instructions
  1. Glasnudeln mit einer Schere zerkleinern und nach Packungsanweisung zubereiten.
  2. Für das Dressing: Knoblauchzehe schälen und in kleine Würfel schneiden. Limette auspressen. Teriyaki Sauce, Sesamöl, Ingwer und Knoblauch verrühren.
  3. Koriander waschen, Blättchen von den Stielen zupfen und klein schneiden.
  4. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.
  5. Champignons putzen und in kleine Würfel schneiden.
  6. Öl in einer Pfanne erhitzend das Hackfleisch mit Salz, Pfeffer und chin. Gewürz vermengen und krümelig anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
  7. Die Champignons ebenfalls anbraten.
  8. Eier mit Sojasauce, Mirin, Sesamöl und der in 1 El kaltem Wasser angerührten Stärke verquirlen.
  9. Wieder etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen.
  10. Die Eimasse hineingeben und bei mittlerer Hitze stocken lassen.
  11. Omelette vorsichtig von einer Seite aufrollen, kurz abkühlen lassen, dann in Scheiben schneiden.
  12. Die Glasnudeln mit den Frühlingszwiebeln, Champignons, Koriander und dem Dressing mischen.
  13. Das gebratene Cervena Hackfleisch und die Omelett-Scheiben darüber geben.

 

Ich wünsche Euch eine wilde restliche Woche!

Eure

Tanja

 

Alkoholfreie Sangria und kleine Flüchte aus dem Alltag

{…Kurzurlaub, Powernapping und Sangria…}

Sangria

Hallo liebe HouseFreunde,

ist bei Euch der Sommer auch so im vollen Gang? Hier brennt der Planet seit Tagen mal wieder und die Natur da draußen dörrt so vor sich hin. Der Rasen (naja gut, es ist Wiese) rund ums House sieht eher aus wie eine karge Steppenlandschaft und leuchtet in fröhlichen trocknen Beigetönen mit kleinen Einschlüssen von ehemals grün. Man kommt mit dem Bewässern irgendwie gar nicht mehr hinterher.
Ich bei mir selbst übrigens auch nicht…

Seitdem wir hier das neue House bezogen haben, bin ich ja in der komfortablen Situation ein Fotostudio (inkl. Büro) mein Eigen zu nennen. Das hat den Vorteil, dass man nicht mehr alles wegräumen muss und ein Set auch mal ein oder zwei Tage stehen bleiben kann.
Aber das absolute Highlight ist der, an das Zimmer angrenzende, Wintergarten. Rundherum Glas, was bedeutet, dass ich auch im Winter, wenn man nicht mehr so vom Licht verwöhnt wird, relativ lange mit dem vorhandenen Tageslicht arbeiten kann.

Sangria
Im Sommer ist so ein Wintergarten allerdings eher ein Terrarium. Und während es draußen vor der Tür 25 Grad hat, klettert die Temperatur dort drin mal ganz schnell auf gefühlte 40 Grad.
Zum Arbeiten im Sommer also eher ungeeignet. Da das Fotostudio/Büro aber auch ohne den Wintergarten ein heller Raum ist, habe ich beschlossen mein „Terrarium“ zum „Platz-an-der-Sonne-ich-denke-an-Urlaub“ umzubenennen.
Ich habe also kurzerhand eine liegestuhlähnliche Sitzgelegenheit in den Wintergarten gestellt und setze mich jetzt immer mal für ein kurzes Päuschen dort hinein. Natürlich nicht ohne vorher die gesamte Fensterfront sperrangelweit aufzureißen, damit sich das Urlaubsfeeling auch richtig einstellt und mir die Sonne ins Gesicht leuchtet. Dazu im Hintergrund Meeresrauschen vom Band und ein kurzer Ausflug in den Süden ist perfekt. Naja…fast perfekt! Sand unter den Füßen würde noch fehlen, aber das lasse ich lieber. Und ein kühles Getränk in der Hand fehlt definitiv auch noch! Das ist einfacher und sauberer umzusetzen, als den Wintergarten mit Sand aufzufüllen.

Da meine 10-Minuten-Urlaubs-Pausen aber ja meistens am Tag sind, muss das Getränk natürlich alkoholfrei sein. Ja, man stelle sich vor, hier im House wird nicht nur Gin und Wein getrunken… ;)
Am besten etwas fruchtig, säuerliches und unbedingt mit Blubber. Außerdem darf es für mich gerne auch leicht bitter sein. Und wenn dann noch frische Früchte Im Glas sind, ist es ein perfekter alkoholfreier Sommerdrink (für den Tag) für mich. Ich nenne diese Erfrischung einfach mal alkoholfreie Sangria. Zumindest kommt es der echten Sangria von der Farbe und der Temperatur relativ nah.
Am Abend funktioniert das Ganze übrigens auch prima mit Alkohol- quasi eine Sangria 2.0.
Ich mag es ja, wenn eine leichte bittere Note im Getränk mitschwingt und bin nicht so der Freund von sehr süßen Säften oder Getränken. Deshalb eignet sich das Sanbitter von Sanpellegrino für ein tolles alkoholfreies Getränk, was sich perfekt für einen sommerlichen „Ich-beame-mich-für- 10-Minuten-nach-Italien“ verwenden lässt. Nachdem ich in letzter Zeit diese kleinen Fläschchen in den hiesigen Supermärkten aber nicht mehr bekommen habe (scheinbar mögen das viele Leute), bin ich dazu übergegangen das leckere Getränk bei allyouneedfresh zu bestellen. Hier spare ich mir sogar das Schleppen, denn die Sachen werden direkt nach House geliefert. Sehr praktisch, wie ich finde.
Dort gibt es auch alle anderen Säfte, die ich für meine alkoholfreie Sangria verwendet habe.
Letztendlich sind Euch bei der Wahl der Früchte und der Säften keine Grenzen gesetzt. Ich zeige Euch hier jetzt einfach mal meine Version.

 

Alkoholfreie Sangria
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 1,2 l
Ingredients
  • 1 Zitrone
  • 3 dl Sanbitter
  • 3 dl Traubensaft
  • 5 dl Apfelsschorle
  • 250 g gemischte Beeren
  • 2 Aprikosen in Würfel
  • Eiswürfel zum Servieren
  • 1 Zweig Mine
Instructions
  1. Zitrone auspressen.
  2. Zitronensaft, Sanbitter, Traubensaft und Apfelschorle in einen Krug geben.
  3. Aprikosen würfeln, Beeren waschen.
  4. Erdbeeren vierteln.
  5. Früchte zum Saftgemisch geben und mit Eiswürfeln auffüllen.
  6. Zweig Minze hinzugeben und 10 Minuten ziehen lassen.
  7. Evtl. mit Eiswürfel erneut auffüllen.

 

Sangria

Ich hoffe Ihr nehmt Euch auch immer mal wieder eine Auszeit. Letztlich geht es doch darum sich immer mal kleine Inseln im Alltag einzubauen. Ob in der Mittgaspause auf der Parkbank, einem schnellen Espresso in einer Bar (wie in Italien) oder ein kurzes Powernapping im Liegestuhl.

Genießt das Leben!

Eure

Tanja

Grilltonne, Premium-Fleisch, Sommersalate & Co

{…MEATwoch à la Bronx-Deluxe mit der House No.15-Grilltonne…}

*Dieser Beitrag wimmelt übrigens von Werbung und einer Flut von Rezepten
(Alle hier vorgestellten Produkte liegen mir sehr am Herzen und ich wurde für diese Werbung nicht bezahlt!)

Grilltonne

Vor über einer Woche zog etwas Neues ins House ein, auf das ich unfassbar stolz bin!
Die eigene House No.15-Grilltonne ist frisch aus der Manufaktur von Christian Münz gekommen und hat nun ihren festen Platz im Garten. Stellt Euch mal vor…meine eigene Grilltonne mit Logo. Ist das nicht großartig?
Aber nicht nur die Optik ist ja bei so einem Teil entscheidend, sondern natürlich auch die Einsatzmöglichkeiten. Die Tonne ist ursprünglich ein Ölfass, das von Christian Münz mit einem Feuerkorb und einer dicken Eisenplatte ausgestattet wurde. Dank der zwei Griffmulden kann die Platte zu zweit sehr einfach auf die Tonne gelegt werden. Durch das Loch in der Mitte der Platte kann dann das Holz nachgeschürt, bzw. der Korb befüllt und angefeuert werden. Und dann kann es eigentlich auch schon mit dem Grillen losgehen. Dank der großen Platte und der sich verteilenden Hitze hat man auch bei der Grilltonne direkte und indirekte Zonen zum Grillen. Und wer zusätzlich einen Topf, Wok oder einen Dutch Oven zum Einsatz bringen möchte, setzt das mitgelieferte Stövchen auf das Feuerloch und kann dann hier zeitgleich wunderbar zusätzlich Beilagen oder was auch immer zubereiten.
Passend zu der Feuerplatte bietet die Firma Grillrost.com übrigens tolle Ergänzungen, wie zum Beispiel diesen Grilleinsatz, der ein cooles Flammenmuster auf Euer Drillgut zaubert oder schaut doch mal hier im Sortiment.
Das ist Grillspaß auf eine ganz besondere Art und zudem noch sehr dekorativ, denn wenn dann alle abgefüttert sind und man die Tonne trotzdem weiter sanft befeuert, leuchtet diese wunderschön im dunklen Abend und zaubert eine ganz besondere Atmosphäre.

Hier geht es direkt zu den Rezepten, wer keine Lust zum Lesen hat…

Grilltonne
Natürlich musste die Tonne nach dem Einzug direkt mal ausprobiert werden und wie praktisch, dass ich anlässlich des MEATwochs ein tolles Fleischpaket von LUMA D.A.C. zur Verfügung gestellt bekommen habe.
LUMA ist ein Fleischdelikatessen-Handel, der von zwei Freunden in der Schweiz gegründet wurde. Lucas Oechslin und Marco Tessaro haben sich auf das Veredeln von Schweizer Frischfleisch mit einem speziellen Edelschimmel spezialisiert. Der Edelschimmel bewirkt, dass die Stücke von Rind, Schwein und Kalb eine maximale Stufe von Zartheit erreichen und zusätzlich erzeugt der Pilz einen unnachahmlichen nussigen Geschmack. Viele Spitzengastronomen bringen mittlerweile LUMA-Fleisch auf die Teller ihrer anspruchsvollen Gäste.
Zum Glück kann man seit 2016 das unverwechselbare Fleisch aus der Schweiz in ganz Europa beziehen, so dass auch die Gourmets zu Hause nicht darauf verzichten müssen.
An alle Fleischliebhaber unter Euch: Ich kann Euch diese besonderen Fleischstücke wirklich ans Herz legen. Bei mir gibt es LUMA Beef ausschließlich zu besonderen Anlässen und die Einweihung der Grilltonne war dieses Fleisches unbedingt würdig!
Deshalb haben der MesserDealer und ich ganz feierlich ein wunderbares Edelschimmel-Roastbeef auf die Platte „geworfen“.
Wer mehr über LUMA D.A.C. erfahren möchte, schaut einfach mal hier. Ihr solltet das Fleisch wirklich unbedingt probieren- es ist der Hammer!

Grilltonne

Grilltonne

Und weil der Mensch ja dazu neigt gerne ein vielfältiges Angebot auf dem Tisch und Teller zu haben, wurden kurzerhand noch ein paar unserer eigenen Lammbratwürste, von unserer Lammschlachtung im vergangenen Jahr mit gegrillt.
Davon würde ich Euch im Übrigen auch gerne mal hier berichten. Seid Ihr bereit einer Schlachtung beizuwohnen?

Wenn man mich fragt, was ich vorziehen würde: ein exklusives 6 Gänge-Dinner in einem Sternerestaurant oder einen Abend im Garten mit besten (housegemachten) Produkten, gegrillt auf der Feuertonne, zubereitet in der eigenen Küche…
Ich würde mich immer für letzteres entscheiden.

Zu all dem Fleisch braucht man (naja, Mann vielleicht nicht, aber ich schon!) auch Beilagen, ein schönes Salz, selbstgemachte Grillbutter und eine leckere Grillsauce.
Ebenso darf eine Vorspeise meiner Meinung nach nicht fehlen.
Deshalb zeige ich Euch noch schnell was es zu, bzw. vor dem großartigen LUMA-Beef von der Grilltonne gab:

Rezepte:

Zur Vorspeise hatten wir einen sommerlichen Melonen-Mozzarella-Rucola-Salat mit erfrischendem Mangodressing und Lammschinken aus der eigenen Schlachtung.

Grilltonne

Melonensalat mit Mozzarella
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • ½ Honigmelone
  • 1 Bund Rucola
  • 1 Büffelmozzarella
  • 100 g luftgetrockneter Schinken (nach Gusto)
  • 1 reife Mango
  • 1 TL brauner Zucker
  • 3 EL Weißwein oder Wasser
  • 2 TL frisch gepresster Limettensaft
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Instructions
  1. Den Rucola waschen und auf einer Platte verteilen.
  2. Die Melone entkernen und das Fruchtfleisch würfeln.
  3. Ebenso den Mozzarella in Würfel schneiden.
  4. Melone und Mozzarella auf dem Rucola verteilen.
  5. Die Mango schälen, dann das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und grob würfeln.
  6. Den Zucker mit Wein oder Wasser und Limettensaft in einen hohen Rührbecher geben und verrühren.
  7. Die Mangowürfel und den Essig zugeben und alles mit dem Pürierstab fein pürieren.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über den Salat geben.
  9. Wer mag reicht dazu luftgetrockneten Schinken.

Dazu habe ich ein Grillbrot mit Brie-Füllung gebacken.

Grilltonne

Grillbrot mit Briefüllung
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 Rolle Fertigblätterteig
  • 100 g Kräuterfrischkäse
  • 150 g Brie oder anderen Weichkäse
  • 1 Eigelb verquirlt
  • Meersalz, grober Pfeffer
  • gehackte Kräuter nach Belieben
Instructions
  1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Den Blätterteig ausrollen und längs in 4 gleich große Streifen schneiden.
  3. Auf zwei der Streifen den Frischkäse streichen, dabei darauf achten ringsherum einen Rand zu lassen.
  4. Den Brie in möglichst dünne Scheiben schneiden (evtl. kurz anfrieren) und dann den Frischkäse damit belegen.
  5. Den Rand mit Eigelb bestreichen und jeweils den verbleibenden unbelegten Blätterteigstreifen darauf legen und die Ränder festdrücken.
  6. Beide gefüllten Streifen jetzt wie eine Kordel verdrehen und auf ein Backblech legen.
  7. Mit dem restlichen Eigelb bestreichen und mit Salz, Pfeffer und gehackten Kräutern würzen.
  8. Dann für 15-20 Min backen.
  9. Das Brot kann auf der Grillplatz in der indirekten Zone nachmals gewärmt werden. Warm auf dem Teller schmeckt es am Besten!

Zum Fleisch und der Lamm-Bratwurst hatten wir einen orientalisch angehauchten Bulgur-Salat mit Orangen, Nüssen und Koriander dazu eine Parmesan-Basilikum-Grillbutter und eine leicht pikantes Tomaten-Paprika-Relish.

Grilltonne

Bulgursalat mit Orange und Nüssen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 3
Ingredients
  • 150 g Bulgur
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 2 kleineOrange(n), geschält und filetiert
  • ½ Orange(n), gepresst
  • 1 Möhre(n)
  • 8 Dattel(n), getrocknet, ohne Stein
  • Salz und Pfeffer
  • Kreuzkümmelpulver
  • 2 EL Olivenöl, extra vergine
  • 3 EL Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse geröstet
  • 2 ELKorianderblätter
Instructions
  1. Den Bulgur mit der Gemüsebrühe aufkochen und ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze nach Packungsanweisung garen.
  2. Den Orangensaft der halben Orange, plus dem Saft, der beim Filetieren anfällt, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel verrühren, das Öl unterschlagen. Das Dressing mit dem gegarten Bulgur mischen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Möhre schälen und in feine Streifen hobeln. Die Datteln längs vierteln, dien Koriander fein schneiden.
  4. Die Früchte, die Möhre, die Nüsse und den Koriander zum Bulger geben, nochmal durchziehen lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Parmesan-Basilikum-Grillbutter
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 1 Biolimette
  • 0.5 Bund Basilikum (ca. 50 g)
  • 3 Stiele Minze
  • 75 g junger Parmesan
  • 0.5 kleine Knoblauchzehe
  • 250 g weiche Butter
  • 2 El Olivenöl
  • feines Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Instructions
  1. Die Schale der Limette fein abreiben. Basilikum- und Minzblätter von den Stielen zupfen, beides fein hacken.
  2. Parmesan fein reiben.
  3. Knoblauch pellen und in eine kleine Schüssel pressen.
  4. Kräuter, Limettenschale, Butter und Olivenöl zugeben und alles gründlich mit einer Gabel verkneten, dann den Parmesan untermischen.
  5. (Ein paar Kräuter und etwas Parmesan beiseite stellen).
  6. Butter mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Die Butter jeweils auf die Mitte zweier Bögen Pergamentpapier (oder Backpapier) verteilen, dann zur Wurst formen und fest aufrollen. Die Enden wie bei einem Bonbon zudrehen und mit Küchengarn verschnüren. Die Butter im Kühlschrank fest werden lassen.
  8. Kurz vordem Servieren noch in Parmesan und Kräutern wenden.
  9. Schmeckt nicht nur zu Fleisch, sondern ach auf Baguette.

Tomaten-Paprika-Relish
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • 800 g Zwiebel(n), fertig geputzt gewogen
  • 4 große Paprikaschote(n), rot, geputzt etwa 500 g
  • 4 kleine Tomate(n)
  • 1 große Chilischote(n), rot, entkernt und fein gewürfelt
  • 3 EL Öl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 75 g Zucker
  • 3 TL Salz
  • 6 EL Essig
  • ¼ Liter Weißwein, trocken
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 3 EL Pfeffer - Körner, eingelegte rote oder getrocknete grüne
  • Pfeffer
  • Sambal Oelek
Instructions
  1. Die Zwiebeln schälen und würfeln.
  2. Die Paprika putzen, entkernen und würfeln.
  3. Die Tomaten heiß überbrühen, häuten und ebenfalls würfeln.
  4. Die Chilischote entkernen und fein würfeln.
  5. Die Zwiebeln mit den Paprikaschoten zusammen im heißen Öl anbraten, dann die Tomaten- und Chiliwürfel zufügen. Nun das Tomatenmark einrühren und kurz mit anschwitzen. Dann den Zucker, Salz, Essig, Wein und Paprikapulver einrühren.
  6. Alles aufkochen lassen und ca. 1 Stunde zugedeckt köcheln lassen.
  7. Pfefferkörner einrühren und Relish mit Sambal Oelek, Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Mit offenem Deckel noch etwa 30 min einkochen lassen und dann in vorbereitete Gläser füllen. Die Gläser verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
  9. Hält ohne Probleme einige Monate lang.

Hach… das war alles so unglaublich lecker!

Getrunken haben wir übrigens einen sehr erfrischenden kalifornischen Rosé-Wein von Dark Horse, der mir von der sympatischen und innovativen Frankfurter PR-Agentur Gourmet Connection zum Testen zur Verfügung gestellt wurde.

Ich habe Euch ja angekündigt, dass dieser Beitrag nur so vor Werbung wimmelt, deshalb möchte ich Euch noch ganz schnell die anderen Produkte nenne, die ich wirklich ganz ganz toll finde und täglich im Einsatz habe. Ich bekomme übrigens dafür kein Geld, wie vielleicht manch einer glauben mag. Es gibt einfach Dinge, die das Leben, die Küche und die Tischkultur unglaublich bereichern und ganz viel Spaß machen. Ich wurde in letzter Zeit häufig gefragt wo ich Dieses oder Jenes auf meinen Fotos her habe, also teile ich das ab sofort immer mal mit Euch. Wen das stört, bitte einfach ignorieren!

Absolutes Lieblings-Lieblings-Geschirr der Firma Churchill 1795 (Serie Stonecast)
Messer der Firma Fr. Dick (Serie )
Tisch Eigenbau vom MesserDealer

Und falls Ihr Interesse an so einer coolen Grilltonne habt, schreibt mir einfach eine Email an mail@houseno15.de

Und jetzt mache ich mir Gedanken, was es am kommenden Wochenende vom Grill gibt, denn da wartet eine neue Überraschung in Punkto Outdoor-Kochen auf mich/uns.
Aber das zeige und erzähle ich Euch dann, wenn es so weit ist.

Und wie immer gilt am MEATwoch:

AUGEN AUF BEIM FLEISCHEINKAUF

Eure

 

Tanja

 

 

Weißwurst-Salat mit Radieschen

{…Weißwurst-Resteverwertung auf die Schnelle mit der Housedame…}

Weißwurst

Gestern habe ich Euch ja hier gezeigt wie man Weißwürste zu Hause relativ leicht selbst machen kann.
Nachdem meine Eltern und fast die gesamte Strasse mit Weißwurst versorgt wurden, waren immer noch einige übrig. Ganz ehrlich… ich mag Weißwurst…aber jeden Tag mag ich das auch nicht in gleicher Form essen.
Eine Verwertung-Strategie musste also her.
Warum das Ganze nicht mal als Salat servieren? Dazu ein süßliches Senfdressing und ganz viel frische Petersilie und rote Zwiebeln, frisches Brot dazu und ein tolles Mittag- oder Abendessen ist fertig.
Sowas von lecker und irgendwie doch ganz anders, als die Weißwurst nach klassischer Art.
Das wäre vielleicht auch etwas, was man gut auf ein Oktoberfest-Buffet bringen könnte, was meint Ihr? Dauert zwar noch bis Oktober, aber Planung ist schließlich alles ;)

Weißwurst

Hier also ganz schnell das Rezept, damit Ihr alle fix in den Montag starten könnt:

Weißwurst-Salat mit Radieschen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Serves: 3-4
Ingredients
  • 300 g Weißwurst
  • 400 g Radieschen
  • 2 mittelgroße rote Zwiebeln
  • 2 Gewürzgurken
  • 2 EL Senf, süß
  • 4 EL Weißweinessig
  • 8 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • Salz und Pfeffer
Instructions
  1. Die Radieschen in dünne Scheiben schneiden und mit etwas Salz bestreuen und 15 Min. in einer Schüssel ruhen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Weißwurst 5 - 7 Min. in heißem Wasser gar ziehen lassen, dann abgießen und leicht abkühlen lassen.
  3. Die Weißwurst pellen und in Scheiben schneiden.
  4. Jetzt die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden.
  5. Die Gewürzgurken abtropfen lassen und in Würfel schneiden.
  6. Für das Dressing den Senf mit Essig, Öl und Pfeffer gut verrühren.
  7. Die Petersilie waschen, gut trocken schleudern und in fein hacken.
  8. Die Petersilie mit der Vinaigrette vermischen.
  9. Wurst, Rettich, Gurken und Zwiebeln in einer Schüssel mischen und mit dem Dressing begießen.
  10. Mit Pfeffer und Salz nochmals abschmecken und den Salat ca. 15 min. durchziehen lassen.
  11. Dazu schmecken Laugenbrezeln oder -brötchen sehr gut.

Happy Monday für Euch!

Eure

Tanja

 

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