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Lachsburger mit grünem Spargel

{..das Leben ist nun mal so…}

Salmon-Burger 1.1

Es gibt einfach so Tage, da ist die Welt nicht in Ordnung. Man rennt auf der Straße umher und sucht vergebens die rosa Elefanten, die wie Federn lustig und leicht durch die Lüfte schweben. Sie stehen nicht mal am Straßenrand und wollen per Anhalter mitgenommen werden. Ja, solche Tage gibt es. Das Leben ist nun mal so….
Wenn man dann noch ganz blöd sein Auto crasht, weil man für einen kurzen Augenblick darauf bedacht war, seine Handtasche vor dem Sturz in den Abgrund des Beifahrer-Fußraumes zu retten, wünscht man sich die Rückspultaste, wie damals beim Kassettenrekorder, wenn sich die Stimme von Justus Jonas so lustig piepsig mit dem schnarrenden Geräusch des Rückspulvorgangs vermischte. Kassettenrekorder hat man nicht mehr. Das Leben ist nun mal so…
Keine Lösung ist auf jeden Fall daraufhin seinen Gram in Rotwein zu ertränken! Zugegeben- es ist aber eine Möglichkeit! (Deshalb aber noch lange keine Lösung!) Möglichkeiten sind jedoch dazu da ergriffen zu werden. Habe ich getan. Gestern. Heute weiß ich, dass ich besser nach alterativen Möglichkeiten hätte suchen sollen. Habe ich aber nicht. Das Leben ist nun mal so…
Dank der falschen Möglichkeits-Wahl endete meine Nacht auf der Couch. Meine Rücken ist heute davon so begeistert, dass er beschlossen hat mir zum Dank mit lustigen kleinen Schmerzstichen den Tag zu versüßen. Ich mag meinen Rücken, wenn er sich so in den Vordergrund spielt ……………………………….NICHT!………………………………….
Das Leben ist nun mal so….

Salmon-Burger 2.1
Die Nacht hat aber leider nicht nur Spuren im Rücken, sondern auch im Gesicht hinterlassen. Ja ja, ab einem gewissen Alter verzeiht einem die Epidermis eben keine Ausflüge mehr ins Land des übermäßigen Rotweins, bzw. einer gefühlten 1 Meter hohen Couch-Armlehne, auf der der Kopf mit Kinn auf Brust für viele Stunden verharrte. Von dem kleinen angetrockneten Rinnsal, der sich Dank dieser unschönen Schlafposition den Weg von meinem linken Mundwinkel in Richtung Hals gebahnt hat, mal ganz abgesehen. Das Leben ist nun mal so….

Um Punkt 6:30 Uhr lasse ich hunderte von Litern dampfendes heißes Wasser in meine Badewanne laufen, während ich mir einen Milchkaffee zubereite und die Tasse mit der perfekten Milchschaumkrone, nebst zwei Klatschzeitschriften, auf den Wannenrand stelle. Um genau 6:45 Uhr verbrennt sich mein rechter dicker Fußzeh als Erstes am viel zu heißen Badewasser. Die anderen 9 Zehen folgen ihm todesmutig und der Rest meines geschädigten Körpers ebenfalls. Einen kurzen Moment lang fühle ich mich wie ein Ei das pochiert wird, aber ich harre tapfer aus. Das Leben ist nun mal so…
Eine dicke Schicht Anti-Agin-Maske findet den Weg auf mein Gesicht und ich schließe die Augen. Allein der Gedanke an die Glättung meiner Gesichtszüge und meiner Augenpartie lassen mich langsam anfangen zu entspannen. Da zieht der Duft des Kaffees in meine Nase und ich taste mich blind mit der rechten Hand am Wannenrand entlang. (Den Zusatz auf der Gesichtsmaske „Augenpartie aussparen“ habe ich schlichtweg überlesen…) Ein lautes Klirren und das unschöne Geräusch von zerspringendem Porzellan hallt durch mein Badezimmer. Muss ich mehr sagen? Das Leben ist nun mal so…

Salmon-Burger 5.1
Aber nur weil das Leben nun mal so ist, heißt das noch lange nicht, dass man schulterzuckend alles hinnehmen muss, was einem das Leben so bietet (oder vielleicht auch nicht bietet).
Und deshalb gilt: Macht was! Oftmals reicht ja schon ein kräftiger Tritt in den Hintern, den man sich durchaus auch mal selbst geben kann! Oder vielleicht eine Tasse perfekten Milchkaffees, die beim Zerscheppern das Bad mit hellbrauner Flüssigkeit, gespickt mit hübschen Milchkrönchen, flutet.
Und soll ich Euch etwas sagen? Genau zu diesem Zeitpunkt habe ich imaginär meinen Mittelfinger gezückt und beschlossen nicht mehr rum zu jammern! Hilft ja auch nix! Aber Essen hilft immer… und Essen zubereiten sowieso. Zumindest mir.
Naja und da 8 Jahre katholische Mädchenschule (ja Ihr habt richtig gehört!) nicht spurlos an mir vorübergegangen sind, wird es heute an diesem Karfreitag kein Fleisch und keine Wurst im House geben. Ich würde nicht mal Tofuwurst kredenzen, wobei ich das auch außerhalb von Karfreitagen nicht tun würde.
Also gibt es heute ganz klassisch Fisch. Und weil ich noch ein wenig über das Leben nachdenken muss, brauche ich eine Zubereitungsart, die so kontemplativ ist, dass ich nachdenken kann. Könnte ich angeln, würde ich mich jetzt im Nieselregen ans Meer setzen. Blöd nur, dass ich keine Angel habe. Noch blöder, dass ich kein Meer vor der Tür habe. Das Leben ist nun mal so… Ach nein, das wollten ich ja nicht mehr sagen!
Also kurz und gut. Ich habe erst mal angefangen kleine Brötchen zu backen. Und das nicht nur sinngemäß, sondern ganz in Echt. Um genau zu sein: Hamburgerbrötchen. Und alleine das Zusehen, wie sich der Knethaken meiner Küchenmaschine langsam und stetig durch den Teig arbeitet, lässt meinen Kopf rattern. Die ersten guten Ideen schießen hinein. Wahrscheinlich habe ich noch nie so lange kleine Brötchen geformt und Teig liebevoll in meinen Händen gestreichelt, gewartet bis der Teig aufgegangen ist und ihn dann bedächtig mit Sesam und Schwarzkümmel bestreut. Ich sage Euch, das hilft!!! Von der Zubereitung der Mayonnaise möchte ich jetzt gar nicht sprechen. Und mit der Beobachtung des Bratvorgangs meiner Lachsfilets, während das Bratfett sich in Form von lustigen kleinen Spritzern auf meinem Kochfeld verteilt, möchte ich Euch auch gar nicht langweilen. Ihr denkt jetzt bestimmt: „Die Gute hat sie doch nicht alle!!!“ Doch hat sie- und es geht Ihr hervorragend.
Also, macht Euch selbst einen Therapie-Lachsburger. Egal ob das Leben so ist. Egal was das Leben so bringt.
Ich kann Euch nur eines verraten: Gestern und heute haben mir so viele Ideen und Erkenntnisse eingebracht, wie schon lange nicht mehr.
Das Leben ist nun mal so! Und das ist auch gut so!

Salmon-Burger 6.1

Hier ist das Rezept zum Therapie-Lachs-Burger:

5.0 from 2 reviews
Lachsburger mit grünem Spargel
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • Burger-Buns :
  • 400 g Mehl
  • 8 g Hefe
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 8 g Salz
  • 1 Eigelb
  • Sesam und Schwarzkümmel

  • Mayonnaise:
  • 1 Eigelb+1 gehäufter EL Senf
  • 200 ml Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Weinessig
  • 1-2 EL groben Senf

  • Belag:
  • 300 g Lachsfilet ohne Haut aus dem Mittelstück
  • 200 g grüner Thaispargel
  • 1 Bd. Rucolasalat
  • Salz und Pfeffer
  • Pflanzenöl
Instructions
  1. Burger-Buns:
  2. Alle zutaten bis auf Sesam und Schwarzkümmel in einer Rührschüssel vermengen und mit dem Knethaken auf kleinster Stufe für ca 5 Min kneten. Dann die Geschwindigkeit nach und nach erhöhen und 8-10 Min weiterkneten.
  3. Aus dem Teig 6 kleine Brötchen formen. Das Eigelb mit etwas Wasser vermischen und die Brötchen damit bestreichen. Jetzt nach Belieben mit Sesam und Schwarzkümmel bestreuen.
  4. Nun müssen die geformten Brötchen ca 30-45 Min bei Zimmertemperatur gehen und werden anschließend im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca 15-20 Minuten gebacken.

  5. Mayonnaise:
  6. Eigelb und Senf in einer Schüssel verrühren.
  7. Jetzt das Öl langsam in dünnem Strahl dazu gießen und mit dem Schneebesen kräftig verschlagen. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss den Weißweinessig und den groben Senf unterrühren.

  8. Belag:
  9. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das mit Pfeffer und Salz gewürzte Lachsfilet von beiden Seiten anbraten.
  10. Den Thaispargel für 1 Min blanchieren und dann in kaltem Eiswasser abschrecken.
  11. Den Rucola waschen und in mundgerechte Größe zerteilen.
  12. Jetzt die Burgerbuns in der Mitte aufschneiden und dünn mit der Mayonnaise bestreichen.
  13. Anschließend mit Rucola und Spargel belegen.
  14. Den Lachs grob zerteilen und auf dem Spargel verteilen. Mit Mayonnaise toppen, evtl mit Pfeffer aus der Mühle nachwürzen und den Deckel des Burgerbrötchens darauf legen.

Ich wünsche Euch einen schönen Karfreitag, genießt was der Tag für Euch bereithält und denkt daran:

Wo es Schatten gibt, muss auch Licht sein!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

{Burgerlove}…addicted to black

Blackburger1

Ich habe eine schwarze Seele. Nicht so im negativen Sinne. Ich mag einfach die Farbe schwarz. Ich mag es bei Klamotten, ich mag es bei Fotos, ich mag es beim Wohnen. Und ja…seit heute mag ich es auch beim Essen.

Blackburger3

Bei Ina geht heute ‚let’s cook together‘ in eine neue Runde. Diesmal mit dem Thema Burger. Und mal ehrlich: wer bitte liebt keine Burger??? Da bin ich natürlich mit am Start. Streitigkeiten ob die Burger von Fastfoodkette A (die mit dem großen M) oder Kette B (die mit dem Grill in Flammen) die besseren sind, werden hier nicht geführt, denn alles ist selfmade. Ok. Den Salat, das Gemüse und die Orangen habe ich nicht selbst angebaut und aus kleinen Keimlingen gezogen…aber der ganze andere Rest ist komplett aus meiner Küche. Inklusive die „Black-Magic-Burger-Buns“. Und die sind echt ein Hingucker! Ich gebe zu, man muss den Kopf ausschalten, denn schwarze Brötchen lassen auch mal schnell die Assoziation von Schimmel und Verdorbenen zu. Aber keine Angst! Die Farbe schwarz kommt einzig und allein durch ein wenig Tintenfischtinte. Und wer jetzt denkt, dass die Tinte geschmacklich in den Vordergrund tritt, der irrt gewaltig. Man schmeckt davon gar nichts! Aber die Farbe…wuuuuhuuuuu…. It‘s magic! Und es bleibt im Kopf! An diesen Burger erinnert man sich!

Blackburger2

Stellt Euch bitte mal vor ihr habt ein Date. Vielleicht das erste bei Euch zu Hause und Ihr habt der/dem Angebeten von Euren Kochkünsten erzählt und zu einem romantischen Dinner for two geladen. Ich sage Euch, nach diesem Burger trennt sich die Spreu vom Weizen und Ihr werdet direkt erkennen, ob der/diejenige der/die Richtige für Euch ist. Ok. Ein gewisses Risiko birgt die ganze Geschichte. Fifty-fifty-Chance nennt man das wohl. Entweder Euer gegenüber springt direkt auf und verlässt mit vorgehaltener Serviette die Wohnung (einfach weil er/sie keine Ahnung hat und null experimentierfreudig in Sachen Kulinarik ist-das passt dann sowieso nicht!), oder er/sie wird Euch (noch mehr) vergöttern und mit vollen Backen kauend, nach noch einem Burger verlangen und zufrieden die Finger ablecken und Euch bis (hoffentlich) ans Lebensende vergöttern. Ich drücke Euch die Daumen, dass Variante 2 eintritt. Also ich bin verliebt in diesen Burger! Und ich hab mir ganz klar die Finger geleckt!

Blackburger5

So, und damit Ihr auch wisst was der Burger neben diesem ungewöhnlichen schwarzen Burgerbrötchen noch zu bieten hat, erzähle ich Euch mal kurz was so alles auf diesem Knaller-Teil noch drauf ist. Die Unterseite wurde mit einer selbstgemachten Orangen-Mayonnaise bestrichen, darauf tummelt sich eine Mischung aus Rucola, Rote Beete Salat und jungem Spinatsalat. Nun kommt die Hauptzutat: rosa gebratenes Lachsfilet mit Orangenpfeffer gewürzt darauf. Um dem Ganzen eine gewisse Knackigkeit zu verleihen, kuscheln sich auf dem Lachs ein paar kurz blanchierte Zuckerebsen und dünne Scheiben von süßer Orange. Burgerdeckel drauf und herzhaft reinbeißen. Oh my goooood! Ihr werdet es lieben! Traut Euch! Normale Burger kann doch jeder!

Hier ist das Rezept:

5.0 from 9 reviews
Black Salmon Burger
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • Burger Buns:
  • 500g Mehl
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 35 g weiche Butter
  • 10g Salz
  • 1 EL Tintenfischtinte
  • 1 EL Mohn
  • Orangenmayonnaise:
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Senf
  • 200 Ml Pflanzenöl
  • 1 EL Weißweinesseig
  • 2 TL Orangensaft
  • Salz und Peffer
  • Orangenschalenabrieb
  • Öl zum Braten
  • 6 Lachsfilets in Stücke geschnitten
  • Orangenpfeffer und Salz
  • 1 Handvoll Zuckererbsen
  • gemischter Salat aus Rucola, Rote Bete Salat und Spinatsalat
  • Orangenscheiben
Instructions
  1. Burger Buns:
  2. Mehl, Hefe, Wasser, Butter und Salz vermischen. Tinte dazu geben und alles 5 Minuten mit dem Knethaken verrühren bis ein elastischer Teig entstanden ist.
  3. Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Dann aus dem Teig 6 Brötchen formen, mit Mohn bestreuen und weitere 45 Minuten gehen lassen.
  5. Dann im Ofen bei 200 ° für ca. 15-20 Minuten backen. Dabei eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen.
  6. Die Brötchen auskühlen lassen und aufschneiden.
  7. Orangenmayonnaise:
  8. Eigelb, Senf, Weinessig und Orangensaft in einem Rührbecher mit dem Stabmixer Sverrühren.
  9. Dann in dünnem Strahl das Öl zufügen und weitermixen bis eine Mayonnaise entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und Orangenschalenabrieb unterrühren.

  10. Einen Topf mit gesalzenem Wasser erhitzen und die Zuckererbsen kurz blanchieren, dann in kaltem Wasser abschrecken.

  11. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Lachsfiletstücke von beiden Seiten 1 Minute anbraten (sie sollen innen noch rosa sein) und mit Salz und Orangenpfeffer würzen.

  12. Die Burgerbrötchen-Ober- undUnterseite zuerst mit der Orangenmayonnaise bestreichen, dann den Salat auf die Unterseite geben.
  13. Die gebratenen Lachstücke darauf legen und die Zuckererbsen darauf schichten und mit Orangenscheiben abschließen.
  14. Den Deckel des Brötchens darauf setzten und servieren.

Blackburger4 Und? Eklig oder cool?

Falls Ihr Euch für eklig entscheidet (kann ja auch daran liegen, dass Ihr keinen Fisch mögt), findet Ihr bei Ina (klick) bestimmt ein alternatives Rezept, was Euch mehr zusagt.

Seid auch mal mutig!

Eure

Tanja

aus dem House No.15