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♥Herbstliebe meets Lieblings-Apfelkuchen♥

Also eigentlich bin ich ja jahreszeitmäßig eher der Sommertyp. Sonne, Wärme, lange Abende draußen verbringen und beim Einschlafen dem Zirpen der Grillen lauschen.
Aber gerade gestern hat mich die Herbstliebe gepackt…
Der Morgennebel waberte zäh über die Wiesen, als ich mit Herrn Hugo meinen frühen Morgenspaziergang machte. Es roch nach feuchter Erde und nassen Blättern und irgendwie hing so eine ganz eigene Stimmung in der Luft. Um diese Uhrzeit sind hier noch kaum Leute unterwegs, der Taunus füllt sich an Sonntagen meist erst zur Mittagszeit. Um so mystischer war der Wald.

Sieht das nicht aus wie der Eingang in eine andere Welt?

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Es hätte mich nicht gewundert, wenn unter einem Blatt oder hinter einem Baum ein Troll hervor gesprungen wäre (zum Glück ist das nicht passiert- ich wäre wahrscheinlich vor Schreck tot umgefallen!)
Das einzige was mir entgegengesprungen ist, war ein Eichhörnchen, das nach Nüssen gesucht hat. Allerdings war ich da mit meiner Kamera mal wieder zu langsam. Dafür habe ich wunderschöne Herbstpilze gefunden. Wahrscheinlich alle nicht essbar, deshalb stehen sie auch immer noch an ihrem Platz im Wald. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich überhaupt keine Ahnung von Pilzen habe und nie auch nur im Entferntesten daran gedacht habe, mal welche zu sammeln, um sie danach zu verzehren. Zum Pilze sammeln gehe ich immer in den nahegelegenen Supermarkt und freue mich über all die Sorten die dort im Regal ‚wachsen‘. Aber wenn ich auch keinen blassen Schimmer von Pilzen habe, finde ich sie wunderschön. Allein die Lamellen unter dem Hut…großartige Natur!

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Die Farben des Herbstes haben mich gestern echt umgehauen. Und kurz dachte ich: „Sommer…wer bitte braucht Sommer, wenn man so einen Herbst haben kann?!“ Naja, der Gedanke kam nur kurz auf, denn spätestens als ich nach 2 Std. laufen (trotz dickster Socken!) eiskalte Füße hatte, wusste ich, dass mir der strumpflose Flip-Flop-Sommer (zumindest temperaturtechnisch) doch mehr liegt.

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Aber es gibt ja für alles ein Mittel. Und mein Mittel gegen kalte Füße ist Herbst-Apfelkuchen. Nicht nur, dass der Ofen die Küche und somit auch meine Füße aufwärmt…Nein! Allein der Duft der durchs House No.15 zieht, wenn der Apfelkuchen vor sich hin backt, wärmt mich mit Wohlbefinden. Und da ich ja gerade so verliebt in den Herbst bin, muss der Apfelkuchen natürlich auch ein wenig herbstlich ‚gestylt‘ werden.

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Fräulein Reh und Gebrüder Wildsau haben sich dann auch ganz schnell beim Kuchen eingefunden und nach Apfelstücken und Mürbeteigkrümeln gesucht.

Ich bin dann mit einem großen Stück Kuchen ab auf die Couch, habe eine meiner Lieblings-CDs aufgelegt, die Füße unter meine flauschige Sofadecke gesteckt und diesen Herbstsonntag in vollen Zügen genossen, während draußen die feuchte Luft von den Nachbardächern wehte und die Schornsteine zufrieden Rauchwolken spukten.

Apfelkuchen5

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Möchtet Ihr Euch auch mit Apfelkuchen wärmen? Dann gibt es hier das Rezept dazu. Es ist ähnlich wie die holländische „Appeltaart“, nur ich habe bei meiner Version die Rosinen und den Zimt weggelassen, weil ich beides nicht so gerne mag. Aber das kann ja jeder machen wie er möchte. Wer sich für das originale Appeltaartrezept interessiert, findet dieses übrigens hier bei Alexandra.

5.0 from 2 reviews
Lieblings-Apfelkuchen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Ingredients
  • 200 g Mehl
  • 130 g kalte Butter
  • 100 g Zucker
  • ca. 800 g Äpfel
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei (getrennt)
  • 10 g Speisestärke
Instructions
  1. Mehl, Butter, Salz, das Eigelb und 70g Zucker in eine Schüssel geben und schnell mit den Händen zu einem Teig verkneten.
  2. Den Teig in Folie gewickelt für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  3. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Den restlichen Zucker und die Stärke untermischen.
  4. Den Ofen auf 170° C (Umluft) vorheizen und eine Springform (26cm) mit Butter fetten.
  5. Jetzt die Hälfte des Teiges etwas größer als die Springform ausrollen und die Form damit auslegen. Einen Rand dabei hochziehen.
  6. Anschließend die Apfelmischung auf den Teig geben.
  7. Die andere Hälfte des Teiges ebenfalls rund ausrollen und die Apfelmischung damit abdecken. Dabei den Teigdeckel mit dem Teigboden festdrücken.
  8. Nun noch den Kuchen mit dem verbleibenden Eiweiß bestreichen und dann ca. 45min auf der mittleren Schiene backen.
  9. Warten bis köstlicher Apfelkuchenduft durch Deine Küche zieht.
  10. Vor dem Backen mit Puderzucker bestreuen.

Mögt Ihr den Herbst mit seinen bunten Farben, erdigen Gerüchen und mystischen Stimmungen auch so gerne? Oder welcher Jahreszeit-Typ seid Ihr?

Ich wünsche Euch eine heimelige Herbstwoche
und schicke Euch ein paar Schornstein-Rauchwölkchen aus dem House No.15.

Eure
Tanja

Hallo Herbst!

Hallo Herbst

Passend zum heutigen kalendarischen Herbstanfang packt mich die irrsinnige Lust auf Kürbiscremesuppe. Gerade gestern habe ich ein Hokaido-Prachtexemplar beim Gemüsehändler ergattert. Leider habe ich ihn nicht in seiner vollen Pracht fotografiert, deshalb mussten seine kleinen Zier-Kollegen für die Fotos herhalten. Aber eigentlich geht es ja auch um die Suppe die daraus entstanden ist.

Kürbiscremesuppe1

Kürbiscremesuppe zählt eindeutig zu meinen Lieblingssuppen und steht in meinem persönlichen Kochbuch unter der Rezepte-Rubrik *Soulfood*. Wenn draußen der Herbstwind die Blätter durch den Garten fegt und die Temperaturen immer weiter sinken, wenn die Luft nach feuchtem Laub und Erde riecht, wenn die Kastanien mit lautem *Klock* auf der Erde aufschlagen, nachdem die stachelige Schale sie freigegeben hat, spätestens dann sehne ich mich nach einer kuscheligen Decke und einem schönen Buch auf meiner Couch und nach Kürbiscremesuppe.

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Kürbiscremesuppe3

Selbst die Temperaturen passen sich dem heutigen Herbstanfang an, auch wenn jetzt gerade wieder die Sonne warm scheint. Lange wird es nicht mehr dauern, bis sich der Sommer völlig verabschiedet hat. Und wenn Ihr auch Lust auf Essen für die Seele habt und die Suppe nachkochen möchtet-hier ist das Rezept:

Kürbiscremesuppe
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Soulfood
Serves: 6 Personen
Ingredients
  • 1 Hokaido Kürbis (ca. 1-1,3kg)
  • 1 Zwiebel
  • 500 ml Kokosmilch (ungesüßt)
  • 500 ml Sahne
  • 2-3 große Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 1500 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Öl
  • Weißwein nach Belieben
Instructions
  1. Den Kürbis zerteilen, von den Kernen und dem Strunk befreien und in grobe Stücke schneiden. Der Hokaidokürbis muss nicht geschält werden.
  2. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Öl glasig anbraten.
  3. Kürbis dazu geben und kurz anrösten.
  4. Nach Belieben Weißwein angießen und kurz einkochen lassen. (Wer keinen Wein nehmen möchte, gießt ein wenig Gemüsebrühe an)
  5. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und zu den Zwiebeln und dem Kürbis in den Topf geben.
  6. Alles mit Gemüsebrühe auffüllen und bei mittlerer Hitze weich kochen lassen.
  7. Mit dem Pürierstab pürieren und mit Sahne und Kokosmilch auffüllen, evtl. nochmal pürieren.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn Ihr den Kürbis ca. 15min in eine Schale mit Wasser bei 200 Grad in den Ofen schiebt, lässt er sich wunderbar leicht zerteilen, entkernen und klein schneiden. Probiert es aus- Eure Finger werden es Euch danken ;)…

Ich habe zu meiner Suppe Bacon-Streifen gereicht, die ich auf einen Spieß gefädelt und in der Pfanne von beiden Seiten knusprig angebraten habe. Einen Spritzer Kürbiskernöl auf die Suppe geträufelt rundet den Geschmack noch perfekt ab. Natürlich schmeckt die Suppe aber auch ohne alles, einfach pur mit ein bisschen Brot!

Kürbiscremesuppe5

Macht es Euch gemütlich!
Kuschelige Herbstgrüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15