Schokokuchen vs. Schock-Oh-Kuchen

{… oder warum frisch gebackener Schokoladenkuchen das beste Raumdeo gegen müffelnde Teenager ist…}

Schokoladenkuchen2.1

Als Michaela am letzten Freitagmittag vom Arbeiten nach Hause kam, versuchte sie die Haustür aufzuschieben und scheiterte. Erst nachdem sie, bepackt mit zwei vollen Einkaufstüten, einer Laptoptasche und einem Ordner unter dem Arm, unsanft mit ihrem rechten Fuß gegen die Tür trat, schob diese sich langsam auf. Der Grund für die Türblockade war eine cognacfarbene Kunstleder-Umhängetasche und ein paar ehemals weiße Markenturnschuhe, die jemand achtlos direkt hinter der Eingangstür ausgezogen und an Ort und Stelle liegen gelassen hat. Michaela zwängte sich durch den engen Türspalt und wuchtete ihre Tüten und den Rest in den Flur.

Hinter einer der vielen Türen, die von dem Flur abgingen, vernahm sie dumpfe wummernde Geräusche und eine junge Mädchenstimme, die in schrägen Tönen englisch sang. „Hannah, mir stinkt das ganz gewaltig…“ Sie öffnete die Tür und prallte zurück. Der Anblick des Grauens bot sich ihr, als sie in den Raum blickte. Der Boden war übersät von nahezu dem gesamten Inhalt des Kleiderschranks. Dazwischen halbleere Joghurtbecher, beschriebene Zettel, leere Getränkedosen und Chipstüten. Mit offenem Mund stand sie da und starrte ungläubig in das Zimmer, das gestern noch in einem durchaus betretbaren Zustand war. Ein säuerlicher Geruch nach vergorener Milch und Müll, gemischt mit süßem Parfum lag in der Luft. Hannah, ihre 15 jährige Tochter, stand mit einem sehr knappen T-shirt bekleidet vor dem großen Spiegel, mit einem Fuß auf einem von Michaelas Pullovern, den sie schon seit einer Woche vergebens suchte und kämmte sich die langen braunen Haare.

Schokoladenkuchen3.1

„Oh, hallo Mum!“ rief Hannah gegen die Musik an und bürstete seelenruhig ihre lange Mähne weiter. Michaela rang nach Luft. „Bevor Du Dich jetzt wieder aufregst, wie es hier aussieht… Ich räume nachher auf. Ich treffe mich nur kurz mit Lisa und Nick. So um acht bin ich dann zurück. Übrigens, ich brauche neue Unterwäsche! Kannst Du mir morgen Geld geben?“ Mit einer dicken Schicht Wimperntusche wurden noch schnell die Augen umrahmt und schon griff Hannah nach ihrer Jacke irgendwo in dem Haufen auf dem Boden und wollte an ihrer Mutter in der Tür vorbei. „Ne ne Fräulein, sooo nicht!“ presste Michaela hervor. Auf ihrer Stirn zeichnete sich schon wieder diese scheußliche Ader ab, die immer zum Vorschein kam wenn sie sich ärgerte oder aufgeregt war. „Hannah wir müssen reden!“ „Nachher Mum!“ Und schon quetschte sich das Mädchen an ihrer Mutter vorbei, machte einen großen Schritt über die immer noch im Flur liegende Tasche und Turnschuhe und verließ mit wehendem Haar die Wohnung. Michaela lehnte an der Wand im Flur und versuchte Ihre Wut weg zu atmen. Das einzige was sie atmete war der süßliche Geruch von billigem Parfum, der noch immer in der Luft hing.

Kurz darauf klingelte es Sturm an der Tür. Michaela öffnete die Tür und Simon, ihr mit unzähligen Pickeln übersäter 13 Jahre alter Sohn stand ihr mit seinen knapp 1,90 Meter gegenüber. „Sorry Mum, ich hab meinen Schlüssel vergessen – und ich muss aufs Klo!“ Während er diesen kurzen Satz hervorpresste, wechselte er dabei zweimal die Tonlage. Ein grauer Rucksack flog in den Flur, eine Sweatshirtjacke hinterher und der Junge verschwand im Badezimmer ohne sich zu bemühen die Tür zu schließen. „Was gibt’s zu essen?“ Die Frage ging in unschönen Toilettengeräuschen unter. Als Simon in die Küche kam und an seiner Mutter vorbeischlurfte, zog ein penetranter Schweißgeruch, der stark an Zwiebeln erinnerte, hinter ihm her. Der Junge ließ sich auf einen Stuhl fallen und räkelte sich ausgiebig mit in die Luft gestreckten Armen. Der Zwiebelgeruch verstärkte sich. „Was gibt’s denn jetzt heute zu essen?“ „Zwiebelkuchen!“ „Iiiiiihhhhh! Mum, ich hasse Zwiebeln!“ „Ich weiß!“ „Und warum tust Du mir das dann an?“ „Warum tust DU mir das an, Simon?“ „Hä?“ „Simon, Du musst mal duschen gehen!“ Michaela stand auf und öffnete das Küchenfenster. „Ich hab heute Morgen geduscht!“ empörte er sich. „Dann geh bitte nochmal! In deinem Alter ist es eben so, dass man häufiger duschen muss…“ „Zu viel Wasser schadet der Haut, hat mein Biolehrer gesagt. Wegen dem HP-Wert!“ „PH-Wert!“ „Ach egal, auf jeden Fall ises nicht gesund! Und außerdem liegen meine Haare gerade so gut! Wenn ich jetzt dusche, ist wieder alles für den Arsch!“

Schokoladenkuchen4.1

Michaela stand wortlos auf und öffnete nacheinander alle vorhandenen Fenster, nebst Haustür, in der Wohnung. Ein kalter Wind wehte durch die Räume. „Willst Du dass ich erfriere?“ Simon holte einen Schal aus seinem Zimmer. „Willst Du, dass ich ersticke?“, war die Antwort seiner Mutter darauf. „Simon, geh bitte duschen! J E T Z T !!!“

Mürrisch verzog er sich ins Badezimmer. Natürlich nicht ohne auf dem Weg einen ganzen Schwall der verschiedensten F-Wörter und sonstigen unschönen Dingen von sich zu geben.

Im Badezimmer setzte er sich erstmal ganz bequem angezogen auf die Toilette und blätterte ein wenig in einer der Autozeitschriften seines Vaters, die stapelweise neben der Toilettenschüssel lagen. Nach drei Minuten stellte er in der Dusche das Wasser an und ließ sich wieder auf dem Toilettendeckel nieder, während Liter um Liter Wasser den Weg in den Duschabfluss suchten. Nach weiteren 5 Minuten hatte er das Gefühl das Wasser wieder abstellen zu können, um kurz darauf einen Sprühstrahl aus der Deodorantdose laut zischend unter seinen Achseln zu verteilen. Zufrieden schnupperte er an sich, prüfte kurz den Sitz seiner Frisur im Spiegel und warf anschließend achtlos ein zerknülltes Badetuch vor die Dusche auf dem Boden, damit alles authentisch wirkte. „Frisch geduscht“ betrat er die Küche. Michaela verstaute unterdessen die Einkäufe in den Schränken. „Fertig! Hier riech!“ Und schon presste Simon seiner Mutter seine Achsel dicht vor die Nase. Ein undefinierbares Geruchsgemisch aus verschwitzem T-Shirt, Deo und Waschmittel brannte sich in ihre Nase ein. Kurz musste sie ihren Würgereflex unterdrücken. „Du hast doch niemals geduscht!“ „Aber klar habe ich geduscht! Haste doch gerochen, oder?“ „Was ich da gerade gerochen habe möchte ich nicht laut aussprechen mein lieber Sohn! Eigentlich bräuchte ich jetzt nämlich eine Nasendusche, um diesen Geruch jemals wieder aus meinen Nasenflügeln zu verbannen! Aber bitte- Du musst ja stinkend herum laufen. Und soll ich Dir noch was sagen? Mir stinkt’s auch! Und zwar ganz gewaltig! Mittagessen fällt aus wegen Appetitlosigkeit durch Geruchsbelästigung! Ich brauche frische Luft!“

Schokoladenkuchen

Michaela verließ wutenbrannt die Wohnung und verbrachte die nächsten drei Stunden bei ihrer Nachbarin, die kinder- und mannlos in einer klinisch aufgeräumten Wohnung eine Etage über ihr wohnte. Hier roch es nach nichts, außer nach teuren Möbeln und man musste niemals über Schuhe am Boden steigen, denn die wurden feinsäuberlich aufgereiht, wie in einem Showroom in einem Regal im Flur präsentiert. Eine Oase der Ruhe für Augen und Sinne sozusagen.

Nach 3 Stunden sehnte sie sich aber doch irgendwie nach ihrem stinkenden Chaos und stieg die Treppe zu ihrer Wohnung hinab und machte sich auf einen weiteren Schock gefasst, der sie vermutlich hinter der Tür erwartete. Michaela schloss die Tür auf und Schock- nein kein Schock! Ein „Oh“ entwich ihr. „Oh-Kuchen!“ Durch Ihre Nase zog ein herrlicher Duft nach selbstgebackenem Kuchen und nach dunkler Schokolade. Keine Spur von Gestank. Dann fiel ihr auf, dass sich die Haustür auch ganz einfach öffnen ließ und keine Schuhe, Taschen, Jacken oder sonstiges auf dem Boden lagen.

Vorsichtig öffnete sie Hannahs Zimmertür. Wie von Zauberhand war das Chaos verschwunden, Zettel lagen geordnet auf dem Schreibtisch, Klamotten waren ordentlich gefaltet im Schrank und auch der saure, modrige Geruch war verschwunden. Ungläubig betrat Michaela die Küche. Am Küchentisch saßen ihre beiden Kinder. Simon in einem frischen T-Shirt und neuer Frisur, Hannah ungeschminkt und in Jogginghose. Beide strichen einträchtig dicke Ganache auf einen perfekten Schokoladenkuchen vor dem ein kleiner Zettel mit >>SORRY MUM<< lag.
(…)

Auch wenn dieser Zustand von Ordnung, Friede und wohlriechendem Raumklima wohl nur eine kurze Momentaufnahme war, Schokokuchen ist und bleibt trotzdem der beste Raumduft der Welt. Das funktioniert übrigens nicht nur bei müffelnden Teenagern, sondern auch bei nassen Hunden, vollen Babywindeln und getragenen Sportsocken….

Und wenn Ihr auch mal ganz spontan Euren Raum-Mief (weshalb auch immer) bekämpfen müsst, kommt hier das beste Schokoladenkuchenrezept dafür:

5.0 from 2 reviews
Schokokuchen vs. Schock-Oh-Kuchen
 
Author:
Ingredients
  • Kuchen:
  • 250 g Zucker
  • 2 Eier Gr. M
  • 130 g Vanillejoghurt
  • 120 ml Milch
  • 200 g Mehl
  • 50 g Backkakao
  • 2 TL Backpulver
  • Mark einer Vanilleschote
  • 120 g Zartbitterschokolade
  • 125 g Butter
  • 200 g backfeste Schokotropfen
  • Ganache:
  • 250 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 230 ml Sahne
  • Himbeeren optional
Instructions
  1. Zucker und Eier schaumig schlagen.
  2. Dann nacheinander Joghurt, Milch Mehl, Backpulver, Mark der Vanilleschote und den Backkakao dazu geben und verrühren.
  3. Die Schokolade in der Butter schmelzen und unter den Teig rühren.
  4. Zum Schluss die Schokotröpfchen unterheben.
  5. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und bei 180 Grad 50-60 Minuten backen.
  6. Kurz vor Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen.
  7. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen und danach auf ein Kuchengitter stürzen.
  8. Für die Ganache die Schokolade in kleine Stücke brechen.
  9. Die Sahne erhitzen und über die Schokolade gießen.
  10. So lange rühren, bis sich die Schokolade in der Sahne aufgelöst hat.
  11. Den Kuchen mit der Ganache bestreichen und nach Belieben mit Himbeeren ausdekorieren.

Schokoladenkuchen

Ich hoffe Ihr verzeiht mir den kurzen Ausflug in die Welt der Pubertierenden, mitsamt deren Gerüchen… (Übrigens: Alle in diesem Post geschilderten Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.)

Habt einen duften Sonntag

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Zoodles alla Gemüse-Arrabbiata

{…stellt Euch vor es ist Valentinstag und keiner geht hin…}

5.2

Neulich in einem Wohnzimmer irgendwo in Deutschland:

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Findest Du mich fett?“
Er: „Äh…nein!“
Sie: „Wieso musst Du ein Äh vor das Nein setzen? Du bist Dir also nicht sicher ob Du mich fett findest, stimmts?!“
Er: „Nein!“
Sie: „Mehr kommt da jetzt nicht, als ein NEIN???“
Er: „Es stimmt nicht! Bist Du jetzt zufrieden?“
Sie: „Aber schau doch mal hier…“ (sie kneift sich in den Oberschenkel und klopft auf ihren Bauch und ihre Hinterpartie)
Er: „Was ist da?“
Sie: „Ja schau doch mal…alles schwabbelt! Das ist doch nicht schön!“
Er: „Wenn Du es sagst!“
Sie: „Siehst Du, Du findest es auch nicht schön!“
Er: „Nein! Äh doch! Ach, Du bringst mich völlig durcheinander mit Deinem Fettschwabbel-Gerede!“

2

Sie schiebt schmollend die Unterlippe vor.
Beide schauen schweigend auf den Fernseher.

5 Minuten später:

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Liebst Du mich?“
Er: „Klar!“
Sie: „Warum?“
Er: „Wie warum?
Sie: „Na, warum Du mich liebst?“
Er: „Hmmm…“
Sie: „Hmmm? Mehr fällt Dir nicht ein? Schön dass Dir so viel an mir liegt!“
Er: „Ich werde ja wohl noch mal nachdenken dürfen!“
Sie: „Aber doch nicht soooo lange! Also? Was liebst Du an mir?“
Er: „Alles!“
Sie: „Wie alles? Geht’s nicht genauer?“
Er: „Nein! Alles eben!“
Genervt greift er zu seiner Autofachzeitschrift.
Sie starrt ihn an

1 .

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Woran denkst Du gerade?“
Er: „An nichts. Ich lese.“
Sie: „Ich sehe doch, dass Du an etwas denkst! Also woran denkst Du gerade?“
Er: „An meine Mutter!“
Sie: „Was?!“
Er: „Ich denke an meine Mutter…“
Sie: „Warum an Deine Mutter?“
Er: „Weil sie nächsten Sonntag zu Besuch zu uns kommt.“
Sie: „Deine Mutter?“
Er: „Ja, MEINE MUTTER!“
Sie: „Schatz, das geht nicht!“
Er: „Wieso?“
Sie: „Da ist doch Valentinstag…!“
Er: „Na und?“
Sie: „Wie? Na und?“
Er: „Da kann meine Mutter doch trotzdem kommen!“
Sie: „Och Schaaaaaaatz….nein, bitte!“
Er: „Was ist denn mit diesem verdammten Valentinstag?“
Sie: „Na, das ist doch uuuuunser Tag…!“
Er: „Unser Tag ist am 20. Januar und der war schon!“
Sie: „Du verstehst das nicht! Valentinstag ist auch unser Tag!“
Er: „Ach ja?“
Sie: „Ja! Wir essen schön, liegen den ganzen Tag auf der Couch und schauen Liebesfilme, essen wieder schön, …“
Er: „Ich dachte Du fühlst dich fett?“
Sie: „Wie bitte?“
Er: „Du hast gesagt Du fühlst Dich fett! Und wenn wir den ganzen Tag auf der Couch liegen und essen, bekommst Du das Problem nie in den Griff!“
Sie: „Du findest ich habe ein Problem?“
Er: „Nein! Also doch… ach können wir dieses Gespräch nicht einfach lassen?“
Sie: „Nie redest Du mit mir!“
Er: „Ich rede immer mit Dir!“
Sie: „Du bist so gemein!“
Er: „Das wird gerade echt anstrengend hier!“
Sie: „Ja, ich bin anstrengend!!! Ist ja wieder klar! Weißt Du was? Vergiss den Valentinstag! Triff Du Dich mit Deiner Mutter! Ich mache auch keinen Valentinstag!“
Er: „Gut! Dann sind wir uns ja einig!“

— SENDEPAUSE —

7

Kommunikation zwischen Mann und Frau ist nicht immer einfach… und Worte sollten nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden. Manchmal reicht es ja auch schon, wenn man, ohne etwas zu sagen, eine kleine Botschaft sendet. Z.B. eine Nachricht auf dem Badezimmerspiegel (Tipp: nicht unbedingt den erst kürzlich von ihr teuer erworbenen Lippenstift dafür verwenden!) oder ein Zettel auf dem Kopfkissen, eine Botschaft im Auto,… Es gibt so viele Möglichkeiten dem anderen mitzuteilen wie schön es ist, dass es ihn/sie gibt. Und das muss nicht immer nur in einer Partnerschaft sein. Auch Freunde freuen sich über nette (ernstgemeinte!) Worte.

Wenn Ihr mal jemandem einfach etwas Nettes auf eine etwas andere Art und Weise sagen möchtet, könnt Ihr Euch hier meine „Komplimente for take away“ herunterladen. Einfach immer mal ein Kompliment abreißen, weitergeben und sich über die Reaktion des anderen freuen.

Komplimente for take away_4

Und nochmal kurz zurück zu dem Paar von weiter oben:

Natürlich hat er sich am Valentinstag nicht mit seiner Mutter verabredet… Statt dessen zauberte er seiner Liebsten einen köstlichen Low-Carb-Teller (damit sie Ihr vermeintliches Problem in den Griff bekommt) bestehend aus Zucchininudeln (Zoodles) und einer feurigen Arrabbiata, getoppt mit Ziegenfrischkäse, während ein Rosamunde Pilcher Film nach dem anderen über den Bildschirm flimmerte. Das ist vielleicht nicht das Non-Plus-Ultra-Valentinstag-Essen, aber man muss ja auch nicht immer alles in Herzform pressen, nur weil der 14. Februar ist, oder? Außerdem sollte der Abend ja noch anders ausklingen und nicht im Fresskoma auf der Couch zu enden… Versöhnung ist doch immer das Schönste, oder?! ;-)

5.0 from 1 reviews
Zoodles alla Gemüse-Arrabbiata
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g geschälte Tomaten (Dose)
  • 2 rote Paprika
  • 2 kleine Peperoni
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Basilikum
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 1 El Kapern
  • 50 g Ziegenfrischkäse
  • Öl
  • 4 mittelgroße Zucchini
  • Salz und Pffer
Instructions
  1. Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und mit dem Knoblauch und den klein geschnittenen Peperoni in wenig Öl glasig anbraten.
  2. Paprika, Möhren und getrocknete Tomaten ebenfalls klein würfeln und zu den Zwiebeln geben.
  3. Die geschälten Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Alles für 2 Std köcheln lasen bis sich die Sauce bis knapp um die Hälfte reduziert hat.
  5. Den Basilikum klein hacken und kurz vor Ende hinzufügen.
  6. In der Zwischenzeit die Zucchini mit einem Spiralschneider in feine Streifen schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 2 Minuten kochen.
  7. Die Sauce abschmecken und evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  8. Die Zucchininudeln auf einem Teller anrichten und die Sauce darauf geben.
  9. Zum Schluss mit Kapern und Ziegenfrischkäse anrichten.

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Ob Ihr den Valentinstag zelebriert habt oder nicht, genießt den Tag und verschenkt ein paar Komplimente an Eure Lieben.

Falls Ihr noch eine andere Inspiration für ein Zoodle-Rezept braucht, dann schaut auf jeden Fall bei meiner Lieblings-Sandra von Hase im Glück vorbei, denn lustiger Weise hatten wir heute beide Zucchininudeln auf dem Speiseplan ;)

Schön, dass es Euch gibt, Ihr seid toll!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Housemacher Leberwurst

{..und weshalb grau gar nicht grau(en)voll ist…}

Pssst…. Spitzt mal die Ohren… Hört Ihr das? Klack Klack Klack… da klappern sie wieder über das Parket. Gefährliche 12cm in betörendem schwarz.

Die Housefrau auf Mörderhacken…Und warum das Ganze? Weil es mal wieder Zeit ist für: STILETTOS IN DA HOUSE

Stilettos in da House1

Ihr kennt das ja schon: Katja von Stilettos and Sprouts und ich kochen in unregelmäßigen Abständen nach Farben. Grün und Rot haben wir ja die letzten beiden Male schon abgehandelt und wir waren beide der Meinung, dass es mal an der Zeit ist den Fortgeschrittenen-Parcours auf unseren Mörderabsätzen zu beschreiten. Deshalb wird diesmal nach der aktuellen Wetterfarbe gekocht: grau….

Ja, richtig gehört. GRAU. Also im House ist ja die eine oder andere Wand auch in mehr oder minder sanftes grau getaucht. Grau ist auch das ein oder andere T-Shirt in meinem Schrank (einfach weil es ja eine Abwandlung von schwarz ist). Und in ein nebeliges Grau taucht auch manchmal das Leben. Ach ja…*seufz* das Leben…. Man kann ja auch nicht immer mit der rosaroten Schweißerbrille herumlaufen und den Elefanten beim Fliegen zu sehen…. Und ganz ehrlich. Was hilft am besten gegen Stimmungsschwankungen, bedingt durch den grauen Alltag? Essen! Essen ist immer eine Lösung.

Leberwurst 1.1

Vor einiger Zeit hat mir ein guter Freund gebeichtet, dass es für ihn kaum etwas Tröstlicheres gibt, als ein Stück gutes Brot mit daumendicker Leberwurst zu verdrücken. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Bauzener Senf und einem Berg Gewürzgurken. Einfach ein ehrliches Essen. Bodenständig eben. Erinnerungen an Kindheit. Gerne auch in Dosenform genommen.

Immer wenn ich an das Wort Grau in Zusammenhang mit Essen denke, ploppt jetzt das Wort „leberwurstgrau“ auf. Was liegt da also näher sich mal an einer eigenen Leberwurstproduktion zu versuchen. Housemacher Art natürlich! Und dass Leberwurst nicht nur schnöde und grau, sondern auch schön sein kann, liegt natürlich auch immer an der Präsentation und an den Nebendarstellern auf dem Teller. Denn Leberwurst kann auch sexy…ok, wenn sie in 12cm Mörderhacken zubereitet wird, ist ja quasi alles sexy. Da könnte man jemandem wahrscheinlich auch Kuhaugen als Dessert verkaufen. Aber hier geht es einfach nur um wunderbar graue Leberwurst. Die hohen Treter blendet ihr jetzt einfach mal aus!

Leberwurst 3.1

Und wer jemals seine eigene Wurst hergestellt hat, wird so schnell nichts Besseres beim Metzger (und beim Discounter schon gar nicht!) finden. Dabei ist das Ganze gar nicht so schwer in der Herstellung. Alle was Ihr an Gerätschaften braucht ist ein funktionierender Fleischwolf. Meiner stammt noch von meiner Oma und neben Wadenmuskeltraining (wegen der Schuhe), habe ich dazu gleich noch ein Bizepstraining absolviert. Mein Fleischwolf ist nämlich etwas schwerfällig im Gebrauch und man kurbelt sich quasi die Seele aus dem Leib. Aber ich habe bei dieser Wurst einfach mal wieder den Nostalgiegedanken hochgehalten, obwohl meine Küchenmaschine einen tollen Fleischwolfaufsatz hat. Ganzheitliche Körperertüchtigung durch Leberwurstherstellung. Damals nannte man das noch Leibeserziehung. Seinen Leib mit Leberwurst zu erziehen klingt so crazy, dass es einfach gut sein muss. Was will man denn noch mehr? Fit durch Leberwurst…Die Farbe Grau wird immer mehr zu meinem Freund.

Leberwurst 7.1

Und wie praktisch,dass jetzt auch noch Fasching, bzw. Karneval vor der Tür steht. Ich bin ja nach einem ordentlichen Trinkgelage eher so der herzhafte Typ. Und Leberwurst ist ein optimaler Katerkiller.

Oder man kreiert daraus einen hübschen Valentinstagsteller. So für die bodenständigen Paare. „Du Schatz, zünde doch schon mal die Kerze an, ich hol nur schnell die Leberwurst!“ Es geht doch nichts über Romantik… Dazu gesellen sich knallig-sündiges Rote Beete Tartar, knusprige Weißbrotscheiben und ein wunderschönes Wachtel-Spiegelei. Ich sag doch, Leberwurst kann auch sexy.

Leberwurst 8.1

Und damit Ihr in Kürze entweder Euren Karnevals-Kater danieder strecken oder Eurem Liebsten oder Eurer Liebsten am 14. Februar Leberwurst um den Bauchnabel pinseln könnt, hier kommt die Anleitung wie das Ganze zubereitet wird:

5.0 from 1 reviews
Housemacher Leberwurst
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Kalbsleber
  • 250 g frischer Bauchspeck
  • 500 g nicht zu mageres Schweinefleisch
  • 3 - 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 2 Zwiebeln
  • ¼ TL gemahlener Piment
  • 1 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • geriebene Muskatnuss
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 TL Sonnenblumenöl
Instructions
  1. Leber von Häutchen, Sehnen und Röhren befreien. Leber, Speck und Schweinefleisch in Würfel schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen und würfeln. Alles vermischen und zweimal durch den Fleischwolf drehen. Je nachdem, wie grob oder fein die Wurst sein soll, durch die entsprechende Scheibe.
  2. Die Wurstmasse kräftig mit Salz, Piment, Pfeffer, 1 guten Prise Muskat, Majoran und Thymian abschmecken. Die sterilisierten Gläser mit Öl auspinseln.
  3. Die Wurstmasse in die Gläser füllen und mit den Deckeln verschließen. Die Fettpfanne des Backofens mit einer doppelten Lage Küchenpapier auslegen und die Gläser so daraufstellen, dass sie sich nicht berühren.
  4. Die Fettpfanne bis unter den Rand mit warmem Wasser füllen und in die Backofenmitte schieben. Den Ofen auf 160° einschalten und die Leberwurst 1½ Std. garen. Die Gläser sofort aus dem Ofen nehmen und erkalten lassen. Dann an einem kühlen Platz aufbewahren.
  5. Ergibt ca. 8 Gläser à 200ml Inhalt

Stilettos in da House2

Und es ist mal wieder grandios… Katja hat sich auch für einen grauen Brotaufstrich entschieden. Ein Baba-Ganoush-Auberginen-Dip in betörendem Grau. Schaut unbedingt hier bei Ihr vorbei und lasst Euch von dieser anderen Graunuance betören! Dafür, dass Grau bei Essen ja eher so eine Unfarbe ist und oftmals an Verdorbenes erinnert, sind diese beiden grauen Aufstrichtypen wirklich unglaublich gutaussehend und wohlschmeckend.

Stilettos in da House3

Woher stammt eigentlich das Wort grauenvoll?

Ich wünsche Euch eine grau(en)volle Woche! Bunt ist übrigens völlig überwertet!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Jeder Topf hat seinen Deckel….

{…und warum es auch echt gut sein kann in die Pfanne gehauen zu werden!}

*Werbung

d. die Pfanne2

Kennt ihr diese Ansage vor einem Film aus dem Fernsehen: „Die nachfolgende Sendung ist für Kinder und Jugendlich unter 16 Jahren nicht geeignet“? Hier kommt ein Hinweis der mindestens genauso wichtig ist:

Der nachfolgende Post enthält Werbung für d. die Pfanne®, deren wunderbare Produkte ich testen und für den Onlineshop fotografieren durfte. Wer wegschalten möchte, hat genau jetzt die Möglichkeit dazu! Allerdings würde ich Euch nicht dazu raten, denn es lohnt sich für Euch dabei zu bleiben und keine der nachfolgenden Zeilen zu verpassen. Pssst…. Es gibt was zu gewinnen!

Eigentlich bin ich ja nicht so der Fernsehgucker. Zumindest nicht mehr. Denn sobald der Fernseher läuft und die Housefrau (bin ich nicht, aber das Wort ist schön!) sich bequem auf der Couch, in unzähligen Kissen vergraben danieder gelassen hat, werden die Augen schwer wie Blei. Ab Minute 36,5 eines Films schlafe ich tief und fest und träume von meinen ganz eigenen Heldenfiguren, die meist in einer Küche stehen und sinnlich in einem Topf oder einer Pfanne rühren. Zum Glück sehe ich mich beim Schlafen ja nicht selbst, aber ich habe schon des Öfteren gehört, dass es durchaus vorkommt, dass ich Kaubewegungen im Schlaf mache. Sehr peinlich…

Komischerweise wache ich immer genau in den Werbepausen auf. Toll! Echt!

d. die Pfanne 4

Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass am Jahresanfang alle Werbeeiträge im TV von 3 großen Themen geprägt sind? Abnehmen, einen Partner fürs Leben finden und aufhören zu rauchen… Scheinbar sind das die Themen, die den Großteil der Bevölkerung interessieren, bzw. was die Vorsätze der Leute so wiederspiegelt. Wie aktuelle Studien beweisen, schmeißen die meisten Menschen ihre guten Vorsätze allerdings bereits nach der ersten Woche hin.

Während ich mit halbgeöffneten Augen dem Fernseher entgegenblinzle, flimmert ein smarter sehr gut aussehender Herr, ca. 35 Jahre alt, über den Bildschirm. Er grinst einladend, erfolgreich und einnehmend direkt in die Kamera und spricht mich mit seiner warmen und männlichen Stimme an, dass er die Partnerin seines Lebens sucht… Der meint mich? Äh…ach ne, doch nicht. Er hat sich bei einer Partnerbörse registriert, weil solche Typen ja auch nie im richtigen Leben den vermeintlich passenden Deckel zu ihrem Topf finden. Ist klar!

Kurz darauf erscheint eine 40 kg „schwere“ Schönheit auf dem Bildschirm, und reckt ihren von Bauchmuskel gestählten Körper in knappem Top in die Kamera. „Ich habe innerhalb von 30 Tagen 20 Kilo abgenommen, und wenn ich das schaffe, schaffst Du das auch!“ Während sie das mit ihrer Klein-Mädchenstimme sagt, streichen ihre Hände an ihrer Körpermitte herab, demonstrieren ihren straffen und extrem schlanken Körper und halten dann eine Dose mit undefinierbarem Eiweißpulver in das Bild. „Teste gleich heute unsere neue Geschmacksrichtung Birne-Knoblauch-Zimt und erhalte eine Gratisprobe!“ Alles natürlich vegan, gluten- und lactosefrei… Wääääh!

Der nächste Werbespot beginnt mit anschwellender dramatischer Musik. Weißer Rauch weht über den Bildschirm. Dann hustet jemand blechern im Hintergrund und ein fahles Gesicht mit glimmender Zigarette zwischen den Lippen schiebt sich ins Bild. Im unteren Bildrand erscheint eine zitternde Hand die nach der Zigarette greift, dann wieder dieses furchtbare Gehuste, bei dem man denkt, Teile der Lunge fliegen jetzt noch ins Wohnzimmer. Ab diesem Zeitpunkt habe ich einfach den Fernseher abgeschaltet. Was man sich so alles im Fernsehen ansehen muss…!!! Und alles nur, weil damit die klassischen Vorsatz-Themen bedient werden. Tse tse tse.

d. die Pfanne

Wenn ich vorm Fernseher einschlafe und dann aufwache, habe ich meist Hunger. Nicht unbedingt immer die optimale Uhrzeit zu essen- aber wenn es der Körper doch verlangt. Es kommt auch tatsächlich vor, dass ich dann das ganz große Programm fahre und die halbe Nacht noch in der Küche stehe, alle Töpfe und Pfannen in Benutzung sind und ich danach völlig zufrieden und pappsatt ins Bett falle. Meist geschieht so etwas an einem Freitagabend, denn dann ist zumindest der Aufstehdruck für den kommenden Tag nicht gegeben.

Letzten Freitag war wieder einer dieser Abende. Pünktlich um 23 Uhr stolpere ich, getrieben durch lautes Magenknurren in die Küche. Und während ich so mein Steak in der Pfanne wende, fällt mir auf, dass das Kochgeschirr von d. die Pfanne® eigentlich alle vorgenannten Vorsätze bedient. Man benötigt nämlich zum Braten nur eine minimale Menge an Fett oder Öl, dank der tollen 3-fach PTFE-Beschichtung. Und wer jetzt Angst hat, dass sich diese Beschichtung nach mehrmaligem Benutzen löst, dem kann ich versichern: „Nein, das tut sie nicht!“ (Natürlich sollte man keine Küchenhelfer aus Metall benutzen!) Und selbst wenn sich etwas ablösen sollte, besteht dabei absolut kein Gesundheitsrisiko (nachzulesen hier). Man kann also seinem Vorsatz, im neuen Jahr auf seine Figur zu achten, mit diesen Produkten auf jeden Fall treu bleiben.

d. die Pfanne Grillpfanne

Und das Thema Rauchen bekommt Ihr mit diesem Kochgeschirr auch in den Griff, denn da raucht beim Braten mal nichts! Das liegt daran, dass auf Grund der extrem hohen Wärmeleitfähigkeit dieses Kochgeschirr mit sehr moderaten Temperaturen gekocht werden kann. Mein Steak bekam in der Grillpfanne ganz wunderbare Grillstreifen, ohne dass ich gleich in Fettnebel und Rauchschwaden erstickt bin. Das Tolle an den Pfannen ist auch, dass sie ein sehr geringes Eigengewicht haben und deshalb auch für zartere Geschöpfe, die nicht permanent in die Muckibude rennen, geeignet sind und super in der Hand liegen.

d. die Pfanne Topf

Seit Kurzem gibt es jetzt von d. die Pfanne eine neue Edition mit Kochtöpfen. Alles im selben Design wie die Pfannen. Und dass auf jeden Topf auch der passende Deckel gehört (wie im wahren Leben eben!), daran haben sich die Entwickler der d. die Pfanne® auch noch gehalten. Der Deckel des neuen Bräters, kann sogar eigenständig als Grillpfanne benutzt werden! Multifunktionalität finde ich ja immer großartig! Die Töpfe und Pfannen sind für alle Herdarten geeignet und nach der Benutzung extrem einfach sauber zu bekommen. Einfach mit einem milden Spülmittel (wenn überhaupt) und heißem Wasser reinigen, kurz mit Küchenkrepp trockenwischen und schon ist man fertig.

d. die Pfanne Paella

Über den Preis des Geschirrs war ich ja am meisten erstaunt. Man bekommt hier eine Qualität zu  wirklich unschlagbar günstigen Preisen, die mit jedem Markenhersteller unbedingt mithalten kann. Noch dazu spendet d. die Pfanne® von jedem verkauften Artikel 50 Cent an WDC Whale and Dolphin Conservation und fördert dadurch den Artenschutz. Ich muss sagen, ich bin echt rundum begeistert von diesen Produkten und habe meine alten Töpfe und Pfannen komplett ersetzt.

d. die Pfanne Bräter2

d. die PfanneBräter1

So, und das Beste kommt jetzt noch zum Schluss:

Ihr könnt nämlich auch in den Genuss kommen, ein d. die Pfanne®-Produkt Euer Eigen zu nennen, denn ich habe 3 Gutscheine jeweils im Wert von 30 Euro für Euch zur Verfügung gestellt bekommen.

Ihr müsst mir nur bis zum 24. Januar 2016, 23:59 Uhr folgende Frage richtig beantworten und mir einen Kommentar dalassen:

Wie viele Artikel umfasst das Sortiment von d. die Pfanne® ?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Die Teilnahme ist auf Personen aus Deutschland und Österreich beschränkt.
  • Ein Versand der Preise in andere Länder ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne.
  • Die Gewinner werden nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.

Bulgurbratlinge

Und damit Ihr auch gleich ein Rezept zum Ausprobieren Eurer neuen Pfanne habt, könnt Ihr hier lesen wie die vegetarischen Bulgurbratlinge zubereitet werden:

5.0 from 13 reviews
Vegetarische Bulgurbratlinge
 
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 10
Ingredients
  • 250 g Bulgur
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 250 g Möhren
  • 1 Zwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 3 EL Sojamehl, oder Kichererbsenmehl
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 EL gehackte glatte Petersilie
Instructions
  1. Den Bulgur knapp 15 Minuten in der Gemüsebrühe kochen.
  2. Inzwischen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  3. Die Möhren putzen und fein raspeln.
  4. Öl in einem Topf erhitzen.
  5. Die Zwiebeln darin kurz andünsten, dann die Möhrenraspel dazugeben und zusammen ca. 3 Minuten weiter dünsten.
  6. In eine Schüssel umfüllen und den Bulgur dazugeben.
  7. Mehl und Gewürze dazu geben und alles zusammen mit dem Ei gut vermischen.
  8. Anschließend die Petersilie untermischen.
  9. Aus dem Bulgur-Gemisch kleine Bratlinge formen und diese in einer beschichteten Pfanne in wenig Öl braten.
  10. Dazu passt Kräuterquark.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch Euch ganz viel Glück zu wünschen! (auch bei der Einhaltung Eurer Vorsätzen)

Habt ein tolles Wochenende,

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

Pulposalat mit Fenchel

{…Rückblick auf ein Weihnachten -Vorschau auf 2016…}

Pulposalat3

So, da saßen wir also gestriegelt, geschniegelt und gescheitelt am Weihnachtsabend alle gemeinsam unter der spärlich beleuchteten Kunsttanne. Nachdem im letzten Jahr der Baum einen laut knisternden und ziemlich spektakulären Auftritt hingelegt hatte, als er fast unbemerkt in Flammen aufging, haben sich Onkel Walter und Tante Gabi in diesem Jahr gegen die Natur entschieden. Stattdessen wurde vorher kräftig mit Tannenduft-Raumspray die Luft verseucht, so dass selbst die ehemals rot glänzenden Christbaumkugeln mit feinen Sprenkeln überzogen waren und etwas trübe aussahen. Alles für die Stimmung. Alles für die Authentizität. Von der 200er Lichterkette leuchtete nur jede Vierte. Und als der fünfjährige Paul sich wagte zu fragen, was denn mit den anderen Lichtern passiert sei, bekamen alle Anwesenden einen ausführlichen Vortrag über die derzeitigen Strompreise, nebst Anbietern.

Während Onkel Paul noch über die stetig steigenden Lebenshaltungskosten einen Monolog hielt, stand Tante Gabi in ihrer Metzgerschürze, die sie noch aus den Tagen, als sie noch in der ortsansässigen Metzgerei arbeitete und aus nostalgischem Gedanke aufgehoben hatte, in der Küche. Dass die Metzgerei wegen eines Hygieneskandals seine Pforten schließen musste, hatte sie einfach verdrängt. Und dass bis vor einem Jahr jedes Stück Fleisch, was den Weg auf den Tisch fand, ausschließlich aus diesem Betrieb kam, darüber spricht heute keiner mehr. Es ist ja alles gut gegangen und alle leben noch. Im Nachhinein wundert sich aber auch keiner mehr über die unangenehmen Gerüche, die zu späterer Stunde, begleitet durch knatternde Geräusche von Opa Heiner ausgingen. Da dieser aber immer kurz vor dem Nachtisch in Richtung Sofa wanderte und kurz darauf laut schnarchend und mit weit geöffnetem Mund einschlief, merkte er von seinem eigenen Giftgasangriff recht wenig. Der Glückliche!

Pulposalat5

In diesem Jahr war alles anders. Der Baum war aus Plastik. Die echten Kerzen durch 1/5 schwach leuchtender elektrischer Lichter ersetzt und statt Schweinelendchen mit grünlichem Schimmer gab es Gans.

Ich freute mich. Alle anderen waren irritiert. Veränderungen sind eben nicht für jedermann. Mein Bruder jammerte, dass er lieber Kartoffelbrei zur Gans gehabt hätte und Oma regte sich auf, dass eh immer viel zu viel Geschiss um das Essen gemacht wird und ein fertiger Kartoffelsalat von Rewe mit einer Rindswurst vollkommen ausgereicht hätte. Darauf brach meine Tante kurz in Tränen aus, denn die Erinnerung an Ihren verlorenen Arbeitsplatz kamen ihr unweigerlich hoch (schließlich gab es angeblich in ihrer Metzgerei die besten Rindwürste weit und breit…) Meine andere Tante Anneliese grinste seit Beginn des Abends verträumt vor sich hin, griff immer Mal verstohlen in Ihre Tasche, führte ihren kleinen silbernen Flachmann an ihre Lippen und tupfte sich danach mit der weißen Stoffserviette die Mundwinkel ab. Irgendwann nach dem Essen sangen wir alle „Oh Du Fröhliche“, und sahen eigentlich gar nicht so fröhlich dabei aus. Opa Heiner schielte die ganze Zeit schon in Richtung Baum, unter dem die Geschenke lagen, die in unterschiedlichstem Papier eingepackt waren. Jedes Jahr gab es für ihn eine Zigarre. Weihnachten war der einzige Tag, an dem meine Oma ihm zugestand zu rauchen. Die selbstgestrickten Socken und die warmen langen Unterhosen interessierten ihn verständlicher Weise nicht wirklich. Kurz darauf klingelte Tante Gabi auch schon das Glöckchen und die gesamte Familie wanderte zwei Meter vom Esstisch in Richtung Sofalandschaft. Erwartungsvoll starrten alle auf die Geschenke, bis mein Onkel die Jagd auf die verpackten Überraschungen freigab. Und wie immer wartete ich eigentlich nur noch auf ein lautes „Hallali“ was in diesem Moment irgendwo aus der Ferne erklingt. Bisher und auch all die Jahre zuvor blieb das aus. Dafür zählte mein Bruder lautstark die Geldscheine, die in diversen Weihnachtskarten steckten und beschwerte sich mit hängenden Mundwinklen, dass er 50 Euro weniger als im letzten Jahr bekommen hatte. Im Hintergrund sangen die Domspatzen „Macht hoch die Tür“ in Dauerschleife. Tante Anneliese probierte ihr neues Eau de Toilette aus, dessen Geruch dem Namen „Eau de Toilette“ alle Ehre machte und sorgte damit sogar dafür, dass der Baum nur noch schwach nach Latschenkiefer roch. Welcher Geruch der angenehmere war, konnte man nicht wirklich ausmachen.

Onkel Walter erfreute sich über einen neuen Korkenzieher, der sogar eine kleine Taschenlampe integriert hatte, damit er auch in tiefster Dunkelheit seine Rotweinflaschen entkorken konnte. Und während mein Opa sich seine ersehnte Zigarre anzündete, wickelte ich eine Aldi-Küchenmaschine aus einem ziemlich zerknitterten Geschenkpapier. Seit drei Jahren packte ich nun eine Aldi-Küchenmaschine aus schon mal benutztem Papier aus. Tante Anneliese strahlte mich an: „Du kochst doch so gerne! Ich dachte damit kannst Du bestimmt etwas anfangen!“ Onkle Walter schaute mich beschwörend an. Wir wussten alle, dass Tante Anneliese zu Respostenkäufen neigte und deshalb jedem Haushaltsgeschäft Konkurrenz machen konnte. Ich bedankte mich artig und fühlte mich wie jedes Jahr…. Irgendwie fehl am Platz.

Pulposalat6

Manchmal ist es so, als ob sich Gewohnheiten und Gepflogenheiten nie ändern. Der eine nennt es Tradition, der andere Beständigkeit-ich empfand das alles gerade einfach nur anstrengend. Und während ich beobachtete wie meine Tante Anneliese auf allen Vieren unter dem Baum herumkroch und dabei Ihre hautfarbenen Nylonkniestrümpfe unter ihrem Rock entblößte, um das Geschenkpapier aufzusammeln (kann man ja nach dem Glätten noch mal benutzen), merkte ich, dass sich etwas ändern muss. Die Lust nach Veränderung klopfte von innen an meinen Bauch.

Me and horst.1.1

Schon während ich diese dämliche Küchenmaschine auspackte, hatte ich das Gefühl als ob mir eine dicker Krake auf der Schulter sitzt und mir mit seinen Tentakeln langsam den Hals zudrückt. Und da war der Entschluss gefasst. Im neuen Jahr MUSS ganz Vieles anders werden. Veränderung muss ja nicht immer negativ sein. Wichtig ist, dass man mutig ist! Dass man alte Gewohnheiten auch mal in die Wüste schickt und dass man sich seinen Wünschen stellt. Natürlich nicht so, dass man über Leichen geht. Aber kleinste Veränderungen können ja schon oft großes in die richtige Richtung bewegen.

Ich hab beschlossen die Krake (ok eher Pulpo) nicht in die Wüste, sondern in heißes Wasser zu schicken und damit einen wunderbaren Salat zu machen. Oma wäre entsetzt, wenn sie Tentakel auf dem Teller hätte und ich überlege gerade, ob ich nicht im nächsten Jahr das Ausrichten des Weihnachtsabends übernehmen soll. Mit Oktopus und dem Motto des Abends: “Mutausbruch

Allerdings herrscht bei mir Rauch-und Nylonstrumpfverbot. Und wenn ich noch jemals an Weihnachten eine Aldi-Küchenmaschine aus einem Karton holen muss, gibt es Schlachtplatte an Heilig Abend… Die neuen Wurstsorten könnt Ihr dann in einem Jahr hier lesen ;)

Pulposalat2

Falls Ihr Eure Krake, deren Tentakel Euch eventuell auch manchmal die Luft zum Atmen nehmen,  vernichten wollt, um im neuen Jahr mit neuen Ideen und Zielen starten möchtet, kommt hier das beste Verwertungsrezept schlechthin:

5.0 from 2 reviews
Pulposalat mit Fenchel
 
Serves: 4
Ingredients
  • 1,2 kg frischer Oktopus (küchenfertig)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren (zerdrückt)
  • Salz
  • je 1 rote Paprika
  • je 1 rote und grüne Peperoni (à 10 g)
  • 1 rote Chilischote
  • 250 g Fenchel mit Grün
  • 120 g Staudensellerie
  • 10 El Olivenöl
  • 2-3 El Weißweinessig
  • Pfeffer
Instructions
  1. Oktopus in einem Topf mit 1 zerdrückten Knoblauchzehe, Lorbeer und Wacholder bei milder Hitze zugedeckt 1 Stunde garen; dabei einmal wenden. Kurz vor Schluss salzen. In einem Sieb abtropfen lassen, dabei 150 ml Sud auffangen, abkühlen lassen.
  2. Paprika putzen, vierteln, entkernen, mit der Hautseite nach oben auf einem Backblech unter dem vorgeheizten Backofengrill 8-10 Minuten grillen, bis die Haut Blasen wirft. In einem Gefrierbeutel 5 Minuten ausdämpfen lassen, Haut abziehen, Paprika längs in Würfel schneiden.
  3. Peperoni putzen, längs halbieren, entkernen, in feine Streifen schneiden. Chilischote putzen, in feine Ringe schneiden. Restlichen Knoblauch durchpressen.
  4. Fenchel putzen, Strunk entfernen, Grün beiseite legen. Fenchel vierteln, in dünne Scheiben hobeln.
  5. Sellerie putzen, Grün beiseite legen. Sellerie waschen, abtupfen und schräg in dünne Scheiben schneiden. .
  6. Oktopus in schmale Scheiben schneiden, (evtl. Tentakel zur Dekoration beiseite legen) und in eine Schüssel geben.
  7. Öl, Essig, Pfeffer, Salz zu einer Vinaigrette verrühren,
  8. Oktopus, Paprika, Peperoni, Chili, Knoblauch, Fenchel, Sellerie und Grün damit vermengen und auf einem Teller anrichten.

Seid mutig und traut Euch! 2016 wird toll!

Alles Liebe und nur das Beste für Euch im neuen Jahr!

Eure

Tanja aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 40 von dem schönen Onlinemagazin Aromenspiele „Frühlingsküche“.

Christmas-Cranberry-Punsch

{…oder warum ich rot gesehen habe…}

Leuteeeee… ja gerade ist es etwas still im House. Ich weiß….Schuldigung! Aber manchmal ist das Leben einfach so. Da sieht man im Alltag einfach ROT. Wobei wir auch direkt beim Stichwort wären…

Christmas-Cranberry-Punch6

Ich sehe ROT. Denn Stillettos in da house. Und diesmal in knallrot. Denn es geht auf Weihnachten zu. Und welche Farbe hat das Gewand des Weihnachtsmanns? Rohooot… und welche Farbe hat die Unterwäsche der helfenden Elfen? Rohoot…vielleicht….keine Ahnung, ehrlich gesagt. Aber vielleicht tragen sie rot. Nur für ihren Santa… Reine Spekulation natürlich. Aber der Gedanke gefällt mir zugegebener Maßen.

Stilettos in da House1

Ihr erinnert Euch, Katja von Stilettos & Sprouts und ich kochen in regelmäßigen Abständen nach Farben. Und bei der Dezember-Edition ist es eben rot. Sinnlich. Erotisch. Anziehend. Okeeee….weihnachtlich. Auch. Unter anderem.

Aber jetzt mal ganz ehrlich. Was verbindet Ihr denn außer tannengrün und schneeweiß mit Weihnachten?! Schon Rot, oder? Ich habe ja diesmal nicht gekocht, sondern nur gerührt, bzw. gemixt, ganz wie ihr es nennen wollt. Aber auch das in rot und mit weihnachtlichen kleinen Vitamin C-Bomben.

Christmas-Cranberry-Punch1

Das letzte Mal als ich mit der Farbe Rot in Sachen Weihnachten konfrontiert wurde, war vor Kurzem bei der Firmen-Weihnachtsfeier meiner Freundin. Jede/r Mitarbeiter/in durfte und sollte seine bessere Hälfte mitbringen. Und da der Versuch meiner Freundin einen Partner über die Dating-Line zu akquirieren (siehe hier) noch nicht geklappt hat, durfte ich als ihre bessere Hälfte bei dieser Weihnachtsfeier mit erscheinen. Welche Ehre, oder? Ich habe mich tatsächlich sehr darüber gefreut, alleine deshalb, weil ich an diesem Abend nicht kochen musste und alle Getränke, ohne mich groß vom Fleck zu bewegen, auf dem Tablett direkt vor meine Brust gekarrt bekommen habe. Herz was willst Du mehr?! Zumindest war das mein Gedanke VOR besagtem Abend….

Meine Freundin hat mich natürlich schon vor diesem gesellschaftlichen Event vor dem/der einen oder anderen Kollegen/in vorgewarnt. „Aaaach…komm…übertreib nicht!“ War meine Antwort. Hiermit revidiere ich diese Aussage. Die Warnung war vollkommen berechtigt!

Scheinbar hatte die gesamte Belegschaft (außer meiner Freundin und mir) schon seit den frühen Morgenstunden vorgeglüht-bedeutet: selbst die Marmelade auf dem Brot um 9 Uhr war gespickt mit Rum, Tequilla und/oder Wodka, was einigen Mitarbeitern den aufrechten Gang in den Eventsaal der Weihnachtsfeier ziemlich zu erschweren schien. Eine sehr stark blondierte End-50erin stieß mich kumpelhaft an, klärte mich über die firmeninterne Vorfeier am Morgen auf und deute zwinkernd auf einen kleinen silbernen Flachmann in ihrer Louis Vuitton Tasche. „Nur falls nachher wieder die Getränke knapp werden- wie m letzten Jahr, als die Geschäftsleitung an allen Ecken gespart hat…!“

„Ach, das wird lustig!“, war noch mein Gedanke zu diesem Zeitpunkt. Doch dann erscholl ein lauter Schrei aus der Richtung des Buffets: „Eyyyyyyy….der Müller frisst alle Sushis vom Buffet !!!“ Alle Augen waren plötzlich auf Herrn Müller gerichtet, der seinen Stuhl ganz bequem am Buffet in der Höhe von Sushi und Roastbeefröllchen geparkt hatte, um mit seiner fleischigen Hand bequem seinen Teller mit den Fingerfood-Köstlichkeiten beladen zu können. Schulterzuckend angelte er sich eine zartrosa gebratene Scheibe köstlichen Roastbeefs mitsamt hessischer grüner Sauce nach der anderen vom Buffet und leckte sich genüsslich die Reste der Sauce aus den Mundwinkeln. Ich musste ihn die ganze Zeit angewidert anstarren, bis mir meine Freundin einen unsanften Hieb in die Seite gab.

Christmas-Cranberry-Punch2

Auf der anderen Seite des Saales stimmte derweil die IT-Abteilung der Firma ein Weihnachtslied an, dessen Text, in ziemlich abgewandelter Form den ganzen Raum, dank eines Mikrofons, ausfüllte und einige ältere Herrschaften, die im nächsten Jahr in den Ruhestand treten werden, mit peinlich geröteten Wangen und Ohren versehen haben. Hektisch lief eine Dame in mausgrauem Kostüm zum Kabel des Mikrofons und riss es unsanft aus der Anlage. Prompt verstummt der mit F-Wörtern gespickte Weihnachts-Song und eine kurze betretene Stille legte sich über den Saal. Aber nur kurz, denn eine Gruppe pickliger Azubis kicherte laut und ungehalten.

Zum Glück entdeckte ich in einer Ecke des Raumes, ein mit Leuchtschrift markiertes Schild mit der Aufschrift „Bar“ und buxierte meine auch schon leicht angenervte Freundin in diese Ecke. Hinter der Bar standen die zwei Vorstands-Assistentinnen. Beide ziemlich üppig in der Oberweite, dafür nur leicht mit einer Art Nachtgewand im Santa-Style gekleidet. Und schon wieder sah ich rot. Diesmal glänzte das Rot allerdings in kostengünstigem Satin-Stoff, abgerundet von einer flauschigen weißen Federbordüre am prallen Dekolleté. Vor der Bar tümmelte sich die ganze Kantinenbelegschaft und stapelte kleine, mittlerweile leere, Plastik-Schnaps-Gläschen zu einem Turm. „Goooom isch laaahd Disch su nem dring aaain…bäiibiiii“, lallte mir ein hochgeschossener ca. 25 jähriger Blonder entgegen. „Das ist der Koch unserer Kantine!“ raunte mir meine Freundin zu. „Aha…und?!“ aber weiter kam ich gar nicht, denn schon stand ein kleines Plastikgläschen mit goldgelber Flüssigkeit vor mir. Auf der Oberfläche schwammen undefinierbare Brocken…

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„Äh was ist das? Und was schwimmt da oben auf?“ „Ach…dasch isch nur der Räääst von der Kiiiiiesch Loreeeen vom Schröder…“ „Wie bitte?“ „Naaaa, der Schöder haaad Kiiiiesch Loreeeen gegessen und dann war ihm son bisschen schlecht. Die Marianne ausm Büro vom Schääf hat gesagt, dass Tequilla hilft, wenn des im Magen hasddd…und dann haddd der Schröder die Tequillaflasche an den Hals angesetzt. Das is nur son bisschen Kiiisch Loreeeen vom Schröder was da schwimmt! Nich schlimm! Die Kiiiiisch hab ich heute Morgen frisch gemacht!“

Jetzt war MIR schlecht. Meine Freundin hingegen lachte sich gerade schlapp, nachdem sie von einem Kollegen erfahren hatte, dass Herr Müller (ja der mit dem Sushi und den Roastbeefröllchen) seinem Chef eine Hinterlassenschaft in dessen Aktentasche zurück gelassen hatte, weil ihm wohl der Weg zum stillen Örtchen zu weit erschien war.

Ehrlich gesagt habe ich das Thema „Ausartende Firmen-Weihnachtsfeiern“ immer für einen Mythos gehalten…aber in DIESER Firma ist Loriot & Co. zu wahrem Leben erwacht. Und „ausgeartet“ ist noch eine wirklich gelinde Umschreibung!

Christmas-Cranberry-Punch3

Nach diesem Abend habe ich beschlossen meine eigene kleine interne Weihnachtsfeier mit mir zu zelebrieren. Ohne schlechte Getränke aus Plastikgläschen mit Lebensmitteleinlagen, ohne knapp bekleidete Vorstands-Assistentinnen und ohne Herrn-Ich-hab-keinen-Anstand-Müller.

Meine House-Weihnachtsfeier fand gemütlich vor dem Kamin statt. In Rot. Zumindest im Glas. Denn ein Santa-Claus-Scharfmacher-Kostüm habe ich nicht. Sollte es also dieses Jahr an Weihnachten nicht mit der Erfüllung meiner Wünsche klappen, weiß ich zumindest woran es gelegen hat.

Dafür hatte ich einen erstklassigen Drink, den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Klar- in ROT! Und weil ich mir ja gepflegt einen einleuchten wollte (schließlich hab ich House-Weihnachtsfeier) habe ich eine ordentliche Portion Whiskey mit rein getan. Wer alkoholfrei lebt, kann den natürlich weglassen- ist aber dann irgendwie langweilig ;)

So wird mein roter Christmas-House-Party-Punch gemacht:

5.0 from 3 reviews
Christmas-Cranberry-Punsch
 
Author:
Serves: 4-6
Ingredients
  • 200 ml Whiskey
  • 60 ml Agaven-Sirup
  • 750 ml Cranberry Saft
  • 250 ml milden Orangensaft
  • 375 ml Sprudelwasser medium
  • 150g gefrorene Cranberries
  • Zimt nach Belieben,
  • Eiwürfel
Instructions
  1. Gebt den Whiskey, den Agaven-Sirup, sowie den Orangen -und Cranberry-Saft in einen großen Krug.
  2. Fügt nach Belieben ein bis zwei Stangen Zimt hinzu und lasst alles für 2 Std im Kühlschrank durchziehen.
  3. Dann gebt das Mineralwasser hinzu und füllt alles mit den gefrorenen Cranberries und Eiswürfeln auf.

 Am „lustigsten“ ist es, wenn man nach dem dritten Glas nicht mehr in der Lage ist, die flutschigen kleinen Cranberries vorsichtig mit dem Mund einzusaugen, und sie direkt nach hinten in die Luftröhre katapultiert. Sagt also bitte nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

Vielleicht auch ein gutes Mitbringsel für Eure anstehende Weihnachtsfeier?

Jaaaa….und die liebe Katja hat HIER zum Thema „ROT“ einen Oberknaller-Hammer-Ketchup gezaubert. Und wie sollte es bitte bei Stilettos & Sprouts anders ein? Natürlich wurde auch noch der Nagellack in der passenden Farbe dazu gewählt. Von der designten Tischdecke mal ganz abgesehen. Schaut unbedingt bei Katja vorbei und klickt Euch durch! Bei einigen gibt es an Heilig Abend ja bestimmt Kartoffelsalat und Würstchen…da darf ein guter Ketchup natürlich nicht fehlen!

stilettos in da house3

So, Ihr Lieben, hier noch mein Tipp für bevorstehende Weihnachtsfeiern: Tut nichts, was ich nicht auch tun würde! Bedeutet: seid artig und benehmt Euch!

Eure

Tanja aus dem House No.15

P.S. Die eine Azubine aus der Firma meiner Freundin ist schwanger und es wird immer noch nach dem Vater gesucht. Noch Fragen? Frohe Weihnachten!

Orientalischer Flammkuchen

{…oder was Bräät a porteeee und Bauchtanz miteinander gemeinsam haben}

Orientalischer Flammkuchen1

Wenn morgens um 7.15 Uhr das Telefon klingelt, kann entweder nur eine Katstrophe oder ein Wunder passiert sein. In diesem Fall war es etwas genau zwischen Katastrophe und Wunder, als Miriam den Hörer Ihres Telefons abhob und ein unwirsches und verschlafenes: „Jaaaa?“ in den Hörer blaffte. Am anderen Ende war eine ziemlich ausgeschlafene junge Frauenstimme zu vernehmen: „Na Du bist ja wieder bestens gelaunt um diese Uhrzeit! Und falls Dein Gehörgang noch im Kissen steckt, hier ist übrigens Nathalie…!“

Miriam zählte kurz innerlich bis 3, um den aufkommenden „Was-bist-Du-um-diese-Uhrzeit-schon-so-ekelhaft-gut-gelaunt-Gedanken“ wegzuatmen. „Oh Nathalie, was verschafft mir die frühe Ehre? Also nicht dass ich mich nicht freue von Dir an einem Sonntag, an dem ich ausschlafen könnte, um diese Uhrzeit geweckt zu werden…!“ (der genervte Unterton in ihrer Stimme war einfach nicht zu unterdrücken).

„Du wirst es einfach nicht glauben! Weißt Du noch, neulich als ich Dir von dem Bauchtanzkurs erzählt habe? Ingos Frau aus dem Nachbarhaus hat mich gestern Abend beim Müll rausbringen darauf angesprochen, dass heute der neue Kurs beginnt und noch exakt 2 Plätze frei sind. Ich habe uns direkt mal angemeldet. Na, was sagst Du?“

Miriam schaute verstohlen an sich runter und nahm das verwaschene T-Shirt wahr, dass ihr ziemlich unsexy unter der Brust klemmte. Darunter zeichnete sich ein Bauch ab, der diesen Namen durchaus auch verdient hatte. Manch einer mag es gemütlich nenne, andere nennen es wohlgenährt. Miriam störte es bislang nicht.

„Komm Süße, das wird toll! Du und ich beim Kreisen der Hüften, beim Bewegen der Körpermitte…Und gerade etwas Fülligere finden in solchen Kursen ganz besonders schnell ihr Selbstbewusstsein wieder!“ „Was willst Du denn bitte damit sagen?“ fauchte Miriam, schlurfte verschlafen in Richtung Küche und goss sich Ihren Frühstücksdrink ein großes Glas Eistee mit Pfirsich-Geschmack ein. „Naja ich meine ja nur…Du und Deine Körpermitte könntet auch irgendwie dickere Freunde sein und etwas besser harmonieren, findest Du nicht?“ Ein undefinierbares Schnauben von Miriam suchte sich den Weg durch die Leitung zum anderen Ende. „Wir sind DICKE Freunde, falls es Dir noch nicht aufgefallen ist!“ „Also, um 18 Uhr geht’s los! Wir treffen uns in der Turnhalle! Zieh bequeme Klamotten an! Bis nachher!“ Und schon war nur noch das Klicken und eine dumpfe Stille im Hörer zu vernehmen. Miriam ließ sich auf ihren Küchenstuhl plumpsen und stütze Ihr Doppelkinn auf Ihre Handinnenflächen. Bauchtanz… Pffff….

Orientalischer Flammkuchen3

Um Punkt 18 Uhr stand Miriam in Ihrer helllila Leggings vor der Turnhalle und bereute es bitter, dass sie nicht eines ihrer Schlafshirts in Größe XXXL angezogen hatte. Aber warum auch? Beim Bauchtanz kann man schließlich zeigen was man hat und schon strich ihre linke Hand zärtlich über die Rollen, die Ihr etwas zu enges T-Shirt abzeichneten. Schließlich heißt es Bauchtanz und wenn einer Bauch zum Tanzen hat dann Miriam… Nathalie kam in Ihrer stylischen grauen Jogginghose an und sah natürlich belendend aus! „Na los! Schau nicht so angefressen! Das macht bestimmt einen heiden Spaß“, und schon zog Nathalie ihre Freundin an der Hand hinter sich her in die Turnhalle.

Erinnert Ihr Euch noch an den Geruch der Turnhalle zu Eurer Schulzeit? Ein muffiger, nach Schweiß und getragenen Socken müffelnder Dunst schlug Miriam entgegen, als sie die Halle betrat. Sofort kam ihr wieder die Erinnerung hoch, als sie in der 7. Klasse versuchte mit Anlauf eine Grätsche über den Bock (->Turngerät) zu machen und unsanft mit ihrem Puddingbauch dagegen klatschte, weil ihr irgendwie die Sprungkraft gefehlt hatte. Simon, Ihr heimlicher Schwarm, war als Hilfestellung an diesem Turnerät eingeteilt und konnte so schnell gar nicht seine Hände in Ihre Richtung strecken, als sie schon wie ein dicker Käfer rücklings auf dem Mattenboden lag. Eigentlich hatte sie sich geschworen nie wieder eine Turnhalle freiwillig zu betreten, wenn sie erwachsen ist. Und nun befand sie sich genau an so einem Ort wieder. Es war zwar kein Bock aufgebaut, dafür war der Geruch unverändert.

Und was sich an diesem Abend noch unerschied, waren die 8 anderen Damen, die sich zu diesem illustren Bauchtanzkurs eingefunden hatten. Fast alle waren in schillernd bunte Gewänder gehüllt. Eine mit einem Band aus kleinen lustig klingenden Glöckchen um Ihre ebenfalls recht üppige Hüfte gebunden, die bei jedem Atemzug klangen, als hätte man die Tür eines Gemischtwarenhändlers betreten.

Orientalischer Flammkuchen4

Und dann kam Helga die Tür herein. Helga, war die Kursleiterin. Eine braungebrannte Mitfünzigerin, mit einer Frisur, die Marge Simpson alle Ehre gemacht hätte und in ihrer eigenen rheinischen Art ein lautes „Halloooohoooo Mädels!“ in die Runde schmetterte. Ihre königsblaue Pumphose und ihr passendes mit perlen- und paillettenbesetztes Top umspielten Ihre breiten Hüften und ihre üppige Oberweite. „Wo ist denn ihr Gesichtsschleier????“ raunte Nathalie Miriam zu und musste sich ein lautes Lachen verkneifen. „Boooahhh Ihr seht ja alle tooohooooolll aahaus! Fast wie beim Brääät  a porteeee! So eine bunte Gruppe hatte ich schon lange nicht mehr!“ Und schon schwebte Helga zu ihrem Ghettoblaster und kurz darauf schwangen orientalische Klänge durch den Turnsaal und Helgas Hüften wiegten sich im Takt. „Macht einfach nach was ich mache..!“ Und dann begonnen ihre Hüfte sich zu bewegen, während der Oberkörper ganz ruhig blieb. Ganz, als ob sich Ihr Körper in zwei selbstbestimmte Partien unterteil hätte. Helgas Arme kreisten über ihrem Kopf, während Ihr Bauch anfing sanfte Wellenbewegungen auszuführen. Nathalie und Miriam sahen sich an und blickten stumm auf die anderen Kursteilnehmerinnen, die sich darin versuchten den oberen Teil Ihres Körpers getrennt von dem unteren Teil zu bewegen, während klagend und jaulend die Blas-, Schlag und Zupfinstrumente aus dem Orient aus dem Lautsprecher schnarrten.

Bei Miriam war an dieser Stelle der Abend beendet. Sie stieß Nathalie in die Seite und deutet mit ihren Augen an, den Rückzug anzutreten. Nathalie war zum Glück genauso perplex, ob des hüftschaukelnden bunten Schauspiels in dieser muffigen Kleinstadt-Turnhalle, dass sie nur stumm mit den Augen nickte. „Äh, Helga…Entschuldigung…wir müssen jetzt leider gehen!“, sagte Miriam laut in die Runde. „Ach? Warum denn???“ fragte Helga erstaunt und ließ ihre Arme auf ihren klingenden Hüftgürtel sinken. „Duuuu, Nathalie hat gerade schlimme PMS (-> prämenstruelles Syndrom). Das kam ganz plötzlich. Und ich muss sie jetzt nach Hause bringen. Habt noch einen schönen Abend!“ Und schon schwebten die beiden hüfteschwingend und seitlich mit den Armen rudern, im Takt der Musik aus der Turnhalle. Vor der Tür mussten sie sich erst einmal auf eine Bank vor der Halle setzten und schlugen sich auf die Schenkel vor Lachen.

Orientalischer Flammkuchen2

„Weißte was?“, sagte Miriam. „Ich hab jetzt so Lust auf orientalisches Brääät a porteee! Das mache ich uns jetzt zu Hause.“  „Was machst Du uns zu Hause?“ fragte Nathalie mit lachtränenerstickter Stimme. „Na. Portables Brääät nach orientalischer Art. Aber nur unter einer Bedingung: Du schleppst mich niiiiiiee wieder zu einem Bauchtanzkurs!“ „Abgemacht!“

–  –  –

(Dies war ein kleiner Auszug aus Tanjas Märchenstunde)

Granatapfel

Wollt Ihr auch ein orientalisches Brääät a porteee haben? Ok. Nennen wir es vielleicht eher Orientalischer Flammkuchen mit Lamm-Hackfleisch, Feta und Granatapfel. So wird’s gemacht:

5.0 from 5 reviews
Orientalischer Flammkuchen
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Flammkuchenteig:
  • 250g Weizenmehl
  • 125 ml Wasser
  • 3 EL ÖL
  • 1 TL Salz
  • Belag:
  • 250 g Lammhackfleich
  • 1 EL Öl
  • 200 g türkischer Joghurt (10%)
  • 100 g Schafskäse
  • Kerne eines Granatapfels
  • Koriander
  • Zimt, Keuzkümmel, Anis gemahlen
  • Salz, Pfeffer
  • Ölivenöl
Instructions
  1. Aus den Flammkuchenteig-Zutaten mit der Küchenmaschine einen Teig kneten und kurz in Folie gewickelt ruhen lassen.
  2. In der Zwischenzeit das Hackfleisch in einem EL Öl anbraten und mit Salz, Pfeffer, Zimt, Kreuzkümmel und Anis nach Belieben abschmecken.
  3. Den Teig in 4 Portionen teilen und jede Teigportion zu einem Fladen ausrollen.
  4. Jeden Teigfladen mit dem türkischen Joghurt bestreichen und das Hackfleisch darauf verteilen.
  5. Alles bei 180 Grad für ca. 20 Minuten auf der mittleren Backofenschiene backen.
  6. Noch warm mit zerkleinertem Schafskäse bestreuen und die Granatapfelkerne darauf verteilen.
  7. Koriander nach Belieben darüber geben und noch warm mit etwas Olivenöl beträufelt servieren.

 

Und für die Authentizität könnt Ihr euch bei You Tube noch die passende Musik anhören (könnt Ihr natürlich auch lassen!) und vor dem Spiegel die perfekte Hüft- und Bauchwelle üben.

Viel Spaß!

Und das Bräät a porteee ist echt zu empfehlen!

Ich habe gerade aufgegeben meinen Oberkörper getrennt von meiner unteren Körperregion bewegen zu wollen… Die beiden bilden einfach zu sehr eine Symbiose…vielleicht mache ich dann doch auch mal einen VHS Kurs.

Bis bald, hier in dieser Anstalt ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Vegane Pilzpfanne mit Naanbrot

{…Leben am Limit oder die Sache mit den Pilzen…}

Pilzpfanne2.1

Was ein schöner Morgen heute im Taunus… Allerdings fing dieser Morgen bei mir alles andere als schön an, denn alles was in meinem Kopf so zu spüren war, waren tierisch schöne Kopfschmerzen.

(Lieber Rotwein von gestern Abend, ich danke Dir recht herzlich für Deine wunderbare Gesellschaft. Du hast mir den Abend versüßt und mir ein wunderbar warmes Gefühl in Bauch und Kopf gezaubert. Aber hatte ich Dir nicht gesagt, dass ich mit keinem am nächsten Tag frühstücke, wenn wir einen Abend/Nacht verbracht haben? Hallo? Du bist immer noch da… Verschwinde!)

Um den etwas anhänglichen Rotwein wieder los zu werden, habe ich beschlossen mich in meine Gummistiefel zu werfen und einen ausgedehnten Waldspaziergang zu machen. Frische Luft mag der Rotwein in meinem Kopf nämlich gar nicht. Und was gibt es Besseres als an einem Herbsttag durch die bunten Blätter zu laufen und den Duft von feuchtem Waldboden zu atmen?

Das blöde an einem Rotwein-Date ist ja, dass sich am nächsten Morgen nach kurzer Zeit nicht nur der Kopf beschwert, sondern auch der Magen ein ganz merkwürdiges Eigenleben entwickelt. Den Geräuschen nach zu urteilen, lachte er sich glucksend über meine Blödheit weg, auf den charmanten Rotwein hereinreingefallen zu sein und stellte laut gurgelnd Ansprüche auf Nahrung. Und das alles mitten im Wald. Schöner Herbstwald hin oder her. Hunger! Jetzt! Na toll! Danke lieber Körper- ich habe verstanden was Du mir mitteilen willst! Rotwein ist in nächster Zeit aus im House.

Pilzpfanne1.1

Half mir aber natürlich nicht unbedingt weiter. Falls Ihr jetzt denkt, ich habe ganz neandertalerhaft Ameisen von Stöckchen gelutscht oder den Eichhörnchen die Nüsse ausgebuddelt und weggefuttert… Nein! Das habe ich natürlich nicht. Wobei die Idee mit den Nüssen gar nicht so schlecht wäre, im Zeitalter von der modernen Paleo-Bewegung…

Naanbrot1.1

Mein Blick fiel vielmehr auf die vielen Pilze, die sich hier auf dem Waldboden in kleinen Grüppchen so lustig zusammengestellt haben. Pilze in allen Farben und Formen. Ich weiß ja nicht wie weit Ihr Euch mit Pilzen und deren Verträglichkeit auskennt…Ich für meinen Teil gehe ausschließlich im Supermarkt oder beim Gemüsehändler Pilze sammeln. Da kenne ich mich aus. Da hat jeder Pilz ein eigenes kleines Namensschildchen und ich weiß, dass ich den nächsten Morgen noch erlebe, wenn ich davon gegessen habe.

Aber es gab durchaus auch Begebenheiten in meinem Leben, da habe ich am Aufwachen am nächsten Tag ein wenig gezweifelt…

Pilzpfanne4.1

Ich weiß noch genau, wie mich vor einigen Jahren die Oma einer Freundin zum Mittagessen eingeladen und für mich Gulasch gekocht hat. So ein richtiges Super-Oma-Wie-Von-Früher-Gulasch. Herrlich! Und als ich dann die erste köstlich gefüllte Gabel im Mund stecken hatte, sagte die Oma mit freudig geröteten Bäckchen: „Ach Tanja, das war heute so schön auf dem Friedhof. Genau neben dem Grab meines Mannes wachsen ganz viele Pilze. Die habe ich mit in das Gulasch reingeschnitten.“ Schluck… Das Gulasch hing mir in großen Brocken im Hals und wollte weder nach oben noch nach unten flutschen. Unter einem heftigen Hustenreiz, fragte ich sie, ob sie sich denn mit Pilzen auskenne. Die Antwort war schockierend: „Früher schon, als meine Augen noch gut waren. Aber man riecht doch ob ein Pilz genießbar ist oder nicht…“ Peng. Damit war ich eigentlich satt. Aber was bitte macht man, wenn eine kleine süße schrumpelige Omi vor einem an einem alten Küchentisch sitzt und sich so sehr darüber freut, mal wieder für jemanden kochen zu dürfen und beim Essen Gesellschaft zu haben. Man betet kurz, isst tapfer weiter und versucht die Pilze auszusortieren, mit der Begründung, dass man nicht so der Pilzfreund sei. Was natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Aber man wird mir diese kleine Notlüge verzeihen. Ich sage Euch, manchmal kann man den Hashtag #lebenamlimt schneller schreiben, als man denkt. Aber zum Glück habe ich das Mittagessen überlebt und kann Euch deshalb heute diese wunderbar herbstliche Pilzpfanne zeigen. Der Clou an dem ganzen Gericht ist das warme Naanbrot, was es dazu gab. Ihr müsst das unbedingt ausprobieren…unbedingt! Und wer sich mit Pilzen auskennt, nimmt natürlich die, die in der freien Natur und nicht im Supermarkt wachsen.

Naanbrot2.1

Ich hätte ja auch gerne Ahnung von Pilzen, aber mehr als Fußpilz erkenne ich leider nicht. Naja ok. Einen Fliegenpilz gerade noch, aber dann verließen sie sie. Ist wahrscheinlich auch besser so, bevor ich oder die, die mit mir essen, nachher da liegen, wo die Omis leichtgläubig kleine Pilze fürs Gulasch sammeln und nebenbei das Grabbouquet neu arrangieren.

Woher auch immer Ihr Eure Pilze nehmt (Fußpilz würde ich übrigens nicht empfehlen, der hinterlässt immer so eine pelzigen Geschmack auf der Zunge *grins), hier findet Ihr das wirklich sehr schnell gemachte Rezept für die Pilzpfanne:

Pilzpfanne Rezept

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Pilzpfanne
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 300 g gemischte Pilze
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • ¼ Chinakohl
  • 3 EL Öl
  • 1 Knoblauchzehe gepress
  • ½ Bund Petersilie
  • Salz und Pffer
Instructions
  1. Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden.
  2. Frühlingszwiebeln waschen und die Zwiebelknolle ebenfalls in Scheiben schneiden, den längeren grünen Teil in feine Streifen schneiden.
  3. Den Strunk vom Chinakohl entfernen und ebenfalls in kleine Streifen schneiden. Diese dann waschen und gut abtropfen lassen.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pilze, Chinakohl und Frühlingszwiebelscheiben unter rühren ca 12 Minuten andünsten. Kurz gegen Ende den Knoblauch hinzugeben.
  5. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie und das Grün der Frühlingszwiebeln unterheben.

 

Und hier noch das Rezept für das Naanbrot:

Naanbrot Rezept

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Naanbrot
 
Author:
Serves: 12
Ingredients
  • 1 kg Mehl Typ 405
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 4 TL Zucker
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 2 Eier
  • 4 EL Öl
  • 300 g Naturjoghurt
  • 20 g Hefe
Instructions
  1. Die Milch in eine Schüssel gießen und 0,5 EL Zucker und Hefe einrühren. An einem warmen Ort ca. 20 Minuten ruhen lassen, bis die Hefe sich aufgelöst hat und die Mischung schaumig wird.
  2. Das Mehl in eine große Schüssel geben und das Salz und Backpulver untermischen.
  3. Den restlichen Zucker, die Milch mit der aufgelösten Hefe, 2 EL Pflanzenöl, den leicht geschlagenen Joghurt und die verquirlten Eier hinzufügen.
  4. Alles gut 10 Minuten durchkneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist.
  5. Die Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und den Teig an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, so dass er sich verdoppelt.
  6. Jetzt den Teig zu kleinen Kugeln rollen und jeweils eine Kugel auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Kreisen ausrollen.
  7. Eine Pfanne mit Öl auspinseln und den Teig darin von einer Seite anbraten bis sich Blasen bilden. Dann wenden und die andere Seite backen.
  8. Vorsicht, das Brot wird ganz schnell dunkel!
  9. Ihr könnt die kleinen Teigkugeln in Backpapier einzeln verpackt wunderbar einfrieren und dann portionsweise auftauen.
  10. Warm aus der Pfanne schmeckt das Naanbrot am besten!

 

Genießt den Herbst mit allem was er bietet!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

 

 

 

Bratapfelmarmelade

{…oder warum mir gestern der Himmel auf den Kopf gefallen ist…}

Bratapfel Marmelade 1

Äh… wisst Ihr eigentlich, dass in 52 Tagen Weihnachten ist?! Jaaaa Weihnachten… Sorry to say, aber die Zeit wird rennen. Wenn der November gestartet ist, wird die Zeit bis zum 24.12. verfliegen wie im Flug. Denkt an meine Worte!

Am Wochenende habe ich tatsächlich intensiv an Weihnachten gedacht und darüber sinniert was Weihnachten eigentlich so ausmacht. Ich gebe zu, ich hatte ein etwas melancholisches Wochenende, aber auch das gehört ja irgendwie zum Leben dazu.

Und wisst Ihr wie ich auf die ganze Weihnachts-Arie kam? Ich habe ganz unweihnachtlich Äpfel von einer Wiese geklaut. Gestern. Am heiligen Sonntag.
Der Baum hat mich bei meinem letzten Spaziergang so leidend angeblickt, weil seine Äste so sehr von den ganzen Äpfeln nach unten hingen, dass ich gestern dem Leiden einfach ein Ende machen musste. Ich habe gepflückt was da Zeug hielt und mir bei jedem Apfel gedacht: So…Du wirst zu Apfelmus verarbeite, Du zu Crumble, Du zu einem köstlich duftenden Apfelkuchen und Du zu Bratapfelmarmelade. Da keiner der gepflückten Äpfel mir ein Widerwort gab, bin ich davon ausgegangen, dass eine absolute Zustimmung in Bezug auf die Verwertungs-Verteilung der Äpfel bei ihnen lag. Ok.-ein Widerwort als solches gab es nicht, aber vielleicht doch ein sanfter Protest. Zumindest bildete ich mir dies ein, als ein kleiner frecher rotbackiger Apfel ohne Vorwarnung mit einem komischen Klong-Geräusch auf meinem Kopf landete, um dann in einem Meer von herabgefallenen Blättern zu verschwinden. Kleine Sünden werden dann wohl doch schneller bestraft, als man denkt. Die Beule am Kopf spüre ich heute nämlich ziemlich deutlich. Ich hab den Wink von da ganz oben verstanden-vielen Dank für die Lektion!

Bratapfel Marmelade 2

Als ich mich dann bückte, um den fiesen kleinen Apfel aus dem Blätterwust am Boden zu fischen, tasteten meine Hände zwischen all dem Laub nicht nur Apfelmus aus Fallobst, sondern zogen auch ein etwas mitgenommen aussehendes Stück Papier hervor. Zuerst dachte ich, dass es irgendeine Werbebeilage einer Zeitung sei, die vom Herbstwind hierher geweht wurde. Aber Miss W. ist ja ein eher neugieriger Mensch (eine Freundin von mir nennt es „wissbegierig“, das klingt positiver :) ) und hat sich den Zettel dann doch mal genauer betrachtet. Hach, und was soll ich Euch sagen? Nix Werbebeilage. Keine alte Zeitung. Ein Liebesbrief. Hier mitten auf der Wiese im zertretenen Fallobst unter dem Laub. Da ich den Brief natürlich nicht hier im Original online stellen wollte, habe ich ihn Euch kurz aufgeschrieben.

Liebesbrief

Ist der nicht wunderschön? Natürlich fragt man sich in diesem Moment, warum diese schönen Zeilen hier irgendwo auf dem feuchten Boden rumliegen. Hat er sich doch nicht getraut Ihr den Brief zu geben? Hat sie den Brief einfach achtlos weggeworfen? Ist er vielleicht einfach aus einer Tasche gefallen, bevor er überreicht werden konnte oder nachdem er gelesen wurde? Fragen auf die ich natürlich nie eine Antwort bekommen werde. Vielleicht sollte ich einen Aushang im Rewe machen: „Liebesbrief auf Wiese gefunden-wer ihn vermisst kann ihn im House No.15 abholen.“ Ob da einer kommt? Also ich würde meinen verlorenen Brief abholen. Ich hoffe Euch fällt auch mal der Himmel mit solch einem Brief auf den Kopf (natürlich ohne Beule am nächsten Tag).

Auf dem Nachhauseweg habe ich darüber nachgedacht, wie schade es doch ist, dass im heutigen Zeitalter von Handy, Email & Co. das Schreiben mit der Hand so völlig verloren gegangen ist. Jeder tippt nur noch alles ein. Die Sätze werden auf 3-5 Worte im Schnellsende-Modus geschrieben, meist bekräftigt durch kleine gelbe Smileys, die mal küssen, mal grinsen oder verärgert schauen, um diesen wenigen Worten wenigstens einen winzig kleinen Unterton mitgeben zu können. Ich gehöre auch zu dieser Sorte Mensch, dessen Daumen wohl schon verkürzte Muskeln und Sehnen aufweist, die mittlerweile Abkürzungen wie OMG und GN benutzt und für die es manchmal leichter ist schnell eine Nachricht über das Handy loszuschicken, als denjenigen kurz anzurufen oder gar mal einen Brief oder eine Postkarte zu schreiben. Fragt man mal in die Runde, ob andere noch „echte“ Karten und Briefe schreiben, heißt es oft: „ Ach dafür habe ich ja gar keine Zeit!“ „Das ist mir zu umständlich.“ „Hab ich schon ewig nicht gemacht. Allein weil ich dann auch noch zur Post laufen muss.“ „Email geht doch viel schneller und einfacher.“

Stimmt. Email geht schneller. Stimmt. Man muss auch noch eine Briefmarke bei der Post besorgen. Stimmt. Es beansprucht Zeit. Stimmt. Alles. Aber….

Bratapfel Marmelade 4

Während ich in meiner Küche stand und mir der wunderbare Duft der Bratapfelmarmelade, die ich aus den gesammelten Äpfeln gekocht habe, in die Nase stieg, habe ich beschlossen diese Woche zur „Housepost-Week“ zu ernennen. Irgendwie kam mir der feierliche Gedanke (es roch ja so nach Weihnachten in meiner Küche), mir einfach mal bewusst Zeit zu nehmen, um einen Brief zu schreiben. Jemandem meine Wertschätzung mit einer handgeschriebenen Karte mitzuteilen. Sich auf den Weg zur Post zu machen und alles zu verschicken. Sich Zeit nehmen für Gedanken und Wertschätzung für den anderen. Das bleibt leider auf der Strecke, in der heutigen schnelllebigen Zeit mit Handy & Co. In der Zeit von Weihnachten besinnen sich ja doch die einen oder anderen ja auch darauf. Aber warum bis Weihnachten warten?

Bratapfel Marmelade 5

Ich mache mir jetzt ein Brot mit dieser wunderbaren Bartapfelmarmelade (die übrigens auch toll auf Vanilleeis schmeckt), setzte mich an meinen Schreibtisch und werde lieben Menschen eine Karte oder einen Brief ganz altmodisch per Hand schreiben. Das Handy und der Computer bleiben in dieser Zeit aus! Kein Blinken oder blöde zwitschernde Töne sollen mich dabei ablenken.

Macht Ihr mit und verschickt handgeschriebene Post? Nehmt Euch doch mal die Zeit und macht einem Menschen, den Ihr gerne habt, eine unerwartete Freude, dass nicht nur Rechnungen und Werbung im Briefkasten liegen, sondern ein ganz persönlicher Gruß von Euch.

Falls Ihr keine Karte zur Hand habt, könnt Ihr Euch hier eine HOUSEPOST herunterladen. Und falls Ihr zu Eurem Brief oder Eurer Karte noch die Bratapfelmarmelade verschenken möchtet, gibt’s hier das Etikett dazu.

Wie die Marmelade gemacht wird seht Ihr hier:

5.0 from 8 reviews
Bratapfelmarmelade
 
Author:
Ingredients
  • 1 kg säuerliche Äpfel
  • 50 g Rosinen
  • 50 g Mandel(n), gehobelt
  • 100 ml Apfelsaft
  • 3 EL Zitronensaft
  • 500 g Gelierzucker, 2:1
  • ½ TL Zimt
  • 1 Vanilleschote(n), das Mark
Instructions
  1. Die geschälten Äpfel in kleine Würfel schneiden und mit den Rosinen, dem Apfelsaft und der ausgekratzten Vanilleschote weichkochen. (die Vanilleschote mit kochen)
  2. Die Mandeln in der Pfanne anrösten.
  3. Die Vanilleschote entfernen.
  4. Den Zimt, die Mandeln und den Zitronensaft unterrühren.
  5. Danach den Gelierzucker dazu geben und für ca. 4 Minuten sprudelnd aufkochen.
  6. Alles in heiß ausgespülte Gläser füllen.

Falls ich Euch auch mal ein paar ganz persönliche Zeilen per Hand schreiben soll, sagt mir unter mail@houseno15.de Bescheid, gebt mir Eure Adresse und schon ganz bald flattert eine kleine Housepost zu Euch in den Briefkasten.

Ich nehme mir jetzt mal 2 Stunden ganz bewusste Zeit und bin dann jetzt mal offline.

Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S: Dieser Beitrag entstand übrigens NICHT mit freundlicher Unterstützung diverser Brieftransport-Unternehmen! Meine Briefmarken kaufe ich mir nämlich immer selbst…am Schalter…in meiner kleinen Provinz-Poststelle…bei einer sehr netten Dame….die es verdient hätte auch mal Post zu bekommen.

Falls Ihr noch Lust auf weitere tolle Rezepte für den Herbst habt, schaut unbedingt mal hier in dieses wunderschön gestaltete Online-Magazin von Dorit Schmitt. Dort erscheint dann auch ab November in der neuen Ausgabe meine Bratapfel-Marmelade.

 

 

Vegane grüne Super-Suppe

{…anlässlich der Stilettos in da House-Premiere und weil es bei kränkelnden Kerlen hilft…}

Stilettos in da House_grün1

*Trommelwirbel*
Ich bin ja sooo aufgeregt, denn heute startet etwas Neues hier im House. Um genau zu sein: „Stilettos in da House“ geht heute an den Start und ich freue mich wie ein Schnitzel, dass Katja von Stilettos & Sprouts jetzt hier mit mir in regelmäßigen Abständen ein Ding zusammen dreht.

Vor knapp zwei Wochen bin ich nämlich mal hier aus meinem Wald rausgefahren, um dann 100 km weiter in einem neuen Wald einzukehren. Raus aus dem Taunus, rein in den Odenwald. Und das alles so ganz ohne Plan wo ich da hinkomme….denn Katja und ich kannten uns ausschließlich über das Internet, sprich über das Bloggen, bzw. die moderne getippte Schnell-Kommunikation des Handys. Blinddate nennt man das auch in der Fachsprache…Und ich kann Euch sagen, ich war vor Aufregung auch wirklich fast „Blind“. Ein Hoch auf die Deoindustrie, die mit 24 Std Haltbarkeit wirbt. Hat prima geklappt…neee hat‘s nicht! Ich habe 4 Mal nachgesprüht und dabei jedes Mal Angst gehabt, dass mein Auto in die Luft fliegt (soll man ja nicht in kleinen engen Räumen verwenden, steht hinten auf der Dose). Das Lenkrad hat von meinen Händen schweißnass geglänzt und der Sitz unter meinem Allerwertesten war ohne Sitzheizung so warm, als hätte ich vorher eine Kaffeefahrt mit Heizdeckenverkauf überfallen und mir alle Decken auf einmal unter den Hintern geschoben. Und nein, ich habe mich nicht vor Aufregung vollgepi… ach, lassen wir das!

Egal. Ich kam bei Katja an und alles war wunderbar! Die Achseln trockneten wieder, die hektischen Flecken waren aus dem Gesicht verschwunden, die Hände wieder einsetzbar. Das Wochenende in den mir bislang unbekannten Baumreihen des Odenwalds war grandios und Katja und ich hatten einen Megaspaß, was nicht minder daran lag, dass ich hier auf eine äußerst lustige, offene und total liebenswerte Person getroffen bin und von Fremdsein nichts zu spüren war. Hach was war es schön! Und was passiert wohl noch, wenn sich Waldbewohnerin A mit Waldewohnerin B trifft?

    1. Es entsteht eine wunderbare Schnittmenge AB
    2. Es wird höllenmäßig feucht-fröhlich
    3. Es wird ungemein kreativ

Und wenn zwei kreative Köpfe die selbigen zusammen in ein Weinglas halten, entstehen die besten Ideen, oder Katja? ;) Und deshalb dürft Ihr heute live bei der Premiere von Stilettos in da House dabei sein. Eine gemeinsame Aktion, an dem Katja und ich Euch am selben Tag ein Gericht zu unserem Thema präsentieren. Nach Gemüse- und Obstsorten kochen und backen kann ja jeder… Unser Thema bei Stilettos in da House: Kochen und backen nach Farben.

Gestartet wird heute mit der Farbe GRÜN.

grüne Suppe2.1

Habt ihr mal nach draußen geschaut? Gerade war noch alles grün und seit gestern hat sich eine weiße Puderzuckerschicht über die Bäume gelegt (zumindes hier in meinem Taunus-Wald). Hallo?! Es ist Oktober und gedanklich liege ich eigentlich noch in einem Hauch von Nix am Strand. In der Realtität laufe ich mit dicken Socken und Schal um den Hals herum, staple Schichten von T-Shirts und Pullis übereinander (Zwiebellook), um bei aufkommender Wärme wieder etwas ablegen zu können.

Den Schal nutze ich als aktive Abwehrwaffe gegen herumfliegende Keime und Viren meiner Umwelt. Irgendwie hustet, prustet und niest ja gerade jeder um mich herum. Und wenn man es, wie ich, nicht immer in einem Bruchteil der Sekunde schafft, sich vor dem Sprühnebel des niesenden Vordermanns auf der Rolltreppe oder wo auch immer zu ducken, hat man echt schlechte Karten. Also hülle ich mich in meinen Lieblingsschal, und erwecke wahrscheinlich für unwissende Außenstehende den Eindruck, als ob ich mich gerade darin übe eine Burka zu tragen. Meine Schal-Burka ist einfach fantastisch und da auch immer mal ein Brötchen unter diesem deckengleichen Woll-Accessoire verspeist wird, kann es durchaus sein, dass ich zwei Tage später immer noch einen kleinen Rest-Brötchen-Snack dort finde. Das ist sehr praktisch für den spontanen kleinen Hunger zwischendurch, wenn nicht gerade Leberwurst auf dem Brötchen war und ein Stück des selbigen wie eine Brosche an meiner Brust klebt. Kam alles schon vor.

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Jeder hat ja so sein Allheilmittel, wenn dann doch die fiese Erkältung zugeschlagen hat und Kopf, Hals und die Knochen schmerzen, die Nase undefinierbares Sekret absondert und die Lungen klingen, als würde man Topfschlagen beim Husten auf ihnen spielen. Ganz besonders bemittleidenswert sind ja die Herren der Schöpfung im Krankheitsfall. Sorry liebe Kerle da draußen, aber das musste ich jetzt einfach sagen. Und neeeeeeiiin, Ihr seid da ja ganz anders! Aber es gibt sie tatsächlich…solche Ausnahme-Kandidaten, wie z.B. ein sehr sehr guter Freund von mir zeigt.

Anstatt wie manch anderer mit leidendem Blick und schlurfendem, schleppenden Gang nach der Krankenschwester zu rufen, zwingt er sich an die frische Luft und besorgt sich ein Suppenhuhn, um sich selbst(!!!) eine Hühnersuppe zu kochen. Bisher habe ich noch kein: “Schatz, könntest Du mir mal das Kissen aufschütteln?!“ oder „Schatz, ein Tee wäre schön, ich bin doch so schlapp!“ oder gar ein „Schatz, so krank war ich schon lange nicht mehr- fühl mal, hab ich Fieber?“ gehört. Er schlürft tapfer abends seine selbst gekochte Hühnersuppe, wechselt 2 Mal in der Nacht die Klamotten und ist morgens wieder fit wie ein Turnschuh (nach eigener Aussage). Scheint also zu helfen, dieses Hühnersuppen-Ding!

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Ich muss ja gestehen, dass ich nicht ganz so sehr der Hühnersuppen-Fan bin und habe mir mal eine Alternative überlegt. Und die ist GRÜN, um auch mal wieder den Bogen zum eigentlichen Thema zurück zu spannen. Und gesund. Und vegetarisch. Und sogar vegan. Und beinhaltet zudem eine tolle Superfood-Zutat (->Chiasamen). Nur einen Namen habe ich für diese sensationelle Suppe noch nicht gefunden. Es ist einfach eine Grüne Super-Suppe.

grüne Suppe_chiasamen

Mittlerweile kann man ja überall nachlesen, dass grünes Obst und Gemüse grandiose natürliche Vitalstoffbomben sind. Und genau deshalb wirkt meine Super-Suppe bestimmt auch bei Erkältung, Reizhusten, Wadenkrämpfen, Herzklopfen, Kater, Sehnsucht, Pickeln, öh…was noch? Egal, ich bin überzeugt, dass diese Suppe für ALLES gut ist und sei es nur einem kranken Mann einen Liebes-Krankenschwesterdienst zu erweisen und ihn darin zu bestätigen, dass er eigentlich reif für’s Notschlachten wäre, sooo krank wie er sei.

Falls Ihr also auch so einen Patienten zu Hause rumliegen habt, oder Euch vielleicht selbst nicht so ganz auf der Höhe fühlt, kann ich Euch dieses House-Mittel nur wärmstens empfehlen. Ich habe mir gleich einen riesen Topf voll gekocht und ein paar Portionen eingefroren. Man kann ja nie wissen, wer mal hier todkrank im House aufschlägt und direkt in Pflegestufe 3 eingestuft werden muss ;)

5.0 from 6 reviews
Vegane grüne Super-Suppe
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 800 g Broccoli-Röschen
  • 500 g TK-Erbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Liter Kokosnusswasser
  • 100 g Mandeln fein gemahlen
  • 50 g Chiasamen plus extra zum Servieren
  • 50 g Wasserkresse
  • 1 TL Olivenöl
  • Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer
Instructions
  1. Erhitze das Öl in einem Topf und lasse die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch darin glasig werden.
  2. In der Zwischenzeit schneidest Du den Strunk des Broccolis in kleine feine Streifen und hackst die Röschen klein.
  3. Gib die Strunke, die Gemüsebrühe und das Kokosnusswasser zu den Zwiebeln und dem Knoblauch und lasse alles für 8-10 Minuten köcheln.
  4. Dann gib die Broccoli-Röschen, die Erbsen, Chiasamen und Mandeln hinzu und koche alles für weitere 5 Minuten.
  5. Nimm den Topf vom Herd und gib die Wasserkresse hinzu und püriere alles.
  6. Ich mag es, wenn es nicht zu fein püriert ist, aber das ist Geschmackssache.
  7. Würze eventuell mit Salz und Pfeffer nach und streue vor demServieren noch einige Chiasamen auf die Suppe und garniere alles mit Wasserkresse aus.

Stilettos in da House_grün2

Und wer nicht so der Suppen-Kasper ist, der springt ganz schnell zu Katja rüber, die mit Ihrem grünen Grilled-Cheese-Avocado-Ziegenkäse-Sandwich mit selbstgemachtem Pesto echt in meiner Geschmacks-Liga voll den Vogel abgeschossen hat. Avocado, Mozzarella, Ziegenkäse, Babyspinat, Brot, Pesto…alles dabei was ich liebe. Wer ihren Blog nicht besucht, verpasst echt was! Sehr schön. Sehr lustig. Sehr Katja! ♥

Bleibt gesund and go green!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 45  in dem schönen Onlinemagazin Aromenspiele „Frühlingsküche“

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