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Low-Carb-Jägerschnitzel mit Kichererbsen-Spätzle

{…Low-Carb-Jägerschnitzel für eine sportliche Figur…}

Low-Carb-Jägerschnitzel

Naaaa Herrschaften…
Seid Ihr schon alle im Fußballfieber? Ist das Trikot schon frisch gebügelt, liegen die Deutschlandfähnchen schon parat und habt Ihr schon die Nachbarn mit Fanfaren-Tröten-Testläufen strapaziert?

Ich gestehe, dass ich nichts von alldem getan habe, kein Trikot besitze und Deutschlandfähnchen als Wohnzimmerdeko und in Form von Zahnstochern auf dem Essen ziemlich blöd finde.

Aber nichts desto trotz habe ich gedacht, dass ich zumindest die nächste Zeit unsere Mannschaft mal kulinarisch ein Wenig unterstütze.
Meine Devise hierzu lautet: Essen ohne Reue, denn viele herkömmlichen Rezepte lassen sich auch wunderbar in einer Low-Carb-Variante herstellen. Und schließlich wollen wir ja sportlich und „in shape“ bleiben/werden und nicht wie olle Mehlsäcke aussehen.

Da heute  wieder MEATwoch ist, starten wir deshalb mal mit dem guten deutschen Klassiker „Jägerschnitzel“. Allerdings gibt es bei mir keine Pommes dazu, sondern selbstgemachte Spätzle. Und das Schnitzel ist ist auch kein herkömmliches Schnitzel, sondern ein köstliches Low-Carb-Jägerschnitzel.
Und wer sich jetzt fragt, wo bitte ein paniertes Stück Fleisch und Spätzle low carb sind, den kläre ich gerne auf.

Low-Carb-Jägerschnitzel

Die klassische Panade eines Schnitzels besteht, wie man weiß, aus Mehl, Eiern und Semmelbrösel. Mehl und Semmelbrösel (beides Weizenprodukte) gehören natürlich nicht unbedingt in die Low-Carb-Küche, weshalb genau diese beiden Komponenten ersetzt werden.
Ohne vorheriges mehlieren rutscht die Panade unmotiviert vom Fleisch- das will natürlich auch keiner. Ihr habt aber verschiedene Möglichkeiten das Weizenmehl zu ersetzten.
Guarkenmehl und Johannisbrotmehl funktioniert rein technisch, ist aber überhaupt nicht mein Geschmack. Pfeilwurzelmehl und Lupinenmehl funktionierten ebenso gut und fallen geschmacklich nicht großartig auf. Hier entscheidet Euer persönlicher Geschmack.

So und jetzt kommt der Clou der Panade:
Kennt Ihr Schweinekrustenchips? Dieser kohlenhydratfreie Snack ist mittlerweile auch im Handel erhältlich, kann aber auch spielend einfach selbst gemacht werden.
Ich stelle Euch demnächst mal ein Rezept hier ein. Im Internet gibt es aber auch zahlreiche Anbieter für diesen knackigen Snack.
Um eine würzige Panade für unser Low-Carb-Jägerschnitzel herzustellen benötigen wir genau diese Schweinkrustenchips und mahlen sie zu feinen Bröseln. Fertig ist die kohlenhydratfreie Hülle, die dem Schnitzel auch noch einen zusätzlichen feinen Geschmack verleiht.

Low-Carb-Jägerschnitzel

Auch für die Spätzle habe ich mich für eine Variante mit wesentlich höherem Eiweiß- und Ballastoffanteil entschieden und habe das klassische Spätzlemehl durch Kichererbsenmehl ersetzt. Ganz ehrlich: schmeckt super und ist auch für alle die eine Glutenunverträglichkeit haben bestens geeignet.
Das Schaben der Spätzle habe ich irgendwie immer noch nicht raus.
Meine geschabten Spätzle sehen immer aus wie dicke Schupfnudeln, weshalb ich meiner Oma sehr dankbar bin, dass sie vor vielen Jahren auf einer Haushaltsaustellung einen Spätzlehobel für teures Geld erworben hat. Der funktioniert immer noch 1A und stellt perfekte Spätzle her.
Wenn einer von Euch ein Spätzle-Schab-Experte ist, möge er sich bitte bei mir melden und mir Nachhilfe in besagter Disziplin erteilen.

Wie findet Ihr mein Low-Carb-Jägerschnitzel? Ich kann jedem Skeptiker echt raten es mal auszuprobieren. Und wem die Spätzle nicht schmecken, der haut eben noch eine Extraportion Sauce darüber um den Eigengeschmack zu überdecken. Auch das ist ja schließlich typisch deutsch….

Low-Carb-Jägerschnitzel

In diesem Sinne: schüttelt die Sofakissen auf, wischt die Plastikgartenstühle ab und justiert Eure Fernsehbildschirme, ab morgen geht’s los.

Olé Olé…

Eure

Tanja

Low-Carb-Jägerschnitzel mit Kichererbsen-Spätzle
 
Author:
Ingredients
  • Schnitzel
  • 500 g Kalbschnitzel
  • 100 g Schweinekrustenchips
  • 2 Eier
  • 2 TL Lupinenmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butterschmalz


  • Jägersauce
  • 250 g Zwiebeln
  • 250 g braune Champignons
  • 1 El Mehl
  • 400 ml Pilzfond oder Gemüsefond
  • Salz
  • Cayennepfeffer
  • Öl


  • Spätzle
  • 3 Eier
  • 225 g Kichererbsenmehl
  • Salz
  • 1-2 EL Wasser
  • 1-2 TL zerlassene Butter
Instructions
  1. Schnitzel
  2. Kalbschnitzel dünn- und zartklopfen und in die gewüschte Größe schneiden. Ich haben aus den 500g 7 ca. handtellergroße Schnitzel geschnitten.
  3. Eier gründlich verquirlen und Schweinekrustenchips im Multizerkleinerer mahlen. Alterantiv auch in einem Gefrierbeutel zu Mehl zerklopfen, bis die Körnung von Semmelbröseln erreicht ist.
  4. Schnitzel dünn mit Lupinenmehl mehlieren.
  5. Von beiden Seiten leicht pfeffern, salzen.
  6. Schnitzel durch das verquirlte Ei ziehen und leicht abtropfen lassen.
  7. Danach Schnitzel in Schweinekrusten wenden oder damit bestreuen und die Panade mit den Händen etwas festdrücken.
  8. Eine großzügige Menge Butterschmalz (3 EL oder mehr) in einer großen Pfanne erhitzen.
  9. Jetzt die Schnitzel von beiden Seiten ca 3-5 Minuten anbraten, bis die Kruste goldbraun ist.

  10. Jägersauce
  11. Zwiebeln schälen und fein würfeln.
  12. Pilze putzen und in Scheiben schneiden.
  13. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin 4-5 Min. bräunen.
  14. Pilze zugeben und bei starker Hitze braten, bis alle austretende Flüssigkeit verdampft ist.
  15. Die Pilze mit Mehl bestäuben. Mit Pilzfond ablöschen und dicklich einkochen.
  16. Die Sauce mit Salz und Cayennepfeffer würzen.

  17. Spätzle
  18. Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.
  19. Eier in einer Schüssel gründlich verquirlen und salzen.
  20. Dann das Mehl nach und nach dazu geben und mit dem Rührgerät zu einem gleichmäßigen Teig verquirlen. Jetzt das Wasser hinzugeben. Der Teig ist ziemlich fest. Je nach Beschaffenheit könnt Ihr noch etwas zusätzliches Wasser hinzufügen.
  21. Wenn das Wasser kocht, Hitze wieder zurückschalten und die erste Ladung Spätzleteig in den Topf pressen, hobeln oder schaben, sobald das Wasser nicht mehr sprudelt. Die Spätzle schwimmen an der Wasseroberfläche. Rührt ein bis zwei Mal mit einem Holzlöffel um und lasst die Spätzle rund drei-maximal fünf Minuten im Wasserbad ziehen.
  22. Dann mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Am besten mit einem Topfdeckel abdecken. Dann bleiben sie heiß, bis die nächste Ladung fertig ist. Vor dem Servieren schwenke ich die Spätzle noch etwas in zerlassener Butter

Flanksteak | Wildkräuter | Birnensalsa | Papadam

{… vom Leben und leben lassen…}

Flanksteak

Die mit grünen Blütenranken beklebte Glastür schiebt sich automatisch vor mir auseinander und es fühlt sich an, als hätte ich meinen Kopf in einem Jutesack versenkt.
Ein Prise Muff, gepaart mit einem süßen klebrigen Duft empfängt mich. Ich bin angekommen, im Bio-Supermarkt.

Besinnliches einkaufen

Manch einer mag den Geruch ja mögen- ich nicht! Generell bin ich sowieso nicht so der Fan von diesem Markt und ziemlich froh, dass es mittlerweile fast alle sogenannten Superfood-Artikel auch in anderen Supermärkten zu kaufen gibt.
Es fängt schon damit an, dass ich beim Eintreten zur meiner rechten Seite eine ziemlich freudlose Kuchentheke vorfinde. In der Auslage sind trocken aussehende Dinge aus Sanddorn und Hirse, daneben salzfreie und butterlose (vegetarische!) Quichestücke, die aussehen als hätte der Kindergarten Backtag gehabt.
Die Obst- und Gemüseabteilung ist ok, auch wenn hier das Gemüse manchmal einen ziemlich schrumpeligen Second-Hand-Look hat. Aber das stört mich nicht weiter.

Eine andächtige Stille herrscht hier in diesem Laden. Man könnte meinen, die Menschen, die hier einkaufen seien zur Besinnung eingekehrt. Eine Frau in teuren Markenklamotten, ein etwas blasser Herr mit schütterem Haar und durchfallbrauner Hose, drei Jugendliche im Selbstfindungswahn (wir machen vegan, weil das auf Instagram gerade so in ist) und eine Frau mit Baby und Kinderwagen schieben mit ihren kleinen Einkaufswägen durch die übersichtlichen Regalreihen.
Tatsächlich sind hier die Wagen um einiges kleiner, als in meiner Supermarktkette um die Ecke.
Eigentlich wollte ich ja nur Mandelmehl und Gojibeeren kaufen, beschließe aber dann spontan mal eine kleine Entdeckungstour durch den Markt zu starten.

Die Fleischabteilung

Zielstrebig steure ich also die Fleischabteilung an. Äh…Abteilung, ist wohl etwas hochgegriffen. Ich halte vor einem Kühlregal mit abgepackter Bio-Wurst und eingeschweißtem Bio-Hühnchen von zertifizierten glücklichen Hühnern. Daneben ein in Folie verpacktes Steak mit der Dicke eines Schnitzels. Und dann bin ich auch schon durch mit der Fleischabteilung.
Dafür ist das benachbarte Kühlregal um so voller. Veggie Chicken Nuggests, Veggie Geschnetzeltes, Veggie Curry Wurst, Veggie Bolognese, Veggie Aufstrich nach Pfälzer Art, … Veggie, Veggie, Veggie. Irgendwie fühlt man sich hier als Fleischesser echt zweitklassig.
Wer hier immer mal mitliest weiß, dass ich großen Wert auf die Herkunft des Fleisches lege, was bei mir auf den Teller kommt (und das fängt schon bei der Haltung der Tiere an.!) Und ja, ich esse gerne Fleisch!
Deshalb mache ich mir den Spaß und gehe zu dem einzigsten Verkäufer hier in diesem Laden, den ich sehen kann. Er sitzt an der Kasse.

Flanksteak Einfach nur Hack

„Entschuldigung…“
Olaf (ich nenne ihn jetzt mal ganz klischeehaft so), ein ca. 30-jähriger, der aussieht, als würde er unter seinem Bett Klettverschluss-Sandalen sammeln, schaut fragen aus seiner Kassenzelle zu mir rüber.
Ich: „Ich suche Hack.“
Er: „Wie bitte?“
Ich: „Hack…“
Keine Antwort nur große Augen hinter dicker Brille.
Ich versuche ihm auf die Sprünge zu helfen: „Äh…Hack… Also Hackfleisch…!?“
„Aus Fleisch?“ will Olaf wissen.
„Natürlich aus Fleisch! Aus was denn sonst? Hackfleisch eben. Das Zeug was man durch den FLEISCHwolf dreht, um daraus Burger oder echte(!) Bolognese zu machen.“
Olaf wirft mir einen Blick zu, als hätte ich gerade gesagt, dass ich den letzten noch lebenden Pandabären der Welt durch den Wolf drehen wollte. „Nein, Hackfleisch haben wir nicht. Nur aus Soja.“

Die teuer gekleidete Damen, die in der Nähe der Kasse am veganen Kosmetikregal Cremes auf ihrem Handrücken testet, mischt sich ein: „Also Hackfleisch ist doch sowieso kein Fleisch! Man weiß ja nie was da drin ist! Man kann ja auch mal nur Beilagen essen oder die Hamburger aus Bohnen machen…!“
Ich dachte ich werde irre. Stellt Euch mal vor, Ihr ladet zum Grillen ein. Auf dem Grill das feinste Fleisch (vom Metzger Deines Vertrauens) und dann sagen Gäste wie Olaf oder diese Dame: „Für mich nur Bohnen. Hmmm… Bohnen, toll, ich liebe Bohnen, lecker!“

Ich schaue von der Frau zu Olaf und wieder zurück und alles in mir schreit „Hack, Hack, Hack!“
Am liebsten hätte ich vor dem Kassenfließband einen Hackfleischtanz aufgeführt, aber wahrscheinlich wäre ich dann direkt in die Kategorie „Mit-Rinderwahn-Infiziert!“ gerutscht.

Buntes Grau für alle

Leute, mal im Ernst: Ich gestehe jedem seine Ernährungsweise zu und jeder soll auf den Teller bringen, was einem guttut, schmeckt und gefällt. Und nicht, dass es hier falsch rüberkommt: Ich habe überhaupt nichts gegen die vegane Küche. Im Gegenteil! Hier und hier und hier gibt es ja mittlerweile auch wirklich genügend Beweise, dass ich auch gerne mal etwas Veganes auf den Tisch bringe!
Aber warum muss man immer alles so verbissen sehen? Das Leben ist doch nicht nur schwarz oder weiß. Mischen wir uns doch ein fröhliches Grau. Mal mit mehr weißem oder mal mit mehr schwarzem Anteil.

Ich bin dann ein paar Tage später zu meinem Metzger gegangen. Und wen treffe ich an der Theke? Olaf, der sich gerade ein dickes Stück Schweinebauch einpacken ließ. Bestimmt aus Soja….

Zur Feier des Tages und weil heute ja auch MEATwoch ist, gibt es (zwar kein Hack) aber FLEISCH:
Flanksteak mit Wildkräutersalat und Birnensalsa in einer Papadamschale.

Flanksteak | Wildkräuter | Birnensalsa | Papadam
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Birnensalsa:
  • 1 Birne (reif, aber fest)
  • 1 El Zitronensaft
  • 3 El Weißweinessig
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 rote Pfefferschote
  • 4 Stiele glatte Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Papadam-Schale:
  • 4-6 Papadams
  • Öl oder Ghee zum Frittieren
  • Salat:
  • Wildkräutersalat mit essbaren Blüten
  • 800 g Flank Steak
  • Salz, Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico
  • 1 EL Wasser
  • 1-2 TL Akazienhonig
  • 1 TL Senf
Instructions
  1. Birne waschen, entkernen, fein würfeln und in eine Schüssel geben. Mit Zitronensaft und Essig mischen. Rote Zwiebel fein würfeln. Pfefferschote waschen, längs halbieren, entkernen und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken und alles zu den Birnenwürfeln geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Öl oder Ghee in einem tiefen Topf erhitzen, dann die Papdams einzeln ins heiße Öl/Ghee geben und frittieren bis das Fladenbrot aufgeht. Dabei in der Mitte mit einem Kochlöffel herunterdrücken, so dass sich beim Frittieren eine Schale bildet. Die fertigen Papadam-Schalen auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
  3. Aus dem Olivenöl, Balsamico, Wasser Honig und Senf ein Dressing herstellen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  4. Das Flank Steak parieren und auf dem Grill bei direkter Hitze von beiden Seiten scharf anbraten. Dann das Fleisch auf die indirekte Hitze legen und auf eine Kerntemperatur von 54 Grad (medium rare) gar ziehen. Danach das Flank Steak noch 2-3 Minuten ruhen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und dann quer zur Faser in Scheiben schneiden.
  5. Das Dressing an den Wildkräutersalat geben und diesen dann in die Papadamschalen füllen. Flank Steak darauf anrichten und Birnensalsa darüber geben. Eventuell mit essbaren Blüten ausdekorieren.

Bis bald,
Eure

Tanja

Dieses Rezept hat es übrigens in die aktuelle Ausgabe der Meat In geschafft. Schaut doch mal im Zeitschriftenhandel in Eurer Nähe. Die Zeitschrift ist großartig und für alle Fleischfans eine absolute Bereicherung im Dschungel der ganzen Koch- und Lebensmittelzeitschriften.

Hirschburger mir Radicchio-Slaw

{…Achtsamkeit… was war das nochmal?}

Achtsamkeit

Sooooo…. erst einmal ein HAPPY NEW YEAR zu Euch!

Ende des vergangenen Jahres war so Einiges los in meinem Leben, weshalb ich weder in der Lage war Weihnachtspost zu verschicken, noch besinnliche Festtage zu verbringen und am allerwenigsten Blogbeiträge zu verfassen. All das hat mich zusätzlich genervt und alles noch verschlimmert. All das hat mir unheimlich gefehlt, ich konnte es aber nicht ändern! Aaaaaber… Rumheulen ist keine Option! Anpacken und Loslegen- nur das ist zielführend!!!
Und ich sage Euch: Gerade wenn man mal wieder eine Zeit durchlebt, die von einem ALLES(!) fordert (körperlich und seelisch), dann lernt man kleine Wunder, Begegnungen und Chancen erst wieder richtig zu schätzen und zu nutzen.

Wie sieht es mit dem Thema „Vorsätze für das neue Jahr“ bei Euch aus?
Habt Ihr welche oder arbeitet Ihr noch die von den letzten 10 Jahren ab?
Ich gestehe: Natürlich möchte auch ich wie immer im neuen Jahr schlanker, produktiver, disziplinierter, toller und überhaupt auf ganzer Linie erfolgreicher sein. Aber das will ich am 24.06.2019 und am 27.02.2039 (wenn ich da überhaupt noch Herr/Frau meiner Sinne bin und die Kontrolle über meine Körperausscheidungen habe…) auch noch!

Und deshalb:
Mein Wort für das Jahr 2018 heißt: ACHTSAMKEIT(oder so….)

Wer mich kennt, weiß, dass ich mit meiner persönlichen Achtsamkeit eher liederlich umgehe. Aber das soll sich jetzt ändern…

Bewusstes Leben im Augenblick- ein Trend

Das Thema Achtsamkeit hat ja nun mittlerweile einen langen Bart, denn das gibt es ja quasi schon seit den 80er Jahren, als es der amerikanische Arzt Jon Kabatt-Zin „erfunden“ hat. Er nannte es kurz mindfullness. Dieses Wort drückt nichts andres aus, als: Bewusstes Leben im Augenblick.
Klingt gut, findet Ihr nicht? Und liegt auch voll im Trend!

Die Sache mit den Trends hat bei mir aber einen Haken…. Außer beim Thema Essen bin ich nämlich bei Trends nicht immer vorne mit dabei. Das Kind rollt deshalb schon immer die Augen und versucht mir Dinge, die in einem Alter von 16 Jahren maßgeblich und unabdingbar wichtig und trendig sind in „Ein-Gehirn-Zellen-Mutter-Sprache“ zu erklären und zu veranschaulichen. Ich verstehe trotzdem nicht alles.

Hautausschlag im Gesicht- meine Reaktion auf Trends

In meinem Freundeskreis (darunter der ein oder andere (Möchte-Gern-) Hippster), sind da ebenfalls ganz anders drauf. Die Männer tragen seit einigen Jahren Bärte (ich dachte, dass die meisten zu faul zum Rasieren sind oder die Religion spontan gewechselt haben). In Frankfurt ist Multi-Kulti, in Bezug auf Glaubensfreiheit, durchaus ein Thema! Ich habe mich also an haarige Gesichter gewöhnt und an Küsschen-rechts-Küsschen-links-Begrüßungen, die ein halbstündiges Gesichtsjucken bei mir hervorrufen. Egal! Ich akzeptiere diesen Trend! Jeder soll aussehen wie es ihm gefällt…jeder soll für juckenden Ausschlag bei anderen verantwortlich gemacht werden können!

Dann fing diese Geschichte mit dem Thema „Trend-Wandern“ an. Mann nennt es aber natürlich nicht „Wandern“, sondern „Hiken“, wenn man hipp ist. Und ganz ehrlich: „Hiken“ klingt natürlich auch nicht so öde wie „Wandern“, was einen immer an warme Capri-Sonne und zerdrückte Butterbrote in einem Kinderrucksack erinnert.
Und soll ich Euch noch etwas erzählen? Ich war tatsächlich auch das erste Mal in meinem Leben im April 2017 wandern, äh hiken. Das war mitunter der schönste Urlaub im vergangenen Jahr, was aber auch an meiner Begleitperson (dem MesserDealer) lag!

Achtsamkeit

Ich bin die Trend-Nachhut

Um es kurz zu machen: Ich bin, außer bei kulinarischen Dingen, eher die Trend-Nachhut.
Eine Bekannte formulierte es erst kürzlich sehr treffend und sprach laut aus, dass ich Trends erst mitbekäme, wenn sie Teil einer Tchibo-Themenwoche sind. Nicht wirklich ein Kompliment, aber leider wahr…
Aber ich gelobe daran zu arbeiten!

Aktuell ist dann wohl (gerade am Jahresanfang) der allgemeine Lieblingstrend: Achtsamkeit.
Und dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, nicht wieder als Letzte irgendwelche Trends mitzubekommen, sondern gleich zu Anfang mit aufzuspringen.
Einige veränderte Faktoren in meinem Leben haben jetzt tatsächlich auch dazu geführt, dass ich mehr Zeit für die Trend-Recherche habe… (ich hoffe das klappt auch alles, so wie ich mir das vorgenommen habe).

Power-Achtsamkeit für Zurückgebliebene

Nachdem ich ja das Thema Achtsamkeit die vergangenen Monate sehr erfolgreich in meinem Kopf und Leben ignoriert habe, muss ich jetzt natürlich wieder um so mehr Gas geben und tue jetzt so, als würde ich schon seit Jahren mit an Board sein.
Ich mache also jetzt Power-Achtsamkeit, um alles aufzuholen, was ich verpasst habe.

Deutlich merkt man das Ende eines Trends, wenn sich die Fachbücher zu einem bestimmten Thema irgendwann unter einer Regenfolie, rabattiert, auf dem Wühltisch im Freien vor der Lieblings-Buchhandlung stapeln. Ich habe dort vor einigen Tagen diverse Achtsamkeits-Exemplare von ganz unten herausgezogen und natürlich direkt gekauft.

Das Rosinen-Experiment

Kurz vor Neujahr hatte ich dann ein wenig Zeit, mich mal mit diesen Ratgebern auseinander zu setzen. Ein Ratgeber-Tipp war zum Beispiel, sich eine Rosine auf den Tisch zu legen und sie möglichst lange anzustarren. Angeblich entspannt es, sich die Krater auf der verhutzelten Oberfläche einzuprägen. In Kapitel 5 darf man sie dann sogar langsam und bedächtig kauen. Aber in diesem Stadium bin ich noch nicht angekommen (ich mag übrigens keine Rosinen)…Der Herr MesserDealer hat bei meinem ersten Rosinen-Selbstversuch darum gebeten, diese Übung nicht mehr beim Sonntagsfrühstück zu praktizieren, da ich ihm dabei ein beklemmendes Gefühl von autistischen Verhaltensweisen vermitteln würde.
Also habe ich gestern einen anderen Versuch ausprobiert: Achtsam gehen. Stand auch in einem der Bücher…

Man geht, spürt dabei seine Füße (die spüre ich übrigens auch, wenn ich nicht achtsam bin-ganz besonders in 15cm High-Heels!), schaut in die Luft und atmet. Hat super geklappt. Finde ich gut. In diversen Youtube-Achtsamkeits-Lehrfilmen gibt es eine Menge ähnliche Beispiele wie das Gehen. Alles sehr leicht umzusetzende Übungen, mit einem hohen Maß an motivierendem Erfolg. Unter anderem schaute ich mir 16:03 Minuten an, wie ein Mann auf einem Hocker saß und nichts tat. Mindestens 50% aller Büromenschen machen jeden Tag quasi nichts andres. Achtsam sein geht anscheinend doch leichter, als gedacht…

Achtsamkeit

Der Achtsamkeits-Gegentrend

Meine Freundin Bianca, mit der ich über meinen neuen Vorsatz gesprochen habe, ist mittlerweile schon etwas genervt von der ganzen Achtsamkeits-ich starre-auf-Rosinen-Welle. Kein Wunder! Sie ist ja auch schon in dem Stadium, in dem sie das Ding, nach jahrelangem Training, runterschlucken darf! Bianca ist der festen Überzeugung, dass wir kurz vor einem ganz neuen Gegentrend stehen: UNACHTSAMKEIT.
(Der Begriff ist allerdings noch nicht gefestigt und beschreibt lediglich den „Arbeitstitel“ dessen, was womöglich in Kürze als Welle auf uns zu rollen wird.)

Ich verspreche Euch, dass ich bei diesem Trend diesmal gaaaanz weit vorne mit dabei bin! Also ich werde sozusagen die Trendsetterin der Unachtsamkeit sein. Denkt an meine Worte!

Während ich mir gedankenverloren die schrumpelige Rosine in den Mund stecke und darauf herumkaue, stelle ich mir vor, wie ich völlig unachtsam einen Gin-Cocktail nach dem anderen auf einem der Frankfurter Hochhäuserdächer in mich hineinkippe, die Musik so laut aufdrehe, dass mein Trommelfell tagelang vibriert, ich nackt im Schlafzimmer bei Minus 10 Grad und weit geöffnetem Fenster auf und abtanze und mir tellerweise Kartoffelbrei mit Hackbraten und brauner Sauce in den Mund stopfe.

Eigentlich hatte ich ja überlegt eine weitere Rubrik auf den Blog zu bringen:
Den >>Mindful Mittwoch<<….

Achtsamkeit ist sowas von gestern!

Aber tatsächlich gefällt mir >>Happy Carelessness<< (klingt irgendwie nach einer Damenbinde) viel besser und ist mit Sicherheit ein voller Erfolg in der Umsetzung.
Achtsamkeit ist ja sowas von gestern *gähn.

Tue das, was Dir gut tut!

Ich finde DAS ist ein guter Vorsatz für das neue Jahr!

Achtsamkeit

Um gleich mal den neuen Trend zu fixieren, starte ich 2018 deshalb mit einem extrem leckeren Burger… Schließlich ist ja heute auch noch MEATWOCH

Hirschburger mir Radicchio-Slaw
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • Patty:
  • 700 g Fleisch vom Hirsch z.B. vom Blatt oder Hals
  • 200 g fetter Speck
  • 80 g Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 1,5 EL Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver edelsüß

  • Buns:
  • 3 Esslöffel lauwarme Milch
  • 230 ml lauwarmes Wasser
  • 2 Teelöffel Trockenhefe
  • 2,5 Esslöffel Zucker
  • 1,5 Teelöffel Salz
  • 2 Eier
  • 240 g Roggenvollkornmehl
  • 160 g Dinkelvollkornmehl
  • 3 Esslöffel Butter
  • 1 Eiweiß
  • Sesam, Leinsamen, Haferflocken (alles was Ihr mögt)

  • Radicchio-Slaw:
  • 2 TL Fenchelsamen
  • 3 TL Honig
  • 3 TL weißen Balsamico
  • 4 EL bestes Olivenöl (z.B. von Antikleia)
  • 1 kl. Kopf Radicchio Rosso di Treviso
  • 1 kl. Kopf Radicchio Castelfranco
  • Salz, Pfeffer und etwas Orangenschalenabrieb

  • Preiselbeere-Mayonnaise: (ergibt ca. 250g)
  • 2 sehr frische Eigelb (Gr. M)
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • ca. ¼ l neutrales Öl (zum Beispiel Sonnenblumenöl)
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Salz, weißer Pfeffer, Zucker
  • 3 EL Preiselbeerkonfitüre
Instructions
  1. Patty:
  2. Das Fleisch vom Reh und den fetten Speck in Würfel schneiden, mischen und fein wolfen.
  3. Die Hackmasse mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Senf würzen.
  4. Das Ei und die Semmelbrösel dazu geben und alles gut miteinander verkneten.
  5. Aus der Masse 6 gleichgroße Pattys formen und bis zum Grillen oder Braten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
  6. Die Patties nach beliebiger Art und Garstufe braten oder grillen.

  7. Buns:
  8. Hefe mit Milch und Zucker verrühren, 5 Minuten gehen lassen.
  9. Wasser, Eier, Salz und Mehl hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Butter hinzufügen und 5-6 Minuten durchkneten.
  10. Teig zugedeckt an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen lassen.
  11. Backofen auf 200 °C vorheizen.
  12. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig in 8 gleichgroße Stücke teilen und zu Kugeln formen. Ungebackenen Buns mit jeweils 8 cm Abstand auf das Backblech legen und mit einem Handtuch abdecken, 10 Minuten ruhen lassen.
  13. Eiweiß leicht aufschlagen und Buns damit bestreichen. Mit Besam und Saaten bestreuen und im heißen Ofen 15 Minuten goldbraun backen.

  14. Radicchio-Slaw:
  15. Die Fenchelsamen bei kleiner Hitze in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
  16. Dann in einem Mörser grob zerstoßen.
  17. Den Essig mit dem Honig, Salz, Pfeffer, Orangenschale und Fenchel kurz in einem Topf erwärmen.
  18. Vom Herd nehmen und das Olivenöl dazugeben.
  19. Die Radicchio-Köpfe in feine Streifen schneiden und gut mit dem Dressing vermischen.
  20. Kurz durchziehen lassen und den Burger damit Belegen.

  21. Preiselbeere-Mayonnaise:
  22. Eigelb und Senf für das Mayonnaise-Rezept in einen Rührbecher geben und mit den Schneebesen des Handrührgeräts kurz verrühren.
  23. Ca. ⅕ des Öls für das Mayonnaise-Rezept tröpfchenweise einrühren, bis sich Öl und Eigelb zu einer glatten Creme verbunden haben.
  24. Dann das restliche Öl in einem dünnen Strahl langsam unter ständigem Rühren zugießen und so lange aufschlagen, bis eine dickcremige Mayonnaise entsteht.
  25. Zum Schluss 1 EL Zitronensaft unter die Mayonnaise rühren.
  26. Mayonnaise mit Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker abschmecken.
  27. Dann die Preiselbeerkonfitüre darunter rühren

  28. Aus allen Komponenten den Burger nach Gusto zusammenbauen. (Ich habe noch eine Scheibe Tomate und ein Blatt Lollo Bionda mit draufgemacht).

Wie gefällt Euch mein neuer Vorsatz? Macht Ihr mit? Hier und hier gibt es übrigens noch weitere Burger-Ideen, falls Euch das zu wild ist… ;-) und hier die Gemüsechips.

Bleibt Euch treu und hört auf das was Euch gut tut!

Eure

Tanja  

Lammkarree ° Graupenrisotto ° Blumenkohl

{…Achtung Wortspiel: Lamm from(m) Vogelsberg…}

Lammkarree So liebe Leute, habt Ihr mal auf den Kalender geschaut?
Yes… die Hälfte der Arbeitswoche ist angebrochen und das bedeutet:
Es ist MEATWOCH.
Zeit sich der Fleischeslust hinzugeben und zu feiern, dass die ersten Tage der Woche geschafft sind (oder dass noch zwei weitere großartige Tage vor uns liegen- je nach Laune und Stimmung, wie die Woche so läuft).

An diesem MEATWOCH möchte ich Euch einen wunderbaren Betrieb im schönen Vogelsberg vorstellen. Wir reisen nach Lauterbach in Hessen und besuchen die Metzgerei Steiger.

Hier wird noch nach alter Tradition des Fleischerhandwerks geschlachtet, gewurstet und Fleisch verarbeitet. Das Produktspektrum ist sehr hochwertig und vielfältig.

Ganz besonders möchte ich heute auf deren Lammfleisch eingehen:
Seit nunmehr 40 Jahren werden hier (vorwiegend in Freilandhaltung) Schwarzkopf Schafe gezüchtet und geschlachtet.
Der Vogelsberg ist mit ca. 2500 km² das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Durch den vulkanischen Ursprung der Region besteht eine sehr hohe Mineralstoffdichte in den Grünflächen und auf den Weideflächen sind zahlreiche Trinkwasserquellen vorhanden.
Durch diese besondere Weidehaltung wird der Geschmack, die Fleischfarbe und natürlich auch die Konsistenz des Fleisches maßgeblich beeinflusst.
Das vorherrschende Klima in dieser Region spielt dabei zusätzlich eine große Rolle.

Die Metzgerei Steiger überlässt nichts dem Zufall.
Hier wird alles mit Herz und Hand gemacht: die Auswahl der Tiere, die Zucht, die Fütterung und schlussendlich die Schlachtung und Fleischbehandlung.
Alles getreu dem Motto: „Genuss ist da wo Phantasie ist!“.
Tradition und Innovation. Alles in einem Betrieb.

Und genau DAS schmeckt man, wie ich selbst feststellen durfte, als ich ein wunderbares Lammkarree der Metzgerei Steiger zubereiten durfte.
Der Geschmack war unglaublich fein, das Fleisch zerging auf der Zunge und hatte eine ganz besondere Lamm-Note.
Ich persönlich esse sehr gerne Lammfleisch und durfte in diesem Jahr auch schon selbst bei einer Schlachtung dabei sein und mitwirken (dazu übrigens demnächst mehr!). Dennoch kenne ich sehr viele Leute, die bei Lammfleisch die Nase rümpfen und behaupten den intensive Geschmack nicht sonderlich schmackhaft zu finden.
All denen sei gesagt: Die Art und Weise der Haltung, der Fütterung, der Schlachtung und letztendlich der Zubereitung ist maßgeblich für den Geschmack. Und alle, die denken, dass Lamm gleich nach altem Hammel und Streichelzoo schmecken muss, sei gesagt: NEIN! Dem ist nicht so! Denn wenn bei allem so auf das Wohlergehen der Tiere geachtet wird, wie bei der Metzgerei Steiger, wird man einen feien Lammgeschmack und unglaublich gutes Fleisch bekommen.

Für die Metzgerei Steiger vergebe ich 10 von 10 *Umami-Punkten!

Wer also mal im schönen Vogelsberg unterwegs ist, sollte auf jeden Fall einen Besuch in der Metzgerei Steiger einplanen. Die Produktpalette reicht natürlich über Lammfleisch weit hinaus und auch Rind und Schwein und besondere regionale Wurstwaren werden hier in bester Qualität angeboten.

Metzgerei Werner Steiger
Helmut Casper Weg 2
36341 Lauterbach
Telefon:+49 6638 272
Fax: +49 6638 919594
E-Mail:fleischerei.steiger@t-online.de

Lammkarree

Wer mehr erfahren möchte schaut einfach mal auf der Seite der Metzgerei vorbei.
Und alle, die jetzt Lust haben selbst mal Lammkarree zu zubereiten, denen möchte ich dieses Rezept gerne ans Herz legen.
Lammkarree mit Graupenrisotto und buntem Blumenkohl. Für mich eine wirklich tolle Kombination, die nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge anspricht:

Lammkarree ° Graupenrisotto ° Blumenkohl
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Lammkarree:
  • 2 Lammkarree, (à 450 g)
  • schwarzer Pfeffer, oder eine Pfeffermischung
  • Meersalz
  • 2 El Öl
  • 4 Stiele Thymian
  • Graupenrisotto:
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 12 Safranfäden
  • 4 Stiele glatte Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Perlgraupen (mittelgrob)
  • 50 ml Weißwein
  • 4 EL Parmesan
  • 1 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft

  • Bunter Blumenkohl:
  • 500 gr bunter Blumenkohl
  • 100 gr Parmesan, fein gerieben
  • 2 EL natives Olivenöl
  • 2 EL mildes Olivenöl
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Eine Hand voll Petersilie, gehackt
Instructions
  1. Lammkarree:
  2. El Öl in einer Pfanne erhitzen. Lamm von beiden Seiten anbraten, Thymian zugeben. Lamm auf der Knochenseite im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad (Gas 1-2, Umluft 160 Grad) auf der untersten Schiene 20 Minuten garen. Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
  3. Lamm mit Pfeffer und Salz würzen
  4. Dann zwischen den Knochen in Scheiben schneiden.

  5. Graupenrisotto:
  6. Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein würfeln. 700 ml Gemüsebrühe aufkochen und warm halten. 12 Safranfäden in 50 ml warmem Wasser einweichen. Blätter von 4 Stielen glatter Petersilie hacken.
  7. El Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. 150 g Perlgraupen zugeben und unter Rühren 2 Min. mitdünsten. Mit 50 ml Weißwein ablöschen und einkochen.
  8. Ein Drittel der Brühe zugießen und bei mittlerer Hitze unter Rühren einkochen, bis die Graupen die Flüssigkeit aufgenommen haben. Diesen Vorgang mit der restlichen Brühe zweimal wiederholen, sodass die Graupen 25 Min. kochen. Safran 5 Min. vor Ende der Garzeit untermischen.
  9. EL geriebenen Parmesan und 1 EL Butter untermischen. Graupen-Risotto mit Salz, Pfeffer und einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken.

  10. Bunter Blumenkohl:
  11. In einer kleinen Schüssel den Parmesan mit den beiden Ölsorten verrühren. Mit Meersalz und Pfeffer würzen.
  12. In einem Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Den Blumenkohl in Röschen teilen, ins kochende Wasser geben und 4-5 Minuten garen. Er sollte noch bissfest sein. Abgießen und abtropfen lassen.
  13. Den Blumenkohl mit dem Parmesanöl in einer Servierschüssel vorsichtig vermischen, so dass die Röschen gleichmäßig überzogen sind.

  14. Das Fleisch mit dem Risotto und dem Blumenkohl auf Tellern anrichten und servieren.

Für alle die wie ich so gerne Lamm mögen, kann ich  diesen Lammeintopf wärmstens für die kalten Wintertage empfehlen.

Und zum Abschluss mal wieder die MEATWOCHs-Parole:

AUGEN AUF BEIM FLEISCHEINKAUF!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

*Umami (aus dem Japanischen: Schmackhaftigkeit) ist der 5. Geschmackssinn. Neben süß, sauer, salzig und bitter ist umami die gustatorische Sinneswahrnehmumg für fleischig, würzig, wohlschmeckend.

Alte Wutz von Heiko Brath

{Du Alte Wutz…was ein Glück, hab ich Schwein gehabt}

Alte Wutz von Heiko Brath

Platon behauptete ja, dass drei Teile der menschlichen Seele im Gleichgewicht sein müssen, damit der Mensch glücklich sei: Vernunft, Wille und Begehren.
Heute heißt es, dass jeder seines Glückes Schmied ist und das Glück ein Zusammenspiel von bewusst getroffenen Entscheidungen und Zufällen ist. Es gibt also das Lebensglück, das durch Faktoren wie Liebe, Familie, Beruf, Finanzen und Freizeit bestimmt ist und das Zufallsglück, das ganz unerwartet und plötzlich vor deiner Tür steht.

Am heutigen MEATwoch möchte ich von meinem kürzlich mir widerfahrenen Glück berichten und wie es sich zusammensetzt:

Glück No.1: Mein persönlicher Messer-Dealer stattete mir einen Housebesuch ab, unter dem Arm eine schwarze Tasche und ein breites Grinsen auf dem Gesicht.
„Was grinst Du denn so?“
„Alte Wutz!“ schleuderte er mir entgegen.
„Sag mal geht’s noch?! Spielen wir jetzt: >>Gib mir Tiernamen<<?“ „Eigentlich eine gute Idee…,“ murmelt er, während er in der schwarzen Tasche kramt.
„…aber leider ist der Name „Alte Wutz“ schon vergeben und kann in diesem Spiel für Dich nicht mehr verwendet werden…sehr schade übrigens!“ fügte er noch an, während er zwei Bilderbuch-Koteletts aus dem Papier wickelt, das er zuvor aus der Tasche geholt hat. „Darf ich vorstellen: Alte Wutz,“ dabei drückt sein Zeigefinger ins Fleisch, „und Alte HouseDame“, sein Zeigefinger sticht mir in die Seite. Seine Mundwinkel ziehen sich von einem Ohr bis zum anderen, während ich empört nach Luft schnappe.

Wenn ich dieses Fleisch in diesem Moment nicht als das vollkommene Glück No.2 empfunden hätte, wäre eine Aneinanderreihung von unschönen Wörtern auf ihn eingeprasselt. Aber der Anblick dieser Fleischstücke, hat mir zu sehr die Freude in die Glieder gejagt, als dass ich mir das durch solche Bemerkungen hätte vermiesen lassen. Vor mir liegen also zwei dicke Koteletts mit schöner fetter Schwarte und gleichmäßiger Marmorierung. Glück No.2 ist also pures Zufallsglück, denn damit konnte ich ja wirklich nicht rechnen.

Glück No.3: Der Messer-Dealer ist just an diesem Tag mit Heiko Brath aus Karlsruhe zusammengetroffen.
Heiko ist Inhaber der Metzgerei Brath und hat den elterlichen Betrieb seit 1998 mit seiner Frau Heike übernommen. Hier ist die Liebe zum Handwerk noch wirklich großgeschrieben, man arbeitet mit Herz und Leidenschaft und hat sich ein Netzwerk aus regionalen Bauern und Lieferanten aufgebaut. So etwas zeigt sich natürlich auch in der Qualität der Ware, die hier über die Verkaufstheke wandert.

Glück No.4: Heiko kam irgendwann auf die glorreiche Idee einen Schweinerücken zu reifen. Neben seinem Dry-Age Beef hing dann also ein Stück Borstenvieh und reifte zuerst eine, dann zwei, dann drei und letztendlich 4 Wochen vor sich hin, ohne dass der Metzgermeister wusste, was passieren würde. Es war ein Test. Und genau dieser Test ist geGLÜCKt, die „Alte Wutz“ ward geboren und kurz darauf patentiert.
Voraussetzung für so eine Fleischqualität ist natürlich die Aufzucht der Tiere. Von der Haltung bis zum Futter geht es den Wutzen der schwäbisch-hällischen Erzeugergemeinschaft, mit der die Metzgerei Brath schon jahrelang zusammenarbeite, einfach saugut.

Glück No.5: Ist in diesem Fall, dass ich kein Vegetarier bin, was eindeutig in die Kategorie Lebensglück fällt.

Alte Wutz

Glück No.6: Der Messer-Dealer ist nicht nur geschickt im Umgang mit Messern, sondern macht auch am Herd eine wirklich gute Figur, so dass ich mich um die Schweinerei gar nicht groß kümmern musste. Ausnahmsweise- ich betone: a u s n a h m s w e i s e (!) habe ich mich an diesem Tag mal auf die klassische Rollenverteilung „ER Fleisch“, „SIE Salat und Abwasch“ eingelassen. Zum einen hatte ich Hunger und zum anderen muss man sich ja auch mal etwas zurücknehmen können, damit die Herren der Schöpfung nicht völlig frustriert sind.

Glück No.7: Die Sonne scheint und es ist 30 Grad warm draußen. Also fallen warme Beilagen zum Kotelett deshalb schon mal weg, es soll ja einen sommerlichen Touch haben.

Glück No.8: Ich habe genau an diesem Tag frischen Queller vom Fischhändler geschenkt bekommen, allerdings wusste ich bis zum Zeitpunkt des Eintreffens der Alten (Messer-Dealer) Wutz nicht was ich damit anstellen sollte.

Glück No.9: Die Kartoffeln sind kurz vorm Keimen und müssen verarbeitet werden.

Glück No. 10: Ich bin im Besitz von bestem griechischem Zitronen-Olivenöl.

Alte Wutz

Und jetzt mischen wir Glück No.8-10 im Glücksrad zu einem sommerlichen Zitronen-Kartoffelsalat mit Queller. Rezept hier:

Zitronen-Kartoffelsalat mit Queller
 
Author:
Ingredients
  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 unbehandelte Zitrone Saft und Abrieb
  • Antikleia Zitronen-Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 130 g Queller
  • 30 g Butter
Instructions
  1. Die Kartoffeln waschen und 25-30 Minuten gar dämpfen.
  2. Schälen, etwas ausdampfen lassen und in Scheiben schneiden.
  3. Die Zwiebeln fein schneiden, zu den Kartoffeln geben und mit heißer Brühe, dem Senf und Zitronensaft sowie -abrieb vermengen.
  4. Ca. 10 Minuten ziehen lassen und nach Bedarf noch etwas Brühe zufügen.
  5. Queller gründlich verlesen, bräunliche Partien entfernen. Dann in kaltem Wasser waschen, in einem Sieb gut abtropfen lassen und auf einem Küchentuch trocken tupfen.
  6. Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den Queller darin bei mittlerer bis starker Hitze 2-3 Minuten garen.
  7. Queller klein schneiden und zu den Kartoffeln geben.
  8. Anschließend das Zitronenöl untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken,

 

Glück No.6 stelle ich Euch hier zum Beweis und erkläre Euch was der Messer-Dealer mit der Alten Wutz angestellt hat:

Alte Wutz von Heiko Brath
 
Serves: 4
Ingredients
  • 4 dicke Koteletts von der Alten Wutz von Heiko Brath
  • Fleur de sel
  • Pfeffer
Instructions
  1. Den Backofen oder Grill bis 120°C vorheizen.
  2. Die Schwarte dünn abschneiden, dabei darauf achten nicht in das Fett zu schneiden.
  3. Im Grill/Backofen bis zu einer Kerntemperatur von 42.47°C garen, dann den Grill hochdrehen und von beiden Seiten sehr heiß angrillen (wer im Backofen vorgearbeitet hat, bitte die Pfanne benutzen!)
  4. Die Kerntemperatur der Alten Wutz sollte am Ende bei 54-58°C liegen.
  5. Jetzt vom Knochen lösen und in Tranchen schneiden.
  6. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen.
  7. Die Schwarte nebenher bei mittlerer Hitze im Ofen so lange grillen bis sie "aufpoppt" und zum Fleisch, bzw. zur Beilage servieren.

Alte Wutz von Heiko Brath3.1

Glück No.11: Ich habe ein grandioses saftiges Stück Schweinefleisch auf meinem Teller vor mir, knabbere krosse Schwarte und schwebe auf der sommerlichen Zitronen-Kartoffelsalat-Wolke…

Ich finde mit 11 Punkten Glück in kürzester Zeit, ganz unverhofft an einem Tag, kann man echt zufrieden sein!

Tja, da hat alte Platon wohl tatsächlich Recht gehabt, denn: Die Vernunft hat mich dazu verleitet abends zu House zu bleiben (sodass ich den Messer-Dealer samt Alte Wutz empfangen konnte), der Wille hat mich dazu getrieben vorher noch nichts zu Essen (was aber vielmehr daran lag, dass ein Strandurlaub in nächste Nähe rückt- es war also eher Zufallsglück) und das Begehr… nun… darüber schweige ich mich jetzt aus….

Abschließend kann ich sagen, dass es ein rundherum GLÜCKlicher Abend war und dazu hat Heiko Brath, mit seiner Alte Wutz, maßgeblich beigetragen.
Wer mal in Karlsruhe ist, sollte also unbedingt einen Abstecher in die Metzgerei Brath machen und sich etwas Alte-Wutz-Glück mit nach Hause nehmen. Zu jedem Kauf der alten Wutz gibt’s übrigens eine großartige „Gebrauchsanleitung“:

Hier die Adresse meines MEATwoch-Glücks-Lieferanten:
Heiko Brath
Metzger| Grillmeister| Macher
Klauprechtstr. 25
76137 Karlsruhe
Tel. 0721.358060
Mail: info@metzgerei-brath.de
Web: metzgerei-brath.de

In diesem Sinne, immer schön bereit sein: das Glück lauert überall…

Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Da die Alte Wutz schnell und vor allem warm(!) verspeist werden wollte, waren das heute hier einfach mal ein paar schnelle Fotos aus der Hüfte. Das Begehr war einfach zu groß, um zu viel Zeit fürs Fotografieren zu verschwenden… Ihr versteht das, oder? ;)

Messer: Friedr. Dick
Zitronen-Olivenöl: Antikleia Olivenöl von Rudi Braun

Beef Tea

{…schlürfen erlaubt…}

Beef Tea

*Trommelwirbel und Tusch

Heute mal was ganz Neues hier im House. Habt ihr schon mal auf den Kalender geschaut?
Es ist Mittwoch. Aber nein, kein klassischer Mittwoch, denn es ist MEATwoch in the House.

Nachdem ich mir immer mal wieder anhören muss, dass ich ja so eine Gemüsetante bin und so wenig mit Fleisch mache, kam tatsächlich der Verdacht auf, ich könnte das gar nicht.
Pah! Kann ich wohl! Was eine echte HouseDame ist, kennt sich natürlich auch mit Fleisch aus. Ich bin allerdings der Überzeugung, dass man mit Fleisch sehr bewusst umgehen sollte.
Schließlich stirbt ein Tier dafür.

Meatwoch_neu_weiß

ZDF…Zahlen, Daten, Fakten

Kaum ein Lebensmittel ist so umstritten wie Fleisch.
Der Deutsche isst Rund 60 Kilo pro Jahr. Wen wundert es also, dass die Fleischproduktion in den vergangenen Jahren in Deutschland rapide zugenommen hat. Auch wenn die Zahl der Vegetarier stetig steigt und rund die Hälfte der Deutschen versucht den Fleischkonsum bewusst zu reduzieren, kommen bei 85 Prozent der Bevölkerung täglich Fleisch und Wurst auf den Tisch.
Der Stellenwert von Fleisch hat sich jedoch geändert und das hat nicht nur mit Skandalen wie Gammelfleisch, Rinderwahn und Vogelgrippe zu tun.
Gesundheitlich spricht nichts gegen den Genuss von Fleisch, denn Fleisch ist ein wichtiger Eiweißlieferant. Das tierische Eiweiß ist dem des menschlichen am Ähnlichsten und kann vom Körper deshalb gut in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Zudem enthält es wichtige Vitamine und Mineralien.
Wie gesund Fleisch wirklich als Nahrungsmittel ist, hängt im Wesentlichen davon ab, wie ein Tier gelebt hat. Klar ist, dass Massentierhaltung, in denen Tiere häufig mit Hormonen und Antibiotika vollgepumpt werden nicht zur gesundem Nahrungsaufnahme beitragen.

Fleisch von Tieren die in einer artgerechten Umgebung aufwachsen, denen gutes Futter verabreicht wird und die unter besten Bedingungen großgezogen werden, hat natürlich seinen Preis. Das sollte jedem bewusst und es auch Wert sein. Die Wertschätzung eines Lebewesens, auch wenn es verzehrt wird.
Ich habe mich deshalb für den Verzehr in Maßen und dem bewussten Umgang mit Fleisch entschieden. Und genau so ist der MEATwoch entstanden. Ein Tag in der Woche für den bewussten Fleischkonsum. Kein Billigfleisch, sondern von Metzgern meines Vertrauens oder von Bauernhöfen aus der Region.

Beef Tea

Weil einfach einfach gut is(s)t

Den heutigen MEATWOCH starten wir mit etwas Einfachem, auch wenn es etwas Zeit in Anspruch nimmt: einem Beef Tea. Eigentlich eine ‚schlichte’ Rinderkraftbrühe.
Ursprünglich wurde diese Essenz aus Rindfleisch von dem deutschen Chemiker Justus von Liebig entwickelt, der diese aus klein gehacktem Rindfleisch, destilliertem Wasser und etwas Salzsäure herstellte. Er gab diese Rindfleischessenz löffelweise der an Typhus erkranken Tochter eines Bekannten, damit diese wieder zu Kräften käme. Das Problem war, dass die Patientin keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen konnte und so immer schwächer wurde. Nach einigen Tagen der Einnahme des Fleischextrakts, war sie wieder gesund. Laut Liebig wurde ausschließlich diese Essenz auch anderen Patienten bis zur Genesung verabreicht.

Jetzt hatte ich nicht unbedingt Lust mit Salzsäure in der Küche zu hantieren und habe das Originalrezept abgewandelt, noch dazu wollte ich zu meinem Beef Tea noch etwas mit „Biss“ haben und habe Rindertatar auf ein kleines Blätterteigkissen gepackt. Ohne viel Schnick Schnack (bis auf die Blüte, ok. Die ist zwar essbar, aber eigentlich habe ich sie nur zum Aufhübschen fürs Foto genommen… Foodporn und so…ich kann dann doch nicht so ganz aus meiner Haut)

Beef Tea

Hier gibt’s also mein erste Rezept für den MEATWOCH:
(das Rezept für das Rindertatar findet ihr auch hier bei meinem lieben Freund Tom  – danke dass ich es verwenden durfte!)

5.0 from 1 reviews
Beef Tea
 
Author:
Ingredients
  • Beef Tea
  • 2 kg Rinderknochen
  • 2 Karotten
  • ½ Stange Lauch
  • ¼ Knolle Sellerie
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8 Wacholderbeeren
  • 8 Pfefferkörner
  • 600 g Rinderhack (als Klärfleisch)
  • 2 angeschlagene Eiweiße
  • je 160 g Würfel von Karotte, Lauch, Sellerie
  • Rindertatar (nach Rezept von www.kochbuch.tips) auf Blätterteig
  • 240 g Rinderfilet (frisch und von höchster Quaslität)
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Ketchup
  • 1 TL BBQ Sauce
  • 1 Schalotte fein gehackt
  • ¼ Essiggurke, feinst gewürfelt
  • 1 TL Worchester-Sauce
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Piment d´Espelette
  • einige Spritzer Cognac
  • 1 frisches Eigelb
  • 1 Packung Fertigblätterteig
  • Eigelb zum Bestreichen
Instructions
  1. Beef Tea
  2. Zwiebel quer halbieren und in heißer Pfanne die Schnittfläche dunkelbraun anrösten.
  3. Rinderknochen in sprudelndem Wasser kurz blanchieren, abschütten und kalt ablaufen lassen.
  4. Knochen mit in Würfel geschnittenem Gemüse, der angerösteten Zwiebel, Lorbeerblättern, gestoßenen Wacholderbeeren und Pfefferkörnern in circa drei Litern Wasser zum Kochen bringen und circa zwei Stunden ziehen lassen. Danach abseihen und erkalten lassen.
  5. Klärfleisch mit Gemüsewürfeln und angeschlagenem Eiweiß gut verrühren und mit Knochenbrühe auffüllen.
  6. Langsam zum Siedepunkt bringen und circa 60 Minuten köcheln lassen.
  7. Danach durch ein Sieb mit Passiertuch abseihen.
  8. Suppe auf ein Drittel langsam reduzieren und würzen.
  9. Den Beef Tea in kleinen Gläsern oder Tassen servieren.
  10. (Das Fleisch kann für ein anderes Gericht weiterverwendet werden)
  11. Rindertatar mit Blätterteig
  12. Das Filet ganz fein schneiden und mit den restlichen Zutaten vermischen und abschmecken.
  13. Den Blätterteig in kleine Rechtecke schneiden, mit verschlagenem Eigelb bestreichen und bei 180 Grad für 10 Minuten im Ofen backen, bis sie schön aufgegangen sind.
  14. Das Tatar darauf anrichten und zum Beef Tea reichen.

 

 

Ich weiß, das war heute ungewohnt viel nüchterne und trockene Info, aber neue Dinge müssen ja schließlich auch erst mal richtig dargestellt werden.

Habt einen wundervollen MEAT-Mitt-WOCH und:
AUGEN AUF BEIM FLEISCHEINKAUF!

Eure

Tanja

aus dem House No.15