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Hessisch‘ Brot macht Wangen rot!

2.1

Italienische Pizza, türkische Köfte, griechische Moussaka, holländische Fritten, schweizer Raclette, spanische Paella… Alles Gerichte die ich liebe, alles Länder die ich toll finde. Aber warum immer in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Kebo von Kebo homing hat dazu aufgerufen etwas typisches aus der Region zu machen, in der man lebt. Tolle Idee! Da bin ich doch direkt dabei.
Ich bin ein echtes hessisches Mädsche aus dem Frankfurter Raum, bzw. aus dem Taunus. Allerdings akzent-und dialektfrei (zumindest so lange man mich nicht darum bittet Dialekt zu sprechen!) Das bekannteste und typischste aller Gerichte hier in Frankfurt und im Taunus ist wohl die Frankfuter „Grie Soss“ (grüne Sauce). Aber die kennt ja schon jeder- wie langweilig (obwohl ich diese kalte Kräutersauce absolut vergöttere). Das Nationalgetränk der Hessen ist der Apfelwein und mit dem lässt sich wirklich viel anstellen. Zum einen natürlich trinken. Am besten pur oder für die Äppelwoi-Neueinsteiger erstmal mit Wasser gemischt. Aber niemals mit Limonade! Das kann in einschlägigen Apfelwein-Lokalen fast zur Enthauptung führen. Doch nicht nur zum Trinken eignet sich das Frankfurter Stöffsche (so nennt man den Apfelwein hier). Man kann es wunderbar in die verschiedensten Gerichte integrieren. In Suppen und Saucen, in Cremes und Desserts. Man kann Fleisch darin kochen und schmoren und und und…

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Sogar Brot kann man damit backen. Und genau das habe ich heute gemacht. Frankfurter Äppelwoi-Brot. Das passt natürlich hervorragend zu typischem Frankfurter Handkäs mit Musik, schmeckt aber auch toll einfach nur mit Butter und Schnittlauch.

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Allein wegen des Duftes, der durch die Küche weht, wenn das Brot so langsam backt, lohnt sich die Arbeit mit dem Sauerteigbrot. Und wenn es dann warm aus dem Ofen kommt, kann ich mich immer kaum zurück halten es nicht sofort anzuschneiden und mir in den Mund zu schieben. Probiert es doch einfach mal aus! Wer keinen Apfelwein bekommt, kann natürlich auch Cidre nehmen. Und wer sich am Alkohol im Brot stört nimmt Apfelsaft. Den Zusatz hessisch oder frankfodder müsst Ihr dann natürlich streichen. Denn nur mit Äppelwoi ises en eschter Froangforter Genuss!

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So, und jetzt seid Ihr dran. Traut Ihr Euch an hessische Kost heran?
Ich halte es damit getreu dem Motto: Haubdsach es bassd dorsch de Halls unn machd schwinnelisch. (Hauptsache es passt durch den Hals und macht schwindelig) Aber keine Angst, schwinnelisch wird Euch von dem Brot nicht (höchstens weil’s so lecker ist), aber dorsch de Halls bassds immä.

Hier ist noch das Rezept für das Hessische Brot, dass Dir vor Genuss die Röte auf die Wangen zaubern wird:

5.0 from 1 reviews
Hessisches Apfelweinbrot
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenmehl, Typ 1050
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 Beutel Sauerteig, flüssiger
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Sirup, dunkler
  • 340 ml Apfelwein, lauwarm
  • Anis, Kreuzkümmel nach Belieben
  • Kardamom, Koriander nach Belieben
Instructions
  1. Den Sauerteig-Beutel in eine Schale mit lauwarmem Wasser legen.
  2. Die Mehle mit Salz und Trockenhefe mischen.
  3. Die Gewürze nach Geschmack dazugeben, ich nehme immer jeweils etwa ¼ TL, vom Anis etwas weniger. Das kann jeder selber ausprobieren. Man kann natürlich auch fertiges Brotgewürz nehmen. Auch da bleibt einem die Menge selber überlassen.
  4. Dann Sauerteig, Sirup, Apfelwein zum Mehl geben, alles gut mischen und gut verkneten.
  5. Weitere Flüssigkeits- oder Mehlzugabe nach Konsistenz des Teiges. Er sollte so lang geknetet werden, bis er nicht mehr an den Händen klebt.
  6. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Mehl bestäuben.
  7. Dann zugedeckt an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen.
  8. Danach den Teig erneut verkneten, und in eine Brotbackform, oder Kastenform geben. Ich nehme immer eine große Kastenform. Die Teigoberfläche mehrmals leicht einschneiden und das Brot weitere 45 Minuten gehen lassen.
  9. Den Backofen auf 230°C vorheizen. Eine feuerfeste Schale mit heißem Wasser mit in den Ofen stellen, und erst unmittelbar vor dem Backen heraus nehmen.
  10. Das Brot einschieben, den Backofen auf 200°C herunter drehen und das Brot 70 bis 80 Minuten backen.

 

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Mer säje uns hier im House No.15!
Eure

Tanja

Wenn Ihr weitere Rezepte aus allen teilen Deutschlands sucht, schaut doch mal hier bei Kebo vorbei und lasst Euch inspirieren.

 

Madame von Dü liebt Käse

3 Es begab sich vor gar nicht allzu langer Zeit, da zog eine Dame in das House No.15 ein.
Da die Dame aus der französischen Schweiz stammt, stellte sie sich mit ‚Madame‘ bei mir vor. Und da die Familie von Madame eine alte Adelsfamilie ist, trägt sie den vollständigen und stolzen Namen ‚Madame von Dü‘. Trotz des Adelstitels kommt die Dame sehr bodenständig und schnörkellos daher, genauso wie ich es bei neuen Mitbewohnern mag. Sie passt perfekt ins House No.15 und ich freue mich sehr, sie hier aufgenommen zu haben. So viel zu Tanjas Märchenstunde am Wochenende…
Denn eigentlich begab es sich so:

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Ich ärgere mich über das Wetter da draußen. Ist das Winter oder was soll das sein? Deprimierendes Regenwetter und Temperaturschwankungen von bis zu 9 Grad innerhalb von 3 Tagen… Wie soll man da bitte seine gute Laune behalten? Auswandern wäre eine Möglichkeit. Will ich aber gar nicht, denn eigentlich bin ich mit dem Standort vom House No.15 ganz zufrieden. Also, ein Plan B muss her. Und der sieht wie folgt aus:
Abwarten bis es draußen dunkel ist (dann sieht man das Grau(en) vor dem Fenster nicht  mehr), Kamin anzünden, Bärenfell aufschütteln (wenn man eins hat- ich habe keins!) und sich in eine Schweizer Berghütte träumen. Vielleicht habt ihr ja jemand der sich zur Verfügung stellt und für die Authentizität mit einer Kuhglocke vor der Tür läutet. Und wenn ich an Schweizer Berghütten im Winter denke, verbinde ich das unmittelbar auch mit dem Gedanken an geschmolzenen Käse. Also was liegt da näher, als sich ein erstklassiges Schweizer Käsefondue zu zaubern und sich damit vor dem Kamin niederzulassen.

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 Im House No. 15 haben viele Dinge eine Namen, das mag der ein oder andere vielleicht merkwürdig finden, aber ich habe gerne eine persönliche Beziehung zu den Dingen, die mich umgeben…auch wenn es nur ein schnöder Fonduetopf ist. Und Madame von Dü ist doch der perfekte Name für den Caquelon (so heißt der Topf nämlich eigentlich). Und das Beste an Madame ist: Sie lässt nix anbrennen…ja ja die Schweizer(innen)…aber auch gar nix. Nicht mal stark riechende Käsemasse!

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Und so saß ich dann gestern Abend mit Madame (hoch wohl geborene) von Dü vor dem knisternden Kaminfeuer und tauchte abwechselnd Brotwürfel und gekochte kleine Kartoffeln in die geschmeidige Käsemasse. Ein Traum für den Geschmack – ein Horror für die Hüften. Das fatale am Käsefondue ist, dass man ja stundenlang sitzen kann und andächtig mit der Fonduegabel im Topf kreisende Bewegungen fährt. Sehr meditativ, wenn man sich dann nicht auch ständig etwas in den Mund schieben würde. Und oh Wunder, Knall auf Fall ist man dann plötzlich so satt, dass man nicht mal mehr schafft ein wenig vom Kamin abzurücken, weil das Wohnzimmer mittlerweile gefühlte 40 Grad Raumtemperatur erreicht hat. Der Käse lähmte jegliche Bewegung und saß mir wie ein dicker Kloß kurz vor der Unterlippe, so dass sogar der Schnaps (den ich zur Verdauungshilfe heran gezogen hatte) nur schwer den Weg am Käse vorbei in den Magen finden konnte. Ich konnte tatsächlich das Läuten der Kuhglocken hören, allerdings war es  nur eine Fatamorgana, hervor gerufen von übermäßigem Käseverzehr. Oder mein Magen hat Geläutet und damit seinen Streik angekündigt, was ihm nicht mal verdenken kann. Aber leeeecker war’s- ich hätte einfach nur früher aufhören sollen. Und Madame von Dü, in ihrer ganz eigenen Schweizer Art, hat sich mal wieder rausgehalten. Die Schweiz eben…

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Falls Ihr auch das Läuten von Kuhglocken, dank erhöhtem Sättigungsgrad, hören wollt oder einfach nur mal Lust auf geschmolzenen Käse habt, hier ist das Rezept:

4.5 from 2 reviews
Schweizer Käsefondue
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 350 g Greyerzer
  • 350 g Emmentaler
  • 1 Knoblauchzehe (nach Belieben)
  • 400 ml säurebetonter Weißwein
  • 1-2 gestrichene EL Speisestärke
  • 2-4 cl Obstbrand (nach Belieben)
  • Muskatnuss, Pfeffer
  • Bauern- und oder Weißbrot in Würfel geschnitten
  • Kleine Kartoffeln mit Schale gekocht
Instructions
  1. Den Käse grob raspeln.
  2. Den Knoblauch nach Belieben halbieren, die Hälften nacheinander auf eine Gabel spießen und den Fonduetopf jeweils mit der Schnittfläche der Zehe ausreiben.
  3. Die Hälfte vom Wein in den Fonduetopf geben und auf dem Herd erhitzen.
  4. Dann den Käse und nach und nach auch den restlichen Wein unter Rühren zugeben – zunächst mit dem Rührbesen, später mit dem Rührlöffel.
  5. Die Mischung am Siedepunkt halten und kräftig rühren, bis der Käse aufgelöst und mit dem Wein verbunden ist. Je nach gewünschter Konsistenz – nicht so zäh, nicht zu flüssig – bleibt eventuell Wein übrig.
  6. EL Speisestärke mit 2 cl Obstbrand (oder Wasser) glatt rühren, in die kochende Käsemasse gießen und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Nach Belieben die übrige Speisestärke und den Rest Obstbrand glatt rühren und die Käsemasse damit binden.
  7. Die Käsemasse beiseite stellen, mit Muskat und Pfeffer würzen. Den Topf auf das Rechaud stellen und die Masse am Siedepunkt halten.
  8. Das Brot so in mundgerechte Happen schneiden, so dass an jedem Stück Rinde ist. Mit der Fonduegabel ein Stück Brot durch die Krume bis zur Rinde aufspießen, in die Käsemasse tauchen, darin wenden und herausheben.
  9. Genauso mit den Kartoffeln verfahren.
  10. So nach und nach genüsslich Stück für Stück mit dem warmen Käse überziehen und genießen. Dabei immer wieder mit dem Brot oder Kartoffel am Topfboden entlang streichen, damit nichts anbrennt.
  11. Die Käsemasse ab und zu mit dem Rührlöffel kräftig durchrühren, damit sie sich nicht trennt.

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Haben Eure Töpfe auch Namen? So wie z.B. der Schnellkochtopf „Herr F. Ix“ oder „Frau G. Gart“ oder die Kasserolle „Frau Stiel“?
Schreibt mir doch mal, ob Ihr auch so namenhafte Bewohner beherbergt.

Es grüßt Euch ganz herzlich

Tanja

aus dem House No.15

Wenn Gemüse auf Jugendsprache trifft

Romanesco3

Herrschaften…ich hab‘s schon wieder getan… Ich kaufe Lebensmittel nach Optik. Entweder ist es die Farbe, die mich umhaut, oder die Form, oder wie in diesem Fall die Beschaffenheit,  die Farbe, die Form und ganz besonders der Geschmack. Natur, Du bist der Hammer!!! Unglaublich!

Ich habe gestern mal wieder im Gemüseladen gestanden und überlegt was ich mir Gesundes gönnen könnte. Und wie mein Blick so über die Steigen von Rote Beete, Rosenkohl über Blumenkohl und Brokkoli wanderte, blieb mein Blick an einem alienartigen Gewächs hängen. Romanesco… Wie wunderschön ist dieses Gemüse denn bitte??!
Mein Auge hat direkt mal ne Macro-Aufahme von diesem grünen Alien gemacht, während meine Hand sich einen der schönsten Köpfe schnappte und in den Korb legte (wie von selbst quasi). In so einer Art Trance-Zustand ging ich dann zu Ergün (der Gemüsehändler meines Vertrauens-Ihr wisst!) an die Kasse  und begab mich auf dem direkten Weg nach Hause. In meiner Tüte: Romanesco..sonst nix. Tja, hier seht Ihr, wie extatisch ich zum Thema Romanesco bin… Das ist ACHTUNG JUGENSPRACHE
>>Foodporn-Gemüse<< vom Feinsten! Zum Ansehen, wie auch vom Geschmack (vorausgesetzt Ihr mögt eine Mischung aus Blumenkohl und Brokkoli).

Pesto

Zu Hause habe ich dann meine hübsche, aber doch sehr übersichtliche Beute vor mir ausgebreitet und bin tatsächlich ins Grübeln gekommen. Romanesco. Ok. Und sonst nichts. Hmmmm… What to do? In diesem Fall, von extremen „Optik-Einkaufs-Flash“, durchforstete ich dann erst einmal den Vorrats- und Kühlschrank und überlegte was am besten zu dem einsamen Beauty-Gemüse in meiner kargen Plastiktüte passen könnte. Gefunden habe ich Risotto-Reis. Das ist immer eine Rettung! Und Olivenöl habe ich sowieso IMMER im House. Genauso wie Pinienkerne und Parmesankäse. Also was liegt da näher, als aus dem Romanesco-Star ein filmreifes Romanesco-Pesto zu zaubern und dieses dann lasziv auf ein Safran-Risotto tropfen zu lassen? Für den besonderen Kick des Gerichts kommt noch ein Löffel crunchiges Semmelbrösel-Butter-Gemisch on top und wird von kleinen frechen roten Pfefferkörnern gekrönt. Ich sag doch Foodporn! Und das ohne Altersbeschränkung! FSK 0 so zu sagen…

Safranrisotto1

Safranrisotto3
An Euch alle… Ihr MÜSST das ausprobieren!!!
Der Blockbuster unter den Gemüse-Pesto-Risotto-Gerichten. Echt!
Nein-ich bin nicht eingebildet, aber gerade ACHTUNG JUGENDSPRACHE
>>extrem geschmacksgeflasht<<….! Und da ich Euch jetzt so den Mund wässrig gemacht habe und Ihr Euch vielleicht auch so eine Gaumen-Extase auf den Teller zaubern wollt, gibt es hier das Rezept (ohne FSK, ohne Pin, ohne Einschränkung).

5.0 from 2 reviews
Romanesco Pesto
 
Prep time
Total time
 
Ingredients
  • 200 g Romanesco blanchiert
  • 150 ml Öl (Olivenöl)
  • 125 g Parmesan, frisch gerieben
  • 80 g Pinienkerne geröstet
  • 50 ml Kochwasser vom Romanesco
  • Salz, Pfeffer
  • Knoblauch nach Belieben
Instructions
  1. Den Romanesco in einer Küchenmaschine grob hacken.
  2. Dann den Parmesan und die Pinienkerne (wer mag auch den Knoblauch) dazugeben und weiter zerkleinern.
  3. Olivenöl und Kochwasser dazugeben und so lange in der Küchenmaschine rühren bis eine schöne Paste entstanden ist.
  4. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. In ein sauberes Schraubglas gefüllt und mit Olivenöl abgedeckt hält sich das Pesto im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.

 
5.0 from 2 reviews
Safranristotto mit Butterbröseln
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Serves: 2
Ingredients
  • 150 g Risottoreis
  • 1 Msp. gemahlenen Safran
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Sahne
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Parmesan gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Semmelbrösel
Instructions
  1. Die Zwiebel fein würfeln und in heißem Öl glasig dünsten.
  2. Danach den Reis zugeben und 2 Minuten mitdünsten.
  3. Alles mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen.
  4. Jetzt so viel Brühe angießen, dass der Reis bedeckt ist und offen bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren 20-25 Minuten garen.
  5. Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, immer wieder neue Brühe angießen.
  6. Nach 15 Minuten den Safran einrühren.
  7. Kurz vor Ende der Garzeit die Sahne und den Parmesan in das Risotto rühren bis alles schön cremig ist.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  9. Inzwischen die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel zugeben. Alles bei mittlerer Hitze goldbraun rösten.
  10. Das Risotto mit den Butterbröseln bestreuen und sofort servieren.
  11. Hierzu passt wunderbar Romanesco-Pesto.

 Ach ja…wer mag kann sich natürlich dazu auch noch ein Stück Lachs auf der Hautseite kross anbraten und über den Reis geben, aber meiner Meinung nach geht dieses Gericht durchaus als vegetarisches Premium-Gericht durch!
Ich bin ja vor lauter „Romanesco-Verliebtheit“ nach dem Einkauf im Gemüseladen direkt am Fischhändler vorbei geschwebt und danach zu faul gewesen noch mal los zu müssen…

Safranrisotto2

 

Ich hoffe Euch konnte dieses Essen genauso in Extase versetzen wie mich.
Falls nicht…was ist für Euch Foodporn? Wie sieht es aus? Was richtet es mit Eurem Geschmackssinn an?

Begeisterte Grüße von den Wundern der (Gemüse-) Natur
schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

P.S.: Das Wort >>Foodporn<< steht offiziell im Jugendsprache-Lexikon 2015 von Langenscheid und ist nicht verwerflich, anzüglich oder vulgär….
Genaue Definition: sehr appetitlich aussehendes Essen
Nur mal so nebenbei, falls sich einer aufregen möchet :-)

…von Quinoa und haufenweise gelisteten Vorsätzen…

Das neue Jahr hat begonnen und ich lege direkt mal die Karten offen auf den Tisch.
Gerade heute habe ich es wieder gemerkt…ich bin ein Haufen- und Listen-Typ. Aber da wir ja hier unter uns sind und ich weiß, dass ihr Peinlichkeiten für Euch behalten könnt, kann ich ja offen sprechen…
Da morgen wieder der normale Arbeits-Alltags-Wahnsinn losgeht, hatte ich beschlossen heute hier zu Hause noch ein wenig Ordnung in mein Chaos zu bringen. Nun…und das sieht folgender Maßen aus: Ich stapel passende Dinge zu Haufen. Ein Haufen liegt z. B. an der Kellertreppe-dieser besteht meist aus getragenen Klamotten, die den Weg zur Waschmaschine suchen, leere PET-Flaschen, die im Keller gehortet werden bis kein Platz mehr dafür ist und dann in komische Automaten in unschönen Ecken von Supermärkten gesteckt werden, Werkzeuge die in der Garage wegsortiert werden sollten und Schuhe…ja Schuhe gibt es hier in diesem Haushalt viiiiiele… Schränke dafür eher weniger…aber unter der Kellertreppe ist Platz um Schuh-Haufen zu bauen… Ein anderer Haufen stapelt sich auf meinem Schreibtisch. Manch einer nennt es „Ablage“. Bei mir ist es ein unschöner Haufen Papier, der abgeheftet, aussortiert, bezahlt und bearbeitet werden möchte. (kleine Anmerkung: welcher normale Mensch mag bitte Buchhaltung???)

Haufen

…ich weiß, das Bild bekommt keinen Award, aber Haufen brauchen auch keine Auszeichnungen…

So…und dann gibt es ja auch die Zeitschriften-Haufen. Ich bin der totale Zeitschriften-Junkie und halte nix von Online-Zeitschriften. Papier muss an den Fingern kleben und ich muss die Möglichkeit haben mir tolle Bilder und Artikel auszuschneiden (und nicht nur zu markieren) und abzuheften. Ha! Und genau da kommt ein neuer Haufen ins Spiel. Der Haufen der ausgeschnittenen Zeitschriften-Schnipsel. Ach wie wundervoll ist dieser Haufen, wäre er denn schon in die einzelnen Rubriken der extra dafür angeschafften Ordner abgelegt (Food, Foodfotos, DIY, Ideen, Wohnen, Nützliches, Sonstiges). Ich habe hier, glaube ich, Schnipsel von vor mind. 4 Jahren und frage mich beim Durchsehen, was ich ‚damals‘ soooo toll an diesem Zeitschriften-Ausschnitt fand. Der wandert dann direkt auf den Hauf ‚Kann weg‘…nein Spaß- ich bin zwar ein Schnipsel-Messi, aber ich werfe dann auch schon mal was in den Papierkorb… Und manchmal, wenn ich merke, dass Haufen beim nächsten Gramm Papier einfach wegzubrechen drohen, hefte ich sie dann auch tatsächlich ab. Heute war auch so ein Tag. Irgendwie befriedigend. Haufenweise Befreiung.

Listen1.0

Zudem habe ich mir dann noch Gedanken gemacht, was so alles getan werden, eingekauft, gekocht, gebacken, usw. muss. Zu viele Ideen verursachen bei mir ein totales Hirn-Overload und deshalb bin ich nicht nur der Haufen-, sondern auch der Listen-Typ. Alles muss ich aufschreiben. Bloß nichts vergessen, was wichtig ist. Bloß nicht elektronisch! (Ich habe auch noch einen altmodischen Taschenkalender.) Aber hier im House No.15 gibt man sich ja seit dem Jahre 2015 nicht mehr mit schnöden POST-IT zufrieden. Neiiiiiinnnn… es müssen ab diesem Jahr eigene House-No.15-Listen her. Und falls auch Ihr an der Listeritsi-Krankheit leidet, gibt es hier meine Listen gratis und ohne Verschreibungspflicht zum Ausdrucken. Und alles im Hosen-Taschen-Format (9x9cm) zum Mitnehmen im Portemonnaie oder jemand anderen unterschieben. Eigene Listen an andere abwälzen ist nämlich auch super und bringt Zeit für sich selbst (ich arbeite auch an diversen Abschiebungen…listentechnisch versteht sich!)

Listen1

Ganz oben auf einer meiner Vorsatz-Listen (die gibt’s nicht zum Ausdrucken-die behalte ich für mich!) steht: Bewusster leben…gesünder essen…mehr schlafen… mehr Nein sagen…
Und heute habe ich mal mit dem Punkt ‚Gesünder Essen‘ begonnen.

Quinoa Salat1

Heute Mittag gab es nämlich sehr leckeren und gesunden Quinoa-Salat mit Avocado und Shrimps. Wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, viiiiiiiel Geschmack! Und wer die Shrimps weglässt isst sogar vegan! Was bitte will man mehr?! 2015 startet doch toll und vielversprechend!

Quinoa Salat2

Also falls der Punkt gesünder Essen auch auf Eurer Liste für 2015 steht (zumindest so für die ersten 3 Monate), kann ich Euch das Rezept nur sehr ans ♥ legen.

5.0 from 1 reviews
Quinoa-Salat
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 3
Ingredients
  • 250g roten Quinoa
  • 1 Avocado
  • 1 Limette
  • 8 kleine Cherry Tomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 große Hand voll gemischten Salat aus Rucola, Spinat und Mangold
  • 200g Tiger Prawns Garnelen geschält und entdarmt
  • Salz (evtl. mediterranes Kräutersalz), Pfeffer
  • Olivenöl, Balsamico (weiß)
Instructions
  1. Den Quinoa in reichlich kaltem Wasser abspülen und anschließend in der 2,5 fachen Menge kochendem und gesalzenem Wasser 15-20 Minuten garen.
  2. Inder Zwischenzeit die Tomaten und die Frühlingszwiebeln klein schneiden.
  3. Den fertigen Quinoa in einem Sieb abtropfen lassen und mit Olivenöl, Balsamico, Peffer und Salz würzen.
  4. Die Tomaten und Frühlingszwiebeln unterheben.
  5. Die Avocado schälen und vom Kern befreien und in Spalten schneiden.
  6. Mit dem Saft der Limette beträufeln und ziehen lassen.
  7. Während dessen die Garnelen in Öl anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.
  8. Den durchgezogenen Quinioa auf der Salatmischung auf dem Teller anrichten, mit Avocado und den warmen gebratenen Garnelen servieren.
  9. Eventuell noch mit Olivenöl, Balsamico und Gewürzen verfeinern.

Zuaten

Was auch immer Ihr Euch für 2015 vorgenommen habt, welche Haufen bewältigt werden müssen, welche Listen erstellt und abgearbeitet werden sollen…ich wünsche Euch bei allem was Ihr macht und vor habt, immer gute Laune und ein kleines Lächeln der Zuversicht auf dem Gesicht.

Haufenweise ordentlich gelistete gesunde Grüße an Euch alle
von
Tanja

aus dem House No.15

Veganes Color-Cooking-Soulfood

Kennt Ihr das? Der Dezember klopft an die Tür und anfänglich ist alles noch gaaaaaanz easy… Doch dann… Nach 2 Wochen mutiert der Dezember zu Dezembrrrrrrrrrrrrrrrrr und nachts wird dem Nebenmann/frau die Decke geklaut, weil es gefühlte -10 Grad im Schlafzimmer sind. Irgendwie nicht schön, aber irgendwie immer wie jedes Jahr…. Dezembrrrrrrr eben!

Was hilft nun gegen massive Dezembrrr-ritis? Wärme- ganz klar! Es gibt natürlich unzählige Anbieter von Heiz- und Wolldecken, Angora-Unterwäsche oder Alpaka-Socken. Mag ja auch nicht jeder…(beim Aufwachen neben sich sehen). Deshalb geht es heute viel einfacher und auch viel schöner für’s Auge, als Angora-Unterwäsche, oder so. Ihr braucht nur ein paar saisonale Zutaten, um Euch wohlige Wärme zu verschaffen! Das Motto dazu: >>Color-Cooking-Soulfood<< Eine kurze Erklärung für alle, denen jetzt die Fragezeichen im Auge aufgepoppt sind:
Heute Morgen, als ich beim Gemüsehändler meines Vertrauens einen kurzen Blick auf seine tolle Auswahl geworfen habe, ist mir aufgefallen, dass es unheimlich viele Gemüsesorten gibt, die farblich total schön zusammen passen. Warum also nicht mal nach Farben kochen. Also wanderten Topinamburwurzeln, Kartoffeln, weiße Zwiebeln und Maronen in meine Tüte. Und in diesem Fall passen nicht nur die Farben zusammen, nein-es schmeckt auch total toll.

Topinambur Suppe_gr

Das Ergebnis ist ein wärmendes, samtig weiches und sogar veganes Topinambursüppchen mit Maronen. Genau das Richtige für den Dezembrrrrrrrrrrr. Echte Winterküche für verfrorene „25-Lagen-Kleidung-tragen-und-mir-ist-immer-noch-kalt-Typen“.

Topinambur Suppe2

topinambur suppe5

Topinambur_1

Wollt Ihr auch schnelle innere Wohlfühlwärme mit hohem Sättigungsfaktor? Dann habe ich hier das Rezept für Euch:

5.0 from 2 reviews
Topinambursuppe mit Maronen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Color-Cooking-Food
Serves: 4
Ingredients
  • 500g Topinambur geschält und grob gewürfelt
  • 100g Kartoffeln geschält und grob gewürfelt
  • 100g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 EL Öl
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 200ml vegane Sahne (oder normale)
  • Salz und Pfeffer
  • 250g geschälte gegarte Maronen, klein geschnitten
  • Rosa Beeren und Rosmarin zur Dekoration
  • 2 EL Kürbiskernöl
Instructions
  1. Die Zwiebeln im heißen Öl glasig dünsten.
  2. Danach Topinambur und Kartoffeln dazu geben und mit dünsten.
  3. Jetzt mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen.
  4. Zugedeckt ca. 25 Minuten köcheln lassen und alles pürieren, wenn es weich gekocht ist.
  5. Evtl. durch ein Sieb passieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Jetzt in einer Pfanne 1 EL Kürbiskernöl erhitzen und die Maronen darin anbraten.
  8. Die Suppe mit den Maronen servieren, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit rosa Beeren und Rosmarin ausgarnieren.
  9. Dazu passt Weißbrot (ich hab es weihnachtlich in Sternform ausgestochen) .

Sagt mir doch mal, wie Euch das Süppchen geschmeckt hat und ob es Euch auch eine zufriedene Wärme in den Bauch gezaubert hat.

So, und weil die Suppe ja irgendwann aufgefuttert ist, habe ich mir, als Plan B gegen frostige Abende, dicke Wollsocken gekauft. Wie gut, dass es derzeit überall Weihnachtsmärkte mit diesem Saisonartikel gibt.

Wärmende Dezembrrrrr-Grüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

Hallo Herbst!

Hallo Herbst

Passend zum heutigen kalendarischen Herbstanfang packt mich die irrsinnige Lust auf Kürbiscremesuppe. Gerade gestern habe ich ein Hokaido-Prachtexemplar beim Gemüsehändler ergattert. Leider habe ich ihn nicht in seiner vollen Pracht fotografiert, deshalb mussten seine kleinen Zier-Kollegen für die Fotos herhalten. Aber eigentlich geht es ja auch um die Suppe die daraus entstanden ist.

Kürbiscremesuppe1

Kürbiscremesuppe zählt eindeutig zu meinen Lieblingssuppen und steht in meinem persönlichen Kochbuch unter der Rezepte-Rubrik *Soulfood*. Wenn draußen der Herbstwind die Blätter durch den Garten fegt und die Temperaturen immer weiter sinken, wenn die Luft nach feuchtem Laub und Erde riecht, wenn die Kastanien mit lautem *Klock* auf der Erde aufschlagen, nachdem die stachelige Schale sie freigegeben hat, spätestens dann sehne ich mich nach einer kuscheligen Decke und einem schönen Buch auf meiner Couch und nach Kürbiscremesuppe.

Kürbiscremesuppe2

Kürbiscremesuppe3

Selbst die Temperaturen passen sich dem heutigen Herbstanfang an, auch wenn jetzt gerade wieder die Sonne warm scheint. Lange wird es nicht mehr dauern, bis sich der Sommer völlig verabschiedet hat. Und wenn Ihr auch Lust auf Essen für die Seele habt und die Suppe nachkochen möchtet-hier ist das Rezept:

Kürbiscremesuppe
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Soulfood
Serves: 6 Personen
Ingredients
  • 1 Hokaido Kürbis (ca. 1-1,3kg)
  • 1 Zwiebel
  • 500 ml Kokosmilch (ungesüßt)
  • 500 ml Sahne
  • 2-3 große Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 1500 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Öl
  • Weißwein nach Belieben
Instructions
  1. Den Kürbis zerteilen, von den Kernen und dem Strunk befreien und in grobe Stücke schneiden. Der Hokaidokürbis muss nicht geschält werden.
  2. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Öl glasig anbraten.
  3. Kürbis dazu geben und kurz anrösten.
  4. Nach Belieben Weißwein angießen und kurz einkochen lassen. (Wer keinen Wein nehmen möchte, gießt ein wenig Gemüsebrühe an)
  5. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und zu den Zwiebeln und dem Kürbis in den Topf geben.
  6. Alles mit Gemüsebrühe auffüllen und bei mittlerer Hitze weich kochen lassen.
  7. Mit dem Pürierstab pürieren und mit Sahne und Kokosmilch auffüllen, evtl. nochmal pürieren.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn Ihr den Kürbis ca. 15min in eine Schale mit Wasser bei 200 Grad in den Ofen schiebt, lässt er sich wunderbar leicht zerteilen, entkernen und klein schneiden. Probiert es aus- Eure Finger werden es Euch danken ;)…

Ich habe zu meiner Suppe Bacon-Streifen gereicht, die ich auf einen Spieß gefädelt und in der Pfanne von beiden Seiten knusprig angebraten habe. Einen Spritzer Kürbiskernöl auf die Suppe geträufelt rundet den Geschmack noch perfekt ab. Natürlich schmeckt die Suppe aber auch ohne alles, einfach pur mit ein bisschen Brot!

Kürbiscremesuppe5

Macht es Euch gemütlich!
Kuschelige Herbstgrüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

 

 

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