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Heute bleibt die Küche kalt! {Gewinnaktion}

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Wisst Ihr schon was Ihr an Ostern auf den Tisch zaubert?

Ich habe mich dieses Jahr entschlossen mal etwas ganz anderes an Ostern auszuprobieren. Ich mache es wie die Hasen…diesmal bleibt an Ostern alles roh und kommt ohne tierische Produkte aus. Nicht weil ich jetzt auch auf der veganen Welle mitschwimme (ich würde auf Dauer gnadenlos untergehen und mir heimlich mit nem Campingkocher Würstchen unterm Bett braten und Käsewürfel unterm Kopfkissen lagern). Aber sich hin und wieder mal zu erden und auch mal Neues auszuprobieren, erweitert das Essensangebot im eigenen Speiseplan um ein Vielfaches. Das Schlüsselwort für die etwas andere Zubereitungsform heißt: RAW (engl. roh).

Da ich mich außer mit Gemüsesticks und Kräuterdipp noch nie wirklich mit Rohkost beschäftigt habe, musste ich mir natürlich ein Kochbuch zu diesem Thema zulegen. (Gründe für neue Kochbücher gibt es ja irgendwie immer).

Vor Kurzen hat Boris Lauser sein Kochbuch „Raw to be alive“* auf den Markt gebracht und stellt hier alle Zubereitungsarten für Rohkost in sämtlichen Varianten vor. Allein sein Werdegang liest sich schon spannend. Und einer der ersten Sätze in diesem Buch ist: „Als Kind war ich dick“. Hm…Heute sieht das tatsächlich anders aus und von dem einst dicken Kind ist ein drahtiger jungenhafter 37-Jahre alter Kerl übriggeblieben. Ok. Kerl trifft es vielleicht nicht ganz, denn dafür ist an ihm für meinen Geschmack etwas zu wenig dran. Aber das ist ja wie beim Essen alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Aber weiter zu Boris Lausers Buch:

Auf 160 Seiten erklärt Boris was man alles über die Zubereitung von Rohkost wissen muss, was die Vorteile an dieser Art der Zubereitung sind und warum sich eine Nahrungsumstellung auf jeden Fall lohnt und wie sie sich im Körper bemerkbar macht. Viele der benötigten Werkzeuge, die man für die einzelnen Rohkost-Techniken, wie z.B. Mixen, Entsaften, Dörren, Marinieren, Fermentieren benötigt, hat fast jeder zu Hause. Ich bin einzig und allein über das Thema Dörren gestolpert. Denn sollte man diese Technik des Trocknens von Gemüse und Obst tatsächlich häufiger praktizieren wollen, sollte man sich einen Dörrautomaten anschaffen. Aber man kann natürlich auch alles bei niedrigster Temperatur und mit einem Kochlöffel zwischen die Ofentür geklemmt, im Backofen dörren. Kostenpunkt für einen Dörrautomaten: Hausfrauengerät ab 40 Euro, Semiprofigerät ca. 150-200 Euro, Profigerät ab 350 Euro-nach oben offen, Stromkosten für 12 Std Haushalts-Backofen laufen lassen:…. rechnet es Euch aus!

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Nach dieser ausführlichen Einleitung Rund um das Thema >>eat raw<< findet man in den 6 Kapiteln: Basics für jeden Tag, Frühstück, Suppen & Salate, Brote, Wraps & Dips, Hauptgerichte und Süsses & Desserts, viele echt tolle und sehr schön bebilderte Rezepte, die sehr ansprechend sind. Wer ein Blick ins Buch werfen möchte, klickt sich hier* entlang.

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Ich habe mich dann gleich mal an ein sogenanntes „Hauptgericht“ gewagt (Seite 116), wobei ich sagen muss, dass an Ostern alle lange Gesichter machen würden, wenn ich das als Hauptgericht auf den Tisch bringe. Es geht um sogenannte Kohlrabi-Ravioli mit Paprika-Hummus-Füllung und Petersilien-Chili-Hanf-Pesto. Jaaaaaa….Hanf! Also Hanfsamen (das war mir bisher auch noch nicht so geläufig). Und was soll ich Euch sagen: die schmecken extrem lecker. Stellt Euch kleine sesamgroße geschälte Samen mit einem leicht nussigen geschmack vor. Auch auf Salaten ein Knaller. Und nein…ich bin jetzt nicht stoned!

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Ravioli heißen diese gefüllten Kohlrabischeiben nur, weil sie eben optisch ein wenig an gefüllte Ravioli erinnern. Aber wie gesagt: nix gekocht, alles roh und in meiner Variante ziemlich knoblauchlastig (2 Std. Stoßlüften haben fast nicht gereicht, um das House zu entdunsten).

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Geschmeckt haben sie mir. Aber satt war ich danach nicht wirklich. Und ehrlich: das Gefühl etwas „Richtiges“ gegessen zu haben, blieb irgendwie auch aus. Nun. Deshalb jetzt mal mein Fazit zum Thema Rohkostküche, bzw. dem Buch von Boris Lauser:

Das Buch ist sehr sehr ansprechend gestaltet und für alle die einmal über eine andere Form der Ernährung nachdenken wirklich zu empfehlen. Man muss eben wissen, dass man für diese Art der Zubereitung evtl. viel Zeit und Planung benötigt und ggf. auch das ein oder andere Gerät anschaffen muss. Wer sich aber schon häufiger mit der veganen Küche auseinander gesetzt hat und für den Lebensmittel wie selbstgezogene Keimlinge und Chia- und Hanfsamen keine böhmischen Dörfer bedeuten, wird mit diesem Kochbuch seine Freude haben. Ich persönlich brauche einmal am Tag eine WARME MAHLZEIT, dass bedeutet es kommt dampfend aus dem Topf oder Ofen. Gedörrtes und nur zimmerwarmes Essen ist auf Dauer für mich keine Alternative, aber durchaus denkbar es immer mal wieder mit einzubauen. Man muss ja auch nicht immer ganz so militant sein!

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So, dann ist hier mal das Rezept für die ungekochten Fake-Gemüse-Ravioli:

5.0 from 6 reviews
Kohlrabi-Ravioli
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 große Kohlrabi
  • 1 Knoblauchzehe zerdrückt
  • 50 ml Olivenöl
  • Saft von einer Orange
  • ½ TL Salz
  • Paprika Hummus:
  • 1 rote Paprikaschote
  • ½ TL Salz
  • 30ml Olivenöl
  • ½ Knoblauchzehe
  • wenig Chillipulver
  • ½ EL Tahin
  • 90 g eingeweichten und abgespülten Sesam
  • Petersilien-Chili-Hanf-Pesto:
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 kl. Chilischote
  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ TL Salz
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • Saft und Schale von 1 Bio-Orange
  • 4 EL Olivenöl
Instructions
  1. Den Kohlrabi schälen und in hauchdünne Scheiben hobeln.
  2. Olivenöl, Orangensaft, Knoblauch und Salz zu einer Marinade verrühren und die Kohlrabischeiben darin 12 Std ziehen lassen, bis sie eine weiche Konsistenz haben.
  3. Paprika-Hummus:
  4. Die Paprika waschen, entkernen und klein schneiden und mit allen Zutaten (außer dem Sesam) im Mixer fein pürieren.
  5. Jetzt den Sesam hinzugeben und alles zu einer homogenen Masse pürieren und evtl mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Petersilien-Chili-Hanf-Pesto:
  7. Die Petersilie waschen und klein schneiden.
  8. Chilischote entkernen und klein schneiden.
  9. Petersilie, Chili und restl. Zutaten im Mixer fein hacken.
  10. Anrichten:
  11. Auf eine Kohlrabischeibe einen Teelöffel Hummus geben und mit einer weieren Kohlrabischeibe abdecken und mit Pesto beträufeln. Dazu Salat servieren und evtl mit Hanfsamen bestreuen.

Und jetzt kommt ja noch das Tollste überhaupt:

Wer sich auch mal an Raw-Kost heranwagen möchte und vielleicht neugierig auf das Buch geworden ist, hat jetzt hier die Chance ein Exemplar zu gewinnen. Hinterlasst mir hier bis zum 9. April 2015 einen Kommentar unter diesem Post, warum Ihr so ein Buch unbedingt haben möchtet. Das Los entscheidet, wer der glückliche Rohkost-Koch (äh Zubereiter) der Zukunft ist. Teilnehmen kannst Du ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich! Der/die Gewinner/in wird per Email benachrichtigt. Ich freue mich schon auf Eure Kommentare.

Gewonnen hat die liebe Jenny. Herzlichen Glückwunsch! (Du wirst noch per Email benachrichtigt)

So und jetzt schmeiße ich den Backofen an und schieb mir ne Pizza in das 180 Grad heiße Innere.

Genießt Eure Zeit und esst was Euch gut tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

*Kooperationslink



Frühling…{now we have the salad}!

Wildkräutersalat

Was war das denn bitte gestern für ein wundervoller Frühlingsanfang? Fast den gesamten Tag schien rund um das House die Sonne (von der partiellen Sonnenfinsternis mal abgesehen) und selbst zwei Zitronenfalter schwirrten im Garten umher. So könnte es jetzt immer bleiben. Habe ich schon erwähnt, dass ich den Frühling liebe? Da muss man doch einfach vor die Tür gehen und den Duft der Natur einatmen! Mein Weg führte zu meinem Gemüsehändler, in dessen Laden es noch nach viel mehr, als nur nach Frühling duftet.

Und weil ich gerade so in Frühlingslaune war, brauchte ich natürlich auch etwas Frühlingshaftes für auf dem Teller. Es gab wunderbaren Wildkräutersalat im Angebot und das tollste an dieser Salatmischung sind die essbaren Blüten. In diesem Fall kleine gelbe Stiefmütterchen. Soooooo sooooo schön! Und noch dazu wirklich lecker. Die kleinen Blüten sind ganz samtig und haben einen leicht süßlich-pikanten Geschmack. Naja und gepaart mit Ziegenkäse, Feigen und Fenchelkaramell eine unschlagbare Mischung. Trust me! Frühling pur und alles auf MEINEM Teller! Wouhuuuuuuu…

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Natürlich könnt auch Ihr diese Frühlingsszenerie auf Euren Teller zaubern. Und alle die keinen Ziegenkäse mögen, nehmen einfach Mozzarella…am besten Büffelmozzarella. Dieser Salat ist im Übrigen auch eine schöne Vorspeise für ein Ostermenü und macht optisch wirklich etwas her. Der Käse wird in einer Mischung aus Feigen, Schalotten und Olivenöl mariniert und das Fenchelkaramell rundet alles geschmacklich perfekt ab und crunched zudem noch so schön beim darauf beißen.

Wildkräutersalat4

Und so geht’s:

5.0 from 3 reviews
Wildkräutersalat mit mariniertem Ziegenkäse und Fenchelkaramell
 
Author:
Ingredients
  • 200 g Wildkräutersalat mit Blüten
  • 8-12 kleine Ziegenkäsetaler
  • 6 getrocknete Feigen
  • 1 Schalotte, geschält und sehr feingewürfelt
  • 2 EL Zitronensaft
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 zerbröselte Chilichote
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 4 EL Zucker
  • Olivenöl und weißer Balsamico
  • 1-2 frische Feigen
Instructions
  1. Zuerst werden die getrockneten Feigen sehr fein gewürfelt und anschließend mit den Schalottenwürfeln, dem Olivenöl, Zitronensaft, Chili, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrührt.
  2. Die Ziegenkäsetaler in eine flache Schale legen und die Marinade darüber geben und für eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Fenchelsamen in einer Pfanne leicht rösten und dann herausnehmen.
  4. Den Zucker in die Pfanne geben und hellbraun karamellisieren lassen.
  5. Fenchelsamen zugeben und untermischen.
  6. Den Mix zügig auf ein Backpapier gießen und mit einem weitern Backpapier abdecken.
  7. Jetzt das Karamell mit einem Rollholz dünn ausrollen und danach alles erkalten lassen und dann in Stücke brechen.
  8. Den Salat waschen und einen kleinen Berg auf einem Teller anhäufen.
  9. Den marinierten Ziegenkäse auf dem Salat verteilen und etwas Marinade darüber träufeln.
  10. Mit einer frischen Feige, dem Fenchelkaramell und einigen Blüten ausdekorieren und evtl. ein wenig Olivenöl und weißen Balsamicoessig darüber geben.
  11. Etwas Pfeffer aus der Mühle darüber und schon habt Ihr den Salat!

 

Heute mache ich es wie die alten Zen-Mönche:

Still sitzen.
Nichts tun.
Der Frühling kommt.
Das Gras wächst.

(aus dem Zen-Buddhismus)

Wildkräutersalat5

 

Was macht Ihr an diesem Frühlingswochenende?

Auf jeden Fall genießen, oder?

Macht es Euch schön!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Wenn das pubertierende Aschenputtel Linsen kocht

Linsenbolognese1

Als Aschenputtel mal wieder nicht mit auf den Ball durfte, weil ihre gemeine Stiefmutter ihr schon wieder eine 1kg Packung rote Linsen in die Kaminrückstände gekippt hatte, reichte es ihr endgültig. Wutentbrannt wühlte sie in der Schweinerei auf dem Boden und versuchte die Linsen aus der Asche zu sammeln. Naja, Ihr kennt ja sicherlich wie die Geschichte weitergeht. Die befreundeten Tauben kamen und haben dem armen Kind beim Lesen der Linsen aus der Asche geholfen. So weit so gut.

Aschenputtel saß nun also vor einem Topf mit sauber abgespülter Linsen und dachte nach. Da kam die gute Fee zur Tür hereingeschwebt und bot Ihr eine Freikarte und ein Dolce & Gabbana Kleid für den abendlichen Ball an. „Was gibt’s n da zu essen?“ wollte Aschenputtel wissen. „Naja, mein liebes Kind, Du weißt doch, auf solchen Veranstaltungen bekommt man kleinste Portionen aus der molekularen Küche, die schon beim Berühren der Zunge in Luft verpuffen.“ „Also, da steh ich ja gar nicht drauf!“ empörte sich Aschenputtel und klopfte sich die letzten Staubreste von der etwas mitgenommenen Jogginghose. „Auf so’n Gedöhns hab ich keinen Bock und die Klamotten, die Du mir gerade angeboten hast, sind mega spießig! Noch nie was davon gehört, dass die Jogginghose jetzt ultimative Streetwear ist? Ich nehm jetzt diese Linsen und koch mir was. Ich hab nämlich von dem ganzen Dreckgewühle übelst Hunger. Wenn Du magst kannste ja mitessen.“ „Aber ich lebe vegan!“ wandte die Fee ein und war noch immer verwundert, dass Aschenputtel Ihre Freikarte und die neuen Klamotten ausgeschlagen hatte. „Äh, vegan…so ohne Fleisch und ohne irgendwas vom Tier und so? Du bist auch so‘n Tofufreak? Kein Problem! Sag deinem Kutscher da draußen vor der Tür, dass er die Base chillen soll und ich koch uns was derbe Gutes. Haste Bock drauf?“ Immer noch leicht irritiert, nickte die Fee. „Und wenn die Alte nachher nach Hause kommt, wird se richtig gedisst sein, wenn se sieht, dass wir alle Linsen weggeatmet haben. Und meine Stiefschwestern sind eh wieder völlig hormongeflasht vom Prinzen und erzählen mir den ganzen Abend wie dieser Körperklaus mit ihnen gedanced hat. Das sind echt voll die Opfer! Ich mach uns jetzt ma ne easy veggi Linsenbolo mit Nudeln und dann fooden wir bis zur Fresslähmung. Aber vorher muss ich noch schnell die Pics instagrammen. Hashtag foodporn – Hashtag foodgasm – Hashtag tagsforlikes.“ (…)

Märchen Ende!

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Auch wenn Aschenputtel in dieser Version des Märchens nicht ihren Schuh auf der Treppe verliert, keine Taube „ruckediku Blut ist im Schuh“ ruft und womöglich der Prinz nicht mit Aschenputtel zusammen alt wird- so what. Hauptsache das Essen in dieser Märchen-Neuauflage hat gestimmt! Is so oder?

Linsenbolognese4   Linsenbolognese5 So, und damit Ihr auch wisst, wie Aschenputtel die vegane Linsenbolognese zubereitet hat, gibt’s hier noch das Rezept:

5.0 from 5 reviews
Vegane Linsenbolognese
 
Author:
Serves: 3-4
Ingredients
  • 150 g rote Linsen
  • 1 Zwiebel, in kleinen Würfeln
  • 1 Zehe Knoblauch zerdrückt
  • 2 Karotten gewürfelt
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Dose/n Tomate(n), gewürfelt, 400 g
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 50ml Rotwein
  • fischer Thymian nach Geschmack
  • Salz, Pfeffer
Instructions
  1. Die Zwiebel, den Knoblauch und die Karotten bei mittlerer Temperatur in Olivenöl anschwitzen.
  2. Das Tomatenmark hinzugeben und anrösten.
  3. Alles mit Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen.
  4. Die Tomaten, die Brühe, die Linsen und die Kräuter dazugeben und mit einem Deckel bedecken und ca. 20 - 25 Minuten leise köcheln lassen.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Eventuell noch etwas Flüssigkeit hinzugeben.
  7. Die Bolognese muss die Konsistenz der normalen Hackfleischsauce haben.
  8. Die Sauce passt sehr gut zu breiten Bandnudeln.

 

Und für alle die eine Übersetzung der einzelnen Worte brauchen, können dies in Langenscheids 100% Jugendsprache* nachlesen.

In diesem Sinne- YOLO!

Eure

Tanja aus dem House No.15

 

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LOVE WEEK No.7 {Kochen ist Liebe} +Gewinnaktion

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Vierzehnterzweiterzweitausendfünfzehn. Valentinstag.
Last day in der LOVE WEEK. So schnell vergeht eine Woche.
Unglaublich! Und auch irgendwie schade. Ich habe es wirklich genossen mir jeden Tag aufs Neue Gedanken über die Liebe und Freundschaft zu machen. Auch wenn es im Alltag natürlich nie so rosarot ist, wie in der Vorstellung. Ich denke das schönste Geschenk, dass man einem anderen machen kann, ist Zeit. Zeit zu geben und zu teilen. Vielleicht auch mal Zeit, die eigentlich für etwas ganz anderes eingeplant war. Zeit zum Zuhören, Zeit zum Lachen und auch mal Zeit um gemeinsam Nachzudenken.
Wie gut, dass heute Samstag, ergo Wochenende ist und wir ganz viel Zeit haben, um uns um die Menschen, die wir mögen oder lieben kümmern zu können.
Wie wäre es zum Beispiel mal damit, heute die gemeinsame Zeit am Herd in der Küche zu verbringen? Dabei schon mal ein leckeres Glas Wein gemeinsam trinken, während einer Gemüse schnippelt und der andere die Sauce rührt und sich über alles Mögliche zu unterhalten und zu sinnieren. Ab und an die Gläser aneinander stoßen und sich dabei tief in die Augen schauen (jetzt wird’s zu schleimig hier, oder?!). Egal! Es ist LOVE WEEK Tag No.7, da darf es noch mal ordentlich triefen.

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Und wie heißt es doch so schön: Liebe geht durch den Magen. Also rann an die Töpfe!
Ich habe mir für den heutigen Abend ein raffiniertes und doch simples Pasta-Gericht für Euch überlegt. Pasta ist ja für viele das absolute Seelenfutter und neben Schokolade der Spitzenreiter an Glücklichmachern in puncto Essen. Und wenn sie dann noch selbstgemacht ist, werdet Ihr mindestens 1000 Bonuspunkte zusätzlich bekommen.
Heute gibt es selbstgemachte Ravioli mit einer fruchtigen Birnen-Ricottafüllung, dazu eine kräftige Gorgonzolasauce, getoppt von Radicchio und karamellisierten Walnüssen. Ich sage Euch, dass schmeckt so so lecker. Natürlich nur für die, die Gorgonzola mögen.
Die Süße der Birne in Kombination mit dem kräftigen Käse, dazu das Herbe des Radicchios und zum Schluss die knackige karamellisierte Walnuss. Einfach fabelhaft.

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Und damit Ihr wisst wie das ganz geht kommt hier das Rezept:

5.0 from 8 reviews
Ravioli mit Birnen-Ricottafüllung
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Pasta
Serves: 4
Ingredients
  • Ravioliteig:
  • 100 g Mehl
  • 100 g Grieß (Hartweizengrieß)
  • 100 ml Wasser, kaltes
  • 1 TL Salz
  • Füllung:
  • 300 g klein geschnittene Birnen
  • 30 g Butter
  • 300 g Ricotta
  • 2 Eigelb
  • Salz, Pfeffer
  • 40 g Parmesan, frisch gerieben
Instructions
  1. Ravioliteig:
  2. Mehl, Grieß und Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und mit Klarsichtfolie eingewickelt 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Füllung:
  4. Inzwischen für die Füllung die Birnen in der Butter andünsten und abkühlen lassen.
  5. Ricotta, Eigelbe und Birnen mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Parmesan zufügen.
  6. Die Masse für 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.
  7. Den Teig mit der Nudelmaschine oder von Hand sehr dünn ausrollen.
  8. Auf die Hälfte des Teiges im Abstand von 4 cm nussgroße Kügelchen der Füllung setzen.
  9. Die 2te Hälfte des Teiges darüber legen und in den Zwischenräumen andrücken.
  10. Mit einem Keksausstecher oder Teigrad die Raviolis ausstechen..
  11. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, die Ravioli darin portionsweise 5-7 Minuten garen.

 
5.0 from 8 reviews
Gorgonzolasauce mit Walnuss und Radicchio
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 150 g Gorgonzola, in kleine Würfel geschnitten
  • ⅛ Liter Sahne
  • ⅛ Liter Wein, weiß
  • 1 EL Butter
  • 2 Eigelb
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Honig
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • ½ kleiner Kopf Radicchio in Streifen geschnitten
Instructions
  1. Butter in einem Topf schmelzen.
  2. Mit Wein und Sahne ablöschen.
  3. Gorgonzola hinzugeben und schmelzen lassen.
  4. Eigelbe glatt rühren und in die Soße einrühren.
  5. Nicht mehr kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Die Walnüsse in einer neuen Pfanne mit dem Honig kurz aufkochen bis der Honig Blasen wirft.
  7. Dann alles auf einem Stück Backpapier geben und abkühlen lassen.
  8. Die Sauce über die gewünschten Nudeln geben und mit den kramellisierten Walnüssen und dem Radicchio garnieren.
  9. Nach Gusto frischen schwarzen Pfeffer darüber geben.

 

Habt Ihr Euch eigentlich noch nicht gewundert, dass bis zu dieser Stelle hier noch nicht EIN Herz in diesem Post vorgekommen ist? Here we go…. Denn was wäre der Valentinstag ohne mindestens ein Herz im Bild?

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Meine Ravioli wurden nämlich nicht nur gedanklich mit Liebe gekocht. Nein, sie wurden auch mit ganz viel Herz zubereitet. Mit meinem wunderschönen Herzkochlöffel.
Und da ich Euch ja versprochen habe, dass es an Tag 7 der LOVE WEEK etwas zu gewinnen gibt, zeige ich Euch doch gleich mal, was vielleicht demnächst per Post zu Euch nach Hause flattert. >>Ein komplettes LOVE-WEEK-Paket mit folgendem Inhalt erwartet Euch:

Love Week Gewinnaktion
Das LOVE-WEEK-Paket beinhaltet:
{1} 3 x be mine tea (Grüner Tee-Himbeer-Flavour)
{2} 1 Paar Cupid Arrow Strohlame
{3} 1 Riesens-Glück-Glas
{4} 1 beauTEAful Tasse
{5} 1 Tüte Zuckerherzen
{6} 1 Talking Heart Magnet
{7} 1 Kochen ist Liebe-Kochlöffel

Wie ich ja am Tag 1 der LOVE WEEK bereits gesagt habe, geht es hier nicht (nur) um den Valentinstag, sondern allgemein um das Thema einem lieben Menschen eine Freude zu bereiten. Und deshalb sind alle Dinge im LOVE WEEK-Paket ganzjährig einzusetzen.

So kannst du mitmachen:
Hinterlasst mir hier unter dem Post einfach einen Kommentar und schreibt mir welcher Tag der LOVE WEEK Dir besonders gut gefallen hat. Vergiss Deinen Namen und Deine Email-Adresse nicht (die Email-Adresse ist nur für mich sichtbar!)
Die Teilnahmemöglichkeit endet am Montag, 16.02.2015 23:59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Der/die Gewinner/in wird am kommenden Dienstag hier im Blog bekannt gegeben und per Email benachrichtigt. Ich freue mich auf Eure Teilnahme!

Genießt den heutigen Tag!
Happy saturday in love und Happy Valentine!♥
Eure

Tanja

aus dem House no.15

 

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 4 von dem schönen Onlinemagazine Aromenspiele „Frühlingsküche“.

Errötende Winter(ge)bete

Rote Bete Sandwich_1.1

Hier rieseln seit einer Woche täglich kräftig die Flocken aus dem Himmel. Frau Holle hat wohl zu Weihnachten neue Bettdecken und Kopfkissen bekommen, die jetzt erst mal kräftigst aufgeschüttelt werden müssen, denn mittlerweile ist hier schon einiges an Schnee im Taunus zusammengekommen.
Normaler Weise habe ich am Anfang des neuen Jahres, bzw. spätestens ab Ende Januar das totale Wintertief. Mir fehlt das Licht, meist ist es düster, grau und matschig draußen und die Sonne lässt sich nur spärlich blicken. Der Frühling könnte für meine Begriffe direkt nach Silvester loslegen und alles in saftiges Grün tauchen. Aber in diesem Jahr ist das irgendwie alles anders. Keine Ahnung woran das liegt. Ich bin total entspannt und zucke selbst dann mit den Schultern, wenn es genau in der Nacht heftig schneien muss, in der ich um 5.00 Uhr zur Arbeit fahre und die Räumfahrzeuge ihren Dienst noch nicht begonnen haben (übrigens echt kein beneidenswerter Job und an dieser Stelle: vielen Dank an alle die so tapfer hier im Taunus den Schnee von der Straße räumen und damit viele Unfälle verhindern-Ihr seid toll!♥)

 

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Der Schnee taucht alles in ein wunderbares Licht, die Geräusche wirken gedämpft und der Himmel schimmert an manchen Tagen bei Sonnenaufgang in ganz vielen Hellblau- und Rosatönen. Einfach nur wunderschön!
Bei diesem Wetter muss man einfach raus gehen. Und was gibt es tolleres, als bei einem Spaziergang zwischendrin eine Pause mit einem kleinen Schneepicknick einzulegen.
Da liegt es doch nah, sich passend zum Winter ein wunderbares Sandwich mit Wintergemüse zu machen. Ich bin ja großer Rote Bete Fan und in Kombination mit Schafs- oder Ziegenkäse ist dieses Gemüse unschlagbar.
Wenn das Ganze dann noch zwischen zwei in Olivenöl knusprig gebratene Brotscheiben gestapelt und mit Salbei verfeinert wird, bin ich tatsächlich mal kurz stumm vor Zufriedenheit. Ja, ich kann auch stumm…zumindest wenn ich den Mund voll habe ;-)

Rote Bete Sandwich_3

 

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Zum Transport der leckeren Zwischenmahlzeit habe ich seit langem mal meine alte Aluminium-Brotbox herausgekramt und mich wieder darüber gefreut, dass ich an dem schönen Stück, bei einem meiner Flohmarkttouren, nicht achtlos vorüber gelaufen bin. Die Brote passten perfekt hinein und als die Dose dann so im Schnee lag und die Rote Bete auf dem Sandwich in der weißen Pracht knallrot bis pink leuchtete, war ich richtig glücklich und habe mich zum wiederholten Mal in diesen Tagen über den Winter gefreut.

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Nach kurzer Zeit leuchteten aber dann auch meine Hände und mein Gesicht mit der Roten Bete um die Wette, denn mit Handschuhen kann ich nicht essen und die Rote Bete hatte irgendwie die Eigenschaft sich beim Abbeißen quer um den Mund zu verteilen. Naja und an Servietten habe ich natürlich nicht gedacht. Und da man mit Roter Bete ja auch Ostereier färben kann, funktionierte dies auch wunderbar mit meiner Haut an Hand und Mund. So errötet habe ich dann den Heimweg angetreten und dabei gebetet, dass mir niemand über den Weg läuft. Natürlich sind an herrlich sonnigen Winter-Schneetagen am Wochenende üüüüüüberhaupt keine Leute unterwegs (Achtung Ironie)… Ich sah wahrscheinlich aus wie Hannibal Lecter ohne Maske und ehrlich gesagt wundert es mich, dass keiner bei meinem Anblick schreiend hinter den nächsten zugeschneiten Busch gesprungen ist.

Rote Bete3

 Winter(ge)bete sind toll, auch wenn man manchmal errötet!!!
Und wenn Ihr Euch auch noch ein schnelles spontanes Schneepicknick-Sandwich gönnen möchtet, habe ich hier das Rezept für Euch (kleiner Tipp: Servietten einpacken!)

5.0 from 1 reviews
Rote Bete Feta Sandwich
 
Author:
Recipe type: Snack
Ingredients
  • 4 Scheiben Vollkorntoast
  • 2 Knollen Rote Bete gekocht und geschält
  • 200 g Fetakäse
  • Salbeiblätter
  • Olivenöl
  • Frischkäse Natur oder Ziegenfrischkäse
  • Salz und Pfeffer
Instructions
  1. Erhitzt 2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne und röstet das Toastbrot von beiden Seiten bis es schön knusprig ist.
  2. In einer weiteren Pfanne erhitzt Ihr nochmals 1-2 EL Olivenöl und bratet die Salbeiblätter knusprig aus.
  3. In der Zwischenzeit schneidet Ihr die Rote Bete in dünne Scheiben. Zieht am besten Handschuhe an, wenn Ihr nicht möchtet, dass Eure Hände danach rot gefärbt sind.
  4. Dann wir der Feta ebenfalls in dünne Scheiben geschnitten.
  5. Nehmt das warme Toast aus der Pfanne und bestreicht es dünn mit Frischkäse und legt auf 2 Scheiben des Brotes eine Schicht Rote Bete darauf.
  6. Anschließend den Fetakäse darauf schichten und alles kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Zum Schluss noch die knusprigen Salbeiblätter auf dem Käse verteilen und mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufeln.
  8. Jetzt nur noch mit den restlichen zwei Brotscheiben abdecken, durchschneiden und genießen.
  9. ♥ Guten Appetit ♥

 

Habt Ihr denn noch Lust auf den Winter oder sehnt Ihr Euch schon nach dem Frühling?
Frostige Schneeballschlacht-Grüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

 

Hessisch‘ Brot macht Wangen rot!

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Italienische Pizza, türkische Köfte, griechische Moussaka, holländische Fritten, schweizer Raclette, spanische Paella… Alles Gerichte die ich liebe, alles Länder die ich toll finde. Aber warum immer in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?
Kebo von Kebo homing hat dazu aufgerufen etwas typisches aus der Region zu machen, in der man lebt. Tolle Idee! Da bin ich doch direkt dabei.
Ich bin ein echtes hessisches Mädsche aus dem Frankfurter Raum, bzw. aus dem Taunus. Allerdings akzent-und dialektfrei (zumindest so lange man mich nicht darum bittet Dialekt zu sprechen!) Das bekannteste und typischste aller Gerichte hier in Frankfurt und im Taunus ist wohl die Frankfuter „Grie Soss“ (grüne Sauce). Aber die kennt ja schon jeder- wie langweilig (obwohl ich diese kalte Kräutersauce absolut vergöttere). Das Nationalgetränk der Hessen ist der Apfelwein und mit dem lässt sich wirklich viel anstellen. Zum einen natürlich trinken. Am besten pur oder für die Äppelwoi-Neueinsteiger erstmal mit Wasser gemischt. Aber niemals mit Limonade! Das kann in einschlägigen Apfelwein-Lokalen fast zur Enthauptung führen. Doch nicht nur zum Trinken eignet sich das Frankfurter Stöffsche (so nennt man den Apfelwein hier). Man kann es wunderbar in die verschiedensten Gerichte integrieren. In Suppen und Saucen, in Cremes und Desserts. Man kann Fleisch darin kochen und schmoren und und und…

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Sogar Brot kann man damit backen. Und genau das habe ich heute gemacht. Frankfurter Äppelwoi-Brot. Das passt natürlich hervorragend zu typischem Frankfurter Handkäs mit Musik, schmeckt aber auch toll einfach nur mit Butter und Schnittlauch.

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Allein wegen des Duftes, der durch die Küche weht, wenn das Brot so langsam backt, lohnt sich die Arbeit mit dem Sauerteigbrot. Und wenn es dann warm aus dem Ofen kommt, kann ich mich immer kaum zurück halten es nicht sofort anzuschneiden und mir in den Mund zu schieben. Probiert es doch einfach mal aus! Wer keinen Apfelwein bekommt, kann natürlich auch Cidre nehmen. Und wer sich am Alkohol im Brot stört nimmt Apfelsaft. Den Zusatz hessisch oder frankfodder müsst Ihr dann natürlich streichen. Denn nur mit Äppelwoi ises en eschter Froangforter Genuss!

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So, und jetzt seid Ihr dran. Traut Ihr Euch an hessische Kost heran?
Ich halte es damit getreu dem Motto: Haubdsach es bassd dorsch de Halls unn machd schwinnelisch. (Hauptsache es passt durch den Hals und macht schwindelig) Aber keine Angst, schwinnelisch wird Euch von dem Brot nicht (höchstens weil’s so lecker ist), aber dorsch de Halls bassds immä.

Hier ist noch das Rezept für das Hessische Brot, dass Dir vor Genuss die Röte auf die Wangen zaubern wird:

5.0 from 1 reviews
Hessisches Apfelweinbrot
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenmehl, Typ 1050
  • 1 Pck. Trockenhefe
  • 1 Beutel Sauerteig, flüssiger
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Sirup, dunkler
  • 340 ml Apfelwein, lauwarm
  • Anis, Kreuzkümmel nach Belieben
  • Kardamom, Koriander nach Belieben
Instructions
  1. Den Sauerteig-Beutel in eine Schale mit lauwarmem Wasser legen.
  2. Die Mehle mit Salz und Trockenhefe mischen.
  3. Die Gewürze nach Geschmack dazugeben, ich nehme immer jeweils etwa ¼ TL, vom Anis etwas weniger. Das kann jeder selber ausprobieren. Man kann natürlich auch fertiges Brotgewürz nehmen. Auch da bleibt einem die Menge selber überlassen.
  4. Dann Sauerteig, Sirup, Apfelwein zum Mehl geben, alles gut mischen und gut verkneten.
  5. Weitere Flüssigkeits- oder Mehlzugabe nach Konsistenz des Teiges. Er sollte so lang geknetet werden, bis er nicht mehr an den Händen klebt.
  6. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Mehl bestäuben.
  7. Dann zugedeckt an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen.
  8. Danach den Teig erneut verkneten, und in eine Brotbackform, oder Kastenform geben. Ich nehme immer eine große Kastenform. Die Teigoberfläche mehrmals leicht einschneiden und das Brot weitere 45 Minuten gehen lassen.
  9. Den Backofen auf 230°C vorheizen. Eine feuerfeste Schale mit heißem Wasser mit in den Ofen stellen, und erst unmittelbar vor dem Backen heraus nehmen.
  10. Das Brot einschieben, den Backofen auf 200°C herunter drehen und das Brot 70 bis 80 Minuten backen.

 

3

Mer säje uns hier im House No.15!
Eure

Tanja

Wenn Ihr weitere Rezepte aus allen teilen Deutschlands sucht, schaut doch mal hier bei Kebo vorbei und lasst Euch inspirieren.

 

Madame von Dü liebt Käse

3 Es begab sich vor gar nicht allzu langer Zeit, da zog eine Dame in das House No.15 ein.
Da die Dame aus der französischen Schweiz stammt, stellte sie sich mit ‚Madame‘ bei mir vor. Und da die Familie von Madame eine alte Adelsfamilie ist, trägt sie den vollständigen und stolzen Namen ‚Madame von Dü‘. Trotz des Adelstitels kommt die Dame sehr bodenständig und schnörkellos daher, genauso wie ich es bei neuen Mitbewohnern mag. Sie passt perfekt ins House No.15 und ich freue mich sehr, sie hier aufgenommen zu haben. So viel zu Tanjas Märchenstunde am Wochenende…
Denn eigentlich begab es sich so:

1

Ich ärgere mich über das Wetter da draußen. Ist das Winter oder was soll das sein? Deprimierendes Regenwetter und Temperaturschwankungen von bis zu 9 Grad innerhalb von 3 Tagen… Wie soll man da bitte seine gute Laune behalten? Auswandern wäre eine Möglichkeit. Will ich aber gar nicht, denn eigentlich bin ich mit dem Standort vom House No.15 ganz zufrieden. Also, ein Plan B muss her. Und der sieht wie folgt aus:
Abwarten bis es draußen dunkel ist (dann sieht man das Grau(en) vor dem Fenster nicht  mehr), Kamin anzünden, Bärenfell aufschütteln (wenn man eins hat- ich habe keins!) und sich in eine Schweizer Berghütte träumen. Vielleicht habt ihr ja jemand der sich zur Verfügung stellt und für die Authentizität mit einer Kuhglocke vor der Tür läutet. Und wenn ich an Schweizer Berghütten im Winter denke, verbinde ich das unmittelbar auch mit dem Gedanken an geschmolzenen Käse. Also was liegt da näher, als sich ein erstklassiges Schweizer Käsefondue zu zaubern und sich damit vor dem Kamin niederzulassen.

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 Im House No. 15 haben viele Dinge eine Namen, das mag der ein oder andere vielleicht merkwürdig finden, aber ich habe gerne eine persönliche Beziehung zu den Dingen, die mich umgeben…auch wenn es nur ein schnöder Fonduetopf ist. Und Madame von Dü ist doch der perfekte Name für den Caquelon (so heißt der Topf nämlich eigentlich). Und das Beste an Madame ist: Sie lässt nix anbrennen…ja ja die Schweizer(innen)…aber auch gar nix. Nicht mal stark riechende Käsemasse!

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Und so saß ich dann gestern Abend mit Madame (hoch wohl geborene) von Dü vor dem knisternden Kaminfeuer und tauchte abwechselnd Brotwürfel und gekochte kleine Kartoffeln in die geschmeidige Käsemasse. Ein Traum für den Geschmack – ein Horror für die Hüften. Das fatale am Käsefondue ist, dass man ja stundenlang sitzen kann und andächtig mit der Fonduegabel im Topf kreisende Bewegungen fährt. Sehr meditativ, wenn man sich dann nicht auch ständig etwas in den Mund schieben würde. Und oh Wunder, Knall auf Fall ist man dann plötzlich so satt, dass man nicht mal mehr schafft ein wenig vom Kamin abzurücken, weil das Wohnzimmer mittlerweile gefühlte 40 Grad Raumtemperatur erreicht hat. Der Käse lähmte jegliche Bewegung und saß mir wie ein dicker Kloß kurz vor der Unterlippe, so dass sogar der Schnaps (den ich zur Verdauungshilfe heran gezogen hatte) nur schwer den Weg am Käse vorbei in den Magen finden konnte. Ich konnte tatsächlich das Läuten der Kuhglocken hören, allerdings war es  nur eine Fatamorgana, hervor gerufen von übermäßigem Käseverzehr. Oder mein Magen hat Geläutet und damit seinen Streik angekündigt, was ihm nicht mal verdenken kann. Aber leeeecker war’s- ich hätte einfach nur früher aufhören sollen. Und Madame von Dü, in ihrer ganz eigenen Schweizer Art, hat sich mal wieder rausgehalten. Die Schweiz eben…

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Falls Ihr auch das Läuten von Kuhglocken, dank erhöhtem Sättigungsgrad, hören wollt oder einfach nur mal Lust auf geschmolzenen Käse habt, hier ist das Rezept:

4.5 from 2 reviews
Schweizer Käsefondue
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 350 g Greyerzer
  • 350 g Emmentaler
  • 1 Knoblauchzehe (nach Belieben)
  • 400 ml säurebetonter Weißwein
  • 1-2 gestrichene EL Speisestärke
  • 2-4 cl Obstbrand (nach Belieben)
  • Muskatnuss, Pfeffer
  • Bauern- und oder Weißbrot in Würfel geschnitten
  • Kleine Kartoffeln mit Schale gekocht
Instructions
  1. Den Käse grob raspeln.
  2. Den Knoblauch nach Belieben halbieren, die Hälften nacheinander auf eine Gabel spießen und den Fonduetopf jeweils mit der Schnittfläche der Zehe ausreiben.
  3. Die Hälfte vom Wein in den Fonduetopf geben und auf dem Herd erhitzen.
  4. Dann den Käse und nach und nach auch den restlichen Wein unter Rühren zugeben – zunächst mit dem Rührbesen, später mit dem Rührlöffel.
  5. Die Mischung am Siedepunkt halten und kräftig rühren, bis der Käse aufgelöst und mit dem Wein verbunden ist. Je nach gewünschter Konsistenz – nicht so zäh, nicht zu flüssig – bleibt eventuell Wein übrig.
  6. EL Speisestärke mit 2 cl Obstbrand (oder Wasser) glatt rühren, in die kochende Käsemasse gießen und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Nach Belieben die übrige Speisestärke und den Rest Obstbrand glatt rühren und die Käsemasse damit binden.
  7. Die Käsemasse beiseite stellen, mit Muskat und Pfeffer würzen. Den Topf auf das Rechaud stellen und die Masse am Siedepunkt halten.
  8. Das Brot so in mundgerechte Happen schneiden, so dass an jedem Stück Rinde ist. Mit der Fonduegabel ein Stück Brot durch die Krume bis zur Rinde aufspießen, in die Käsemasse tauchen, darin wenden und herausheben.
  9. Genauso mit den Kartoffeln verfahren.
  10. So nach und nach genüsslich Stück für Stück mit dem warmen Käse überziehen und genießen. Dabei immer wieder mit dem Brot oder Kartoffel am Topfboden entlang streichen, damit nichts anbrennt.
  11. Die Käsemasse ab und zu mit dem Rührlöffel kräftig durchrühren, damit sie sich nicht trennt.

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Haben Eure Töpfe auch Namen? So wie z.B. der Schnellkochtopf „Herr F. Ix“ oder „Frau G. Gart“ oder die Kasserolle „Frau Stiel“?
Schreibt mir doch mal, ob Ihr auch so namenhafte Bewohner beherbergt.

Es grüßt Euch ganz herzlich

Tanja

aus dem House No.15

Wenn Gemüse auf Jugendsprache trifft

Romanesco3

Herrschaften…ich hab‘s schon wieder getan… Ich kaufe Lebensmittel nach Optik. Entweder ist es die Farbe, die mich umhaut, oder die Form, oder wie in diesem Fall die Beschaffenheit,  die Farbe, die Form und ganz besonders der Geschmack. Natur, Du bist der Hammer!!! Unglaublich!

Ich habe gestern mal wieder im Gemüseladen gestanden und überlegt was ich mir Gesundes gönnen könnte. Und wie mein Blick so über die Steigen von Rote Beete, Rosenkohl über Blumenkohl und Brokkoli wanderte, blieb mein Blick an einem alienartigen Gewächs hängen. Romanesco… Wie wunderschön ist dieses Gemüse denn bitte??!
Mein Auge hat direkt mal ne Macro-Aufahme von diesem grünen Alien gemacht, während meine Hand sich einen der schönsten Köpfe schnappte und in den Korb legte (wie von selbst quasi). In so einer Art Trance-Zustand ging ich dann zu Ergün (der Gemüsehändler meines Vertrauens-Ihr wisst!) an die Kasse  und begab mich auf dem direkten Weg nach Hause. In meiner Tüte: Romanesco..sonst nix. Tja, hier seht Ihr, wie extatisch ich zum Thema Romanesco bin… Das ist ACHTUNG JUGENSPRACHE
>>Foodporn-Gemüse<< vom Feinsten! Zum Ansehen, wie auch vom Geschmack (vorausgesetzt Ihr mögt eine Mischung aus Blumenkohl und Brokkoli).

Pesto

Zu Hause habe ich dann meine hübsche, aber doch sehr übersichtliche Beute vor mir ausgebreitet und bin tatsächlich ins Grübeln gekommen. Romanesco. Ok. Und sonst nichts. Hmmmm… What to do? In diesem Fall, von extremen „Optik-Einkaufs-Flash“, durchforstete ich dann erst einmal den Vorrats- und Kühlschrank und überlegte was am besten zu dem einsamen Beauty-Gemüse in meiner kargen Plastiktüte passen könnte. Gefunden habe ich Risotto-Reis. Das ist immer eine Rettung! Und Olivenöl habe ich sowieso IMMER im House. Genauso wie Pinienkerne und Parmesankäse. Also was liegt da näher, als aus dem Romanesco-Star ein filmreifes Romanesco-Pesto zu zaubern und dieses dann lasziv auf ein Safran-Risotto tropfen zu lassen? Für den besonderen Kick des Gerichts kommt noch ein Löffel crunchiges Semmelbrösel-Butter-Gemisch on top und wird von kleinen frechen roten Pfefferkörnern gekrönt. Ich sag doch Foodporn! Und das ohne Altersbeschränkung! FSK 0 so zu sagen…

Safranrisotto1

Safranrisotto3
An Euch alle… Ihr MÜSST das ausprobieren!!!
Der Blockbuster unter den Gemüse-Pesto-Risotto-Gerichten. Echt!
Nein-ich bin nicht eingebildet, aber gerade ACHTUNG JUGENDSPRACHE
>>extrem geschmacksgeflasht<<….! Und da ich Euch jetzt so den Mund wässrig gemacht habe und Ihr Euch vielleicht auch so eine Gaumen-Extase auf den Teller zaubern wollt, gibt es hier das Rezept (ohne FSK, ohne Pin, ohne Einschränkung).

5.0 from 2 reviews
Romanesco Pesto
 
Prep time
Total time
 
Ingredients
  • 200 g Romanesco blanchiert
  • 150 ml Öl (Olivenöl)
  • 125 g Parmesan, frisch gerieben
  • 80 g Pinienkerne geröstet
  • 50 ml Kochwasser vom Romanesco
  • Salz, Pfeffer
  • Knoblauch nach Belieben
Instructions
  1. Den Romanesco in einer Küchenmaschine grob hacken.
  2. Dann den Parmesan und die Pinienkerne (wer mag auch den Knoblauch) dazugeben und weiter zerkleinern.
  3. Olivenöl und Kochwasser dazugeben und so lange in der Küchenmaschine rühren bis eine schöne Paste entstanden ist.
  4. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. In ein sauberes Schraubglas gefüllt und mit Olivenöl abgedeckt hält sich das Pesto im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.

 
5.0 from 2 reviews
Safranristotto mit Butterbröseln
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Serves: 2
Ingredients
  • 150 g Risottoreis
  • 1 Msp. gemahlenen Safran
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Sahne
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Parmesan gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Semmelbrösel
Instructions
  1. Die Zwiebel fein würfeln und in heißem Öl glasig dünsten.
  2. Danach den Reis zugeben und 2 Minuten mitdünsten.
  3. Alles mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen.
  4. Jetzt so viel Brühe angießen, dass der Reis bedeckt ist und offen bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren 20-25 Minuten garen.
  5. Sobald der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, immer wieder neue Brühe angießen.
  6. Nach 15 Minuten den Safran einrühren.
  7. Kurz vor Ende der Garzeit die Sahne und den Parmesan in das Risotto rühren bis alles schön cremig ist.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken
  9. Inzwischen die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel zugeben. Alles bei mittlerer Hitze goldbraun rösten.
  10. Das Risotto mit den Butterbröseln bestreuen und sofort servieren.
  11. Hierzu passt wunderbar Romanesco-Pesto.

 Ach ja…wer mag kann sich natürlich dazu auch noch ein Stück Lachs auf der Hautseite kross anbraten und über den Reis geben, aber meiner Meinung nach geht dieses Gericht durchaus als vegetarisches Premium-Gericht durch!
Ich bin ja vor lauter „Romanesco-Verliebtheit“ nach dem Einkauf im Gemüseladen direkt am Fischhändler vorbei geschwebt und danach zu faul gewesen noch mal los zu müssen…

Safranrisotto2

 

Ich hoffe Euch konnte dieses Essen genauso in Extase versetzen wie mich.
Falls nicht…was ist für Euch Foodporn? Wie sieht es aus? Was richtet es mit Eurem Geschmackssinn an?

Begeisterte Grüße von den Wundern der (Gemüse-) Natur
schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

P.S.: Das Wort >>Foodporn<< steht offiziell im Jugendsprache-Lexikon 2015 von Langenscheid und ist nicht verwerflich, anzüglich oder vulgär….
Genaue Definition: sehr appetitlich aussehendes Essen
Nur mal so nebenbei, falls sich einer aufregen möchet :-)

…von Quinoa und haufenweise gelisteten Vorsätzen…

Das neue Jahr hat begonnen und ich lege direkt mal die Karten offen auf den Tisch.
Gerade heute habe ich es wieder gemerkt…ich bin ein Haufen- und Listen-Typ. Aber da wir ja hier unter uns sind und ich weiß, dass ihr Peinlichkeiten für Euch behalten könnt, kann ich ja offen sprechen…
Da morgen wieder der normale Arbeits-Alltags-Wahnsinn losgeht, hatte ich beschlossen heute hier zu Hause noch ein wenig Ordnung in mein Chaos zu bringen. Nun…und das sieht folgender Maßen aus: Ich stapel passende Dinge zu Haufen. Ein Haufen liegt z. B. an der Kellertreppe-dieser besteht meist aus getragenen Klamotten, die den Weg zur Waschmaschine suchen, leere PET-Flaschen, die im Keller gehortet werden bis kein Platz mehr dafür ist und dann in komische Automaten in unschönen Ecken von Supermärkten gesteckt werden, Werkzeuge die in der Garage wegsortiert werden sollten und Schuhe…ja Schuhe gibt es hier in diesem Haushalt viiiiiele… Schränke dafür eher weniger…aber unter der Kellertreppe ist Platz um Schuh-Haufen zu bauen… Ein anderer Haufen stapelt sich auf meinem Schreibtisch. Manch einer nennt es „Ablage“. Bei mir ist es ein unschöner Haufen Papier, der abgeheftet, aussortiert, bezahlt und bearbeitet werden möchte. (kleine Anmerkung: welcher normale Mensch mag bitte Buchhaltung???)

Haufen

…ich weiß, das Bild bekommt keinen Award, aber Haufen brauchen auch keine Auszeichnungen…

So…und dann gibt es ja auch die Zeitschriften-Haufen. Ich bin der totale Zeitschriften-Junkie und halte nix von Online-Zeitschriften. Papier muss an den Fingern kleben und ich muss die Möglichkeit haben mir tolle Bilder und Artikel auszuschneiden (und nicht nur zu markieren) und abzuheften. Ha! Und genau da kommt ein neuer Haufen ins Spiel. Der Haufen der ausgeschnittenen Zeitschriften-Schnipsel. Ach wie wundervoll ist dieser Haufen, wäre er denn schon in die einzelnen Rubriken der extra dafür angeschafften Ordner abgelegt (Food, Foodfotos, DIY, Ideen, Wohnen, Nützliches, Sonstiges). Ich habe hier, glaube ich, Schnipsel von vor mind. 4 Jahren und frage mich beim Durchsehen, was ich ‚damals‘ soooo toll an diesem Zeitschriften-Ausschnitt fand. Der wandert dann direkt auf den Hauf ‚Kann weg‘…nein Spaß- ich bin zwar ein Schnipsel-Messi, aber ich werfe dann auch schon mal was in den Papierkorb… Und manchmal, wenn ich merke, dass Haufen beim nächsten Gramm Papier einfach wegzubrechen drohen, hefte ich sie dann auch tatsächlich ab. Heute war auch so ein Tag. Irgendwie befriedigend. Haufenweise Befreiung.

Listen1.0

Zudem habe ich mir dann noch Gedanken gemacht, was so alles getan werden, eingekauft, gekocht, gebacken, usw. muss. Zu viele Ideen verursachen bei mir ein totales Hirn-Overload und deshalb bin ich nicht nur der Haufen-, sondern auch der Listen-Typ. Alles muss ich aufschreiben. Bloß nichts vergessen, was wichtig ist. Bloß nicht elektronisch! (Ich habe auch noch einen altmodischen Taschenkalender.) Aber hier im House No.15 gibt man sich ja seit dem Jahre 2015 nicht mehr mit schnöden POST-IT zufrieden. Neiiiiiinnnn… es müssen ab diesem Jahr eigene House-No.15-Listen her. Und falls auch Ihr an der Listeritsi-Krankheit leidet, gibt es hier meine Listen gratis und ohne Verschreibungspflicht zum Ausdrucken. Und alles im Hosen-Taschen-Format (9x9cm) zum Mitnehmen im Portemonnaie oder jemand anderen unterschieben. Eigene Listen an andere abwälzen ist nämlich auch super und bringt Zeit für sich selbst (ich arbeite auch an diversen Abschiebungen…listentechnisch versteht sich!)

Listen1

Ganz oben auf einer meiner Vorsatz-Listen (die gibt’s nicht zum Ausdrucken-die behalte ich für mich!) steht: Bewusster leben…gesünder essen…mehr schlafen… mehr Nein sagen…
Und heute habe ich mal mit dem Punkt ‚Gesünder Essen‘ begonnen.

Quinoa Salat1

Heute Mittag gab es nämlich sehr leckeren und gesunden Quinoa-Salat mit Avocado und Shrimps. Wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, viiiiiiiel Geschmack! Und wer die Shrimps weglässt isst sogar vegan! Was bitte will man mehr?! 2015 startet doch toll und vielversprechend!

Quinoa Salat2

Also falls der Punkt gesünder Essen auch auf Eurer Liste für 2015 steht (zumindest so für die ersten 3 Monate), kann ich Euch das Rezept nur sehr ans ♥ legen.

5.0 from 1 reviews
Quinoa-Salat
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 3
Ingredients
  • 250g roten Quinoa
  • 1 Avocado
  • 1 Limette
  • 8 kleine Cherry Tomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 große Hand voll gemischten Salat aus Rucola, Spinat und Mangold
  • 200g Tiger Prawns Garnelen geschält und entdarmt
  • Salz (evtl. mediterranes Kräutersalz), Pfeffer
  • Olivenöl, Balsamico (weiß)
Instructions
  1. Den Quinoa in reichlich kaltem Wasser abspülen und anschließend in der 2,5 fachen Menge kochendem und gesalzenem Wasser 15-20 Minuten garen.
  2. Inder Zwischenzeit die Tomaten und die Frühlingszwiebeln klein schneiden.
  3. Den fertigen Quinoa in einem Sieb abtropfen lassen und mit Olivenöl, Balsamico, Peffer und Salz würzen.
  4. Die Tomaten und Frühlingszwiebeln unterheben.
  5. Die Avocado schälen und vom Kern befreien und in Spalten schneiden.
  6. Mit dem Saft der Limette beträufeln und ziehen lassen.
  7. Während dessen die Garnelen in Öl anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.
  8. Den durchgezogenen Quinioa auf der Salatmischung auf dem Teller anrichten, mit Avocado und den warmen gebratenen Garnelen servieren.
  9. Eventuell noch mit Olivenöl, Balsamico und Gewürzen verfeinern.

Zuaten

Was auch immer Ihr Euch für 2015 vorgenommen habt, welche Haufen bewältigt werden müssen, welche Listen erstellt und abgearbeitet werden sollen…ich wünsche Euch bei allem was Ihr macht und vor habt, immer gute Laune und ein kleines Lächeln der Zuversicht auf dem Gesicht.

Haufenweise ordentlich gelistete gesunde Grüße an Euch alle
von
Tanja

aus dem House No.15

Veganes Color-Cooking-Soulfood

Kennt Ihr das? Der Dezember klopft an die Tür und anfänglich ist alles noch gaaaaaanz easy… Doch dann… Nach 2 Wochen mutiert der Dezember zu Dezembrrrrrrrrrrrrrrrrr und nachts wird dem Nebenmann/frau die Decke geklaut, weil es gefühlte -10 Grad im Schlafzimmer sind. Irgendwie nicht schön, aber irgendwie immer wie jedes Jahr…. Dezembrrrrrrr eben!

Was hilft nun gegen massive Dezembrrr-ritis? Wärme- ganz klar! Es gibt natürlich unzählige Anbieter von Heiz- und Wolldecken, Angora-Unterwäsche oder Alpaka-Socken. Mag ja auch nicht jeder…(beim Aufwachen neben sich sehen). Deshalb geht es heute viel einfacher und auch viel schöner für’s Auge, als Angora-Unterwäsche, oder so. Ihr braucht nur ein paar saisonale Zutaten, um Euch wohlige Wärme zu verschaffen! Das Motto dazu: >>Color-Cooking-Soulfood<< Eine kurze Erklärung für alle, denen jetzt die Fragezeichen im Auge aufgepoppt sind:
Heute Morgen, als ich beim Gemüsehändler meines Vertrauens einen kurzen Blick auf seine tolle Auswahl geworfen habe, ist mir aufgefallen, dass es unheimlich viele Gemüsesorten gibt, die farblich total schön zusammen passen. Warum also nicht mal nach Farben kochen. Also wanderten Topinamburwurzeln, Kartoffeln, weiße Zwiebeln und Maronen in meine Tüte. Und in diesem Fall passen nicht nur die Farben zusammen, nein-es schmeckt auch total toll.

Topinambur Suppe_gr

Das Ergebnis ist ein wärmendes, samtig weiches und sogar veganes Topinambursüppchen mit Maronen. Genau das Richtige für den Dezembrrrrrrrrrrr. Echte Winterküche für verfrorene „25-Lagen-Kleidung-tragen-und-mir-ist-immer-noch-kalt-Typen“.

Topinambur Suppe2

topinambur suppe5

Topinambur_1

Wollt Ihr auch schnelle innere Wohlfühlwärme mit hohem Sättigungsfaktor? Dann habe ich hier das Rezept für Euch:

5.0 from 2 reviews
Topinambursuppe mit Maronen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Color-Cooking-Food
Serves: 4
Ingredients
  • 500g Topinambur geschält und grob gewürfelt
  • 100g Kartoffeln geschält und grob gewürfelt
  • 100g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 EL Öl
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 200ml vegane Sahne (oder normale)
  • Salz und Pfeffer
  • 250g geschälte gegarte Maronen, klein geschnitten
  • Rosa Beeren und Rosmarin zur Dekoration
  • 2 EL Kürbiskernöl
Instructions
  1. Die Zwiebeln im heißen Öl glasig dünsten.
  2. Danach Topinambur und Kartoffeln dazu geben und mit dünsten.
  3. Jetzt mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen.
  4. Zugedeckt ca. 25 Minuten köcheln lassen und alles pürieren, wenn es weich gekocht ist.
  5. Evtl. durch ein Sieb passieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Jetzt in einer Pfanne 1 EL Kürbiskernöl erhitzen und die Maronen darin anbraten.
  8. Die Suppe mit den Maronen servieren, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit rosa Beeren und Rosmarin ausgarnieren.
  9. Dazu passt Weißbrot (ich hab es weihnachtlich in Sternform ausgestochen) .

Sagt mir doch mal, wie Euch das Süppchen geschmeckt hat und ob es Euch auch eine zufriedene Wärme in den Bauch gezaubert hat.

So, und weil die Suppe ja irgendwann aufgefuttert ist, habe ich mir, als Plan B gegen frostige Abende, dicke Wollsocken gekauft. Wie gut, dass es derzeit überall Weihnachtsmärkte mit diesem Saisonartikel gibt.

Wärmende Dezembrrrrr-Grüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

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