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Bratapfelmarmelade

{…oder warum mir gestern der Himmel auf den Kopf gefallen ist…}

Bratapfel Marmelade 1

Äh… wisst Ihr eigentlich, dass in 52 Tagen Weihnachten ist?! Jaaaa Weihnachten… Sorry to say, aber die Zeit wird rennen. Wenn der November gestartet ist, wird die Zeit bis zum 24.12. verfliegen wie im Flug. Denkt an meine Worte!

Am Wochenende habe ich tatsächlich intensiv an Weihnachten gedacht und darüber sinniert was Weihnachten eigentlich so ausmacht. Ich gebe zu, ich hatte ein etwas melancholisches Wochenende, aber auch das gehört ja irgendwie zum Leben dazu.

Und wisst Ihr wie ich auf die ganze Weihnachts-Arie kam? Ich habe ganz unweihnachtlich Äpfel von einer Wiese geklaut. Gestern. Am heiligen Sonntag.
Der Baum hat mich bei meinem letzten Spaziergang so leidend angeblickt, weil seine Äste so sehr von den ganzen Äpfeln nach unten hingen, dass ich gestern dem Leiden einfach ein Ende machen musste. Ich habe gepflückt was da Zeug hielt und mir bei jedem Apfel gedacht: So…Du wirst zu Apfelmus verarbeite, Du zu Crumble, Du zu einem köstlich duftenden Apfelkuchen und Du zu Bratapfelmarmelade. Da keiner der gepflückten Äpfel mir ein Widerwort gab, bin ich davon ausgegangen, dass eine absolute Zustimmung in Bezug auf die Verwertungs-Verteilung der Äpfel bei ihnen lag. Ok.-ein Widerwort als solches gab es nicht, aber vielleicht doch ein sanfter Protest. Zumindest bildete ich mir dies ein, als ein kleiner frecher rotbackiger Apfel ohne Vorwarnung mit einem komischen Klong-Geräusch auf meinem Kopf landete, um dann in einem Meer von herabgefallenen Blättern zu verschwinden. Kleine Sünden werden dann wohl doch schneller bestraft, als man denkt. Die Beule am Kopf spüre ich heute nämlich ziemlich deutlich. Ich hab den Wink von da ganz oben verstanden-vielen Dank für die Lektion!

Bratapfel Marmelade 2

Als ich mich dann bückte, um den fiesen kleinen Apfel aus dem Blätterwust am Boden zu fischen, tasteten meine Hände zwischen all dem Laub nicht nur Apfelmus aus Fallobst, sondern zogen auch ein etwas mitgenommen aussehendes Stück Papier hervor. Zuerst dachte ich, dass es irgendeine Werbebeilage einer Zeitung sei, die vom Herbstwind hierher geweht wurde. Aber Miss W. ist ja ein eher neugieriger Mensch (eine Freundin von mir nennt es „wissbegierig“, das klingt positiver :) ) und hat sich den Zettel dann doch mal genauer betrachtet. Hach, und was soll ich Euch sagen? Nix Werbebeilage. Keine alte Zeitung. Ein Liebesbrief. Hier mitten auf der Wiese im zertretenen Fallobst unter dem Laub. Da ich den Brief natürlich nicht hier im Original online stellen wollte, habe ich ihn Euch kurz aufgeschrieben.

Liebesbrief

Ist der nicht wunderschön? Natürlich fragt man sich in diesem Moment, warum diese schönen Zeilen hier irgendwo auf dem feuchten Boden rumliegen. Hat er sich doch nicht getraut Ihr den Brief zu geben? Hat sie den Brief einfach achtlos weggeworfen? Ist er vielleicht einfach aus einer Tasche gefallen, bevor er überreicht werden konnte oder nachdem er gelesen wurde? Fragen auf die ich natürlich nie eine Antwort bekommen werde. Vielleicht sollte ich einen Aushang im Rewe machen: „Liebesbrief auf Wiese gefunden-wer ihn vermisst kann ihn im House No.15 abholen.“ Ob da einer kommt? Also ich würde meinen verlorenen Brief abholen. Ich hoffe Euch fällt auch mal der Himmel mit solch einem Brief auf den Kopf (natürlich ohne Beule am nächsten Tag).

Auf dem Nachhauseweg habe ich darüber nachgedacht, wie schade es doch ist, dass im heutigen Zeitalter von Handy, Email & Co. das Schreiben mit der Hand so völlig verloren gegangen ist. Jeder tippt nur noch alles ein. Die Sätze werden auf 3-5 Worte im Schnellsende-Modus geschrieben, meist bekräftigt durch kleine gelbe Smileys, die mal küssen, mal grinsen oder verärgert schauen, um diesen wenigen Worten wenigstens einen winzig kleinen Unterton mitgeben zu können. Ich gehöre auch zu dieser Sorte Mensch, dessen Daumen wohl schon verkürzte Muskeln und Sehnen aufweist, die mittlerweile Abkürzungen wie OMG und GN benutzt und für die es manchmal leichter ist schnell eine Nachricht über das Handy loszuschicken, als denjenigen kurz anzurufen oder gar mal einen Brief oder eine Postkarte zu schreiben. Fragt man mal in die Runde, ob andere noch „echte“ Karten und Briefe schreiben, heißt es oft: „ Ach dafür habe ich ja gar keine Zeit!“ „Das ist mir zu umständlich.“ „Hab ich schon ewig nicht gemacht. Allein weil ich dann auch noch zur Post laufen muss.“ „Email geht doch viel schneller und einfacher.“

Stimmt. Email geht schneller. Stimmt. Man muss auch noch eine Briefmarke bei der Post besorgen. Stimmt. Es beansprucht Zeit. Stimmt. Alles. Aber….

Bratapfel Marmelade 4

Während ich in meiner Küche stand und mir der wunderbare Duft der Bratapfelmarmelade, die ich aus den gesammelten Äpfeln gekocht habe, in die Nase stieg, habe ich beschlossen diese Woche zur „Housepost-Week“ zu ernennen. Irgendwie kam mir der feierliche Gedanke (es roch ja so nach Weihnachten in meiner Küche), mir einfach mal bewusst Zeit zu nehmen, um einen Brief zu schreiben. Jemandem meine Wertschätzung mit einer handgeschriebenen Karte mitzuteilen. Sich auf den Weg zur Post zu machen und alles zu verschicken. Sich Zeit nehmen für Gedanken und Wertschätzung für den anderen. Das bleibt leider auf der Strecke, in der heutigen schnelllebigen Zeit mit Handy & Co. In der Zeit von Weihnachten besinnen sich ja doch die einen oder anderen ja auch darauf. Aber warum bis Weihnachten warten?

Bratapfel Marmelade 5

Ich mache mir jetzt ein Brot mit dieser wunderbaren Bartapfelmarmelade (die übrigens auch toll auf Vanilleeis schmeckt), setzte mich an meinen Schreibtisch und werde lieben Menschen eine Karte oder einen Brief ganz altmodisch per Hand schreiben. Das Handy und der Computer bleiben in dieser Zeit aus! Kein Blinken oder blöde zwitschernde Töne sollen mich dabei ablenken.

Macht Ihr mit und verschickt handgeschriebene Post? Nehmt Euch doch mal die Zeit und macht einem Menschen, den Ihr gerne habt, eine unerwartete Freude, dass nicht nur Rechnungen und Werbung im Briefkasten liegen, sondern ein ganz persönlicher Gruß von Euch.

Falls Ihr keine Karte zur Hand habt, könnt Ihr Euch hier eine HOUSEPOST herunterladen. Und falls Ihr zu Eurem Brief oder Eurer Karte noch die Bratapfelmarmelade verschenken möchtet, gibt’s hier das Etikett dazu.

Wie die Marmelade gemacht wird seht Ihr hier:

5.0 from 8 reviews
Bratapfelmarmelade
 
Author:
Ingredients
  • 1 kg säuerliche Äpfel
  • 50 g Rosinen
  • 50 g Mandel(n), gehobelt
  • 100 ml Apfelsaft
  • 3 EL Zitronensaft
  • 500 g Gelierzucker, 2:1
  • ½ TL Zimt
  • 1 Vanilleschote(n), das Mark
Instructions
  1. Die geschälten Äpfel in kleine Würfel schneiden und mit den Rosinen, dem Apfelsaft und der ausgekratzten Vanilleschote weichkochen. (die Vanilleschote mit kochen)
  2. Die Mandeln in der Pfanne anrösten.
  3. Die Vanilleschote entfernen.
  4. Den Zimt, die Mandeln und den Zitronensaft unterrühren.
  5. Danach den Gelierzucker dazu geben und für ca. 4 Minuten sprudelnd aufkochen.
  6. Alles in heiß ausgespülte Gläser füllen.

Falls ich Euch auch mal ein paar ganz persönliche Zeilen per Hand schreiben soll, sagt mir unter mail@houseno15.de Bescheid, gebt mir Eure Adresse und schon ganz bald flattert eine kleine Housepost zu Euch in den Briefkasten.

Ich nehme mir jetzt mal 2 Stunden ganz bewusste Zeit und bin dann jetzt mal offline.

Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S: Dieser Beitrag entstand übrigens NICHT mit freundlicher Unterstützung diverser Brieftransport-Unternehmen! Meine Briefmarken kaufe ich mir nämlich immer selbst…am Schalter…in meiner kleinen Provinz-Poststelle…bei einer sehr netten Dame….die es verdient hätte auch mal Post zu bekommen.

Falls Ihr noch Lust auf weitere tolle Rezepte für den Herbst habt, schaut unbedingt mal hier in dieses wunderschön gestaltete Online-Magazin von Dorit Schmitt. Dort erscheint dann auch ab November in der neuen Ausgabe meine Bratapfel-Marmelade.

 

 

Olivenöl-Trüffel-Praline

{…oder die ewige Frage: „Passt das zusammen?“…}

Olivenölpralinen1.1

Irgendwie ist das ganze Leben ein großes Memoryspiel.
Ständig stellt man sich die Frage: „Passt das zusammen?“
Morgens geht das Suchspiel schon in die erste Runde. Passt der rote Pulli zur gelben Hose? Passt die braune Tasche zu den blauen Schuhen?
Am Abend ein ähnliches Schauspiel in derselben Kulisse. Passt das kleine Schwarze oder eher Jeans und Bluse zu dem Anlass der Party? Oh man… ich weiß das sind eindeutig Frauenprobleme.

Olivenölpralinen4.1

Aber nicht nur das weibliche Geschlecht hat Probleme etwas Passendes zu finden.
Meine Freundin Claudia recherchiert gerade für Ihre Doktorarbeit das Thema „Partnersuche im Internet“. Natürlich muss sie dafür im Selbstversuch diverse Plattformen testen und hat sich demnach bei einigen Anbietern angemeldet. Da sie tatsächlich ein Single-Dasein fristet (was sie nach eigener Aussage ziemlich genießt) gibt es also auch keine Eifersuchtsdramen im häuslichen Umfeld. Nach der erfolgreichen Registrierung und Sofortüberweisung der anfallenden Gebühren geht es dann auch schon gleich los. Und das tollste…Ich sitze immer live daneben.
Am lustigsten finde ich ja das Ausdenken der Nicknamen und die Beschreibung der eigenen Person, bei der ich ganz hochoffiziell Ghostwriter sein darf. Und Freunde, ich sage Euch: wenn die richtigen Getränke am Start sind, hat Claudia auf einmal Fähigkeiten und Hobbies, die selbst den uninteressiertesten Stubenhocker aufhorchen lassen. Natürlich haben wir pro Partnerportal ganz verschiedene Charaktere erschaffen, der Test musste ja schließlich vielschichtig sein.
Meine Freundin leidet, seit dem ich sie kenne, unter Höhenangt. Jetzt ganz im Ernst! Aber so ganz heimlich über Nacht hat sie auf einmal so aufregende Hobbies wie „Segelfliegen“, „Bungeejumping“ und Fallschirmspringen. In einem anderen Portal liebt sie es stundelang im Garten zu wurschteln, obwohl sie im 8. Stock eines Hochhauses in der City wohnt, in dem man die Balkone von innen grün angestrichen hat, damit man wenigstens einen Mü das Feeling hat, dass man sich tatsächlich draußen befindet. Selbst der Basilikum auf dem Küchenfensterbrett lebt bei Claudia meist nicht länger als 4 Tage.
Und seit dieser Paarsuch-Aktion hat meine Freundin schon so oft den Job gewechselt, wie andere Leute Ihre Schlüpfer. Von A wie Astrologin und Arbeitssuchende bis zu Z wie Zahnärztin, über F wie Fleischereifachangestellte und selbständige Fußpflege. Ja ja, so vielschichtig ist die Gute! Wobei es einem ja freigestellt ist, ob man den Beruf angibt. Alles eine ziemlich spannende Sache und für unsere Lachmuskeln das beste Training überhaupt.

Aber mal ehrlich: Heutzutage ist ja die Partnersuche im Netz gar nicht mehr wegzudenken. Während der frühe Neandertaler noch den Baum mit seinem Duftstoff markierte, muss der heutige Homosapiens bestenfalls im Zweifinger-Suchsystem halbwegs kreativ ein Benutzerprofil erstellen und schon hat man die Chance den Partner fürs Leben zu finden. Zumindest angenehmer und bequemer als an einem markierten Baumstamm zu schnuppern. Aber letztlich geht es doch immer nur um das zentrale Thema „Wer passt zu mir?“. Oder besser gesagt, wieviel Prozent Übereinstimmung werden vom Computer errechnet.
Nachdem Claudia dann ihre ersten Anfragen bekommen hatte, druckten wir alle Profilbilder im quadratisch-praktischen-Instagramformat in doppelter Ausführung auf dickerem Papier aus und trafen uns an einem weiteren Abend bei zwei weiteren Flaschen Rotwein, um „Kerle-Memory“ zu spielen. Die Idee dahinter war, dass das erste aufgedeckte Pärchen auch gleichzeit ihr erstes Date werden würde. Das große Los fiel auf Ansgar, der in seiner eigenen Beschreibung gerne zu Hause DVDs schaut, klassische bis moderne Musik hört (was bedeutet bitte modern?), sammelt alte Autozeitschriften und singt einmal in der Woche im Gesangsverein. Sorry Claudia, ich konnte doch nix dafür, dass ich ausgerechnet den „spannendsten“ von allen aufgedeckt habe. Optisch konnte Ansgar allerdings in der ganz oberen Liga mithalten. Und da haben wir es wieder… Wie passt so ein gottgeschaffenes optisches Wunderwerk (ooookeeee…ich übertreibe ein wenig) mit diesen Hobbies überein? Aber genau das ist es ja, was das Leben so spannend macht. Für eine andere Claudia (oder Carina, Mechthild, Silvia), irgendwo da draußen in der Welt, wäre so ein Ansgar der Held ihrer schlaflosen Nächte. Im Schlafzimmer würden die DVDs in Dauerschleife laufen, während er ihr verliebt ein Lied in D-Moll trällert und sie gemeinsam seine Autozeitschriften archivieren. Irgendwie und irgendwo gibt‘s immer das Passende. Man muss eben nur das passende Puzzleteil aufspüren, oder die richtige Memorykarte rumdrehen.

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Natürlich ist ja auch immer alles eine Frage des Geschmacks. Mag man es, bzw. „passt es einem“? Sei es bei Menschen, Farben, Muster, Kleidung, Gerüche, Musik oder aber natürlich beim Essen.
Beim Essen liegt der Spagat zwischen lecker und wääääh zumindest bei ungewöhnlichen Kombinationen sehr weit auseinander. Der Experimentierfreudige sagt: „Das könnte passen!“ Der Ängstliche denkt: „Igitt das passt doch niemals zusammen“ und steckt sich wieder eine Gabel voll althergebrachtes Wiener Schnitzel in den Mund.
Zu welcher Kategorie Ihr bei meinem heutigen Rezept gehört wird sich gleich weisen. Denn heute gibt es housegemachtes Trüffelkonfekt mit Ölivenöl und Fleur de Sel. Meine Meinung: DAS PASST! Aber sowas von perfekt!!!

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Allerdings muss ich eine kurze Einschränkung hinzufügen: es schmeckt wirklich nur, wenn Ihr bestes Olivenöl verwendet. Und natürlich beste Schokolade (aber das versteht sich bei Trüffel ja von selbst!).
Mein Olivenöl hat mir der liebe Rudi Braun von Antikleia geschenkt und ich bin sowas von beeindruckt von dieser coolen Flasche. Das Öl ist nicht nur ein Hingucker in der Küche, sondern auch im Geschmack erstklassig. Mein Olivenöl No.1!
Solltet Ihr also Lust auf bestes griechisches Olivenöl haben, schaut unbedingt hier vorbei!

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Seid auf jeden Fall mutig und experimentierfreudig und probiert diese Kombination von zartschmelzender Schokolade, kräftigem Olivenöl und einem Hauch Salz aus. Es lohnt sich und PASST!

5.0 from 8 reviews
Olivenöl-Trüffel-Praline
 
Author:
Ingredients
  • 175 g Sahne
  • 30 g Honig
  • 200 g beste dunkle Kuvertüre (70 %), gehackt
  • 200 g beste Vollmilchkuvertüre, gehackt
  • 100 ml kräftiges Olivenöl
  • Fleur de Sel
  • etwas Öl für die Form
Instructions
  1. Die Sahne und Honig aufkochen, den Topf vom Herd nehmen und beide Kuvertüresorten in der heißen Sahne schmelzen lassen.
  2. Das Olivenöl zugießen und alles mit einem Kochlöffel glatt rühren.
  3. En wenig Fleur de Sel unterrühren (ganz nach Geschmack)
  4. Eine rechteckige Form (30 x 21 cm) leicht ölen und mit Frischhaltefolie auslegen.
  5. Die Ganache etwa 1 cm hoch einfüllen und die Form über Nacht kühlstellen.
  6. Am nächsten Tag mit einem kleinen Löffel die festgewordene Ganache abstechen und in der Hand zu kleinen Kugeln rollen und wieder in den Kühlschrank stellen.
  7. Vor dem Servieren mit dunklem Kakaopulver bestreuen und nach Belieben noch etwas Fleur de Sel darüber geben.

Also ich habe den passenden Partner für meinen entspannten Nachmittagskaffee oder als Abschluss eines gelungenen Dinners in dieser schokoladigen-olivenöllastigen-Sünde gefunden.

Ich hoffe alle Eure Töpfe haben den passenden Deckel und Ihr seid Profi-Memory-Spieler!
Genießt das Wochenende!

Es grüßt Euch Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Claudia entschuldigt sich übrigens für die Schummelei zum Zwecke ihrer Doktorarbeit.

Sommer-Kirsch-Trüffel

Kirschtrüffel4.1

Vor zwei Tagen hatte ich nachts einen akuten Nigella Lawson-Anfall.
Für alle die Nigella Lawson nicht kennen: Sie ist eine britische Fernsehköchin und Buchautorin und mittlerweile gibt es ihre Sendungen auch im deutschsprachigen Fernsehprogram. An ihren, nun sagen wir, runden weiblichen Formen, kann man durchaus erkennen, dass Sahne & Co. häufiger verwendete Zutaten in ihren Rezepten sind. Aber noch mehr, als die viele Sahne, stört mich, dass sie am Ende jeder Sendung, quasi wenn der Abspann kommt, immer im Dunkeln in die Küche tapst. Dann wird ihr Gesicht durch das fahle Kühlschranklicht beleuchtet und man sieht wie sie tief mit dem Kopf in die Kühlzone eintaucht, um sich dann gierig mit der Hand Reste vom Mittag- oder Abendessen in den Mund zu stopfen. Gerne auch mal große Stücke Kuchen mit Schlagsahne. Puh…
Aber ich darf ja gar nicht lästern. Vor zwei Tagen ging es mir nämlich ähnlich.
Wieso wacht man bitteschön nachts auf und kann vor lauter Lust auf Kekse oder Pralinen nicht mehr schlafen? Nein- ich bin nicht schwanger! Ich bin kurzzeitig mal vom Nigella-Lawson-Syndrom infiziert. Zum Glück kommt das ja äußerst selten vor, aber wenn es dann mal zuschlägt, dann so richtig.

Kirschtrüffel5.1

Also tigerte ich in tiefster Dunkelheit durchs House in Richtung Küche, natürlich nicht ohne mir vorher mal schön den kleinen Fußzeh an einer Wasserkiste im Flur anzuschlagen. Warum parken nachts Wasserkisten bei mir im Flur? Nigella stößt sich nachts nie irgendwas in vollkommener Dunkelheit! Wie macht sie das? Noch dazu sieht sie nachts besser aus, als ich, die wie das Haarmonster aus der Muppets Show völlig orientierungslos herumirrt und bei Weitem ein nicht so schicke Schlafdress trägt wie sie! Ich sollte nachts wirklich besser schlafen…. Aber die Lust auf Kekse und/oder Pralinen war einfach zu übermächtig.

Auf dem Küchenschrank steht seit letztem Weihnachten eine Dose. Immer noch halb voll mit Keksen, bzw. selbstgebackenen Plätzchen. Genau die sollten meiner Gier heute zum Opfer fallen.
Wer mitten in der Nacht schon mal auf den Küchenschrank geklettert ist, um eine Dose von dort oben herunterzuholen, wird wissen, dass dies nicht unbedingt ein Spaziergang ist. Zumal mein Fußzeh echt ziemlich geschmerzt hat. Aber was tut man nicht alles für seine Süchte. Die Dose war zum Glück noch da. Aber vom Inhalt fehlte jede Spur. Hallo? Wo waren sie denn alle hin, die leckeren Sterne, Tannenbäume, Elchköpfe und Nikolausstiefel, dich ich vor 9 Monaten stundenlang ausgestochen und gebacken hatte? Aber es blieb keine Zeit zum Nachdenken. Der Schmacht nach Süßem meldete sich unmittelbar wieder nach dem frustrierenden Fund der leeren Keksdose. Fast wäre ich beim Runterklettern von der Arbeitsfläche in die Tiefen gestürzt. Zum Glück aber nur fast.
In einer der unzähligen Schubladen mussten doch noch die Pralinen liegen, die ich vor einiger Zeit von einem Kunden geschenkt bekommen habe… Und schon fing ich an wie eine Gestörte die Schubladen aufzuzerren und mit lautem Fluchen darin herumzuwühlen. Aber auch diesmal ohne Erfolg. Auch die Pralinen waren verschwunden. Weg. Unerklärlich.
Völlig deprimiert musste ich dann wohl oder übel die widerlichen Piemontkirschfüllungs-Dinger in den Mund stopfen (die waren bestimmt auch schon so alt wie meine Plätzchen-droht der Hersteller nicht jedes Jahr mit Sommerpause?). Naja zumindest war auch ne Ladung Kirschwasser mit drin, so dass ich danach auf schnellen und zufriedeneren Schlaf hoffen durfte. Mit einem echt ekligen Piemontkirschgeschmack bin ich dann wieder ins Bett gegangen.

Kirschtrüffel1.1

Am nächsten Morgen ging mir dieses Nigella-Lawson-Erlebnis nicht aus dem Kopf. Und egal ob Sommerpause hin oder her, habe ich beschlossen mir meine eigenen Pralinen zu machen. So! Und auch nicht mit ekliger Piemontkirsche, sondern mit erstklassigen House-Kirschen aus dem Garten. Naja und weil ich ja in der Nacht auch so furchtbare Lust auf Plätzchen hatte, wurden also kurzerhand auch noch ein paar Kekse gebacken. Das geht ja auch im Sommer bei 38 Grad ganz gut. Und als dann der Ofen noch so schön warm lief, war ich kurz in der Stimmung die White Christmas CD anzuwerfen. So viel zum Thema antizyklisches Denken und Arbeiten…
Herausgekommen sind dann zwei wundervolle Sorten Pralinen, dessen Herstellung bei diesen Außentemperaturen doch kniffliger war als gedacht. Aber sie vereinen einfach alles, was ich mir in der dieser Nacht so gewünscht hätte. Wunderbare Creme mit Kirschgeschmack, gespickt mit feinsten Butterkeksen und umhüllt von bester Schokolade.

Kirschtrüffel6.1

Jetzt lagern die kleinen Schmachtbällchen in meinem Kühlschrank. Und bevor ich das nächste Mal nachts einen Nigella-Lawson-Anfall bekomme, gehe ich jetzt noch schnell nette Nachtwäsche kaufen, damit mein Glück in Zukunft auch perfekt ist, wenn ich mit meinem Kopf genau wie sie im Kühlschrank hänge und ungeniert Süßkram in mich reinstopfe. Zumindest hat das Ganze dann optisch Stil….

Kirschtrüffel7.1

Aber wo meine Kekse und die Pralinen hingekommen sind bleibt mir immer noch ein Rätsel. Vielleicht habe ich diese Nigella-Lawson-Anfälle doch öfter als gedacht und ich merke es schon nicht mehr?!
Sollte Euch die Pralinen-Sommerpause auch völlig schnurz sein oder habt Ihr auch nachts unkontrollierbares Verlangen nach Keksen und Pralinen, verrate ich Euch schnell das Rezept. Ist übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk…nur mal so… Ich sage Euch: Weihnachten kommt wieder schneller als es einem lieb ist!

5.0 from 6 reviews
Sommer-Kirsch-Trüffel
 
Author:
Ingredients
  • Trüffel mit Kirschfüllung:
  • 400 g weiße Kuvertüre
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Handvoll Kirschen entsteint
  • 3 EL Cassis-Pulver
  • 2 EL Zucker
  • Butterkekse nach belieben
  • Schwarze Trüffel mit Kirschwasser:
  • 150 ml Sahne
  • 100 g Kirschwasser
  • 35 g Butter
  • 600 g Zartbitter-Kuvertüre
  • Butterkekse nach Belieben
Instructions
  1. Trüffel mit Kirschfüllung:
  2. Die Kirschen kurz in 1 EL Wasser weichkochen und anschließend pürieren.
  3. Die Butterkekse grob zerkrümeln.
  4. Dann 250g Kuvertüre fein hacken und mit Butter und 2 TL Cassispulver schmelzen.
  5. Die pürierten Kirschen und die Butterkekse unterrühren.
  6. Die Masse in einer Schüssel abkühlen lassen und 3 Stunden kalt stellen.
  7. Aus der Masse etwa 15 Kugeln formen und wieder kalt stellen.
  8. Die restliche Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Kugeln damit überziehen.
  9. Wieder erkalten lassen.
  10. Zum Schluss die Pralinen in Zucker und im übrigen Cassis-Pulver wälzen.
  11. Schwarze Trüffel mit Kirschwasser:
  12. Sahne und Butter aufkochen und vom Herd nehmen, 300 g Kuvertüre in Stücke brechen und in der heißen Sahne zu einer cremigen Masse rühren.
  13. Das Kirschwasser nach und nach unter die Schokomasse und alles etwa 10 min. rühren.
  14. Dann die Butterkekse unterheben.
  15. Die Masse bei Raumtemperatur abgedeckt mit Frischhaltefolie am besten über Nacht abkühlen.
  16. Nun mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und in der Hand zu Kugeln formen. Diese Kugeln am besten auf Backpapier gelegt für etwa 15 min. in den Gefrierschrank stellen.
  17. Die restliche Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Kugeln damit überziehen.

So, und jetzt rein in die Flip Flops und den Sommer ohne Pause genießen!
Habt eine schöne Woche!
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Coco-Loco-Kokosnuss-Eis

Kokoseis 4

Was Gerüche im Kopf so auslösen können…

Vor ein paar Tagen stehe ich im Supermarkt an der Kasse und warte mal wieder geduldig darauf meine Einkäufe bezahlen zu dürfen, während in vorderster Reihe eine sportliche Mitsiebzigjährige vor dem Beladen des Förderbands nochmal in aller Seelenruhe die Joghurts und deren Verfallsdatum kontrolliert. (Über ähnliche Situationen habe ich ja schon einmal hier berichtet.)
Direkt vor mir steht eine Dame, die bei jeder ihrer Bewegungen einen wunderbaren Duft verströmt. Kokosnuss. Bei jeder ihrer Arm- und Körperbewegungen, werde ich in Richtung Karibik katapultiert und sehe mich ganz in weiß gekleidet und mit offenem wehenden Haar, mit einem weißen Riesen-Strohhut in der Hand, locker den Strand entlang rennen. Immer das Ziel von kleinen weißen Kokosraspel ummantelten Cremebällchen vor Auge. Als sich diese Vorstellung dann auch noch mit der Melodie von „Summer dreaming“ mischt, höre ich hinter mir eine tiefe männliche Stimme ärgerlich sagen: “Junge Frau, es geht dann weiter!“ PLÖP macht es in meinem Kopf und der Traum zerplatzt mit dem gleichen Gefühl, wie wenn man auf Kaviar beißt.
Die Kokusnuss-Frau ist unterdessen mit dem Bezahlvorgang beschäftigt und ich habe noch nicht mal ein Produkt meines Einkaufs vom Wagen auf das Band verfrachtet. Der Geruch von Kokosnuss-Traumurlaub klebt immer noch in meinen inneren Nasenflügen und macht auch keine Anstalten sich zu verflüchtigen.
„Möchten Sie vielleicht vor?“, frage ich den leicht säuerlich dreinblickenden Herrn hinter mir. „Ich habe noch etwas vergessen!“ Dann setze ich meinen Hundeblick-damit-er-mir-nicht-böse-sein-kann auf, versuche in dem engen Kassengang mit meinem Einkaufswagen zu wenden und kutschiere meinen Wagen an allen wartenden Kunden mit hochrotem Kopf vorbei.
„K O K O S“ hallt es in meinem Kopf. Wie eine Süchtige schiebe ich fremdgesteuert in Richtung Drogerie-Artikel-Regal. Selbst die bunten Farben im Nagellack-Aktions-Ständer sind mir an diesem Tag nicht aufgefallen. Dafür aber die Bodylotion mit der verführerischen Aufschrift ‚mit frischem Kokosduft‘.
Keine Ahnung, ob man Bodylotin im Supermarkt testen darf, wenn nicht explizit „Tester“ drauf steht.
Meine Nase testet immer! Auch Deos (kurz in die Luft sprühen), Flüssigwaschmittel, Duschgel (was mir dann meist beim Draufdrücken eine volle Ladung in die Nase pumpt), und eben Bodylotion. Wer kauft bitteschön die Katze im Sack? Also schmiere ich mal kurz meinen linken Unterarm mit Coco-Loco-Creme ein und warte ab, was passiert.
Die Reaktion meiner Haut war phänomenal. Direkt nach dem Urlaubs-Geruch-Feeling, kam dann das Urlaubs-ich-bin-voll-zerstochen-Feeling. Zumindest hat es an der Stelle genauso gejuckt… Und wenn man bedenkt, dass ich in diesem blöden Supermarkt stehe, mein Arm stellenweise rote Hautirritationen aufweist und ich trotzdem das Bedürfniss habe direkt hineinzubeißen, ist bei der Bodylotion-Aufschrift „Coco-Loco“ echt Name Programm. Also muss Plan B zum Thema Kokosnuss her:

Kokoseis 7

Mit meinem Bounty-Rafaello-Duft-Arm steuere ich dann also die gekühlten Frischetheken an und lade mir eine Packung Kokosnussmilch in den Wagen. Dazu noch eine Dose Kokosnusscreme, pflücke im Vorbeifahren noch eine echte Kokosnuss aus der Obst-und Gemüse-Landschaft und ab geht es wieder in Richtung Kasse.
Die Kokosnuss-Frau ist natürlich schon längst weg, sonst hätte ich sie mal befragt, ob sie auch Hautirritationen von ihrer Creme bekommt, oder wie sie es schafft so lecker zu riechen. Vielleicht hatte sie ja am Abend zu vor auch nur Unmengen an Piña Colada und dünstete diese aus…?! (auch diese Methode könnte ich mal testen…hmz)
Nach dieser langen Story wollt Ihr sicher wissen, was dann aus den ganzen Zutaten geworden ist und wie ich meine Kokos-Sucht stillen konnte…

Kokoseis 2

Es gab ein erstklassiges Coco-Loco-Kokosnuss-Eis. Und für alle tierischen-Produkte-Verabscheuer unter Euch: es ist sogar VEGAN! Trotz, dass keine Sahne oder ähnliches verwendet wurde ist es super cremig und schmeckt, als hättet Ihr einen Löffel Sonnenöl eingefroren. Iiiiihhh nein, das klingt eklig! Also es schmeckt einfach unglaublich gut und versetzt einen direkt in Urlaubsstimmung.

Kokoseis
Und wenn Ihr es dann noch mit gerösteten Kokosflocken bestreut, dabei eine CD mit Merresrauschen hört, Euch in die Sonne setzt und die Augen schließt, ist Euch ein Hirn-Urlaubs-Tag garantiert. Und alles unter 8,50 €…so günstig kommt man nie wieder in den Urlaub. Fehlt nur noch einer der die Liege am Pool mit dem Handtuch um 5:23 Uhr reserviert und einer der mir den Rücken eincremt.

Kokoseis 1

Und so wird’s gemacht:

5.0 from 8 reviews
Veganes Kokosnuss-Eis
 
Author:
Ingredients
  • 200 g Kokoscreme
  • 300 ml Kokosmilch
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 50 g Kokosraspeln
Instructions
  1. Die Kokosraspeln ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Achtung sie verbrennen sehr schnell!
  2. Dann die Kokoscreme mit der Kokosmilch und dem Agavendicksaft in einem hohen Gefäß pürieren und dann in die Eismaschine füllen.
  3. Die Masse in der Eismaschine so lange rühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Bei mir hat das knapp 20 Min gedauert.
  4. Vor dem Servieren mit den gerösteten Kokosraspeln bestreuen.

Was versetzt Euch denn so in Urlaubsstimmung?
Ich bin dann mal am Strand ;-)

Coco-Loco-Grüße von

Tanja

aus dem House No.15

Mein Eis schicke ich schnell noch zu Ina von what ina loves, da geh es nämlich in diesem Monat bei let’s cook together um das Thema Eis. Schaut mal bei Ina vorbei, es gibt wunderbare Eisrezepte zu entdecken!

Ombre Cake {Thank god it’s strawberry time}

Ombre Stawberry cake1

Mal ganz zu Anfang und vorneweg: dieser Beitrag hier war eigentlich gar nicht so geplant.
Er entstand quasi aus einer Not heraus, ach, was sage ich…?! Er war schlicht weg eine Überlebensstrategie.

Ok. Von vorne: Ich habe ein total tolles Wochenende in München verbracht (dazu gibt’s demnächst hier mehr) und bin gestern Mittag in den ICE nach Frankfurt gestiegen, um ganz entspannt in der 1. Klasse auf meinem Einzelsitzplatz mit Fenster und Gang 4 Stunden zu entspannen und das Wochenende revuepassieren zu lassen.
Ich stieg also in den Zug und wuchtete mein deutliches Übergepäck in die Kofferablage über meinem Sitz, ließ mich in den bequemen Stuhl fallen und schaute mich um. Das Abteil war leer. Nur ich. Hach…*seufz*, das wird eine mega-entspannte Rückfahrt. Leider habe ich mich da zu früh gefreut, denn kaum eine Minute später, als mir mein Seufzer (tatsächlich laut) über die Lippen kam, erlebte ich eine Invasion. Eine Reisgruppe aufgeregt schnatternder und trappelnder Menschen, asiatischer Herkunft, betraten ameisenartig den Wagon und strömten ziellos zwischen den einzelnen Sitzplätzen hin und her, nicht in der Lage sich zu orientieren. Das Geschnatter schwoll an. Koffer wurden wieder von der Gepäckablage gewuchtet und über einem anderen Sitzplatz verstaut. Ich hab keine Ahnung, aber wahrscheinlich stand mir tatsächlich der Mund offen und die Hoffnung auf 4 Std. Entspannung zerplatzte wie eine Seifenblase.

Nachdem jeder der Reisegruppe seinen Sitzplatz gefunden und eingenommen hatte, kehrte kurzzeitige Ruhe ein und ich atmete tief durch. Natürlich war das völlig naiv, zu denken, dass diese Ruhe die nächste Zeit in dieser Form anhalten würde, denn wie auf ein geheimes Zeichen hin, fingen alle Mitreisenden zur gleichen Zeit an, in ihren Rücksäcken und Taschen zu wühlen und das mitgebrachte Essen vor sich auszubreiten, nicht ohne zuvor den kleinen Klapptisch an der Rückseite des Vordersitzes mit einem lauten Knall herunterklappen zu lassen. (Mein Hintermann tat das übrigens auch, so dass meine Rückenlehne kurz durchgeschüttelt wurde…juhu!). Zu Ende war es mit der erhofften Stille.
Tütenkruscheln ging mit lauten Kau-und Essensgeräuschen und schlürfenden-schmatzenden Lauten einher und erfüllten das Abteil. Ich steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren, drehte die Musik auf volle Lautstärke, lehnte mich zurück und schloss die Augen und blendete die Welt um mich herum aus. In meinen Ohren dröhnten die Beatles mit Strawberry Fields forever und ich beamte mich mit diesem Song in die Zeit, in der ich mit meinen Eltern mit dem Auto viele Stunden lang in den Urlaub gefahren bin und dabei ein Mixtape mit Beatles, Beach Boys & Co. lief. Der Plan ging voll auf und ich saß (wahrscheinlich dämlich vor mich hingrinsend) mit geschlossenen Augen und wippenden Fuß in meinem Sitz.
Das Grinsen erstarb aber leider kurz darauf und das Strawberry Field verdörrte schlagartig von einer Minute auf die andere. Ein mörderischer Geruch waberte durch das Abteil und nahm mir fast die Luft zum Atmen. Ich riss die Augen auf und war Zeuge eines skurrilen Anblicks: ca. 30 asiatische Mitreisende schlugen gleichzeitig ihre hartgekochten Eier aus dem Reiseproviant auf den kleinen Klapptischchen auf und pellten einträchtig die Schale von den Eiern.
Wer schon selbst mal ein gekochtes Ei geschält hat, weiß welch verwesungsartiger Geruch erst einmal entsteht. Und jetzt denkt Euch den Geruch von einem frisch geschälten Ei, multipliziert mit 30…. Ich kam mir vor wie in einem fahrenden Dixi-Klo, das man mit mehr als 30 anderen Personen gleichzeitig teilen muss und mit knapp 150 kmh durch die Lande raste.
Ach, was hätte ich mir jetzt den Geruch von reifen Erdbeerfeldern gewünscht! Frisch gepflückte Früchte, knackig, rot und reif… Ich sprang in meinen Gedanken mit einem geflochtenen Kranz aus weißen Erdbeerblüten im Haar durch die Wiese und genoss die Sonne auf meinen nackten Armen…. Ihr seht, ich fing schon an zu halluzinieren. Der Eierdunst hat mir völlig die Sinne vernebelt. Solche kitschigen, romantischen Vorstellungen sind sonst eher nicht so in meinem Gehirn präsent. Was so ein Eier-Smog alles anrichten kann…
Und dann fiel mir ein, dass ich ja vor kurzem eine Erdbeertorte gebacken hatte, die so wundervoll nach Erdbeeren geschmeckt hatte und obendrein noch so toll aussah, dass ich mir die Bilder auf meinem Handy ansah und versuchte mich visuell von dem Gestank abzulenken. Und oh Wunder, es hat funktioniert.

Ombre Strawberry cake2

Ombre Strawberry Cake3

Thank god it’s strawberry time!

Und da es ja gerade NOCH Erdbeeren zu kaufen gibt, dachte ich, ich teile dieses tolle Rezept mal einfach mit Euch. Vielleicht kommt Ihr ja auch mal in die Situation, in der Euch der Gedanke an einen schönen Duft retten muss. Und vielleicht sind es dann ja auch Erdbeeren (Kohl würde ich jetzt nicht unbedingt für dieses Kopfkino-Projekt empfehlen…)
Also hier das Rezept für einen wunderschönen Ombre-Erdbeer-Cake:

5.0 from 4 reviews
Ombre Cake
 
Ingredients
  • Für den Teig:
  • 300 g weiche + etwas Butter
  • 280 g Zucker
  • 6 Eier (Gr. M)
  • 50 ml Buttermilch
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 220 g + etwas Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • rote Speisefarbe
  • Für das Frosting:
  • 275 g weiche Butter
  • 275 g Puderzucker
  • 150 g Joghurt
  • ca. 150g Erdbeerpüree
Instructions
  1. Für den Teig 300 g Butter und Zucker mit den Schneebesen des Rührgeräts ca. 5 Minuten schaumig rühren. Erst nach und nach Eier, dann Buttermilch unterrühren. Backpulver, 220 g Mehl und Stärke mischen, kurz unterrühren. Teig fünfteln und auf fünf Schüsseln verteilen. Vier Teige mit der Speisefarbe in verschiedene Rosatöne einfärben – von Zart- über Hellrosa bis Pink.
  2. Backofen vorheizen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C/Gas: s. Hersteller). Die Ombre Cake-Formen fetten und mit Mehl ausstäuben. Je 1 Teigportion in die Formen geben, glatt streichen. Die Formen auf ein Backblech stellen. Im Ofen 25–30 Minuten backen.
  3. Kuchenböden in den Formen etwas abkühlen lassen, dann herauslösen. Böden vollständig auskühlen lassen.
  4. Alle Böden evtl. auf der Oberfläche leicht begradigen.
  5. Für das Frosting Butter und Puder­zucker mit den Schneebesen des Rührgeräts ca. 6 Minuten schaumig rühren. Joghurt zum Schluss esslöffelweise unterschlagen und das Erdbeermus unterheben.
  6. Die Füllung auf die vier eingefärbten Böden verstreichen. Die Böden von hell nach kräftig pink aufeinandersetzen.
  7. Die Torte mit Frischhaltefolie abdecken, ca. 4 Stunden kalt stellen.
  8. Danach die Torte rundherum mit etwas Creme dünn einstreichen.
  9. Mit Baisertupfen, gehobelten Mandeln und Erdbeeren verzieren.
  10. Ca. 1–2 Stunden kalt stellen. Hält gekühlt 3–4 Tage.

Ombre Strawberry ckae4

Ich hatte tatsächlich Glück und die Reisegruppe verließ in Augsburg genauso invasionsartig den Zug, wie sie ihn betreten hatte. Die länger geöffneten Türen sorgten für einen Frischluftaustausch und alles war gut. Das einzig blöde w, ich hatte unbändige Lust auf Erdbeerkuchen. Aber das Boardrestaurant hielt nur Königsberger Klopse und fertige Waffeln aus der Tüte parat. Also dudelten die Beatles bis Frankfurt in Dauerschleife. Kopfkino geht irgendwie immer!

Und was geht gerade so in Euren Köpfen vor?
Schreibt mir doch mal!

Habt einen guten Start in die neue (hoffentlich geruchsneutrale) Woche!
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Die Form für den Kuchen findet Ihr übrigens hier

Süßer sündiger Sonntag

Tarte aux framboises10

Sonntag. Das kann nur der Tag der Sünde sein. Was soll man bitte sonst auch an einem Sonntag machen, außer zu sündigen?! Arbeiten muss man nicht (zumindest ich nicht an diesem Sonntag!), das Wetter ignoriert feierlich den Namen SONNtag und überhaupt kann sich jeder diesen Tag so gestalten wie es beliebt. Aber alleine das Wort „sündig“ ruft doch bestimmt schon Bilder in Eurem Kopf hervor. Wie sich dieses Wort alleine schon ausspricht. Die Zunge schiebt sich leicht an die Schneidezähne für das „s“, man schürzt ein wenig die Lippen für das „ü“, als wollte man jemanden Küssen, und der Rest der Buchstaben, die das Wort „sündig“ formen, rollen so langsam die Kehle hinunter und enden mit einem konsequenten, beharrlichen „g“.

Tarte aux framboises1

Für mich ist das Wort „sündig“ keinesfalls frivol. Eher ein Ausdruck des Genusses, sich treiben lassen, und einfach dem nachgehen, was einem vermeintlich gut tut. Vermeintlich. Das ist das Wort der Stunde. Denn meine heutige Sünde wird mir unter Garantie nicht gut tun. Aber hey! Ich lebe jetzt, es ist Sonntag, und ich habe unbändige Lust auf süß. Und ist Sonntag nicht DER perfekte Tag, um sich etwas zu gönnen, was man sich die ganze Woche über verkneift? Meine Hanne und meine Lore (die zwei Streithähne in meinem Kopf – good cop vs. bad cop, Ihr kennt das sicher!), haben heute schon Ihren Kampf gefochten. Gewonnen hat….NIEMAND! Denn während Hanne mir imaginär in den Hüftspeck stach, mich auf Pickel hinwies, die leider immer kommen, wenn ich zu viel Süßes esse und mich dabei strafend ansah, hielt mir Lore meinen Terminkalender für die nächsten Wochen vor. Viele Sonntage, die als frei gekennzeichnet sind, konnte ich bis Ende Juli nicht entdecken. So, und wer ist jetzt bitte die Böse von den Beiden? Keine, oder? Und wie der Mensch so ist, geht er einfach den Weg des geringsten Widerstandes und sündigt! Ich natürlich auch! Und soll ich Euch noch etwas verraten? Ich habe einfach Hanne und Lore zum Sündigen eingeladen und schon waren beide verstummt und ich konnte mich in Ruhe meiner Tarte aux framboises (zu deutsch: Himbeertarte) hingeben.

Tarte aux framboises8

Wenn Ihr jetzt denkt, dass Himbeeren keine Sünde sind, dann sollte ich vielleicht noch nebenbei erwähnen, dass unter den Alibi-Himbeeren eine 5cm dicke Schicht Schokoladenganache schlummert (immerhin aus 80% Schokolade…und…Sahne*räusper). Und der Mürbeteig, der alles zusammenhält, hat ja auch nur einen klitze klitze kleinen Anteil an Butter, Zucker und Mehl. Nun ja. Ich habe ja auch von einem süßen sündigen Sonntag und nicht von einem doofen diätischen Dienstag gesprochen.

Tarte aux framboises7

Also rann an den Sündenpfuhl. Hier geht’s zur Anleitung, wie Ihre Euch und Euren Geister im Kopf einen süßen sündigen Sonntag bereiten könnt. Ist auch gar nicht schwer (das ist ja das Fatale bei der Sache!)

4.8 from 5 reviews
Tarte aux framboises
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 12
Ingredients
  • Tarteteig:
  • 125 g zimmerwarme Butter
  • 80g Puderzucker
  • Salz
  • 1 Ei
  • 250 g Mehl
  • Ganache:
  • 300 g gute Zartbitterschokolade (mind. 70%)
  • 300 ml Sahne
  • 3 Schalen frische Himbeeren
  • Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
  1. Tarteteig:
  2. Butter, Puderzucker und 1 Prise Salz mit dem ei in der Küchenmaschine verkneten.
  3. Dann das Mehl schnell unterkneten und den Teig für 1 Sdt. in den Kühlschrank legen.
  4. Den Backofen auf 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) vorheizen.
  5. Den Teig in eine gefettete Tarteform (24cm) legen und den Rand hochziehen.
  6. Dann mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten für 10-15 Min blind backen, bis der Teig goldbraun ist.
  7. In der Form auskühlen lassen.
  8. Ganache:
  9. Die Schokolade in kleine Stücke brechen und in der Zwischenzeit die Sahne auf dem Herd erhitzen.
  10. Dann die heiße Sahne über die Schokolade geben und so lange rühren, bis sich die Schokolade in der Sahne aufgelöst hat.
  11. Die Schokoladenmasse in den vorgebackenen Tarteteig geben und mit den Himbeeren dicht an dicht belegen.
  12. Zum Abkühlen mind 2 Std. kalt stellen und kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Wie sieht bei Euch sündigen aus? Habt ihr auch eine Hanne und eine Lore im Kopf? Oder heißen die beiden vielleicht Lise und Lotte, Anne und Marie, Adal und Bert, oder oder oder? Ich bin sehr gespannt!

Und für alle die jetzt bei dieser Kalorienbombe Schnappatmung bekommen haben: ich kann Euch beruhigen, denn ab morgen startet im House No.15 die Salad-Week (Salatwoche), denn wenn’s genug ist’s genug! Hanne hat dann wohl doch über Lore gesiegt…zumindest in der nächsten Woche dann!

Besucht mich auf jeden Fall, wenn es um gesund und lecker geht und die Super-Kalorienbomben draußen vorm Laden an der Leine warten müssen!

Schönen süßen sündigen Sonntag für Euch!

Eure

  Tanja

aus dem House No.15

 

Ach ja…und weil die Himbeeren auf meiner Tarte so wunderbar rot-pink sind, schicke ich dieses sündige Teil direkt mal zu Daniela von ullatrulla backt und bastelt, die gerade zu „pink, pink, pink sind alle meine Törtchen“ aufgerufen hat.

Ab heute nur noch schön!

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Kennt Ihr das? Man kommt abends nach einem echt anstrengenden Tag nach Hause, haut sich etwas in die Pfanne, in den Topf, in den Ofen oder in die Microwelle (die besitze ich übrigens nicht) und wirft sich dann auf die Couch. Balanciert dann noch irgendwie den Teller vor sich her, während man sich mit der anderen Hand stupide durch das meist schlechte Fernsehprogramm zapped.
Ich habe es ja auch schon geschafft, einfach den ganzen Topf auf meine Knie zu stellen und so ganz primitiv meine Nudeln direkt aus dem Topf gegessen. Ganz ohne Teller, ganz ohne Stil, ganz ohne Hemmungen vor dem verlorenen Anstand und den abhanden gekommenen Tischmanieren (brauchte ich ja nicht, ich saß ja nicht am Tisch). Und soll ich Euch was sagen… Für den kurzen Moment war es mir auch echt völlig egal.
Ich hatte Hunger, ich wollte mich nicht mehr bewegen, ich wollte nicht mehr sprechen, ich wollte einfach sinnlos in den Fernseher starren und dabei mechanisch die Gabel zum Mund führen. Sch… auf schön!
Das war für einen kurzen Moment. Denn direkt einen Moment später, hatte ich quasi meine bisher erste außerkörperliche Erfahrung. Nun ja, es fühlte sich zumindest so an… Dazu muss ich vorher erwähnen, dass in meinem Wohnzimmer ein ziemlich großer Spiegel hängt, in dem man sich (bei ungünstiger Sitzposition auf der Couch) sehen kann. Hätte ich mal besser nicht in diese Richtung geschaut! Wobei, im Nachhinein war es gut. Denn dieses Etwas was mit butterglänzendem Mund dort auf der Couch lungerte und aussah wie ein Clochard der auf Besuch ist, war schon echt abschreckend. Und das Allerschlimmste an diesem Anblick war, dass ich die Person, die mir da entgegenglotze, auch noch ziemlich gut kenne.

„Neeeeeeeeeee!!!!“ dachte ich mir in diesem Moment und schämte mich vor mir selbst. „So nicht!“
Bevor man anfängt, nach getaner Arbeit, am Feierabend zu verwahrlosen, muss unbedingt die Notbremse gezogen werden. Wer heute seine Nudeln direkt aus dem Topf isst, trinkt morgen wahrscheinlich seinen Wein ohne Glas aus der Flasche. Und soweit sollte es nun wirklich nicht kommen!

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Und deshalb lautet das Motto: AB HEUTE NUR NOCH SCHÖN (egal wie fertig man vom Tag ist).

So, und weil ich es dann auch direkt mal krachen lasse und mir ein ganzes Drei-Gänge-Menü gekocht habe, zeige ich Euch jetzt hier mal den Nachtisch. Schöööön in ein Glas gefüllt und nicht nur in eine Schüssel gehäuft. Den Rest des Menüs gibt es dann auch bald hier peu à peu.

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Das ganze hier ist ein Holunder-Joghurt-Mousse mit fruchtigem Erdbeerpüree und genau das Richtige, um ein leckeres Sommer-Essen leicht und frisch zu beenden. Noch dazu, weil die Erdbeeren gerade den besten Geschmack ever haben und nicht nur schön aussehen.

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Holunder-Joghurt-Mousse4

Probiert es doch mal aus! Wie es funktioniert könnt Ihr hier lesen:

4.9 from 8 reviews
Holunder-Joghurt-Mousse mit Erdbeeren
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Joghurt
  • 250 ml Sahne
  • 4 Blatt Gelantine
  • 50 g Zucker
  • 50 ml Holundersirup
  • 250 g Erdbeeren
  • 1 Pg Vanillezucker
  • 2 EL Holunderblüten
Instructions
  1. Zuerst die Schlagsahne sehr steif schlagen.
  2. Dann das Joghurt mit dem Zucker und dem Holundersirup verrühren.
  3. Die Gelantine auflösen und unter die Joghurtmasse rühren.
  4. Jetzt die steife Schlagsahne unterziehen und alles in schöne Gläser füllen.
  5. Die Gläser müssen jetzt mindestens 6 Stunden in den Kühlschrank (über Nacht ist noch besser).
  6. Kurz vor dem Servieren die geputzten und gewaschenen Erdbeeren pürrieren und die Holunderblüten unterziehen.
  7. Dann die Moussegläser mit dem Erdbeerpüree auffüllen und evtl. mit einer Erdbeere und Holunderblüten dekorieren.

Und jetzt noch eine kurze Anmerkung in eigener Sache: Nicht dass hier der Eindruck entsteht, dass ich nur für Fotos mein Essen schön anrichte und sonst ein völliges Lodderleben (kulinarisch) führe, meine Küche nie aufräume und meine Teller nie spüle. Nein! Ganz entschieden Nein! An 95% aller Tage, gebe ich mir wirklich Mühe alles so schön wie es die Zeit und Möglichkeiten zulässt anzurichten, bzw. aufzutischen. Und mal im Ernst: Wenn’s schön aussieht, schmeckt es einfach mindestens dreimal so gut! Denn wie heißt es doch so treffend: Das Auge isst mit!

In diesem Sinne, macht Euch einen SCHÖNEN Sonntag (auch auf dem Teller!)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Ritter und Romantiker gesucht

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Gibt es sie noch, die Ritter der heutigen Zeit, die das Fräulein todesmutig vorm Drachen befreien??? Wo bitte sind die Romantiker hin, die einem den ersten Morgentau von den frischen grünen Grashalmen sammeln, um damit den Kaffee zu bereiten, dessen Duft dich morgens weckt? Einer der ein dickes Polster für Dich auf die Betonmauer tackert, auf der ihr immer gemeinsam in den Sonnenuntergang über die Dächer der Hochhaussiedlung sitzend schaut, weil er genau weiß wie anfällig Du für Hämorrhoiden bist. Wo sind sie hin? Blumen gibt’s ab und an von der Tankstelle, immerhin… Wenn die bedruckte Deko-Cellophan-Manschette und die kleinen Plastikherzen auf dem Holzspieß, nur nicht immer gleich den Tankstellenshop enttarnen würden. Aber zum Glück geht es manchmal ja doch auch anders:

Eine Freundin bekommt von ihrem Mann, von Geschäftsreisen aus der ganzen Welt, immer ganz besondere Schokolade mitgebracht. Immer eine Sorte, die es hier nicht zu kaufen gibt. Zugegeben sind da auch Sorten dabei, die wir hier als Mitteleuropäer nicht essen würden. Aus der Provence bekam sie neulich eine kleine Schachtel mit Lavendel-Pralinen geschenkt und schwärmte so von diesem Geschmack und dem Duft, dass ich mir vorgenommen habe auch mal Schokolade mit Lavendel auszuprobieren. Warum auf den Ritter hoffen? Selbst ist das Burgfräulein! Und im Zeiten von Internet, Onlineshops & Co. ist der Postbote der Ritter der Neuzeit.

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Also begab ich mich auf Internet-Recherche, um getrocknete Blüten zu kaufen. Unglaublich welche Vielfalt es an getrockneten Blüten gibt. Und was man alles damit anstellen kann. Ich war echt begeistert und habe mir gleich mal 3 verschiedene Blüten(mischungen) beim Berliner Onlineshop „Knospenkontor“ bestellt. Die Auswahl hier ist riesig!
Der holde Ritter auf seinem gelben Ross brachte auch zwei Tage später meine bestellte Ware und schon stieg ich ganz groß in die blumige Schokoladenproduktion ein. Die Blüten sind ein echter Hingucker und geschmacklich passen sie wunderbar zu der Süße der Schokolade. Ich war am Anfang ja doch etwas skeptisch, als ich das leicht strohige Blütengemisch aus der Packung nahm. Aber in der Schokolade merkt man davon gar nichts. Und auch der Lavendel harmoniert in der weißen Schokolade mit den getrockneten Cranberries vorzüglich. Ich hatte ein wenig Angst, dass es nach dem Duftsäckchen aus Ommas Schlüpferschrank schmeckt. Tut es aber nicht.

7 (1 von 1)

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Falls Ihr jetzt also auch keine Lust mehr habt auf Blumensträuße und Schokolade vom Ritter zu warten, empfehle ich Euch: Rafft Eure Röcke, bestellt Euch Blüten, kauft die beste Kuvertüre und macht Euch Euren eignen Schokoladen-Blumen-Blüten-Strauß. Nur für Euch. Oder für jemand ganz besonderen.

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Ich schenke meine Schokolade heute dem Herbaversum, denn dort geht es heute um das Thema „Essbare Blüten“. Hier findet Ihr ganz viele Verwendungsmöglichkeiten von frischen und getrockneten Blüten.

Und falls Ihr auch Lust habt Schokolade mit Blüten zu verfeinern steht hier wie es geht:

5.0 from 5 reviews
Schokoladenriegel mit getrockneten Blüten
 
Author:
Ingredients
  • Für jeweils 4 Riegel:
  • 200 g Vollmilchkuvertüre
  • 100 g ganze gehäutete Mandeln
  • 2 EL getrocknete Kornblumen-Ringelblumen-Mischung
  • 200 g Vollmilchkuvertüre
  • 2 EL getrocknete Rosenblüten-Nanaminze-Mischung
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 100 g gehackte getrocknete Cranberries
  • 2 EL getrocknete Lavendelblüten
Instructions
  1. Für jede Riegelsorte schmelzt Ihr die Schokolade in einem Topf über dem Wasserbad. (Achtet unbedingt darauf, dass kein Tropfen Wasser in die Schokolade gelangt!)
  2. Die Schokolade hat jetzt eine Temperatur von 40-45°C.
  3. Nun kühlt ihr die Schokolade auf 27°C herunter. Das geht am besten in dem ihr den Topf kurz in kaltes Wasser haltet-Achtung kein Wasser in die Schokolade!
  4. Nun muss die Schokolade wieder leicht auf 35°C erwärmt werden, das geht ziemlich schnell.
  5. Dieser Vorgang ist wichtig, damit die Schokolade in Eurem Mund schmelzen kann, aber zuvor fest ist.
  6. Jetzt könnt Ihr die flüssige Kuvertüre in Eure Form füllen. Hier könnt Ihr auch einfache Eiswürfelformen aus Silikon oder kleine Pralinenformen nehmen.
  7. Stellt die Schokoladenform auf ein Brett und klopf sie ein paar Mal kräftig auf, damit alle Luftblasen entweichen können.
  8. Dann drückt Ihr direkt nach Belieben die Mandeln oder Cranberries in die flüssige Schokolade und bestreut alles mit den trockenen Blüten Eurer Wahl.
  9. Stellt das Brett für 15 Minuten in den Kühlschrank.
  10. Danach ist die Schokolade schon so fest, dass Ihr sie aus der Form lösen könnt und sie anschließend bei Raumtemperatur weiter fest werden lasst.

Für alle denen das zu aufwendig ist, die aber gerne trotzdem solch eine Schokolade versuchen möchten, können sich hier die Tafeln schon fertig bestellen.

Ich wünsche Euch einen Tag mit edlen Rittern, Blumensträußen die per Hand von der Wiese gepflückt wurden und Schokolade die von ganz weit weg extra für Euch importiert wurde. Weil das aber utopisch ist, wünsche ich Euch einfach einen wunderschönen Tag. Genießt die kleinen Augenblicke und sei es ein Strauß von der Tankstelle, denn der Gedanke zählt ;-)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Blüten-Spezial

 

 

Eine Entscheidungsfrage {Dreierlei Schokoladenmousse}

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Kann mir mal bitte jemand verraten, warum man sich im Leben permanent entscheiden muss?
Mich bringen Menschen, die sich nie für hop oder top entscheiden können, zur Verzweiflung, da ich ein Mensch bin, der sich relativ schnell und intuitiv aus dem Bauch heraus entscheidet. Natürlich nicht immer richtig und oft mit den Folgen einen Fehler gemacht zu haben. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Zum Glück treffe ich aber meistens doch die richtige Entscheidung- zumindest bei vielen Dingen, die im Leben wichtig sind. Bei so banalen Alltagsentscheidungen scheitere ich aber auch häufig.

Der Klassiker ist die übervolle Supermarktkasse. Es ist mir ohnehin ein Rätsel, warum zu Stoßzeiten nur 2 von 5 Kassen geöffnet sind und Menschen, die den ganzen Tag Zeit hätten den Supermarkt zu belagern, ausgerechnet dann etwas besorgen müssen, wenn berufstätige kurz nach Feierabend einkaufen. Egal, das ist ein anderes Thema. Grundsätzlich entscheide ich mich in dieser Situation falsch und stelle mich genau an die Kassenschlange an, an der dann eine Preisabfrage oder ein Umtausch oder ein ausgedehntes Schwätzchen mit der Kassiererin gehalten werden muss. In der Küche verhält es sich zuweilen ähnlich.
Selbst beim Backen eines banalen Kuchens wird einem eine Entscheidung abverlangt. Im Rezept heißt es: „…backen sie den Kuchen bei 180 ° C auf der mittleren Schiene…“. Äh, meine Backofen hat 4 Schienen. Welche ist da bitte die Mittlere?
Oder ich entscheide mich morgens für ein weißes T-Shirt und in der Mittagspause für eine Bank im Park unter einem Baum. Eine dicke Taube hat sich für denselben Baum nur eine Etage höher entschieden und den Ast zu einem Dixi-Klo-Häuschen umfunktioniert (ungeachtet meiner Wenigkeit im weißen Shirt darunter sitzend).
Natürlich sind das alles keine lebenswichtigen Entscheidungen, aber das sollten ja auch nur Beispiele sein, wie man sich unbewusst ständig bei den kleinsten Dingen im Alltag entscheiden muss. Manchmal kann man aber dem Schicksal auch eins vors Knie treten. Man entscheidet sich einfach für ALLES!

Schokoladenmousse3

In diesem Fall geht es um eine wirklich existenzielle Entscheidung: Schokoladenmousse. Geradezu eine lebenswichtig Entscheidung, wie Ihr sicherlich versteht. Und ich kann nur sagen: Jaaaa, manchmal wirklich lebenswichtig! Und zwar genau dann, wenn die Nerven blank liegen und man eine volle Dröhnung Zucker braucht. Zucker aber nicht in Form von Würfeln, sondern in Schokoladenform. Die dann aber auch nicht als Tafel, sondern als Mousse, weil es sich sinnlich anfühlen soll. Löffelablecken ist für mich sinnlicher als Schokolade zu lutschen. Also sinnliches Schokoladenmousse. So. Und bei drei verschiedenen Sorten Schokolade fällt die Wahl verständlicher Weise schwer. Nein, heute keine Entscheidungen! Heute einmal ALLES bitte! Und gerne gaaaanz viel von allem! Herausgekommen ist dann das hier:

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Dreierlei sinnliches Schokoladenmousse mit noch sinnlicherem Baiserhäubchen.

So, und nun komme ich wieder kurz auf das Thema „Aus Fehlern lernt man“ zurück: Die Entscheidung für dreierlei Mousse war total richtig. Die Entscheidung gleich 3 Gläser hintereinander weg zu vertilgen war absolut falsch! Und den klebrigen Danach-Durst mit super sprudeligem Mineralwasser zu stillen noch falscher (ich sag nur: Schokomousse verstopft den Hals und Megablubber-Mineralwasser schwimmt obenauf *gulp*). Aber die aller falscheste Entscheidung von allen (jaaaa ich weiß es gibt keine Steigerung von falsch) war, sich am nächsten Tag auf die Waage zu stellen. Keine Kommentare dazu bitte!

Schokoladenmousse2

So, und an dieser Stelle beende ich dann auch den Ausflug in die Welt der Entscheidungsfindung. Denn letztlich muss ja jeder immer selbst für sich entscheiden was die (vielleicht) richtige Entscheidung in der jeweiligen Situation ist. Schließlich muss ja jeder auch selbst mit den Konsequenzen leben. Aber dreierlei Schokomousse ist echt ne gute Entscheidung- ever! Das nur so by the way ;)

Schokoladenmousse6

Solltet Ihr Euch also dazu entscheiden auch die volle Schokoladendröhnung haben zu wollen, hier ist das Rezept:

5.0 from 6 reviews
Dreierlei Schokoladenmousse
 
Ingredients
  • Pro Mousseschicht:
  • 2 Tafeln Schokolade
  • 3 Ei(er)
  • 200 ml Sahne
  • 40 g Zucker
  • 50 g Butter
  • Baiserhaube:
  • 2 Eiweiß
  • 100 g gesiebter Puderzucker
Instructions
  1. Die Eier trennen.
  2. Das Eiweiß und die Sahne separat steif schlagen.
  3. Butter mit Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen.
  4. Dann die Eigelbe in einer großen Schüssel mit 2 EL heißem Wasser cremig schlagen, den Zucker einrühren bis die Masse hell und cremig ist.
  5. Die geschmolzene Schokolade unterheben, anschließend sofort Eischnee und Sahne unterziehen.
  6. Die Mousse jeweils in ein Glas füllen und 2 Std. Kühlen.
  7. Dann die nächste Mousse mit anderer Schokolade genauso zubereiten und auf die 1. Mousseschicht füllen. Jetzt wieder 2 Std. kühlen.
  8. Anschließend Mousse Nr. 3 zubereiten und ebenfalls ins Glas füllen und wieder kühlen.
  9. Für die Baiserschicht die Eiweiße mit dem Puderzucker steif schlagen und mit einem Spritzbeutel auf die Mousse spritzen.
  10. Dann mit einem Brenner kurz bräunen.

Ich wünsche Euch allen einen Tag an dem Ihr die richtigen Entscheidungen trefft und Euch nicht ärgert auch mal falsch entschieden zu haben.

Happy Friday !

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Mango-Kokos-Torte dank Frischkäseüberschuss

Mango&Kokos-Torte1

Seit ungefähr einer Woche herrscht akuter Frischkäseüberschuss im House No.15. Dass dem ein oder anderen jetzt die Frage auf der Zunge liegt, was zum Henker bitte Frischkäseüberschuss ist und wie so etwas entstehen kann, verstehe ich gut. Zur Aufklärung:

Das House No. 15 besitzt einen ziemlich großen Kühlschrank. Einer der nicht mal ein Gefrierfach hat, damit noch mehr reinpasst und nicht von unnützem Tiefkühlgut belagert wird. (Anmerkung: würde ich mir nie wieder kaufen). Egal. Und wer kennt das nicht: hat man viel Platz, hat man auch viel Zeug. Dieses Prinzip gilt auch ein wenig für meinen Kühlschrank. Es könnte eine Hungersnot in meiner Straße ausbrechen und ich könnte wahrscheinlich die umliegenden Straßen auch noch mit versorgen.

Das klingt jetzt so, als ob ich Lebensmittel horte. Nein, das mache ich ganz bestimmt nicht! Aber allein der Salat und das Grünzeug für Herrn Fix (das House-Meerschwein) belagert schon ein ganzes Fach. Dann ein Fach (ein kleines) mit Marmeladen und Co. Eins mit Joghurt, eins mit Käse, eins mit… Ich wollte Euch jetzt gar nicht so genau mein Kühlschrankinnenleben beschreiben, nur so vie: Ich hatte Lust auf Frischkäse und schaute vorm Einkaufen in den Kühlschrak, ob noch welcher da sei. Da ich keinen sah, wanderte Frischkäse mit auf meine Liste und dann auch gleich beim Einkaufen in den Wagen. Frischkäse hält sich ja, also gab‘s gleich 3 Packungen (die vom Discounter mit 400g Inhalt!). Zuhause sortiere ich meine Sachen in den Kühlschrank, und entdecke ganz hinten, hinter einem unscheinbaren Becher Buttermilch 3 Packungen Frischkäse (vom Discounter mit 400g Inhalt…). Und was soll ich Euch sagen? Kurzzeitig wohnten also 2,4kg Frischkäse in meiner Kühlkammer. Seit einer Woche esse ich nur noch Frischkäse auf meinem Brot: mal mit Schnittlauch drauf, mal mit Marmelade, mal mit Banane und Honig,… Es wird einfach nicht weniger. Und auch wenn da MHD bis zum 30.05.2015 darauf steht, kein Mensch kann so viel Frischkäse essen!

Mango& Kokos-Torte2

Und dann kam mir die zündende Idee.
Bei Clara von Tastesheriff geht nämlich ab heute “ich back’s mir“ in eine neue Runde. Das Thema dafür lautet: Torten. Ha…ich und Torten!… Is ja eigentlich nicht ganz so mein Thema, aber der Frischkäse muss ja weg! Und da ich den Ofen gerade zur wöchentlichen Reinigung mit Reinigungsschaum eingesprüht habe, konnte dieser zum Backen auch nicht genutzt werden. Also ein Kuchen, äh Torte , ohne backen. Toll, dass auch gerade mein Mango- und Limettenbaum im Garten in voller Blüte steht und ich mir die reifen Früchte einfach vom Boden sammeln kann. *schenkelklatsch Nein, ich hatte noch eine ziemlich reife Mango von einem Frühstücks-Smoothie übrig und ein paar Limetten vom letzten Cocktailabend. Motto heute: alles muss raus!

Deshalb präsentiere ich Euch heute meine schon etwas sommerlich anmutende MANGO-KOKOS-LIMETTEN-TORTE… Tadaaaaaaaaaaaaaaaaa und Tusch!

Mango&Kokos-Torte6

Nicht gebacken, nur gekühlt und wirklich sehr sehr lecker. Und 1,5 Packungen Frischkäse waren dann auch damit vernichtet. Ich liebe es wenn ein Plan aufgeht!

Mango&Kokos-Torte5

Damit Ihr aber auch wisst was außer Frischkäse noch so in die Torte rein muss, zeige ich Euch hier das Rezept:

5.0 from 6 reviews
Mango-Kokos-Torte
 
Author:
Ingredients
  • Boden:
  • 150 g Butterkekse
  • 130 g Butter
  • 40 g Kokosraspeln
  • Belag:
  • 600 g Frischkäse
  • 300g Joghurt
  • Saft von 2 Limetten
  • 6 Blatt Gelantine
  • 75 g Zucker
  • 1 Mango gewürfelt
  • 150ml Mangosaft
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 EL Kokosraspel
Instructions
  1. Zuerst zerkleinert Ihr die Butterkekse mit Hilfe eines Nudelholzes zu feinen Krümeln und vermischt sie mit den Kokosraspeln.
  2. Butter schmelzen und unter die Krümelmasse rühren.
  3. Alles in eine mit Backpapier ausgelegte 26cm Springform geben und fest mit einem Löffel andrücken und einen Boden formen.
  4. Stellt die Form in den Kühlschrank, während Ihr den Belag vorbereitet.
  5. Hierfür verrührt Ihr den Frischkäse mit dem Joghurt, dem Zucker und dem Limettensaft.
  6. Die Gelantine weicht ihr kurz iin Wasser ein, drückt sie aus und löst sie bei geringer Hitze in einem Topf auf, bis sie flüssig ist. Dann gebt einen EL der Frischkäsemasse in die Gelantine, verrührt alles gut und mischt die Gelantine zügig mit dem Handmixer unter die Frischkäsemasse.
  7. /3 der Mangostücke hebt Ihr nun unter die Creme und verteilt alles auf dem Tortenboden.
  8. Jetzt wandert die Torte für ca. 4 Stunden in den Kühlschrank.
  9. Die übrigen Mangostücke kocht Ihr mit dem 50 ml Mangosaft ein und püriert das Ganze.
  10. In dem restlichen Saft rührt Ihr die Speisestärke an und kocht alles mit dem Mangopüree kurz unter ständigem Rühren auf.
  11. Das Mangokompott wird nun auf die gekühlte Torte gestrichen und muss nochmal 1 std. in den Kühlschrank.
  12. Danach die Torte mit Mango, Limette und Kokosstreusel nach Belieben garnieren.

Mango&Kokos-Torte7

Seid Ihr eigentlich in Eurer Kühlschranklagerung sehr ordentlich? Abgesehen vom regelmäßigen Saubermachen versteht sich. Hat alles bei Euch seinen eigenen Platz oder verstaut Ihr die Sachen da wo es gerade passt und sich eine Lücke findet?

Ich hoffe Ihr habt heute alle einen kuscheligen Sonntag!

Bis bald

Eure

Tanja

aus dem House No.15

ichbacksmir tastesheriff

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