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Lammkarree ° Graupenrisotto ° Blumenkohl

{…Achtung Wortspiel: Lamm from(m) Vogelsberg…}

Lammkarree So liebe Leute, habt Ihr mal auf den Kalender geschaut?
Yes… die Hälfte der Arbeitswoche ist angebrochen und das bedeutet:
Es ist MEATWOCH.
Zeit sich der Fleischeslust hinzugeben und zu feiern, dass die ersten Tage der Woche geschafft sind (oder dass noch zwei weitere großartige Tage vor uns liegen- je nach Laune und Stimmung, wie die Woche so läuft).

An diesem MEATWOCH möchte ich Euch einen wunderbaren Betrieb im schönen Vogelsberg vorstellen. Wir reisen nach Lauterbach in Hessen und besuchen die Metzgerei Steiger.

Hier wird noch nach alter Tradition des Fleischerhandwerks geschlachtet, gewurstet und Fleisch verarbeitet. Das Produktspektrum ist sehr hochwertig und vielfältig.

Ganz besonders möchte ich heute auf deren Lammfleisch eingehen:
Seit nunmehr 40 Jahren werden hier (vorwiegend in Freilandhaltung) Schwarzkopf Schafe gezüchtet und geschlachtet.
Der Vogelsberg ist mit ca. 2500 km² das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Durch den vulkanischen Ursprung der Region besteht eine sehr hohe Mineralstoffdichte in den Grünflächen und auf den Weideflächen sind zahlreiche Trinkwasserquellen vorhanden.
Durch diese besondere Weidehaltung wird der Geschmack, die Fleischfarbe und natürlich auch die Konsistenz des Fleisches maßgeblich beeinflusst.
Das vorherrschende Klima in dieser Region spielt dabei zusätzlich eine große Rolle.

Die Metzgerei Steiger überlässt nichts dem Zufall.
Hier wird alles mit Herz und Hand gemacht: die Auswahl der Tiere, die Zucht, die Fütterung und schlussendlich die Schlachtung und Fleischbehandlung.
Alles getreu dem Motto: „Genuss ist da wo Phantasie ist!“.
Tradition und Innovation. Alles in einem Betrieb.

Und genau DAS schmeckt man, wie ich selbst feststellen durfte, als ich ein wunderbares Lammkarree der Metzgerei Steiger zubereiten durfte.
Der Geschmack war unglaublich fein, das Fleisch zerging auf der Zunge und hatte eine ganz besondere Lamm-Note.
Ich persönlich esse sehr gerne Lammfleisch und durfte in diesem Jahr auch schon selbst bei einer Schlachtung dabei sein und mitwirken (dazu übrigens demnächst mehr!). Dennoch kenne ich sehr viele Leute, die bei Lammfleisch die Nase rümpfen und behaupten den intensive Geschmack nicht sonderlich schmackhaft zu finden.
All denen sei gesagt: Die Art und Weise der Haltung, der Fütterung, der Schlachtung und letztendlich der Zubereitung ist maßgeblich für den Geschmack. Und alle, die denken, dass Lamm gleich nach altem Hammel und Streichelzoo schmecken muss, sei gesagt: NEIN! Dem ist nicht so! Denn wenn bei allem so auf das Wohlergehen der Tiere geachtet wird, wie bei der Metzgerei Steiger, wird man einen feien Lammgeschmack und unglaublich gutes Fleisch bekommen.

Für die Metzgerei Steiger vergebe ich 10 von 10 *Umami-Punkten!

Wer also mal im schönen Vogelsberg unterwegs ist, sollte auf jeden Fall einen Besuch in der Metzgerei Steiger einplanen. Die Produktpalette reicht natürlich über Lammfleisch weit hinaus und auch Rind und Schwein und besondere regionale Wurstwaren werden hier in bester Qualität angeboten.

Metzgerei Werner Steiger
Helmut Casper Weg 2
36341 Lauterbach
Telefon:+49 6638 272
Fax: +49 6638 919594
E-Mail:fleischerei.steiger@t-online.de

Lammkarree

Wer mehr erfahren möchte schaut einfach mal auf der Seite der Metzgerei vorbei.
Und alle, die jetzt Lust haben selbst mal Lammkarree zu zubereiten, denen möchte ich dieses Rezept gerne ans Herz legen.
Lammkarree mit Graupenrisotto und buntem Blumenkohl. Für mich eine wirklich tolle Kombination, die nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge anspricht:

Lammkarree ° Graupenrisotto ° Blumenkohl
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Lammkarree:
  • 2 Lammkarree, (à 450 g)
  • schwarzer Pfeffer, oder eine Pfeffermischung
  • Meersalz
  • 2 El Öl
  • 4 Stiele Thymian
  • Graupenrisotto:
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 12 Safranfäden
  • 4 Stiele glatte Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Perlgraupen (mittelgrob)
  • 50 ml Weißwein
  • 4 EL Parmesan
  • 1 EL Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zitronensaft

  • Bunter Blumenkohl:
  • 500 gr bunter Blumenkohl
  • 100 gr Parmesan, fein gerieben
  • 2 EL natives Olivenöl
  • 2 EL mildes Olivenöl
  • Meersalz
  • Schwarzer Pfeffer
  • Eine Hand voll Petersilie, gehackt
Instructions
  1. Lammkarree:
  2. El Öl in einer Pfanne erhitzen. Lamm von beiden Seiten anbraten, Thymian zugeben. Lamm auf der Knochenseite im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad (Gas 1-2, Umluft 160 Grad) auf der untersten Schiene 20 Minuten garen. Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
  3. Lamm mit Pfeffer und Salz würzen
  4. Dann zwischen den Knochen in Scheiben schneiden.

  5. Graupenrisotto:
  6. Zwiebel und 1 Knoblauchzehe fein würfeln. 700 ml Gemüsebrühe aufkochen und warm halten. 12 Safranfäden in 50 ml warmem Wasser einweichen. Blätter von 4 Stielen glatter Petersilie hacken.
  7. El Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten. 150 g Perlgraupen zugeben und unter Rühren 2 Min. mitdünsten. Mit 50 ml Weißwein ablöschen und einkochen.
  8. Ein Drittel der Brühe zugießen und bei mittlerer Hitze unter Rühren einkochen, bis die Graupen die Flüssigkeit aufgenommen haben. Diesen Vorgang mit der restlichen Brühe zweimal wiederholen, sodass die Graupen 25 Min. kochen. Safran 5 Min. vor Ende der Garzeit untermischen.
  9. EL geriebenen Parmesan und 1 EL Butter untermischen. Graupen-Risotto mit Salz, Pfeffer und einigen Spritzern Zitronensaft abschmecken.

  10. Bunter Blumenkohl:
  11. In einer kleinen Schüssel den Parmesan mit den beiden Ölsorten verrühren. Mit Meersalz und Pfeffer würzen.
  12. In einem Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Den Blumenkohl in Röschen teilen, ins kochende Wasser geben und 4-5 Minuten garen. Er sollte noch bissfest sein. Abgießen und abtropfen lassen.
  13. Den Blumenkohl mit dem Parmesanöl in einer Servierschüssel vorsichtig vermischen, so dass die Röschen gleichmäßig überzogen sind.

  14. Das Fleisch mit dem Risotto und dem Blumenkohl auf Tellern anrichten und servieren.

Für alle die wie ich so gerne Lamm mögen, kann ich  diesen Lammeintopf wärmstens für die kalten Wintertage empfehlen.

Und zum Abschluss mal wieder die MEATWOCHs-Parole:

AUGEN AUF BEIM FLEISCHEINKAUF!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

*Umami (aus dem Japanischen: Schmackhaftigkeit) ist der 5. Geschmackssinn. Neben süß, sauer, salzig und bitter ist umami die gustatorische Sinneswahrnehmumg für fleischig, würzig, wohlschmeckend.

Pfifferling-Pesto

{…Pilzbefall in angenehm…}

Pfifferling-Pesto So Herrschaften,
auch wenn jetzt Wochenende ist, heißt das nicht automatisch, dass man viel Zeit hat.
Ihr wisst: das Thema Freizeitstress, usw.

Und deshalb fackel ich auch gar nicht lange rum, denn heute könnt Ihr es mal wieder
AUF DIE SCHNELLE MIT DER HOUSEDAME machen.
Heute sogar exklusiv mit Pilzbefall…
Ähm, also ich wollte sagen: „Heute gibt es was mit Pilzen!“

Ich habe vor Kurzem noch ein paar Pfifferlinge ergattern können, konnte sie aber nicht sofort zubereiten. Was liegt also näher sie in Form von Pesto etwas länger haltbar zu machen?! Und da die Zubereitung von diesem Pesto wirklich ein schnelle Sache und kinderleicht ist, habe ich jetzt für die nächste Zeit immer mal ein schnelles und nicht alltägliches Gericht auf dem Tisch stehen. Dazu etwas cremigen Burrata, ein paar frittierte Salbeiblätter und schon ist ein perfekter Seelenfutter-Teller für einen gemütlichen Herbsttag angerichtet.
Wer gerne mehr Zeit investiert, der macht sich die Nudeln noch selbst.

Pfifferling-Pesto

Wollt Ihr Euch auch Pilze holen?
(das funktioniert nämlich auch bestens mit Champignons, Kräuterseitlingen, usw.)

Und wer noch weitere Verwendungen von Pilzen sucht, schaut sich mal z.B. diese köstliche (vegane) Pilzpfanne an.

Pfifferling-Pesto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 250g Pfifferlinge
  • 1 Knoblauchzehe
  • 30g Pinienkerne
  • 30g Parmesan
  • 150 ml bestes Olivenöl
  • 8-10 Salbeiblätter fein gehakt
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Instructions
  1. Die Pfifferlinge putzen und in Stücke schneiden.
  2. Im heissen Olivenöl anbraten.
  3. Den Knoblauch grob hacken und ebenfalls anbraten.
  4. Jetzt die Pilze mit Salz bestreuen und weiter garen lassen.
  5. Die Pfifferlinge aus der Pfanne nehmen und gut abkühlen.
  6. In der Zwischenzeit die Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten und anschliessend abkühlen lassen.
  7. Nun alle Zutaten, bis auf das Olivenöl, mit dem Mixer zerkleinern. (das Pesto kann nach Belieben gröber oder feiner gemixt werden)
  8. Das Olivenöl zum Schluss hinzufügen und den Salbei unterrühren
  9. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

  10. Das fertige Pesto in Gläser abfüllen und mit Olivenöl bedecken.
  11. So ist das Petso ca. zwei bis drei Wochen im Kühlschrank haltbar.
  12. Die Nudeln al dente kochen.
  13. Die Teigwaren abgiessen, so dass noch etwas Restwasser im Topf übrig bleibt.
  14. Jetzt die Nudeln wieder in den Topf zurückgeben und mit dem Pesto vermischen. Wer möchte kann noch 1-2 EL Sahne hinzufügen.
  15. Mit Burrata und frittiertem Salbei servieren.

Grundrezept Pastateig
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 400 g Hartweizenmehl
  • (oder 200 g Hartweizengrieß und 200 g Mehl Type 405)
  • 4 Eigelb
  • 1 Ei
  • 4 TL Olivenöl
Instructions
  1. Das Mehl auf der Arbeitsplatte anhäufeln und in die Mitte eine große Mulde drücken. In diese die Eigelbe und das Ei hineingeben.
  2. Das Ei mit etwas Mehl vom Rand mit einer Gabel verrühren.
  3. Nach und nach so viel Mehl unterrühren, bis der Brei recht fest wird und sich kaum mehr mit der Gabel verarbeiten lässt.
  4. Den Teig nun mit immer mehr Mehl verkneten. Dabei das Öl und esslöffelweise gerade so viel Wasser zufügen, dass der Teig nicht klebt. (Der Teig sollte möglichst fest sein.)
  5. Kräftig durchkneten und in Klarsichtfolie gewickelt 30 Minuten ruhen lassen.
  6. Nachdem der Teig geruht hat, wird er mit Hilfe einer Pastamaschine oder per Hand ausgerollt. Für eine schöne Konsistenz den Teig mehrfach durch die größte Einstellung der Pastamaschine drehen. (Der Teig darf dabei ruhig anfangs noch etwas brüchig sein, er wird durch das Durchdrehen geschmeidiger.)
  7. Ist der Teig noch zu weich, bestäube die Platten mit ein wenig Mehl.
  8. Nach und nach kannst Du dann die Dicke reduzieren (in 2-Stufen-Schritten möglich.)
  9. Für die meisten Pastasorten gilt, dass sie mit der dünnsten Einstellung ausgewalzt werden. Bandnudeln vertragen eine größere Stärke und schmecken besonders herzhaft, wenn sie eine Stufe dicker ausgerollt werden.

 

Pfifferling-Pesto

Bis bald und bleibt anständig!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Teller: Churchill 1795 Serie Stonecast
Olivenöl: Kyklopas 

Königsberger Klopse nach Oma-Gisela-Art

{…wenn sich die Völkerwanderung of love in Bewegung setzt…}

Königsberger Klopse

Wusstet Ihr, dass ca. jede 8. Beziehung in Deutschland eine Fernbeziehung ist?
Das heißt, dass sich ein Tross von rund einer halben Millionen Menschen (meist) am Wochenende auf die Reise zu dem oder der Liebsten begibt.
Die Reiseunterlagen haben das Ziel „hier bei mir“ oder „dort bei dir“. Klingt romantisch, oder? Naja… wenn man es sich schön redet und dabei denkt: “Ach, da komme ich am Wochenende mal raus…!“ funktioniert das vielleicht.
In Wahrheit sieht die Sache ganz anders aus….

120 Minuten versus 264 km

Freitagsmorgens: Der Rollkoffer macht um 8 Uhr in der Frühe schleifende Geräusche, wenn er hinter der Wochenend-Beziehungs-Person über den Parkettboden im Büro her rollt, um dann in einer Ecke geparkt zu werden. Kurz vor 17 Uhr betet man dann, dass der Chef nicht noch spontan ein Meeting einberuft, so dass man dann pünktlich um 18 Uhr im Zug oder im Auto sitzt und in die Richtung Wochenend-Zweit-Heimat aufbrechen kann. Ich kann selbst ein Lied davon singen, denn ich bin seit einem Jahr selbst aktives Mitglied der „Völkerwanderung of Love“. Ich kenne mittlerweile die grauenvolle und völlig überteuerte Speise- und Getränkekarte der Deutschen Bahn in- und auswendig, weiß wie mein Sitznachbar heißt und freue mich schon immer auf die schlürfenden Geräusche, die er beim Trinken seines Capuccino macht. Die Strecke Frankfurt-Nürnberg wird für mich nicht in 264km, sondern in 120 Minuten gemessen. Nehme ich das Auto werden, dank der wunderbaren Baustellen auf der Strecke, direkt mal 180-240 Minuten daraus. Allerdings kann ich dann wenigstens lautstark zu meiner Musik mitgrölen, ohne gleich verhaftet zu werden und werde auch nicht durch den Geruch von Fertig-Königsberger-Klopsen im Zugabteil belästigt.

Damit der Wochenendtrip nicht immer einem Umzug gleicht, sind Dinge wie Zahnbürste, Shampoo und Duschgel, Pyjama, Joggingschuhe und Handyaufladekabel bereist in doppelter Ausführung angeschafft worden und „hier“, bzw. „dort“ deponiert worden. Man hat auf dem Weg ins Wochenende vielleicht die neue Jeans an und war vorher nochmal auf der Sonnenbank, denn schließlich möchte man ja attraktiv, gesund gebräunt und nicht abgearbeitet beige aussehen, wenn man endlich auf seine/n Liebste/n trifft.

Königsberger Klopse

Alle Regler hoch- es ist Wochenende!

Fragt man Wochenbeziehungs-Betreiber (nennt man das so?), wie denn das Wochenende so war, wird natürlich immer mit „schööön“ geantwortet. Und mal ganz ehrlich, was soll man darauf auch anderes antworten, nach all den Kilometern und dem Leben aus der Reisetasche?
Die Regler am Wochenende werden schwungvoll nach oben gedreht. Essen gehen am Freitag, Veranstaltung am Samstag, Flohmarkt am Sonntag, irgendwann ausgedehnt frühstücken, vielleicht noch einen Film auf der Couch ansehen. Das Wochenende wird ausgequetscht wie eine Orange, bloß keine Minute vergeuden.
Manche Leute füllen eine Woche Urlaub mit all dem was man in einer Wochenendbeziehung in 48 Stunden verpresst.
Der schönste Tag ist der Samstag, denn man hat ja noch „morgen“. Dafür fühlt sich dann der Sonntag an wie der letzte Tag der Schulferien, an dem man dann irgendwann wieder in sein „Single-Leben“ zurückreist.

Mal ganz ehrlich: wer sagt, dass er Fernbeziehungen toll findet, ist für mich bescheuert!
Ich bin wirklich kein neidischer Mensch, aber wenn ich Paare an einem Mittwoch z.B. gemeinsam in die Waschstraße fahren sehe, weil an diesem Tag dort immer happy hour ist, bin ich neidisch. Überhaupt auf alle die ganz banalen Dinge, die „normale“ Paare unter der Woche zusammen machen können. Spießigkeit kann so schön sein….

Stille

Tja, und dann, wenn der Sonntag da ist…? Dann packt man wieder seine Tasche, wirft sie entweder ins Auto oder begibt sich damit wieder zum Bahnhof.
Sonntags ist es immer sehr still auf der Rückfahrt im ICE. Die meisten haben Ihre Ohrstöpsel im Ohr und lassen das Wochenende nachklingen. Die Haut riecht nicht mehr nur nach einem selbst, sondern nach dem Menschen von dem man sich jetzt Stück für Stück immer weiter entfernt. Man will mit keinem reden, starrt vor sich hin in die beginnende Dunkelheit.
Dann sieht man die Lichter seines Zielbahnhofs, steigt aus und geht nach Hause.

Das Handy leuchtet auf und man antwortet ein bisschen traurig und auch ein bisschen glücklich: „Ich dich auch!

Königsberger Klopse

Und weil Königsberger Klopse eines meiner Lieblingsessen ist (die besten hat mir nämlich immer meine Oma Gisela gemacht), zeige ich Euch heute hier mal wie die richtig gemacht werden.
Vielleicht schicke ich das Rezept mal an die Deutsche Bahn, in der Hoffnung, dass das was dort als Königsberger Klopse verkauft wird, mal optimiert wird…

(Wer noch nach einem anderen Rezept mit Hackfleisch sucht, wird bei diesem Flammkuchen übrigens auch fündig.)

Ich wünsche Euch allen ein tolles Wochenende, ob „hier“ oder „dort“.
Ich bin dann mal wieder weg…

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Königsberger Klopse
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Zutaten
  • Für 6 Portionen
  • 1 altbackenes Brötchen, ca. 40 g
  • 80 g Schalotten
  • 6 Stiele glatte Petersilie
  • 20 g Butter
  • 3 Sardellenfilets, ca. 20 g
  • 600 g Kalbfleisch, aus der Schulter
  • 15 g Speck, mild geräuchert
  • 2 Eier , Kl.M
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Tl Macis, Muskatblüte, fein zerrieben
  • Zitronenschale, fein abgerieben von ½ Biozitrone
  • 800 g Kartoffeln, klein, z.B. Bio-Linda
  • 20 g Butter
  • 4 Stiele krause Petersilie
  • 3 Gläser Kapern, à 40 g, z.B. Nonpareilles
  • 1 Zwiebel, klein
  • 2 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 250 ml Kalbsfond
  • 250 ml Weißwein
  • 100 g Butter
  • 250 ml Schlagsahne
  • 3 El Mehl
  • 150 ml Milch
  • 2 El Zitronensaft
Instructions
  1. Für die Klopse das Brötchen in heißem Wasser einweichen, dann gut ausdrücken.
  2. Schalotten fein würfeln, die glatte Petersilienblätter abzupfen und fein schneiden.
  3. g Butter in einer Pfanne schmelzen, Schalotten darin 2 Minuten farblos dünsten. Die Petersilie unterrühren, beiseite stellen und kalt werden lassen.
  4. Jetzt die Sardellenfilets auf Küchenpapier abtropfen lassen und fein hacken.
  5. Eventuell Silberhaut, Fett und Sehnen vom Fleisch entfernen. Fleisch und Speck klein schneiden.
  6. Fleisch und Speck mit dem Brötchen, der Schalottenmischung und den Sardellenfilets zweimal durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen. Hackfleisch in einer Schüssel mit den Eiern gut mischen und mit Salz, Pfeffer, ½ Tl Macis und Zitronenschale einer halben Zitrone würzen. Aus der Masse ungefähr 20 Klopse (à ca. 45 g) formen und abgedeckt kalt stellen.
  7. In der Zwischenzeit Reis nach Packungsanleitung kochen.
  8. Die Kapern in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen, dabei den Kapernsud auffangen. Die Zwiebel mit Nelken und Lorbeer spicken.
  9. l Wasser mit Fond, Weißwein und gespickter Zwiebel einmal aufkochen. Die Klopse in den Fond geben und 8-10 Minuten leise sieden lassen. In einem zweiten Topf 40 g Butter schmelzen. Das Mehl unterrühren und kurz quellen lassen. Mit 500 ml Klopsfond gut verrühren und offen bei mittlerer Hitze 8-10 Minuten schwach kochen lassen. Sahne, Milch, 6 El Kapernsud und Zitronensaft zugeben und einmal aufkochen, dann mit Salz und restlichem Macis würzen. Restliche kalte Butter mit einem Schneidstab in der Sauce fein pürieren. Kapern zugeben. Klopse mit Sauce und Reis in vorgewärmten tiefen Tellern servieren.

 

Maronencreme-Suppe, Rosmarin-Grissini, geräucherte Entenbrust

{…eine Badezimmer-Analyse…}

Maronensuppe Ganz ehrlich, ich hab’ heute mal keinen blassen Schimmer wie ich die Kurve von dieser Story zum Thema Essen bekommen soll, ohne dass es unappetitlich wird… Aber ich wollte Euch die Gedankenwelt eines Mannes in Punkto „Badezimmer-Analyse einer Frau“, hinsichtlich deren „sonstigen Vorzügen“ nicht vorenthalten.
Ich versuche einfach mal dem Thema entgegen zusteuern und zeige Euch eine wirklich leckere Suppe für den Herbst.
Auch gut geeignet als Vorspeise für das Weihnachtsmenü. Nehmt Euch ein Süppchen und lernt Frank kennen:

Alsooo…. Vor Kurzem traf ich Frank nach einer gefühlten Ewigkeit wieder. Frank und ich wohnten über einen kurzen Zeitraum in einer gemeinsamen Wohnung, die aber für zwei exzentrische Personen nicht genug Raum bot (wenn ihr wisst was ich meine…)
Auch damals schon neigte Frank zu einer ungehemmten Analyse seiner, nennen wir es fröhlichen „Kurzeit-Beziehungen“, die früher bei uns ein und aus gingen. Meist abends ein…morgens aus, dann wurden sie nicht mehr gesehen… Nun…

Das Badezimmer einer Frau- die Büchse der Pandora

Frank hat sich irgendwie nicht wirklich verändert. Nachdem wir unweigerlich auf das Thema „Beziehungsstatus“ zu sprechen kamen, eröffnet er mir seine These, dass er nur in das Badezimmer einer Frau gehen müsste, um diese schon zu kennen, bevor „irgendetwas anderes“ stattgefunden hat.
Das Badezimmer einer Frau sei nämlich eine Art „Büchse der Pandora“, die man nur mit Vorsicht öffnen sollte. Ich überlege kurz, wie man mein Badezimmer wohl analysieren könnte und fordere einen Exkurs in die Welt eines Mannes mit reichem Erfahrungsschatz zum Thema „Badezimmer-Analyse“.

Wir nennen die Dame, deren Badezimmer Frank als „Fallbeispiel“ anführt, einfach mal Stefanie* (*Name von der Redaktion geändert)

„Als ich das erste Mal Stefanies Wohnung betrat, wehte mir ein sanfter Geruch von Vanille entgegen. Es erinnerte mich sofort an meinen ersten Golf vor 25 Jahren, an dessen Spiegel ein gelber Vanille-Duftbaum baumelte. Ich fühlte mich gleich heimisch. Der Nachmittag war sehr entspannt, man redete über dieses oder jenes. Irgendwann an diesem frühen Abend musste ich dann doch mal aufs Klo.
Ehrlich, Tanja- ich hatte Angst! Stephanie war echt toll und ich wollte mir meine Illusion über diese Frau nicht durch das Öffnen der „Büchse der Pandora“ zerstören lassen…. Aber was will man machen, wenn 1,5 Liter Kaffee sich den Weg nach draußen suchen?!“ Ich musste laut Lachen, denn Frank gehörte erfahrungsgemäß nicht unbedingt zur ängstlichen Sorte Mann.

Maronencremesuppe

Relax und setzt Dich!

„Ich betrete also Stephanies Badezimmer und entdecke als Erstes eine Ansammlung an Deko-Nippes, für den man wahrscheinlich im 1 Euro-Laden noch Geld mitbekommen hätte. Über der Badewanne kleben Blumen-Tribals und kleine Muscheln und Seesterne aus Plastik, die auf buntem Sand liegen, zieren ein Tablett. Daneben ein fetter goldener Buddha, der mir grinsend beim Pinkeln zusieht. Das erledige ich übrigens im Sitzen, denn ein Klebeschild an der Klospülung weist in Zeichensprache eindringlich darauf hin.
Mein Blick fällt auf die Fensterbank und ich betrachte die aneinandergereihten Holzbuchstaben, die das Wort RELAX ergeben. Äh, sorry, wie soll das denn hier gehen??? Relax… Ich bin verwirrt.
Ist das wirklich Stefanie? Die coole, direkte, sexy Frau, die ich vor 2 Tagen im Aufzug kennengelernt habe? Das passt doch irgendwie nicht zusammen….“
„Im Aufzug, so so…!“ unterbreche ich Frank und muss bei seinen Ausführungen schon wieder laut lachen, weshalb er mich mit einem tötenden Blick bestraft.

Willkommen in der Werkstatt

„Ja, und dann Tanja…. dann stellt man fest, dass gewisses Aussehen natürlich seinen Preis hat. Überall standen Tiegel, Tuben und Dosen mit Peelings, Puder, Cremes und Kuren, Lotion-Masken usw. herum. Immer mit dem Wort „Anti“. Anti-Cellulite, Anti-Falten, Anti-Aging, Anti, Anti, Anti… da kommt einem doch unweigerlich die Frage: „Wie sähe Stefanie wohl ohne diese ganzen Gegenmittel aus?!“ Mal von der herumliegenden Hardware in Form von Lockenwicklern, Glätteisen, Wimpernzange, Hornhaustraspel, usw. abgesehen. Tanja, das war kein Badezimmer! Das war ein Hobbyraum erster Güte- eine Werkstatt…!
Und dann merkte ich, dass eine entscheidende Sache in dieser „Werkstatt“ fehlte. Wo waren bitte die Zahnpasta-Spritzer am Spiegel, die Haarsträhnen vom Kämmen im Waschbecken, Kalkablagerungen auf den Armaturen…?
Da war einfach NICHTS! N I C H T S!“
Ich rollte mich fast auf dem Fußboden vor Lachen, wegen der bildlichen Ausführungen von Frank.

  Maronencremsuppe

Bergamotte, Moschus, Klostein

„Ich sitze also immer noch auf dem Klo und schaue mich schockiert um. Plötzlich ertönt ein „Pffffffff“ hinter mir und ich beginne schon an mir zu zweifeln, dass mir dieses Badezimmer sogar meine körperlichen Empfindungen raubt und ich nicht mal mehr merke, wenn aus mir Luft entweicht*. (Anmerkung: Frank benutze hierfür ein anderes Wort, was ich hinsichtlich des Themas „Foodblog“ abgeändert habe). Zum Glück zeigt sich schnell, dass ich nichts für dieses Geräusch konnte. Hinter mir steht ein Gebilde, was wohl einer Hand nachempfunden sein soll, dessen Daumen ein penetrant riechendes Öl in regelmäßig getakteten Abständen freigibt. Bergamotte? Moschus? Klostein? Ein migränefördernder Geruch umweht mich und legt sich in kleinen fein zerstäubten Mikropartikeln auf meinem Rücken nieder. Ob dieses Ding wohl einen Sensor hat, was die Verweildauer beim Toilettengang registriert und dementsprechend Duftstoffe absondert? Ich muss einfach raus hier! Der Fluchtgedanke wurde übermächtig. Während ich nach dem 4-lagigen Toilettenpapier greife, fällt mein Blick auf den Push-Up-BH aus Spitze, der über dem erwärmten Handtuchhalter baumelt (ob sie so einen auch in diesem Moment trägt?). Dann entdecke ich in der Dusche den Rasierer… (wo rasiert sie sich?), die Kontaktlinsen-Aufbewahrung und eine Beißschiene… (was sie wohl so sehr aufregt, dass sie nachts mit den Zähnen knirschen muss?) Ich entdecke beim Händewaschen eine Tinktur gegen Nagelpilz und stelle fest, dass Stefanie Melkfett benutzt. Melkfett?!? Äh, wofür?! Und dann die Seife… „Stop water while using me!“ stand darauf. Entweder ist Stefanie sehr umweltbewusst (was ich hoffte) oder sie gibt gerne bevormundend den Ton an. Ich verließ dann eilig das Badezimmer- ich hatte genug Informationen…“
„Und dann? Bist Du dann nach diesem Schock einfach stumm weggelaufen?“ fragte ich Frank und wollte mich schon wälzen vor lauter Lachen.
„Nö. Wir hatten einen echt schönen Abend und als wir uns dann verabschiedet haben, lud ich sie für zwei Tage später wörtlich in mein „PIPIKACKALAND“ ein.
Hat sie natürlich zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden…“

Was sagt Euer Badezimmer über Euch aus?

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Maronencremesuppe
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 3 kleine Schalotten
  • 6 Zweige Thymian
  • 250 g Maronen gegart
  • 20 g Butter
  • 600 ml Hühnerfond
  • 150 g Schlagsahne
  • 200 ml Milch
  • Meersalz
  • Piment d‘Espelette
Instructions
  1. Zuerst die Schalotten schälen und klein schneiden.
  2. Den Thymian abspülen und trocken schütteln.
  3. Die Maronen grob hacken, ein bis zwei Esslöffel beiseite legen.
  4. Von zwei Zweigen Thymian die Blättchen abstreifen.
  5. Die Butter erhitzen und Schalotten, Thymianblättchen und den größeren Teil der gehackten Maronen darin dünsten.
  6. Dann den Fond angießen und die Sahne dazu geben.
  7. Alles knapp 10 Minuten zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  8. Nun die Suppe mit dem Stabmixer pürieren und die Milch unterrühren.
  9. Mit Salz und Piment d'Espelette würzen.
  10. Den restlichen Thymian und die restlichen Maronen in Olivenöl anbraten und auf die Suppe geben.

Rosmarin-Grissini mit geräucherte Entenbrust
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Mehl, (Type 405)
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 1 Prise Zucker
  • 2 Tl Salz
  • 3 El Olivenöl
  • 2 El getrockneter Rosmarin, zum Bestreuen
  • 150 g geräucherte Entenbrust
Instructions
  1. Das Mehl mit der Hefe, dem Zucker, dem Salz und dem Olivenöl mischen und mit 275 ml lauwarmem Wasser ca. 10 Minuten so lange kneten, bis ein glatter und elastischer Teig entstanden ist.
  2. Den Teig in eine Schüssel legen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 10 Minuten gehen lassen.
  3. Den Ofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen.
  4. Den Teig aus der Schüssel nehmen, erneut durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1 cm dick zu einem Rechteck ausrollen.
  5. In 1 cm dicke Streifen schneiden und diese mit den Händen zu langen Strängen rund rollen.
  6. Die Teilstränge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und dünn mit etwas Wasser bepinseln und mit getrocknetem Rosmarin bestreuen.
  7. Für ca. 15 Min backen und ausgekühlt in einer luftdichten Dose aufbewahren.
  8. Als Beigabe zur Maronensuppe mit der geräucherten Entenbrust umwickeln und mit der Suppen anrichten.

 

 

Heidelbeer-Rotwein-Risotto-Liebe

{…die Sache mit der Liebe…}

Blaubeer-Risotto

Ich habe eine große Liebe.
Die Risottoliebe. Also, unter anderem die Risottoliebe…
Eine andere gibt es auch ;)

Die Sache mit der Liebe ist ja manchmal etwas unwegbar.

Habt Ihr Eure große Liebe schon gefunden?
Nein? Noch nicht?
Macht nix, denn es besteht Hoffung…!

Blaubeer-Risotto

Jeder hat 3 große Lieben

Laut Sozialpsychologen gibt es nämlich in jedem Leben drei große Lieben. Natürlich ist jede dieser Lieben anders, einzigartig und besonders und hat eine große Bedeutung für unsere Entwicklung.

Liebe Nr. 1

Die allererste Liebe ist etwas ganz Besonderes.
Meist erlebt man sie sehr jung und hat deshalb noch keine Vergleiche. Es ist alles neu. Der erst Kuss, das erste Mal… Man himmelt den anderen an und schwebt meist mit Pubertätspickeln im Gesicht auf der rosa Wolke über dem Schulhof. Man denkt, dass diese Liebe ewig hält. Allerdings ist man in diesem Alter noch sehr stark beeinflussbar und legt einen großen Wert auf die Meinung anderer. Die erste große Liebe hält in den allerseltensten Fällen für immer (aber auch das passiert natürlich!).

Liebe Nr. 2

Nachdem man den Trennungsschmerz von der allerersten Liebe verkraftet hat, wird man vorsichtiger.
Man hatte vielleicht in der Zwischenzeit den/die ein/e oder andere/n an seiner Seite und hat sich auf dem „Markt“ ein wenig umgesehen. Da man mittlerweile ein paar Erfahrungen gesammelt hat und nun weiß wie schnell eine Beziehung beendet sein kann und welchen Schmerz das mit sich zieht, geht man schon etwas kritischer an die Sache heran.
Bei der zweiten große Liebe ist man schon etwas reifer geworden. Der neue Partner ist gleichberechtigt, man weiß schon eher was man möchte und auch was man nicht mag, im Gegensatz zur großen Liebe Nr.1.
Dieses Wissen macht beide Partner kritischer und meinungsfreudiger, was häufig zu Diskussionen führt. Aber man ist in vielen Dingen auch leidenschaftlicher. Oftmals geht man bei der Liebe Nr.2 mehr mit dem Kopf an die Sache heran, möchte den anderen ändern, arbeitet an der Beziehung (was ja grundsätzlich nicht schlecht ist). Leider wird darüber hinaus manchmal vergessen auch einfach mal nur glücklich zu sein. Deshalb hält man häufig an Liebe Nr.2 lange fest, obwohl es vielleicht schon zu spät ist und man besser früher einen Schlussstrich gezogen hätte.
Laut Psychologen kann man dieser Liebe Nr.2 übrigens mehrfach begegnen, bis man die Liebe Nr.3 trifft. Auch ist eine Heirat und Kinder mit Liebe Nr.2 nicht selten.
Die zweite Liebe ist eine der wichtigsten Lieben in unserem Leben, da sie uns erkennen lässt was und wer uns glücklich macht, was man braucht und welche Form von Nähe und/oder Distanz für einen selbst richtig sind. Es ist eine lehrreiche Liebe.

Liebe Nr. 3

Tja… Und dann trifft man auf die dritte große Liebe.
Diese Liebe erwischt einen meist nicht auf den ersten Blick mit Haut und Haaren, sondern man begreift erst nach einer gewissen Zeit, dass man zusammenpasst und gehört.
Bei Liebe Nr.3 kann man durchaus schon im fortgeschrittenen Alter sein. Manch einer trifft seine Liebe Nr.3 erst im hohen Alter.
Bei der dritten großen Liebe geht man eher auch mal Kompromisse ein. Vielleicht ist die neue 3. Liebe ein ganz anderer Typ (innerlich und äußerlich), als die Vorangegangene. Das Entscheidende aber ist: Diese Liebe fühlt sich einfach nur gut und richtig an. Man ist angekommen, in der richtigen Zeit, die ab einem gewissen Alter auch nicht mehr unbegrenzt vorhanden ist und man hat das Bedürfnis, jede Minute sinnvoll und mit dem richtigen Partner zu nutzen. Man genießt das Miteinander anders und intensiver. Dramen, Tränen und Diskussionen bleiben aus.
Man hat sich gefunden.
Man will aneinander festhalten.
Einfach so.
Für immer.

An alle noch Suchenden:
Hier das Rezept zur Wartezeitverkürzung ;) Und wer noch Lust auf ein anderes Risottorezept hat schaut einfach mal hier.

Heidelbeer-Rotwein-Risotto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 250 g Risottoreis (z. B. Carnaroli)
  • 4 dl Rotwein
  • 6 dl heiße Gemüsebrühe
  • 250 g Heidelbeeren, ca. 50 g extra
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Parmesan, gerieben
  • Ziegenfrischkäse nach BeliebenSalz und Pfeffer
Instructions
  1. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel andünsten, Reis dazu geben.
  2. Den Reis unter Rühren anbraten bis er glasig ist.
  3. Die Hälfte des Weins dazugiessenund fast vollständig einkochenlassen.
  4. Den restlichen Wein dazugiessen und vollständig einkochen.
  5. Die Gemüsebrühe unter häufigem Rühren nach und nach dazugiessen, sodass der Reis immer knapp mit Flüssigkeit bedeckt ist.
  6. Nach ca. 10 Min. die Heidelbeeren unterrühren und ca. 10 Min. fertig köcheln, bis der Reis cremig und al dente ist.
  7. Butter und Käse darunterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in Teller geben.
  8. Die beiseite gestellte Heidelbeeren darauf verteilen.
  9. Nach Belieben Ziegenkäse darüber zerbröseln und groben Pfeffer darüber geben.

Passend zum Thema Liebe kann ich Euch übrigens jeden Abend ab 20 Uhr die Radiosendung „Herzflattern“ auf Kochblogradio.de wärmstens empfehlen.

Ich wünsche mir für jeden von Euch, dass Ihr Euer „für immer“ findet oder schon gefunden habt!

Auf die Liebe!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Mango-Süßkartoffel-Suppe mit Chilipopcorn

{…dieses Ding mit Facebook und die Frage „Hast Du Lust auf poppen?“}

Mango Süßkartoffel-Suppe

Wie wahrscheinlich Millionen von anderen Menschen auf dem Planeten beginnt mein Tag neben einem starken doppelten Espresso mit dem Blick auf Facebook.
Was ist so passiert in den letzten Stunden, in denen man mal nicht auf den Handybildschirm oder Rechner geschaut und einfach mal selig geträumt hat.

Es gibt tatsächlich immer noch Menschen die noch nicht bei Facebook sind.
Ich gestehe, ich bin oftmals neidisch, dass es Leute schaffen sich gegen dieses ganze Social Media Gedöns so standhaft zu wehren. Ich bin zu schwach dazu.
Dafür bekomme ich jetzt tagtäglich Informationen von Menschen, die man eigentlich nicht kennt und deren Tagesabläufe einen nicht unbedingt interessieren. Aber der Mensch ist ja ein Voyeurist und so habe ich mir abgewöhnt mich über geposteten Krankheiten und Mitleidsaufrufe aufzuregen. Ich weiß mittlerweile wann eine alte Schulfreundin, die seit ein paar Jahren in Südafrika wohnt, Pause macht, um einen Apfel zu essen. Die dicken Kinder einer früheren Nachbarin lassen meinen Bildschirm manchmal fast platzen und dass der Hund von Herr XY gerade Durchfall hat ist auch eine Information, die ich nicht zum Überleben brauche. Aber irgendwie geht es trotzdem nicht ohne.

Plötzlich hat man 1000 Freunde.

Plötzlich hat man 1000 Freunde. Hallo? 1000!
Was wäre, wenn man mal einen virtuellen Freund wie einen echten Freund behandeln würde? Ich könnte zum Beispiel am Samstag mal bei Benjamin aus Bielefeld klingeln und mir einen Rasenmäher ausleihen und dann auch noch ungefragt zum Essen bleiben, weil ich am Abend nichts Besseres zu tun habe. So wie man das bei einem echten Freund auch machen würde. Ich könnte mich auch mal darüber beschweren, dass keiner mit Kuchen an meinem Geburtstag vor der Tür stand. Oh Gott, nein besser nicht. Nachher macht das tatsächlich noch einer….

Popcorn

Facebook ist für viele eine kostenlose Kontaktbörse.

Zumindest benehmen sie sich so. Wem Parship und Co zu teuer ist, meldet sich bei Facebook an und belästigt völlig fremde Menschen mit geschriebenen Aufdringlichkeiten und Fotos über die ich jetzt hier gar nicht sprechen möchte. Zum Glück hat ja jeder noch die eigene Entscheidungsfreiheit wann man welche Nachricht öffnet und vor allem wem und ob man dann auch noch antwortet.
Wären die Menschen wenigsten halbwegs kreativ und würden nicht einfach plumpe Anmachsprüche raushauen, dann hätte das ganze ja eventuell einen gewissen Unterhaltungswert. Aber das macht ja kaum einer.
Wer verbirgt sich hinter solchen Nachrichten? Einsame Menschen, die sich abends nicht trauen an der Bar jemanden anzusprechen? Muss ja irgendwie so sein! Menschen die nur mit einer Papiertüte auf dem Kopf das Haus verlassen sollten? Bestimmt!
Gerade neulich habe ich mich mit FrauBpunkt darüber unterhalten, wie traurig es ist, dass die Anmach-Barkultur irgendwie so völlig ausgestorben ist. Früher ging man in eine Discotheke (heutzutage heißt das ja nur noch Club), stellte sich an die Bar, flirtete mit dem Barkeeper und trank sich einen. Irgendwann stand man nicht mehr alleine dort und wer wollte ging auch nicht alleine nach Hause. Man holte sich quasi früher die Dosis Selbstbestätigung am Tresen. Und heute? Heute ist man wer, wenn man viele Facebookfreunde und Follower auf allen Sozialen Kanälen hat. Man datet sich ohne seine vier Wände zu verlassen. Solange der Akku durchhält, läuft es.
Eine geschrieben plumpe Anmache ist so schmackhaft wie warmes Bier mit Wodka gemischt. Nach dem ersten Schluck ist einem schlecht. Nach dem zweiten Schluck muss man muss sich übergeben.
Dann verlasse ich doch lieber mein Home-Zone, treffe wahrhaftig echte Menschen, die mir zumindest live in die Augen sehen. Auch wenn die Frage „Hast Du Lust auf Poppen?“ sehr direkt und vielleicht nur teilweise zielführend ist, so kommt sie dann doch von jemand, der Dir dabei nett zuzwinkert, sympatischer rüber, als wenn diese Nachricht mit einem Zunge raustreckenden Emoji auf Deinem Handy auf“poppt“.

Mango-Süsskartoffelsuppe

Echte soziale Kontakte sind zudem gesund.

Der Körper produziert schließlich nicht umsonst das Hormon Oxytocin, dass einen wichtigen Einfluss auf die sozialen Interaktionen nimmt und bei Berührung ausgeschüttet wird.
Wenn man also abends Schulter an Schulter mit seinen Kumpels ein Bier trinkt. Wenn man zu zweit und viel zu dünn angezogen auf einem Motorrad durch die Lande fährt und einem nichts anderes übrigbleibt, als sich an den Vordermann zu pressen. Wenn man sich einfach mal in den Arm nimmt.

So, jetzt mache ich mein Facebook-Fenster zu und freue mich auf meinen Freund, der heute Abend vorbeikommt. So ganz echt. Ein Mensch aus Fleisch und Blut.
Es wird nichts Digitales geben, keine Fotos von fremden Leuten, keine Geschichten aus fremden Leben.
Aber die Frage „Hast Du Lust auf Poppen?“ stelle ich ihm trotzdem. Die hat allerdings nur mit meiner Mango-Süßkartoffelsuppe zu tun, die ich heute Abend auf den Tisch bringe.
Denn ohne Chili-Popcorn ist die Suppe nur halb so gut….

4.8 from 5 reviews
Mango-Süßkartoffel-Suppe mit Chilipopcorn
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Suppe
Serves: 4
Ingredients
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Chili
  • 20 g Ingwer
  • 500 ml Kokosmilch
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Mango
  • 1-3 EL Limettensaft
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl
  • 2 EL Chiliöl
  • 30 g Popcorn-Mais
  • Salz, Pfeffer
Instructions
  1. Knoblauch, Ingwer und Zwiebel in feine Würfel schneiden und in heißem Öl anbraten. Süßkartoffeln schälen und würfeln und kurz mitdünsten.
  2. Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen.
  3. Kokosmilch und Brühe angießen und für 15 Min kochen lassen.
  4. Mango schälen,in Würfel schneiden und mit der klein geschnittenen Chili zur Suppe geben.
  5. Minuten kochen lassen und dann pürieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. In einer Pfanne das Chilliöl erhitzen und den Mais dazu geben.
  8. Mit einem Deckel verschließen und warten bis alle Körner aufgepoppt sind.
  9. Mit Salz nachwürzen.
  10. Die Suppe in Schalen füllen und mit Chili-Popcorn anrichten.

Und wer lieber ne andere Suppe auslöffeln möchte, dem empfehle ich diese Pastinaken-Suppe mit Kokosschaum. Das wunderbare Chiliöl bekommt Ihr hier bei Antikleia.

In diesem Sinne, nutzt Eure freie Zeit für echte Menschen in Eurem Leben, dann klappt’s auch mit „allem anderen“ ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Vanille-Milchreis mit Mandarinen-Likör

{…was die H-Milch im Milchreis mit der Vergabe von Kindernamen zu tun hat…}

Vanille-Milchreis mit Mandarinen-Likör

Neue Kinder braucht das Land….
Aber bitte welche, deren Namen man auch unfallfrei aussprechen kann.
Das Thema Namensgebung ist ja bei werdenden Eltern immer eine ganz große und sensible Sache. Ok, Namen sind Geschmackssache, aber bitte was geht in Eltern vor, die ihren Kindern Buchstabier-Namen geben? Oder Namen, wie „Tyron“, Bo-Devin“ und „Clint“ bei denen man die DDR-Flagge den Kids gleich mit auf die Stirn tätowiere könnte.
Kerstin, die Schwester meiner Freundin, hat vor kurzem ihren ersten Sohn geboren und ihn Vlado genannt. Vlado Schubert. Für mich klingt das nach unausgelebten Fantasien der Eltern, nach Restwünschen für die eigene Biografie, die durch die Namen der Kinder noch ausgetobt werden. Vielleicht betreibt ja Vlado irgendwann mal einen Schrottplatz oder wird ein Star am Himmel der Pornoindustrie. Trommelwirbel- Spot on: Meine Damen, bitte nicht mit Schlüpfern werfen… hier kommt Vlado Schubert aus „Hintertupfingen“. Der arme Junge wird sein Leben lang mit mitleidigen Blicken bedacht werden, wenn er irgendwo seinen Namen angeben muss.
Er könnte auch eine eigene Wodka-Marke herausbringen. „Einen Vlado-O bitte! Mit viel Eis und Strohhalm.“ Das geht doch an der Bar ganz geschmeidig über die Lippen, findet Ihr nicht?

Vanille-Milchreis mit Mandarinen-Likör

Ihr merkt, in das Thema Namensgebung von Kindern kann ich mich so richtig reinsteigern.
Im letzten Sommer zum Beispiel war ich auf einem 40 Geburtstag eingeladen. Die Party fand auf einer stylischen Dachterrasse im einem schicken Frankfurter Stadtteil statt. Die Männer trugen alle Bärte, 70erJahre Brillen und spitze Schuhe. Die Frauen hüllten sich entweder in einen Hauch von Nichts oder waren umgeben von durchsichtigen Spitzenstoffen oder hatten Rockebilly Tattoos auf den Armen. Eine bunte Mischung sozusagen.
An der Getränkestation im Badezimmer traf ich auf Holger, der mit seiner schwangeren Freundin Sandra da war. Sandra hatte bereits zwei Kinder (Esteban und Pablo von zwei verschiedenen Männern). In Holger, der nach seiner Aussage noch nicht ganz so lange mit Sandra zusammen war, keimte der Wunsch auf mit dem Namen des Kindes ein Wenig „sein Territorium“ abzustecken. Während wir beide in der mit Eiswürfel gefüllten Badewanne nach einem wohl angesagten koreanischen Bier angelten, verriet er mir, dass es ihm wichtig wäre, dass der Name seines Kindes auch mit „H“ anfinge. „Ich will, dass etwas von mir bleibt… weißt Du Tanja, so wie ein klein Wenig Unsterblichkeit. H, wie Holger…“ Ich plantschte stumm mit meinen Händen in dem Eiswürfelmatsch. Ich hatte von Gedanken dieser Art bei Männern schon gelesen und nun stand so ein Paradebeispiel tatsächlich vor mir. „Aha!“ mehr wusste ich darauf nicht zu antworten.
„Also ich hab’ ja schon ein paar Favoriten.“ Holger nimmt einen tiefen Schluck Bier aus seiner Flasche. „Hadrian, Herkules, Hektor, Hariolf… ich habe mir extra ein Namensbuch besorgt. Davon weiß Sandra aber nichts… Was meinst Du? Welchen Namen findest Du am besten?“
Ich überlege erst ob Holger scherzt oder ob er plant, dass sein Sohn in 20 Jahren bei dem 17. Remake von Gladiator mitspielt. Holger scherzte aber nicht!
Gar nicht so einfach in solch einer Situation nicht zu lachen und vor allem keine Witze über ungeborene Kinder von völlig fremden Leuten zu machen.
„Was wäre denn mit H-Uwe? Oder H-Paul? H-Frank wäre doch auch schön! Sag mal Holger, wird es denn mit Sicherheit ein Junge? Ansonsten hätte ich noch für ein Mädchen H-Olga im Angebot, klingt auch fast wie Holger…“ Ich musste dann doch lachen… und das sogar ziemlich laut. Sich über seine eigenen Witze tot zu lachen kommt irgendwie selten gut. Aber ganz im Ernst: Diese Sache mit den H-Namen hatte einfach viel zu viel Potential, um sich vor Lachen fast einzunässen.

Holger reagierte erwartungsweise ziemlich humorlos. Und ich weiß jetzt auch warum, denn ich hab mich da mal zum Thema Namen schlau gemacht: Die meisten Holgers dieser Welt sind nach einer Studie der Universität Chemnitz so wie dieser Party-Holger. Hierfür wurden nämlich 150 Testpersonen befragt, was die Charaktereigenschaften der 60 gebräuchlichsten deutschen Vornamen so sind. Demnach sind Holgers eher alt, hässlich, humorlos und schwer von Begriff… Noch etwas schlimmer haben es die Dirks, Olafs, Kerstins und Anneliesen. Diese gelten nämlich laut der Studie als völlig PlemPlem… Ob man da allerdings so viel darauf geben soll, weiß ich nicht.
Man sieht, das mit der Namensgebung ist tatsächlich nicht leicht, zumal das Kind ja nachhaltig sein Leben lang damit „gesegnet“ ist. Man wähle den Namen seiner Nachkömmlinge also mit Bedacht….

Mandarinenlikör

Vor Kurzem trudelte dann hier eine Karte mit einem süßen Babyfoto ins House:
HENRIETTE IST DA! stand ganz groß vorne drauf. (…)

Ich lasse das jetzt hier mal unkommentiert und gebe Euch anlässlich des Themas Kinder noch schnell das Rezept für ein beliebtes Kinderessen: Vanille-Milchreis (mit Mandarinen-Likör). Für die Kinder natürlich nur mit Kompott! Wer mag bestreut das ganz Ganze noch mit diesen Cracker-Bröseln. Ich habe zum Schluss noch einen Schuss Mandarinenlikör darüber gegeben.

Vanille-Milchreis mit Mandarinenokmpott
 
Author:
Recipe type: Dessert
Ingredients
  • Vanille-Milchreis:1 l Milch
  • 250 g Milchreis
  • 5 EL Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • Salz
  • ½ Vanilleschote
  • Mandarinenkompott:
  • 3 Orangen
  • 10 Mandarinen
  • 2 EL Zitronensaft
  • ½ Vanilleschote
  • 80 g Zucker
  • 1 TL Speisestärke
  • 2 EL Mandarinenlikör (ersatzweise kaltes Wasser)
Instructions
  1. Vanille-Milchreis:
  2. Milch in einem Topf zum Kochen bringen.
  3. Milchreis, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz zugeben und gut verrühren.
  4. Zugedeckt ca. 30 Minuten bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Rühren quellen lassen.
  5. Vanilleschote längs einschneiden und das Mark mit dem Messerrücken auskratzen.
  6. Vanillemark unter den Reis rühren, dann in Schüsseln anrichten und dabei in die Mitte mit dem Löffelrücken eine kleine Mulde drücken.
  7. Mandarinenkompott:
  8. Mandarinen so sorgfältig wie möglich schälen und in Stücke teilen.
  9. Die Orangen und restliche Mandarinen auspressen.
  10. Saft und Zitronensaft mischen – es sollten ca. ¼ l sein.
  11. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen.
  12. Zucker in einen Topf streuen und bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren lassen, mit dem Saft ablöschen.
  13. Vanilleschote und -mark dazu geben und alles unter Rühren bei großer Hitze um ein Drittel einkochen lassen.
  14. Stärke mit dem Likör (bzw. Wasser) glatt verrühren und in den kochenden Sud einrühren, dann 2-3 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Sud leicht bindet.
  15. Vom Herd nehmen und Orangen- und Mandarinenstücke untermischen.
  16. Kompott abkühlen lassen und in die Milchreismulde geben

 
Mandarinenlikör
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Drinks
Serves: 2-3
Ingredients
  • 1,2 Kilogramm Mandarine
  • 250 Gramm brauner Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Stück Sternanis
  • 300 Milliliter Wodka
  • 1 Stück Orange (unbehandelt)
Instructions
  1. Die Mandarinen halbieren und den Saft auspressen. Am Ende sollten mindestens 700 ml Saft zur Verfügung stehen.
  2. Von einer Mandarine ein großes Stück der Schale sehr dünn abschneiden. Von der weißen Schicht sollte so wenig wie möglich an der abgeschnittenen Schale sein. Alternativ kann dafür auch ein Zestenreißer verwendet werden.
  3. Die Vanilleschote halbieren und längs aufschneiden.
  4. Den ausgepressten Fruchtsaft durch ein Sieb in einen Topf gießen, den Zucker hinzufügen und den Sternanis, die Orangenschale und die halbierte Vanilleschote mit hineingeben.
  5. Alles durchrühren, kurz aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze für ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  7. Den abgekühlten Mandarinensirup nun zuerst durch ein grobes und danach durch ein feineres Sieb gießen.
  8. Jetzt den Wodka hinzufügen, alles gründlich durchrühren und dann in eine oder mehrere Flaschen abfüllen.
  9. Ein großer Vorteil dieses Likörs ist, dass er nicht erst wochenlang reifen muss, sondern gleich genossen werden kann.

Ach ja, ich habe den Milchreis übrigens mit H-Milch gekocht *hahaha

Habt eine amüsante restliche Woche,

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs

+++GEWINNSPIEL+++

{…wenn die Liebe mit dem Wahnsinn…}

Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs
Vor einiger Zeit lud der Wahnsinn zu einer Party ein.
Als alle Gäste versammelt waren, schlug die Lust vor: „Lasst uns Verstecken spielen!“
Die Unwissenheit fragte: „Verstecken? Was ist das?“ „Verstecken ist ein Spiel: einer zählt bis 100 und der Rest versteckt sich in dieser Zeit. Dann wird gesucht,“ erklärte die Schlauheit.
Alle wollten mitmachen, bis auf die Furcht und die Faulheit.
Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und wollte zählen.
Dann begann das Durcheinander, denn alle liefen durch den Garten und suchten nach einem geeigneten Versteck.
Die Sicherheit lief in das Nachbarhaus und versteckte sich auf dem Dachboden, schließlich kann man ja nie wissen.
Die Sorglosigkeit entschied sich für das Erdbeerbeet.
Die Traurigkeit weinte einfach mal drauf los, weil sie nichts Besseres wusste.
Und auch die Verzweiflung war völlig überfordert, denn sie wusste nicht, ob sie sich lieber vor oder hinter der Hecke verstecken sollte.

Der Wahnsinn zählte: „…98, 99, 100! Ich komme Euch jetzt suchen!“
Die erste, die der Wahnsinn fand, war die Neugier, denn sie wollte wissen wer als erstes aufgespürt wird und lehnte sich zu weit aus ihrem Versteck.
Die Freude war auch sehr schnell gefunden, denn sie konnte sich ihr Gekicher nicht verkneifen und war nicht zu überhören.
Nach und nach spürte der Wahnsinn fast alle Freunde auf. Selbst die Sicherheit fand er wieder.
Doch dann fragte die Skepsis: „Sagt mal, wo ist eigentlich die Liebe?“

Keiner wusste es, alle zuckten ratlos mit den Schultern.
Also machten sich alle auf die Suche nach der Liebe.

Sie schauten unter Steinen, auf Bäumen, hinter dem Horizont.
Der Wahnsinn kroch in ein dorniges Gebüsch und stocherte mit einem Stöckchen im Geäst.
Auf einmal hörte man einen Schrei. Es war der Schrei der Liebe.
Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen mit dem Stöckchen ins Auge gestochen.
Er bat zerknirscht um Vergebung, die Liebe möge ihm doch verzeihen. Dafür bot er ihr an sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden.
Die Liebe konnte nicht anders und willigte ein.
Seitdem ist die Liebe (fast) blind und wird ständig vom Wahnsinn begleitet.

Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen…

Valentins-Puffer2.1

 

Auch wenn ich gar kein Freund vom Valentinstag bin, so mag ich es doch sehr, dass man an Menschen, die einem am Herzen liegen, denkt. Ob es dafür einen speziellen Tag braucht weiß ich nicht, aber ich springe jetzt einfach mal hier auf den Zug mit auf.
Für alle wahnsinnig Verliebten und die, die blind vor Liebe durch die Gegend laufen, habe ich hier das Rezept für den Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs (und grüner Sauce), den man natürlich nicht unbedingt in Herzform machen muss. Aber so ein wenig Kitsch am 14.2. ist ja wohl gestattet…

Kartoffelpuffer-Burger

 

4.8 from 11 reviews
Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Kartoffelpuffer:
  • 500 g Kartoffeln, vorw. festkochend
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • 2 El blütenzarte Haferflocken
  • Salz
  • 300 ml Öl
  • Grüne Sauce:
  • 300 g grüne Sauce-Kräuter
  • 2 gekochte Eier gehackt
  • 500 g saure Sahne, Schmand oder Creme fraiche
  • 1 El Essig und Öl
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Burger:
  • Räucherlachs
  • Dill
  • gekochtes Ei
Instructions
  1. Kartoffelpuffer:
  2. g vorw. festkochende Kartoffeln schälen, waschen, gut abtrocknen. Auf der feinen Seite der Haushaltsreibe oder mit der Küchenmaschine reiben. 1 Zwiebel dazureiben, sofort mit der Kartoffelmasse mischen. 2 Eier (Kl.M), 2 El blütenzarte Haferflocken und 1 Tl Salz unterrühren.
  3. ml Öl in einer großen beschichteten großen Pfanne erhitzen.
  4. Jeweils 4-5 El Kartoffelteig in einen großen Herzausstechen pressen und die Puffer nach und nach bei mittlerer Hitze braten, bis die Unterseite goldbraun ist und sich ein brauner Rand an der Oberseite zeigt. Den Kartoffelpuffer aus der Form drücken, wenden und goldbraun fertig braten.
  5. Ein Backblech mit Küchenpapier auslegen. Die fertigen Puffer nebeneinander darauflegen und im heißen
  6. Grüne Sauce:
  7. Die Kräuter fein hacken mit der sauren Sahne im Mixer oder mit dem Zauberstab mischen bis eine schöne grüne Farbe entstanden ist.
  8. Dann Eier, Gewürze, Senf, Essig und Öl dazu - abschmecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  9. Burger:
  10. Ein Kartoffelpuffer-Herz mit grüner Sauce bestreichen und den Räucherlachs drauf verteilen. Ein paar Scheiben gekochte Eier und etwas Dill darauf verteilen und mit einem zweiten Kartoffelpuffer-Herz schließen.
  11. Dem oder der Liebsten servieren <3

 

Und da man an Valentinstag ja jemanden eine Freude machen möchte, verlose ich heute ein Exemplar des Buches „100 Foodblogger haben wir gefragt“ .

Ich freue mich sehr, dass es mein Milchreis-Erdbeer-Sushi-Rezept in dieses schöne Buch auf Seite 27 geschafft hat. Es sind so viel tolle Rezepte von so vielen Bloggern darin enthalten, dass man sich wirklich mühelos durchs Jahr kochen kann.
Toms Kochbuchblog hat hier auch schon darüber berichtet.

100 Foodbloger haben wir gefragt Buch

Wenn Ihr dieses Buch gewinnen möchtet, schreibt mir einfach hier bis zum 19. Februar 2017 um 23:59 Uhr unter diesem Beitrag einen Kommentar, was Ihr so vom Valentinstag haltet und ob Ihr diesen Tag zelebriert.
Das Los entscheidet zu wem von Euch sich das Buch auf die Reise macht.

>>>>>> Gewonnen hat DOREEN, Herzlichen Glückwunsch! <<<<<<

Habt Euch lieb, seid achtsam und respektvoll im Umgang mit Euren Mitmenschen (egal ob Herzmenschen, best Buddies, Freunde oder einfach `nur` Wegabschnittsbegleiter) und wertschätzt den Anderen…!

Eure

Tanja

aus dem House No.15


Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr Euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns.
  • Der Gewinner wird nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.
  • Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich
  • Die Teilnehmer müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben

Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen

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{…ohne Gummi geht mal gar nix…}

Orientalischer Eintopf

Ich habe einen neuen Liebhaber…
Wir kennen uns erst sehr kurz und alles ist noch sehr aufregend und neu.

Als er vor zwei Wochen, ganz unverhofft einfach vor meiner Tür stand, war ich doch sehr erstaunt, dass ICH noch mal in den Genuss von so etwas kommen würde.

Hach, was soll ich sagen? Er ist einfach großartig. Und wisst Ihr was? Er kommt echt schnell zur Sache… *räusper. Das kann man jetzt mögen, oder man steht eben nicht so darauf.
Je älter man jedoch wird, desto weniger Zeit hat man am Tag sich mit unnötigem Geplänkel aufzuhalten. Die Welt da draußen verlangt einem viel ab und da ist ein gesundes und effektives Zeitmanagement einfach unabdingbar.

Ich ließ mich also spontan auf ein Kennenlernen ein, obwohl ich nicht so sehr auf den Typ ‚aalglatt’ und ‚schnell schnell’ stehe. Und eigentlich passt er von der Größe her auch nicht so in mein Beuteschema. Er ist nämlich ziemlich klein. Aber egal, er ist echt smart! Und er hat mir beim ersten in-die-Augen-sehen versprochen, dass er für mich kocht. Hallo? Er kocht für mich!!!! Damit war es also um mich geschehen und mein neuer Liebhaber war quasi eingezogen.

Seitdem treffen wir uns ein bis zweimal die Woche. Ich möchte gar nicht mehr ohne ihn…

Gerade gestern stand er wieder in meiner Küche.
„Darling…“, sagte ich.
„Ja?“
„Kochst Du mir etwas?“
„Pffff…“ , machte er.
„Och bitte! Es kann auch ganz schnell gehen.“
„Pfffff…“
„Gerne etwas ohne böse Kohlenhydrate, du weißt…!“
„Na gut, kein Problem!“ raunte er mir zu, „worauf hast Du denn Lust?“
„Mach’s mir doch mal orientalisch!“
„Schnell und orientalisch? Kein Problem meine Liebe!“ glänzte er.

An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass die HouseDame keine ist, die sich normaler Weise für ne schnelle Nummer hergibt. Im Gegenteil! Ich nehme mir gerne für das was ich tue Zeit und genieße bewusst alles, was das Leben mir so bietet.

Aber in diesem Falle ist einfach alles anders. Er kam schnell zum Punkt….
Dennoch wollte ich vorher wissen, warum er es eigentlich immer so eilig hat.

Seine Erklärung, warum er so hurtig bei der Sache ist, war: „Du, ich stehe total unter Druck! Du hast keine Ahnung was das bedeutet! Ich will schnelle Ergebnisse. Aber nicht nur Ergebnisse- ich will Spitzenergebnisse! Und wenn dann der Druck einmal weg ist, dann wird genossen!“
Ist für mich irgendwie logisch und nachvollziehbar… Und wenn ich am Ende genießen kann, ist doch alles gut, oder?

Orientalischer Eintopf

Nach einer halben Stunde ging ich in die Küche, denn es war so ungewöhnlich wenig zu hören. Und da stand er stolz wie ein Ritter in glänzender Rüstung und hielt den wunderbarsten orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen und Feigen für mich bereit. Nach einer halben Stunde nur…!!!! Nochmal: Lamm. In einer halben Stunde. Butterzart…orientalisch abgeschmeckt…dazu keine bösen Kohlenhydrate… Ich floss förmlich dahin.

„Darling, you are the best!“
(Übrigens macht Darling es nur mit Gummi… Ausschließlich!)

Euch wird das Ganze jetzt her zu intim? Zu viele Informationen bezüglich meines Liebesleben? Habt Euch nicht so!!! Wer hier mitliest darf weder prüde noch empfindlich sein. Mein House, meine Regeln, mein Liebesleben! So!

Kurz nochmal zum Thema Gummi:
Schnellkochtöpfe funktionieren eben nur mit Gummi, ohne wird’s undicht und kann zu Pannen führen (eben wie im echten Leben…*hüstel)

So, und damit ist jetzt auch mal das Geheimnis um meinen neuen Liebhaber gelüftet.
Der DARLING XS ist ein kleiner 3,2l Schnellkochtopf der Firma ELO. Name ist Programm. Es ist wirklich ein tolles Teil und zaubert in Kürze beste Gerichte.
Normaler Weise sehe ich ja ganz gerne den Fortschritt beim Zubereiten meiner Gerichte, aber in diesem Fall vertraue ich meinem Darling blind.

ELO Schnellkochtopf

Wenn Ihr mehr von ELO sehen möchtet und in den nächsten Tagen in und um Frankfurt zugegen seid, kommt doch auf die Ambiente und besucht den ELO Stand in Halle 3, Ebene 1, Stand G40.
Darling und ich werden auf jeden Fall auch dort sein und händchenhaltend durch die Gegend spazieren.

Ach ja, und wenn Ihr den orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen nachmachen möchtet, habe ich hier noch das Rezept für Euch:

5.0 from 3 reviews
Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g Lammschulter,
  • 3 kleine Zwiebeln,
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chileschote
  • 3 Möhren gewürfelt
  • 30 g getrocknete Feigen
  • 2 El Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Tl Tomatenmark
  • 200 g Pizzatomaten
  • 700 ml Fleischbrühe
  • 1 Msp. Zimt,
  • gemahlen
  • 2 Dosen Kichererbsen
  • Joghurt
  • Minze
Instructions
  1. Fleisch in 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln würfeln. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilischote längs halbieren, je nach Schärfe entkernen und fein hacken. Feigen fein würfeln.
  2. Öl im Schnellkochtopf erhitzen und das Fleisch bei starker Hitze rundherum 4-5 Min. anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Chili und Möhren zugeben und 2-3 Min. anbraten.
  4. Tomatenmark zugeben und unter Rühren kurz mitbraten.
  5. Pizzatomaten und Brühe zugießen.
  6. Jetzt noch die Feigen und den Zimt und die Kichererbsen zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Den Schnellkochtopf verschließen und bei hoher Hitze auf Stufe II aufkochen. Wenn der erste Dampf entweicht, die Hitze herunter drehen und den Lammeintopf 30 Minuten garen lassen.
  8. Den Herd ausschalten und den Topf abkühlen lassen, bis der Verriegelungsreglerstift sinkt.
  9. Jetzt könnt Ihr den Deckel öffnen und den Lammeintopf nach Gusto mit etwas Minzjoghurt genießen.

Lust auf noch mehr Orientalisches? Dann kann ich Euch noch diesen Flammkuchen empfehlen. Und dieses Naanbrot passt auch hervorragend dazu.

Machts doch auch mal auf die Schnelle mit Darling… *grins

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma ELO. Ich wurde nicht gezwungen die Töpfe auszuprobieren und habe mich ganz eigenständig in Darling verliebt…

Wurzelgemüse-Risotto

{…die Wut einfach mal wegrühren…}

Risotto mit Gremolata

Es geht mal wieder „Auf die Schnelle mit der HouseDame“…

Heute im Angebot: Wurzelgemüse-Risotto und getreu der neuen Rubrik ohne viele Worte zu verschwenden.

Risotto ist mein Seelentröster-Gericht. Und da die Seele auch nicht immer wegen desselben Anlasses getröstet werden muss, gibt es hier im House unterschiedlichste Varianten dieses Gerichts.

Risotto gelingt nur, wenn man sich hingibt. Sich darauf einlässt. Man muss dranbleiben, wie an einem Problem, das an einem nagt.

In der letzten Woche hatte ich so Manches, über das ich mich geärgert habe. Eigentlich ist es nie gut mit Wut im Bauch zu kochen. Aber bei Risotto ist das etwas anderes. Ich habe meinen Ärger einfach weggerührt. Kontinuierlich. Und bei jeder Acht, die mein Kochlöffel im Topf gezeichnet hat, wurde es besser. Dazu kam der Geruch der mir in die Nase stieg.
Und wenn man dann den ersten Löffel dieses wunderbaren Gerichts in den Mund schiebt, die Augen schließt und sich vorstellt in einer kleinen Trattoria irgendwo in Italien zu sitzen, dann hat das Risotto endgültig gegen die Wut gesiegt.

Risotto mit Gremolata

Das Rezept für mein Wunderheiler-Wurzelgemüse-Risotto findet Ihr hier:

5.0 from 2 reviews
Wurzelgemüse-Risotto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 500 ml Brühe, (bis 700 ml)
  • 1 Schalotte(n)
  • 1 Knoblauchzehe(n)
  • 150 g Möhre(n)
  • 150 g Petersilienwurzel(n)
  • 100 g Rote Bete
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Reis, (Risotto-)
  • 50 ml Wermut, (z. B. Noilly Prat), ersatzweise Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 3 Stiel/e Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Stiel/e glatte Petersilie,
  • 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale
  • ½ TL getr. Chiliflocken
  • 50 g Parmesan
Instructions
  1. Brühe erhitzen und warm halten. Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Möhren, Petersilienwurzel und Rote Bete putzen, schälen und in 1 cm große Würfel schneiden.
  2. EL Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte und Knoblauch darin glasig dünsten. Die Hälfte der Möhre und Petersilienwurzel zugeben und bei mittlerer Hitze 3 Min. mitdünsten. Reis zugeben und unter Rühren kurz mitdünsten. Mit Wermut ablöschen und vollständig einkochen.
  3. Gerade so viel Brühe zugießen, dass der Reis bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 20 Min. garen. Dabei immer wieder etwas Brühe zugießen, sobald sie vom Reis fast aufgesogen ist.
  4. Inzwischen 1 EL Öl und ½ EL Butter in einer Pfanne erhitzen. Das restliche Gemüse und den Thymian darin bei mittlerer bis starker Hitze 10 Min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie hacken und mit Zitronenschale und Chiliflocken mischen. Parmesan reiben.
  5. Die Hälfte des Parmesans und ½ EL Butter unter den Risotto mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Risotto mit gebratenem Gemüse, Petersilie-Zitrone und restlichem Parmesan bestreut servieren.

Risotto mit Gremolata

Ihr könnt natürlich auch Pastinaken statt Petersilienwurzel verwenden. Und wenn Ihr davon zu viel gekauft habt, macht Euch doch noch eine schnelle Suppe wie diese hier daraus. Oder holt Euch den Süden mit dieser Risotto-Variante auf den Tisch. Erlaubt ist alles was gut tut!

Ich wünsche Euch eine Woche frei von Ärger!
Und sollte er doch mal zuschlagen- risottot ihn einfach weg!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

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