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Camembert-Zwiebel-Tarte mit Pflaumen Chutney

{…und der peinlichste Toilettengang ever…}

Camembert-Zwiebel-Tarte

Also eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen NIE wieder auf dieser Seite über Klamotten zu schreiben.Habt Ihr das Wort ‚eigentlich’ gelesen? Ein völlig sinnloses Füllwort ohne Bedeutung! Naja, eigentlich ohne Bedeutung…
Kommen wir zum Punkt: Ich habe mich also mal wieder auf einen Internet-Klamotten-Einkauf eingelassen. Ungeachtet meiner merkwürdigen Körpermaße, meines Klamottengeschmacks und so weiter.

Eine wunderbare Fotostrecke in einer einschlägigen Frauenzeitschrift suggerierte mir, dass auch in diesem Jahr unbedingt modetechnisch ein Catsuit oder Overall in jedem weiblichen Kleiderschrank zugegen sein muss. Joa. Ich gestehe: ich bin empfänglich für solche Druckmittel aus der Presse (übrigens genauso für Putzmittel, die mir als DIE neue Innovation und Zeitersparnis beim Houseputz vorgegaukelt werden). Ich bin der Traum einer jeden Marketingkampagne! Und ich habe zugeschlagen.
Ein Einteiler. In Größe M… obwohl ich mit meiner Länge eher L tragen sollte. Aber es ist eben weder alles M, noch L an mir. Und M war noch verfügbar, L nicht…
Der besagte Einteiler kommt recht schnell im House an. Und natürlich muss er auch gleich anprobiert werden.

Linkes Bein steigt in weiche Viskose, rechtes Bein steigt in weiche Viskose…Beide Arme ziehen gleichmäßig den gesamten Stoffberg über die Oberschenkel. Nichts spannt, trotz fehlendem Elastan. Ich wackle leicht mit den Hüften, um den Sitz des Overalls von Anfang an perfekt zu haben, und die Taille genau da zu platzieren, wo sie zu sitzen hat. Ich versuche es zumindest. An dieser Stelle unter uns: ich scheitere das erste Mal. Bei mir sitzt die Taille nämlich NIE an der Stelle, an der sie zu sitzen hat. Ein Gürtel kann das eventuell kaschieren. Dann beginnt die Challenge.

Der rechte Arm versucht sich in die dafür vorgesehene Öffnung zu schieben. Es klappt hervorragend. Dann versucht auch der linke Am mit dem rechten gleich zu tun und gleichzeitig das an der Hose festgenähte Oberteil nach oben zu ziehen. Es scheitert an massiver Spannkraft im Rücken. Ich hänge fest. Das Schlimme ist, dass ich weder den einen noch den anderen Arm aus den Armöffnungen bekomme, geschweige denn hinein. Ich fühle mich wie das Opfer in der Vorstellung eines Entfesselungskünstlers, der die Arme auf dem Rücken fixiert hat. In irgendeinem Film habe ich mal gesehen, wie jemand versucht hat sich aus einer Zwangsjacke zu befreien. Das versuche ich jetzt auch und hüpfe stetig auf und ab. Es bewegt sich was. Meine Arme rutschen tatsächlich komplett in die Ärmel und der Stoff schiebt sich über meine Schultern, so dass ich den Overall tatsächlich schließen kann. Äh…könnte… Ein Druckknopf sträubt sich und springt direkt nachdem ich ihn mit einem leisen Klick geschlossen habe über meiner Brust wieder auf.

Mit eingezogenem Bauch laufe ich langsam und vorsichtig zu meinem Schlafzimmerspiegel und betrachte mich skeptisch. Och… Geht eigentlich, denke ich mir. Macht schlank. Auch wenn die Hosenbeine etwas kurz sind, der eine Knopf nur mit wenig ein- und ausatmen geschlossen bleibt und die Arme sich anfühlen, als wären sie in einem Trombosestrumpf gefangen. Mit diesem Einteiler spart man sich jegliche Schummelwäsche, das erledigt dieser Overall eigenständig.

Camembert-quiche3house

Es klingelt an der Tür und meine Freundin Nicole steht davor.
„Wow! Wo willst du denn hin? Das ist ja mal ein tolles Teil! Neu? Der sitzt ja super!“ sagt sie zur Begrüßung und schaut an mir herunter.  Naja… sitzt super… „Nirgends wollte ich hin. Ich habe den eigentlich nur mal anprobiert. Aber wo willst Du denn hin?“ Nicole steht völlig aufgebrezelt vor mir. „Ich habe doch zwei Einladungskarten zu dieser exklusiven Vernissage. Carsten muss heute länger arbeiten und da dachte ich ich frag Dich einfach mal. Das wäre doch eine gute Gelegenheit Dein neues Teil gleich mal auszuführen!“ „Ich weiß noch gar nicht ob ich das Ding hier behalte. Außerdem ist es noch nicht mal gewaschen.“ „Ach, das ist doch egal, Du wirst nicht gleich einen Ausschlag bekommen! Noch dazu steh Dir das Teil großartig!“ Es gibt Tage da lasse ich mich einfach sehr schnell überzeugen. Also Gürtel um die schlecht sitzende Taille und schnell in passende Schuhe geschlüpft.

Ich hätte einfach zu Hause bleiben sollen, denn wenn ich heute an diesen Nachmittag denke, laufe ich noch im Nachhinein dunkelrot im Gesicht an.

Camembert Quiche 4 Kopie

Die Katastrophe fing schon kurz nach dem Betreten der Ausstellungsräume an. Ein netter charmanter Herr, wollte mir zur Begrüßung ein Gals Champagner anbieten. Ich strecke meine Arm danach aus. Es macht *ping und schon öffnet sich der verdammte Druckknopf über meiner Brust, der mich schon zu Hause so geärgert hat. Der Kellner grinst breit und glotzt mir  unverhohlen aufs Dekoltée. Ich drücke hektisch die beiden Knopfteile wieder aneinander und stürze beschämt das Glas Champagner in einem Schluck hinab. Wortlos reicht er mir ein weiteres und geht dann immer noch grinsend zu den anderen Gästen.

Ich versuche ganz entspannt alles einzuziehen, was ich einziehen kann, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Zwei Gläser Champagner später merke ich wie ich auf die Toilette muss. Gerade spricht der Künstler über seine Werke und erklärt theatralisch, wie es zu diesen farbenfrohen Exponaten kam, die allesamt fragwürdige Titel tragen, in denen häufig Fäkalwörter  eingebaut sind, die man normaler Weise eher nicht laut ausspricht, sondern sich nur denkt. Ich raune Nicole zu, dass ich mal eben auf dem stillen Örtchen verschwinde und gleich zurück bin. Die Tür der Toilette ist direkt im Ausstellungsraum und ich quetsche mich durch die Menschen, um leise hinter eben dieser Tür zu verschwinden.

Als ich hinter mir abgeschlossen habe und mir bewusst wird, dass man sich mit einem Overall quasi komplett entkleiden muss, um sich Erleichterung zu verschaffen, bekomme ich leichte Panik.

Der Kampf beginnt und ich überlege mir wie ich am Geschicktesten aus dieser Pelle herauskomme. Wenn hüpfen beim Anziehen geholfen hat, sollte es ja auch beim Ausziehen funktioniere. Also fange ich an in dieser kleinen Toilettenkabine so leise wie möglich auf und ab zu hüpfen. (Ich konnte noch nie leise hüpfen.) Noch dazu war der Raum so klein, dass meine Arme beim Versuch sich aus den schrecklichen Ärmeln zu schälen, ständig an die Wand schlugen. Ich fluche laut und derbe und nach gefühlten 15 Minuten und kurz vor einem Inkontinenz-Vorfall, schaffe ich es tatsächlich. Völlig erschöpft lasse ich mich auf der Toilette nieder und tupfte mir den Schweiß mit Toilettenpapier von der Stirn. Mir ist klar, dass ich mich irgendwie erneut in diesen textilen Fehlkauf quetschen muss und fange mutig wieder an, mich rumpelnd und fluchend in den Stoff zu springen. Die Frisur ist nun völlig zerstört und schlauer Weise steht meine Handtasche mit meiner Haarbürste und dem Gesichts-Restauration-Kit bei Nicole im Ausstellungsraum. So leise wie Möglich öffne ich die Tür, um mich unbemerkt aus der Toilette zurück zur Vernissage zu schleichen und schaue beim Heraustreten in gefühlt 200 Paar Augen, die alle auf mich gerichtet sind. Nicole reicht mir kopfschüttelnd meine Handtasche und der charmante Herr mit dem Champagner hält mir ein silbernes Tablett mit kleinen Zwiebeltörtchen hin. „Hellhörige Toiletten sind echt ein Abenteuer!“ raunt er mir zu.

Camembert Quiche 5 Kopie

Der Künstler kommt zu mir, schüttelt mir strahlend die Hand und bedankt sich für meine amüsante Untermalung seiner Ansprache, die von meiner Wortwahl so wunderbar zu seinen Bildern und deren Titel gepasst hat. „Sie möchten mich nicht auf meiner Ausstellungstour begleiten?“ fragt der mich tatsächlich. „Äh…NEIN!“,  stottere ich mit knallrotem Kopf.

Jedesmal wenn es jetzt irgendwo Zwiebelquiche oder Karte gibt, werde ich zwangsläufig an diesen Tag erinnert. Und ich sage Euch, es treibt mir jedes mal wieder die Schamröte ins Gesicht.

Den Overall habe ich übrigens zur Kleidersammlung gegeben. Irgendjemand hat bestimmt die passende Größe und Figur dafür.

Zum Nachmachen bekommt Ihr natürlich trotzdem das Rezept:

5.0 from 3 reviews
Camembert-Zwiebel-Tarte
 
Author:
Ingredients
  • Teig:
  • 300 g Mehl
  • 150 g kalte Butter in kleinen Stücken
  • 0,5 Tl Salz
  • 2 Bio-Eigelb M
  • 5 El eiskaltes Wasser
  • Mehl zum Bearbeiten
  • etwas weiche Butter für die Form

  • Belag:
  • 40 g ungesalzene Butter
  • 3 rote Zwiebeln in sehr dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Tl feiner Zucker
  • 2 Tl weißen Balsamico
  • 1 Stiel Rosmarin fein gehackt
  • 2 Bio Eier leicht verschlagen
  • 60 ml Sahne
  • 200 g Camembert in Scheiben geschnitten
  • Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer
Instructions
  1. Aus den Zutaten für den Mürbeteig schnell mit den Händen einen geschmeidigen Teig kneten und diesen in Folie gewickelt für 30 min im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Eine Muffinform mit Butter einfetten.
  3. Danach den Teig dünn auf etwas Mehl ausrollen und mit einem Glas Kreise in größerem Durchmesser als die Muffinform ausstechen und in die die Vertiefungen drücken, so dass ein hoher Rand entsteht.
  4. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  5. Für den Belag in einer großen Pfanne die Butter schmelzen und darin die Zwiebeln für 10 Minuten abgedeckt dünsten.
  6. Zucker und Balsamico, Rosmarin, Rosmarin und Salz und Puffer dazu geben und weitere 5 Minuten dünsten.
  7. Die Eier mit der Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  8. Die Zwiebelmischung auf den Teig geben und die Eiermasse darüber gießen.
  9. Zum Schluss üppig mit Camembert belegen und bei 180 Grad für ca. 15-20 Minuten goldbraun backen.
  10. Mit Pflaumen-Chutney servieren.

Pflaumen Chutney

Und zum Schluss noch ein kleiner Housefrauen-Tipp:
Trage nie ein Outfit, was man mit den Worten „Ich habe nicht damit gerechnet, das House verlassen zu müssen“ beschreiben kann.

Euch allen eine bequeme Restwoche!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Hotdog nach Art des Houses

(…von Mann und Frau und dem perfekten Samstag)

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Hotdog 12.1

Freitagabend kurz vorm Schlafengehen.
Sie steht im Bad und putzt sich die Zähne, während er sich die Fußnägel über der Badewanne knipst.
„Schaaaahaaaatz?“ kommt es zwischen Zahnbürstenbrummen und Zahnpastaschaum hervor.
„Ja?“  Knips… ein Stück Fußnagel hüpft lustig in die Wanne.
„Können wir morgen so nen gaaaanz gaaaanz tollen Samstag haben?“ Lautstark wird Zahnpasta ins Waschbecken gespuckt.
„Wie meinst Du das?“ Er hält kurz mit seiner Pediküre inne und schaut misstrauisch zu ihr herüber.
„Na, mal so einen gaaaaanz gaaanz enstpannten Tag eben. Ohne Pläne. Nur Du und ich.“
„Hm…“
„Och bittttöööööö…“ Sie blinzelt zu ihm herüber und sieht dabei aus, als hätte ein Vogel sein Nest auf Ihrem Kopf errichtet. Ihre Haare sind zu einem Berg mitten auf dem Kopf aufgetürmt und mit einem Haargummi fixiert.
„Wir könnten zum Beispiel im Bett frühstücken.“
„Och nöööö…!“ Er puhlt sich einen Sockenfussel zwischen den Zehen hervor.

Hotdog 6.1

„Warum nicht?“ „Ich kann im Bett nicht essen!“ Der Sockenfussel segelt langsam auf den Badvorleger. „Ach aber das ist doch total gemütlich! Wir trinken Kaffee, essen Croissants, kuscheln uns unter die Decke…“ „Croissants im Bett? Geht’s noch?!“ Er blickt kurz von seinen Füßen auf.  „Was ist an Croissants bitte falsch?“ Ihre Stimme bekommt einen leicht schrillen Ton. „Hast Du Dich mal gesehen, wenn Du Croissants isst? Und ich spreche davon, wenn Du sie am Tisch isst…!“ „Also entschuldige mal bitte…! Was willst Du mir denn damit sagen?“ „Damit möchte ich Dir sagen, dass danach nahezu die Hälfte des Croissants überall in der Küche rumfliegt.“ „Croissanst krümeln nun mal, wenn man hineinbeißt.!“ „Aha!“ Knips. Energisch wird ein weiteres Stück Nagel vom Fußzeh getrennt. „Siehst Du, genau das meine ich… Ich hasse Krümel im Bett!“ „Och Schaaaaaaatz…!“ Sie küsst ihn mit Zahnpasta verschmierten Mund in den Nacken.

„Oder wir fahren zum Möbel-Schweden. Ich finde nämlich, dass wir unser Schlafzimmer mal ein wenig optimieren könnten.“ Dabei wischt sie mit einem Wattebausch über Ihre Augen und verteilt einen schwarzen Schatten Wimperntusche um Ihre Lieder. „Wolltest Du nicht einen gaaaaaanz gaaaaaanz tollen Tag ohne Pläne machen?“ äfft er sie nach. „Das IST doch toll!“ Sie blickt ihn verständnislos aus Marylin Manson ähnlichen Augen an. „Du findest es toll mit hunderten von Menschen, inklusive Kinderwagen mit schreienden Babys und zeternden Kleinkindern, die alle keine Idee haben wie sie ihren Samstagvormittag verbringen sollen durch den Möbel-Schweden zu rennen? Das nennst Du einen gaaaaanz gaaaaanz tollen Samstag?“ Er schnauft und knipst sich dabei unachtsam ein Stück Haut vom kleinen Fußzeh, was einen Schwall unschöner Flüche und einbeiniges hüpfen durchs Bad mit sich bringt.

„Schatz, aber da gibt es doch auch immer diese leckeren Hotdogs. Die magst Du doch so gerne…“ „Ich habe mir gerade fast den kleinen Zeh amputiert und Du sprichst von Hotdogs. Du hast heute wieder ein Mitgefühl wie ein alter Käse!“ Konstantes Wimmer schallt durch das Badezimmer. Sie rennt zum Verbandskasten und klebt liebevoll ein Pflaster auf die Stelle, auf der sich ein winzig kleiner roter Blutstropfen zeigt. Leicht besänftigt lenkt er ein: „Ok. Wir machen morgen etwas gaaaaanz gaaaaanz Schönes. Aber die Nummer mit dem Möbelhaus kannst Du vergessen!“

Hotdog 9.1

Sie schaut ihn schmollend an. „Findest Du nicht, dass unser Schlafzimmer eine Schönheitskur benötigt?“ Sie zwirbelt eine Haarsträhne um ihren Zeigefinger und schaut Ihn mit großen Kulleraugen an. „Wieso? Wir haben ein Bett, jeder ein Kissen, eine Bettdecke. Der Fernseher funktioniert, so dass wir sogar Bundesligaspiele vom Bett aus sehen können… was fehlt denn?“ „Schaaaaaaaaatz!!! Atmospäre! Ich möchte mehr Atmosphäre im Schlafzimmer! „Keine Räucherstäbchen oder so einen Scheiß!!! Davon wird mir schlecht!“ „Nein, aber vielleicht ein paar neue Kissen, eine neue Farbe an der Wand. Und sich einfach ein paar Inspirationen holen…“ „Samstags, beim Schweden?“ „Ja, und im Anschluss ein Hotdog….und danach hübschen wir das Schlafzimmer auf… und danach…“ Er fällt ihr ins Wort: „Und danach gibt’s Fußball! Das ist ein ganz entscheidendes Spiel!! Es geht um den Abstieg …!“ Er schaut sie ernst an und hat beim Wort „Abstieg“ den Zeigefinger drohend erhoben. „Ein bisschen mehr Romantik fände ich schon toll!“ antwortet sie leicht pikiert. „Wenn meine Lieblingsmannschaft kurz vorm Abstieg ist, hört es leider mit Romantik auf!“  Sie schmollt und verschränkt beleidigt die Arme vor der Brust. Schweigen. Er befreit mittlerweile seine Fußsohlen von Hornhaut und ein schabendes Geräusch klingt durch das Badezimmer.

Hotdog 11.1

„Ok, Liebling. Wir machen einen Kompromiss… Wir bleiben morgen fast den ganzen Tag im Bett. Wir schauen Fußball, in der Halbzeit recherchieren wir im Internet nach tollen Schlafzimmer-Ideen und vorher machst Du uns Deine weltberühmten Hotdogs und die essen wir wegen mir auch im Bett- die krümeln zumindest nicht! Kein Mensch muss samstags zum Möbel-Schweden!“ Erwartungsvoll schaut er von seinen Fußsohlen zu ihr auf. „Hm…“, brummt sie „Okeeeee…. aber ich trinke morgen meinen Kaffee im Bett, Du gehst in der Zwischenzeit alles für die Hotdogs einkaufen und ich schaue schon mal auf auf homify was es da für Ideen zum Thema Schlafzimmer gibt!“ „Aber, wenn Du Kaffee im Bett verschüttest, dann bitte ausschließlich auf Deiner Seite!!!“ Sie rollt die Augen. „Kaffee verschütte ich auf meiner Seite, die Krümel verteile ich auf Deiner Seite.  Kompromiss?“ (…)

Hier ist das Rezept vom krümelfreien Hotdog:

5.0 from 3 reviews
Hotdog nach Art des Houses
 
Author:
Serves: 9
Ingredients
  • Hotdog-Brötchen:
  • 500 g Mehl
  • 240 ml lauwarme Milch
  • 60 ml Öl
  • 1 Ei
  • 1 Eck Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Milch zum Bestreichen
  • Hotdog-Sauce:
  • 125 g Mayonnaise (gerne selbstgemacht)
  • 2 EL gehackte Kapern
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 1 EL Zitronensaft
  • Curry
  • Kräutersenf
  • 1 Glas gehackte Mixed Pickles
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • Zum Belegen:
  • Warmes Sauerkraut
  • Salat
  • Warme Wurst nach Gusto (ich hatte Geflügel-Wiener)
Instructions
  1. Hotdog-Brötchen:
  2. Mehl in eine Schüssel geben und mit der Trockenhefe, dem Salz und dem Zucker mischen.
  3. Das Ei, Öl und die lauwarme Milch hinzufügen und zu einem glatten Teig (bis er glänzt) verarbeiten.
  4. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich vergrößert hat.
  5. Danach den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten und in 9 gleich große Stücke teilen. Aus diesen Stücken jeweils eine 15 cm lange Rolle formen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech 1 cm flachdrücken.
  6. Noch mal ca. 20-30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  7. Dünn mit Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C Umluft ca. 15 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
  8. Hotdog-Sauce:
  9. Alle Zutaten mischen und kräftig abschmecken. Evtl. mit Sahne verfeinern.
  10. Alle Zutaten zum Belegen im Brötchen schichten und herzhaft hineinbeissen. :)

(das Sauerkraut wurde übrigens von einem tollen Menschen selbstgemacht, wenn jemand wissen möchte wie das geht, leite ich gerne die Anfrage weiter)

Kaffee im Bett1.1

 

Ich wünsche Euch allen ein entspanntes und kuscheliges Wochenende. Ich stöbere noch ein bisschen bei Homify, auch wenn ich mein Schlafzimmer sehr gemütlich finde. Inspirationen kann man sich aber dennoch holen!

Macht es Euch gemütlich!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung von Homify.

Housemacher Leberwurst

{..und weshalb grau gar nicht grau(en)voll ist…}

Pssst…. Spitzt mal die Ohren… Hört Ihr das? Klack Klack Klack… da klappern sie wieder über das Parket. Gefährliche 12cm in betörendem schwarz.

Die Housefrau auf Mörderhacken…Und warum das Ganze? Weil es mal wieder Zeit ist für: STILETTOS IN DA HOUSE

Stilettos in da House1

Ihr kennt das ja schon: Katja von Stilettos and Sprouts und ich kochen in unregelmäßigen Abständen nach Farben. Grün und Rot haben wir ja die letzten beiden Male schon abgehandelt und wir waren beide der Meinung, dass es mal an der Zeit ist den Fortgeschrittenen-Parcours auf unseren Mörderabsätzen zu beschreiten. Deshalb wird diesmal nach der aktuellen Wetterfarbe gekocht: grau….

Ja, richtig gehört. GRAU. Also im House ist ja die eine oder andere Wand auch in mehr oder minder sanftes grau getaucht. Grau ist auch das ein oder andere T-Shirt in meinem Schrank (einfach weil es ja eine Abwandlung von schwarz ist). Und in ein nebeliges Grau taucht auch manchmal das Leben. Ach ja…*seufz* das Leben…. Man kann ja auch nicht immer mit der rosaroten Schweißerbrille herumlaufen und den Elefanten beim Fliegen zu sehen…. Und ganz ehrlich. Was hilft am besten gegen Stimmungsschwankungen, bedingt durch den grauen Alltag? Essen! Essen ist immer eine Lösung.

Leberwurst 1.1

Vor einiger Zeit hat mir ein guter Freund gebeichtet, dass es für ihn kaum etwas Tröstlicheres gibt, als ein Stück gutes Brot mit daumendicker Leberwurst zu verdrücken. Natürlich mit einer ordentlichen Portion Bauzener Senf und einem Berg Gewürzgurken. Einfach ein ehrliches Essen. Bodenständig eben. Erinnerungen an Kindheit. Gerne auch in Dosenform genommen.

Immer wenn ich an das Wort Grau in Zusammenhang mit Essen denke, ploppt jetzt das Wort „leberwurstgrau“ auf. Was liegt da also näher sich mal an einer eigenen Leberwurstproduktion zu versuchen. Housemacher Art natürlich! Und dass Leberwurst nicht nur schnöde und grau, sondern auch schön sein kann, liegt natürlich auch immer an der Präsentation und an den Nebendarstellern auf dem Teller. Denn Leberwurst kann auch sexy…ok, wenn sie in 12cm Mörderhacken zubereitet wird, ist ja quasi alles sexy. Da könnte man jemandem wahrscheinlich auch Kuhaugen als Dessert verkaufen. Aber hier geht es einfach nur um wunderbar graue Leberwurst. Die hohen Treter blendet ihr jetzt einfach mal aus!

Leberwurst 3.1

Und wer jemals seine eigene Wurst hergestellt hat, wird so schnell nichts Besseres beim Metzger (und beim Discounter schon gar nicht!) finden. Dabei ist das Ganze gar nicht so schwer in der Herstellung. Alle was Ihr an Gerätschaften braucht ist ein funktionierender Fleischwolf. Meiner stammt noch von meiner Oma und neben Wadenmuskeltraining (wegen der Schuhe), habe ich dazu gleich noch ein Bizepstraining absolviert. Mein Fleischwolf ist nämlich etwas schwerfällig im Gebrauch und man kurbelt sich quasi die Seele aus dem Leib. Aber ich habe bei dieser Wurst einfach mal wieder den Nostalgiegedanken hochgehalten, obwohl meine Küchenmaschine einen tollen Fleischwolfaufsatz hat. Ganzheitliche Körperertüchtigung durch Leberwurstherstellung. Damals nannte man das noch Leibeserziehung. Seinen Leib mit Leberwurst zu erziehen klingt so crazy, dass es einfach gut sein muss. Was will man denn noch mehr? Fit durch Leberwurst…Die Farbe Grau wird immer mehr zu meinem Freund.

Leberwurst 7.1

Und wie praktisch,dass jetzt auch noch Fasching, bzw. Karneval vor der Tür steht. Ich bin ja nach einem ordentlichen Trinkgelage eher so der herzhafte Typ. Und Leberwurst ist ein optimaler Katerkiller.

Oder man kreiert daraus einen hübschen Valentinstagsteller. So für die bodenständigen Paare. „Du Schatz, zünde doch schon mal die Kerze an, ich hol nur schnell die Leberwurst!“ Es geht doch nichts über Romantik… Dazu gesellen sich knallig-sündiges Rote Beete Tartar, knusprige Weißbrotscheiben und ein wunderschönes Wachtel-Spiegelei. Ich sag doch, Leberwurst kann auch sexy.

Leberwurst 8.1

Und damit Ihr in Kürze entweder Euren Karnevals-Kater danieder strecken oder Eurem Liebsten oder Eurer Liebsten am 14. Februar Leberwurst um den Bauchnabel pinseln könnt, hier kommt die Anleitung wie das Ganze zubereitet wird:

5.0 from 1 reviews
Housemacher Leberwurst
 
Author:
Ingredients
  • 500 g Kalbsleber
  • 250 g frischer Bauchspeck
  • 500 g nicht zu mageres Schweinefleisch
  • 3 - 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 2 Zwiebeln
  • ¼ TL gemahlener Piment
  • 1 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • geriebene Muskatnuss
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 2 TL Sonnenblumenöl
Instructions
  1. Leber von Häutchen, Sehnen und Röhren befreien. Leber, Speck und Schweinefleisch in Würfel schneiden. Knoblauch und Zwiebeln schälen und würfeln. Alles vermischen und zweimal durch den Fleischwolf drehen. Je nachdem, wie grob oder fein die Wurst sein soll, durch die entsprechende Scheibe.
  2. Die Wurstmasse kräftig mit Salz, Piment, Pfeffer, 1 guten Prise Muskat, Majoran und Thymian abschmecken. Die sterilisierten Gläser mit Öl auspinseln.
  3. Die Wurstmasse in die Gläser füllen und mit den Deckeln verschließen. Die Fettpfanne des Backofens mit einer doppelten Lage Küchenpapier auslegen und die Gläser so daraufstellen, dass sie sich nicht berühren.
  4. Die Fettpfanne bis unter den Rand mit warmem Wasser füllen und in die Backofenmitte schieben. Den Ofen auf 160° einschalten und die Leberwurst 1½ Std. garen. Die Gläser sofort aus dem Ofen nehmen und erkalten lassen. Dann an einem kühlen Platz aufbewahren.
  5. Ergibt ca. 8 Gläser à 200ml Inhalt

Stilettos in da House2

Und es ist mal wieder grandios… Katja hat sich auch für einen grauen Brotaufstrich entschieden. Ein Baba-Ganoush-Auberginen-Dip in betörendem Grau. Schaut unbedingt hier bei Ihr vorbei und lasst Euch von dieser anderen Graunuance betören! Dafür, dass Grau bei Essen ja eher so eine Unfarbe ist und oftmals an Verdorbenes erinnert, sind diese beiden grauen Aufstrichtypen wirklich unglaublich gutaussehend und wohlschmeckend.

Stilettos in da House3

Woher stammt eigentlich das Wort grauenvoll?

Ich wünsche Euch eine grau(en)volle Woche! Bunt ist übrigens völlig überwertet!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Jeder Topf hat seinen Deckel….

{…und warum es auch echt gut sein kann in die Pfanne gehauen zu werden!}

*Werbung

d. die Pfanne2

Kennt ihr diese Ansage vor einem Film aus dem Fernsehen: „Die nachfolgende Sendung ist für Kinder und Jugendlich unter 16 Jahren nicht geeignet“? Hier kommt ein Hinweis der mindestens genauso wichtig ist:

Der nachfolgende Post enthält Werbung für d. die Pfanne®, deren wunderbare Produkte ich testen und für den Onlineshop fotografieren durfte. Wer wegschalten möchte, hat genau jetzt die Möglichkeit dazu! Allerdings würde ich Euch nicht dazu raten, denn es lohnt sich für Euch dabei zu bleiben und keine der nachfolgenden Zeilen zu verpassen. Pssst…. Es gibt was zu gewinnen!

Eigentlich bin ich ja nicht so der Fernsehgucker. Zumindest nicht mehr. Denn sobald der Fernseher läuft und die Housefrau (bin ich nicht, aber das Wort ist schön!) sich bequem auf der Couch, in unzähligen Kissen vergraben danieder gelassen hat, werden die Augen schwer wie Blei. Ab Minute 36,5 eines Films schlafe ich tief und fest und träume von meinen ganz eigenen Heldenfiguren, die meist in einer Küche stehen und sinnlich in einem Topf oder einer Pfanne rühren. Zum Glück sehe ich mich beim Schlafen ja nicht selbst, aber ich habe schon des Öfteren gehört, dass es durchaus vorkommt, dass ich Kaubewegungen im Schlaf mache. Sehr peinlich…

Komischerweise wache ich immer genau in den Werbepausen auf. Toll! Echt!

d. die Pfanne 4

Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass am Jahresanfang alle Werbeeiträge im TV von 3 großen Themen geprägt sind? Abnehmen, einen Partner fürs Leben finden und aufhören zu rauchen… Scheinbar sind das die Themen, die den Großteil der Bevölkerung interessieren, bzw. was die Vorsätze der Leute so wiederspiegelt. Wie aktuelle Studien beweisen, schmeißen die meisten Menschen ihre guten Vorsätze allerdings bereits nach der ersten Woche hin.

Während ich mit halbgeöffneten Augen dem Fernseher entgegenblinzle, flimmert ein smarter sehr gut aussehender Herr, ca. 35 Jahre alt, über den Bildschirm. Er grinst einladend, erfolgreich und einnehmend direkt in die Kamera und spricht mich mit seiner warmen und männlichen Stimme an, dass er die Partnerin seines Lebens sucht… Der meint mich? Äh…ach ne, doch nicht. Er hat sich bei einer Partnerbörse registriert, weil solche Typen ja auch nie im richtigen Leben den vermeintlich passenden Deckel zu ihrem Topf finden. Ist klar!

Kurz darauf erscheint eine 40 kg „schwere“ Schönheit auf dem Bildschirm, und reckt ihren von Bauchmuskel gestählten Körper in knappem Top in die Kamera. „Ich habe innerhalb von 30 Tagen 20 Kilo abgenommen, und wenn ich das schaffe, schaffst Du das auch!“ Während sie das mit ihrer Klein-Mädchenstimme sagt, streichen ihre Hände an ihrer Körpermitte herab, demonstrieren ihren straffen und extrem schlanken Körper und halten dann eine Dose mit undefinierbarem Eiweißpulver in das Bild. „Teste gleich heute unsere neue Geschmacksrichtung Birne-Knoblauch-Zimt und erhalte eine Gratisprobe!“ Alles natürlich vegan, gluten- und lactosefrei… Wääääh!

Der nächste Werbespot beginnt mit anschwellender dramatischer Musik. Weißer Rauch weht über den Bildschirm. Dann hustet jemand blechern im Hintergrund und ein fahles Gesicht mit glimmender Zigarette zwischen den Lippen schiebt sich ins Bild. Im unteren Bildrand erscheint eine zitternde Hand die nach der Zigarette greift, dann wieder dieses furchtbare Gehuste, bei dem man denkt, Teile der Lunge fliegen jetzt noch ins Wohnzimmer. Ab diesem Zeitpunkt habe ich einfach den Fernseher abgeschaltet. Was man sich so alles im Fernsehen ansehen muss…!!! Und alles nur, weil damit die klassischen Vorsatz-Themen bedient werden. Tse tse tse.

d. die Pfanne

Wenn ich vorm Fernseher einschlafe und dann aufwache, habe ich meist Hunger. Nicht unbedingt immer die optimale Uhrzeit zu essen- aber wenn es der Körper doch verlangt. Es kommt auch tatsächlich vor, dass ich dann das ganz große Programm fahre und die halbe Nacht noch in der Küche stehe, alle Töpfe und Pfannen in Benutzung sind und ich danach völlig zufrieden und pappsatt ins Bett falle. Meist geschieht so etwas an einem Freitagabend, denn dann ist zumindest der Aufstehdruck für den kommenden Tag nicht gegeben.

Letzten Freitag war wieder einer dieser Abende. Pünktlich um 23 Uhr stolpere ich, getrieben durch lautes Magenknurren in die Küche. Und während ich so mein Steak in der Pfanne wende, fällt mir auf, dass das Kochgeschirr von d. die Pfanne® eigentlich alle vorgenannten Vorsätze bedient. Man benötigt nämlich zum Braten nur eine minimale Menge an Fett oder Öl, dank der tollen 3-fach PTFE-Beschichtung. Und wer jetzt Angst hat, dass sich diese Beschichtung nach mehrmaligem Benutzen löst, dem kann ich versichern: „Nein, das tut sie nicht!“ (Natürlich sollte man keine Küchenhelfer aus Metall benutzen!) Und selbst wenn sich etwas ablösen sollte, besteht dabei absolut kein Gesundheitsrisiko (nachzulesen hier). Man kann also seinem Vorsatz, im neuen Jahr auf seine Figur zu achten, mit diesen Produkten auf jeden Fall treu bleiben.

d. die Pfanne Grillpfanne

Und das Thema Rauchen bekommt Ihr mit diesem Kochgeschirr auch in den Griff, denn da raucht beim Braten mal nichts! Das liegt daran, dass auf Grund der extrem hohen Wärmeleitfähigkeit dieses Kochgeschirr mit sehr moderaten Temperaturen gekocht werden kann. Mein Steak bekam in der Grillpfanne ganz wunderbare Grillstreifen, ohne dass ich gleich in Fettnebel und Rauchschwaden erstickt bin. Das Tolle an den Pfannen ist auch, dass sie ein sehr geringes Eigengewicht haben und deshalb auch für zartere Geschöpfe, die nicht permanent in die Muckibude rennen, geeignet sind und super in der Hand liegen.

d. die Pfanne Topf

Seit Kurzem gibt es jetzt von d. die Pfanne eine neue Edition mit Kochtöpfen. Alles im selben Design wie die Pfannen. Und dass auf jeden Topf auch der passende Deckel gehört (wie im wahren Leben eben!), daran haben sich die Entwickler der d. die Pfanne® auch noch gehalten. Der Deckel des neuen Bräters, kann sogar eigenständig als Grillpfanne benutzt werden! Multifunktionalität finde ich ja immer großartig! Die Töpfe und Pfannen sind für alle Herdarten geeignet und nach der Benutzung extrem einfach sauber zu bekommen. Einfach mit einem milden Spülmittel (wenn überhaupt) und heißem Wasser reinigen, kurz mit Küchenkrepp trockenwischen und schon ist man fertig.

d. die Pfanne Paella

Über den Preis des Geschirrs war ich ja am meisten erstaunt. Man bekommt hier eine Qualität zu  wirklich unschlagbar günstigen Preisen, die mit jedem Markenhersteller unbedingt mithalten kann. Noch dazu spendet d. die Pfanne® von jedem verkauften Artikel 50 Cent an WDC Whale and Dolphin Conservation und fördert dadurch den Artenschutz. Ich muss sagen, ich bin echt rundum begeistert von diesen Produkten und habe meine alten Töpfe und Pfannen komplett ersetzt.

d. die Pfanne Bräter2

d. die PfanneBräter1

So, und das Beste kommt jetzt noch zum Schluss:

Ihr könnt nämlich auch in den Genuss kommen, ein d. die Pfanne®-Produkt Euer Eigen zu nennen, denn ich habe 3 Gutscheine jeweils im Wert von 30 Euro für Euch zur Verfügung gestellt bekommen.

Ihr müsst mir nur bis zum 24. Januar 2016, 23:59 Uhr folgende Frage richtig beantworten und mir einen Kommentar dalassen:

Wie viele Artikel umfasst das Sortiment von d. die Pfanne® ?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Die Teilnahme ist auf Personen aus Deutschland und Österreich beschränkt.
  • Ein Versand der Preise in andere Länder ist nicht möglich.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung der Gewinne.
  • Die Gewinner werden nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.

Bulgurbratlinge

Und damit Ihr auch gleich ein Rezept zum Ausprobieren Eurer neuen Pfanne habt, könnt Ihr hier lesen wie die vegetarischen Bulgurbratlinge zubereitet werden:

5.0 from 13 reviews
Vegetarische Bulgurbratlinge
 
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 10
Ingredients
  • 250 g Bulgur
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 250 g Möhren
  • 1 Zwiebeln
  • 2 EL Öl
  • 3 EL Sojamehl, oder Kichererbsenmehl
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 EL gehackte glatte Petersilie
Instructions
  1. Den Bulgur knapp 15 Minuten in der Gemüsebrühe kochen.
  2. Inzwischen die Zwiebel schälen und klein würfeln.
  3. Die Möhren putzen und fein raspeln.
  4. Öl in einem Topf erhitzen.
  5. Die Zwiebeln darin kurz andünsten, dann die Möhrenraspel dazugeben und zusammen ca. 3 Minuten weiter dünsten.
  6. In eine Schüssel umfüllen und den Bulgur dazugeben.
  7. Mehl und Gewürze dazu geben und alles zusammen mit dem Ei gut vermischen.
  8. Anschließend die Petersilie untermischen.
  9. Aus dem Bulgur-Gemisch kleine Bratlinge formen und diese in einer beschichteten Pfanne in wenig Öl braten.
  10. Dazu passt Kräuterquark.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch Euch ganz viel Glück zu wünschen! (auch bei der Einhaltung Eurer Vorsätzen)

Habt ein tolles Wochenende,

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

Orientalischer Flammkuchen

{…oder was Bräät a porteeee und Bauchtanz miteinander gemeinsam haben}

Orientalischer Flammkuchen1

Wenn morgens um 7.15 Uhr das Telefon klingelt, kann entweder nur eine Katstrophe oder ein Wunder passiert sein. In diesem Fall war es etwas genau zwischen Katastrophe und Wunder, als Miriam den Hörer Ihres Telefons abhob und ein unwirsches und verschlafenes: „Jaaaa?“ in den Hörer blaffte. Am anderen Ende war eine ziemlich ausgeschlafene junge Frauenstimme zu vernehmen: „Na Du bist ja wieder bestens gelaunt um diese Uhrzeit! Und falls Dein Gehörgang noch im Kissen steckt, hier ist übrigens Nathalie…!“

Miriam zählte kurz innerlich bis 3, um den aufkommenden „Was-bist-Du-um-diese-Uhrzeit-schon-so-ekelhaft-gut-gelaunt-Gedanken“ wegzuatmen. „Oh Nathalie, was verschafft mir die frühe Ehre? Also nicht dass ich mich nicht freue von Dir an einem Sonntag, an dem ich ausschlafen könnte, um diese Uhrzeit geweckt zu werden…!“ (der genervte Unterton in ihrer Stimme war einfach nicht zu unterdrücken).

„Du wirst es einfach nicht glauben! Weißt Du noch, neulich als ich Dir von dem Bauchtanzkurs erzählt habe? Ingos Frau aus dem Nachbarhaus hat mich gestern Abend beim Müll rausbringen darauf angesprochen, dass heute der neue Kurs beginnt und noch exakt 2 Plätze frei sind. Ich habe uns direkt mal angemeldet. Na, was sagst Du?“

Miriam schaute verstohlen an sich runter und nahm das verwaschene T-Shirt wahr, dass ihr ziemlich unsexy unter der Brust klemmte. Darunter zeichnete sich ein Bauch ab, der diesen Namen durchaus auch verdient hatte. Manch einer mag es gemütlich nenne, andere nennen es wohlgenährt. Miriam störte es bislang nicht.

„Komm Süße, das wird toll! Du und ich beim Kreisen der Hüften, beim Bewegen der Körpermitte…Und gerade etwas Fülligere finden in solchen Kursen ganz besonders schnell ihr Selbstbewusstsein wieder!“ „Was willst Du denn bitte damit sagen?“ fauchte Miriam, schlurfte verschlafen in Richtung Küche und goss sich Ihren Frühstücksdrink ein großes Glas Eistee mit Pfirsich-Geschmack ein. „Naja ich meine ja nur…Du und Deine Körpermitte könntet auch irgendwie dickere Freunde sein und etwas besser harmonieren, findest Du nicht?“ Ein undefinierbares Schnauben von Miriam suchte sich den Weg durch die Leitung zum anderen Ende. „Wir sind DICKE Freunde, falls es Dir noch nicht aufgefallen ist!“ „Also, um 18 Uhr geht’s los! Wir treffen uns in der Turnhalle! Zieh bequeme Klamotten an! Bis nachher!“ Und schon war nur noch das Klicken und eine dumpfe Stille im Hörer zu vernehmen. Miriam ließ sich auf ihren Küchenstuhl plumpsen und stütze Ihr Doppelkinn auf Ihre Handinnenflächen. Bauchtanz… Pffff….

Orientalischer Flammkuchen3

Um Punkt 18 Uhr stand Miriam in Ihrer helllila Leggings vor der Turnhalle und bereute es bitter, dass sie nicht eines ihrer Schlafshirts in Größe XXXL angezogen hatte. Aber warum auch? Beim Bauchtanz kann man schließlich zeigen was man hat und schon strich ihre linke Hand zärtlich über die Rollen, die Ihr etwas zu enges T-Shirt abzeichneten. Schließlich heißt es Bauchtanz und wenn einer Bauch zum Tanzen hat dann Miriam… Nathalie kam in Ihrer stylischen grauen Jogginghose an und sah natürlich belendend aus! „Na los! Schau nicht so angefressen! Das macht bestimmt einen heiden Spaß“, und schon zog Nathalie ihre Freundin an der Hand hinter sich her in die Turnhalle.

Erinnert Ihr Euch noch an den Geruch der Turnhalle zu Eurer Schulzeit? Ein muffiger, nach Schweiß und getragenen Socken müffelnder Dunst schlug Miriam entgegen, als sie die Halle betrat. Sofort kam ihr wieder die Erinnerung hoch, als sie in der 7. Klasse versuchte mit Anlauf eine Grätsche über den Bock (->Turngerät) zu machen und unsanft mit ihrem Puddingbauch dagegen klatschte, weil ihr irgendwie die Sprungkraft gefehlt hatte. Simon, Ihr heimlicher Schwarm, war als Hilfestellung an diesem Turnerät eingeteilt und konnte so schnell gar nicht seine Hände in Ihre Richtung strecken, als sie schon wie ein dicker Käfer rücklings auf dem Mattenboden lag. Eigentlich hatte sie sich geschworen nie wieder eine Turnhalle freiwillig zu betreten, wenn sie erwachsen ist. Und nun befand sie sich genau an so einem Ort wieder. Es war zwar kein Bock aufgebaut, dafür war der Geruch unverändert.

Und was sich an diesem Abend noch unerschied, waren die 8 anderen Damen, die sich zu diesem illustren Bauchtanzkurs eingefunden hatten. Fast alle waren in schillernd bunte Gewänder gehüllt. Eine mit einem Band aus kleinen lustig klingenden Glöckchen um Ihre ebenfalls recht üppige Hüfte gebunden, die bei jedem Atemzug klangen, als hätte man die Tür eines Gemischtwarenhändlers betreten.

Orientalischer Flammkuchen4

Und dann kam Helga die Tür herein. Helga, war die Kursleiterin. Eine braungebrannte Mitfünzigerin, mit einer Frisur, die Marge Simpson alle Ehre gemacht hätte und in ihrer eigenen rheinischen Art ein lautes „Halloooohoooo Mädels!“ in die Runde schmetterte. Ihre königsblaue Pumphose und ihr passendes mit perlen- und paillettenbesetztes Top umspielten Ihre breiten Hüften und ihre üppige Oberweite. „Wo ist denn ihr Gesichtsschleier????“ raunte Nathalie Miriam zu und musste sich ein lautes Lachen verkneifen. „Boooahhh Ihr seht ja alle tooohooooolll aahaus! Fast wie beim Brääät  a porteeee! So eine bunte Gruppe hatte ich schon lange nicht mehr!“ Und schon schwebte Helga zu ihrem Ghettoblaster und kurz darauf schwangen orientalische Klänge durch den Turnsaal und Helgas Hüften wiegten sich im Takt. „Macht einfach nach was ich mache..!“ Und dann begonnen ihre Hüfte sich zu bewegen, während der Oberkörper ganz ruhig blieb. Ganz, als ob sich Ihr Körper in zwei selbstbestimmte Partien unterteil hätte. Helgas Arme kreisten über ihrem Kopf, während Ihr Bauch anfing sanfte Wellenbewegungen auszuführen. Nathalie und Miriam sahen sich an und blickten stumm auf die anderen Kursteilnehmerinnen, die sich darin versuchten den oberen Teil Ihres Körpers getrennt von dem unteren Teil zu bewegen, während klagend und jaulend die Blas-, Schlag und Zupfinstrumente aus dem Orient aus dem Lautsprecher schnarrten.

Bei Miriam war an dieser Stelle der Abend beendet. Sie stieß Nathalie in die Seite und deutet mit ihren Augen an, den Rückzug anzutreten. Nathalie war zum Glück genauso perplex, ob des hüftschaukelnden bunten Schauspiels in dieser muffigen Kleinstadt-Turnhalle, dass sie nur stumm mit den Augen nickte. „Äh, Helga…Entschuldigung…wir müssen jetzt leider gehen!“, sagte Miriam laut in die Runde. „Ach? Warum denn???“ fragte Helga erstaunt und ließ ihre Arme auf ihren klingenden Hüftgürtel sinken. „Duuuu, Nathalie hat gerade schlimme PMS (-> prämenstruelles Syndrom). Das kam ganz plötzlich. Und ich muss sie jetzt nach Hause bringen. Habt noch einen schönen Abend!“ Und schon schwebten die beiden hüfteschwingend und seitlich mit den Armen rudern, im Takt der Musik aus der Turnhalle. Vor der Tür mussten sie sich erst einmal auf eine Bank vor der Halle setzten und schlugen sich auf die Schenkel vor Lachen.

Orientalischer Flammkuchen2

„Weißte was?“, sagte Miriam. „Ich hab jetzt so Lust auf orientalisches Brääät a porteee! Das mache ich uns jetzt zu Hause.“  „Was machst Du uns zu Hause?“ fragte Nathalie mit lachtränenerstickter Stimme. „Na. Portables Brääät nach orientalischer Art. Aber nur unter einer Bedingung: Du schleppst mich niiiiiiee wieder zu einem Bauchtanzkurs!“ „Abgemacht!“

–  –  –

(Dies war ein kleiner Auszug aus Tanjas Märchenstunde)

Granatapfel

Wollt Ihr auch ein orientalisches Brääät a porteee haben? Ok. Nennen wir es vielleicht eher Orientalischer Flammkuchen mit Lamm-Hackfleisch, Feta und Granatapfel. So wird’s gemacht:

5.0 from 5 reviews
Orientalischer Flammkuchen
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Flammkuchenteig:
  • 250g Weizenmehl
  • 125 ml Wasser
  • 3 EL ÖL
  • 1 TL Salz
  • Belag:
  • 250 g Lammhackfleich
  • 1 EL Öl
  • 200 g türkischer Joghurt (10%)
  • 100 g Schafskäse
  • Kerne eines Granatapfels
  • Koriander
  • Zimt, Keuzkümmel, Anis gemahlen
  • Salz, Pfeffer
  • Ölivenöl
Instructions
  1. Aus den Flammkuchenteig-Zutaten mit der Küchenmaschine einen Teig kneten und kurz in Folie gewickelt ruhen lassen.
  2. In der Zwischenzeit das Hackfleisch in einem EL Öl anbraten und mit Salz, Pfeffer, Zimt, Kreuzkümmel und Anis nach Belieben abschmecken.
  3. Den Teig in 4 Portionen teilen und jede Teigportion zu einem Fladen ausrollen.
  4. Jeden Teigfladen mit dem türkischen Joghurt bestreichen und das Hackfleisch darauf verteilen.
  5. Alles bei 180 Grad für ca. 20 Minuten auf der mittleren Backofenschiene backen.
  6. Noch warm mit zerkleinertem Schafskäse bestreuen und die Granatapfelkerne darauf verteilen.
  7. Koriander nach Belieben darüber geben und noch warm mit etwas Olivenöl beträufelt servieren.

 

Und für die Authentizität könnt Ihr euch bei You Tube noch die passende Musik anhören (könnt Ihr natürlich auch lassen!) und vor dem Spiegel die perfekte Hüft- und Bauchwelle üben.

Viel Spaß!

Und das Bräät a porteee ist echt zu empfehlen!

Ich habe gerade aufgegeben meinen Oberkörper getrennt von meiner unteren Körperregion bewegen zu wollen… Die beiden bilden einfach zu sehr eine Symbiose…vielleicht mache ich dann doch auch mal einen VHS Kurs.

Bis bald, hier in dieser Anstalt ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Herbstliches Rosenkohl-Sandwich

{…und die Sache mit dem Kohldampf…}

  Rosenkohl-Sandwich9

So Herrschaften, heute gibt es mal wieder einen kleinen Exkurs in die wunderbar peinliche Welt der Miss W. aus dem House No.15.

Im Leben einer Kaltmamsell ist ja nicht immer alles nur aus Zucker und lecker und wohlduftend.

Ganz im Gegenteil. Manches klebt, manches erzeugt beim Zubereiten merkwürdige Geräusche , einiges lässt einem die Tränen in die Augen treiben, weiteres verursacht blöde Flecken auf den Klamotten, die beim Waschen ums Verrecken nicht mehr raus gehen und wiederum anderes riecht einfach nur…äh…nun…erst mal unschön. Zuerst beim Kochen. Dann nach dem Verzehr.

Ich habe lange überlegt, ob ich so etwas hier schreiben kann. Aber mal ganz ehrlich. Wir sind doch unter uns, oder? Und auch das gehört einfach zum Leben dazu.
Damit Ihr eine Vorstellung habt wovon ich rede, fange ich mal ganz von vorne an:

Rosenkohl-Sandwich3

Ich habe KOHLDAMPF! Und weil sich gelegentlich Leute beschweren, wenn etwas nicht absolut saisonal hier auf dem Blog verkocht wird (ja, ich nehme auch manchmal Dinge aus der Tiefkühltruhe!!!), halte ich mich jetzt mal an das ungeschriebene Foodblogger-Gesetz und bin gaaaanz im Herbst und dessen saisonalen Genüssen angekommen.

Ich habe mal spaßeshalber das Wort „Kohldampf“ gegoogelt. Und heraus kam einzig und allein die Bedeutung „großen Hunger verspüren“. Nun ja, ich könnte ja den Wikipedia-Eintrag um eine weitere Erklärung bereichern. Eine, die der Nahrungsaufnahme nachgelagert ist und dann nichts mehr mit dem Hungergefühl, sondern nur noch mit dem Wort „Dampf“ nach der Kohlaufnahme zu tun hat.
Ich hoffe Ihr versteht mich alle, denn das möchte ich eigentlich gar nicht weiter erläutern müssen.

Rosenkohl-Sandwich7

Neulich stehe ich ganz unbedarft beim Bäcker, warte bis sich die Menschentraube vor mir langsam in Wohlgefallen auflöst und zufrieden drein blickende Menschen den Laden mit vollen Tüten verlassen. Hinter mir entsteht eine Lücke von ungefähr einem halben Meter. Ich denke mir nichts dabei und freue mich, dass kein fremder Mensch mir so nah auf die Pelle rückt. Ihr kennt sicher die Sache mit dem eigenen persönlichen Bereich um sich herum. Gerade wenn sich lange Schlange an Kassen oder Theken bilden, neigen doch die ein oder anderen Personen dazu, Ihren Bauch fast an den Rücken oder den Hintern des Vordermanns/frau zu pressen, weil es ja dadurch vielleicht schneller voran gehen könnte. Ich hasse das und mache in diesem Fall immer einen festen beherzten Schritt nach hinten und treffe mit 100%iger Wahrscheinlichkeit genau den Mittelfußknochen des hintendran Stehenden. Mittlerweile bin ich Profi-Fußtreter und habe mich schon soweit professionalisiert, dass ich es schaffe, fast mein gesamtes Körpergewicht bei dieser Aktion auf den zurücktretenden Fuß zu verlagern. Mit betroffenem Blick drehe ich mich um und sage dann laut: “Ach herrje das tut mir aber jetzt leid. Ises schlimm? Sie haben aber auch dicht hinter mir gestanden!“ Meist schaue ich dabei in ein ziemlich schmerzverzehrtes Gesicht, während meine innere fiese Fee vor Schadenfreude Purzelbäume schlägt.

Beim Bäcker blieb diese Situation aus. Obwohl hinter mir sehr wohl noch andere Menschen warteten, um Ihre Backwaren zu erwerben. Aus den vorderen Reihen der Schlange löste sich ein Mann und kam mir entgegen. „Ach neeee… ich dachte Du backst Dein Brot immer selbst, Tanja?!“, sagte er grinsend. Mein alter Freund Markus, den ich schon seit dem Kindergarten kenne, umarmte mich herzlich und trat dann spontan einen Schritt zurück. „Uhhhh….!“, sagte er und wedelte theatralisch mit der Hand in der Luft hin und her. „Was ist das denn für ein neuer Damenduft den Du da trägst?“ Irritiert schnupperte ich an mir und wechselte mal eben die Farbe von blassrosa über rot bis zu bordeauxfarben. Peinlichkeit kennt keine Grenzen!

Bevor ich nämlich das House verlassen habe, weil ich merkte, dass ich kein Brot mehr zu House hatte, habe ich schon mal alles für diese ultra leckeren Herbst-Sandwichs vorbereitet. Käse gerieben, Speck geschnitten und Rosenkohl mit Zwiebeln angebraten. Letzteres hat natürlich einen gewissen Kochnebel hervorgerufen, der sich ganz heimlich, still und leise wie eine Tröpfchen-Infektion auf mir niedergelassen hat. So, und nun stand ich beim Bäcker und habe wahrscheinlich den halben Laden mit meinem „Eau de Rosenkohl-Zwiebel-Odeur“ zugenebelt. Kein Wunder, dass alle Pellenrücker hinter mir gefühlt einen Kilometer Abstand gehalten haben…

Zum Glück kam ich relativ schnell dran und bin ohne nach rechts und links zu schauen aus dem Laden gestürzt. Als ich die Tür vom Auto öffnete, wurde mir das ganze Ausmaß meiner Dunstwolke noch mehr bewusst, denn hier war der „Kohldampf“ in der Zeit, die ich beim Bäcker verbracht habe, konserviert worden.

Rosenkohl-Sandwich4

Aber ich hatte ja noch meine Herbst-Sandwich-Mission zu erfüllen und habe anstatt zuerst zu duschen und mich umzuziehen erst einmal mein Essen fertig zubereitet. Auf noch ein bisschen mehr Essensgeruch am Körper kam es dann auch nicht mehr an. Und soll ich Euch was sagen? Ich habe mich sogar stinkend an den Tisch gesetzt und mit einem riesen Genuss dieses Rosenkohl-Sandwich gegessen. Ich hatte aber auch einen Kohldampf! Und leeeeeecker war’s! Ach ja: und wegen des weiter oben angesprochenen „Dampfs“ nach dem Verzehr von Rosenkohl, empfehle ich ein bisschen Kümmel beizugeben.

Falls Ihr jetzt Appetit auf einen herzhaften Herbstsnack bekommen habt, dann solltet Ihr das unbedingt nachmachen! Falls Ihr unter Kohldampf leidet übrigens auch! Und falls Euch der andere Kohldampf stört, dann wechselt vor dem Verlassen der Wohnung auf jeden Fall die Kleidungsstücke und reißt alle Fenster weit auf.

5.0 from 8 reviews
Herbstliches Rosenkohl-Sandwich
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 8 Scheiben kräftiges Bauernbrot
  • 400 g Rosenkohl geputzt und fein geschnitten
  • 1 große Zwiebel in kleine Würfel geschnitten
  • 200 g dünn geschnittener Speck
  • 150 g geriebener Gruyere Käse
  • 1 TL Zucker
  • Dijonsenf
  • Olivenöl
  • Butter
  • Kümmel nach Belieben
Instructions
  1. Heizt den Backofen auf 200 Grad vor.
  2. Das Öl kurz erhitzen und darin die Zwiebelwürfel glasig anbraten.
  3. Den Rosenkohl und den Zucker dazu geben und für knapp 5 Minuten andünsten und zur Seite stellen.
  4. Den Speck kurz in einer Pfanne ohne Beigabe von Fett anbraten und ebenfalls zur Seite stellen.
  5. Die Brotscheiben dünn mit Dijonsenf bestreichen.
  6. Brotscheiben zuerst mit Rosenkohl und dann mit dem gebratenen Speck belegen. Wer mag streut ein wenig Kümmel auf den Rosenkohl.
  7. Zum Schluss den geriebenen Käse darüber streuen und mit einer weiteren Brotscheibe verschließen.
  8. Die belegten Brote von außen dünn mit Butter bestreichen und in einer Grillpfanne oder im Kontaktgrill knusprig grillen.
  9. Danach kommen die Brote für 3 Minuten in den vorgeheizten Ofen, bis der Käse geschmolzen ist.
  10. Noch warm servieren.

Ich gehe jetzt mal einen Duftbaum fürs Auto kaufen. Gibt’s die Duftrichtung „Fischmarkt“ eigentlich schon im Handel?

Es grüßt Euch (mittlerweile wieder nach einer taufrischen Frühlingswiese duftend)

Tanja

aus dem House No.15

Und jetzt haben wir den Salat {Teil 4}

1

Also wenn in China ein Sack Reis umfällt, mag das ja den einen oder anderen nicht interessieren (mich interessiert es ja meisten auch nicht). Es fängt mich aber genau dann an zu interessieren, wenn dadurch ein mittelschweres Erdbeben im House No.15 ausgelöst wird.
So geschehen in dieser Woche.

Keine Ahnung mit was der Sack dort in China gefüllt war, auf jeden Fall hat es einen ziemlich lauten Rums getan und dadurch in meinem Leben 1.0 ziemlich gerappelt. Naja, und deshalb wurde meine Wochenplanung, was das Thema bloggen anbelangt, ziemlich durcheinander gebracht, denn eigentlich sollte dieser Salat ja schon am Montag hier erscheinen. Das klingt jetzt alles ganz furchtbar dramatisch. Ist es aber gar nicht. Ich hatte einfach arbeitsmäßig diese Woche so viel um die Ohren, dass ich nicht eine Minute Zeit für etwas anderes hatte (außer schlafen- und das war auch nötig!).

2

Und weil mich dieser Sack Reis reichlich Nerven gekostet hat, gab es auch keinen Reissalat, sondern asiatischen Glasnudelsalat. Ätsch Ihr Chinesen! Ha! Und weil ich Glasnudelsalat alleine total langweilig fand, habe ich schnell mal noch ein paar Garnelenbällchen dazu gemacht. So zu Feier des Tages und als krönenden Abschluss der Salatwoche.

4

Ihr merkt, ich komme heute ziemlich schnell zur Sache und halte mich heute mal ausnahmsweise nicht mit viel Text und Geschichtenerzählerei auf. Mensch…ich hab doch keiiiine Zeiiiit! Und bald geht es doch auch schon wieder weiter hier im House. Aber diesmal dann ohne Salat. Davon hatte ich in letzter Zeit wirklich genug. Und dann gibt’s bestimmt auch wieder *Tanja plaudert fröhlich über ihr Leben und ihre Missgeschicke*. Warum eigentlich immer ich?

Hier also ganz schnell das Rezept von den Glasnudeln in Salatform mit Garnelenbällchen:

5.0 from 3 reviews
Glasnudelsalat mit Garnelenbällchen
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Glasnudelsalat:
  • 200 g Glasnudeln
  • 100 g rote Zwiebeln in feinen Scheiben
  • 150g Zuckerschoten
  • 120 g Möhren in feinen Stiften
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 30 g frischer Ingwer klein geschnitten
  • 1 rote Chilischote
  • 3 EL Sojasauce
  • 50 ml Fischsauce
  • 3 EL Reisessig
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 Bund Koriander
  • Garnelenbällchen:
  • 1 Bd Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten
  • 20 g frischer Ingwer klein geschnitten
  • 200 g Lachsfilet
  • 200 g Garnelen (roh)
  • Salz, Pfeffer
  • 150 g Panko-Brösel (alternativ Paniermehl)
  • 1 Bd. Koriandergrün
  • Sesam hell und dunkel
Instructions
  1. Für den Salat schneidet Ihr die geputzten Zuckerschoten schräg in feine Streifen und vermischt sie mit den Möhren und den roten Zwiebeln in einer Schüssel.
  2. Dann kommen die Glasnudeln dazu .
  3. Alles mit 1,5 Liter kochender Gemüsebrühe übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.
  4. Dann werden die Nudeln abgegossen, kalt abgeschreckt und gut abtropfen lassen.
  5. Die Chilischot mit den Kernen in feine Ringe schneiden und mit dem Ingwer, der Sojasauce, Reisessig, Fischsauce und Limettensaft vermengen.
  6. Die Sauce über das Glasnudel-Gemüse-Gemisch geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut vermengen.
  7. Fein gehackten Koriander unter den Salat heben und alles mindesten 30 Minuten ziehen lassen.
  8. Für die Garnelenbällchen die Garnelen mit dem Lachs, dem Koriander und den Frühlingszwiebeln in einem Multizerkleinerer zu einer Farce verarbeiten.
  9. Mit Ingwer, Salz und Pfeffer würzen.
  10. Evtl. einen Spritzer Fischsauce hinzugeben.
  11. Dann kleine Bällchen aus der Masse formen und diese anschließend in Panko wälzen.
  12. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen darin von allen Seiten goldbraun braten.
  13. Vor dem Servieren mit Sesam bestreuen.

3

Habe ich eigentlich schon gesagt, dass dieser Salat ganz furchtbar lecker geschmeckt hat? Und dass er sich auch ohne diese Garnelenbällchen großartig als Beilage zu gegrilltem Fisch eignet? Und Grillen steht ja bei diesen Temperaturen wohl ganz hoch im Kurs oder?

Verratet mir doch mal: Hört Ihr es auch manchmal, wenn ein Sack (egal mit welcher Füllung) in China umfällt oder gar platzt, oder geht Euch das am… (woran auch immer) vorbei?

Bewahrt einen kühlen Kopf in den Tagen mit diesen überirdischen Außentemperaturen und bleibt entspannt! Ich versuche noch ein wenig asiatische Tageszeitungen zu entziffern. Es sind eindeutig zu wenig Bilder auf diesem Papier…

5

Ich hoffe Euch hat meine Salad-Week gefallen und der ein oder andere Salat hat Euch zum Nachmachen animiert. Ich würde mich sehr über Feedback von Euch freuen. Auch gerne über instagram @house_no_15 oder hier bei Facebook.

Es grüßt Euch

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 2 von dem schönen Onlinemagazine Aromenspiele „Frühlingsküche“.

Und jetzt haben wir den Salat {Teil 3} Der 5km-Salat

2

So eine Salatwoche ist ja ganz schön und gut. Aber so ganz ohne Bewegung hilft ja auch so eine Salatwoche nichts. Also habe ich mich aufgerafft und habe mich mal wieder mit dem Thema Jogging auseinandergesetzt. Ich und Jogging…das ist wie wenn Helene Fischer ACDC singen würde.

Ich bin ja eher der ACDC-Typ, als der Helene Fischer-Fan. Naja, aber ab und zu muss man ja auch mal über den Tellerrand hinausschauen und sich in Genre begeben, die einem sonst eher fremd sind.

Also mache ich heute einen auf Helene Fisher, werfe mich in meine Goldglitzer Laufhose (ist gelogen!) und starte mit wehendem Haar meine Joggingrunde (auch gelogen! Offene Haare beim Sport – schön, aber sowas von unpraktisch!). Das Ziel für den Anfang: 5 km…das sollte ja wohl zu schaffen sein. Sollte. Könnte. Würde gerne. Alles schöne Wörter. In der Praxis sieht das schon wieder ganz anders aus!

1

Ich fange am besten ganz von vorne an: Eine meiner Freundinnen joggt immer total konsequent mindestens 3 Mal in der Woche (zumindest im Sommer) an meinem Bürofenster im House vorbei. Ich sehe sie schwitzen, ich sehe, dass sie Sport treibt, ich sehe, dass sie etwas für Ihren Körper tut. Das will ich auch. Rennen, bis mir die Zunge aus dem Hals baumelt, ich das Gefühl habe, dass mein Blut beim Laufen aus den Adern quillt und die Halsschlagader so sehr pulsiert, dass sie in einem Techno-Track die Baseline vorgeben könnte. Genau das will ich! 5 km. Schaffe ich!

3

Also schnüre ich gestern meine Joggingschuhe, die ich mir vor einem Jahr in einem Sportfachgeschäft für 200 Euro habe anpassen lassen (ich habe nicht mal Pumps, die so teuer waren!), stecke mir die Kopfhörer ins Ohr (da läuft Tina Dico *On the run* in Hirnvibrations-Lautstärke) und laufe los.
Ganz gemütlich, ganz in Ruhe, lasse meine Gedanken treiben, während ich an Pferdekoppeln und 100jährigen Spaziergängern mit dämlichen Stöcken in der Hand freundlich grüßend, spritzig und mit einem euphorischen Lächeln auf dem Gesicht vorbeirenne.
Dabei muss ich sagen, dass die Pferdekoppeln so ca. 300 Meter vom House entfernt sind. Bei Kilometer 0,5 (-> 500 Meter) verspürte ich ein unangenehmes Ziehen in der Seitengegend. DURCHHALTEN! Jetzt bloß nicht aufgeben! Ich schleppe mich weiter mit einem eingefrorenen Lächeln auf dem Gesicht, bloß nicht schwächeln. Der Schmerz in meiner Seite wird nahezu unerträglich. Ich halte kurz an, strecke die Arme in den Himmel, wie ich es bei so einem Sport-Guru in einem You-Tube-Video gesehen habe, atme tief in den Bauch, halt die Beine in Bewegung und hoffe, dass das Ziehen so langsam nachlässt.
Kurz tut mir mein Körper den Gefallen, bis ich wieder antrabe, und in der Ferne eine Bank entdecke. Man muss sich ja Ziele setzen, habe ich mir gedacht. Die Bank ist das Ziel und die ersehnte Pause ist der Lohn. Also sitze ich kurze Zeit später mit meinen fast neuen 200 Euro teuren Laufschuhen (deren Sohlen so abgenutzt sind, wie die Spülhandschuhe der englischen Queen), der stylischen Hose und dem offenen Haar auf der Bank, sehe blenden aus (weil geschwitzt habe ich ja nicht), wippe fröhlich mit dem rechten Fuß im Takt zur Musik in meinem Ohr und lehne mich ganz entspannt zurück. Alles doof! Ich fühle mich wie ein Versager. Immerhin –  knapp einen Kilometer habe ich geschafft.
Wir erinnern uns: auf dem Plan standen 5 Kilometer. Hab ich ja fast geschafft, oder?! Sagt jetzt nichts! Die Frustration hat mich eh schon im Griff! Um zumindest meinen inneren Frieden mit dem gestrigen Bewegungsversuch zu finden, beschließe ich den Rest der Rund mit strammen Gehen zu beenden.
Und während ich darüber nachdenke, wackelt das 100jährige Paar mit seinen Stöcken, fröhlich schwatzend an mir vorbei, schaut kurz mitleidig auf mich herab, grüßt lächelnd und wissend und schreitet strammen Schrittes weiter. Danke Leute!

4
Ich raffe mich also auf, und beschließe die 500 Meter wieder zurück zu laufen (ich traue mich schon gar nicht mehr das Wort „joggen“ zu benutzen). Ich trabe also noch ein letztes Mal an und fühle mich nur noch einen Bruchteil so gut, wie zu dem Zeitpunkt als ich startete, aber egal. Kurz vor der Pferdekoppel stolpere ich fast, denn unter einem Ahornbaum liegt ein Schild mit der Zahl 5 darauf. Eigentlich war das einst an dem Baum fest verschraubt, um zu kennzeichnen, dass es bis zu einem bestimmten Punkt nur noch 5 km weit ist. Mal wieder ein Zeichen? Das soll doch bestimmt heißen, dass da jemand der Meinung ist, ich habe meine 5 Kilometer erreicht. Anders als geplant, aber egal. Jeder hat seine eigenen Ziele und Vorstellungen irgendwann anzukommen. Für heute habe ich meine persönliche Zahl 5 erreicht. Ich bin nicht unbedingt stolz auf mich, aber trotzdem sehr entspannt und habe mit Sicherheit trotzdem etwas gegen einen dicken Hintern getan. Übrigens, falls Euch eine sehr lustige Theorie zum Thema „Zusammenspiel zwischen Hirn und Hintern“ interessiert, sollte Ihr auf jeden Fall bei Sandra von haseimglück vorbeischauen! Da wird dieses Thema genauer und vor allem sehr amüsant erläutert.

Ich habe mir zu Hause angekommen erst mal einen 5-Km Salat gemacht. Auch wenn ich diese 5 Km nicht geschafft habe. Der Gedanke war da, einen gewissen Einsatz habe ich gezeigt und zur Not esse ich den Salat auf das nette alte 100jährige Pärchen, das jetzt bestimmt ganz entspannt und zufrieden auf dem Sofa sitzt und sich gegenseitig die angestrengten Waden und Füße massiert und mit Sicherheit 5 Kilometer mit ihren Stöcken abgerissen hat. Hach… Mist! Das Holzding mit der 5 darauf ist übrigens das besagte Schild…

2

5

Hier also das Rezept zum 5-km-Salat mit gesundem Baby-Spinat, gerösteter Paprika und gefüllter Polenta, dazu ein super leckerer Radieschen-Dipp, dessen Rezept mir die liebe Liane verraten hat
(die gefüllte Polenta ist das Belohnungs-Prinzip, nach dieser sportlichen Hochleistung *räusper*)

5.0 from 8 reviews
Spinatsalat mit Röstpaprika und gefüllter Polenta
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Für den Salat:
  • je 2 rote und gelbe Paprikaschoten
  • Baby-Spinat
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Balsamico
  • 1 EL Senf
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • Für die Polenta:
  • 350 g Maisgrieß
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 150 g Schafskäse
  • Pesto nach Wahl
  • Salz
  • Olivenöl
  • Für den Dipp:
  • 200 g Schmand
  • 200 g Frischkäse
  • Radieschen
  • Frühlingszwiebeln
  • Pfeffer und Salz
Instructions
  1. Für den Salat:
  2. Die Paprika vierteln und entkernen und für 5 Minuten im Ofen grillen, bis die Haut Blasen wirft.
  3. Dann mit einem feuchten Tuch abdecken und anschließend die Haut der Paprika entfernen.
  4. Aus Öl, Senf, Balsamico, Zucker, Pfeffer und Salz eine Sauce rühren und den gewaschenen Spinatsalat damit vermengen.
  5. Für die Polenta:
  6. Die Gemüsebrühe mit einer Prise Salz aufkochen und einen Spitzer Olivenöl hineingeben.
  7. Den Maisgrieß mit einem Schneebesen einrühren und vom Herd ziehen.
  8. Ein geöltes Blech mit der Hälfte der Polenta bestreichen, darauf das Pesto verteilen und mit klein geschnittenem Schafskäse bestreuen.
  9. Jetzt die andere Hälfte der Polenta darauf verteilen und alles auskühlen lassen.
  10. Danach die Polenta in Würfel schneiden und in einer Pfanne von beiden Seiten knusprig anbraten.
  11. Für den Dipp:
  12. Den Schmand mit dem Frischkäse cremig rühren.
  13. Radieschen und Frühlingszwiebeln klein schneiden und unter die Creme heben.
  14. Alles mit Pfeffer und Salz würzen.
  15. Die Polenta auf dem Salat anrichten und den Dipp dazu servieren.

Und was ist so mit Euch und Sport?

Ich habe ja ein bisschen Angst vor Kommentaren wie: „ Also ohne mein tägliches Fitness-Studio bin ich nur ein halber Mensch!“ oder Ähnliches. Schreibt mir bitte trotzdem- ich bin Kummer gewöhnt ;) (Spaaahhhaaaaß!)

Habt ein schönes Wochenende, mit oder ohne Sport, und einfach mit einem guten Gefühl bei allem was Ihr tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Von Lachscreme und Badewannenunfällen

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Oh man, kann mir mal jemand verraten warum es keine Bücher und Zeitschriften gibt die wasserfeste Seiten haben? Gibt es wahrscheinlich schon- ich habe das einfach noch nie recherchiert. Aber ICH besitze eben keines. Sollte ich jemals in die Verlegenheit kommen ein Buch zu schreiben, werde ich versuchen, dass das Papier wasserfest, bzw. badewannenbeständig ist.

Für mich gibt es nichts Entspannenderes, als in der Badewanne in einem guten Buch zu lesen oder auch in der einen oder anderen (Koch-) Zeitschrift zu blättern. Blöd natürlich, wenn dann aus der Zeitschrift so eine blöde Werbeeinlage ins Wasser fällt. Blöd auch, wenn die Seiten der Bücher an der Unterseite so unschöne Wellen schlagen, weil die Luftfeuchtigkeit im Bad das Papier langsam aufweicht. Alles echt ärgerlich. Ich sag ja…badewannentaugliche Bücher müssen her! Keine Angst, ein Buch ist nicht in Planung!

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Wie ich darauf komme und was das mit der Lachscreme in Filocornetto zu tun hat?

Ganz einfach: Vor ein paar Tagen musste ich mal wieder ne Entspannungs-Lesestunde-Runde im warmen Wasser einlegen und habe mir dafür einen ganzen Stapel Zeitungen mit ins Bad genommen. Eigentlich habe ich nur noch nach einer schnellen und schönen Idee für ein Fingerfood-Buffet gesucht und dachte, dass ich in einer der Zeitschriften vielleicht eine passende Inspiration finden würde. Und dann fiel mir beim Umblättern diese dämliche Werbeeinlage von einem englischen Haushaltswaren-Versandhandel ins Wasser. Ich bin so erschrocken und wollte das Heftchen noch schnell auffangen, dass meine Zeitschrift auch halb im Wasser gelandet ist. Hallo????! Das ist nicht komisch!!! Auch wenn ich wie ein Hering im Wasser gezappelt habe, um zumindest die andere Hälfte meines Lesematerials noch zu retten. (Zum Glück sieht man sich selbst bei so dämlichen Aktionen und Bewegungen nicht!) Die Folge waren sehr aufgeweichte Zeitschriftenseiten und an ein klebefreies Umblättern in den selbigen war nicht mehr zu denken. Probeweise habe ich es dann doch versucht. Mit dem Ergebnis ein Loch in die Seite gerissen zu haben. Ha! Und dann habe ich meine Inspiration gefunden: Aus dem Zeitschriften-Guckloch schaute mich nämlich ein Filoteig-Waffelhörnchen an. Und auf der davor noch klebenden Seite war ein Rezept für eine Lachs-Meerrettich-Creme abgedruckt. Super Kombination und genau das wonach ich gesucht habe.

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Filoteig-Waffelhörnchen mit Lachs-Meerrettichfüllung. Das ises! Sieht gut aus, geht schnell, lässt sich gut vorbereiten. Perfekt! Und wäre sogar passend für einen Osterbrunch oder –buffet.

Also falls Euch noch etwas auf dem Ostertisch fehlt…diese kleinen gefüllten Knusperwaffeln kann ich Euch wirklich empfehlen!

Ich zeige Euch mal eben wie ich sie gemacht habe:

5.0 from 5 reviews
Filocornetto mit Lachscreme
 
Author:
Serves: 10-12
Ingredients
  • 1 Pck. Filo-oder Strudelteig
  • etwas flüssige Butter
  • Öl zum Frittieren
  • 250g Quark 20%
  • 200 g Meerrettich Doppelrahmfrischkäse
  • 200 g Räucherlachs
  • etwas frisch geriebener Meerrettich nach Belieben
  • Salz und Pfeffer, rote Beeren
  • Dill
Instructions
  1. Für die Hörnchen fettet Ihr die Schillerlockenformen mit Butter.
  2. Dann schneidet Ihr den Filoteig in etwa 10 x 10cm große Quadrate und bestreicht jeweils ein Blatt dünn mit Butter und wickelt den Teig um die Schillerlockenform, so dass die form einer Tüte entsteht. Versucht mindestens 3 Schichten Teig übereinander zu legen, so werden die Hörnchen nachher nicht brüchig.
  3. In einer großen Pfanne erhitzt Ihr eine ausreichend große Menge Öl auf ca. 170 Grad und backt die Hörnchen unter leichtem drehen goldbraun darin aus.
  4. Die Hörnchen lasst Ihr auf einem Küchenpapier abtropfen und auskühlen
  5. Schneidet den Lachs in sehr feine Würfel (hebt eine Scheibe für die Garnitur auf).
  6. Dann mischt Ihr Frischkäse und Quark zu einer cremigen Masse und hebt die Lachswürfel vorsichtig unter.
  7. Schmeckt alles mit Salz und Pfeffer ab und schärft das Ganze eventuell noch mit frisch geriebenen Meerrettich nach.
  8. Jetzt löst Ihr vorsichtig die Hörnchen von Ihrer Form und füllt die Lachscreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle.
  9. Die Creme spritzt Ihr vorsichtig in die Hörnchen und garniert alles mit einer kleinen Scheibe Lachs, frischem Dill, gemahlenem Pfeffer und evtl. roten Beeren aus.

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Und falls Ihr nicht wisst wie man die Hörnchen am besten präsentiert, hier ein kleiner Tipp: Füllt einfach ein schönes Gefäß Eurer Wahl zur Hälfte mit Speisesalz und steckt die Hörnchen vorsichtig in das Salz, so dass sie einen festen Stand haben. Und schon könnt Ihr dieses leckere Fingerfood perfekt auf Eurem Buffet präsentieren. Gaaaaanz einfach und schnell…und trotzdem schön fürs Auge und obendrein noch total lecker! Noch mehr Wünsche?

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Habt alle schöne Ostern und frohes Schlemmen allerseits!
Und falls Ihre an den freien Tagen ein Bad nehmt…laminiert vorher Eure Zeitungen und Bücher!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Errötende Winter(ge)bete

Rote Bete Sandwich_1.1

Hier rieseln seit einer Woche täglich kräftig die Flocken aus dem Himmel. Frau Holle hat wohl zu Weihnachten neue Bettdecken und Kopfkissen bekommen, die jetzt erst mal kräftigst aufgeschüttelt werden müssen, denn mittlerweile ist hier schon einiges an Schnee im Taunus zusammengekommen.
Normaler Weise habe ich am Anfang des neuen Jahres, bzw. spätestens ab Ende Januar das totale Wintertief. Mir fehlt das Licht, meist ist es düster, grau und matschig draußen und die Sonne lässt sich nur spärlich blicken. Der Frühling könnte für meine Begriffe direkt nach Silvester loslegen und alles in saftiges Grün tauchen. Aber in diesem Jahr ist das irgendwie alles anders. Keine Ahnung woran das liegt. Ich bin total entspannt und zucke selbst dann mit den Schultern, wenn es genau in der Nacht heftig schneien muss, in der ich um 5.00 Uhr zur Arbeit fahre und die Räumfahrzeuge ihren Dienst noch nicht begonnen haben (übrigens echt kein beneidenswerter Job und an dieser Stelle: vielen Dank an alle die so tapfer hier im Taunus den Schnee von der Straße räumen und damit viele Unfälle verhindern-Ihr seid toll!♥)

 

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Der Schnee taucht alles in ein wunderbares Licht, die Geräusche wirken gedämpft und der Himmel schimmert an manchen Tagen bei Sonnenaufgang in ganz vielen Hellblau- und Rosatönen. Einfach nur wunderschön!
Bei diesem Wetter muss man einfach raus gehen. Und was gibt es tolleres, als bei einem Spaziergang zwischendrin eine Pause mit einem kleinen Schneepicknick einzulegen.
Da liegt es doch nah, sich passend zum Winter ein wunderbares Sandwich mit Wintergemüse zu machen. Ich bin ja großer Rote Bete Fan und in Kombination mit Schafs- oder Ziegenkäse ist dieses Gemüse unschlagbar.
Wenn das Ganze dann noch zwischen zwei in Olivenöl knusprig gebratene Brotscheiben gestapelt und mit Salbei verfeinert wird, bin ich tatsächlich mal kurz stumm vor Zufriedenheit. Ja, ich kann auch stumm…zumindest wenn ich den Mund voll habe ;-)

Rote Bete Sandwich_3

 

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Zum Transport der leckeren Zwischenmahlzeit habe ich seit langem mal meine alte Aluminium-Brotbox herausgekramt und mich wieder darüber gefreut, dass ich an dem schönen Stück, bei einem meiner Flohmarkttouren, nicht achtlos vorüber gelaufen bin. Die Brote passten perfekt hinein und als die Dose dann so im Schnee lag und die Rote Bete auf dem Sandwich in der weißen Pracht knallrot bis pink leuchtete, war ich richtig glücklich und habe mich zum wiederholten Mal in diesen Tagen über den Winter gefreut.

Rote Bete Sandwich_2

Nach kurzer Zeit leuchteten aber dann auch meine Hände und mein Gesicht mit der Roten Bete um die Wette, denn mit Handschuhen kann ich nicht essen und die Rote Bete hatte irgendwie die Eigenschaft sich beim Abbeißen quer um den Mund zu verteilen. Naja und an Servietten habe ich natürlich nicht gedacht. Und da man mit Roter Bete ja auch Ostereier färben kann, funktionierte dies auch wunderbar mit meiner Haut an Hand und Mund. So errötet habe ich dann den Heimweg angetreten und dabei gebetet, dass mir niemand über den Weg läuft. Natürlich sind an herrlich sonnigen Winter-Schneetagen am Wochenende üüüüüüberhaupt keine Leute unterwegs (Achtung Ironie)… Ich sah wahrscheinlich aus wie Hannibal Lecter ohne Maske und ehrlich gesagt wundert es mich, dass keiner bei meinem Anblick schreiend hinter den nächsten zugeschneiten Busch gesprungen ist.

Rote Bete3

 Winter(ge)bete sind toll, auch wenn man manchmal errötet!!!
Und wenn Ihr Euch auch noch ein schnelles spontanes Schneepicknick-Sandwich gönnen möchtet, habe ich hier das Rezept für Euch (kleiner Tipp: Servietten einpacken!)

5.0 from 1 reviews
Rote Bete Feta Sandwich
 
Author:
Recipe type: Snack
Ingredients
  • 4 Scheiben Vollkorntoast
  • 2 Knollen Rote Bete gekocht und geschält
  • 200 g Fetakäse
  • Salbeiblätter
  • Olivenöl
  • Frischkäse Natur oder Ziegenfrischkäse
  • Salz und Pfeffer
Instructions
  1. Erhitzt 2 EL Olivenöl in einer großen Pfanne und röstet das Toastbrot von beiden Seiten bis es schön knusprig ist.
  2. In einer weiteren Pfanne erhitzt Ihr nochmals 1-2 EL Olivenöl und bratet die Salbeiblätter knusprig aus.
  3. In der Zwischenzeit schneidet Ihr die Rote Bete in dünne Scheiben. Zieht am besten Handschuhe an, wenn Ihr nicht möchtet, dass Eure Hände danach rot gefärbt sind.
  4. Dann wir der Feta ebenfalls in dünne Scheiben geschnitten.
  5. Nehmt das warme Toast aus der Pfanne und bestreicht es dünn mit Frischkäse und legt auf 2 Scheiben des Brotes eine Schicht Rote Bete darauf.
  6. Anschließend den Fetakäse darauf schichten und alles kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Zum Schluss noch die knusprigen Salbeiblätter auf dem Käse verteilen und mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufeln.
  8. Jetzt nur noch mit den restlichen zwei Brotscheiben abdecken, durchschneiden und genießen.
  9. ♥ Guten Appetit ♥

 

Habt Ihr denn noch Lust auf den Winter oder sehnt Ihr Euch schon nach dem Frühling?
Frostige Schneeballschlacht-Grüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

 

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