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Low Carb Sonnenblumen-Chia-Brot

{…Low Carb Sonnenblumen-Chia-Brot Duft vs. Parfümwolken…}

Sonnenblumen-Chic-Brot

Gerade habe ich einen wunderbaren Duft in der Nase. Ein Duft von frisch gebackenem Low Carb Sonnenblumen-Chia-Brot. Und während ich hier noch so vor meinem Backofen stehe und diesen wunderbaren Geruch in meine Nase aufsauge, muss ich unweigerlich an letzte Woche zurück denken.

An Weihnachten werden laut einiger Studien die meisten Parfums gekauft und verschenkt.
Die Sache mit den Düften birgt aber auch ein paar Tücken.
Zum Einen kann so ein Geschenk natürlich dem Beschenkten unterschwellig mitteilen: “Ich kann Dich nicht riechen…“ (das wird aber zu 95% nicht der Fall sein). Zum Anderen ist es schwierig jemanden einen Duft zu schenken, den der/die Beschenkte sich selbst nicht ausgesucht hat. Der Geruchssinn und das Empfinden für Gerüche ist einfach zu individuell.

Letzte Woche „durfte“ ich also meinen alten Kumpel Bastian (den habt Ihr schon hier und hier kennengelernt) in eine bekannte Parfümerie begleiten, um daran teilhaben zu dürfen wie er einen Duft für seine Freundin Nathalie aussuchte.

„Sag mal Basti, meinst Du nicht es wäre sinnvoller, dass sich Nathalie den Duft selbst aussucht?“ wollte ich wissen, bevor wir uns auf den Weg ins nahe gelegene Shoppingcenter machten. „Nö! Wieso?! Mir muss doch auch gefallen wie sie riecht! Oder findest du, dass ich einen schlechten Geschmack habe, was Düfte anbelangt? Komm riech mal an mir…!“
Und schon streckte mir Bastian seinen Hals entgegen und hielt mit der Hand den Kragen seines Hemdes ein wenig zur Seite. Ich roch gezwungener Maßen an ihm und musste unweigerlich an Onkel Herbert denken. Ein Hauch von Möbelpolitur, gemischt mit Moschus und Kiefernnadeln erreichte meine Nase. „Nun, Du riechst sehr…äh… klassisch?“ Ich betonte das Fragezeichen bewusst. Das merkte Bastian aber nicht. „Ja, oder? Ich finde dieser Duft macht irgendwie… BÄÄÄHM!“
Ich finde der Duft macht eher „Puuuh!“ Aber vor allem schreit er „Onkel Herbert“!

Sonnenblumen-Chia-Brot

Wir betreten also die Parfümerie und sogleich stürzt sich eine unnatürlich gebräunte Verkäuferin mit schwarzer Leggings und silbernem T-Shirt, behängt mit Schmuck wie ein Weihnachtsbaum, auf uns.
„Guten Tag, wir suchen einen Duft für meine Freundin…!“
„Was ist denn Ihre Freundin für ein Typ?“
„Hm… temperamentvoll, 42 Jahre alt.“
„Welches Sternzeichen?“
Ich schaue ungläubig erst zu der Verkäuferin, dann zu Bastian. Was wird das denn hier?
Bastian scheint sich aber gut aufgehoben zu fühlen und schmettert ihr voller Stolz, als spreche er über einen Luxuswagen: „Sie ist Löwe!“ entgegen.
*sprüh *sprüh macht der kleine Flacon.
„Also hier habe ich einen Duft speziell für die weibliche Lebensmitte. Ein Hauch Ocean, gepaart mit Oriental Curry.“ Glaubt mir, die Verkäuferin sagte das wirklich! Währenddessen schaute sie uns prüfend an.
Bastian schnuppert und wirft mir einen fragenden Blick zu. Ich rieche tatsächlich Meer. Aber eher Wattenmeer. Und es ist gerade Ebbe. Ich schüttele den Kopf.
„Also das ist mir ein bisschen zu… nun, sagen wir „nature“. Meine Freundin ist eher so der „New-York-City-Typ.“ Bastian ist sichtlich von sich selbst beeindruckt, wie er der Verkäuferin den Ball zurückgespielt hat.
*sprüh *sprüh
„Dann vielleicht diesen? Bergamotte calabrese mit leichter Cotton-Kopfnote…“
Ich rieche an dem kleinen Teststreifen und denke Zitronenkuchenbackmischung oder Klostein in gelb. Kopfschütteln.
„Hm…riecht tatsächlich nach Italien. Classic Italy, irgendwie…“sagt Bastian.
„Ja, finden Sie auch, nicht wahr?“ Die Verkäuferin strahlt und entblößt ihren kleinen Brilli auf dem Eckzahn. „Aber ich muss sagen, dass dieser Duft für meine Freundin einen „touch too clean ist“. Was meinst Du Tanja?“
„Unbedingt! Eindeutig too clean für Nathalie!“ Ich bin fassungslos.

Sonnenblumen-Chia-Brot_Anschnitt 1 Kopie

Die Verkäuferin strahlt tapfer weiter.
Nach knapp einer halben Stunde riecht irgendwie alles nach Seife, mein Kopf brummt und meine Nase brennt. Bastian zieht mittlerweile die schrägsten Duftvergleiche:
„Nein, das ist es nicht. Das riecht nach pinkfarbenen Fußnägeln. Meine Freundin mag kein pink!“, „Oh nee! Das ist eher so ein Parfüm für eine bepelzte Millionärin, die ein Verhältnis mit ihrem Chauffeur hat. Das passt nicht zu meiner Freundin!“
Ob dieses ganze Duftgemisch hier halluzinierende Wirkung hat? Bei meinem Kumpel scheint es deutlich zu wirken.
Irgendwann sprüht die Verkäuferin aus lauter Verzweiflung „Eternity“ auf den Teststreifen.
Bastian wird blass und raunt mir zu, dass seine Exfreundin, die ihn direkt nach seinem Heiratsantrag verlassen hatte, genau so gerochen hat. Er wechselt kurz die Gesichtsfarbe und schüttelt dann mit dem Kopf. „Nein! Das ist es keinesfalls!“
Ob Parfümverkäuferinnen für solche Momente geschult werden? Einfach mal so blöden Männerkunden die Vergangenheit wörtlich unter die Nase zu reiben…
„Unsere Gutscheine werden übrigens auch sehr gerne genommen…“ Erschöpft streicht sie sich eine platinblonde Strähne aus dem gequält lächelnden Gesicht. „Vielleicht mag sich Ihre Freundin ihren Duft lieber selbst aussuchen?“

Als wir den Laden mit einem aufwendig verpackten Gutschein verlassen haben, blickt mich Bastian nachdenklich an.
„Weißt Du was, Tanja? Eigentlich braucht Nathalie gar kein Parfüm. An den Duft Ihrer Haut und Ihrer Haare, wenn ich sie umarme, kommt sowieso kein Parfüm der Welt heran…“

Und auch wenn Bastian wie Onkel Herbert riecht, ich musste ihn kurz umarmen, denn dieser Satz hat tatsächlich BÄÄHM gemacht und Nathalie ist zu beneiden!

Ich hoffe Ihr habt auch jemanden, den Ihr gut riechen könnt!
Und ich finde es übrigens „dufte“, dass Ihr mich wieder im House besucht habt.

Für einen wunderbaren Raumduft mit der Kopfnote „fresh baked bread“ und ein wenig „crusty seeds“ im nasalem Abgang, kann ich Euch dieses Low Carb Sonnenblumen-Chia-Brot zum Nachbacken wärmstens empfehlen. Es suggeriert ein Gefühl von Zuhause sein.

Low Carb Sonnenblumen-Chia-Brot

Bis bald,
bleibt frisch, munter und wohlduftend!

Eure

Tanja

 

 

Low-Carb Sonnenblumen-Chia-Brot
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Ingredients
  • 5 Eier
  • 500 g Quark 40% Fett
  • 200 g Mandeln gemahlen
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 40 g Chia Samen
  • 40 g Flohsamenschalen
  • 20 g Kokosmehl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Natron
Instructions
  1. Den Backofen auf 195 Grad (Ober-/Unterhitze) oder auf 175 Grad (Umluft) vorheizen.
  2. Die Eier in eine große Rührschüssel aufschlagen und den Quark und das Salz dazugeben und alles mit dem Rührgerät verrühren.
  3. Vermische separat die trockenen Zutaten sorgfältig miteinander: gemahlenen Mandeln, die Sonnenblumenkerne, die Chia Samen, die Flohsamenschalen, das Kokosmehl und das Natron.
  4. Anschließend die Mischung aus den trockenen Zutaten zur Ei-Quark-Masse geben und alles mit dem Rührgerät zu einem relativ festen Brotteig verarbeiten.
  5. Kleide eine Backform mit Backpapier aus.
  6. Jetzt den Teig in die Backform füllen (evtl. etwas glatt streichen) und mit Haferflocken oder Kernen Deiner Wahl bestreuen.
  7. Schiebe das Brot für 50 - 60 Minuten in den Backofen.
  8. Nimm das Chia-Sonnenblumenbrot-Brot aus der Brotbackform und lasse es abkühlen, bevor Du es anschneidest.

 

Sushi-Burger mit Wasabi-Mayonnaise

{…wenn Lachs für Sushi-Burger in Gin schwimmen lernt…}

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Sushi-Burger

So liebe Freunde des guten Geschmacks…
Heute bewegen wir uns mal wieder in meine Lieblingsecke der Spirituosenabteilung.
Der heutige Mittwoch steht ganz im Zeichen der Ginhaftigkeit. Allerdings gießen wir heute mal zur Abwechslung das leckere Destillat nicht im Glas, sondern werden einer frischen Lachsseite damit eine Abreibung verpassen, um sie anschließend auf diese kleinen Sushi-Burger zu packen.

Sushi-Burger

Nachdem mich neulich beim Möbelschweden mal wieder aus der Kühltheke der Gravad Lax mit Honig-Dill-Sauce traurig anlächelte, ist mir bewusstgeworden, dass ich schon lange keinen Lachs mehr selbst gebeizt habe. Und dem Gin habe ich auch schon längere Zeit keine Beachtung geschenkt (was meine Leber wohl ziemlich glücklich gemacht hat). So ein in Gin gebeizter Lachs würde sich perfekt auf meinen Sushi-Burgern machen, dachte ich…
Also nicht lange in der schwedischen Kantine rumhängen, sondern ab zum Fischhändler und dann nix wie ran an die HouseBar.
Übrigens würde den Muddis, die jeden Morgen für 2,90 Euro beim Möbelschweden frühstücken und mit ihren Kinderwägen die Wege verstopfen, so ein in Gin gebeizter Lachs auf dem Brötchen auch mal ne ordentliche Portion Entspannung bringen…
Nicht dass ich etwas gegen Muddis mit Kinderwägen habe, aber in geballter Anzahl kann das zuweilen anstrengend ein. Aber das jetzt nur mal so am Rande.

Das Beizen von Fleisch oder Fisch ist eine traditionelle Konservierungsmethode, um die Haltbarkeit zu verlängern. Man unterscheidet hier zwischen trocken- und nass beizen.
Früher wurde der Lachs in den skandinavischen Ländern in mit Salz gefüllten Erdlöchern vergraben, weshalb er den Namen Graved Lachs oder „Gravlax“ (übersetzt: eingegrabener Lachs) bekam. Durch die Beize mit Salz und Zucker bekommt der Lachs ein sehr feines Aroma und schmeckt deutlich zarter, als der geräucherte Kollege.

Sushi-Burger

Da ich der Lachsseite auch mal etwas Abwechslung und vor allem feucht fröhlichen Spaß gönnen wollte, durfte sie sich genüsslich in einem ordentlichen Schluck Burgen Gin wälzen. Diesen Gin habe ich Euch schon mal hier vorgestellt, erinnert Ihr Euch? Ich finde er passt nicht nur optisch hervorragend zu dem Fisch, sonder harmoniert auch geschmacklich sehr gut.

Der einzige Nachteil beim Beizen ist, dass man sich einige Tage gedulden muss, bis das gewünschte Resultat erreicht ist. Beizen ist also nichts für Kurzentschlossene, sondern muss etwas geplant werden, zumindest wenn man schon genau weiß wofür man seinen gebeizten Lachs verwenden möchte.

In meinem Fall benötigte ich den Lachs für meine kleinen Sushi-Burger, die mein Beitrag zu einem asiatischen Buffet sein sollten, weshalb das Beizen geplant werden musste.
Wenn der Lachs einmal gebeizt ist, sind die Mini Sushi-Burger mit Wasabi-Mayonnaise im Handumdrehen hergestellt und um noch ein Vielfaches schneller waren sie vom Buffet verschwunden….

Sushi-Burger

Schneidet den Lachs für die Sushi-Burger auf jeden Fall in sehr dünne Scheiben. Hierfür eignet sich das Lachs- und Schinkenmesser mit flexibler Klinge aus der Serie 1905 der Firma Friedr. Dick sehr gut. Setzt das Messer flach am Fisch an und schneidet ihn schräg zum Filetendet in hauchdünne Scheiben. Wenn Ihr ohne großen Druck auf das Messer arbeitet und es gleichmäßig hin und her bewegt, gelingt das nach ein paar Übungsscheiben sehr einfach.

Natürlich schmeckt der gebeizte Lachs nicht nur auf dem Sushi-Burger, sondern macht sich auch hervorragend als Vorspeise auf einem Salat oder auf geröstetem Weißbrot mit einem Klecks Crème fraîche. Da der Lachs mindestens 2 Wochen im Kühlschrank haltbar ist, habt Ihr also genug Zeit verschiedene Variationen zu testen.

Probiert es einfach aus!

Sushi-Burger

So, und ich genehmige mir jetzt doch mal einen wöööönzigen klitze kleinen Gin-Tonic…. schließlich ist heute Mittwoch und das Bergfest der Woche muss gefeiert werden ;)

In diesem Sinne- CHEERS!

Eure

Tanja

 

 

Sushi-Burger mit Wasabi-Mayonnaise
 
Author:
Serves: 20-30
Ingredients
  • LACHS
  • ca. 1,5 kg frischen Lachs am Stück, Sushi-Qualität, ohne Gräten und mit Haut
  • 150-200 ml Burgen Gin
  • eine BIO-Zitrone, ungespritzt
  • Wacholderbeeren
  • 100g Salz
  • 150g Zucker
  • SUSHI-BUN
  • 50 ml Reisessig
  • 25 g Zucker
  • 7 g Salz
  • 250 g Sushireis (japanischer Rundkornreis)
  • WASABI-MAYONNAISE
  • 1 Ei, (Kl. M; zimmerwarm)
  • 120 ml Traubenkernöl, (ersatzweise Sonnenblumenöl)
  • Salz
  • 1 Tl abgeriebene Bio-Limettenschale
  • 3 El Limettensaft
  • 2 Tl Wasabi-Paste
  • 1 El Mirin, (ersatzweise 1 Tl Zucker)
  • SONSTIGES
  • Mini Salatgurke
  • Dill
Instructions
  1. LACHS
  2. Wascht den Lachs unter klarem Wasser ab und tupft ihn trocken. Überprüft ihn noch einmal auf eventuell übersehene Gräten. Zieht diese einfach mithilfe einer Grätenpinzette in Wuchsrichtung heraus.
  3. Vermengt Zucker und Salz im Verhältnis 3:2. Passt die Menge der Größe des Lachses an. Der Lachs muss für den Beizvorgang komplett von der Mischung bedeckt sein.
  4. Nehmt einen Vakuumbeutel gebt Lachs und Gin hinein. Achtet darauf, dass der Gin den Lachs einmal komplett umschließt und lasst den Fisch für eine Stunde im Kühlschrank marinieren.
  5. Wascht die Bio-Zitrone heiß ab und raspelt die Schale fein.
  6. TL Wacholderbeeren im Mörser grob zerstoßen.
  7. Zucke, Salz, Zitrone und Wacholder vermischen.
  8. Den Lachs aus der Gin-Marinade holen und trockentupfen.
  9. Den Lachs jetzt von beiden Seiten großzügig mit der Beize bedecken und in einem frischen Vakuumbeutel luftdicht verschließen.
  10. Im Kühlschrank für 72 Std. lagern- am besten mit einem Brett beschweren.
  11. Nehmt den Lachs aus dem Vakuumbeutel und wascht ihn gründlich ab, so dass keine Beize mehr am Fisch haftet.
  12. Den Lachs in feine Scheiben schneiden
  13. SUSHI-BUN
  14. Für Sushi-Zu (Sushi-Essig) Reisessig, Zucker und Salz in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Kühl stellen.
  15. Reis mit kaltem Wasser bedecken, kneten. Durch ein Sieb abgießen. So oft Wasser dazugießen, bis es klar ist. Den Reis in Wasser ca. 30 Min. ruhen lassen.
  16. Reis in 350 ml Wasser aufkochen. Zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 15 Min. köcheln. Dann mit Tuch zwischen Topf und Deckel ca. 20 Min. ruhen lassen.
  17. Sushireis in eine große flache Schüssel füllen. Mit einem Spatel auflockern,
  18. Den fertigen Sushireis mit einem feuchten Tuch zudecken und ca. 30 Min. ruhen lassen. Nicht in den Kühlschrank stellen, sonst wird er unangenehm hart.
  19. Aus dem Reis kleine Bällchen formen und diese etwas platt drücken, bis sie aussehen wie ein Burger Bun.
  20. WASABI-MAYONNAISE
  21. Ei, Öl, 1⁄2 Tl Salz, Limettenschale und -saft, Wasabi und Mirin in einen Rührbecher geben. Schneidstab hineinstellen, festhalten und ohne ihn zu bewegen so lange laufen lassen, bis sich die Zutaten verbunden haben. Dann den Schneidstab langsam auf und ab bewegen, bis eine dicklich-cremige homogene Mayonnaise entstanden ist. Kalt stellen.
  22. Alle Zutaten für die Mayonnaise müssen unbedingt Zimmertemperatur haben! Wenn sie direkt aus dem Kühlschrank kommen und zu kalt sind, verbinden sie sich nicht.
  23. BAUANLEITUNG
  24. Sushi-Bun beidseitig dünn mit Wasabi-Mayonnaise bestreichen.
  25. Lachsscheibe leicht einschlagen und darauf legen.
  26. Mit Gurke und etwas frischem Dill belegen und den Sushi-Bun-Deckel darauf legen.
  27. GUTEN APPETIT!

 

Tapas lernen rheinhessisch

{…wenn Tapas zum Fusion Food werden…}

Tapas #2 5.text

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Es ist mal an der Zeit, dass hier ein wenig Crossover-Küche Einzug hält.
Crossover? What? Was soll das denn sein?
Dem ein oder anderen mag der Begriff noch nicht ganz so geläufig sein.
Die Idee der Crossover-Küche lässt die Grenzen zwischen landestypischen Kochstilen aus allen Teilen der Welt verschwimmen und die Kunst des Crossover-Stils liege darin, Küche und Kultur einzelner Länder zu verstehen, typische Elemente daraus zu erkennen und sie anschließend neu zu kombinieren.
Sie ist auch unter dem Namen „Fusion Food“ bekannt.
Richtige oder falsche Rezepte gibt es dabei nicht. Erlaubt ist, was gefällt: Hauptsache es schmeckt. Hauptsache es ist kreativ.

Ich wurde vom Rheinhessenwein e.V. zu einer tollen Bloggeraktion mit dem Namen „Tapas lernen rheinhessisch“ eingeladen.
Die Aufgabe war, aus einem Warenkorb mit Kartoffeln, grünen Bohnen, Kohlrabi, rote Beete und Wildkräuterpesto zwei Tapas zu kreieren und dazu einen passenden Wein zu wählen.

Bei den Weinen standen zur Auswahl:

  • 2017 RS Rheinhessen-Silvaner trocken vom Weingut Posthof, Doll & Göth, Stadecken-Elsheim
  • 2017 Portugieser & Dornfelder Rosé feinherb vom Weingut Bernhard, Wolfsheim
  • 2015 Niersteiner Spätburgunder trocken vom Weingut Georg Gustav Huff, Nierstein-Schwabsburg

Ich liebe solche Herausforderungen!

Im weiträumigen Dreieck zwischen Bingen, Mainz und Worms gelegen bietet Rheinhessen neben den ausgezeichneten Weinen auch eine hervorragende regionale Küche. Klassiker wie Dibbelabbes und Spundekäs, Backesgrumbeere und Zwiebelkuchen und natürlich Handkäs mit Musik stehen hier auf der Speisekarte. Wer das noch nicht kennt sollte unbedingt mal unter http://www.rheinhessenwein.de nachschauen und sich hier rheinhessische Rezept-Anregungen holen.
Und jetzt das Ganze Crossover mit spanischen Tapas.
Spannend, findet Ihr nicht auch?

Ich habe mir hierzu Folgendes überlegt:

Wir starten mit einem
Rote Bete-Labbes mit grünem Bohnen-Aioli und Wildkräuter-Oktopus-Salat.
Dazu habe ich mich für den trockenen Silvaner vom Weingut Posthof entschieden, denn dieser Wein harmonisiert meiner Meinung nach mit seiner milden Säure und frischen Kräuternote am Besten zu diesem „Fusion Food“.

Tapas #1 3.1

Rote Bete Labbes | Bohnen-Aioli | Wildkräuter-Oktopus-Salat
 
Author:
Ingredients
  • Rote Bete Labbes
  • 4 Kartoffeln mehlig kochend
  • 2 Knollen Rote Bete
  • 1 Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • Muskat
  • Öl

  • Grüne Bohnen Aioli
  • 2 Eigelb
  • 4 Knoblauchzehe(n)
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Zitronensaft
  • Salz
  • Öl nach Bedarf
  • 1 Handvoll grüne Stangenbohnen

  • Wildkräuter-Oktopus-Salat
  • 400 g Mini-Oktopus
  • 1 Zwiebeln
  • 4 ELOlivenöl
  • 2 ELBalsamico (weiß)
  • 1 ELZitronensaft
  • 2 EL Wildkräuter-Pesto
  • Meersalz
  • Pfeffer

Instructions
  1. Rote Bete Labbes
  2. Die rote Bete kochen und anschließend schälen.
  3. Kartoffeln schälen, waschen und fein reiben. (Ich mache das auf der Küchenmaschine.)
  4. Dabei lasse ich auch die geschälten Zwiebeln und die rote Bete mit durch.
  5. Alles in ein feines Sieb geben und den Saft ablaufen lassen. Anschließend in eine Schüssel geben, würzen und abgedeckt 20 Min. ziehen lassen.
  6. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen.
  7. Den Kartoffelteig noch etwas ausdrücken und kleine Küchlein in der Pfanne ausbacken.
  8. Warmstellen

  9. Grüne Bohnen Aioli
  10. Die grünen Bohnen waschen, putzen und kochen. Dann in Eiswasser abschrecken und pürieren.
  11. Bis auf das Öl alle Zutaten in einen Mixer geben und durchmixen.
  12. Anfangs das Öl tropfenweise zugeben und weiter mixen, dann langsam zugießen, bis eine homogene Masse entsteht
  13. (Welches Öl, bleibt euch überlassen. Achtung: Olivenöl ist sehr geschmacksintensiv!)
  14. Die grünen Bohnen unterrühren.
  15. Wer eine feine Aioli haben möchte, streicht das ganze noch durch ein Sieb.
  16. Bis zum Verzehr im Kühlschrank kalt stellen.

  17. Wildkräuter-Ostopus-Salat
  18. Solltet Ihr TK Oktopus verwenden, den Oktopus auftauen lassen und ggf. Mundwerkzeug entfernen.
  19. Die Zwiebeln abziehen und in sehr feine Würfel schneiden.
  20. Den Oktopus in Salzwasser für 10 Min garen. Da er sehr klein ist benötigt er nicht viel Zeit. Dann Oktopus mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Essig, Öl und Pesto in einer Schüssel vermischen. Mit Zitronensaft abschmecken und etwas durchziehen lassen.

  21. Anrichten:
  22. Den warmen Rote Bete Labbes auf einen Teller geben und mit grüne Bohnen Aioli einstreichen.
  23. Darauf den Oktopussalat anrichten und nach Wunsch mit schönen Sprossen oder besondere Kresse ausdekorieren.

Als zweite Tapas serviere ich
Blutwurst-Albondigas auf Kohlrabi-Salsa mit einem Kartoffel-Schaum
und fülle dazu den ausdrucksstarken Niersteiner Spätburgunder des Weinguts Georg Gustav Huff in mein Glas.

Tapas #2 1.1

Blutwurst-Albondigas | Kohrabisalsa | Kartoffel-Schaum
 
Author:
Recipe type: Tapas
Serves: 4
Ingredients
  • Blutwurst-Albondiga
  • 400g geräucherte Blutwurst
  • 2 El Öl

  • Kohlrabi-Salsa
  • 1-2 Kohlrabi
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ Chili (ja nach Geschmack und Schärfe)
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • Bestes Olivenöl
  • weißer Balsamico
  • Salz und Pfeffer

  • Kartoffel-Senf-Schaum
  • 150 ml Milch
  • 25 g Butter 1 g Salz
  • 1 g Muskat
  • 2 TL Senf
  • 300 g Kartoffeln (mehlig)
  • 50 ml Kartoffelwasser
Instructions
  1. Blutwurst-Albondiga
  2. Die Blutwurst aus dem Darm pellen und in kleine Stücke schneiden.
  3. In einer Schüssel über dem heißen Wasserbad erhitzen bis sie schön weich ist und zerfällt.
  4. Die weiche Blutwurst in einem Mixer zu einer feinen Masse pürieren und anschließend mit der Hand zu kleben Bällchen Foren und kalt stellen bis sie wieder fest sind. (dauert ca. 30 Min).
  5. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Bällchen rundherum anbraten. Darauf achten, dass sie nicht zu dunkel werden.

  6. Kohlrabi-Salsa
  7. Den Kohlrabi schälen und in sehr kleine Würfel schneiden.
  8. Die Würfel in Gemüsebrühe 3 Minuten kochen lassen. Der Kohlrabi sollte nicht verkocht sein und noch Biss haben. Danach die Würfel in einer Schüssel auskühlen lassen.
  9. Den fein gehackten Knoblauch und Chili hinzugeben.
  10. Dann das alles mit Olivenöl und einem Schuss Balsamico vermischen.
  11. Zum Schluss die gehackte Petersilie unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken und 1 Std ziehen lassen.

  12. Kartoffel-Senf-Schaum
  13. Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, danach passieren (nicht pürieren).
  14. Mit heißer Milch, Kartoffelwasser und Butter verrühren und den Senf unterrühren.
  15. Mit Salz und Muskat abschmecken und noch heiß durch ein Sieb in ein 0,5 L iSi Gerät füllen.
  16. iSi Sahnekapsel aufschrauben und kräftig schütteln.
  17. Wer keinen iSi Sahnespender hat, kann auch alles kurz mit dem Pürierst schaumig aufmixen.

  18. Anrichten
  19. In einem Servierring die Salsa auf den Teller geben und etwas andrücken, damit ein Kreis entsteht.
  20. Jetzt ein Albondiga-Bällchen darauf platzieren und den Kartoffel-Senf-Schaum um die Kohlrabisalsa her auf den Teller geben.
  21. Mit Kresse ausdekorieren.

Wir hier im House haben den Crossover-Kitchen-Abend sehr genossen und die Kombinationen fanden hier alle sehr stimmig.

Wie findet Ihr meine rheinhessischen Tapas-Kreationen?

Tapas #1 2

Tapas #2 2.1 Habt Ihr auch schon mal Crossover Küche gemacht?
Schreibt mir doch mal.

Hasta luego liebe Bagaasch ausm House No.15

Eure

Unterschrift-Kopie.jpg

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Rheinhessenwein e.V. Vielen Dank dass ich an der Aktion teilnehmen durfte.

Grilltonne, Premium-Fleisch, Sommersalate & Co

{…MEATwoch à la Bronx-Deluxe mit der House No.15-Grilltonne…}

*Dieser Beitrag wimmelt übrigens von Werbung und einer Flut von Rezepten
(Alle hier vorgestellten Produkte liegen mir sehr am Herzen und ich wurde für diese Werbung nicht bezahlt!)

Grilltonne

Vor über einer Woche zog etwas Neues ins House ein, auf das ich unfassbar stolz bin!
Die eigene House No.15-Grilltonne ist frisch aus der Manufaktur von Christian Münz gekommen und hat nun ihren festen Platz im Garten. Stellt Euch mal vor…meine eigene Grilltonne mit Logo. Ist das nicht großartig?
Aber nicht nur die Optik ist ja bei so einem Teil entscheidend, sondern natürlich auch die Einsatzmöglichkeiten. Die Tonne ist ursprünglich ein Ölfass, das von Christian Münz mit einem Feuerkorb und einer dicken Eisenplatte ausgestattet wurde. Dank der zwei Griffmulden kann die Platte zu zweit sehr einfach auf die Tonne gelegt werden. Durch das Loch in der Mitte der Platte kann dann das Holz nachgeschürt, bzw. der Korb befüllt und angefeuert werden. Und dann kann es eigentlich auch schon mit dem Grillen losgehen. Dank der großen Platte und der sich verteilenden Hitze hat man auch bei der Grilltonne direkte und indirekte Zonen zum Grillen. Und wer zusätzlich einen Topf, Wok oder einen Dutch Oven zum Einsatz bringen möchte, setzt das mitgelieferte Stövchen auf das Feuerloch und kann dann hier zeitgleich wunderbar zusätzlich Beilagen oder was auch immer zubereiten.
Passend zu der Feuerplatte bietet die Firma Grillrost.com übrigens tolle Ergänzungen, wie zum Beispiel diesen Grilleinsatz, der ein cooles Flammenmuster auf Euer Drillgut zaubert oder schaut doch mal hier im Sortiment.
Das ist Grillspaß auf eine ganz besondere Art und zudem noch sehr dekorativ, denn wenn dann alle abgefüttert sind und man die Tonne trotzdem weiter sanft befeuert, leuchtet diese wunderschön im dunklen Abend und zaubert eine ganz besondere Atmosphäre.

Hier geht es direkt zu den Rezepten, wer keine Lust zum Lesen hat…

Grilltonne
Natürlich musste die Tonne nach dem Einzug direkt mal ausprobiert werden und wie praktisch, dass ich anlässlich des MEATwochs ein tolles Fleischpaket von LUMA D.A.C. zur Verfügung gestellt bekommen habe.
LUMA ist ein Fleischdelikatessen-Handel, der von zwei Freunden in der Schweiz gegründet wurde. Lucas Oechslin und Marco Tessaro haben sich auf das Veredeln von Schweizer Frischfleisch mit einem speziellen Edelschimmel spezialisiert. Der Edelschimmel bewirkt, dass die Stücke von Rind, Schwein und Kalb eine maximale Stufe von Zartheit erreichen und zusätzlich erzeugt der Pilz einen unnachahmlichen nussigen Geschmack. Viele Spitzengastronomen bringen mittlerweile LUMA-Fleisch auf die Teller ihrer anspruchsvollen Gäste.
Zum Glück kann man seit 2016 das unverwechselbare Fleisch aus der Schweiz in ganz Europa beziehen, so dass auch die Gourmets zu Hause nicht darauf verzichten müssen.
An alle Fleischliebhaber unter Euch: Ich kann Euch diese besonderen Fleischstücke wirklich ans Herz legen. Bei mir gibt es LUMA Beef ausschließlich zu besonderen Anlässen und die Einweihung der Grilltonne war dieses Fleisches unbedingt würdig!
Deshalb haben der MesserDealer und ich ganz feierlich ein wunderbares Edelschimmel-Roastbeef auf die Platte „geworfen“.
Wer mehr über LUMA D.A.C. erfahren möchte, schaut einfach mal hier. Ihr solltet das Fleisch wirklich unbedingt probieren- es ist der Hammer!

Grilltonne

Grilltonne

Und weil der Mensch ja dazu neigt gerne ein vielfältiges Angebot auf dem Tisch und Teller zu haben, wurden kurzerhand noch ein paar unserer eigenen Lammbratwürste, von unserer Lammschlachtung im vergangenen Jahr mit gegrillt.
Davon würde ich Euch im Übrigen auch gerne mal hier berichten. Seid Ihr bereit einer Schlachtung beizuwohnen?

Wenn man mich fragt, was ich vorziehen würde: ein exklusives 6 Gänge-Dinner in einem Sternerestaurant oder einen Abend im Garten mit besten (housegemachten) Produkten, gegrillt auf der Feuertonne, zubereitet in der eigenen Küche…
Ich würde mich immer für letzteres entscheiden.

Zu all dem Fleisch braucht man (naja, Mann vielleicht nicht, aber ich schon!) auch Beilagen, ein schönes Salz, selbstgemachte Grillbutter und eine leckere Grillsauce.
Ebenso darf eine Vorspeise meiner Meinung nach nicht fehlen.
Deshalb zeige ich Euch noch schnell was es zu, bzw. vor dem großartigen LUMA-Beef von der Grilltonne gab:

Rezepte:

Zur Vorspeise hatten wir einen sommerlichen Melonen-Mozzarella-Rucola-Salat mit erfrischendem Mangodressing und Lammschinken aus der eigenen Schlachtung.

Grilltonne

Melonensalat mit Mozzarella
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • ½ Honigmelone
  • 1 Bund Rucola
  • 1 Büffelmozzarella
  • 100 g luftgetrockneter Schinken (nach Gusto)
  • 1 reife Mango
  • 1 TL brauner Zucker
  • 3 EL Weißwein oder Wasser
  • 2 TL frisch gepresster Limettensaft
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
Instructions
  1. Den Rucola waschen und auf einer Platte verteilen.
  2. Die Melone entkernen und das Fruchtfleisch würfeln.
  3. Ebenso den Mozzarella in Würfel schneiden.
  4. Melone und Mozzarella auf dem Rucola verteilen.
  5. Die Mango schälen, dann das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und grob würfeln.
  6. Den Zucker mit Wein oder Wasser und Limettensaft in einen hohen Rührbecher geben und verrühren.
  7. Die Mangowürfel und den Essig zugeben und alles mit dem Pürierstab fein pürieren.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über den Salat geben.
  9. Wer mag reicht dazu luftgetrockneten Schinken.

Dazu habe ich ein Grillbrot mit Brie-Füllung gebacken.

Grilltonne

Grillbrot mit Briefüllung
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 Rolle Fertigblätterteig
  • 100 g Kräuterfrischkäse
  • 150 g Brie oder anderen Weichkäse
  • 1 Eigelb verquirlt
  • Meersalz, grober Pfeffer
  • gehackte Kräuter nach Belieben
Instructions
  1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Den Blätterteig ausrollen und längs in 4 gleich große Streifen schneiden.
  3. Auf zwei der Streifen den Frischkäse streichen, dabei darauf achten ringsherum einen Rand zu lassen.
  4. Den Brie in möglichst dünne Scheiben schneiden (evtl. kurz anfrieren) und dann den Frischkäse damit belegen.
  5. Den Rand mit Eigelb bestreichen und jeweils den verbleibenden unbelegten Blätterteigstreifen darauf legen und die Ränder festdrücken.
  6. Beide gefüllten Streifen jetzt wie eine Kordel verdrehen und auf ein Backblech legen.
  7. Mit dem restlichen Eigelb bestreichen und mit Salz, Pfeffer und gehackten Kräutern würzen.
  8. Dann für 15-20 Min backen.
  9. Das Brot kann auf der Grillplatz in der indirekten Zone nachmals gewärmt werden. Warm auf dem Teller schmeckt es am Besten!

Zum Fleisch und der Lamm-Bratwurst hatten wir einen orientalisch angehauchten Bulgur-Salat mit Orangen, Nüssen und Koriander dazu eine Parmesan-Basilikum-Grillbutter und eine leicht pikantes Tomaten-Paprika-Relish.

Grilltonne

Bulgursalat mit Orange und Nüssen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 3
Ingredients
  • 150 g Bulgur
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 2 kleineOrange(n), geschält und filetiert
  • ½ Orange(n), gepresst
  • 1 Möhre(n)
  • 8 Dattel(n), getrocknet, ohne Stein
  • Salz und Pfeffer
  • Kreuzkümmelpulver
  • 2 EL Olivenöl, extra vergine
  • 3 EL Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse geröstet
  • 2 ELKorianderblätter
Instructions
  1. Den Bulgur mit der Gemüsebrühe aufkochen und ca. 10 Minuten bei niedriger Hitze nach Packungsanweisung garen.
  2. Den Orangensaft der halben Orange, plus dem Saft, der beim Filetieren anfällt, mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel verrühren, das Öl unterschlagen. Das Dressing mit dem gegarten Bulgur mischen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.
  3. Die Möhre schälen und in feine Streifen hobeln. Die Datteln längs vierteln, dien Koriander fein schneiden.
  4. Die Früchte, die Möhre, die Nüsse und den Koriander zum Bulger geben, nochmal durchziehen lassen und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Parmesan-Basilikum-Grillbutter
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 1 Biolimette
  • 0.5 Bund Basilikum (ca. 50 g)
  • 3 Stiele Minze
  • 75 g junger Parmesan
  • 0.5 kleine Knoblauchzehe
  • 250 g weiche Butter
  • 2 El Olivenöl
  • feines Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Instructions
  1. Die Schale der Limette fein abreiben. Basilikum- und Minzblätter von den Stielen zupfen, beides fein hacken.
  2. Parmesan fein reiben.
  3. Knoblauch pellen und in eine kleine Schüssel pressen.
  4. Kräuter, Limettenschale, Butter und Olivenöl zugeben und alles gründlich mit einer Gabel verkneten, dann den Parmesan untermischen.
  5. (Ein paar Kräuter und etwas Parmesan beiseite stellen).
  6. Butter mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Die Butter jeweils auf die Mitte zweier Bögen Pergamentpapier (oder Backpapier) verteilen, dann zur Wurst formen und fest aufrollen. Die Enden wie bei einem Bonbon zudrehen und mit Küchengarn verschnüren. Die Butter im Kühlschrank fest werden lassen.
  8. Kurz vordem Servieren noch in Parmesan und Kräutern wenden.
  9. Schmeckt nicht nur zu Fleisch, sondern ach auf Baguette.

Tomaten-Paprika-Relish
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • 800 g Zwiebel(n), fertig geputzt gewogen
  • 4 große Paprikaschote(n), rot, geputzt etwa 500 g
  • 4 kleine Tomate(n)
  • 1 große Chilischote(n), rot, entkernt und fein gewürfelt
  • 3 EL Öl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 75 g Zucker
  • 3 TL Salz
  • 6 EL Essig
  • ¼ Liter Weißwein, trocken
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 3 EL Pfeffer - Körner, eingelegte rote oder getrocknete grüne
  • Pfeffer
  • Sambal Oelek
Instructions
  1. Die Zwiebeln schälen und würfeln.
  2. Die Paprika putzen, entkernen und würfeln.
  3. Die Tomaten heiß überbrühen, häuten und ebenfalls würfeln.
  4. Die Chilischote entkernen und fein würfeln.
  5. Die Zwiebeln mit den Paprikaschoten zusammen im heißen Öl anbraten, dann die Tomaten- und Chiliwürfel zufügen. Nun das Tomatenmark einrühren und kurz mit anschwitzen. Dann den Zucker, Salz, Essig, Wein und Paprikapulver einrühren.
  6. Alles aufkochen lassen und ca. 1 Stunde zugedeckt köcheln lassen.
  7. Pfefferkörner einrühren und Relish mit Sambal Oelek, Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Mit offenem Deckel noch etwa 30 min einkochen lassen und dann in vorbereitete Gläser füllen. Die Gläser verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
  9. Hält ohne Probleme einige Monate lang.

Hach… das war alles so unglaublich lecker!

Getrunken haben wir übrigens einen sehr erfrischenden kalifornischen Rosé-Wein von Dark Horse, der mir von der sympatischen und innovativen Frankfurter PR-Agentur Gourmet Connection zum Testen zur Verfügung gestellt wurde.

Ich habe Euch ja angekündigt, dass dieser Beitrag nur so vor Werbung wimmelt, deshalb möchte ich Euch noch ganz schnell die anderen Produkte nenne, die ich wirklich ganz ganz toll finde und täglich im Einsatz habe. Ich bekomme übrigens dafür kein Geld, wie vielleicht manch einer glauben mag. Es gibt einfach Dinge, die das Leben, die Küche und die Tischkultur unglaublich bereichern und ganz viel Spaß machen. Ich wurde in letzter Zeit häufig gefragt wo ich Dieses oder Jenes auf meinen Fotos her habe, also teile ich das ab sofort immer mal mit Euch. Wen das stört, bitte einfach ignorieren!

Absolutes Lieblings-Lieblings-Geschirr der Firma Churchill 1795 (Serie Stonecast)
Messer der Firma Fr. Dick (Serie )
Tisch Eigenbau vom MesserDealer

Und falls Ihr Interesse an so einer coolen Grilltonne habt, schreibt mir einfach eine Email an mail@houseno15.de

Und jetzt mache ich mir Gedanken, was es am kommenden Wochenende vom Grill gibt, denn da wartet eine neue Überraschung in Punkto Outdoor-Kochen auf mich/uns.
Aber das zeige und erzähle ich Euch dann, wenn es so weit ist.

Und wie immer gilt am MEATwoch:

AUGEN AUF BEIM FLEISCHEINKAUF

Eure

 

Tanja

 

 

Selbstgemachte Weißwurst mit der iPrep & Cook Gourmet

*Werbung für die iPrep & Cook Gourmet

{…wenn ein bayrisches Frühstück nach Hessen kommt…}

iPrep & Cook Gourmet

Frühstücken und ich gehören irgendwie nicht zusammen. Außer am Sonntag. Da hat man in der Regel schließlich Zeit das Frühstück auch zu zelebrieren. Unter der Woche ist der Morgen mit Hund durchs Feld jagen, Emails beantworten und natürlich arbeiten gehen belegt und irgendwie schaffe ich es so gut wie nie, auch noch ein Zeitfenster für das Frühstück einzubauen. Am Wochenende sieht das alles schon ganz anders aus. Da ich eher zu der Kategorie Frühaufsteher zähle, kann ich ziemlich viel erledigen, bevor der Rest im House wach ist, um dann in Ruhe und ausgedehnt zu frühstücken. Außer Franz, der steht grundsätzlich mit auf…egal wann.

Wie so manch einer weiß hat der MesserDealer ja seine südliche Heimat verlassen, um hier her zu ziehen. Und auch wenn der Herr aus Franken es nicht so gerne hört, dass er nicht nur aus Franken, sondern auch aus Bayern kommt, ist dies einfach eine geografische Tatsache.
Kaum verwunderlich also, dass vor Kurzem der Wunsch aufkam mal so ein richtig schönes Weißwurst-Frühstück zu veranstalten. Mit frischen Weißwürsten. Mit süßem Senf. Mit frischen Laugenbrezeln. Eben ganz traditionell. Gekaufte Weißwürste? Laut dem Messerdealer meist ein Geschmacksdesaster, denn die perfekten Weißwürste werden natürlich ausschließlich von ihm hergestellt. (Und das stimmt tatsächlich!)

Hier geht es direkt zum Rezept, wer keine Lust hat weiterzulesen

Eigens für die Leidenschaft zu Wurst und Fleisch (wie soll es bei einem Metzgermeister auch anders sein?!) teile ich seit dem Einzug hier meine Waschküche mit dem dem MesserDealer.
Die Aufteilung ist relativ gerecht: rechte Seite „HouseDame“ mit Waschmaschine und Trockner, linke Seite „MesserDealer“ mit Edelstahlarbeitstisch, Fleischwolf, Wurstfüller, usw.
In der Mitte die Wäscheleinen um dort Wäsche (wie der Name Wäscheleine schon vorgibt) und auch Wurst (Wäschewurstleine?) dort aufzuhängen. Je nach Bedarf muss die Benutzung eben abgesprochen werden.
Wir nennen diesen Multifunktionsraum: WASCH-WOSCHT-KÜSCH (->hessisches Kunstwort für Wasch-Wurst-Küche)

Also räumte ich für die Weißwurstaktion brav meine Wäscheleinen und auch den ganzen anderen Rest aus der Wasch-Woscht-Küsch und los ging die Aktion.
Bratwurst habe ich ja nun schon einige Male selbst gemacht (auch ohne den MesserDealer), aber Weißwurst war für mich Neuland.
Wusstet Ihr zum Beispiel, dass das Brät der Weißwurst ähnlich ist wie das Brät einer Gelbwurst? Nur eben anders gewürzt. Mir war das bisher völlig neu.

iPrep & Cook Gourmet

Im Unterschied zur Herstellung von Bratwürsten, wird bei der Weißwurstherstellung ein feines Brät in den Schweinedarm gefüllt. Um dieses Brät zu erhalten benötigt man eigentlich einen Kutter… Und auch wenn unsere Wasch-Woscht-Küsch schon ziemlich professionell ausgesattet ist, so fehlt bislang der besagte Kutter leider noch (sehr zum Leidwesen des Messerdealers).

Aber Herrschaften, wozu gibt es denn heutzutage multifunktionale Küchenmaschinen?
Ich habe Euch ja hier von dem Event „Henssler tischt auf“ erzählt, zu dem ich von der der Firma Krups eingeladen war und die mir eine tolle Krups iPrep & Cook Gourmet Maschine zur Verfügung gestellt hat. Ich gestehe, dass ich ja anfänglich so meine Schwierigkeiten hatte, mich mit so einer Maschine anzufreunden und mich gefragt habe, ob die Leute, die so etwas benutzen einfach keine Lust am Kochen haben…
Seit der Weißwurstaktion sehe ich die Maschine mit ganz anderen Augen und habe danach noch einiges mehr darin zubereite.

Die iPrep& Cook Gourmet ist tatsächlich ein stylischer Küchen-Allrounder und hält mit seinen 10 automatischen Programmen für jede Zubereitung etwas parat. Dazu kommt noch ein tolles Gadget: eine extra App, die es sowohl für iOS, als auch für Android kostenfrei downzuloaden gibt.
Dank einer Bluetooth Connection können die Kochparameter direkt auf die Maschine übertragen werden und wer gerne eine Schritt für Schritt Anleitung haben möchte, kann auf eine Datenbank von derzeit über 500 Rezepten zugreifen. Man kann mit der iPrep & Cook Gourmet kochen, schmoren, dampfgaren, dünsten, rühren, kneten, aufschlagen, Teig gehen lassen, emulgieren, vermischen, mixen, zerkleinern, schneiden, mahlen usw. Von der Vorspeise bis zum Dessert ist echt alles möglich.

Das wirklich Tolle ist, dass die iPrep & Cook Gourmet ein genaues Einstellen der Zeit und Temperatur in kleineren Schritten sowie eine höhere Temperaturauswahl bis 130° C ermöglicht. Dabei ist die große Schüsselkapazität, die bis zu 4,5 Liter Fassungsvermögen und 3 Liter Nutzungskapazität hat, äußerst praktisch. Was mir besonders an der Maschine gefällt ist, dass sie sehr leise arbeitet und das selbst in der höchsten Geschwindigkeitsstufe.
Und auch das anschließende Reinigen ist sehr einfach, denn die meisten Teile können einfach in die Spülmaschine wandern. Für mich ansonsten ein K.O.-Kriterium….

So, nun aber zum Stichwort Kutter: Die Krups  iPrep & Cook Gourmet kommt mit einem umfangreichen Satz von Rühr- und Schneideinsätzen zu Euch nach Hause, wovon sich das Ultrablade Universal- Hackmesser perfekt als Kuttermesser eignet.

iPrep & Cook Gourmet

Nachdem das Fleisch und der Speck (siehe Rezept) also durch die 2mm Lochscheibe gewollt wurde, wanderte es nach und nach mit Eis, Salz und Gewürzen in die I Prep & Cook und wurde anfangs bei Stufe 6 und dann bei Stufe 12 fein gekuttert. Die genaue Anleitung und Rezeptur könnt Ihr dem Rezept entnehmen. Achtet darauf, dass das Brät nicht zu warm wird und die Maschine nicht zu lange bei Stufe 12 an einem Stück läuft.

iPrep & Cook Gourmet iPrep & Cook Gourmet iPrep & Cook Gourmet
Das funktionierte wirklich super und selbst der MesserDealer war von der Power und der guten Verarbeitung der Maschine überzeug. Das Brät war wunderbar geschmeidig und homogen und wanderte dann sofort in den Wurstfüller.

iPrep & Cook Gourmet
Was ein Anblick als die ersten Weißwürste langsam aus dem Wurstfüller kamen.

iPrep & Cook Gourmet

Bis sie allerdings zu uns auf den Frühstückstisch kamen, mussten die Würste aber noch eine Runde in warmen Wasser schwimmen. Steht aber alles genau im Rezept.
Ganz ehrlich: Ich habe noch nie zuvor so frische Weißwurst gegessen und bin wahrscheinlich jetzt auf Lebzeit „versaut“, wenn ich irgendwo anders Weißwurst esse.

Hier kommt das  Rezept zum Nachmachen:

Selbstgemachte Weißwurst mit der iPrep & Cook Gourmet
 
Author:
Ingredients
  • 500g Mageres, sehnenfreies Schweinefleisch (max. Fettanteil 5%)
  • 250g Kamm- oder Rückenspeck
  • 250g Crushed Ice
  • 22g Kochsalz
  • 3g Phosphat
  • 1g Cardamom
  • 2g Macis
  • 20g Petersilie, grob geschnitten ohne Stiele
  • 3g Pfeffer weiß, gemahlen
  • 0,5g frisch geriebene Zitronenschale
  • 30g fein gehackte Zwiebel

  • Naturdärme: Schweinedärme, Kaliber 30/32 (klassische Weißwurst) oder Schafsaitlinge, Kaliber 22/24 (für dünne Würste ähnlich den Wiener Würstchen)
  • Folgende Gerätschaften werden für die Herstellung benötigt: Fleischwolf mit 2mm-Lochscheibe, Krups iPrep & Cook Gourmet, Wurstfüller, großer Topf zum Brühen der Würste.
  • Gewürze und Därme könnt Ihr hier bei www.jagdranger.de beziehen
Instructions
  1. Das Schweinefleisch und der Kamm- oder Rückenspeck wird getrennt voneinander durch die 2mm-Lochscheibe des Fleischwolfes gewolft. Bitte darauf achten, dass beide Massen sehr gut gekühlt sind 0° bis -1°C (evtl. vor der Herstellung des Bräts für ca. 15-20min in die Gefriertruhe geben).
  2. Die iPrep & Cook Gourmet mit dem Hackmesser Ultrablade (F1) versehen.
  3. Das Magerfleisch mit dem Kochsalz und dem Phosphat in die Maschine geben und auf Stufe 4 einige Runden „trocken“ laufen lassen bis das Salz und das Phosphat verschwunden sind. Anschließend ⅓ vom Crushed Ice zugeben und auf Stufe 12 hochschalten, bis eine homogene, geschmeidige Masse entstanden ist.
  4. Jetzt kommt der gewolfte Kamm- oder Rückenspeck dazu. Diesen bei Stufe 6 in kleinen Portionen dazu geben, damit er sich gleich mit untermischt.
  5. Sobald der Speck komplett in der Masse gemischt ist wieder ⅓ Crushed Ice dazu geben und wieder auf Stufe 12 hoch schalten. Sollte sich der Speck bei der Zugabe nicht richtig mit der Magerfleischmasse vermischen bitte für einige Runden auf Stufe 13 schalten – Intervall.
  6. Ist das Magerfleisch und der Speck zu einer hellrosé schimmernden, glatten geschmeidigen Masse geworden, bitte auf Stufe 4 zurück schalten und langsam die feinen Gewürze einfließen lassen.
  7. Sind diese nicht mehr sichtbar kommen die Zwiebeln, die Petersilie und das restliche Crushed Ice dazu.
  8. Jetzt wieder hoch auf Stufe 12 schalten bis vom Crushed Ice nichts mehr zu sehen ist und die Masse eine Temperatur von (max.) 12-15°C erreicht hat. Bitte dies mit einem geeigneten Thermometer überprüfen.
  9. Tipp: Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten die Masse immer wieder mit einem Teigschaber von der Schüsselwand in die Mitte streichen, da sich hier evtl. Gewürze und grobes Fleisch absetzen.
  10. Jetzt folgt das Füllen der Würste:
  11. Idealerweise wurden die Därme mit kaltem Wasser von der konservierenden Salzlake befreit und anschließend für ca. eine ½ Stunde in warmem Wasser eingeweicht. Die komplette Masse (das Brät), in einen geeigneten Wurstfüller geben und in die vorbereiteten Därme füllen. Bitte darauf achten, dabei so wenig Luft wie möglich einzufüllen und den Darm nicht zu prall zu füllen.
  12. Anschließend werden die Würste in der gewünschten Länge „abgedreht“, d. h. zwischen Daumen und Zeigefinger die gewünschte Länge abdrücken und abwechselnd nach links und nach rechts einige Male um die eigene Achse der Wurst drehen.
  13. Ist das gesamte Brät in den Darm gefüllt kommen die Würste, noch aneinander hängend, für ca. 20-30min (je nach Stärke der Würste) in einen Topf mit ca. 65-70°C heißem Wasser und ziehen dort gar. Bitte nicht heißer, da die Würste sonst aufplatzen.
  14. Die Würste, die nicht sofort gegessen werden bitte in kaltem Wasser schnell abkühlen und sofort vakuumieren. So sind sie, im Kühlschrank gelagert, mind. 8 Tage haltbar.

Und nun mein Fazit zu der iPerp & Cook Gourmet:
Sie ist tatsächlich eine tolle Bereicherung in meiner Küche. Natürlich koche ich weiterhin klassisch auf dem Herd und liebe es in Risottos zu rühren, Zwiebeln selbst mit dem Messer in feine Würfel zu schneiden, usw. Aaaaaber es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten manche Zubereitung mit Hilfe der iPrep & Cook zu erleichtern. Hefeteig zum Beispiel…aber dazu demnächst dann mehr.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und kann jedem nur empfehlen sich mal selbst an das Thema Wurstherstellung heranzutrauen.

Wollt Ihr zukünftig noch mehr Wurst-Rezepte hier lesen, dann schreibt mir das doch mal in die Kommentare. Ich freue mich drauf!

Eure

 

Tanja

Vielen herzlichen Dank an Krups, die mir die iPrep & Cook Gourmet zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung zu diesem Gerät wurde dadurch nicht beeinflusst. Und auch vielen Dank an den MesserDealer, der sein persönliches Rezept hier zur Verfügung gestellt hat.

California-Rolls mit Lachs und Rhabarber

{…wenn eine Stange Rhabarber in eine Rolle schlüpft…}

Rhabarber Rezepte

Heute ist kalendarischer Sommeranfang und zumindest bei uns spielt das Wetter sogar sommerlich mit.
Leider bedeutet das aber auch, dass wir uns in Kürze von Spargel und Rhabarber verabschieden müssen. Sehr sehr schade, wie ich finde. Auf der anderen Seite freut man sich dann um so mehr, wenn die Saison im nächsten Jahr wiederbeginnt. Alles was einem immer und dauerhaft zur Verfügung steht, wird ja irgendwann langweilig.

Um das tolle Gemüse und ihren Bloggeburtstag zu würdigen, hat Tina von Lecker & Co zu einem Laber-Rhabarber-Blogevent aufgerufen.

 

Laber-Rhabarber-Blogevent

Ich habe davon schon im Mai gelesen und mir den Kopf zerbrochen, was ich ihr mit Rhabarber tolles dazu beisteuern könnte. Kuchen fand ich total abgedroschen (macht bestimmt schon jeder zweite, genau wie Muffins), noch dazu finde ich Backen ja nur halb so gut wie kochen. Chutney ist auch nicht wirklich die Macht- obwohl es echt gut schmeckt, aber das kennen auch schon so viele. Einen Rhabarber-Sirup habe ich hier schon auf dem Blog und auch der ist mittlerweile schon auf jeder zweiten Seite in irgendeiner Variante vorhanden.
Es muss irgendetwas Spektakuläres mit Rhabarber sein. Nicht nur geschmacklich, sondern auch fürs Auge!

Rhabarber Rezepte

Und neulich, als ich mal asiatische Sommerrollen mit Lachs gemacht habe, kam mir die Erleuchtung. Ich packe die tolle Stange einfach in Sushi. In eine ganz simple California-Roll, die ich mit Lachs, Rhabarber und etwas Frischkäse fülle. Der Clou an der ganzen Sache ist der Rote Beete Saft, der zum Schluss darüber geträufelt wird und den Reis sanft rot färbt. Ein bisschen in schwarzem und weißen Sesam wälzen und schon ist eine tolle kleine Vorspeise mit Rhabarber fertig.
Lässt sich übrigens für Gäste auch schön vorbereiten.

Rhabarber Rezepte

Jetzt schreit vielleicht der ein oder andere, dass es ja bald keinen Rhabarber mehr zu kaufen gibt und dass das Rezept etwas spät kommt.
Stimmt nur zur Hälfte!
Erstens kann man den Rhabarber nämlich wunderbar einfrieren (oder ihn auch schon gefroren kaufen) und noch dazu funktioniert dieses Sushi-Rezept auch ganz toll mit süßer Mango (falls einer keinen Rhabarber mag oder wirklich keinen mehr in frischem oder gefrorenen Zustand bekommt). Natürlich ist frischer Rhabarber etwas intensiver im Geschmack, als gefrorener. Aber in diesem Rezept soll der Rhabarber sowieso geschmacklich nur leise mitschwingen und die California-Roll nicht völlig süß und sauer dominieren.

Rhabarber Rezepte

So und jetzt schlage ich vor, dass ich Euch hier ganz schnell das Rezept zu den California-Rolls mit Lachs und Rhabarber zeige und ihr dann mal ganz geschwind zu Tina auf Lecker & Co klickt, und Euch die vielen anderen Rezepte anschaut, die da mit Rhabarber eingetrudelt sind. Es sind tolle Sachen dabei!

Ich hoffe Ihr genießt heute den längsten Abend im Jahr!

Bis bald!
Eure

Tanja

5.0 from 1 reviews
California-Rolls mit Lachs und Rhabarber
 
Prep time
Total time
 
Ingredients
  • 2-3 Stangen Rhabarber
  • 4 EL Frischkäse
  • 150 g Lachsfilet aus dem Mittelstück (Sushiqualität)
  • 4 Blatt Nori (getrocknete Meeresalgen)
  • 500 g gekochter Sushireis
  • 2 EL Sesamsamen weiß
  • 2 EL Sesamsamen schwarz
  • 50 ml Rote Bete Saft
Instructions
  1. DenRhabarber putzen und die Stangen halbieren, so dass sie in einen Topf passen.
  2. Dann die Stangen kurz in leicht gezuckertem Wasser (nicht zu süß machen!) kochen. Aufpassen, dass sie nicht zu weich werden.
  3. Den Rhabarber längs Vierteln.
  4. Ein Blatt Nori auf eine Bambusmatte legen und mit feuchten Händen eine dünne Schicht Reis daraufdrücken. Am unteren Rand ca. 1 cm frei lassen.
  5. Das Noriblatt vorsichtig umdrehen.
  6. Jetzt dünn mit Frischkäse bestreichen.
  7. Den dünn aufgeschnittenen Lachs auf darauf legen.
  8. Ebenso 1-2 Viertel des Rhabarbers.
  9. Sushi mit der Bambusmatte fest aufrollen.
  10. Oben anfangen und das freigelassene Stück Nori anfeuchten und die Rolle damit versiegeln. Diesen Vorgang mit den restlichen Nori wiederholen.
  11. Jetzt vorsichtig mit einem Löffel den Rote Bete Saft auf die obere Seite des Sushireis träufeln.
  12. Dann mit Besam garnieren.
  13. Jede Rolle in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

*Anzeige* Mit Schneider Base zu den schönsten Rezepten

{…wer schreibt, der bleibt…}

Schneider Base

Ich habe einen Tick. Naja gut, nennen wir es netterweise „Vorliebe“.
Ich schreibe noch mit der Hand. Völlig oldschool. Und ich liebe es!

Während alle um mich herum ihre Termine mit flinken Fingern in ihr Smartphone tippen, schreibe ich meine Termine mit schwungvoller Schrift in meinen Terminkalender aus Papier, mit echten Seiten und einem schönen Einband. Nicht dass ich es unbedingt toll finde, wenn meine Kalender von vorne bis hinten vollgeschrieben ist und ich auf Grund dessen extrem wenig Zeit habe, aber zumindest habe ich großen Spaß daran alles aufzuschreiben. Noch dazu kann ich mich dann noch mit persönlichen Anmerkungen und kleinen Zeichnungen zu den jeweiligen Ereignissen austoben.

Es ist nun aber so, dass ich nicht nur meinen Kalender handschriftlich führe. Alle Notizen und vor allem Rezeptideen müssen schließlich auch aufgeschrieben werden. Logisch, dass ich auch so etwas nicht in die Notitzfunktion meines Handys eintippe, sondern zu Zettel und Stift greife.
Ich habe ständig Panik, dass ich irgendetwas vergesse. Deshalb liegen hier im House an den ungewöhnlichsten Stellen Papier und Stift herum. Selbst in der Dusche hängt ein Stift, der auf Fliesen schreibt (aber wieder abwaschbar ist). Wenn das warme Wasser so an mir herunterfließt, kommen mir meist die besten Ideen.

Schneider Base

Neben dem Papier braucht man natürlich zum Schreiben das geeignete Schreibgerät. Und genau hier hat jeder seine persönlichen Vorlieben.
Ich schreibe am liebsten mit einem Füller. Der muss allerdings wirklich gut in der Hand liegen und vor allem darf er keine kratzenden Geräusche machen, wenn er über das Papier fährt.
Wenn er dann noch gut aussieht, bin ich glücklich.
Ich habe Stifte, die liegen nicht nur zum Gebrauch herum, sondern sind tatsächlich eine Art Deko auf meinem Schreibtisch. Bescheuert ich weiß….
Seit Kurzem ist der neue Schneider Base Füller ins House eingezogen und hat sich ganz schnell zum Lieblings-Stift entwickelt.
Der Schneiderpen liegt, dank ergonomisch gummierten Griff perfekt in der Hand und die Edelstahlfeder gleitet wie Butter über das Papier. Noch dazu hat er einen schönen Metallclip, so dass ich ihn perfekt an mein Notizbuch klemmen kann.
Und da ich absoluter Fan von Dingen die Made in Germany sind, ist das neue Schreibgerät aus dem Schwarzwald genau nach meinem Geschmack und das altmodische Schreiben mit der Hand macht doppelt so viel Spaß.
In den Füller passen zum Glück ganz normale Standart-Patronen, die es in vielen verschiedenen Farben zu kaufen gibt. Geliefert wird er mit blauer Tinte, ich schreibe allerdings immer nur mit schwarzer Tinte.

Schneider Base

Früher hatte ich neben meinem Bett ein Diktiergerät liegen, denn so kurz vorm Einschlafen könnte man ja noch einen Geistesblitz haben. Heute liegt auch da ein Notizbuch und der neue Schneider Base Füller.
In einem Magazin habe ich mal gelesen, dass man sich am Abend vor dem Einschlafen 10 Minuten Zeit nehmen soll, um die schönsten Dinge, die man am Tag erlebt hat aufzuschreiben. Es geht darum, sich bewusst zu machen, dass es jeden Tag positive Dinge gibt, die wir in der Hektik des Alltags einfach übersehen. Indem wir sie aufschreiben, manifestieren wir diese guten Erfahrungen viel mehr, als wenn wir einfach nur daran denken. Dadurch soll der Schlaf erholsamer und Depressionen vorgebeugt werden.
Wusstet Ihr, dass man sich generell Dinge besser merkt, die mit der Hand notiert wurden?

Forscher der Princeton-Universität und der Universität von Kalifornien haben herausgefunden, dass die handschriftliche Methode, sich Dinge zu merken, gegenüber Notizen auf dem Smartphone oder Laptop zu machen, die bessere ist: In drei Studien konnten sie zeigen, dass Studenten, die sich Notizen auf dem Laptop machen, bei Leistungstests schlechter abschnitten als diejenigen Studenten, die das Wichtigste per Hand mitschreiben.
Der Grund: Auf dem Laptop tendiert man dazu, alles wörtlich zu notieren. Wer sich hingegen Notizen per Hand macht, filtert aus dem Gehörten das für sich Entscheidende direkt heraus und formuliert es in eigene Worte um. Und das kann man sich besser merken.

Vielleicht habe ich deshalb in meinem Kopf so eine große Rezeptdatenbank gespeichert, weil ich die meisten meiner Rezepte zuvor einmal mit der Hand geschrieben habe.

Parmesan Kekse

Heute habe ich mal ganz schnell ein klassisches Keks-Rezept, was in meiner kopfeigenen Rezeptdatenbank so rumdümpelt, abgewandelt. Nachdem meine Kräuter auf der Fensterbank so sprießen und ich den „Urwald“ ein wenig abbauen möchte, gibt es heute herzhafte Parmesan-Rosmarin-Plätzchen, die wunderbar zu einem Glas Wein passen und ganz nebenbei in den Mund geschoben werden können, sodass man dabei ungehindert weiter ein paar Ideen, die im Kopf herumspuken aufs Papier bringen.

Und auch zum Verschenken sind sie wunderbar geeignet, wenn man sie in kleinen Tüten  packt und ganz DIY mäßig schön beschriftet. Ob Ihr sie rund ausstecht oder in kleine Rauten schneidet, bleibt  dabei ganz Euch überlassen.

Schneider Base

5.0 from 1 reviews
Parmesan-Rosmarin-Kekse
 
Author:
Ingredients
  • 300 g Mehl
  • 150 g geriebener Parmesan
  • 125 g weiche Butter
  • 2 TL fein gehackter Rosmarin oder andere Kräuter nach Wahl
  • ½ TL Salz
  • ¼ TL frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • ganze Kräuter zum Verzieren
Instructions
  1. Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Aus Mehl, Butter, Parmesan, Salz, Pfeffer und gehackten Kräutern einen Teig erstellen und diesen für 1 Std kühl stellen.
  3. Dann den Teig zwischen zwei Backpapierblättern dünn ausrollen und rund ausstechen.
  4. Mit dem verschlagenen Eigelb bestreichen und mit den ganzen Kräutern dekorieren.
  5. Für ca. 15 Min backen, bis eine leichte Bräunung entsteht.

 

Parmesan Kekse

Schreibt Ihr noch mit der Hand oder überlasst Ihr alles den elektronischen Geräten?

Habt einen tollen Donnerstag,

Eure

Tanja

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Schneiderpengermany.

 

Flanksteak | Wildkräuter | Birnensalsa | Papadam

{… vom Leben und leben lassen…}

Flanksteak

Die mit grünen Blütenranken beklebte Glastür schiebt sich automatisch vor mir auseinander und es fühlt sich an, als hätte ich meinen Kopf in einem Jutesack versenkt.
Ein Prise Muff, gepaart mit einem süßen klebrigen Duft empfängt mich. Ich bin angekommen, im Bio-Supermarkt.

Besinnliches einkaufen

Manch einer mag den Geruch ja mögen- ich nicht! Generell bin ich sowieso nicht so der Fan von diesem Markt und ziemlich froh, dass es mittlerweile fast alle sogenannten Superfood-Artikel auch in anderen Supermärkten zu kaufen gibt.
Es fängt schon damit an, dass ich beim Eintreten zur meiner rechten Seite eine ziemlich freudlose Kuchentheke vorfinde. In der Auslage sind trocken aussehende Dinge aus Sanddorn und Hirse, daneben salzfreie und butterlose (vegetarische!) Quichestücke, die aussehen als hätte der Kindergarten Backtag gehabt.
Die Obst- und Gemüseabteilung ist ok, auch wenn hier das Gemüse manchmal einen ziemlich schrumpeligen Second-Hand-Look hat. Aber das stört mich nicht weiter.

Eine andächtige Stille herrscht hier in diesem Laden. Man könnte meinen, die Menschen, die hier einkaufen seien zur Besinnung eingekehrt. Eine Frau in teuren Markenklamotten, ein etwas blasser Herr mit schütterem Haar und durchfallbrauner Hose, drei Jugendliche im Selbstfindungswahn (wir machen vegan, weil das auf Instagram gerade so in ist) und eine Frau mit Baby und Kinderwagen schieben mit ihren kleinen Einkaufswägen durch die übersichtlichen Regalreihen.
Tatsächlich sind hier die Wagen um einiges kleiner, als in meiner Supermarktkette um die Ecke.
Eigentlich wollte ich ja nur Mandelmehl und Gojibeeren kaufen, beschließe aber dann spontan mal eine kleine Entdeckungstour durch den Markt zu starten.

Die Fleischabteilung

Zielstrebig steure ich also die Fleischabteilung an. Äh…Abteilung, ist wohl etwas hochgegriffen. Ich halte vor einem Kühlregal mit abgepackter Bio-Wurst und eingeschweißtem Bio-Hühnchen von zertifizierten glücklichen Hühnern. Daneben ein in Folie verpacktes Steak mit der Dicke eines Schnitzels. Und dann bin ich auch schon durch mit der Fleischabteilung.
Dafür ist das benachbarte Kühlregal um so voller. Veggie Chicken Nuggests, Veggie Geschnetzeltes, Veggie Curry Wurst, Veggie Bolognese, Veggie Aufstrich nach Pfälzer Art, … Veggie, Veggie, Veggie. Irgendwie fühlt man sich hier als Fleischesser echt zweitklassig.
Wer hier immer mal mitliest weiß, dass ich großen Wert auf die Herkunft des Fleisches lege, was bei mir auf den Teller kommt (und das fängt schon bei der Haltung der Tiere an.!) Und ja, ich esse gerne Fleisch!
Deshalb mache ich mir den Spaß und gehe zu dem einzigsten Verkäufer hier in diesem Laden, den ich sehen kann. Er sitzt an der Kasse.

Flanksteak Einfach nur Hack

„Entschuldigung…“
Olaf (ich nenne ihn jetzt mal ganz klischeehaft so), ein ca. 30-jähriger, der aussieht, als würde er unter seinem Bett Klettverschluss-Sandalen sammeln, schaut fragen aus seiner Kassenzelle zu mir rüber.
Ich: „Ich suche Hack.“
Er: „Wie bitte?“
Ich: „Hack…“
Keine Antwort nur große Augen hinter dicker Brille.
Ich versuche ihm auf die Sprünge zu helfen: „Äh…Hack… Also Hackfleisch…!?“
„Aus Fleisch?“ will Olaf wissen.
„Natürlich aus Fleisch! Aus was denn sonst? Hackfleisch eben. Das Zeug was man durch den FLEISCHwolf dreht, um daraus Burger oder echte(!) Bolognese zu machen.“
Olaf wirft mir einen Blick zu, als hätte ich gerade gesagt, dass ich den letzten noch lebenden Pandabären der Welt durch den Wolf drehen wollte. „Nein, Hackfleisch haben wir nicht. Nur aus Soja.“

Die teuer gekleidete Damen, die in der Nähe der Kasse am veganen Kosmetikregal Cremes auf ihrem Handrücken testet, mischt sich ein: „Also Hackfleisch ist doch sowieso kein Fleisch! Man weiß ja nie was da drin ist! Man kann ja auch mal nur Beilagen essen oder die Hamburger aus Bohnen machen…!“
Ich dachte ich werde irre. Stellt Euch mal vor, Ihr ladet zum Grillen ein. Auf dem Grill das feinste Fleisch (vom Metzger Deines Vertrauens) und dann sagen Gäste wie Olaf oder diese Dame: „Für mich nur Bohnen. Hmmm… Bohnen, toll, ich liebe Bohnen, lecker!“

Ich schaue von der Frau zu Olaf und wieder zurück und alles in mir schreit „Hack, Hack, Hack!“
Am liebsten hätte ich vor dem Kassenfließband einen Hackfleischtanz aufgeführt, aber wahrscheinlich wäre ich dann direkt in die Kategorie „Mit-Rinderwahn-Infiziert!“ gerutscht.

Buntes Grau für alle

Leute, mal im Ernst: Ich gestehe jedem seine Ernährungsweise zu und jeder soll auf den Teller bringen, was einem guttut, schmeckt und gefällt. Und nicht, dass es hier falsch rüberkommt: Ich habe überhaupt nichts gegen die vegane Küche. Im Gegenteil! Hier und hier und hier gibt es ja mittlerweile auch wirklich genügend Beweise, dass ich auch gerne mal etwas Veganes auf den Tisch bringe!
Aber warum muss man immer alles so verbissen sehen? Das Leben ist doch nicht nur schwarz oder weiß. Mischen wir uns doch ein fröhliches Grau. Mal mit mehr weißem oder mal mit mehr schwarzem Anteil.

Ich bin dann ein paar Tage später zu meinem Metzger gegangen. Und wen treffe ich an der Theke? Olaf, der sich gerade ein dickes Stück Schweinebauch einpacken ließ. Bestimmt aus Soja….

Zur Feier des Tages und weil heute ja auch MEATwoch ist, gibt es (zwar kein Hack) aber FLEISCH:
Flanksteak mit Wildkräutersalat und Birnensalsa in einer Papadamschale.

Flanksteak | Wildkräuter | Birnensalsa | Papadam
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Birnensalsa:
  • 1 Birne (reif, aber fest)
  • 1 El Zitronensaft
  • 3 El Weißweinessig
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 rote Pfefferschote
  • 4 Stiele glatte Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Papadam-Schale:
  • 4-6 Papadams
  • Öl oder Ghee zum Frittieren
  • Salat:
  • Wildkräutersalat mit essbaren Blüten
  • 800 g Flank Steak
  • Salz, Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamico
  • 1 EL Wasser
  • 1-2 TL Akazienhonig
  • 1 TL Senf
Instructions
  1. Birne waschen, entkernen, fein würfeln und in eine Schüssel geben. Mit Zitronensaft und Essig mischen. Rote Zwiebel fein würfeln. Pfefferschote waschen, längs halbieren, entkernen und fein würfeln. Die Petersilie fein hacken und alles zu den Birnenwürfeln geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Öl oder Ghee in einem tiefen Topf erhitzen, dann die Papdams einzeln ins heiße Öl/Ghee geben und frittieren bis das Fladenbrot aufgeht. Dabei in der Mitte mit einem Kochlöffel herunterdrücken, so dass sich beim Frittieren eine Schale bildet. Die fertigen Papadam-Schalen auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
  3. Aus dem Olivenöl, Balsamico, Wasser Honig und Senf ein Dressing herstellen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  4. Das Flank Steak parieren und auf dem Grill bei direkter Hitze von beiden Seiten scharf anbraten. Dann das Fleisch auf die indirekte Hitze legen und auf eine Kerntemperatur von 54 Grad (medium rare) gar ziehen. Danach das Flank Steak noch 2-3 Minuten ruhen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen und dann quer zur Faser in Scheiben schneiden.
  5. Das Dressing an den Wildkräutersalat geben und diesen dann in die Papadamschalen füllen. Flank Steak darauf anrichten und Birnensalsa darüber geben. Eventuell mit essbaren Blüten ausdekorieren.

Bis bald,
Eure

Tanja

Dieses Rezept hat es übrigens in die aktuelle Ausgabe der Meat In geschafft. Schaut doch mal im Zeitschriftenhandel in Eurer Nähe. Die Zeitschrift ist großartig und für alle Fleischfans eine absolute Bereicherung im Dschungel der ganzen Koch- und Lebensmittelzeitschriften.

Rühreistulle mit Bacon-Cream

{…von einer die auszog, um sich wieder zuhouse zu fühlen…}

*Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von pizza.de*

Rühreistulle mit Bacon-Cream Hellooohooo liebste Housefreunde,

ja, ich weiß, lange ist es her, dass Ihr hier irgendetwas gehört oder gelesen habt.
Aber alles hat einen Grund und eine Ursache.
Ich bin mal wieder umgezogen…

Hätte man mir vor knapp 1,5 Jahren erzählt, dass ich schon wieder umziehe, hätte ich allen einen Vogel gezeigt. Umziehen steht nämlich nicht unbedingt auf meiner Top-10-Liste, der spaßigsten Dinge in meinem Leben. Und wenn mir dann vor 1,5 Jahren noch jemand erzählt hätte, dass ich mal wieder mit einem Mann meine heiligen Hallen teile, wäre derjenige direkt mal hochkant aus meiner damaligen neuen Wohnung rausgeflogen….

Tja…und heute…? Heute ist alles anders.
Die Wochenendbeziehungszeit lasse ich nun hinter mir. Vorbei ist die Phase in der man sich und auch die Wohnung hektisch am Freitag in Schuss gebracht hat. In der man alles, was man in einer Beziehung eben so macht, in 48 Stunden gepresst hat. (Ich habe hier ja schon immer mal darüber berichtet…) Und ebenso ist auch die Zeit vorbei, in der man so tun kann als sei man Single, wenn eben keine Wochenendebeziehungszeit ist.

Rollrasen-Teppich in blond gibts gratis dazu

Alles ist neu und der Alltag bekommt eine neue Definition. Zusammenziehen ist ein Bekenntnis nach außen. Man verkündet der Welt, dass man (wieder) sesshaft geworden ist. Wieder ist eine neue Lebensphase erreicht. Marotten, die ich bisher außerhalb vom Wochenende gut verstecke konnte, kommen nun ans Tageslicht.
Meine grüne Algen-Peelingmaske, die ich immer dienstags auf mein Gesicht auftrage, meine Whatsapp-Bachelor-Läster-Gruppe, die saisonal mittwochs immer virtuell mit mir vorm Fernseher sitzt (Mädels- kein Mann wird uns je trennen!!!), meine Koch- und Wohnzeitschriften- und Bücher, die selbst auf dem Klo überall herumliegen und meine blonden Haare, die ich immerzu verliere und die sich gerne in allen Ecken und unter jeder Socke zu einem blonden Rollrasen-Teppich verwandeln. Es bleibt nichts mehr verborgen.
Schlechte Laune habe ich glücklicher Weise selten, aber auch diese seltenen Momente möchte ich nicht an jemanden auslassen, der für meine hormonellen Schwankungen nichts kann. Hinzu kommt, dass das neue House ein wenig hellhörig ist und das Badezimmer in unmittelbarer Nähe vom Schlafzimmer liegt. Muss ich jetzt immer leise pupsen? Oder soll ich den Wasserhahn dabei laufen lassen?

Rühreistulle mit Bacon-Cream
Das Gute ist, wir sind beide zusammen neu gestartet. In einem neuen 100 Jahre alten House. Keiner ist zum anderen in ein schon bestehendes Nest gezogen. Alles braucht einen neuen Platz. Jeder bringt gleichermaßen nötigen und vor allem unnötigen Kram mit. Das meiste harmonisiert, alles andere wird passend gemacht, oder man muss eben mit einem Kompromiss klarkommen. Auch das gehört dazu. Ich, als alter Farb-Monk (bloß nix Buntes- alles schön in schwarz, weiß und Grautönen, gepaart mit schönem Holz und gerne auch Beton), schlucke schon bei einem bunten Handtuch im Gästeklo oder dem Griff des weltbesten Wetzstahls im Messerblock. Natürlich kann ich dem Messerdealer nicht sagen, dass der Wetzstahl, wegen seines roten Griffes, nicht in die Farbharmonie der Küche passt… Oder doch?! Hab’ ich gemacht, fand er nur halb so witzig und deshalb steckt das besagte Küchenutensil jetzt trotzdem zwischen den schwarz-silber-gestreiften Messergriffen im Block.

Leberkäs-Semmeln sind grundsätzlich kohlenhydratfrei…

Kompromisse ist das Schlagwort. Und mittlerweile finde ich diese Kompromisse so spannend und belebend, dass ich sie gar nicht mehr missen möchte. Beim Essen sind wir uns zum Glück ziemlich einig, auch wenn meine Aussage „Ich muss nicht jeden Tag Wurst und Fleisch essen!“, für meinen persönlichen Metzgermeister nicht unbedingt Musik in den Ohren war.
Auch, dass wir jetzt mal anfangen die Kohlenhydrate etwas zu reduzieren, wurde anfangs mit „Leberkäs-Semmeln haben NIE Kohlenhydrate!“ kommentiert.

Rühreistulle mit Bacon-Cream

Bei unserem Umzug gab es dann eine abgeSPECKTE Version von Wurst-Stullen.
Omlette mag ja irgendwie jeder. Und außerdem war ja genug Bacon im Frischkäse versteckt. Noch dazu hatte ich ja pizza.de in der Hinterhand. Falls also einer doch nicht ganz so glücklich mit meinen gesunden Broten war, hätten wir darüber unzählige Lieferdienste hier in der Umgebung anheuern können, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Alleine essen hat sich jetzt meistens auch erledigt, was für mich das pure Glück bedeutet. Genauso wie morgens neben diesem Mann aufzuwachen und seine verstrubbelten Haare zu bewundern und abends bei fränkischem Gebrabbel einzuschlafen.

Nach House kommen

Schön, wenn man nach House kommt und jemand ist da und fragt wie Dein Tag war, der Dich tröstet, wenn es ein schlechter Tag war und der Dir zuhört, Dich unterstützt und mit dem Du gemeinsame Pläne schmieden kannst.
Nach House kommen macht wieder Spaß, es fühlt sich nämlich nach ZU HOUSE an.

Ich hoffe Ihr habt auch jemanden der Euch Euer zu House auch zu einem ZU HOUSE macht.
Und für alle die sich einfach mal einen schnellen Snack gönnen möchten (ob mit oder ohne Umzug), kann ich diese Stulle nur wärmstens (aber auch kalt) empfehlen.

Vielleicht habt Ihr ja Lust demnächst hier mal das ein oder andere aus dem Projekt

„HouseDame & MesserDealer“

zu bewundern und Einblick in die heiligen Hallen, mit ein paar DIY Sachen und Tipps zu bekommen?
Was haltet Ihr davon?

Bis bald aus dem House No. 15
(eigentlich müsste es jetzt House No. 5 heißen ;) )

Eure

Tanja

Rühreistulle mit Bacon-Cream

Hier ist noch das Rezept für die Lowcarb Rühreistullen mit Bacon-Cream:
(das Rezept für das Brot kommt auch demnächst)

5.0 from 1 reviews
Rühreistulle mit Bacon-Cream
 
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Snack
Serves: 4
Ingredients
  • 4 Scheiben Bacon (dünn geschnittener Frühstücksspeck)
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 300 g Hüttenkäse
  • Salz
  • frisch zerstoßener Pfeffer
  • 4 Eier (Kl. M)
  • 50 ml Milch
  • 1 El Butter
  • 4 mittelgroße Champignons
  • 60 g Rauke
  • 4 dicke Scheiben Lowcarb Brot (alternativ Sauerteigbrot)
Instructions
  1. Den Bacon in einer beschichteten Pfanne ohne Fett von beiden Seiten bei mittlerer Hitze knusprig braten.
  2. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen, dann fein zerbröseln.
  3. Frühlingszwiebel putzen, das dunkle Grün entfernen und den Rest in feine Ringe schneiden.
  4. Alles mit dem Hüttenkäse glatt verrühren.
  5. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  6. Jetzt die Eier, Milch, Salz und Pfeffer verquirlen.
  7. Die Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Eier darin zu Rührei braten. (Ich habe sie in Dessertringen stocken lassen, damit es schöner aussieht)
  8. Danach auskühlen lassen.
  9. Champignons putzen und in feine Scheiben schneiden. Ebenfalls in der Pfanne kräftig anbraten.
  10. Rauke verlesen und die Stiele ggf. etwas kürzen.
  11. Die Brotscheiben mit dem Frischkäse bestreichen, dann mit Rauke belegen.
  12. Darauf das Rührei geben und mit den Pilzen garnieren.
  13. Wer mag kann zum Schluß etwas gutes Olivenöl darüber geben.
  14. Die Brote können warm und kalt gegessen werden.

Mandel-Honig-Brot mit Rosmarin

{…Runterkommen für Fortgeschrittene…}

Detox

Leute… da bin ich seit einiger Zeit mal wieder… Mein Blog- und Social-Media-Detox hat einen Grund.

Heutzutage ist der Satz „Ich bin ja so gestresst…“ irgendwie ziemlich modern geworden. Wer nicht gestresst ist, hat den falschen Job, liegt nur auf der faulen Haut und schiebt ständig eine ruhige Kugel, während die Welt da draußen um sich selbst rotiert.

UNGESCHÖNTE VERBAL-MASSAGE

Vor kurzem hatte ich meine Tante am Telefon, die mich wie immer fragte: „Und Tanja, wie geht es Dir?“ „Gestresst…“, sagte ich. Dann folgt Stille. Ich kenn das schon. „Ooooch Mäuselein…!“ Das kommt immer mit so viel Tanten-Empathie rüber, dass man damit ein ganzes Kinderheim hell erleuchten und spontan (auch außerhalb der Adventszeit) in Weihnachtsstimmung versetzen könnte.
Ich telefoniere zweimal pro Monat mit meiner Tante. Nicht nur um zu erfahren, ob sie noch unter den Lebenden ist, sondern um mir Kommentare zu meinem Leben abzuholen. Diese Kommentare haben quasi die gleiche Wirkung, wie die rabiate Massage eines 200 Kilo schweren tschechischen Physiotherapeuten. Man wird durchgewalkt und abgeschrubbt. Sind die ersten Schmerzen aber abgeebbt, fühlt man sich besser. Meine Tante nimmt kein Blatt vor den Mund und walkt mich verbal jedesmal gründlich durch…Schmerzhaft ist es mitunter, aber auch heilsam.

VOLLDAMPF! IMMER UND ÜBERALL

Vor Kurzem musste ich mir anhören: „Tanja, dauernd heulst Du rum, dass Du keine Zeit hast. Wie kann denn das sein?“
Hm… wie kann das denn sein? Gute Frage.
Irgendwie habe ich mir ein Volldampfleben angewöhnt. Morgens im Bett, wenn um 4 Uhr der Wecker klingelt, checke ich meine Mails und schaue in meinen Social Media Kanälen nach neuen Unglaublichkeiten meiner „Freunde“. Ständig hat man das Gefühl nichts verpassen zu dürfen und der Welt da draußen permanente Einsatzbereitschaft zu demonstrieren. Wahrscheinlich fühlt sich ein Jack-Russel-Terrier nach 2 Dosen Red Bull nicht anders.

Meine Tante hat mir ein rigoroses „Nein“ verordnet. Das Handy und den Computer ab 20 Uhr auszuschalten und erst ab morgens 8 Uhr wieder einzuschalten. Meine Tante besitzt weder Handy, noch Computer, sondern telefoniert noch mit einem Gerät mit Spiralkabel in waldgrün… Und sie ist seit gefühlten 100 Jahren mit ihrer Witwenrente vollends versorgt.

Dennoch glaube ich, dass sie irgendwie Recht hat. Ich sollte immer mal Handy- und PC-Detox betreiben, um mich mal wieder selbst zu spüren. Dass ich zum Detoxen so schnell gezwungen werde, konnte ja keiner wissen…

Detox

SPONTANES (UNFREIWILLIGES) ZWANGS-DETOXEN

Mein Handy wurde mir geklaut….!
Wenn ich daran denke spüre ich immer noch eine ohnmächtige Wut, die aber nichts an der Tatsache ändert, dass das Ding weg ist und ich dem Dieb wünsche, dass ihm (oder wem auch immer) das Gerät direkt am Ohr explodiert und den ganzen Kopf wegreißt… (ja ich kann nicht nur nett, sondern habe mitunter echt seeeeehr düsterer Gedanken!).

Das Ding bedeutet: 2,5 Jahre Leben in Form von Fotos, Telefonnummern (die mich seit Jahren schon begleiten) und Chats mit Menschen, die ich nicht mehr aus meinem Leben streichen möchte… alles gelöscht. Alles weg. Gelöscht von mir. Um meine Privatsphäre zu schützen. Aus der Ferne. Aus Angst, dass jemand Fremdes mit meinen Fotos, Daten, usw. Schindluder treibt.
Ja, man möge mich jetzt steinigen und für total bescheuerte halten, aber ich habe meine Daten NICHT gesichert… Und jaaaaaa… ich weiß, dass das ein Riesenfehler war. (Also jeder, der sich jetzt wegen meiner Blödheit an die Stirn klatscht, möge sich bitte zurückhalten und aus Respekt, für meine Person, still schweigen…!) Es ändert jetzt auch nichts mehr an der Tatsache, dass nun jemand im Besitz meines Telefons ist, dem ich schmerzlich hinterher trauere. Es ändert nichts…! Also bitte ich an dieser Stelle von Bele(e)(h)rungen abzusehen…

Detox

GEDÄCHTNIS-EMOTIONEN ABRUFEN

Nachdem ich mich aber mit der Tatsache abgefunden habe, dass 2,5 Jahre Fotomittschnitte und sonstige Begebenheiten meines Lebens, in welcher Form auch immer, einfach ausgelöscht sind, habe ich darüber nachgedacht was in diesen 2,5 Jahren alles passiert ist.
Und soll ich Euch etwas sagen? Es ist eine wirklich wundervolle Sache sich Ereignisse im Kopf herbeizurufen und sich seine eigene Diashow zu kreieren, in Erinnerungen abzutauchen, Erlebnisse und Situationen wiederzubeleben, ohne dass man dafür ein Foto, eine Whats App oder SMS als Reminder hinzunimmt. Einfach aus dem Gedächtnis und dem Kopf heraus.
Und genau an dieser Stelle beneide ich meine Tante, die genau diesem „Stress“ nicht unterliegt und Erlebnisse und Emotionen aus ihrem Gedächtnis heraus wiederbelebt.

Gestern Abend habe ich zum Beispiel in der Badewanne gelegen und seit über einem Jahr mal wieder ein Buch dabei gelesen (ohne mein Handy am „Beckenrand“ liegen zu haben- es könnte ja eine Whats App, eine Message von Facebook oder ein Email eintreffen…)
Da ich wusste, dass nichts kommt, war ich so tiefenentspannt in meinem Badeschaumberg und 30 Grad warmen Wasser versunken, wie schon seit langem nicht mehr. Das Detoxen scheint zu funktionieren….

Aber was zeigt mir das?
In der heutigen Zeit unterliegt jeder (je nach Ausprägung) diversen Zwängen und Ängsten etwas zu verpassen, dass es mitunter schon ungesund wird.
Auch wenn ich vielen Dingen der heutigen Zeit wirklich dankbar bin, denn sonst würdest DU gerade nicht diesen ellenlangen Text lesen und wärst nicht (wo auch immer) über meinen Blog gestolpert…. (Dafür möchte ich übrigens an dieser Stelle DANKE sagen!) Aber immer mal abschalten- und damit meine ich auch das Handy und den Computer, verschafft einem tatsächlich eine sehr qualitative Zeit für Dinge oder auch für sich selbst, die man anders nicht mehr bekommt.

Detox

IM HIER UND JETZT

Zum Handy-Detox möchte ich noch etwas anmerken:
Auch wenn es eine schmerzliche und teure (!!!) Erfahrung für mich war, mein Handy nicht mehr in meiner rechten Gesäßtasche bei mir zu führen…es war auch zugleich eine sehr lehrreiche Situation.
Ich habe gemerkt, dass man sich Begebenheiten im Gedächtnis lebendig halten soll (und nicht nach zwei Jahren von Facebook auf ein Ereignis, was man irgendwann gepostet hat, aufmerksam gemacht werden soll) und man JETZT lebt, genießt, entspannt,… und sich nicht darüber grämen soll, dass 2,5 Jahre auf einem elektronischen Gerät ausgelöscht sind.

Die Erinnerungen leben im Herzen und das ist viel intensiver als 15.354 Fotos, 1.423 Videos (ja, das war alles auf meinem Handy…ungesichert…!) und 250 Chats auf Whats App (von denen nur 3(!) die Wichtigkeit gehabt hätten, fürs Leben gespeichert zu werden…).

Ich speichere gerade DIESEN Moment, in dem ich DIR/Euch hier schreibe, in meinem persönlichen und emotionalen Gedächtnis und nicht in einer elektronischen Datenbank oder Cloud…

DANKE, dass es Dich/Euch gibt und DANKE, dass Du/Ihr mich hier immer im House besucht.

Gerüche kann man übrigens auch sehr gut im Kopf speichern: Ich genieße immer noch den Duft und den Anblick meines Mandel-Honig-Brotes mit Rosmarin, der sich tief in mein Wohlfühl-Gedächtnis eingebrannt hat…

Mandel-Honig-Brot mit Rosmarin
 
Author:
Ingredients
  • 800 g Mehl
  • 200 g Vollkornmehl
  • 1 ELZucker
  • 1 Würfel
  • Hefe, (42 g)
  • 1 EL Salz
  • 800 ml Wasser
  • 2 Handvoll Mandeln
  • 4 EL Cranberries
  • 2 EL Honig
  • 2 EL gehackter Rosmarin
Instructions
  1. Beide Mehlsorten mit Zucker mischen und eine Mulde hineindrücken.
  2. Hefe im Salzwasser auflösen und in die Vertiefung geben.
  3. Den Honig, die Cranberries, sowie die Mandeln hinzugeben.
  4. Masse sorgfältig mischen und mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten.
  5. Den Teig ca. 1½ Stunden an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.
  6. Den Brotteig mit den Händen zu eine Laib formen und mit dem gehackten Rosmarin bestreuen. Den Laib mit einem Messer in der Mitte der Länge nach einschneiden und noch einmal gehen lassen.
  7. Dann im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 50 Minuten goldbraun backen.

In diesem Sinne: genießt den Augenblick und sammelt nicht nur Erinnerungen mit dem Handy oder der Cloud in der Vergangenheit !

Eure

Tanja

aus dem House No.15

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