Archive of ‘FOOD’ category

…von Quinoa und haufenweise gelisteten Vorsätzen…

Das neue Jahr hat begonnen und ich lege direkt mal die Karten offen auf den Tisch.
Gerade heute habe ich es wieder gemerkt…ich bin ein Haufen- und Listen-Typ. Aber da wir ja hier unter uns sind und ich weiß, dass ihr Peinlichkeiten für Euch behalten könnt, kann ich ja offen sprechen…
Da morgen wieder der normale Arbeits-Alltags-Wahnsinn losgeht, hatte ich beschlossen heute hier zu Hause noch ein wenig Ordnung in mein Chaos zu bringen. Nun…und das sieht folgender Maßen aus: Ich stapel passende Dinge zu Haufen. Ein Haufen liegt z. B. an der Kellertreppe-dieser besteht meist aus getragenen Klamotten, die den Weg zur Waschmaschine suchen, leere PET-Flaschen, die im Keller gehortet werden bis kein Platz mehr dafür ist und dann in komische Automaten in unschönen Ecken von Supermärkten gesteckt werden, Werkzeuge die in der Garage wegsortiert werden sollten und Schuhe…ja Schuhe gibt es hier in diesem Haushalt viiiiiele… Schränke dafür eher weniger…aber unter der Kellertreppe ist Platz um Schuh-Haufen zu bauen… Ein anderer Haufen stapelt sich auf meinem Schreibtisch. Manch einer nennt es „Ablage“. Bei mir ist es ein unschöner Haufen Papier, der abgeheftet, aussortiert, bezahlt und bearbeitet werden möchte. (kleine Anmerkung: welcher normale Mensch mag bitte Buchhaltung???)

Haufen

…ich weiß, das Bild bekommt keinen Award, aber Haufen brauchen auch keine Auszeichnungen…

So…und dann gibt es ja auch die Zeitschriften-Haufen. Ich bin der totale Zeitschriften-Junkie und halte nix von Online-Zeitschriften. Papier muss an den Fingern kleben und ich muss die Möglichkeit haben mir tolle Bilder und Artikel auszuschneiden (und nicht nur zu markieren) und abzuheften. Ha! Und genau da kommt ein neuer Haufen ins Spiel. Der Haufen der ausgeschnittenen Zeitschriften-Schnipsel. Ach wie wundervoll ist dieser Haufen, wäre er denn schon in die einzelnen Rubriken der extra dafür angeschafften Ordner abgelegt (Food, Foodfotos, DIY, Ideen, Wohnen, Nützliches, Sonstiges). Ich habe hier, glaube ich, Schnipsel von vor mind. 4 Jahren und frage mich beim Durchsehen, was ich ‚damals‘ soooo toll an diesem Zeitschriften-Ausschnitt fand. Der wandert dann direkt auf den Hauf ‚Kann weg‘…nein Spaß- ich bin zwar ein Schnipsel-Messi, aber ich werfe dann auch schon mal was in den Papierkorb… Und manchmal, wenn ich merke, dass Haufen beim nächsten Gramm Papier einfach wegzubrechen drohen, hefte ich sie dann auch tatsächlich ab. Heute war auch so ein Tag. Irgendwie befriedigend. Haufenweise Befreiung.

Listen1.0

Zudem habe ich mir dann noch Gedanken gemacht, was so alles getan werden, eingekauft, gekocht, gebacken, usw. muss. Zu viele Ideen verursachen bei mir ein totales Hirn-Overload und deshalb bin ich nicht nur der Haufen-, sondern auch der Listen-Typ. Alles muss ich aufschreiben. Bloß nichts vergessen, was wichtig ist. Bloß nicht elektronisch! (Ich habe auch noch einen altmodischen Taschenkalender.) Aber hier im House No.15 gibt man sich ja seit dem Jahre 2015 nicht mehr mit schnöden POST-IT zufrieden. Neiiiiiinnnn… es müssen ab diesem Jahr eigene House-No.15-Listen her. Und falls auch Ihr an der Listeritsi-Krankheit leidet, gibt es hier meine Listen gratis und ohne Verschreibungspflicht zum Ausdrucken. Und alles im Hosen-Taschen-Format (9x9cm) zum Mitnehmen im Portemonnaie oder jemand anderen unterschieben. Eigene Listen an andere abwälzen ist nämlich auch super und bringt Zeit für sich selbst (ich arbeite auch an diversen Abschiebungen…listentechnisch versteht sich!)

Listen1

Ganz oben auf einer meiner Vorsatz-Listen (die gibt’s nicht zum Ausdrucken-die behalte ich für mich!) steht: Bewusster leben…gesünder essen…mehr schlafen… mehr Nein sagen…
Und heute habe ich mal mit dem Punkt ‚Gesünder Essen‘ begonnen.

Quinoa Salat1

Heute Mittag gab es nämlich sehr leckeren und gesunden Quinoa-Salat mit Avocado und Shrimps. Wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß, viiiiiiiel Geschmack! Und wer die Shrimps weglässt isst sogar vegan! Was bitte will man mehr?! 2015 startet doch toll und vielversprechend!

Quinoa Salat2

Also falls der Punkt gesünder Essen auch auf Eurer Liste für 2015 steht (zumindest so für die ersten 3 Monate), kann ich Euch das Rezept nur sehr ans ♥ legen.

5.0 from 1 reviews
Quinoa-Salat
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 3
Ingredients
  • 250g roten Quinoa
  • 1 Avocado
  • 1 Limette
  • 8 kleine Cherry Tomaten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 große Hand voll gemischten Salat aus Rucola, Spinat und Mangold
  • 200g Tiger Prawns Garnelen geschält und entdarmt
  • Salz (evtl. mediterranes Kräutersalz), Pfeffer
  • Olivenöl, Balsamico (weiß)
Instructions
  1. Den Quinoa in reichlich kaltem Wasser abspülen und anschließend in der 2,5 fachen Menge kochendem und gesalzenem Wasser 15-20 Minuten garen.
  2. Inder Zwischenzeit die Tomaten und die Frühlingszwiebeln klein schneiden.
  3. Den fertigen Quinoa in einem Sieb abtropfen lassen und mit Olivenöl, Balsamico, Peffer und Salz würzen.
  4. Die Tomaten und Frühlingszwiebeln unterheben.
  5. Die Avocado schälen und vom Kern befreien und in Spalten schneiden.
  6. Mit dem Saft der Limette beträufeln und ziehen lassen.
  7. Während dessen die Garnelen in Öl anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.
  8. Den durchgezogenen Quinioa auf der Salatmischung auf dem Teller anrichten, mit Avocado und den warmen gebratenen Garnelen servieren.
  9. Eventuell noch mit Olivenöl, Balsamico und Gewürzen verfeinern.

Zuaten

Was auch immer Ihr Euch für 2015 vorgenommen habt, welche Haufen bewältigt werden müssen, welche Listen erstellt und abgearbeitet werden sollen…ich wünsche Euch bei allem was Ihr macht und vor habt, immer gute Laune und ein kleines Lächeln der Zuversicht auf dem Gesicht.

Haufenweise ordentlich gelistete gesunde Grüße an Euch alle
von
Tanja

aus dem House No.15

– – -Ich geb mir die Kugel- – –

Mandorlini10

Na, habt Ihr auch schon den panischen Blick oder seid Ihr noch ganz entspannt, wenn Ihr daran denkt, dass in 4 Tagen Weihnachten ist? Also ich bin ja seit gestern sowas von entspannt…!.
Diese Entspannung habe ich mir aber auch echt hart erkämpft, denn ich habe mich todesmutig ins nahegelegene Shoppingcenter begeben. Zuvor natürlich die Ellenbogen gespitzt (zum Platzschaffen an Engpässen im Gang), den Regenschirm geölt (zum Wegstechen anderer Kunden), den bösen Blick vorm Spiegel geübt (hilft bei ängstlichen Mitmenschen manchmal), danach ordentlich Wimperntusche draufgehauen (für den Blink-blink-darf ich-eben-an–der-Kasse-vor-Blick) und ganz zum Schluss noch einen Parkplatz beim Universum bestellt.
So perfekt vorbereitet habe ich also meine Mission „Christmas-shopping-auf den letzte-Drücker“ gestartet. Und was soll ich sagen? Hat alles 1A funktioniert. Alle Waffen kamen zum Einsatz, der Parkplatz war perfekt und die Verletzten hielten sich in Grenzen. Verluste gab es nur auf der gegnerischen Seite, z.B. als ich den letzten (schönen!) reduzierten Schal aus dem Regal genommen habe, den eine andere Kundin auch gerade schon schnappen wollte. Ich kann Euch sagen-manchmal kommt es auf die 100stel Sekunde an!
Und bei mir prallen böse Blicke anderer grundsätzlich ab!
3 Std. später und mit Armen die auf dem Boden schliffen, weil ich in jeder Hand gefühlt ca. 10 Tüten hatte, war ich fertig…fix und fertig. Blöderweise habe ich irgendwo meine Regenschirm-Waffe liegen lassen, aber damit kann ich leben. Kann mir ja einen neuen zu Weihnachten wünschen…

Und so ein Oma-Einkaufstrolly wäre für solche Aktionen auch sehr praktisch, zumindest schont es die Armgelenke. Gibt es die Dinger eigentlich auch in schön? Naja egal…für dieses Jahr bin ich sowieso damit durch den Einzelhandel zu unterstützen. Und umgetauscht wird nix…ich mache alle Etiketten ab! So! Alles was nicht passt oder nicht gefällt soll dann zum Schrottwichteln wandern! (klar ist das nur in meinen Gedanken so, denn ich hoffe natürlich, dass alles passt, gefällt, schmeckt, schmückt, usw.).

Zu Hause habe ich mir dann erst mal einen leckeren Espresso zubereitet, um die Lebensgeister wieder zu wecken.
Und nach so einem Tag kann man sich dann wirklich nur noch die Kugel geben! Die italienische Mandel-Marzipan-Kugel, genannt „Mandorlini“. Ein absolutes Muss zu einem Espresso!

Mandorlini1

Mandorlini5

Und falls Ihr nun auch backtechnisch so auf dem letzten Drücker seid, wie ich mit den Weihnachtsgeschenken, backt Euch doch einfach dieses wunderbare Last-Minute-Mandelgebäck, das total schnell gemacht ist und sooooo herrlich nach Italienurlaub und Dolce Vita schmeckt. Und das Beste ist, dass die kleinen Kugeln auch warm ein absoluter Genuss sind.

Mandorlini11

Wollt Ihr Euch auch die Kugel geben und kleine Glücklichmacher, die nach Italien schmecken, backen? Dann hab ich hier das Rezept für Euch:

5.0 from 1 reviews
Mandorlini
 
Ingredients
  • 400 g Marzipanrohmasse
  • 200 g Puderzucker
  • 150 g brauner Rohrzucker
  • 300 g geschälte gemahlene Mandeln
  • 50 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Eiweiß
  • 1 dicker Schuß Amaretto
Instructions
  1. Zuerst den Backofen auf 180 ° C vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier vorbereiten.
  2. In einer großen Schüssel das Mehl und die gemahlenen Mandeln mit dem Backpulver vermischen. Das Marzipan hineinbröseln und dann alle restlichen Zutaten hinzugeben.
  3. Den Handmixer mit Knethaken bestücken und aus den Zutaten eine homogene Masse kneten. Erscheint Euch der Teig zu trocken, einfach vorsichtig noch ein wenig Amaretto hinzugeben. Der Teig darf ordentlich klebrig sein.
  4. Dann formt Ihr aus dem Teig (am besten mit angefeuchteten Händen) kleine Kugeln und wälzt diese dann in den gehobelten Mandeln.
  5. Die Kugeln wandern dann ab aufs Backblech und werden bei 180°C für ca. 12 Min gebacken.
  6. Die Oberfläche der Mandorlini sollte leicht gebräunt und aufgesprungen sein.
  7. Die noch warmen Mandorlini mit einer ordentlichen Portion Puderzucker bestäuben.

 

Mandorlini8

Ich hoffe Ihr schaut ganz entspannt in Richtung Weihnachten und könnt die verbleibende Zeit gemütlich und genussvoll verbringen.

Tiefenentspannte Grüße von

Tanja
aus dem House No.15

→ ZIMT(zicken)STERNE ←

Zimtsterne2

So Ihr Lieben, heute oute ich mich mal…

Ich bin eine >>Zimtzicke<<! Und das nicht nur so ein bisschen, sondern so richtig. Volles Programm…. Naja, ich muss kurz einlenken. Ich bin nur zickig in Hinsicht auf Zimt-ansonsten würde ich behaupten, dass ich eher gar nicht zum Zickigsein neige.

Aber Zimt verursacht in mir genau die Eigenschaften, die das Wort zickig definieren: launisch und eigensinnig. Wenn in irgendeiner Speise Zimt verwendet wurde und ich bin nicht darauf vorbereitet, kann es durchaus passieren, dass ich mal kurz die Backen aufblase, mich konzentriere und dann (natürlich!!!) doch alles runterwürge. Ohne Genuss, mit kurzem Aufkeimen von Übelkeit. Geht auch schnell wieder vorbei, zumindest wenn es genügend wohlschmeckende Getränke zum Nachspülen gibt.

So….und jetzt mal ganz im Ernst: Ja, es stimmt, ich bin kein Zimt-Fan. Aaaaaaber…ich muss mich nicht spontan übergeben, wenn denn dann doch mal Zimt im Essen oder Getränk ist. Es ist nicht mein Lieblingsgewürz, aber ich kann mit einem dezenten Zimtgeschmack durchaus leben. Irgendwie musste ich doch das Wort Zimtzicke begründen… Also, alles halb so wild und deshalb habe ich heute auch mal etwas ganz Besonderes für Euch auf die Süßkram-Speisekarte geschrieben: Marshmallows. Selbstgemacht. Und mit Zimt (kann man natürlich auch weglassen). Ihr werdet sehen, die klebrig süßen kleinen Schei…chen schmecken 1000 Mal besser, als die Dinger aus dem Supermarkt. Und sie sind mindestens genauso fluffig und lassen sich dazu noch in alle erdenklichen Formen bringen. Einfach ausstechen (oder schneiden), luftdicht verpacken und beim nächsten Blockbuster in den Mund stopfen, oder über dem Lagerfeuer rösten, im Kakao schmelzen lassen, hübsch verpackt verschenken, oder oder oder.

Zimtsterne8

Zimtsterne5

Ihr wollt auch? Kein Problem! Ist kinderleicht und kann auch gut mit Kindern zubereitet werden.

Hier kommt das Rezept:

5.0 from 2 reviews
Marshmallow (Zimt-)Sterne
 
Prep time
Total time
 
Author:
Ingredients
  • 250 g Puderzucker gesiebt
  • 2 Pck. Gelatinepulver
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 150 ml Wasser
  • 1-2 TL Zimt nach Belieben
  • 2 EL Speisestärke zum Bestäuben
  • 2 EL Puderzucker zum Bestäuben
  • Butter für die Form
Instructions
  1. Zuerst 2 EL Puderzucker und 2 EL Speisestärke mischen.
  2. Eine Auflaufform buttern und die Hälfte der Puderzucker-Speisestärke-Mischung darüber stäuben.
  3. Danach in einer Schüssel 250 g Puderzucker mit Vanillezucker mischen.
  4. Nach Belieben noch Zimt mit dazu geben.
  5. Im Topf die Gelatine im Wasser auflösen und kurz aufkochen, dabei das Rühren nicht vergessen.
  6. Die heiße Flüssigkeit in das Puderzucker-Vanillezucker-Gemisch geben, eventuell Lebensmittelfarbe hinzugeben, und solange mit dem Rührgerät fluffig rühren, bis es schön fest ist.
  7. Alles in die Auflaufform gießen und mindestens eine Stunde stehen lassen. Dann die Masse herausstürzen und mit dem übrigen Stärke-Zuckergemisch bestäuben. In Würfel schneiden oder mit einem Ausstecher ausstechen und die Kanten ebenfalls bestäuben.
  8. In eine luftdichte Dose verpacken.

Zimtsterne3

Zimtsterne4

Was mögt Ihr denn so gar nicht? Die Weihnachtszeit ist für mich, bedingt durch meine Zimt-Aversion, ziemlich übersichtlich, zumindest was Leckereien anbelangt. Wo bitte ist in diesem ganzen Weihnachtskram kein Zimt drin????
Bin gespannt wovon Ihr die Backen aufblasen müsst… (eigentlich sind es ja die Wangen).

Zickenfreie Tage für Euch (was auch immer Euch zum Zickigsein veranlasst)
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Veganes Color-Cooking-Soulfood

Kennt Ihr das? Der Dezember klopft an die Tür und anfänglich ist alles noch gaaaaaanz easy… Doch dann… Nach 2 Wochen mutiert der Dezember zu Dezembrrrrrrrrrrrrrrrrr und nachts wird dem Nebenmann/frau die Decke geklaut, weil es gefühlte -10 Grad im Schlafzimmer sind. Irgendwie nicht schön, aber irgendwie immer wie jedes Jahr…. Dezembrrrrrrr eben!

Was hilft nun gegen massive Dezembrrr-ritis? Wärme- ganz klar! Es gibt natürlich unzählige Anbieter von Heiz- und Wolldecken, Angora-Unterwäsche oder Alpaka-Socken. Mag ja auch nicht jeder…(beim Aufwachen neben sich sehen). Deshalb geht es heute viel einfacher und auch viel schöner für’s Auge, als Angora-Unterwäsche, oder so. Ihr braucht nur ein paar saisonale Zutaten, um Euch wohlige Wärme zu verschaffen! Das Motto dazu: >>Color-Cooking-Soulfood<< Eine kurze Erklärung für alle, denen jetzt die Fragezeichen im Auge aufgepoppt sind:
Heute Morgen, als ich beim Gemüsehändler meines Vertrauens einen kurzen Blick auf seine tolle Auswahl geworfen habe, ist mir aufgefallen, dass es unheimlich viele Gemüsesorten gibt, die farblich total schön zusammen passen. Warum also nicht mal nach Farben kochen. Also wanderten Topinamburwurzeln, Kartoffeln, weiße Zwiebeln und Maronen in meine Tüte. Und in diesem Fall passen nicht nur die Farben zusammen, nein-es schmeckt auch total toll.

Topinambur Suppe_gr

Das Ergebnis ist ein wärmendes, samtig weiches und sogar veganes Topinambursüppchen mit Maronen. Genau das Richtige für den Dezembrrrrrrrrrrr. Echte Winterküche für verfrorene „25-Lagen-Kleidung-tragen-und-mir-ist-immer-noch-kalt-Typen“.

Topinambur Suppe2

topinambur suppe5

Topinambur_1

Wollt Ihr auch schnelle innere Wohlfühlwärme mit hohem Sättigungsfaktor? Dann habe ich hier das Rezept für Euch:

5.0 from 2 reviews
Topinambursuppe mit Maronen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Color-Cooking-Food
Serves: 4
Ingredients
  • 500g Topinambur geschält und grob gewürfelt
  • 100g Kartoffeln geschält und grob gewürfelt
  • 100g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 EL Öl
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 200ml vegane Sahne (oder normale)
  • Salz und Pfeffer
  • 250g geschälte gegarte Maronen, klein geschnitten
  • Rosa Beeren und Rosmarin zur Dekoration
  • 2 EL Kürbiskernöl
Instructions
  1. Die Zwiebeln im heißen Öl glasig dünsten.
  2. Danach Topinambur und Kartoffeln dazu geben und mit dünsten.
  3. Jetzt mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen.
  4. Zugedeckt ca. 25 Minuten köcheln lassen und alles pürieren, wenn es weich gekocht ist.
  5. Evtl. durch ein Sieb passieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Jetzt in einer Pfanne 1 EL Kürbiskernöl erhitzen und die Maronen darin anbraten.
  8. Die Suppe mit den Maronen servieren, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit rosa Beeren und Rosmarin ausgarnieren.
  9. Dazu passt Weißbrot (ich hab es weihnachtlich in Sternform ausgestochen) .

Sagt mir doch mal, wie Euch das Süppchen geschmeckt hat und ob es Euch auch eine zufriedene Wärme in den Bauch gezaubert hat.

So, und weil die Suppe ja irgendwann aufgefuttert ist, habe ich mir, als Plan B gegen frostige Abende, dicke Wollsocken gekauft. Wie gut, dass es derzeit überall Weihnachtsmärkte mit diesem Saisonartikel gibt.

Wärmende Dezembrrrrr-Grüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

Happy plaatsen, Pannenkoeken en de zee

…übersetzt heißt das: SCHÖNE PLÄTZE, PFANNEKUCHEN UND DAS MEER

First

Und genau diese Kombination ist es auch, die mich relativ kurzentschlossen für eine Woche nach Holland gebracht hat. Jeder der schon einmal in Holland (an der Nordsee) war, weiß genau wovon ich spreche. Die Mischung aus wunderschönen Häuserkulissen, kleinen schnuckeligen Ortschaften, die alle in einer Puppenhaussiedlung stehen könnten, das Meer, das bei allen Wetterlagen seinen ganz eigenen besonderen Reiz hat und daneben göttliche Süßspeisen, die man am liebsten in kleinen Cafés am Straßenrand zu sich nimmt. Ihr merkt- ich bin verliebt. In dieses Flair hier, in die Nordsee und in so leckeres (ungesundes) Essen.

Damit Ihr wisst was ich meine:

Holland1

Holland2

Holland3

Holland4
Noch dazu können die Holländer wirklich die besten Pommes Frites der Welt machen. Und das sage ich, die normaler Weise keine Freundin von Pommes ist. Keine Ahnung wie die das hinbekommen, dass die Dinger außen super knusprig und innen weich, warm und einfach zum Niederknien sind. Dazu ne ordentliche Ladung Ketchup, Mayonnaise und Zwiebeln (Frietjes Special) und man sieht mich dämlich grinsend, mit Ketchup und Mayo verschmiertem Mund am Straßenrand stehen. So sieht spontane Zufriedenheit aus. Zumindest bei mir. Also hier. In Holland. Kalorien? Frittiertes? Naaaaa und!!! Und kennt Ihr Kibbeling? Das ist die holländische Variante von dem englischen Fish (and Chpis). Hierfür werden Kabeljaustücke in Bierteig gewendet und natürlich (!!!) in Öl ausgebacken. Hach, noch so was leckeres!

Pommes

Pommes und Kibbeling

Herr Hugo ist auch mit von der Partie und hat das erste Mal in seinem Leben den Strand gesehen. Ja ja, der Herr kommt auf seine alten Tage doch noch rum. Wasser findet er ja ohnehin super, auch wenn es einem hier so merkwürdig die Beine unter dem Bauch im Wasser wegzieht. Und irgendwie schmeckt das Wasser in unseren heimischen Bächen und Seen doch etwas anders, als das Wasser der Nordsee. Da Herr Hugo aber von jeher lernresistent ist, trinkt er weiter mehr oder minder fröhlich diverse Schlucke Salzwasser aus dem Meer. Nur so nebenbei: Hunde können auch ein „Iiiiihhh-ist-das-eklig-Gesicht“ machen! *lach
Und dass der Sand beim Buddeln ganz doof an der Nase kleben bleibt, sollte er eigentlich auch mittlerweile mitbekommen haben. Naja…Herr Hugo eben…

Herr Hugo

Natürlich kann ich mir nicht den ganzen Tag an diversen Straßenrändern den Bauch mit belgischen Waffeln, Appeltarte und Pommes vollschlagen. Nööö…ich kann ja auch mal selbst dafür sorgen, dass die Hüften rund werden. Und da ich um die Sehnsucht nach einem Herd (in jedem Urlaub) weiß, habe ich mir hier auch kein Hotelzimmer, sondern ein sehr gemütliches kleines Appartement in einem Priavthaus gemietet. Mit super ausgestatteter Küche (nur der Korkenzieher fehlt).
Waffeln kann ich hier nicht selbst machen, aaaaaaaaber…. PANNENKOEKEN… Und genau das habe ich heute nach einem langen Strandspaziergang gemacht. Draußen nieselt es leicht. Durch die Straße, in der das Appartement liegt, zieht ein gemütlicher Duft nach wärmenden Kaminen und Holz. Und jetzt kommt noch mein eigener lecker-schmecker-nachmittags-wohlfühl-Duft hinzu. Aber nicht nur der Duft von frischen fluffigen Pannenkoeken zieht durch den Spalt meiner Tür, nein, hinzu kommt noch der verführerische Geruch von Vanille und karamellisierten Äpfeln. Dann alles auf einem Teller anrichten, eine Kugel Vanilleeis dazu und eine Flut von Stroop (holländischer Sirup) über das Ganze fließen lassen. „Pannenkoeken“ allein reicht nicht als Beschreibung. „Glücksteller“ trifft es noch mehr! Und den balanciere ich gemütlich im Schneidersitz auf den Knien auf der Couch.
Oh wie lecker! Moment van geluk (-> Glücksmoment).

Pannenkoeken2

Pannenkoeken3

Pannenkoeken1

Und diesen Glücksmoment-Teller (nennt es wie Ihr wollt) könnt Ihr Euch natürlich auch ganz einfach zu Hause zaubern. Und zaubern muss man dazu wirklich nicht können!

 

Pannenkoeken met apple
 
Ingredients
  • 3 Eier
  • 200 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • ¼ Liter Milch oder Buttermilch
  • Öl oder Butter zum Backen in der Pfanne
  • 3 mittelgroße Äpfel in Spalten
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 TL Butter
  • Mark einer Vanilleschote
Instructions
  1. Eier schaumig schlagen, Milch zufügen und Mehl unter Rühren dazugeben; alles gut mit einem Mixer auf Stufe 1 durchrühren.
  2. Rührt man etwas geschmolzene Butter unter den Teig, lässt sich der Pannenkoek besser aus der Pfanne lösen.
  3. Öl oder Butter in der Pfanne heiß werden lassen.
  4. Etwas Teig in die Pfanne geben - soviel dass der Boden bedeckt ist und den Teig goldbraun backen, dann wenden und die andere Seite auch backen.
  5. Der Pannenkoek kann warm oder kalt serviert werden
  6. Wird der Teig etwas im Kühlschrank ruhen gelassen, werden die Pannenkoeken glatter und gleichmäßiger gebräunt. Wird das Eiweiß steif geschlagen, wird der Teig luftiger.
  7. Die Butter mit dem braunen Zucker und dem Mark der Vanilleschote in eine Pfanne geben und leicht braun werden lassen.
  8. Jetzt die Apfelspalten dazu geben und alles karamellisieren lassen.
  9. Die Apfelspalten zu den Pannekoeken servieren, dazu eine Kugel Vanilleeis und nach Bedarf hellen Sirup (Stroop) oder Ahornsirup oder Honig

 

So meine Lieben,
ich hoffe Ihr habt auch eine entspannte, kuschelige und leckere Woche vor und/oder hinter Euch.

Tot ziens (bis bald)
wieder im House No.15
Eure

Tanja

 

F(r)eiertag ♥ alles kann-nix muss

Freiertags Festessen

Juhuuuu….FREItag…und diesmal ist Name wirklich Programm, dank Feiertag. Toll! Einfach mal nichts tun, ausschlafen (auch wenn mir diese Fähigkeit durch permanentes sehr frühes Aufstehen abhanden gekommen ist), den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen, wenn man das möchte und einfach in der Herbstsonne die Seele baumeln lassen. Hach…

Das heutige Motto lautet: >>ALLES KANN-NIX MUSS<<

Und da ich solche wertvollen sonnigen Tage nicht in der Küche mit großem Kochen verbringen möchte, gibt es heute etwas Schnelles. Und Leckeres. Und etwas was mich an meinen letzten Urlaub erinnert. Quasi mein persönliches F(r)eiertags-Festessen.

Vor einer Woche habe ich Rosmarin-Focaccia-Brötchen gebacken und da ich aus dem Teig echt viele Brötchen herstellen konnte, habe ich sie kurzerhand eingefroren. Was ein Glück! Umso schneller geht es heute. Und beim Durchforsten des Tiefkühlers habe ich sogar noch Panini-Brötchen gefunden (ein Fertigprodukt-aber extrem lecker!). Ich sollte wirklich öfter mal meinen Tiefkühler sortieren, damit ich den Überblick über das Gefriergut behalte. Macht Ihr das regelmäßig?

Jetzt müssen die aufgetauten Panini und Focaccia nur noch schön üppig belegt werden und anschließend im Kontaktgrill knusprig gebacken werden. Wer keinen Kontaktgrill zur Hause hat- eine Grillpfanne oder normale Pfanne funktioniert übrigens auch.

Hier ein paar Beispiele zum Belegen:

1.) Panini belegt mit Parmaschinken, Mozzarella, Rucola und Tomaten, zum Schluss ein paar Tropfen Olivenöl darauf träufeln

Panini di parma1

Panini di parma2


2.) Panini belegt mit Schafskäse, Tomaten (frische und getrocknete), gebratene Zucchinischeiben und Rucola,zum Schluss ein paar Tropfen Olivenöl darauf träufeln

Panini di pecorino

Panini di pecorino2


3.)Focaccia belegt mit Radicchio, Gorgonzola, Birne und Walnüssen, wer mag träufelt ein paar Tropfen Tannenhonig darauf

Focaccia di gorgonzola

Focaccia di gorgonzola2
Und schon kann der Festtagsschmaus auf die Terrasse balanciert und genüsslich in der Sonne verspeist werden. Wenn ich jetzt die Augen schließe, bin ich fast in Italien.

Habt Ihr jetzt auch Lust auf Rosmarin-Focaccia bekommen? Dann findet Ihr hier das Rezept zum Nachbacken. Belegen könnt Ihr die Brote dann mit allem was Euch schmeckt!

5.0 from 1 reviews
Rosmarin-Focaccia-Brötchen
 
Author:
Ingredients
  • 350 Gramm Mehl (Typ 550)
  • 1 Würfel Hefe (42g)
  • 1 Prise Zucker
  • 100 Milliliter Milch (lauwarm)
  • ½ TL Salz
  • 75 Milliliter Olivenöl
  • Mehl (zum Bearbeiten)
  • 1 TL Meersalz (grob)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 50 Milliliter Olivenöl
Instructions
  1. Zuerst das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hineinbröckeln. Zucker und 4-5 EL Milch dazugeben. Mit einer Gabel mit etwas Mehl vom Rand zu einem dickflüssigen Vorteig verrühren und abgedeckt an einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen.
  2. Jetzt die restliche Milch und 100 ml lauwarmes Wasser verrühren und zusammen mit dem Salz und dem Olivenöl zum Vorteig geben. Alles zunächst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten und nochmals abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen.
  3. Anschließend den Teig nochmals kurz mit den Händen durchkneten und auf wenig Mehl zu kleinen ovalen Fladen ausrollen.
  4. Die Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit den Fingern kleine Dellen hineindrücken.
  5. Grobes Salz und abgezupfte Rosmarinnadeln darüberstreuen.
  6. Das Olivenöl über den Fladen träufeln. Fladen nochmals 20 Minuten gehen lassen.
  7. Jetzt den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und die Focaccia-Brötchen im Ofen etwa 15 Minuten hellgelb backen. Auf keinen Fall zu dunkel werden lassen, die Foccacias werden sonst hart.

„Buon Appetito!“ und fröhliches F(r)eiertags-Zelebrieren
wünscht Euch

Tanja aus dem House No.15

 

Hallo Herbst!

Hallo Herbst

Passend zum heutigen kalendarischen Herbstanfang packt mich die irrsinnige Lust auf Kürbiscremesuppe. Gerade gestern habe ich ein Hokaido-Prachtexemplar beim Gemüsehändler ergattert. Leider habe ich ihn nicht in seiner vollen Pracht fotografiert, deshalb mussten seine kleinen Zier-Kollegen für die Fotos herhalten. Aber eigentlich geht es ja auch um die Suppe die daraus entstanden ist.

Kürbiscremesuppe1

Kürbiscremesuppe zählt eindeutig zu meinen Lieblingssuppen und steht in meinem persönlichen Kochbuch unter der Rezepte-Rubrik *Soulfood*. Wenn draußen der Herbstwind die Blätter durch den Garten fegt und die Temperaturen immer weiter sinken, wenn die Luft nach feuchtem Laub und Erde riecht, wenn die Kastanien mit lautem *Klock* auf der Erde aufschlagen, nachdem die stachelige Schale sie freigegeben hat, spätestens dann sehne ich mich nach einer kuscheligen Decke und einem schönen Buch auf meiner Couch und nach Kürbiscremesuppe.

Kürbiscremesuppe2

Kürbiscremesuppe3

Selbst die Temperaturen passen sich dem heutigen Herbstanfang an, auch wenn jetzt gerade wieder die Sonne warm scheint. Lange wird es nicht mehr dauern, bis sich der Sommer völlig verabschiedet hat. Und wenn Ihr auch Lust auf Essen für die Seele habt und die Suppe nachkochen möchtet-hier ist das Rezept:

Kürbiscremesuppe
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Soulfood
Serves: 6 Personen
Ingredients
  • 1 Hokaido Kürbis (ca. 1-1,3kg)
  • 1 Zwiebel
  • 500 ml Kokosmilch (ungesüßt)
  • 500 ml Sahne
  • 2-3 große Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 1500 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Öl
  • Weißwein nach Belieben
Instructions
  1. Den Kürbis zerteilen, von den Kernen und dem Strunk befreien und in grobe Stücke schneiden. Der Hokaidokürbis muss nicht geschält werden.
  2. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Öl glasig anbraten.
  3. Kürbis dazu geben und kurz anrösten.
  4. Nach Belieben Weißwein angießen und kurz einkochen lassen. (Wer keinen Wein nehmen möchte, gießt ein wenig Gemüsebrühe an)
  5. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und zu den Zwiebeln und dem Kürbis in den Topf geben.
  6. Alles mit Gemüsebrühe auffüllen und bei mittlerer Hitze weich kochen lassen.
  7. Mit dem Pürierstab pürieren und mit Sahne und Kokosmilch auffüllen, evtl. nochmal pürieren.
  8. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn Ihr den Kürbis ca. 15min in eine Schale mit Wasser bei 200 Grad in den Ofen schiebt, lässt er sich wunderbar leicht zerteilen, entkernen und klein schneiden. Probiert es aus- Eure Finger werden es Euch danken ;)…

Ich habe zu meiner Suppe Bacon-Streifen gereicht, die ich auf einen Spieß gefädelt und in der Pfanne von beiden Seiten knusprig angebraten habe. Einen Spritzer Kürbiskernöl auf die Suppe geträufelt rundet den Geschmack noch perfekt ab. Natürlich schmeckt die Suppe aber auch ohne alles, einfach pur mit ein bisschen Brot!

Kürbiscremesuppe5

Macht es Euch gemütlich!
Kuschelige Herbstgrüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

 

 

O’zapft is

sevus und griaß di

Man kann ja gar nicht anders, als sich vom Wiesn-Fieber anstecken zu lassen. Auch wenn hier im Taunus heute zur Eröffnung des Oktoberfests in München, keiner in Dirndl und Krachledernen rumläuft. Warum eigentlich nicht? Ich finde, dass das Dirndl ein wirklich schönes Kleidungsstück ist und die Burschen in ihren Lederhosen durchaus etwas her machen.

wiesn schmankerl

Aber auch ohne passende Kleidung und Blasmusik kann man sich ja das Wiesn-Flair nach Hause holen. Was ein Glück hatte mein Metzger noch ein paar von seinen köstlichen Weißwürsten da. Dazu leckeren süßen Senf (wer mag, macht ihn selber) und natürlich Radi. Außerdem dürfen Obatzda und Brezn nicht fehlen, is klar oder?! Aus meinen geformten Brezn wurden zwar beim Backen im Ofen eher Knoten, aber das hat dem Ganzen geschmacklich überhaupt nicht geschadet.

O'zapft is 2

Man kann die Weißwurst aber auch mal ganz anders servieren, quasi als Fingerfood-Variante. Die Kombination von Weißwurst und Kräckern, in Verbindung mit Senf und Gewürzgurken ist wirklich lecker! (einfach die Wurst in Stücke schneiden, auf den Kräcker setzten und mit süßem Senf und Gurkenscheibe dekorieren) Und da München heute etwas weit weg ist, habe ich mir meine eigene kleine Oktoberfest-Kulisse aufs Brett gezaubert. Schade… gerade heute hat die Frau Nachbarin (die leicht schwerhörig ist), mich nicht mit  ihrer „Dicke-Backen-Musik“ lautstark beschallt. Heute hätte ich mich ausnahmsweise mal darüber gefreut!

oans zwoa gsuffa
chillen im Obatzda

dahoam is dahoam

Weißwurst-Talk

Und wenn Ihr auch Lust auf Wiesn-Schmankerl habt, dann gibt es hier die Rezepte dazu:

5.0 from 3 reviews
Obatzda
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: Aufstrich
Serves: 2 portionen
Ingredients
  • 100 g Camembert, reifer
  • 150 g Doppelrahmfrischkäse
  • 2 TL Butter, weiche
  • ½ Zwiebel(n)
  • 1 TL Paprika, rosenscharf
  • 1 Schuss Bier, nach Geschmack
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
Instructions
  1. Zuerst die Zwiebel ganz fein hacken.
  2. Dann den Camembert (mit Rinde) und den Frischkäse mit der Gabel zerdrücken.
  3. Alles mit der weichen Butter, der Zwiebel, den Gewürzen und dem Salz gut vermischen und kräftig abschmecken, wobei ein kleiner Schuss Bier weder dem Geschmack noch der Konsistenz schadet. Es sollte eine weiche Masse entstehen.
  4. Dazu werden frische Brezeln oder Bauernbrot gereicht.

 
5.0 from 3 reviews
Süßer Senf
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: Dipp
Ingredients
  • 50 g Senfkörner, gelb
  • 5 g Salz
  • 25 g Zucker (oder 30 g Honig)
  • 30 g Essig (Weinessig 5 %)
  • 40 ml Wasser
Instructions
  1. Die Senfkörner in der Mulinette oder Kaffeemühle etwas gröber mahlen (Während des Mahlens in der Mulinette, das Mahlgut immer wieder auflockern und darauf achten das es sich nicht über 30°C erhitzt).
  2. Das Wasser einmal kurz aufkochen und 3 Minuten abkühlen lassen.
  3. Dann das Wasser über das Senfmehl gießen (der Senf wird dadurch seine Schärfe verlieren). Jetzt wird das Senfmehl und die restlichen Zutaten im Mixer verrührt. Das Rühren der Zutaten sollte 4-5 Min. dauern. Je länger gerührt wird, desto besser wird der Senf.
  4. Den Senf nun in Gläser abfüllen und 3 Tage stehen lassen. In dieser Zeit verliert er seine anfängliche Schärfe.

 

Falls Ihr aufs Oktoberfest geht, wünsche ich Euch viel Spaß!
Und für alle anderen die zu Hause bleiben: Macht es Euch zünftig!

Es griaßt eich

Tanja

aus dem House No.15

House No. 15 goes to Italy

House No.15 wall2

Wenn morgens die Sonne hinter dem Hügel aufgeht und die Landschaft noch in einen sanften Nebelschleier gehüllt ist (ach wie kitschig klingt das denn!), dann sitze ich bereits mit einer Tasse Kaffee auf meiner Lieblingsbank und beobachte die Katze, die hier draußen irgendwo wohnt und nach Futter bettelt, während eine große Armee von Ameisen an mir vorbei zieht und alles Mögliche an Baumaterial und Leichen der Nacht wegschleppt. Schade, dass Ameisen keine Stechmücken fressen, dann hätte ich eine Sorge weniger und könnte morgens auch mal länger schlafen…ok- ich würde den spektakulären Sonnenaufgang verpassen. Sieht man Augenringe im gebräunten Gesicht eigentlich weniger? Ach egal! Es ist ja Urlaub und da kann man auch mittags mal ein entspanntes Nickerchen halten.

House No.15 goes Italy
Heißt das neue Modewort nicht >>Entschleunigen<<? Versuch ich gerade. Klappt super!
Und besonders entschleunigend finde ich es im Ausland Lebensmittel einkaufen zu gehen. Obwohl auch hier Aldi, Lidl & Co. mittlerweile einen festen Platz in den Centro Commercials eingenommen haben, gibt es ihn noch. Den kleinen Tante-Emma-Laden mitten im Dorf. Hier heißt Emma wahrscheinlich Maria, aber Tante-Maria-Laden klingt komisch (eigentlich heißen diese Läden hier auch Alimentari). Während Maria ein Schwätzchen an der Tür mit Nachbarin Paola hält, räumen die Enkel Carlo und Lucca die Regale ein. Marias Mann Eduardo steht derweil in einer nicht mehr ganz so ansehnlichen Metzgerschürze hinter der kleinen Wurst- und Fleischtheke und legt in Würfel geschnittenes Wildschein in die Auslage. Stolz erzählt er mir dabei, dass sein Sohn das Wildschwein selbst geschossen hat und Wildschwein ja die Spezialität der Toskana sei. Papardelle al cinghiale heißt das typische Gericht auf den Speisekarten hier. Ich entscheid mich aber heute für frische Garnelen, dazu Risotto und gebratenes Gemüse.

Abendessen

Die Küche hier im italienischen House No.15 ist zwar ziemlich spartanisch eingerichtet, hat aber doch alles was man zum Kochen braucht. Vor allem einen wunderbaren Gasherd, mit dem ich heute gleich mal die Topflappen in Brand gesetzt habe, als ich den Topf vom Herd genommen habe…ups! Wenn ich mal in eine neue Küche investiere, dann auf jeden Fall mit Gasherd (und nebendran einen Feuerlöscher).
So, aber jetzt zu meinem Abendessen…
Der Tisch muss natürlich trotzdem schön gedeckt sein. Falls Ihr Euch wundert warum die Bilder im Hintergrund so milchig sind, das liegt am Moskitonetzt was ich kurzer Hand über den Tisch auf der Terrasse gehängt habe. Ich habe ja gerne Gäste am Tisch sitzen, aber die, die so blöde surrende Geräusche machen und mich dann zum Dank auch noch Stechen, brauch ich nicht dabei haben.

Abendessen2

Secondi Piatti

Abendessen3

IMG_1141-001

 

IMG_1143

Und wenn dann nachher wieder die Sonne hinterm Berg verschwindet, beende ich den Abend wieder auf meiner Bank mitten im Niergendwo, höre den Grillen beim Zirpen zu, halte in der einen Hand mein Glas Wein und in der anderen meine Badeschlappe. Solltet Ihr gerade zufällig hier in der Nähe sein und lautes Fluchen aus der Dunkelheit hören, dann bin ich das, die sich durch ihr wildes nach Stechmücken Um-sich-schlagen den gesamten Wein über gegossen hat.

IMG_1187

In diesem Sinne…SALUTE!
Eure
Tanja
aus dem House No.15 (italienische Dependance)

Alles muss raus…

 

Alles muss raus7 Yay! Urlaub! Ich freue mich so sehr darauf, ich kann’s Euch gar nicht sagen! Die Vorbereitungen sind ja dann doch immer noch mit ziemlichem Stress verbunden. Allein die Frage: Was darf in den Koffer, was muss zu Hause bleiben? Und dann die Erkenntnis: Mist der Koffer hat echt zu wenig Volumen-ich habe bestimmt nicht genug zum Anziehen dabei (hat die letzten Jahre immer ausgereicht-und trotzdem alljährlich dieser Gedanke). Ach, aber Ihr kennt das bestimmt auch. Naja und dann muss Herr Hugo ja auch noch zu den Ferienspielen auf den Bauernhof (meiner Eltern) gebracht werden. Er freut sich mindestens genauso darauf, wie ich auf die Toskana.
Wenn dann all diese Aufgaben bewältigt sind, kommt der Kühlschrank von House No.15 an die Reihe.
Und hier ist heute „Räumungsverkauf“. ALLES MUSS RAUS! Zumindest alles was nach zu langer Lagerung ein neues Eigenleben entwickelt oder Pelz ansetzen könnte. Igitt! Ihr wisst genau was ich meine…

So, und das hier war dann noch alles im Angebot in meiner Kühlkammer (der Basilikum und die Nudeln standen natürlich nicht da drin!)

Alles muss raus5

>>> Tadaaaaa….! Und das ist dann eben kurzer Hand daraus entstanden und wandert direkt in den Picknickkorb<<<

aus Ciabatta-Brötchen (mussten auch weg) + Schinken + Tomaten + Mozzarella + Basilikum wird:

Ciabatta2

aus Quark + Eiern + Zucker + Mehl + Aprikose + (Vanilleschote, Backpulver, usw.) wird:

Aprikosen-Käsekuchen2

aus Nudeln + getrocknete Tomaten + Basilikum + Mozzarella + Parmesan + Tomaten + Olivenöl und Balsamico + Pfeffer und Salz wird:
Nudelsalat2

aus Eiern + Milch + Buttermilch + Mehl + Butter + Beeren werden:  Crepes mit Beeren

Und schon habe ich ein wundervolles Picknick für die Fahrt. Ich freue mich jetzt schon darauf den Korb an einer Raststätte zu öffnen und werde mich diebisch freuen, wenn andere Urlauber am Nebentisch neidisch herüber schielen, weil es bei ihnen nur Würstchen aus der Dose und hart gekochte Eier gibt. Wundervoll!
Picknick Deluxe

Puuuuuhhhh…alles erledigt. Die Koffer sind gepackt, Herr Hugo ist verschifft und der Kühlschrank ist frei von Verderblichem (die Tafel Schoki ist der Seelentröster, wenn ich wieder komme, weil der Urlaub zu Ende ist).

Leer

Die Rezepte für Crêpes, Nudelsalat und Käsekuchen gibt’s dann später.
Ich muss jetzt los, Italien wartet (und vorher natürlich mein Picknickkorb).

Picknick

Habt eine schöne Zeit!
Eure
Tanja aus dem House No.15

1 8 9 10 11