Archive of ‘Low Carb’ category

Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen

*Werbung*

{…ohne Gummi geht mal gar nix…}

Orientalischer Eintopf

Ich habe einen neuen Liebhaber…
Wir kennen uns erst sehr kurz und alles ist noch sehr aufregend und neu.

Als er vor zwei Wochen, ganz unverhofft einfach vor meiner Tür stand, war ich doch sehr erstaunt, dass ICH noch mal in den Genuss von so etwas kommen würde.

Hach, was soll ich sagen? Er ist einfach großartig. Und wisst Ihr was? Er kommt echt schnell zur Sache… *räusper. Das kann man jetzt mögen, oder man steht eben nicht so darauf.
Je älter man jedoch wird, desto weniger Zeit hat man am Tag sich mit unnötigem Geplänkel aufzuhalten. Die Welt da draußen verlangt einem viel ab und da ist ein gesundes und effektives Zeitmanagement einfach unabdingbar.

Ich ließ mich also spontan auf ein Kennenlernen ein, obwohl ich nicht so sehr auf den Typ ‚aalglatt’ und ‚schnell schnell’ stehe. Und eigentlich passt er von der Größe her auch nicht so in mein Beuteschema. Er ist nämlich ziemlich klein. Aber egal, er ist echt smart! Und er hat mir beim ersten in-die-Augen-sehen versprochen, dass er für mich kocht. Hallo? Er kocht für mich!!!! Damit war es also um mich geschehen und mein neuer Liebhaber war quasi eingezogen.

Seitdem treffen wir uns ein bis zweimal die Woche. Ich möchte gar nicht mehr ohne ihn…

Gerade gestern stand er wieder in meiner Küche.
„Darling…“, sagte ich.
„Ja?“
„Kochst Du mir etwas?“
„Pffff…“ , machte er.
„Och bitte! Es kann auch ganz schnell gehen.“
„Pfffff…“
„Gerne etwas ohne böse Kohlenhydrate, du weißt…!“
„Na gut, kein Problem!“ raunte er mir zu, „worauf hast Du denn Lust?“
„Mach’s mir doch mal orientalisch!“
„Schnell und orientalisch? Kein Problem meine Liebe!“ glänzte er.

An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass die HouseDame keine ist, die sich normaler Weise für ne schnelle Nummer hergibt. Im Gegenteil! Ich nehme mir gerne für das was ich tue Zeit und genieße bewusst alles, was das Leben mir so bietet.

Aber in diesem Falle ist einfach alles anders. Er kam schnell zum Punkt….
Dennoch wollte ich vorher wissen, warum er es eigentlich immer so eilig hat.

Seine Erklärung, warum er so hurtig bei der Sache ist, war: „Du, ich stehe total unter Druck! Du hast keine Ahnung was das bedeutet! Ich will schnelle Ergebnisse. Aber nicht nur Ergebnisse- ich will Spitzenergebnisse! Und wenn dann der Druck einmal weg ist, dann wird genossen!“
Ist für mich irgendwie logisch und nachvollziehbar… Und wenn ich am Ende genießen kann, ist doch alles gut, oder?

Orientalischer Eintopf

Nach einer halben Stunde ging ich in die Küche, denn es war so ungewöhnlich wenig zu hören. Und da stand er stolz wie ein Ritter in glänzender Rüstung und hielt den wunderbarsten orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen und Feigen für mich bereit. Nach einer halben Stunde nur…!!!! Nochmal: Lamm. In einer halben Stunde. Butterzart…orientalisch abgeschmeckt…dazu keine bösen Kohlenhydrate… Ich floss förmlich dahin.

„Darling, you are the best!“
(Übrigens macht Darling es nur mit Gummi… Ausschließlich!)

Euch wird das Ganze jetzt her zu intim? Zu viele Informationen bezüglich meines Liebesleben? Habt Euch nicht so!!! Wer hier mitliest darf weder prüde noch empfindlich sein. Mein House, meine Regeln, mein Liebesleben! So!

Kurz nochmal zum Thema Gummi:
Schnellkochtöpfe funktionieren eben nur mit Gummi, ohne wird’s undicht und kann zu Pannen führen (eben wie im echten Leben…*hüstel)

So, und damit ist jetzt auch mal das Geheimnis um meinen neuen Liebhaber gelüftet.
Der DARLING XS ist ein kleiner 3,2l Schnellkochtopf der Firma ELO. Name ist Programm. Es ist wirklich ein tolles Teil und zaubert in Kürze beste Gerichte.
Normaler Weise sehe ich ja ganz gerne den Fortschritt beim Zubereiten meiner Gerichte, aber in diesem Fall vertraue ich meinem Darling blind.

ELO Schnellkochtopf

Wenn Ihr mehr von ELO sehen möchtet und in den nächsten Tagen in und um Frankfurt zugegen seid, kommt doch auf die Ambiente und besucht den ELO Stand in Halle 3, Ebene 1, Stand G40.
Darling und ich werden auf jeden Fall auch dort sein und händchenhaltend durch die Gegend spazieren.

Ach ja, und wenn Ihr den orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen nachmachen möchtet, habe ich hier noch das Rezept für Euch:

5.0 from 3 reviews
Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g Lammschulter,
  • 3 kleine Zwiebeln,
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chileschote
  • 3 Möhren gewürfelt
  • 30 g getrocknete Feigen
  • 2 El Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Tl Tomatenmark
  • 200 g Pizzatomaten
  • 700 ml Fleischbrühe
  • 1 Msp. Zimt,
  • gemahlen
  • 2 Dosen Kichererbsen
  • Joghurt
  • Minze
Instructions
  1. Fleisch in 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln würfeln. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilischote längs halbieren, je nach Schärfe entkernen und fein hacken. Feigen fein würfeln.
  2. Öl im Schnellkochtopf erhitzen und das Fleisch bei starker Hitze rundherum 4-5 Min. anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Chili und Möhren zugeben und 2-3 Min. anbraten.
  4. Tomatenmark zugeben und unter Rühren kurz mitbraten.
  5. Pizzatomaten und Brühe zugießen.
  6. Jetzt noch die Feigen und den Zimt und die Kichererbsen zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Den Schnellkochtopf verschließen und bei hoher Hitze auf Stufe II aufkochen. Wenn der erste Dampf entweicht, die Hitze herunter drehen und den Lammeintopf 30 Minuten garen lassen.
  8. Den Herd ausschalten und den Topf abkühlen lassen, bis der Verriegelungsreglerstift sinkt.
  9. Jetzt könnt Ihr den Deckel öffnen und den Lammeintopf nach Gusto mit etwas Minzjoghurt genießen.

Lust auf noch mehr Orientalisches? Dann kann ich Euch noch diesen Flammkuchen empfehlen. Und dieses Naanbrot passt auch hervorragend dazu.

Machts doch auch mal auf die Schnelle mit Darling… *grins

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma ELO. Ich wurde nicht gezwungen die Töpfe auszuprobieren und habe mich ganz eigenständig in Darling verliebt…

Selfmade Kalkreiniger trifft Zitronen-Maispoularde

{…von Überlebensstrategien, Umweltgedanken und Resteverwertung…}

Selfmade Kalkreiniger

Es ist mal wieder Outing-Time im House…

Ich gestehe: Ich praktiziere „Putzduschen“… Exzessiv und leider mit Folgeschäden…
Aber jetzt erst mal ganz von Anfang, damit Ihr meinen „Putzduschissmus“ auch versteht.

Ich habe einen Putz(mittel)fimmel. Und nein…bei mir zu House ist es nicht klinisch rein!!!
Im Gegenteil. Ich bin stinkendfaul was Putzen anbelangt. Aber ich lasse mir gerne von der Werbung vorgaukeln, dass das neue Putzmittel, welches die Firma XY auf den Markt gebracht hat, schneller und effektiver arbeitet als andere. Ich erwähne nur kurz die Nummer mit dem Kupferpfennig, auf den ich natürlich prompt reingefallen bin. Das heißt, sobald mir eine Werbung plausibel klarmachen kann, dass das neue Produkt schnell zu einem 1A Ergebnis führt, stehe ich schon im nächsten Supermarkt am Aktions-Regal und lade mir die (Sprüh-)Flasche in den Wagen.
Werbung ist übrigens ein Arschloch! Das mit dem Pfenning hat nämlich mal gar nicht funktioniert. Genauso wenig wie das mit den ganzen Pseudo-Antikalk-Mitteln, die sich aussprechen lassen wie „Ich BRECH ins Essen“ mit vollem Mund… Ich sag den Namen jetzt nicht (ich werde hier nämlich KEINE Werbung für dieses Zeug machen, was mich fast getötet hätte… Ersetze einfach das CH von BRECH durch F…)

Dazu muss ich Euch kurz über mein Putzverhalten aufklären:
Kennt Ihr den Begriff Life-Work-Balance? Das habe ich versucht mir zu verinnerlichen, um dabei in allen Bereichen so viel schöne Zeit wie nur möglich rauszuschlagen und alles Nötige irgendwie geschickt zu integrieren.
Beim Thema Putzen (was ja leider doch nötig und unabdingbar ist) kam dann mein persönlicher Begriff „Putzduschen“ heraus.

Zitronenreiniger

Ich bin eine Putz-Duscherin und finde, dass das genau in meine persönliche Work-Life-Balance-Auffassung passt. Effektives Arbeiten bringt mehr Genuss-Zeit….
Der Begriff „Putzduschen“ ist auch recht schnell erklärt:
Dass jede Dusche regelmäßig von Pflegeproduktrückständen, Haaren, Kalk und Staub gesäubert werden muss ist ja wohl jedem bewusst. Und da ich gerade nicht (mehr) in der komfortablen Situation einer Hilfskraft im Househalt bin, muss die House-Dame eben selbst wieder ran. Um Zeit zu sparen sieht das Ganze wie folgt aus: Ich steige in die Dusche und absolviere mein Beauty- und Pflegeprogramm ganz ausgiebig, entspannt und in Ruhe. Der Gedanke, dass ich die Duschkabine ja danach sowieso reinigen muss, hat mich auf die glorreiche Idee gebracht, den Säuberungsprozess meines Körpers mit dem der sanitären Einrichtung zu kombinieren. Anstatt vor der Dusche zu stehen und alles mit Reinigungsmittel einzusprühen (Antikalkmittelchen vor allem!), um dann mit dem halben Oberkörper schrubbend und wischend von außen kopfüber in der Duschkabine zu hängen, habe ich beschlossen diesen Prozess aus dem Inneren der Kabine heraus zu vollziehen.
Heißt im Klartext: ich stehe in der Dusche und reinige direkt nach dem Duschen die Kabine mit Putzmittel. Naggisch (wie man hier in Hessen sagt…).
Und an dieser Stelle muss der „BRECH“-Reiniger erwähnt werden. Habt Ihr schon mal auf 0,7 qm2 eine halbe Flasche Chlorreiniger benutzt? Die Dämpfe, die dabei freigesetzt werden, haben meine Lunge quasi in einer zehntel Sekunde durchlöchert und mir sämtliche Atemwegsöffnungen stillgelegt. Hustend habe ich panisch die Brause angeschaltet, um das Zeug mit warmen Wasser vom Fliesenspiegel zu spülen. Das heiße Wasser hat natürlich den Effekt eines Dampfbades ausgelöst und das ätzende Zeug in feinem Sprühnebel überall auf mich draufgelegt. Der Rest floss großflächig in der Duschwanne in Richtung Abfluss. Natürlich nicht ohne vorher meine Fußsohlen damit zu unterspülen. Ich schiebe schnell die Duschwand beiseite um Luft zu bekommen, und schon merke ich das fiese Brennen unter meinen Füßen. Zur Hölle mit „BRECH“…  Nach diesem Erlebnis und einem noch nicht mal zufriedenstellenden Putzergebnis muss etwas Neues, Biologisches und vor allem Atemwegsschonendes her.

Also habe ich beschlossen mal auf der grünen Welle zu surfen und meinen Antikalkreiniger einfach selbst zu machen. Und wisst Ihr was? Das ging so easy und riecht auch noch toll. Aber das Beste daran ist: es macht sauber!!! Uuund schont die Umwelt…uuund kribbelt nicht unter den Füssen… uuuund man darf sogar beim Putzduschen atmen, ohne Angst vorm Erstickungstod zu haben.
Alles was man dazu benötigt habt Ihr bestimmt zu House.

Zitronenreiniger
Und weil ich noch so viele Zitronen übrig hatte, habe ich kurzerhand eine Maispoularde mit Zitrusnote zum Abendessen gemacht.
Ich sage Euch: DAS ist Work-Life-Balance par Exellence!

Ich habe ein glänzendes Badezimmer (kennt Ihr die Fotos mit diesen Glitzersternen der Sauberkeit?- so sieht meine Duschkabine aus…naja fast…) und bin satt und völlig zufrieden.
Hach, ich mag es wenn ein Plan funktioniert- und ich dabei nicht erstickt bin.

Maispoularde

Also liebe Housefreunde, es gibt echt viele Wege die Chemiekeulen zu umgehen und damit dem Erhalt der Umwelt einen Beitrag zu leisten. Und wenn es dann auch noch mit dem kulinarischen Wohlbefinden einhergeht… was soll ich sagen: dann habt Ihr alles richtig gemacht!

Hier also zwei Rezepte:

  • Super-Bio-Kalk-Reiniger mit Duftgarantie und ohne Atemnot
  • Maispoularde mit Zitrusnote, Fenchel und Zucchini

5.0 from 3 reviews
Selfmade Kalkreiniger
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: NON-FOOD!
Serves: 1 bottle
Ingredients
  • Saft von 3-4 Zitronen
  • 2-4 Tropfen Spüli
  • 3 EL weißer Essig
  • etwas Wasser
Instructions
  1. Alle Zutaten in einer leeren Sprühflasche durch Schütteln vermischen.
  2. Auf die Armaturen, Duschkabine, Fliesen, etc. sprühen, evtl mit Lappen nach reiben und mit klarem Wasser abspülen.
  3. Welch Glanz in unsrer Hütte... ;)

5.0 from 3 reviews
Zitronen-Maispoularde
 
Prep time
Total time
 
Serves: 4
Ingredients
  • 1 Bio-Maispoularde (etwa 1,5 kg)
  • 2 Bio-Zitronen
  • 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Gemüsezwiebel (groß; 500 g)
  • 400 Gramm Fenchelknolle
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 TL Ahornsirup (oder Honig)
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 500 Gramm Zucchini
  • 1 Messersp. Fenchelpollen
Instructions
  1. Den Backofen auf 220 Grad, Umluft 200 Grad, Gas Stufe 5 vorheizen.
  2. Die Maisoularde abspülen und trocken tupfen. Zitronen heiß abspülen und trocken tupfen. Eine Zitrone in Spalten schneiden, von der zweiten die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Den Knoblauch abziehen.
  3. Poularde von innen und außen mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Zitronenspalten und Knoblauchzehen in den Bauch der Poularde legen. Die Keulen eventuell mit Küchengarn zusammenbinden. Poularde in einen großen Bräter legen und das Olivenöl darüberträufeln. Ohne Deckel auf der 2. Einschubleiste von unten etwa 1 Stunde 15 Minuten goldbraun braten.
  4. Für das Gemüse Zwiebel abziehen und in Spalten schneiden. Fenchel putzen, abspülen und ebenfalls in Spalten schneiden. Fenchelgrün grob hacken und beiseite stellen. Zwiebel- und Fenchelspalten, 2 EL Olivenöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer gut mischen.
  5. Nach 30 Minuten Bratzeit das vorbereitete Gemüse um die Poularde herum im Bräter verteilen. Fleisch am besten mit einem Bogen Backpapier abdecken, falls die Poularde zu dunkel wird.
  6. Zucchini putzen, abspülen und in 5 cm lange Stifte schneiden. 20 Minuten vor Ende der Garzeit Zucchini um das Fleisch herum verteilen, restliches Öl darüberträufeln. Poularde im Ofen fertig braten.
  7. Den Bräter aus dem Ofen nehmen. Poularde mit Zitronenschale, Fenchelgrün und eventuell Fenchelpollen würzen und sofort servieren.

 

Maispoularde3.1

In diesem Sinne, go green! Und ein Hoch auf Resteverwertung! Zu diesem Thema solltet Ihr übrigens unbedingt mal bei Frau Bpunkt vorbeischauen! Die hat nämlich gerade genau zu diesem Thema einen großartigen Beitrag auf Ihrem Blog.

Happy Wochenendputz ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

Zoodles alla Gemüse-Arrabbiata

{…stellt Euch vor es ist Valentinstag und keiner geht hin…}

5.2

Neulich in einem Wohnzimmer irgendwo in Deutschland:

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Findest Du mich fett?“
Er: „Äh…nein!“
Sie: „Wieso musst Du ein Äh vor das Nein setzen? Du bist Dir also nicht sicher ob Du mich fett findest, stimmts?!“
Er: „Nein!“
Sie: „Mehr kommt da jetzt nicht, als ein NEIN???“
Er: „Es stimmt nicht! Bist Du jetzt zufrieden?“
Sie: „Aber schau doch mal hier…“ (sie kneift sich in den Oberschenkel und klopft auf ihren Bauch und ihre Hinterpartie)
Er: „Was ist da?“
Sie: „Ja schau doch mal…alles schwabbelt! Das ist doch nicht schön!“
Er: „Wenn Du es sagst!“
Sie: „Siehst Du, Du findest es auch nicht schön!“
Er: „Nein! Äh doch! Ach, Du bringst mich völlig durcheinander mit Deinem Fettschwabbel-Gerede!“

2

Sie schiebt schmollend die Unterlippe vor.
Beide schauen schweigend auf den Fernseher.

5 Minuten später:

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Liebst Du mich?“
Er: „Klar!“
Sie: „Warum?“
Er: „Wie warum?
Sie: „Na, warum Du mich liebst?“
Er: „Hmmm…“
Sie: „Hmmm? Mehr fällt Dir nicht ein? Schön dass Dir so viel an mir liegt!“
Er: „Ich werde ja wohl noch mal nachdenken dürfen!“
Sie: „Aber doch nicht soooo lange! Also? Was liebst Du an mir?“
Er: „Alles!“
Sie: „Wie alles? Geht’s nicht genauer?“
Er: „Nein! Alles eben!“
Genervt greift er zu seiner Autofachzeitschrift.
Sie starrt ihn an

1 .

Sie: „Schatz?“
Er: „Ja?“
Sie: „Woran denkst Du gerade?“
Er: „An nichts. Ich lese.“
Sie: „Ich sehe doch, dass Du an etwas denkst! Also woran denkst Du gerade?“
Er: „An meine Mutter!“
Sie: „Was?!“
Er: „Ich denke an meine Mutter…“
Sie: „Warum an Deine Mutter?“
Er: „Weil sie nächsten Sonntag zu Besuch zu uns kommt.“
Sie: „Deine Mutter?“
Er: „Ja, MEINE MUTTER!“
Sie: „Schatz, das geht nicht!“
Er: „Wieso?“
Sie: „Da ist doch Valentinstag…!“
Er: „Na und?“
Sie: „Wie? Na und?“
Er: „Da kann meine Mutter doch trotzdem kommen!“
Sie: „Och Schaaaaaaatz….nein, bitte!“
Er: „Was ist denn mit diesem verdammten Valentinstag?“
Sie: „Na, das ist doch uuuuunser Tag…!“
Er: „Unser Tag ist am 20. Januar und der war schon!“
Sie: „Du verstehst das nicht! Valentinstag ist auch unser Tag!“
Er: „Ach ja?“
Sie: „Ja! Wir essen schön, liegen den ganzen Tag auf der Couch und schauen Liebesfilme, essen wieder schön, …“
Er: „Ich dachte Du fühlst dich fett?“
Sie: „Wie bitte?“
Er: „Du hast gesagt Du fühlst Dich fett! Und wenn wir den ganzen Tag auf der Couch liegen und essen, bekommst Du das Problem nie in den Griff!“
Sie: „Du findest ich habe ein Problem?“
Er: „Nein! Also doch… ach können wir dieses Gespräch nicht einfach lassen?“
Sie: „Nie redest Du mit mir!“
Er: „Ich rede immer mit Dir!“
Sie: „Du bist so gemein!“
Er: „Das wird gerade echt anstrengend hier!“
Sie: „Ja, ich bin anstrengend!!! Ist ja wieder klar! Weißt Du was? Vergiss den Valentinstag! Triff Du Dich mit Deiner Mutter! Ich mache auch keinen Valentinstag!“
Er: „Gut! Dann sind wir uns ja einig!“

— SENDEPAUSE —

7

Kommunikation zwischen Mann und Frau ist nicht immer einfach… und Worte sollten nicht immer auf die Goldwaage gelegt werden. Manchmal reicht es ja auch schon, wenn man, ohne etwas zu sagen, eine kleine Botschaft sendet. Z.B. eine Nachricht auf dem Badezimmerspiegel (Tipp: nicht unbedingt den erst kürzlich von ihr teuer erworbenen Lippenstift dafür verwenden!) oder ein Zettel auf dem Kopfkissen, eine Botschaft im Auto,… Es gibt so viele Möglichkeiten dem anderen mitzuteilen wie schön es ist, dass es ihn/sie gibt. Und das muss nicht immer nur in einer Partnerschaft sein. Auch Freunde freuen sich über nette (ernstgemeinte!) Worte.

Wenn Ihr mal jemandem einfach etwas Nettes auf eine etwas andere Art und Weise sagen möchtet, könnt Ihr Euch hier meine „Komplimente for take away“ herunterladen. Einfach immer mal ein Kompliment abreißen, weitergeben und sich über die Reaktion des anderen freuen.

Komplimente for take away_4

Und nochmal kurz zurück zu dem Paar von weiter oben:

Natürlich hat er sich am Valentinstag nicht mit seiner Mutter verabredet… Statt dessen zauberte er seiner Liebsten einen köstlichen Low-Carb-Teller (damit sie Ihr vermeintliches Problem in den Griff bekommt) bestehend aus Zucchininudeln (Zoodles) und einer feurigen Arrabbiata, getoppt mit Ziegenfrischkäse, während ein Rosamunde Pilcher Film nach dem anderen über den Bildschirm flimmerte. Das ist vielleicht nicht das Non-Plus-Ultra-Valentinstag-Essen, aber man muss ja auch nicht immer alles in Herzform pressen, nur weil der 14. Februar ist, oder? Außerdem sollte der Abend ja noch anders ausklingen und nicht im Fresskoma auf der Couch zu enden… Versöhnung ist doch immer das Schönste, oder?! ;-)

5.0 from 1 reviews
Zoodles alla Gemüse-Arrabbiata
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g geschälte Tomaten (Dose)
  • 2 rote Paprika
  • 2 kleine Peperoni
  • 2 Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Basilikum
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 1 El Kapern
  • 50 g Ziegenfrischkäse
  • Öl
  • 4 mittelgroße Zucchini
  • Salz und Pffer
Instructions
  1. Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und mit dem Knoblauch und den klein geschnittenen Peperoni in wenig Öl glasig anbraten.
  2. Paprika, Möhren und getrocknete Tomaten ebenfalls klein würfeln und zu den Zwiebeln geben.
  3. Die geschälten Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Alles für 2 Std köcheln lasen bis sich die Sauce bis knapp um die Hälfte reduziert hat.
  5. Den Basilikum klein hacken und kurz vor Ende hinzufügen.
  6. In der Zwischenzeit die Zucchini mit einem Spiralschneider in feine Streifen schneiden und in leicht gesalzenem Wasser 2 Minuten kochen.
  7. Die Sauce abschmecken und evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  8. Die Zucchininudeln auf einem Teller anrichten und die Sauce darauf geben.
  9. Zum Schluss mit Kapern und Ziegenfrischkäse anrichten.

8

Ob Ihr den Valentinstag zelebriert habt oder nicht, genießt den Tag und verschenkt ein paar Komplimente an Eure Lieben.

Falls Ihr noch eine andere Inspiration für ein Zoodle-Rezept braucht, dann schaut auf jeden Fall bei meiner Lieblings-Sandra von Hase im Glück vorbei, denn lustiger Weise hatten wir heute beide Zucchininudeln auf dem Speiseplan ;)

Schön, dass es Euch gibt, Ihr seid toll!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Pulposalat mit Fenchel

{…Rückblick auf ein Weihnachten -Vorschau auf 2016…}

Pulposalat3

So, da saßen wir also gestriegelt, geschniegelt und gescheitelt am Weihnachtsabend alle gemeinsam unter der spärlich beleuchteten Kunsttanne. Nachdem im letzten Jahr der Baum einen laut knisternden und ziemlich spektakulären Auftritt hingelegt hatte, als er fast unbemerkt in Flammen aufging, haben sich Onkel Walter und Tante Gabi in diesem Jahr gegen die Natur entschieden. Stattdessen wurde vorher kräftig mit Tannenduft-Raumspray die Luft verseucht, so dass selbst die ehemals rot glänzenden Christbaumkugeln mit feinen Sprenkeln überzogen waren und etwas trübe aussahen. Alles für die Stimmung. Alles für die Authentizität. Von der 200er Lichterkette leuchtete nur jede Vierte. Und als der fünfjährige Paul sich wagte zu fragen, was denn mit den anderen Lichtern passiert sei, bekamen alle Anwesenden einen ausführlichen Vortrag über die derzeitigen Strompreise, nebst Anbietern.

Während Onkel Paul noch über die stetig steigenden Lebenshaltungskosten einen Monolog hielt, stand Tante Gabi in ihrer Metzgerschürze, die sie noch aus den Tagen, als sie noch in der ortsansässigen Metzgerei arbeitete und aus nostalgischem Gedanke aufgehoben hatte, in der Küche. Dass die Metzgerei wegen eines Hygieneskandals seine Pforten schließen musste, hatte sie einfach verdrängt. Und dass bis vor einem Jahr jedes Stück Fleisch, was den Weg auf den Tisch fand, ausschließlich aus diesem Betrieb kam, darüber spricht heute keiner mehr. Es ist ja alles gut gegangen und alle leben noch. Im Nachhinein wundert sich aber auch keiner mehr über die unangenehmen Gerüche, die zu späterer Stunde, begleitet durch knatternde Geräusche von Opa Heiner ausgingen. Da dieser aber immer kurz vor dem Nachtisch in Richtung Sofa wanderte und kurz darauf laut schnarchend und mit weit geöffnetem Mund einschlief, merkte er von seinem eigenen Giftgasangriff recht wenig. Der Glückliche!

Pulposalat5

In diesem Jahr war alles anders. Der Baum war aus Plastik. Die echten Kerzen durch 1/5 schwach leuchtender elektrischer Lichter ersetzt und statt Schweinelendchen mit grünlichem Schimmer gab es Gans.

Ich freute mich. Alle anderen waren irritiert. Veränderungen sind eben nicht für jedermann. Mein Bruder jammerte, dass er lieber Kartoffelbrei zur Gans gehabt hätte und Oma regte sich auf, dass eh immer viel zu viel Geschiss um das Essen gemacht wird und ein fertiger Kartoffelsalat von Rewe mit einer Rindswurst vollkommen ausgereicht hätte. Darauf brach meine Tante kurz in Tränen aus, denn die Erinnerung an Ihren verlorenen Arbeitsplatz kamen ihr unweigerlich hoch (schließlich gab es angeblich in ihrer Metzgerei die besten Rindwürste weit und breit…) Meine andere Tante Anneliese grinste seit Beginn des Abends verträumt vor sich hin, griff immer Mal verstohlen in Ihre Tasche, führte ihren kleinen silbernen Flachmann an ihre Lippen und tupfte sich danach mit der weißen Stoffserviette die Mundwinkel ab. Irgendwann nach dem Essen sangen wir alle „Oh Du Fröhliche“, und sahen eigentlich gar nicht so fröhlich dabei aus. Opa Heiner schielte die ganze Zeit schon in Richtung Baum, unter dem die Geschenke lagen, die in unterschiedlichstem Papier eingepackt waren. Jedes Jahr gab es für ihn eine Zigarre. Weihnachten war der einzige Tag, an dem meine Oma ihm zugestand zu rauchen. Die selbstgestrickten Socken und die warmen langen Unterhosen interessierten ihn verständlicher Weise nicht wirklich. Kurz darauf klingelte Tante Gabi auch schon das Glöckchen und die gesamte Familie wanderte zwei Meter vom Esstisch in Richtung Sofalandschaft. Erwartungsvoll starrten alle auf die Geschenke, bis mein Onkel die Jagd auf die verpackten Überraschungen freigab. Und wie immer wartete ich eigentlich nur noch auf ein lautes „Hallali“ was in diesem Moment irgendwo aus der Ferne erklingt. Bisher und auch all die Jahre zuvor blieb das aus. Dafür zählte mein Bruder lautstark die Geldscheine, die in diversen Weihnachtskarten steckten und beschwerte sich mit hängenden Mundwinklen, dass er 50 Euro weniger als im letzten Jahr bekommen hatte. Im Hintergrund sangen die Domspatzen „Macht hoch die Tür“ in Dauerschleife. Tante Anneliese probierte ihr neues Eau de Toilette aus, dessen Geruch dem Namen „Eau de Toilette“ alle Ehre machte und sorgte damit sogar dafür, dass der Baum nur noch schwach nach Latschenkiefer roch. Welcher Geruch der angenehmere war, konnte man nicht wirklich ausmachen.

Onkel Walter erfreute sich über einen neuen Korkenzieher, der sogar eine kleine Taschenlampe integriert hatte, damit er auch in tiefster Dunkelheit seine Rotweinflaschen entkorken konnte. Und während mein Opa sich seine ersehnte Zigarre anzündete, wickelte ich eine Aldi-Küchenmaschine aus einem ziemlich zerknitterten Geschenkpapier. Seit drei Jahren packte ich nun eine Aldi-Küchenmaschine aus schon mal benutztem Papier aus. Tante Anneliese strahlte mich an: „Du kochst doch so gerne! Ich dachte damit kannst Du bestimmt etwas anfangen!“ Onkle Walter schaute mich beschwörend an. Wir wussten alle, dass Tante Anneliese zu Respostenkäufen neigte und deshalb jedem Haushaltsgeschäft Konkurrenz machen konnte. Ich bedankte mich artig und fühlte mich wie jedes Jahr…. Irgendwie fehl am Platz.

Pulposalat6

Manchmal ist es so, als ob sich Gewohnheiten und Gepflogenheiten nie ändern. Der eine nennt es Tradition, der andere Beständigkeit-ich empfand das alles gerade einfach nur anstrengend. Und während ich beobachtete wie meine Tante Anneliese auf allen Vieren unter dem Baum herumkroch und dabei Ihre hautfarbenen Nylonkniestrümpfe unter ihrem Rock entblößte, um das Geschenkpapier aufzusammeln (kann man ja nach dem Glätten noch mal benutzen), merkte ich, dass sich etwas ändern muss. Die Lust nach Veränderung klopfte von innen an meinen Bauch.

Me and horst.1.1

Schon während ich diese dämliche Küchenmaschine auspackte, hatte ich das Gefühl als ob mir eine dicker Krake auf der Schulter sitzt und mir mit seinen Tentakeln langsam den Hals zudrückt. Und da war der Entschluss gefasst. Im neuen Jahr MUSS ganz Vieles anders werden. Veränderung muss ja nicht immer negativ sein. Wichtig ist, dass man mutig ist! Dass man alte Gewohnheiten auch mal in die Wüste schickt und dass man sich seinen Wünschen stellt. Natürlich nicht so, dass man über Leichen geht. Aber kleinste Veränderungen können ja schon oft großes in die richtige Richtung bewegen.

Ich hab beschlossen die Krake (ok eher Pulpo) nicht in die Wüste, sondern in heißes Wasser zu schicken und damit einen wunderbaren Salat zu machen. Oma wäre entsetzt, wenn sie Tentakel auf dem Teller hätte und ich überlege gerade, ob ich nicht im nächsten Jahr das Ausrichten des Weihnachtsabends übernehmen soll. Mit Oktopus und dem Motto des Abends: “Mutausbruch

Allerdings herrscht bei mir Rauch-und Nylonstrumpfverbot. Und wenn ich noch jemals an Weihnachten eine Aldi-Küchenmaschine aus einem Karton holen muss, gibt es Schlachtplatte an Heilig Abend… Die neuen Wurstsorten könnt Ihr dann in einem Jahr hier lesen ;)

Pulposalat2

Falls Ihr Eure Krake, deren Tentakel Euch eventuell auch manchmal die Luft zum Atmen nehmen,  vernichten wollt, um im neuen Jahr mit neuen Ideen und Zielen starten möchtet, kommt hier das beste Verwertungsrezept schlechthin:

5.0 from 2 reviews
Pulposalat mit Fenchel
 
Serves: 4
Ingredients
  • 1,2 kg frischer Oktopus (küchenfertig)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Wacholderbeeren (zerdrückt)
  • Salz
  • je 1 rote Paprika
  • je 1 rote und grüne Peperoni (à 10 g)
  • 1 rote Chilischote
  • 250 g Fenchel mit Grün
  • 120 g Staudensellerie
  • 10 El Olivenöl
  • 2-3 El Weißweinessig
  • Pfeffer
Instructions
  1. Oktopus in einem Topf mit 1 zerdrückten Knoblauchzehe, Lorbeer und Wacholder bei milder Hitze zugedeckt 1 Stunde garen; dabei einmal wenden. Kurz vor Schluss salzen. In einem Sieb abtropfen lassen, dabei 150 ml Sud auffangen, abkühlen lassen.
  2. Paprika putzen, vierteln, entkernen, mit der Hautseite nach oben auf einem Backblech unter dem vorgeheizten Backofengrill 8-10 Minuten grillen, bis die Haut Blasen wirft. In einem Gefrierbeutel 5 Minuten ausdämpfen lassen, Haut abziehen, Paprika längs in Würfel schneiden.
  3. Peperoni putzen, längs halbieren, entkernen, in feine Streifen schneiden. Chilischote putzen, in feine Ringe schneiden. Restlichen Knoblauch durchpressen.
  4. Fenchel putzen, Strunk entfernen, Grün beiseite legen. Fenchel vierteln, in dünne Scheiben hobeln.
  5. Sellerie putzen, Grün beiseite legen. Sellerie waschen, abtupfen und schräg in dünne Scheiben schneiden. .
  6. Oktopus in schmale Scheiben schneiden, (evtl. Tentakel zur Dekoration beiseite legen) und in eine Schüssel geben.
  7. Öl, Essig, Pfeffer, Salz zu einer Vinaigrette verrühren,
  8. Oktopus, Paprika, Peperoni, Chili, Knoblauch, Fenchel, Sellerie und Grün damit vermengen und auf einem Teller anrichten.

Seid mutig und traut Euch! 2016 wird toll!

Alles Liebe und nur das Beste für Euch im neuen Jahr!

Eure

Tanja aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 40 von dem schönen Onlinemagazin Aromenspiele „Frühlingsküche“.

Vegane grüne Super-Suppe

{…anlässlich der Stilettos in da House-Premiere und weil es bei kränkelnden Kerlen hilft…}

Stilettos in da House_grün1

*Trommelwirbel*
Ich bin ja sooo aufgeregt, denn heute startet etwas Neues hier im House. Um genau zu sein: „Stilettos in da House“ geht heute an den Start und ich freue mich wie ein Schnitzel, dass Katja von Stilettos & Sprouts jetzt hier mit mir in regelmäßigen Abständen ein Ding zusammen dreht.

Vor knapp zwei Wochen bin ich nämlich mal hier aus meinem Wald rausgefahren, um dann 100 km weiter in einem neuen Wald einzukehren. Raus aus dem Taunus, rein in den Odenwald. Und das alles so ganz ohne Plan wo ich da hinkomme….denn Katja und ich kannten uns ausschließlich über das Internet, sprich über das Bloggen, bzw. die moderne getippte Schnell-Kommunikation des Handys. Blinddate nennt man das auch in der Fachsprache…Und ich kann Euch sagen, ich war vor Aufregung auch wirklich fast „Blind“. Ein Hoch auf die Deoindustrie, die mit 24 Std Haltbarkeit wirbt. Hat prima geklappt…neee hat‘s nicht! Ich habe 4 Mal nachgesprüht und dabei jedes Mal Angst gehabt, dass mein Auto in die Luft fliegt (soll man ja nicht in kleinen engen Räumen verwenden, steht hinten auf der Dose). Das Lenkrad hat von meinen Händen schweißnass geglänzt und der Sitz unter meinem Allerwertesten war ohne Sitzheizung so warm, als hätte ich vorher eine Kaffeefahrt mit Heizdeckenverkauf überfallen und mir alle Decken auf einmal unter den Hintern geschoben. Und nein, ich habe mich nicht vor Aufregung vollgepi… ach, lassen wir das!

Egal. Ich kam bei Katja an und alles war wunderbar! Die Achseln trockneten wieder, die hektischen Flecken waren aus dem Gesicht verschwunden, die Hände wieder einsetzbar. Das Wochenende in den mir bislang unbekannten Baumreihen des Odenwalds war grandios und Katja und ich hatten einen Megaspaß, was nicht minder daran lag, dass ich hier auf eine äußerst lustige, offene und total liebenswerte Person getroffen bin und von Fremdsein nichts zu spüren war. Hach was war es schön! Und was passiert wohl noch, wenn sich Waldbewohnerin A mit Waldewohnerin B trifft?

    1. Es entsteht eine wunderbare Schnittmenge AB
    2. Es wird höllenmäßig feucht-fröhlich
    3. Es wird ungemein kreativ

Und wenn zwei kreative Köpfe die selbigen zusammen in ein Weinglas halten, entstehen die besten Ideen, oder Katja? ;) Und deshalb dürft Ihr heute live bei der Premiere von Stilettos in da House dabei sein. Eine gemeinsame Aktion, an dem Katja und ich Euch am selben Tag ein Gericht zu unserem Thema präsentieren. Nach Gemüse- und Obstsorten kochen und backen kann ja jeder… Unser Thema bei Stilettos in da House: Kochen und backen nach Farben.

Gestartet wird heute mit der Farbe GRÜN.

grüne Suppe2.1

Habt ihr mal nach draußen geschaut? Gerade war noch alles grün und seit gestern hat sich eine weiße Puderzuckerschicht über die Bäume gelegt (zumindes hier in meinem Taunus-Wald). Hallo?! Es ist Oktober und gedanklich liege ich eigentlich noch in einem Hauch von Nix am Strand. In der Realtität laufe ich mit dicken Socken und Schal um den Hals herum, staple Schichten von T-Shirts und Pullis übereinander (Zwiebellook), um bei aufkommender Wärme wieder etwas ablegen zu können.

Den Schal nutze ich als aktive Abwehrwaffe gegen herumfliegende Keime und Viren meiner Umwelt. Irgendwie hustet, prustet und niest ja gerade jeder um mich herum. Und wenn man es, wie ich, nicht immer in einem Bruchteil der Sekunde schafft, sich vor dem Sprühnebel des niesenden Vordermanns auf der Rolltreppe oder wo auch immer zu ducken, hat man echt schlechte Karten. Also hülle ich mich in meinen Lieblingsschal, und erwecke wahrscheinlich für unwissende Außenstehende den Eindruck, als ob ich mich gerade darin übe eine Burka zu tragen. Meine Schal-Burka ist einfach fantastisch und da auch immer mal ein Brötchen unter diesem deckengleichen Woll-Accessoire verspeist wird, kann es durchaus sein, dass ich zwei Tage später immer noch einen kleinen Rest-Brötchen-Snack dort finde. Das ist sehr praktisch für den spontanen kleinen Hunger zwischendurch, wenn nicht gerade Leberwurst auf dem Brötchen war und ein Stück des selbigen wie eine Brosche an meiner Brust klebt. Kam alles schon vor.

grüne Suppe1.1

Jeder hat ja so sein Allheilmittel, wenn dann doch die fiese Erkältung zugeschlagen hat und Kopf, Hals und die Knochen schmerzen, die Nase undefinierbares Sekret absondert und die Lungen klingen, als würde man Topfschlagen beim Husten auf ihnen spielen. Ganz besonders bemittleidenswert sind ja die Herren der Schöpfung im Krankheitsfall. Sorry liebe Kerle da draußen, aber das musste ich jetzt einfach sagen. Und neeeeeeiiin, Ihr seid da ja ganz anders! Aber es gibt sie tatsächlich…solche Ausnahme-Kandidaten, wie z.B. ein sehr sehr guter Freund von mir zeigt.

Anstatt wie manch anderer mit leidendem Blick und schlurfendem, schleppenden Gang nach der Krankenschwester zu rufen, zwingt er sich an die frische Luft und besorgt sich ein Suppenhuhn, um sich selbst(!!!) eine Hühnersuppe zu kochen. Bisher habe ich noch kein: “Schatz, könntest Du mir mal das Kissen aufschütteln?!“ oder „Schatz, ein Tee wäre schön, ich bin doch so schlapp!“ oder gar ein „Schatz, so krank war ich schon lange nicht mehr- fühl mal, hab ich Fieber?“ gehört. Er schlürft tapfer abends seine selbst gekochte Hühnersuppe, wechselt 2 Mal in der Nacht die Klamotten und ist morgens wieder fit wie ein Turnschuh (nach eigener Aussage). Scheint also zu helfen, dieses Hühnersuppen-Ding!

grüne suppe5.1

Ich muss ja gestehen, dass ich nicht ganz so sehr der Hühnersuppen-Fan bin und habe mir mal eine Alternative überlegt. Und die ist GRÜN, um auch mal wieder den Bogen zum eigentlichen Thema zurück zu spannen. Und gesund. Und vegetarisch. Und sogar vegan. Und beinhaltet zudem eine tolle Superfood-Zutat (->Chiasamen). Nur einen Namen habe ich für diese sensationelle Suppe noch nicht gefunden. Es ist einfach eine Grüne Super-Suppe.

grüne Suppe_chiasamen

Mittlerweile kann man ja überall nachlesen, dass grünes Obst und Gemüse grandiose natürliche Vitalstoffbomben sind. Und genau deshalb wirkt meine Super-Suppe bestimmt auch bei Erkältung, Reizhusten, Wadenkrämpfen, Herzklopfen, Kater, Sehnsucht, Pickeln, öh…was noch? Egal, ich bin überzeugt, dass diese Suppe für ALLES gut ist und sei es nur einem kranken Mann einen Liebes-Krankenschwesterdienst zu erweisen und ihn darin zu bestätigen, dass er eigentlich reif für’s Notschlachten wäre, sooo krank wie er sei.

Falls Ihr also auch so einen Patienten zu Hause rumliegen habt, oder Euch vielleicht selbst nicht so ganz auf der Höhe fühlt, kann ich Euch dieses House-Mittel nur wärmstens empfehlen. Ich habe mir gleich einen riesen Topf voll gekocht und ein paar Portionen eingefroren. Man kann ja nie wissen, wer mal hier todkrank im House aufschlägt und direkt in Pflegestufe 3 eingestuft werden muss ;)

5.0 from 6 reviews
Vegane grüne Super-Suppe
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 800 g Broccoli-Röschen
  • 500 g TK-Erbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Liter Kokosnusswasser
  • 100 g Mandeln fein gemahlen
  • 50 g Chiasamen plus extra zum Servieren
  • 50 g Wasserkresse
  • 1 TL Olivenöl
  • Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer
Instructions
  1. Erhitze das Öl in einem Topf und lasse die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch darin glasig werden.
  2. In der Zwischenzeit schneidest Du den Strunk des Broccolis in kleine feine Streifen und hackst die Röschen klein.
  3. Gib die Strunke, die Gemüsebrühe und das Kokosnusswasser zu den Zwiebeln und dem Knoblauch und lasse alles für 8-10 Minuten köcheln.
  4. Dann gib die Broccoli-Röschen, die Erbsen, Chiasamen und Mandeln hinzu und koche alles für weitere 5 Minuten.
  5. Nimm den Topf vom Herd und gib die Wasserkresse hinzu und püriere alles.
  6. Ich mag es, wenn es nicht zu fein püriert ist, aber das ist Geschmackssache.
  7. Würze eventuell mit Salz und Pfeffer nach und streue vor demServieren noch einige Chiasamen auf die Suppe und garniere alles mit Wasserkresse aus.

Stilettos in da House_grün2

Und wer nicht so der Suppen-Kasper ist, der springt ganz schnell zu Katja rüber, die mit Ihrem grünen Grilled-Cheese-Avocado-Ziegenkäse-Sandwich mit selbstgemachtem Pesto echt in meiner Geschmacks-Liga voll den Vogel abgeschossen hat. Avocado, Mozzarella, Ziegenkäse, Babyspinat, Brot, Pesto…alles dabei was ich liebe. Wer ihren Blog nicht besucht, verpasst echt was! Sehr schön. Sehr lustig. Sehr Katja! ♥

Bleibt gesund and go green!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 45  in dem schönen Onlinemagazin Aromenspiele „Frühlingsküche“

Kalte Gurken-Kefir-Suppe

Kalte Gurkensuppe6

Ausgeruht, tiefenentspannt und mit 2 Kilo mehr auf den Rippen bin ich wieder aus meinem Lieblingsland Italien zurück. Woher die zwei Kilo mehr kommen, könnt Ihr Euch sicher denken, denn die Kohlenhydratverlockungen sind dort einfach viel zu groß, um sich in Verzicht zu üben.
Verbindet Ihr auch immer Erinnerungen aus dem Urlaub mit gewissem Essen? Ich mache das definitiv. Wer jetzt hier aber einen Teller Pasta oder Pizza erwartet täuscht sich. Eine der lustigsten Begebenheit in diesem Jahr verbinde ich nämlich mit Kalter Gurken-Kefir-Suppe. Völlig italien-untypisch. Aber egal! Das alles kam so…

Kalte Gurkensuppe5

„Nathalie-Simoneeee….!“ schallt es von der einen Seite des Pools zu mir herüber. „Koohommm jetscht ausm Wasser! Du bischt schon übaaa 20 Minuten da drin!“ Ich schaue irritiert von meinem Buch hoch und sehe, wie ein circa 6 jähriges Mädchen versucht unter dem Gewicht eines Neoprenanzugs und einem Gummiwal, in fast Lebensgröße, die Treppe vom Pool zu erreichen. Nathalie-Simone kann leider nicht so viel sehen, denn eine überdimensionierte Sonnenmütze, inkl. Ohrenklappen schirmt jegliche Sinne des Kindes von der Außenwelt ab. Tapfer und gehorsam erreicht die Kleine tatsächlich die befohlenen Treppe und klettert mitsamt dem Gummi-Orka leichtfüßig (soweit das in Neopren und Gummitier im Schlepptau geht) aus dem Pool.
Die Mutter, eine Mitvierzigerin, schließt Nathalie-Simone direkt in ein gefühltes 5 x 5 Meter Handtuch und rubbelt dem Kind fas vollständig die Haut vom Körper, während der Vater zeitgleich versucht die 50er Sonnencreme aus der Tube zu schütteln. Eine klodeckelgroße Hand mit ca. 100ml Sonnencreme klatscht laut schmatzend auf den Körper von Klein- Nathalie-Simone, die geduldig still steht und stumm beobachtet wie sich eine dicke 10mm-dicke Schicht Sonnencreme auf ihrem kindlich dünnen Körper ausbreitet.

Auf der anderen Seite des Pools nimmt ein dicklicher Junge gerade Anlauf und springt mit seinem Hinterteil voran laut klatschend ins Wasser. Während alle Pool-Umliegendend (ich eingeschlossen) von einer Spontandusche beregnet werden, schreit der dazugehörige Vater des Jungen freudig: “Booooaaaahhhh Hendrick, dat war ma ne Arschbombe für et Guiness Buch der Rekorde! Suuupaaaa!“ Hendrick, ca. 8 Jahre alt, wuchtet sich stolz mit wackelndem Hüftspeck die schmale Leiter empor und schaut triumphierend in die Runde. Das ältliche Ehepaar vis a vis von mir, packt gerade empört seine Sachen in den Stoffbeutel mit Apotheken-Umschau-Aufdruck und verlässt laut schimpfend den Poolbereich.

Ich hingegen amüsiere mich köstlich. Auch wenn mein Buch (Monsieur, der Hummer und ich von Stevan Paul), dass ich gerade gelesen habe, durch Hendricks Arschbombe ziemlich durchweicht wurde. Der Junge watschelt mit lautem Schritt zu seinen Eltern. Sein Vater, schon mit leichtem Hummer-Teint, hebt seine Daumen in die Luft und demonstriert seinem Sohn seinen Stolz über die gelungene Arschbomben-Präsentation, während die Mutter, mit grünlich schimmernden Haaren (super blondiertes Haar reagiert manchmal mit Chlor und neigt dazu eine leicht grünliche Farbe anzunehmen) und etwas zu knappem Bikini, mit weit geöffnetem Mund rücklings auf der Liege schläft.

Kalte Gurkensuppe1

Ebenfalls im Wasser befindet sich noch eine Dame aus der Schweiz, die mit einem riesigen Sonnenhut auf dem Kopf ihre Bahnen durch das Wasser zieht. „Hääärrrrlich!!! Hääärrlich!!!“ ruft sie mit jedem Armzug aus, wobei das „ch“ nicht weich sondern eher als kehliger Kratz-Laut ausgesprochen wird. Das Kinn wird immer knappe 4 cm über der Wasseroberfläche gehalten, die große Sonnenbrille sitzt fest auf der Nase und die Füße treten kräftig das Wasser. Alles ist gut, bis Frau Härrlich sich beschließt auf den Rücken zu drehen und mit ausholenden Arm- und Beinbewegungen den Pool zu durchqueren. Dabei hängt leider der große Sonnenhut leicht im Wasser, was ihren Kopf leicht nach hinten zieht.
Nathalie-Simone hat unterdessen auch wieder mit ihrem Gummi-Orka den Nichtschwimmer-Bereich des Pools betreten und versammelt einen bunt schillernden Sonnencreme-Film um ich herum, während sie vergebens versucht auf den Wal zu klettern. 100ml wasserfeste Sonnencreme sind übrigens die beste Methode die Kinder von Wasser-Spielzeug-Tieren fernzuhalten. Die Frustration ist einfach zu hoch, wenn die Kleinen versuchen mit glitschig-cremiger Haut auf ein glattes Wassertier zu klettern.

Da Nathalie-Simone aber kein dummes Kind ist, klettert sie wieder aus dem Wasser und schiebt vom Rand aus den Orka in das tiefere Becken. Dann läuft sie zwei Schritte an und springt beherzt auf den Gummiwal, der lautslos unter ihr hervorschieß und genau auf dem Kopf von Frau Häärrlich landet. Jetzt wittert Hendrick seine Chance und produziert auf der anderen Seite der Schweizerin eine astreine Arschbombe. Das Wasser teilt sich unter seinem wabbeligen Hintern und eine riesige Fontäne übergiest die hilflose Frau. Ich beobachte wie Frau Härrlich panisch mit den Armen rudert, die Haare kleben ihr unter dem Sonnenhut wirr im Gesicht und die Sonnenbrille wurde unfreiwillig mit Poolwasser gesäubert. Aus der Richtung von Hendricks Eltern schallt tosender Applaus und Jubelgesänge, während die Eltern von Nathalie-Simone ebenfalls beherzt ins Wasser springen, um ihre Tochter zu retten. Das Szenario erinnert stark an ein Gerangel beim American Football…nur eben im Wasser. Wer zu welcher Mannschaft gehört ist leider nicht mehr ersichtlich.

Frau Härrlichs Sonnebrille schippert mittlerweile einsam und verlassen ans andere Poolufer, Nathalie-Simone krallt sich an Frau Härrlichs linken Oberarm, während Hendrick laut jubelnd mit seinen flachen Handflächen aufs Wasser klatscht und dabei „ Jöööhhh jööööhh…versenkt!“ ruft. Die klodeckelgoßen Hände von Nathalie-Simones-Vater versuchen seine Tochter von der Schweizerin zu lösen und drücken dabei die arme Frau nur noch mehr unter Wasser. Beherzt wirft Hendricks-Mutter, aufgeweckt von dem Lärm und Geschrei, den neben ihr festgemachten Rettungsring in den Pool. Papa-Hendrick schaut enttäuscht, da er wohl schon vermutet, dass das Specktakel damit sein jähes Ende findet. Laut prustend schafft Frau Härrlich es irgendwann mit umschlungenem Rettungsring in den Nichtschwimmerberreich. Der Hut hat sich mittlerweile auch von ihrem Kopf verabschiedet und dient Hendrick als Zielpunkt für erneute Arschbomben.

Kalte Gurkensuppe4
Am liebsten hätte ich laut aufgelacht und noch dazu „Ach ist das häärrrlich!“ ausgerufen. Aber das hab ich mir dann doch verkniffen und bin zurück in meine Ferienwohnung, um mir auf dieses Schauspiel eine kalte Gurken-Kefir-Suppe zu gönnen. Gut für die schlanke Linie (sollte Hendrick auch mal öfter essen), beruhigend für aufgeheizte Gemüter und ideal für den Sommer.

Kalte Gurkensuppe2
Ich kann Euch sagen: „Wer einmal eine Reise tut der hat was zu erzählen….“. Ich bin dann am nächsten Tag an den Strand gegangen, um neue Eindrücke zu sammeln. Aber so ein lustiges Spektakel spielte sich da leider nicht mehr vor meinen Augen ab.

Wenn Ihr jetzt auch Eure Gemüter herunterkühlen müsst (schließlich ist ja heute Montag!), kann ich diese erfrischende Suppe nur empfehlen. Gemacht wird sie übrigen so:

4.9 from 9 reviews
Kalte Gurken-Kefir-Suppe
 
Author:
Ingredients
  • 1½ Salatgurken
  • 500 ml Kefir
  • 150 g Joghurt
  • 150 g gekochte gepellte Kartoffeln
  • 1 unbehandelte Limette
  • 1½ Tl Zucker
  • 1½ Tl frisch gemahlener Anis
  • 1 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • Kräutersalz
  • 1-2 EL Anisschnaps (nach Belieben)
  • 1 TL Forellenkaviar
Instructions
  1. Die Gurken schälen, längs halbieren und die Kerne herauskratzen.
  2. Das Fruchtfleisch in grobe Stücke schneiden und im Mixer mit Kefir und Joghurt fein pürieren.
  3. Die Kartoffeln zerkleinern, zugen und ebenfalls pürieren.
  4. Falls man eine feine Struktur wünscht, kann die Suppe jetzt durch ein Sieb gestrichen werden.
  5. Die Limette heiß waschen und die Schale fein reiben. Zwei TL Saft auspressen.
  6. Den Saft, die Schale, den Anis und Zucker in die Suppe rühren.
  7. Mit Salz und Pfeffer pikant abschmecken und nach Belieben den Anisschnaps (z.B. Sambuca) unterrühren.
  8. Die Suppe mindestens 6 Std (am besten über Nacht) kalt stellen und mit einem Klecks Joghurt und Forellenkaviar bestreut servieren.

Und falls Ihr bald in die Ferien fahrt, wünsche ich Euch eine tolle Zeit und amüsante Miturlauber!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieses Rezept schicke ich heute übrigens zu Ina, denn da heißt es heute: Fernweh-Rezepte

Coco-Loco-Kokosnuss-Eis

Kokoseis 4

Was Gerüche im Kopf so auslösen können…

Vor ein paar Tagen stehe ich im Supermarkt an der Kasse und warte mal wieder geduldig darauf meine Einkäufe bezahlen zu dürfen, während in vorderster Reihe eine sportliche Mitsiebzigjährige vor dem Beladen des Förderbands nochmal in aller Seelenruhe die Joghurts und deren Verfallsdatum kontrolliert. (Über ähnliche Situationen habe ich ja schon einmal hier berichtet.)
Direkt vor mir steht eine Dame, die bei jeder ihrer Bewegungen einen wunderbaren Duft verströmt. Kokosnuss. Bei jeder ihrer Arm- und Körperbewegungen, werde ich in Richtung Karibik katapultiert und sehe mich ganz in weiß gekleidet und mit offenem wehenden Haar, mit einem weißen Riesen-Strohhut in der Hand, locker den Strand entlang rennen. Immer das Ziel von kleinen weißen Kokosraspel ummantelten Cremebällchen vor Auge. Als sich diese Vorstellung dann auch noch mit der Melodie von „Summer dreaming“ mischt, höre ich hinter mir eine tiefe männliche Stimme ärgerlich sagen: “Junge Frau, es geht dann weiter!“ PLÖP macht es in meinem Kopf und der Traum zerplatzt mit dem gleichen Gefühl, wie wenn man auf Kaviar beißt.
Die Kokusnuss-Frau ist unterdessen mit dem Bezahlvorgang beschäftigt und ich habe noch nicht mal ein Produkt meines Einkaufs vom Wagen auf das Band verfrachtet. Der Geruch von Kokosnuss-Traumurlaub klebt immer noch in meinen inneren Nasenflügen und macht auch keine Anstalten sich zu verflüchtigen.
„Möchten Sie vielleicht vor?“, frage ich den leicht säuerlich dreinblickenden Herrn hinter mir. „Ich habe noch etwas vergessen!“ Dann setze ich meinen Hundeblick-damit-er-mir-nicht-böse-sein-kann auf, versuche in dem engen Kassengang mit meinem Einkaufswagen zu wenden und kutschiere meinen Wagen an allen wartenden Kunden mit hochrotem Kopf vorbei.
„K O K O S“ hallt es in meinem Kopf. Wie eine Süchtige schiebe ich fremdgesteuert in Richtung Drogerie-Artikel-Regal. Selbst die bunten Farben im Nagellack-Aktions-Ständer sind mir an diesem Tag nicht aufgefallen. Dafür aber die Bodylotion mit der verführerischen Aufschrift ‚mit frischem Kokosduft‘.
Keine Ahnung, ob man Bodylotin im Supermarkt testen darf, wenn nicht explizit „Tester“ drauf steht.
Meine Nase testet immer! Auch Deos (kurz in die Luft sprühen), Flüssigwaschmittel, Duschgel (was mir dann meist beim Draufdrücken eine volle Ladung in die Nase pumpt), und eben Bodylotion. Wer kauft bitteschön die Katze im Sack? Also schmiere ich mal kurz meinen linken Unterarm mit Coco-Loco-Creme ein und warte ab, was passiert.
Die Reaktion meiner Haut war phänomenal. Direkt nach dem Urlaubs-Geruch-Feeling, kam dann das Urlaubs-ich-bin-voll-zerstochen-Feeling. Zumindest hat es an der Stelle genauso gejuckt… Und wenn man bedenkt, dass ich in diesem blöden Supermarkt stehe, mein Arm stellenweise rote Hautirritationen aufweist und ich trotzdem das Bedürfniss habe direkt hineinzubeißen, ist bei der Bodylotion-Aufschrift „Coco-Loco“ echt Name Programm. Also muss Plan B zum Thema Kokosnuss her:

Kokoseis 7

Mit meinem Bounty-Rafaello-Duft-Arm steuere ich dann also die gekühlten Frischetheken an und lade mir eine Packung Kokosnussmilch in den Wagen. Dazu noch eine Dose Kokosnusscreme, pflücke im Vorbeifahren noch eine echte Kokosnuss aus der Obst-und Gemüse-Landschaft und ab geht es wieder in Richtung Kasse.
Die Kokosnuss-Frau ist natürlich schon längst weg, sonst hätte ich sie mal befragt, ob sie auch Hautirritationen von ihrer Creme bekommt, oder wie sie es schafft so lecker zu riechen. Vielleicht hatte sie ja am Abend zu vor auch nur Unmengen an Piña Colada und dünstete diese aus…?! (auch diese Methode könnte ich mal testen…hmz)
Nach dieser langen Story wollt Ihr sicher wissen, was dann aus den ganzen Zutaten geworden ist und wie ich meine Kokos-Sucht stillen konnte…

Kokoseis 2

Es gab ein erstklassiges Coco-Loco-Kokosnuss-Eis. Und für alle tierischen-Produkte-Verabscheuer unter Euch: es ist sogar VEGAN! Trotz, dass keine Sahne oder ähnliches verwendet wurde ist es super cremig und schmeckt, als hättet Ihr einen Löffel Sonnenöl eingefroren. Iiiiihhh nein, das klingt eklig! Also es schmeckt einfach unglaublich gut und versetzt einen direkt in Urlaubsstimmung.

Kokoseis
Und wenn Ihr es dann noch mit gerösteten Kokosflocken bestreut, dabei eine CD mit Merresrauschen hört, Euch in die Sonne setzt und die Augen schließt, ist Euch ein Hirn-Urlaubs-Tag garantiert. Und alles unter 8,50 €…so günstig kommt man nie wieder in den Urlaub. Fehlt nur noch einer der die Liege am Pool mit dem Handtuch um 5:23 Uhr reserviert und einer der mir den Rücken eincremt.

Kokoseis 1

Und so wird’s gemacht:

5.0 from 8 reviews
Veganes Kokosnuss-Eis
 
Author:
Ingredients
  • 200 g Kokoscreme
  • 300 ml Kokosmilch
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 50 g Kokosraspeln
Instructions
  1. Die Kokosraspeln ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Achtung sie verbrennen sehr schnell!
  2. Dann die Kokoscreme mit der Kokosmilch und dem Agavendicksaft in einem hohen Gefäß pürieren und dann in die Eismaschine füllen.
  3. Die Masse in der Eismaschine so lange rühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Bei mir hat das knapp 20 Min gedauert.
  4. Vor dem Servieren mit den gerösteten Kokosraspeln bestreuen.

Was versetzt Euch denn so in Urlaubsstimmung?
Ich bin dann mal am Strand ;-)

Coco-Loco-Grüße von

Tanja

aus dem House No.15

Mein Eis schicke ich schnell noch zu Ina von what ina loves, da geh es nämlich in diesem Monat bei let’s cook together um das Thema Eis. Schaut mal bei Ina vorbei, es gibt wunderbare Eisrezepte zu entdecken!

Und jetzt haben wir den Salat {Teil 2}

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Heute kommt also Teil 2 der Salatwoche im House. Ich merke schon wie mein Körper so langsam schwindet. Blöd, dass er oben anfängt sich in Wohlgefallen aufzulösen. Irgendwie wird man immer zuerst an den Stellen weniger, an denen man gar nicht vor hatte sich zu reduzieren. Mein Schwund beginnt gaaanz oben. Nein, ich habe keinen Haarausfall, aber kurz darunter fängt es an zu bröckeln. Heute bei Teil 2 habe ich schon das Gefühl, dass mein Gehirn mit dem Kuchen- und ungesunden Fettsäuren-Entzug gar nicht klar kommt. Was passiert denn dann bitte in den nächsten Tagen?

Gestern fing das Verwirrtsein schon an. Ich habe meinen Autoschlüssel verloren, obwohl ich nur von meinem Parkplatz in das gegenüberliegende Café gegangen bin (Kaffee steht ja nicht auf der roten Liste, Kuchen hab ich mir verkniffen!). Natürlich habe ich mein Auto ordnungsgemäß abgeschlossen. Beim Zurückkehren war der Schlüssel weg. Verschwunden. Nicht mehr da. Meine Handtasche (Modellgröße Koffer für eine 4-köpfige Familie) habe ich von oben bis unten durchkämmt und war kurz davor das Futter aufzutrennen, um auch im Innenleben der Tasche zu suchen. Nix. Der Schlüssel war verschwunden und ich stand da wie ein Depp. Zu House habe ich einen Ersatzschlüssel liegen, aber mein House-Türschlüssel lag natürlich IM Auto. Was ein Glück hat man wirklich gute Freunde, die einen Ersatz-House-Türschlüssel bei sich verwahren und wiederum eine andere gute Freundin, die mich dann nach House gefahren hat, um zuerst den Ersatz-House-Türschlüssel zu holen, um dann ins House zu kommen und dann den Ersatz-Autoschlüssel zu holen, um dann das Auto endlich wieder benutzen zu können. Ihre konntet mir folgen? Ich sag ja: Bin verwirrt… Vielen lieben Dank Yvonne und Gisela an dieser Stelle! Ihr seid meine Heros des Tages!!! Der Schlüssel war natürlich nicht weg, sondern lag im Café auf dem Klo, wie mir dann eine nette Mitarbeiterin am Telefon sagte. Schon blöd, wenn man innerhalb eines 1,5-Minütigen-Toilettengangs schon vergessen hat, dass man den Schlüssel da irgendwo hingelegt hat. Ich bin ja nur froh, dass ich Ihn nicht einfach mit weggespült habe. Tse tse tse… Ich sag doch, der Salat löst so langsam meine Gehirnzellen auf.

2

Aber erst kürzlich habe ich gelesen, dass Zungenbrecher, die Gehirnzellen in Schwung halten. Und deshalb läuft der heute Salattag unter dem Motto: „Mein Lieblings-Zungenbrecher“ (bzw. unter dem Motto des Zungenbrechers, den ich noch nieeeeee fehlerfrei von mir geben konnte).
Blaukraut bleibt Blaukraut, und Braukleid bleibt Brautkleid.
Himmel…ich werde es nie schaffen, alle Wörter fehlerfrei auszusprechen.
Hirn an Zunge : “Streng Dich gefälligst mal an!“

4

Brautkleid ist heute aus. Bleibt nur noch das Blaukraut. Und daraus lässt sich ein extrem leckerer Rohkost-Salat zaubern. Ganz im Sinne von vegan, eat raw und eat clean. Ich hoffe meine Gehirnzellen freuen sich und feiern ein Fest, bei dem Sie sich orgastisch teilen und vermehren, damit ich wieder auf mein Tanja-Normal-Level komme.

Ganz ehrlich: wenn nicht, werden die nächsten Beiträge hier auf dem Blog nur noch aus Klick-Klack-Lauten bestehen und keiner wird mir auch nur ein Wort lang folgen können. Totaler Verlust der Muttersprache….

Aber nein, so weit wird es nicht kommen, denn Blaukraut oder auch Rotkohl genannt ist total gesund: Schon 200 g Rotkohl decken mit 100 mg den Tagesbedarf an Vitamin C! Damit nicht genug, stecken auch bis zu 400 % der von Ernährungs-Experten empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K darin, außerdem reichlich Selen, Magnesium und Kalium. Auch sein hoher Gehalt an Ballaststoffen spricht für Rotkohl, denn dadurch hält er nicht nur lange satt, sondern bringt auch eine müde Verdauung auf Trab. So sieht‘s mal aus, mit dem Blau-Rot-Kohl-Kraut.

3

Und deshalb haue ich hier jetzt noch schnell das Rezept dazu raus, schiebe mir noch eine Gabel davon prophylaktisch in den Mund und warte, ob ich merke dass sich im Oberstübchen etwas tut. Ich hoffe ja stark auf ganz viel lustiges *plöp* *plöp* *plöp* im Oberstübchen, wenn die Hirnzellen ihre Party feiern und sich fröhlich vermehren:

5.0 from 5 reviews
Rotkohlsalat
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 Rotkohl
  • 4 Karotten
  • 100 g Cashewkerne
  • 3 Stiele Minze
  • 1 Chilischote
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 Biolimetten ausgepresst
  • 2 EL Zucker
  • 2 Avocados
  • 1 EL weiße und schwarze Sesamsaat
Instructions
  1. Den Rotkohl waschen, halbieren und den Strunk entfernen.
  2. Die Karotten schälen.
  3. Beides grob raspeln, bzw. hobeln
  4. Von der Minze die Blättchen abzupfen und mit der Chilischote fein hacken.
  5. Minze, Chili, Sojasauce, Limettensaft und Zucker zu einem Dressing rühren und die Karotten und den Rotkohl damit gut vermengen und mind. 1 Std ziehen lassen.
  6. Die Cashewkerne ohne Fett rösten und die Avocados halbieren, entsteinen und schälen.
  7. Den Salat mit Avocados, gerösteten Cashewkernen und Sesamsaat servieren.
  8. Wer keine Avocado mag, kann alternativ auch eine gewürfelte Birne zum Salat servieren.

Habt Ihr einen Lieblings-Zungenbrecher oder eine totsichere Art die Gehirnzellen vorm Absterben zu bewahren?

Für Tipps bin ich immer dankbar! Schreibt mir doch mal!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

*das Rezept stammt übrigens aus der aktuellen „Sweet Paul“

Und jetzt haben wir den Salat {Teil 1}

Roter Linsensalat B1.1 Ab heute ist Schluss mit dem sündigen Leben. Eigentlich ja schon seit gestern, denn ich hatte gestern noch die Nachwehen von der sonntäglichen Kuchenschlacht. Im Konkreten sah das so aus, dass mir ein leuchtend rotes Etwas am Kinn aus dem Spiegel entgegenlachte und auch selbst durch zentimeterdicke Abdeckstift-Schichten nicht unsichtbar gemacht werden konnte. Das war der erste Hieb.
An einem Montagmorgen, an dem man sich ja sowieso schon so sehr freut, dass das Wochenende „endlich“ vorbei ist, freut mich über solche anhänglichen Freunde im Gesicht ganz besonders! (Achtung Ironie).
Der zweite Hieb folgte prompt: Wie jeden Morgen hüpfte ich mit halb hochgezogener Hose durchs House, weil enge Hosen nach dem Duschen echt ungnädig beim Anziehen sind und wahrscheinlich genauso wie ich keine Lust auf Wochenanfang haben.

Roter Linsensalat B3

Enge Hose… Meine Hose war unter Garantie einen Tag zuvor noch nicht so eng! Garantiert!!! Nicht nur, dass sie fast den Blutfluss in meinen Oberschenkeln zum Erliegen gebracht hat, nein, sie gab dann auch irgendwann einfach auf, den Knopf an Ort und Stelle zu halten. Und wo passierte diese Schmach? Klar, beim Einkaufen, während ich in aller Herrgottsfrühe durch den Großmarkt flitze. Nun, flitzen ging auch nicht ganz so gut, irgendwie waren meine Bewegungen durch die wenige Beinfreiheit ziemlich eingeschränkt. „Ach, das dehnt sich noch“, dachte ich. Wozu haben die Dinger einen Strechanteil von X-Prozent?
Und dann der Knopf…. *Pling!* Mit diesem unschönen Geräusch entfernte er sich spontan, und knallte ungnädig gegen einen Aktionsaufsteller eines Süßwarenherstellers. War das ein Zeichen?! Und zu allem Übel tauchte auch noch Hanne auf (diesmal ohne Lore, denn die hatte wahrscheinlich auch schon Ihre Ansage bekommen). Wer die beiden Damen sind, erfahrt Ihr hier.
„Ha! Und ich sag noch, lass das mit dem Kuchen!“ sagt sie und blickt mich finster an. „Aber nein, da musst Du erst hier in Hosen rumrennen, die sich wie Stützstrumpfhosen der Superklasse anfühlen und übrigens auch so aussehen und dann auch noch den Knopf sprengen!“ Und weg war sie, die gute Hanne. Und ich stand da mit nem echten Sch…Gefühl und einer Hose die offen stand, denn wer braucht bei so engen Dingern nen Gürtel? Hält ja alles prima,  wenn’s so eng ist…äh…hielt muss es ja jetzt heißen.

Also setzte ich meinen Einkauf einhändig fort. Die eine Hand schob entweder den riesengroßen Wagen oder lud Lebensmittel in den selbigen, während die andere versuchte die Hose an Ort und Stelle zu halten. Bücken ging irgendwie gar nicht mehr. Zumindest nicht ohne die Hälfte meines verlängerten Rückens der halben Großmarktbelegschaft zu zeigen.  Wieso sind so viele Artikel, die ich benötige, bitte ausgerechnet in den unteren Fächern der meterhohen Regale?! Montag ist ein fieser Kerl!

Aber nicht nur der Montag ist fies. Die Verlockungen und der Sündenpfuhl sind viel schlimmer. Und dem muss jetzt Einhalt geboten werden. Ab jetzt! Eine Woche Salat. Ohne Kompromisse. Ich freu mich…nicht. Doch! Ich freue mich tatsächlich, denn ich werde Euch ein paar Salate zeigen, die sich auch prima zum Grillen oder für eine Gartenparty vorbereiten lassen. Also für alle, denen die Hosen nicht so spannen wie mir, Ihr werdet nicht zwangsdiätet!

Roter Linsensalat B2

Den Anfang der Salat-Woche macht heute ein extrem leckerer Linsensalat, der nicht nur super schmeckt, sondern zudem noch echt satt macht und obendrein ganz schnell zubereitet ist und auch die veganen Herzen höher schlagen lassen wird.

Und so wird er gemacht:

5.0 from 5 reviews
Linsensalat
 
Author:
Ingredients
  • 200 g rote Linsen
  • 1 Bd. Frühlingszwiebeln
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 rote Paprika
  • kleine Cherrytomaten
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 EL weißer Balsamico
  • 1TL Senf
  • 1 TL Zucker
  • Pfeffer und Salz
Instructions
  1. Die roten Linsen in einen Topf geben und mit ca. 1 Liter Wasser bedecken.
  2. Bei geschlossenem Deckel die Linsen zum Kochen bringen, dann die Temperatur herunterdrehen und 5 Minuten garen.
  3. Jetzt erst das Salz in das Wasser geben, damit die Linsen nicht hart bleiben. Die Linsen sollten ein wenig bissfest sein.
  4. Danach werden die Linsen in ein Sieb abgegossen und anschließend in eine Salatschüssel umgefüllt.
  5. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebel putzen, in feine Ringe schneiden und unter die Linsen mischen. Etwas Zwiebelgrün zur Dekoration aufheben.
  6. Die Tomaten und Paprikaschoten klein schneiden und ebenfalls unter die noch warmen Linsen mischen.
  7. Aus Olivenöl, Balsamico und Senf eine Marinade rühren und mit Pfeffer und Salz und dem Zucker würzen. Die Marinade über den Salat geben und gut vermengen.
  8. Jetzt den Salat mind. 2 Sd. ziehen lassen, am Besten über Nacht im Kühlschrank.
  9. Mit den restlichen Frühlingszwiebeln dekorieren.
  10. Wer mag verfeinert den Salat mit Schafs- oder Ziegenkäse.
  11. Der Salat passt hervorragend zu Fleisch- und Fischgerichten.

So, und nun muss ich noch mal ganz schnell zurück zu dem Hosen-Dillema kommen:
Der Tag war ein einziger Spießrutenlauf, so einhändig, so ohne Bewegungsfreiheit und immer in der Angst man lässt etwas fallen und muss sich bücken. Ich hab mir dann einen Notgürtel aus einem Stück Paketschnur umgebunden. Trägt man jetzt so!

Und als ich nach dem Arbeiten dann endlich nach Hause kam und mich von dem Stressfaktor des Montags (der Hose) entledigt hatte, viel mein Blick auf das kleine Schildchen im Hosenbund.
Hä? Was ist das denn bitte? Diese Größe hatte ich schon seit 15 Jahren nicht mehr in meinen Hosen gesehen (habe ich überhaupt jemals diese Größe getragen?)
Und dann schoss die Erkenntnis wie ein Blitz in mein Hirn. Das Lieblingskind hat vor Kurzem eine Hose hier liegengelassen. Und genau das gleiche Modell Hose habe ich auch in meinem Schrank. Eben so ein-zwei Nummern größer… MIST!
Ich hab mich durch den ganzen Tag in einer Hose gequält, die nicht meine ist. Ok. Kann man nicht mehr ändern. Die Hose war jedenfalls ruiniert, die Nähte völlig überdehnt und vom Knopf wollen wir gar nicht sprechen. Aber mein Ego war wieder hergestellt. Freudig schlüpfte ich in MEINE passgenaue und bequeme Hose und war kurz geneigt, zur Feier des Tages ein Stück Schokolade zu essen, mit dem mir Lore grinsend aus der Ferne entgegenwinkte. Nö! Ab heute eine Woche Salat, dabei bleibt es!

Roter Linsensalat B4.1

Seid Ihr bei der Salad-Week im House mit dabei? Ich würde mich total freuen, wenn der eine oder andere von Euch mit mir salatet.

Ich gehe jetzt erst mal eine neue Hose kaufen, um die zerstörte zu ersetzen!

Bis bald

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Heute bleibt die Küche kalt! {Gewinnaktion}

go raw1

Wisst Ihr schon was Ihr an Ostern auf den Tisch zaubert?

Ich habe mich dieses Jahr entschlossen mal etwas ganz anderes an Ostern auszuprobieren. Ich mache es wie die Hasen…diesmal bleibt an Ostern alles roh und kommt ohne tierische Produkte aus. Nicht weil ich jetzt auch auf der veganen Welle mitschwimme (ich würde auf Dauer gnadenlos untergehen und mir heimlich mit nem Campingkocher Würstchen unterm Bett braten und Käsewürfel unterm Kopfkissen lagern). Aber sich hin und wieder mal zu erden und auch mal Neues auszuprobieren, erweitert das Essensangebot im eigenen Speiseplan um ein Vielfaches. Das Schlüsselwort für die etwas andere Zubereitungsform heißt: RAW (engl. roh).

Da ich mich außer mit Gemüsesticks und Kräuterdipp noch nie wirklich mit Rohkost beschäftigt habe, musste ich mir natürlich ein Kochbuch zu diesem Thema zulegen. (Gründe für neue Kochbücher gibt es ja irgendwie immer).

Vor Kurzen hat Boris Lauser sein Kochbuch „Raw to be alive“* auf den Markt gebracht und stellt hier alle Zubereitungsarten für Rohkost in sämtlichen Varianten vor. Allein sein Werdegang liest sich schon spannend. Und einer der ersten Sätze in diesem Buch ist: „Als Kind war ich dick“. Hm…Heute sieht das tatsächlich anders aus und von dem einst dicken Kind ist ein drahtiger jungenhafter 37-Jahre alter Kerl übriggeblieben. Ok. Kerl trifft es vielleicht nicht ganz, denn dafür ist an ihm für meinen Geschmack etwas zu wenig dran. Aber das ist ja wie beim Essen alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Aber weiter zu Boris Lausers Buch:

Auf 160 Seiten erklärt Boris was man alles über die Zubereitung von Rohkost wissen muss, was die Vorteile an dieser Art der Zubereitung sind und warum sich eine Nahrungsumstellung auf jeden Fall lohnt und wie sie sich im Körper bemerkbar macht. Viele der benötigten Werkzeuge, die man für die einzelnen Rohkost-Techniken, wie z.B. Mixen, Entsaften, Dörren, Marinieren, Fermentieren benötigt, hat fast jeder zu Hause. Ich bin einzig und allein über das Thema Dörren gestolpert. Denn sollte man diese Technik des Trocknens von Gemüse und Obst tatsächlich häufiger praktizieren wollen, sollte man sich einen Dörrautomaten anschaffen. Aber man kann natürlich auch alles bei niedrigster Temperatur und mit einem Kochlöffel zwischen die Ofentür geklemmt, im Backofen dörren. Kostenpunkt für einen Dörrautomaten: Hausfrauengerät ab 40 Euro, Semiprofigerät ca. 150-200 Euro, Profigerät ab 350 Euro-nach oben offen, Stromkosten für 12 Std Haushalts-Backofen laufen lassen:…. rechnet es Euch aus!

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Nach dieser ausführlichen Einleitung Rund um das Thema >>eat raw<< findet man in den 6 Kapiteln: Basics für jeden Tag, Frühstück, Suppen & Salate, Brote, Wraps & Dips, Hauptgerichte und Süsses & Desserts, viele echt tolle und sehr schön bebilderte Rezepte, die sehr ansprechend sind. Wer ein Blick ins Buch werfen möchte, klickt sich hier* entlang.

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Ich habe mich dann gleich mal an ein sogenanntes „Hauptgericht“ gewagt (Seite 116), wobei ich sagen muss, dass an Ostern alle lange Gesichter machen würden, wenn ich das als Hauptgericht auf den Tisch bringe. Es geht um sogenannte Kohlrabi-Ravioli mit Paprika-Hummus-Füllung und Petersilien-Chili-Hanf-Pesto. Jaaaaaa….Hanf! Also Hanfsamen (das war mir bisher auch noch nicht so geläufig). Und was soll ich Euch sagen: die schmecken extrem lecker. Stellt Euch kleine sesamgroße geschälte Samen mit einem leicht nussigen geschmack vor. Auch auf Salaten ein Knaller. Und nein…ich bin jetzt nicht stoned!

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Ravioli heißen diese gefüllten Kohlrabischeiben nur, weil sie eben optisch ein wenig an gefüllte Ravioli erinnern. Aber wie gesagt: nix gekocht, alles roh und in meiner Variante ziemlich knoblauchlastig (2 Std. Stoßlüften haben fast nicht gereicht, um das House zu entdunsten).

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Geschmeckt haben sie mir. Aber satt war ich danach nicht wirklich. Und ehrlich: das Gefühl etwas „Richtiges“ gegessen zu haben, blieb irgendwie auch aus. Nun. Deshalb jetzt mal mein Fazit zum Thema Rohkostküche, bzw. dem Buch von Boris Lauser:

Das Buch ist sehr sehr ansprechend gestaltet und für alle die einmal über eine andere Form der Ernährung nachdenken wirklich zu empfehlen. Man muss eben wissen, dass man für diese Art der Zubereitung evtl. viel Zeit und Planung benötigt und ggf. auch das ein oder andere Gerät anschaffen muss. Wer sich aber schon häufiger mit der veganen Küche auseinander gesetzt hat und für den Lebensmittel wie selbstgezogene Keimlinge und Chia- und Hanfsamen keine böhmischen Dörfer bedeuten, wird mit diesem Kochbuch seine Freude haben. Ich persönlich brauche einmal am Tag eine WARME MAHLZEIT, dass bedeutet es kommt dampfend aus dem Topf oder Ofen. Gedörrtes und nur zimmerwarmes Essen ist auf Dauer für mich keine Alternative, aber durchaus denkbar es immer mal wieder mit einzubauen. Man muss ja auch nicht immer ganz so militant sein!

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So, dann ist hier mal das Rezept für die ungekochten Fake-Gemüse-Ravioli:

5.0 from 6 reviews
Kohlrabi-Ravioli
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 große Kohlrabi
  • 1 Knoblauchzehe zerdrückt
  • 50 ml Olivenöl
  • Saft von einer Orange
  • ½ TL Salz
  • Paprika Hummus:
  • 1 rote Paprikaschote
  • ½ TL Salz
  • 30ml Olivenöl
  • ½ Knoblauchzehe
  • wenig Chillipulver
  • ½ EL Tahin
  • 90 g eingeweichten und abgespülten Sesam
  • Petersilien-Chili-Hanf-Pesto:
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 kl. Chilischote
  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ TL Salz
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • Saft und Schale von 1 Bio-Orange
  • 4 EL Olivenöl
Instructions
  1. Den Kohlrabi schälen und in hauchdünne Scheiben hobeln.
  2. Olivenöl, Orangensaft, Knoblauch und Salz zu einer Marinade verrühren und die Kohlrabischeiben darin 12 Std ziehen lassen, bis sie eine weiche Konsistenz haben.
  3. Paprika-Hummus:
  4. Die Paprika waschen, entkernen und klein schneiden und mit allen Zutaten (außer dem Sesam) im Mixer fein pürieren.
  5. Jetzt den Sesam hinzugeben und alles zu einer homogenen Masse pürieren und evtl mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Petersilien-Chili-Hanf-Pesto:
  7. Die Petersilie waschen und klein schneiden.
  8. Chilischote entkernen und klein schneiden.
  9. Petersilie, Chili und restl. Zutaten im Mixer fein hacken.
  10. Anrichten:
  11. Auf eine Kohlrabischeibe einen Teelöffel Hummus geben und mit einer weieren Kohlrabischeibe abdecken und mit Pesto beträufeln. Dazu Salat servieren und evtl mit Hanfsamen bestreuen.

Und jetzt kommt ja noch das Tollste überhaupt:

Wer sich auch mal an Raw-Kost heranwagen möchte und vielleicht neugierig auf das Buch geworden ist, hat jetzt hier die Chance ein Exemplar zu gewinnen. Hinterlasst mir hier bis zum 9. April 2015 einen Kommentar unter diesem Post, warum Ihr so ein Buch unbedingt haben möchtet. Das Los entscheidet, wer der glückliche Rohkost-Koch (äh Zubereiter) der Zukunft ist. Teilnehmen kannst Du ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich! Der/die Gewinner/in wird per Email benachrichtigt. Ich freue mich schon auf Eure Kommentare.

Gewonnen hat die liebe Jenny. Herzlichen Glückwunsch! (Du wirst noch per Email benachrichtigt)

So und jetzt schmeiße ich den Backofen an und schieb mir ne Pizza in das 180 Grad heiße Innere.

Genießt Eure Zeit und esst was Euch gut tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

*Kooperationslink



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