Archive of ‘FOOD’ category

Dattel-Birnen-Tartelette

{…Not macht erfinderisch…}

Datteln Birnen Tartelette

Wenn der Ofen kalt bleiben muss, weil die Küche noch im Umbau ist und man Besuch von jemand bekommt, der tierischen Produkten komplett entsagt (hier im House wird jeder empfangen und versorgt, egal mit welchen Essgewohnheiten!), dann muss man in die Trickkiste greifen.

Deshalb gibt’s heute mal ganz „Auf die Schnelle mit der HouseDame“ energiespendende und vegane Dattel-Birnen-Tartelettes. Vielleicht braucht ihr ja auch am Wochenende noch etwas für die Kaffeetafel… Und wer es lieber unvegan mag, haut noch ne ordentliche Portion Schlagsahne obendrauf! Ich kümmere mich jetzt weiter um meine Küche, damit ich in Kürze wieder 4 Herdplatten, statt nur einer mobilen Induktionsplatte, im Gebrauch haben kann. So langsam nervt dieser Zustand nämlich…

Dattel Birnen Tartelette

Hier also schnell das Rezept für dieses vegane Energie-Tartelette:

Dattel-Birnen-Tartelette
 
Author:
Ingredients
  • Boden:
  • 130 g getrocknete Aprikosen
  • 130 g Datteln
  • 20 g Kokosöl
  • 130 g grob gemahlene Mandeln
  • Füllung:
  • 500 g reife Birnen in Würfel
  • 2 EL Zucker
  • 100 g Mandelblätter
  • 1 Vanilleschote ausgekratzt
  • 3 EL Birnenschnaps (z.B. Williamsbirne)
  • ½ Zitrone frisch gepresst
  • etwas Zimt gemahlen
Instructions
  1. Die getrockneten Aprikosen und die Datteln klein schneiden und mit den Mandeln in eine Schüssel geben.
  2. Jetzt das Kokosöl langsam schmelzen und dazu geben.
  3. Die Masse in kleine Tarteletteformen drücken und einen kleinen Rand formen.
  4. Die Tarteletts bis zur Weiterverwendung in den Kühlschrank stellen.
  5. Birnen mit Zucker, Mandeln, Mark einer Vanilleschote, Birnenschnaps, Zitronensaft und einer Prise Zimt vermengen und ca. 10 Min.dünsten.
  6. Das Obst gleichmäßig auf dem Dattel-Mandel-Boden verteilen und am Ende mit gehobelten Mandeln bestreuen.
  7. Für Nicht-Veganer: Die Mandelblättchen in etwas Honig und Butter in der Pfanne karamellisieren lassen und dann darüber geben.

Und falls Ihr doch lieber backen wollt, könntet Ihr ja z.B. mal diese Brombeertörtchen mit Champagnercreme ausprobieren.

Einen wundervollen Samstag für Euch!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

Handkäse-Törtchen

{…mir stinkt’s…}

Handkäsetörtchen 5.text

Wahrscheinlich gibt es irgendwo ein ungeschriebenes Gesetz, dass man auf einem Foodblog über gewisse Themen nicht schreibt…
Aber hallo?! Ihr seid im House No.15 und hier herrschen meine Regeln! Und die allererste Regel lautet: Nimm kein Blatt vor den Mund!
So… kommen wir also auch gleich mal zur Sache:
Sprechen wir heute mal über Sascha (*Name ist natürlich geändert-naja vielleicht ist er geändert ;) ).
Sascha ist Ende 30 und steht in Saft und Kraft.  Sascha hat kaum Freunde. Sascha hat ein Problem. Sascha leidet unter Flatulenzen (auf Deutsch: Blähungen).
Fast jeder kennt sie und wer ständig starke Blähungen hat, ist oft sehr einsam, denn: je nach Ursache der Flatulenzen, der Darmflora und der Ernährung können extreme Blähungen sehr übel riechen, aber das wisst ihr sicherlich… Jetzt kennt Ihr das Problem von Sascha und seine damit verbundene Einsamkeit.
Aber mal im Ernst: Wer kennt niemanden in seinem Umfeld, der immer mal ganz ungeniert furzt und der bekannt dafür ist, dass ein Gasalarm ausgelöst wird, wenn ein fieses Geruchsgemisch aus dem Körperinneren den Menschen verlässt. Ich kenne außer Sascha da noch ein paar andere Exemplare…

Handkäsetörtchen 2.2

Schämen für fremde Körpergase ist echt mies

Am Schlimmsten ist es ja, wenn man sich für den Geruchsauswurf von anderen schämen muss.
Wie neulich, als ich am Aufzug in einem Bürogebäude in Frankfurt wartete. Der Aufzug ging auf, eine Dame im Businessdress verließ den Aufzug, ich stieg alleine(!) dazu und die Türen schlossen sich. Im Inneren des Aufzugs stand ein Geruch von gekochten und gepellten Eiern. Unbeschreiblich! Ich kam mir vor, wie unter einer Gasglocke oder vor 20 Jahren im Chemie-Unterricht, als der Lehrer rief „Bitte jetzt kein offenes Feuer entzünden, sonst fliegen wir alle in die Luft!“. Die, die diesen Gestank verursacht hat, war schon längst verschwunden und wackelte wohl gerade die Luxus-Einkaufsstraße auf ihren 15cm Haken entlang, um sich ein Paar neue Schuhe zu kaufen. Oder vielleicht auch Raumduft (das wäre sinnvoller!) Und ich? Ich bin fast erstickt! Damit wäre ich aber ja eventuell noch klargekommen, wenn sich nicht in Etage 4 die Tür geöffnet hätte und ein wirklich gutaussehender Mann im maßgeschneiderten Anzug dazu gestiegen wäre. Man konnte schon an seinem Blick erkennen, dass er dachte, dass ICH diesen abscheulichen Gestank verursacht habe und ich war kurz davor laut zu sage: „Sorry, aber nicht dass Sie denken, ich war das, was hier so barbarisch stinkt….“ Aber ganz ehrlich, das habe ich mir dann doch verkniffen, denn wie glaubwürdig ist es denn bitte, wenn man sowas dann auch noch anspricht und dabei rot wird. Ich hab’s also gelassen. Schämen für fremde Körpergase ist echt mies!

Handkäsetörtchen 5.2

Einmal pro Stunde….pfffff

Im Nachgang habe ich mal recherchiert und herausgefunden, dass es quasi normal ist, wenn bis zu 24 Mal am Tag Darmwinde von einer Person abgehen. Leute, das wäre im Durschnitt einmal pro Stunde… Das soll normal sein?! Wahrscheinlich sind solche Studien von Meister-Blähern erhoben, die sich damit einfach einen Darmwind-Freifahrtschein kaufen wollen. Wie auch immer. Die Studie unterscheidet hierbei zwischen geruchsneutralen und geruchsbelästigenden „Winden“. Ich möchte weder etwas hören was nach nix riecht , mir aber die Idee im Kopf verursacht, dass es auf Grund des Geräusches so sein könnte, noch möchte ich tatsächlich geruchstechnisch angegriffen werden.
Kommen wir bitte mal wieder dazu zurück, dass DIESES Thema eigentlich kein Thema für einen Foodblog ist. Oder doch?!

Handkäse Handkäsetörtchen Rezepte mit Handkäse hessische Rezepte regionale Speisen

 

Handkäs‘ mit Musik

Wie vielleicht einige von Euch wissen, bin ich in Hessen aufgewachsen und lebe auch schon immer hier. Eine typische hessische Spezialität ist der Handkäs’, der gerne den Beisatz „mit Musik“ trägt. Das bedeutet, dass ein Haufen von Zwiebeln auf den Rohmilchkäse gefrachtet wird, die die Musik am nächsten Tag verursachen (->Flatulenzen). Streut man Kümmel darüber soll das Ganze nur halb so schlimm sein. Wer’s glaubt…!!! Hatte ich eigentlich zuvor erwähnt, dass Sascha Handkäs mit Musik liebt? Vielleicht erübrigt sich jetzt hiermit einfach die Begründung seiner Darmaktivität.
Und ich wäre nicht die HouseDame, wenn ich nicht irgendwie an bestehenden Rezepten herumschrauben würde. Also mache ich jetzt den Handkäse mal buffet- und ausgehtauglich! Und das in Form eines herzhaften Handkäse-Törtchens mit Quinoa-Boden und Quittenmus, dass sich bestens als Vorspeise bei einem hessischen Abend eignet. Die Musik wird dabei am nächsten Tag eher leise klingen, denn auf rohe Zwiebeln habe ich genau deshalb verzichtet. Wer aber dennoch Probleme bei der „Abgasuntersuchung“ am nächsten Tag hat, kann mal hier in der Online Apotheke schauen, denn dort gibt es wunderbare Hilfsmittel, die alle Deine aufkeimenden Gase direkt ersticken, bevor diese Deine Umwelt ersticken. Ich schwöre ja auf Iberogast.
Und wer sich dennoch traut das Törtchen nachzumachen, für den gibt es hier das Rezept dazu:

Handkäse-Törtchen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 150 g ungeschälten Quinoa
  • 30 g Butter
  • 4 Harzer Käse
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 2 rote Zwiebeln
  • 4 EL Quittenmus oder Marmelade
  • Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
Instructions
  1. Den Quinoa nach Packungsanleitung garen und gut abtropfen lassen.
  2. Die Butter schmelzen und mit dem Quinoa vermischen.
  3. Mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Kümmel würzen.
  4. Alles in einen Servierring pressen und für ca. 1 Std in den Kühlschrank stellen.
  5. In der Zwischenzeit den Käse in feine Würfel schneiden.
  6. Den Apfel ebenfalls sehr klein schneiden und kurz in ein wenig Butter dünsten.
  7. Käse und Äpfel mit dem Quittenmus vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alles auf den Quinoaboden geben und erneut kalt stellen.
  8. Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden und in Mehl wälzen. Dann in heißem Öl knusprig ausbraten.
  9. Die Zwiebeln auf dem Törtchen anrichten und nach Belieben mit Radieschensprossen ausgarnieren.

Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende ohne Geruchsbelästigung ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Europa Apotheek.

Herta-Frühlings-Sandwich mit Möhrenpesto

{…wenn Berlin ruft, die Nähmaschine rattert und der Frühling ein Sandwich vernascht…} 

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Sandwich 4.1

Stellt Euch vor, die HouseDame hätte um die 1762 herum gelebt und wäre mit John Montagu, 4. Earl of Sandwich, bekannt gewesen. (Ich finde ja, dass mir ein wenig Adel durchaus auch ganz gut stehen würde ;) ) Herr Montagu war leidenschaftlicher Kartenspieler (andere würden es spielsüchtig nennen) und hatte zwischen den Spielen keine Zeit für die ausgedehnte Nahrungsaufnahme. Folglich ließ er sich ein paar Scheiben Rindfleisch zwischen zwei Toastbrotscheiben legen. Ab diesem Zeitpunkt war das „Sandwich“ geboren. Er selbst behauptete allerdings, dass das Sandwich nur entstanden ist, weil er seine Arbeit am Schreibtisch nicht fürs Essen unterbrechen wollte. Klingt natürlich besser, als die Nummer mit dem Kartenspielen.
Zu Anfang wurde das Sandwich nur als Imbiss bei Männergesellschaften gereicht. Im 18. Jahrhundert durften dann auch die Damen bei Tanzbällen in den erlesenen Genuss der weichen belegten Brotscheiben kommen. Bei der adeligen Gesellschaft wurde das Sandwich dann sogar noch mit Salat und Saucen gepimpet.
Ab dem 19. Jahrhundert war der Snack dann von keiner britischen Teezeremonie mehr wegzudenken und musste auch bei jedem Picknick in den Korb gepackt werden.
Tja, und heute… Heute bekommt man in jedem Discounter und an jeder Tankstelle diese in dreieckigen, durchsichtigen, eingeschweißten Plastikschachteln, weichen lieblosen Dinger, die sich nach dem Abbeißen an den Gaumen kleben und nur mit sehr viel Mühe und meist nicht ohne übles Aufstoßen verdaut werden können.
Es geht aber auch ganz anders…

Wenn Herta nach Berlin einlädt

Herta Finess

Vor knapp zwei Woche war ich zu einem Workshop im Sandwich-Atelier von Herta in Berlin eingeladen. Eine großartige Location mit Loft-Charackter, toller Küche und überhaupt ein Traum mitten in der Hauptstadt. Die Idee war, ein eigenes Signature-Sandwich zu kreieren und sich damit auf die kommende Outdoor-Picknick-Zeit einzustimmen. Herta Finesse, Thomy und Golden Toast haben so ziemlich alles aufgefahren was man zu einem perfekten Sandwich so benötigt und mit dem zusätzlichen breiten Angebot von frischem Gemüse, Salaten und Obst war es gar nicht so einfach sich zu entscheiden, mit was man seinen persönlichen Favoriten zusammenstellt.
Da ich ja absoluter Dinkel-Fan bin, fiel meine Wahl beim Aussuchen des geeigneten Brotes natürlich auf die Golden Toast Sorte Dinkel-Harmony, die es auch erst seit Anfang letzter Woche in den Läden zu kaufen gibt. Ich habe keine Ahnung was es für einen Eindruck hinterlassen hat, als ich nahezu eine Packung Herta Finesse Hähnchenbrust mit gerösteten Kürbiskernen auf meinem Brot aufgeschichtet habe. War mir aber ehrlich gesagt auch egal, denn schließlich habe ich auch noch eine ordentliche Ladung Möhrenpesto mit draufgehauen. Und das nicht nur fürs gute Gewissen, sondern einfach, weil es so toll zu dieser Sandwich-Kombination gepasst hat. Außerdem hat Max, der eigens für den Workshop angereiste Foodstylist, uns den Tipp gegeben eher mehr als zu wenig zwischen die Brotscheiben zu klemmen. Dieser Anweisung habe ich 1A Folge geleistet…nicht kleckern, sondern klotzen!
Ich sage Euch, der Earl of Sandwich hätte mein Sandwich geliebt und wäre allein deshalb bei seinen Kartenspielen der Gewinner gewesen. Beim Blick auf die Kreationen der anderen Workshop-Teilnehmer muss ich allerdings gestehen, dass ich die ein oder andere Kombination auch gerne getauscht hätte. (Habt ihr früher in der Schule auch immer Pausenbrote getauscht?)

Möhrenpesto 1

Damit das Sandwich dann auch stilvoll auf der Picknickdecke ankommt, konnte man sich mit Yvonne von kinkibox eine stylische Lunchbag nähen. Jawohl, N Ä H E N! Eine echte HouseDame kann nämlich auch mit einer Nähmaschine umgehen… ;)
Der Workshop war wirklich total liebevoll und perfekt organisiert und neben vielen neuen Sandwichideen und schönen Variationen für Sandwich-Transport-Möglichkeiten, habe ich Menschen getroffen, mit denen man sich von Anfang an super verstanden hat … Liebe Katha und liebe Graziella es war mir ein Fest mit Euch diesen Tag in Berlin verbringen zu dürfen…! Was ein Spaß! #hessenconnectionrocks  Es war grandios mit Euch!

Herta Finess Bloggerworkshop 1

7

Getestet und für gut befunden

Und dann der Live-Test: Am letzten Wochenende konnte ich dann meine Sandwich-Kreation an völlig unbeteiligten Picknick-Gästen testen…. Und…Bääääm… Die kritischen Herrschaften aus der Generation Z haben sich begeistert über die Brote hergemacht, wenn auch Dank des schlechten Wetters nicht auf der grünen Wiese, sondern nur auf der Terrasse, aber das hat ja dem Sandwich kein Abbruch getan. Vielen Dank an dieser Stelle an Sophie und Oskar, die sich so selbstlos zum Testessen geopfert haben…

Möhrenpesto
So, und damit Ihr jetzt auch in den Genuss von diesem Sandwich kommen könnt, gibt’s hier schnell das Rezept für das Möhrenpesto:

5.0 from 2 reviews
Möhrenpesto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g Möhren
  • 125 g Zwiebeln
  • 1 rote Chilischote
  • 6 El Olivenöl
  • Salz
  • 5 El Honig
  • 100 g Pinienkerne
  • 1 Tl fein abgeriebene Bio-Orangenschale
  • 1 Tl frische Thymianblättchen
  • 50 g Parmesan, fein gerieben
Instructions
  1. Möhren putzen, würfeln.
  2. Zwiebeln schälen, Chili putzen und beides fein würfeln.
  3. Alles zusammen in 4 El Olivenöl andünsten.
  4. Salzen, Honig zugeben und bissfest karamellisieren. Das dauert etwa 5 Minuten, dabei öfters umrühren.
  5. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.
  6. Orangenschale und Thymian untermischen.
  7. Möhren, Parmesan und Pinienkerne mischen und feinstückig pürieren.
  8. Dazu passt körniger Frischkäse mit Curry verfeinert und Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
  9. Sandwichbrot toasten, mit Frischkäse bestreichen, nach Geschmack mit Herta-Finesse-Hähnchenbrust und Salat belegen und mit Möhrenpesto bestreichen. Zweite Brotscheibe oben auf setzten und in den Picknickkorb packen
  10. Passt auch toll zu Nudeln!

Habt eine tolle Woche und bis bald!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Vielen Dank an Herta, Thomy und Golden Toast für dieses schöne Event!

Mango-Süßkartoffel-Suppe mit Chilipopcorn

{…dieses Ding mit Facebook und die Frage „Hast Du Lust auf poppen?“}

Mango Süßkartoffel-Suppe

Wie wahrscheinlich Millionen von anderen Menschen auf dem Planeten beginnt mein Tag neben einem starken doppelten Espresso mit dem Blick auf Facebook.
Was ist so passiert in den letzten Stunden, in denen man mal nicht auf den Handybildschirm oder Rechner geschaut und einfach mal selig geträumt hat.

Es gibt tatsächlich immer noch Menschen die noch nicht bei Facebook sind.
Ich gestehe, ich bin oftmals neidisch, dass es Leute schaffen sich gegen dieses ganze Social Media Gedöns so standhaft zu wehren. Ich bin zu schwach dazu.
Dafür bekomme ich jetzt tagtäglich Informationen von Menschen, die man eigentlich nicht kennt und deren Tagesabläufe einen nicht unbedingt interessieren. Aber der Mensch ist ja ein Voyeurist und so habe ich mir abgewöhnt mich über geposteten Krankheiten und Mitleidsaufrufe aufzuregen. Ich weiß mittlerweile wann eine alte Schulfreundin, die seit ein paar Jahren in Südafrika wohnt, Pause macht, um einen Apfel zu essen. Die dicken Kinder einer früheren Nachbarin lassen meinen Bildschirm manchmal fast platzen und dass der Hund von Herr XY gerade Durchfall hat ist auch eine Information, die ich nicht zum Überleben brauche. Aber irgendwie geht es trotzdem nicht ohne.

Plötzlich hat man 1000 Freunde.

Plötzlich hat man 1000 Freunde. Hallo? 1000!
Was wäre, wenn man mal einen virtuellen Freund wie einen echten Freund behandeln würde? Ich könnte zum Beispiel am Samstag mal bei Benjamin aus Bielefeld klingeln und mir einen Rasenmäher ausleihen und dann auch noch ungefragt zum Essen bleiben, weil ich am Abend nichts Besseres zu tun habe. So wie man das bei einem echten Freund auch machen würde. Ich könnte mich auch mal darüber beschweren, dass keiner mit Kuchen an meinem Geburtstag vor der Tür stand. Oh Gott, nein besser nicht. Nachher macht das tatsächlich noch einer….

Popcorn

Facebook ist für viele eine kostenlose Kontaktbörse.

Zumindest benehmen sie sich so. Wem Parship und Co zu teuer ist, meldet sich bei Facebook an und belästigt völlig fremde Menschen mit geschriebenen Aufdringlichkeiten und Fotos über die ich jetzt hier gar nicht sprechen möchte. Zum Glück hat ja jeder noch die eigene Entscheidungsfreiheit wann man welche Nachricht öffnet und vor allem wem und ob man dann auch noch antwortet.
Wären die Menschen wenigsten halbwegs kreativ und würden nicht einfach plumpe Anmachsprüche raushauen, dann hätte das ganze ja eventuell einen gewissen Unterhaltungswert. Aber das macht ja kaum einer.
Wer verbirgt sich hinter solchen Nachrichten? Einsame Menschen, die sich abends nicht trauen an der Bar jemanden anzusprechen? Muss ja irgendwie so sein! Menschen die nur mit einer Papiertüte auf dem Kopf das Haus verlassen sollten? Bestimmt!
Gerade neulich habe ich mich mit FrauBpunkt darüber unterhalten, wie traurig es ist, dass die Anmach-Barkultur irgendwie so völlig ausgestorben ist. Früher ging man in eine Discotheke (heutzutage heißt das ja nur noch Club), stellte sich an die Bar, flirtete mit dem Barkeeper und trank sich einen. Irgendwann stand man nicht mehr alleine dort und wer wollte ging auch nicht alleine nach Hause. Man holte sich quasi früher die Dosis Selbstbestätigung am Tresen. Und heute? Heute ist man wer, wenn man viele Facebookfreunde und Follower auf allen Sozialen Kanälen hat. Man datet sich ohne seine vier Wände zu verlassen. Solange der Akku durchhält, läuft es.
Eine geschrieben plumpe Anmache ist so schmackhaft wie warmes Bier mit Wodka gemischt. Nach dem ersten Schluck ist einem schlecht. Nach dem zweiten Schluck muss man muss sich übergeben.
Dann verlasse ich doch lieber mein Home-Zone, treffe wahrhaftig echte Menschen, die mir zumindest live in die Augen sehen. Auch wenn die Frage „Hast Du Lust auf Poppen?“ sehr direkt und vielleicht nur teilweise zielführend ist, so kommt sie dann doch von jemand, der Dir dabei nett zuzwinkert, sympatischer rüber, als wenn diese Nachricht mit einem Zunge raustreckenden Emoji auf Deinem Handy auf“poppt“.

Mango-Süsskartoffelsuppe

Echte soziale Kontakte sind zudem gesund.

Der Körper produziert schließlich nicht umsonst das Hormon Oxytocin, dass einen wichtigen Einfluss auf die sozialen Interaktionen nimmt und bei Berührung ausgeschüttet wird.
Wenn man also abends Schulter an Schulter mit seinen Kumpels ein Bier trinkt. Wenn man zu zweit und viel zu dünn angezogen auf einem Motorrad durch die Lande fährt und einem nichts anderes übrigbleibt, als sich an den Vordermann zu pressen. Wenn man sich einfach mal in den Arm nimmt.

So, jetzt mache ich mein Facebook-Fenster zu und freue mich auf meinen Freund, der heute Abend vorbeikommt. So ganz echt. Ein Mensch aus Fleisch und Blut.
Es wird nichts Digitales geben, keine Fotos von fremden Leuten, keine Geschichten aus fremden Leben.
Aber die Frage „Hast Du Lust auf Poppen?“ stelle ich ihm trotzdem. Die hat allerdings nur mit meiner Mango-Süßkartoffelsuppe zu tun, die ich heute Abend auf den Tisch bringe.
Denn ohne Chili-Popcorn ist die Suppe nur halb so gut….

4.8 from 5 reviews
Mango-Süßkartoffel-Suppe mit Chilipopcorn
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Suppe
Serves: 4
Ingredients
  • 500 g Süßkartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Chili
  • 20 g Ingwer
  • 500 ml Kokosmilch
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Mango
  • 1-3 EL Limettensaft
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl
  • 2 EL Chiliöl
  • 30 g Popcorn-Mais
  • Salz, Pfeffer
Instructions
  1. Knoblauch, Ingwer und Zwiebel in feine Würfel schneiden und in heißem Öl anbraten. Süßkartoffeln schälen und würfeln und kurz mitdünsten.
  2. Mit Weißwein ablöschen und einreduzieren lassen.
  3. Kokosmilch und Brühe angießen und für 15 Min kochen lassen.
  4. Mango schälen,in Würfel schneiden und mit der klein geschnittenen Chili zur Suppe geben.
  5. Minuten kochen lassen und dann pürieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. In einer Pfanne das Chilliöl erhitzen und den Mais dazu geben.
  8. Mit einem Deckel verschließen und warten bis alle Körner aufgepoppt sind.
  9. Mit Salz nachwürzen.
  10. Die Suppe in Schalen füllen und mit Chili-Popcorn anrichten.

Und wer lieber ne andere Suppe auslöffeln möchte, dem empfehle ich diese Pastinaken-Suppe mit Kokosschaum. Das wunderbare Chiliöl bekommt Ihr hier bei Antikleia.

In diesem Sinne, nutzt Eure freie Zeit für echte Menschen in Eurem Leben, dann klappt’s auch mit „allem anderen“ ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Vanille-Milchreis mit Mandarinen-Likör

{…was die H-Milch im Milchreis mit der Vergabe von Kindernamen zu tun hat…}

Vanille-Milchreis mit Mandarinen-Likör

Neue Kinder braucht das Land….
Aber bitte welche, deren Namen man auch unfallfrei aussprechen kann.
Das Thema Namensgebung ist ja bei werdenden Eltern immer eine ganz große und sensible Sache. Ok, Namen sind Geschmackssache, aber bitte was geht in Eltern vor, die ihren Kindern Buchstabier-Namen geben? Oder Namen, wie „Tyron“, Bo-Devin“ und „Clint“ bei denen man die DDR-Flagge den Kids gleich mit auf die Stirn tätowiere könnte.
Kerstin, die Schwester meiner Freundin, hat vor kurzem ihren ersten Sohn geboren und ihn Vlado genannt. Vlado Schubert. Für mich klingt das nach unausgelebten Fantasien der Eltern, nach Restwünschen für die eigene Biografie, die durch die Namen der Kinder noch ausgetobt werden. Vielleicht betreibt ja Vlado irgendwann mal einen Schrottplatz oder wird ein Star am Himmel der Pornoindustrie. Trommelwirbel- Spot on: Meine Damen, bitte nicht mit Schlüpfern werfen… hier kommt Vlado Schubert aus „Hintertupfingen“. Der arme Junge wird sein Leben lang mit mitleidigen Blicken bedacht werden, wenn er irgendwo seinen Namen angeben muss.
Er könnte auch eine eigene Wodka-Marke herausbringen. „Einen Vlado-O bitte! Mit viel Eis und Strohhalm.“ Das geht doch an der Bar ganz geschmeidig über die Lippen, findet Ihr nicht?

Vanille-Milchreis mit Mandarinen-Likör

Ihr merkt, in das Thema Namensgebung von Kindern kann ich mich so richtig reinsteigern.
Im letzten Sommer zum Beispiel war ich auf einem 40 Geburtstag eingeladen. Die Party fand auf einer stylischen Dachterrasse im einem schicken Frankfurter Stadtteil statt. Die Männer trugen alle Bärte, 70erJahre Brillen und spitze Schuhe. Die Frauen hüllten sich entweder in einen Hauch von Nichts oder waren umgeben von durchsichtigen Spitzenstoffen oder hatten Rockebilly Tattoos auf den Armen. Eine bunte Mischung sozusagen.
An der Getränkestation im Badezimmer traf ich auf Holger, der mit seiner schwangeren Freundin Sandra da war. Sandra hatte bereits zwei Kinder (Esteban und Pablo von zwei verschiedenen Männern). In Holger, der nach seiner Aussage noch nicht ganz so lange mit Sandra zusammen war, keimte der Wunsch auf mit dem Namen des Kindes ein Wenig „sein Territorium“ abzustecken. Während wir beide in der mit Eiswürfel gefüllten Badewanne nach einem wohl angesagten koreanischen Bier angelten, verriet er mir, dass es ihm wichtig wäre, dass der Name seines Kindes auch mit „H“ anfinge. „Ich will, dass etwas von mir bleibt… weißt Du Tanja, so wie ein klein Wenig Unsterblichkeit. H, wie Holger…“ Ich plantschte stumm mit meinen Händen in dem Eiswürfelmatsch. Ich hatte von Gedanken dieser Art bei Männern schon gelesen und nun stand so ein Paradebeispiel tatsächlich vor mir. „Aha!“ mehr wusste ich darauf nicht zu antworten.
„Also ich hab’ ja schon ein paar Favoriten.“ Holger nimmt einen tiefen Schluck Bier aus seiner Flasche. „Hadrian, Herkules, Hektor, Hariolf… ich habe mir extra ein Namensbuch besorgt. Davon weiß Sandra aber nichts… Was meinst Du? Welchen Namen findest Du am besten?“
Ich überlege erst ob Holger scherzt oder ob er plant, dass sein Sohn in 20 Jahren bei dem 17. Remake von Gladiator mitspielt. Holger scherzte aber nicht!
Gar nicht so einfach in solch einer Situation nicht zu lachen und vor allem keine Witze über ungeborene Kinder von völlig fremden Leuten zu machen.
„Was wäre denn mit H-Uwe? Oder H-Paul? H-Frank wäre doch auch schön! Sag mal Holger, wird es denn mit Sicherheit ein Junge? Ansonsten hätte ich noch für ein Mädchen H-Olga im Angebot, klingt auch fast wie Holger…“ Ich musste dann doch lachen… und das sogar ziemlich laut. Sich über seine eigenen Witze tot zu lachen kommt irgendwie selten gut. Aber ganz im Ernst: Diese Sache mit den H-Namen hatte einfach viel zu viel Potential, um sich vor Lachen fast einzunässen.

Holger reagierte erwartungsweise ziemlich humorlos. Und ich weiß jetzt auch warum, denn ich hab mich da mal zum Thema Namen schlau gemacht: Die meisten Holgers dieser Welt sind nach einer Studie der Universität Chemnitz so wie dieser Party-Holger. Hierfür wurden nämlich 150 Testpersonen befragt, was die Charaktereigenschaften der 60 gebräuchlichsten deutschen Vornamen so sind. Demnach sind Holgers eher alt, hässlich, humorlos und schwer von Begriff… Noch etwas schlimmer haben es die Dirks, Olafs, Kerstins und Anneliesen. Diese gelten nämlich laut der Studie als völlig PlemPlem… Ob man da allerdings so viel darauf geben soll, weiß ich nicht.
Man sieht, das mit der Namensgebung ist tatsächlich nicht leicht, zumal das Kind ja nachhaltig sein Leben lang damit „gesegnet“ ist. Man wähle den Namen seiner Nachkömmlinge also mit Bedacht….

Mandarinenlikör

Vor Kurzem trudelte dann hier eine Karte mit einem süßen Babyfoto ins House:
HENRIETTE IST DA! stand ganz groß vorne drauf. (…)

Ich lasse das jetzt hier mal unkommentiert und gebe Euch anlässlich des Themas Kinder noch schnell das Rezept für ein beliebtes Kinderessen: Vanille-Milchreis (mit Mandarinen-Likör). Für die Kinder natürlich nur mit Kompott! Wer mag bestreut das ganz Ganze noch mit diesen Cracker-Bröseln. Ich habe zum Schluss noch einen Schuss Mandarinenlikör darüber gegeben.

Vanille-Milchreis mit Mandarinenokmpott
 
Author:
Recipe type: Dessert
Ingredients
  • Vanille-Milchreis:1 l Milch
  • 250 g Milchreis
  • 5 EL Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • Salz
  • ½ Vanilleschote
  • Mandarinenkompott:
  • 3 Orangen
  • 10 Mandarinen
  • 2 EL Zitronensaft
  • ½ Vanilleschote
  • 80 g Zucker
  • 1 TL Speisestärke
  • 2 EL Mandarinenlikör (ersatzweise kaltes Wasser)
Instructions
  1. Vanille-Milchreis:
  2. Milch in einem Topf zum Kochen bringen.
  3. Milchreis, Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz zugeben und gut verrühren.
  4. Zugedeckt ca. 30 Minuten bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Rühren quellen lassen.
  5. Vanilleschote längs einschneiden und das Mark mit dem Messerrücken auskratzen.
  6. Vanillemark unter den Reis rühren, dann in Schüsseln anrichten und dabei in die Mitte mit dem Löffelrücken eine kleine Mulde drücken.
  7. Mandarinenkompott:
  8. Mandarinen so sorgfältig wie möglich schälen und in Stücke teilen.
  9. Die Orangen und restliche Mandarinen auspressen.
  10. Saft und Zitronensaft mischen – es sollten ca. ¼ l sein.
  11. Vanilleschote längs halbieren und das Mark herauskratzen.
  12. Zucker in einen Topf streuen und bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren lassen, mit dem Saft ablöschen.
  13. Vanilleschote und -mark dazu geben und alles unter Rühren bei großer Hitze um ein Drittel einkochen lassen.
  14. Stärke mit dem Likör (bzw. Wasser) glatt verrühren und in den kochenden Sud einrühren, dann 2-3 Min. bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis der Sud leicht bindet.
  15. Vom Herd nehmen und Orangen- und Mandarinenstücke untermischen.
  16. Kompott abkühlen lassen und in die Milchreismulde geben

 
Mandarinenlikör
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Drinks
Serves: 2-3
Ingredients
  • 1,2 Kilogramm Mandarine
  • 250 Gramm brauner Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Stück Sternanis
  • 300 Milliliter Wodka
  • 1 Stück Orange (unbehandelt)
Instructions
  1. Die Mandarinen halbieren und den Saft auspressen. Am Ende sollten mindestens 700 ml Saft zur Verfügung stehen.
  2. Von einer Mandarine ein großes Stück der Schale sehr dünn abschneiden. Von der weißen Schicht sollte so wenig wie möglich an der abgeschnittenen Schale sein. Alternativ kann dafür auch ein Zestenreißer verwendet werden.
  3. Die Vanilleschote halbieren und längs aufschneiden.
  4. Den ausgepressten Fruchtsaft durch ein Sieb in einen Topf gießen, den Zucker hinzufügen und den Sternanis, die Orangenschale und die halbierte Vanilleschote mit hineingeben.
  5. Alles durchrühren, kurz aufkochen lassen und dann bei kleiner Hitze für ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  7. Den abgekühlten Mandarinensirup nun zuerst durch ein grobes und danach durch ein feineres Sieb gießen.
  8. Jetzt den Wodka hinzufügen, alles gründlich durchrühren und dann in eine oder mehrere Flaschen abfüllen.
  9. Ein großer Vorteil dieses Likörs ist, dass er nicht erst wochenlang reifen muss, sondern gleich genossen werden kann.

Ach ja, ich habe den Milchreis übrigens mit H-Milch gekocht *hahaha

Habt eine amüsante restliche Woche,

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Grünkohl-Quesadilla mit Süßkartoffeln

{…oder wie man den Rekord im Bonbonsammeln mit Grünkohl-Quesadilla an Fasching bricht…}

Grünkohl-Quesadilla

Na, dicke Rübe vom Fasching feiern?
Kennt Ihr das, wenn man morgens aufsteht und den Kopf bewegt und die Bilder, die Euer Auge produziert, dann so langsam nachrücken? Ein übles Gefühl. Von Übelkeit im Allgemeinen ja mal ganz abgesehen…
Bei mir ist das Problem an Fasching, dass ich im direkten Vergleich zur Menge der aufgenommenen alkoholischen Getränken, meist zu wenig esse. Ich hab’ doch keine Zeit! Schließlich braucht es schon mindestens ne Stunde, um sich ins passende Kostüm zu werfen. Und wenn das erledigt ist, klingelt es meist schon an der Housetür und die Damen und Herrschaften stehen mit Proseggo davor und wollen „vorglühen“. Da fängt das Dilemma also schon an.
Also muss etwas her, was man schnell zubereiten kann und was sich vor allem einen Tag vorher schon halbwegs vorbereiten lässt.

Grünkohl-Quesadilla2.1

Diese Grünkohl-Quesadilla mit Süßkartoffeln ist ideal, um sich mal eben einen schnellen herzhaften Snack zu machen oder eine perfekte Grundlage für bevorstehende Exzesse. Kalorienzählen ist jetzt dabei nicht ganz so angebracht, aber das zählt ja auch in diesen Tagen nicht wirklich.

Grünkohl-Quesadilla mit Süßkartoffeln
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 8-10 Tortillafladen
  • 3 mittlere Süßkartoffeln, geschält und grob gewürfelt
  • 500 g Grünkohl grob gehackt
  • 1 Zwiebel geschält und klein gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g geriebener Cheddar
  • Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Cumin
  • ½ TL Chilipulver
  • Pfeffer
  • griech. Joghurt/ Schmand/ saure Sahne
Instructions
  1. Zuerst kochst Du die Süßkartoffel in leicht gesalzenem Wasser weich, gießt danach das Wasser ab und lässt die Kartoffelstücke ausdampfen.
  2. In der Zwischenzeit brätst Du die Zwiebelwürfel kurz in heißem Öl mit dem Knoblauch an und gibst nach kurzer Zeit den Grünkohl dazu. Der Grünkohl ist in ca. 5 Minuten gar und darf die Pfanne dann in eine größere Schüssel verlassen.
  3. Zerstampfe die Süßkartoffeln grob und mische sie mit dem Grünkohl.
  4. Jetzt die Mischung mit den Gewürzen abschmecken und etwas Olivenöl nach Belieben untermischen.
  5. Nimm Dir nun einen Tortillafladen und bestreiche diesen mit der Grünkohl-Süßkartoffelmischung.
  6. Bestreue das Ganze mit dem Cheddarkäse und klappe den Fladen in der Mitte übereinander.
  7. Erhitze eine leicht gefettete Pfanne und lege den Tortillafladen hinein bis er leicht gebräunt ist.
  8. Jetzt wenden und warten bis der Käse zerlaufen ist.
  9. Nach Belieben mit griech. Joghurt, Schmand oder saurer Sahne servieren.

Mein Tipp: Bereite die Füllung schon einen Tag vorher vor. Dann hast Du in 3 Minuten etwas zum Beißen, um dem Kater am nächsten morgen vorzubeugen.

Und noch etwas Gutes hat diese Grünkohl-Quesadilla übrigens:
Stell Dir vor Du gehst, nachdem Du Dich damit gestärkt hast, auf einen Faschingsumzug.
Der Grünkohl und die Zwiebeln zeigen gerade seine Wirkung.
Die ersten Bonbons werden von den vorüberziehenden Wagen geworfen.
Du bückst Dich schnell und der Grünkohl sucht in gasförmigem Aggregatzustand den Weg nach draußen.
Was glaubst Du mit wieviel mehr Bonbons Du in diesem Jahr nach Hause kommen wirst?
Du wirst den Rekord brechen! Allerdings wirst Du wahrscheinlich auch relativ alleine auf 5 qm stehen und Helau rufen…. Einen Preis muss man eben immer zahlen ;)
(Bei mir hatte diese Quesadilla übrigens noch nie solche Auswirkungen! „Kohldampf“, ja das schon, wie auch hier bei dem köstlichen und schnellen  Rosenkohl-Sandwich zu lesen *grins)

In diesem Sinne, Helau und fröhliches Feiern!
Tut nichts was ich nicht auch tun würde ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs

+++GEWINNSPIEL+++

{…wenn die Liebe mit dem Wahnsinn…}

Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs
Vor einiger Zeit lud der Wahnsinn zu einer Party ein.
Als alle Gäste versammelt waren, schlug die Lust vor: „Lasst uns Verstecken spielen!“
Die Unwissenheit fragte: „Verstecken? Was ist das?“ „Verstecken ist ein Spiel: einer zählt bis 100 und der Rest versteckt sich in dieser Zeit. Dann wird gesucht,“ erklärte die Schlauheit.
Alle wollten mitmachen, bis auf die Furcht und die Faulheit.
Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und wollte zählen.
Dann begann das Durcheinander, denn alle liefen durch den Garten und suchten nach einem geeigneten Versteck.
Die Sicherheit lief in das Nachbarhaus und versteckte sich auf dem Dachboden, schließlich kann man ja nie wissen.
Die Sorglosigkeit entschied sich für das Erdbeerbeet.
Die Traurigkeit weinte einfach mal drauf los, weil sie nichts Besseres wusste.
Und auch die Verzweiflung war völlig überfordert, denn sie wusste nicht, ob sie sich lieber vor oder hinter der Hecke verstecken sollte.

Der Wahnsinn zählte: „…98, 99, 100! Ich komme Euch jetzt suchen!“
Die erste, die der Wahnsinn fand, war die Neugier, denn sie wollte wissen wer als erstes aufgespürt wird und lehnte sich zu weit aus ihrem Versteck.
Die Freude war auch sehr schnell gefunden, denn sie konnte sich ihr Gekicher nicht verkneifen und war nicht zu überhören.
Nach und nach spürte der Wahnsinn fast alle Freunde auf. Selbst die Sicherheit fand er wieder.
Doch dann fragte die Skepsis: „Sagt mal, wo ist eigentlich die Liebe?“

Keiner wusste es, alle zuckten ratlos mit den Schultern.
Also machten sich alle auf die Suche nach der Liebe.

Sie schauten unter Steinen, auf Bäumen, hinter dem Horizont.
Der Wahnsinn kroch in ein dorniges Gebüsch und stocherte mit einem Stöckchen im Geäst.
Auf einmal hörte man einen Schrei. Es war der Schrei der Liebe.
Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen mit dem Stöckchen ins Auge gestochen.
Er bat zerknirscht um Vergebung, die Liebe möge ihm doch verzeihen. Dafür bot er ihr an sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden.
Die Liebe konnte nicht anders und willigte ein.
Seitdem ist die Liebe (fast) blind und wird ständig vom Wahnsinn begleitet.

Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen…

Valentins-Puffer2.1

 

Auch wenn ich gar kein Freund vom Valentinstag bin, so mag ich es doch sehr, dass man an Menschen, die einem am Herzen liegen, denkt. Ob es dafür einen speziellen Tag braucht weiß ich nicht, aber ich springe jetzt einfach mal hier auf den Zug mit auf.
Für alle wahnsinnig Verliebten und die, die blind vor Liebe durch die Gegend laufen, habe ich hier das Rezept für den Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs (und grüner Sauce), den man natürlich nicht unbedingt in Herzform machen muss. Aber so ein wenig Kitsch am 14.2. ist ja wohl gestattet…

Kartoffelpuffer-Burger

 

4.8 from 11 reviews
Kartoffelpuffer-Burger mit Lachs
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Kartoffelpuffer:
  • 500 g Kartoffeln, vorw. festkochend
  • 1 Zwiebel
  • 2 Eier
  • 2 El blütenzarte Haferflocken
  • Salz
  • 300 ml Öl
  • Grüne Sauce:
  • 300 g grüne Sauce-Kräuter
  • 2 gekochte Eier gehackt
  • 500 g saure Sahne, Schmand oder Creme fraiche
  • 1 El Essig und Öl
  • 1 EL Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Burger:
  • Räucherlachs
  • Dill
  • gekochtes Ei
Instructions
  1. Kartoffelpuffer:
  2. g vorw. festkochende Kartoffeln schälen, waschen, gut abtrocknen. Auf der feinen Seite der Haushaltsreibe oder mit der Küchenmaschine reiben. 1 Zwiebel dazureiben, sofort mit der Kartoffelmasse mischen. 2 Eier (Kl.M), 2 El blütenzarte Haferflocken und 1 Tl Salz unterrühren.
  3. ml Öl in einer großen beschichteten großen Pfanne erhitzen.
  4. Jeweils 4-5 El Kartoffelteig in einen großen Herzausstechen pressen und die Puffer nach und nach bei mittlerer Hitze braten, bis die Unterseite goldbraun ist und sich ein brauner Rand an der Oberseite zeigt. Den Kartoffelpuffer aus der Form drücken, wenden und goldbraun fertig braten.
  5. Ein Backblech mit Küchenpapier auslegen. Die fertigen Puffer nebeneinander darauflegen und im heißen
  6. Grüne Sauce:
  7. Die Kräuter fein hacken mit der sauren Sahne im Mixer oder mit dem Zauberstab mischen bis eine schöne grüne Farbe entstanden ist.
  8. Dann Eier, Gewürze, Senf, Essig und Öl dazu - abschmecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
  9. Burger:
  10. Ein Kartoffelpuffer-Herz mit grüner Sauce bestreichen und den Räucherlachs drauf verteilen. Ein paar Scheiben gekochte Eier und etwas Dill darauf verteilen und mit einem zweiten Kartoffelpuffer-Herz schließen.
  11. Dem oder der Liebsten servieren <3

 

Und da man an Valentinstag ja jemanden eine Freude machen möchte, verlose ich heute ein Exemplar des Buches „100 Foodblogger haben wir gefragt“ .

Ich freue mich sehr, dass es mein Milchreis-Erdbeer-Sushi-Rezept in dieses schöne Buch auf Seite 27 geschafft hat. Es sind so viel tolle Rezepte von so vielen Bloggern darin enthalten, dass man sich wirklich mühelos durchs Jahr kochen kann.
Toms Kochbuchblog hat hier auch schon darüber berichtet.

100 Foodbloger haben wir gefragt Buch

Wenn Ihr dieses Buch gewinnen möchtet, schreibt mir einfach hier bis zum 19. Februar 2017 um 23:59 Uhr unter diesem Beitrag einen Kommentar, was Ihr so vom Valentinstag haltet und ob Ihr diesen Tag zelebriert.
Das Los entscheidet zu wem von Euch sich das Buch auf die Reise macht.

>>>>>> Gewonnen hat DOREEN, Herzlichen Glückwunsch! <<<<<<

Habt Euch lieb, seid achtsam und respektvoll im Umgang mit Euren Mitmenschen (egal ob Herzmenschen, best Buddies, Freunde oder einfach `nur` Wegabschnittsbegleiter) und wertschätzt den Anderen…!

Eure

Tanja

aus dem House No.15


Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr Euch mit den folgenden Teilnahmebedingungen einverstanden:

  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung des Gewinns.
  • Der Gewinner wird nach Ablauf des Gewinnspiels durch das Los bestimmt und per E-Mail informiert.
  • Die erhobenen Daten werden nur zum Zwecke der Zusendung des Gewinns erhoben und nicht weitergegeben oder anderweitig weiterverwendet.
  • Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren möglich
  • Die Teilnehmer müssen einen Wohnsitz in Deutschland haben

Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen

*Werbung*

{…ohne Gummi geht mal gar nix…}

Orientalischer Eintopf

Ich habe einen neuen Liebhaber…
Wir kennen uns erst sehr kurz und alles ist noch sehr aufregend und neu.

Als er vor zwei Wochen, ganz unverhofft einfach vor meiner Tür stand, war ich doch sehr erstaunt, dass ICH noch mal in den Genuss von so etwas kommen würde.

Hach, was soll ich sagen? Er ist einfach großartig. Und wisst Ihr was? Er kommt echt schnell zur Sache… *räusper. Das kann man jetzt mögen, oder man steht eben nicht so darauf.
Je älter man jedoch wird, desto weniger Zeit hat man am Tag sich mit unnötigem Geplänkel aufzuhalten. Die Welt da draußen verlangt einem viel ab und da ist ein gesundes und effektives Zeitmanagement einfach unabdingbar.

Ich ließ mich also spontan auf ein Kennenlernen ein, obwohl ich nicht so sehr auf den Typ ‚aalglatt’ und ‚schnell schnell’ stehe. Und eigentlich passt er von der Größe her auch nicht so in mein Beuteschema. Er ist nämlich ziemlich klein. Aber egal, er ist echt smart! Und er hat mir beim ersten in-die-Augen-sehen versprochen, dass er für mich kocht. Hallo? Er kocht für mich!!!! Damit war es also um mich geschehen und mein neuer Liebhaber war quasi eingezogen.

Seitdem treffen wir uns ein bis zweimal die Woche. Ich möchte gar nicht mehr ohne ihn…

Gerade gestern stand er wieder in meiner Küche.
„Darling…“, sagte ich.
„Ja?“
„Kochst Du mir etwas?“
„Pffff…“ , machte er.
„Och bitte! Es kann auch ganz schnell gehen.“
„Pfffff…“
„Gerne etwas ohne böse Kohlenhydrate, du weißt…!“
„Na gut, kein Problem!“ raunte er mir zu, „worauf hast Du denn Lust?“
„Mach’s mir doch mal orientalisch!“
„Schnell und orientalisch? Kein Problem meine Liebe!“ glänzte er.

An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass die HouseDame keine ist, die sich normaler Weise für ne schnelle Nummer hergibt. Im Gegenteil! Ich nehme mir gerne für das was ich tue Zeit und genieße bewusst alles, was das Leben mir so bietet.

Aber in diesem Falle ist einfach alles anders. Er kam schnell zum Punkt….
Dennoch wollte ich vorher wissen, warum er es eigentlich immer so eilig hat.

Seine Erklärung, warum er so hurtig bei der Sache ist, war: „Du, ich stehe total unter Druck! Du hast keine Ahnung was das bedeutet! Ich will schnelle Ergebnisse. Aber nicht nur Ergebnisse- ich will Spitzenergebnisse! Und wenn dann der Druck einmal weg ist, dann wird genossen!“
Ist für mich irgendwie logisch und nachvollziehbar… Und wenn ich am Ende genießen kann, ist doch alles gut, oder?

Orientalischer Eintopf

Nach einer halben Stunde ging ich in die Küche, denn es war so ungewöhnlich wenig zu hören. Und da stand er stolz wie ein Ritter in glänzender Rüstung und hielt den wunderbarsten orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen und Feigen für mich bereit. Nach einer halben Stunde nur…!!!! Nochmal: Lamm. In einer halben Stunde. Butterzart…orientalisch abgeschmeckt…dazu keine bösen Kohlenhydrate… Ich floss förmlich dahin.

„Darling, you are the best!“
(Übrigens macht Darling es nur mit Gummi… Ausschließlich!)

Euch wird das Ganze jetzt her zu intim? Zu viele Informationen bezüglich meines Liebesleben? Habt Euch nicht so!!! Wer hier mitliest darf weder prüde noch empfindlich sein. Mein House, meine Regeln, mein Liebesleben! So!

Kurz nochmal zum Thema Gummi:
Schnellkochtöpfe funktionieren eben nur mit Gummi, ohne wird’s undicht und kann zu Pannen führen (eben wie im echten Leben…*hüstel)

So, und damit ist jetzt auch mal das Geheimnis um meinen neuen Liebhaber gelüftet.
Der DARLING XS ist ein kleiner 3,2l Schnellkochtopf der Firma ELO. Name ist Programm. Es ist wirklich ein tolles Teil und zaubert in Kürze beste Gerichte.
Normaler Weise sehe ich ja ganz gerne den Fortschritt beim Zubereiten meiner Gerichte, aber in diesem Fall vertraue ich meinem Darling blind.

ELO Schnellkochtopf

Wenn Ihr mehr von ELO sehen möchtet und in den nächsten Tagen in und um Frankfurt zugegen seid, kommt doch auf die Ambiente und besucht den ELO Stand in Halle 3, Ebene 1, Stand G40.
Darling und ich werden auf jeden Fall auch dort sein und händchenhaltend durch die Gegend spazieren.

Ach ja, und wenn Ihr den orientalischen Lammeintopf mit Kichererbsen nachmachen möchtet, habe ich hier noch das Rezept für Euch:

5.0 from 3 reviews
Orientalischer Lammeintopf mit Kichererbsen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 600 g Lammschulter,
  • 3 kleine Zwiebeln,
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Chileschote
  • 3 Möhren gewürfelt
  • 30 g getrocknete Feigen
  • 2 El Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Tl Tomatenmark
  • 200 g Pizzatomaten
  • 700 ml Fleischbrühe
  • 1 Msp. Zimt,
  • gemahlen
  • 2 Dosen Kichererbsen
  • Joghurt
  • Minze
Instructions
  1. Fleisch in 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln würfeln. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilischote längs halbieren, je nach Schärfe entkernen und fein hacken. Feigen fein würfeln.
  2. Öl im Schnellkochtopf erhitzen und das Fleisch bei starker Hitze rundherum 4-5 Min. anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Zwiebeln, Knoblauch und Chili und Möhren zugeben und 2-3 Min. anbraten.
  4. Tomatenmark zugeben und unter Rühren kurz mitbraten.
  5. Pizzatomaten und Brühe zugießen.
  6. Jetzt noch die Feigen und den Zimt und die Kichererbsen zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Den Schnellkochtopf verschließen und bei hoher Hitze auf Stufe II aufkochen. Wenn der erste Dampf entweicht, die Hitze herunter drehen und den Lammeintopf 30 Minuten garen lassen.
  8. Den Herd ausschalten und den Topf abkühlen lassen, bis der Verriegelungsreglerstift sinkt.
  9. Jetzt könnt Ihr den Deckel öffnen und den Lammeintopf nach Gusto mit etwas Minzjoghurt genießen.

Lust auf noch mehr Orientalisches? Dann kann ich Euch noch diesen Flammkuchen empfehlen. Und dieses Naanbrot passt auch hervorragend dazu.

Machts doch auch mal auf die Schnelle mit Darling… *grins

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma ELO. Ich wurde nicht gezwungen die Töpfe auszuprobieren und habe mich ganz eigenständig in Darling verliebt…

Wurzelgemüse-Risotto

{…die Wut einfach mal wegrühren…}

Risotto mit Gremolata

Es geht mal wieder „Auf die Schnelle mit der HouseDame“…

Heute im Angebot: Wurzelgemüse-Risotto und getreu der neuen Rubrik ohne viele Worte zu verschwenden.

Risotto ist mein Seelentröster-Gericht. Und da die Seele auch nicht immer wegen desselben Anlasses getröstet werden muss, gibt es hier im House unterschiedlichste Varianten dieses Gerichts.

Risotto gelingt nur, wenn man sich hingibt. Sich darauf einlässt. Man muss dranbleiben, wie an einem Problem, das an einem nagt.

In der letzten Woche hatte ich so Manches, über das ich mich geärgert habe. Eigentlich ist es nie gut mit Wut im Bauch zu kochen. Aber bei Risotto ist das etwas anderes. Ich habe meinen Ärger einfach weggerührt. Kontinuierlich. Und bei jeder Acht, die mein Kochlöffel im Topf gezeichnet hat, wurde es besser. Dazu kam der Geruch der mir in die Nase stieg.
Und wenn man dann den ersten Löffel dieses wunderbaren Gerichts in den Mund schiebt, die Augen schließt und sich vorstellt in einer kleinen Trattoria irgendwo in Italien zu sitzen, dann hat das Risotto endgültig gegen die Wut gesiegt.

Risotto mit Gremolata

Das Rezept für mein Wunderheiler-Wurzelgemüse-Risotto findet Ihr hier:

5.0 from 1 reviews
Wurzelgemüse-Risotto
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 500 ml Brühe, (bis 700 ml)
  • 1 Schalotte(n)
  • 1 Knoblauchzehe(n)
  • 150 g Möhre(n)
  • 150 g Petersilienwurzel(n)
  • 100 g Rote Bete
  • 2 EL Olivenöl
  • 150 g Reis, (Risotto-)
  • 50 ml Wermut, (z. B. Noilly Prat), ersatzweise Weißwein
  • 1 EL Butter
  • 3 Stiel/e Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 4 Stiel/e glatte Petersilie,
  • 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale
  • ½ TL getr. Chiliflocken
  • 50 g Parmesan
Instructions
  1. Brühe erhitzen und warm halten. Schalotte und Knoblauch fein würfeln. Möhren, Petersilienwurzel und Rote Bete putzen, schälen und in 1 cm große Würfel schneiden.
  2. EL Öl in einem Topf erhitzen. Schalotte und Knoblauch darin glasig dünsten. Die Hälfte der Möhre und Petersilienwurzel zugeben und bei mittlerer Hitze 3 Min. mitdünsten. Reis zugeben und unter Rühren kurz mitdünsten. Mit Wermut ablöschen und vollständig einkochen.
  3. Gerade so viel Brühe zugießen, dass der Reis bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 20 Min. garen. Dabei immer wieder etwas Brühe zugießen, sobald sie vom Reis fast aufgesogen ist.
  4. Inzwischen 1 EL Öl und ½ EL Butter in einer Pfanne erhitzen. Das restliche Gemüse und den Thymian darin bei mittlerer bis starker Hitze 10 Min. braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie hacken und mit Zitronenschale und Chiliflocken mischen. Parmesan reiben.
  5. Die Hälfte des Parmesans und ½ EL Butter unter den Risotto mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Risotto mit gebratenem Gemüse, Petersilie-Zitrone und restlichem Parmesan bestreut servieren.

Risotto mit Gremolata

Ihr könnt natürlich auch Pastinaken statt Petersilienwurzel verwenden. Und wenn Ihr davon zu viel gekauft habt, macht Euch doch noch eine schnelle Suppe wie diese hier daraus. Oder holt Euch den Süden mit dieser Risotto-Variante auf den Tisch. Erlaubt ist alles was gut tut!

Ich wünsche Euch eine Woche frei von Ärger!
Und sollte er doch mal zuschlagen- risottot ihn einfach weg!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Selfmade Kalkreiniger trifft Zitronen-Maispoularde

{…von Überlebensstrategien, Umweltgedanken und Resteverwertung…}

Selfmade Kalkreiniger

Es ist mal wieder Outing-Time im House…

Ich gestehe: Ich praktiziere „Putzduschen“… Exzessiv und leider mit Folgeschäden…
Aber jetzt erst mal ganz von Anfang, damit Ihr meinen „Putzduschissmus“ auch versteht.

Ich habe einen Putz(mittel)fimmel. Und nein…bei mir zu House ist es nicht klinisch rein!!!
Im Gegenteil. Ich bin stinkendfaul was Putzen anbelangt. Aber ich lasse mir gerne von der Werbung vorgaukeln, dass das neue Putzmittel, welches die Firma XY auf den Markt gebracht hat, schneller und effektiver arbeitet als andere. Ich erwähne nur kurz die Nummer mit dem Kupferpfennig, auf den ich natürlich prompt reingefallen bin. Das heißt, sobald mir eine Werbung plausibel klarmachen kann, dass das neue Produkt schnell zu einem 1A Ergebnis führt, stehe ich schon im nächsten Supermarkt am Aktions-Regal und lade mir die (Sprüh-)Flasche in den Wagen.
Werbung ist übrigens ein Arschloch! Das mit dem Pfenning hat nämlich mal gar nicht funktioniert. Genauso wenig wie das mit den ganzen Pseudo-Antikalk-Mitteln, die sich aussprechen lassen wie „Ich BRECH ins Essen“ mit vollem Mund… Ich sag den Namen jetzt nicht (ich werde hier nämlich KEINE Werbung für dieses Zeug machen, was mich fast getötet hätte… Ersetze einfach das CH von BRECH durch F…)

Dazu muss ich Euch kurz über mein Putzverhalten aufklären:
Kennt Ihr den Begriff Life-Work-Balance? Das habe ich versucht mir zu verinnerlichen, um dabei in allen Bereichen so viel schöne Zeit wie nur möglich rauszuschlagen und alles Nötige irgendwie geschickt zu integrieren.
Beim Thema Putzen (was ja leider doch nötig und unabdingbar ist) kam dann mein persönlicher Begriff „Putzduschen“ heraus.

Zitronenreiniger

Ich bin eine Putz-Duscherin und finde, dass das genau in meine persönliche Work-Life-Balance-Auffassung passt. Effektives Arbeiten bringt mehr Genuss-Zeit….
Der Begriff „Putzduschen“ ist auch recht schnell erklärt:
Dass jede Dusche regelmäßig von Pflegeproduktrückständen, Haaren, Kalk und Staub gesäubert werden muss ist ja wohl jedem bewusst. Und da ich gerade nicht (mehr) in der komfortablen Situation einer Hilfskraft im Househalt bin, muss die House-Dame eben selbst wieder ran. Um Zeit zu sparen sieht das Ganze wie folgt aus: Ich steige in die Dusche und absolviere mein Beauty- und Pflegeprogramm ganz ausgiebig, entspannt und in Ruhe. Der Gedanke, dass ich die Duschkabine ja danach sowieso reinigen muss, hat mich auf die glorreiche Idee gebracht, den Säuberungsprozess meines Körpers mit dem der sanitären Einrichtung zu kombinieren. Anstatt vor der Dusche zu stehen und alles mit Reinigungsmittel einzusprühen (Antikalkmittelchen vor allem!), um dann mit dem halben Oberkörper schrubbend und wischend von außen kopfüber in der Duschkabine zu hängen, habe ich beschlossen diesen Prozess aus dem Inneren der Kabine heraus zu vollziehen.
Heißt im Klartext: ich stehe in der Dusche und reinige direkt nach dem Duschen die Kabine mit Putzmittel. Naggisch (wie man hier in Hessen sagt…).
Und an dieser Stelle muss der „BRECH“-Reiniger erwähnt werden. Habt Ihr schon mal auf 0,7 qm2 eine halbe Flasche Chlorreiniger benutzt? Die Dämpfe, die dabei freigesetzt werden, haben meine Lunge quasi in einer zehntel Sekunde durchlöchert und mir sämtliche Atemwegsöffnungen stillgelegt. Hustend habe ich panisch die Brause angeschaltet, um das Zeug mit warmen Wasser vom Fliesenspiegel zu spülen. Das heiße Wasser hat natürlich den Effekt eines Dampfbades ausgelöst und das ätzende Zeug in feinem Sprühnebel überall auf mich draufgelegt. Der Rest floss großflächig in der Duschwanne in Richtung Abfluss. Natürlich nicht ohne vorher meine Fußsohlen damit zu unterspülen. Ich schiebe schnell die Duschwand beiseite um Luft zu bekommen, und schon merke ich das fiese Brennen unter meinen Füßen. Zur Hölle mit „BRECH“…  Nach diesem Erlebnis und einem noch nicht mal zufriedenstellenden Putzergebnis muss etwas Neues, Biologisches und vor allem Atemwegsschonendes her.

Also habe ich beschlossen mal auf der grünen Welle zu surfen und meinen Antikalkreiniger einfach selbst zu machen. Und wisst Ihr was? Das ging so easy und riecht auch noch toll. Aber das Beste daran ist: es macht sauber!!! Uuund schont die Umwelt…uuund kribbelt nicht unter den Füssen… uuuund man darf sogar beim Putzduschen atmen, ohne Angst vorm Erstickungstod zu haben.
Alles was man dazu benötigt habt Ihr bestimmt zu House.

Zitronenreiniger
Und weil ich noch so viele Zitronen übrig hatte, habe ich kurzerhand eine Maispoularde mit Zitrusnote zum Abendessen gemacht.
Ich sage Euch: DAS ist Work-Life-Balance par Exellence!

Ich habe ein glänzendes Badezimmer (kennt Ihr die Fotos mit diesen Glitzersternen der Sauberkeit?- so sieht meine Duschkabine aus…naja fast…) und bin satt und völlig zufrieden.
Hach, ich mag es wenn ein Plan funktioniert- und ich dabei nicht erstickt bin.

Maispoularde

Also liebe Housefreunde, es gibt echt viele Wege die Chemiekeulen zu umgehen und damit dem Erhalt der Umwelt einen Beitrag zu leisten. Und wenn es dann auch noch mit dem kulinarischen Wohlbefinden einhergeht… was soll ich sagen: dann habt Ihr alles richtig gemacht!

Hier also zwei Rezepte:

  • Super-Bio-Kalk-Reiniger mit Duftgarantie und ohne Atemnot
  • Maispoularde mit Zitrusnote, Fenchel und Zucchini

5.0 from 3 reviews
Selfmade Kalkreiniger
 
Prep time
Total time
 
Author:
Recipe type: NON-FOOD!
Serves: 1 bottle
Ingredients
  • Saft von 3-4 Zitronen
  • 2-4 Tropfen Spüli
  • 3 EL weißer Essig
  • etwas Wasser
Instructions
  1. Alle Zutaten in einer leeren Sprühflasche durch Schütteln vermischen.
  2. Auf die Armaturen, Duschkabine, Fliesen, etc. sprühen, evtl mit Lappen nach reiben und mit klarem Wasser abspülen.
  3. Welch Glanz in unsrer Hütte... ;)

5.0 from 3 reviews
Zitronen-Maispoularde
 
Prep time
Total time
 
Serves: 4
Ingredients
  • 1 Bio-Maispoularde (etwa 1,5 kg)
  • 2 Bio-Zitronen
  • 4 Knoblauchzehen
  • Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Gemüsezwiebel (groß; 500 g)
  • 400 Gramm Fenchelknolle
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 TL Ahornsirup (oder Honig)
  • Pfeffer (frisch gemahlen)
  • 500 Gramm Zucchini
  • 1 Messersp. Fenchelpollen
Instructions
  1. Den Backofen auf 220 Grad, Umluft 200 Grad, Gas Stufe 5 vorheizen.
  2. Die Maisoularde abspülen und trocken tupfen. Zitronen heiß abspülen und trocken tupfen. Eine Zitrone in Spalten schneiden, von der zweiten die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Den Knoblauch abziehen.
  3. Poularde von innen und außen mit Zitronensaft beträufeln und salzen. Zitronenspalten und Knoblauchzehen in den Bauch der Poularde legen. Die Keulen eventuell mit Küchengarn zusammenbinden. Poularde in einen großen Bräter legen und das Olivenöl darüberträufeln. Ohne Deckel auf der 2. Einschubleiste von unten etwa 1 Stunde 15 Minuten goldbraun braten.
  4. Für das Gemüse Zwiebel abziehen und in Spalten schneiden. Fenchel putzen, abspülen und ebenfalls in Spalten schneiden. Fenchelgrün grob hacken und beiseite stellen. Zwiebel- und Fenchelspalten, 2 EL Olivenöl, Ahornsirup, Salz und Pfeffer gut mischen.
  5. Nach 30 Minuten Bratzeit das vorbereitete Gemüse um die Poularde herum im Bräter verteilen. Fleisch am besten mit einem Bogen Backpapier abdecken, falls die Poularde zu dunkel wird.
  6. Zucchini putzen, abspülen und in 5 cm lange Stifte schneiden. 20 Minuten vor Ende der Garzeit Zucchini um das Fleisch herum verteilen, restliches Öl darüberträufeln. Poularde im Ofen fertig braten.
  7. Den Bräter aus dem Ofen nehmen. Poularde mit Zitronenschale, Fenchelgrün und eventuell Fenchelpollen würzen und sofort servieren.

 

Maispoularde3.1

In diesem Sinne, go green! Und ein Hoch auf Resteverwertung! Zu diesem Thema solltet Ihr übrigens unbedingt mal bei Frau Bpunkt vorbeischauen! Die hat nämlich gerade genau zu diesem Thema einen großartigen Beitrag auf Ihrem Blog.

Happy Wochenendputz ;)

Eure

Tanja

aus dem House No.15

 

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