Archive of ‘DRINKS’ category

Alkoholfreie Sangria und kleine Flüchte aus dem Alltag

{…Kurzurlaub, Powernapping und Sangria…}

Sangria

Hallo liebe HouseFreunde,

ist bei Euch der Sommer auch so im vollen Gang? Hier brennt der Planet seit Tagen mal wieder und die Natur da draußen dörrt so vor sich hin. Der Rasen (naja gut, es ist Wiese) rund ums House sieht eher aus wie eine karge Steppenlandschaft und leuchtet in fröhlichen trocknen Beigetönen mit kleinen Einschlüssen von ehemals grün. Man kommt mit dem Bewässern irgendwie gar nicht mehr hinterher.
Ich bei mir selbst übrigens auch nicht…

Seitdem wir hier das neue House bezogen haben, bin ich ja in der komfortablen Situation ein Fotostudio (inkl. Büro) mein Eigen zu nennen. Das hat den Vorteil, dass man nicht mehr alles wegräumen muss und ein Set auch mal ein oder zwei Tage stehen bleiben kann.
Aber das absolute Highlight ist der, an das Zimmer angrenzende, Wintergarten. Rundherum Glas, was bedeutet, dass ich auch im Winter, wenn man nicht mehr so vom Licht verwöhnt wird, relativ lange mit dem vorhandenen Tageslicht arbeiten kann.

Sangria
Im Sommer ist so ein Wintergarten allerdings eher ein Terrarium. Und während es draußen vor der Tür 25 Grad hat, klettert die Temperatur dort drin mal ganz schnell auf gefühlte 40 Grad.
Zum Arbeiten im Sommer also eher ungeeignet. Da das Fotostudio/Büro aber auch ohne den Wintergarten ein heller Raum ist, habe ich beschlossen mein „Terrarium“ zum „Platz-an-der-Sonne-ich-denke-an-Urlaub“ umzubenennen.
Ich habe also kurzerhand eine liegestuhlähnliche Sitzgelegenheit in den Wintergarten gestellt und setze mich jetzt immer mal für ein kurzes Päuschen dort hinein. Natürlich nicht ohne vorher die gesamte Fensterfront sperrangelweit aufzureißen, damit sich das Urlaubsfeeling auch richtig einstellt und mir die Sonne ins Gesicht leuchtet. Dazu im Hintergrund Meeresrauschen vom Band und ein kurzer Ausflug in den Süden ist perfekt. Naja…fast perfekt! Sand unter den Füßen würde noch fehlen, aber das lasse ich lieber. Und ein kühles Getränk in der Hand fehlt definitiv auch noch! Das ist einfacher und sauberer umzusetzen, als den Wintergarten mit Sand aufzufüllen.

Da meine 10-Minuten-Urlaubs-Pausen aber ja meistens am Tag sind, muss das Getränk natürlich alkoholfrei sein. Ja, man stelle sich vor, hier im House wird nicht nur Gin und Wein getrunken… ;)
Am besten etwas fruchtig, säuerliches und unbedingt mit Blubber. Außerdem darf es für mich gerne auch leicht bitter sein. Und wenn dann noch frische Früchte Im Glas sind, ist es ein perfekter alkoholfreier Sommerdrink (für den Tag) für mich. Ich nenne diese Erfrischung einfach mal alkoholfreie Sangria. Zumindest kommt es der echten Sangria von der Farbe und der Temperatur relativ nah.
Am Abend funktioniert das Ganze übrigens auch prima mit Alkohol- quasi eine Sangria 2.0.
Ich mag es ja, wenn eine leichte bittere Note im Getränk mitschwingt und bin nicht so der Freund von sehr süßen Säften oder Getränken. Deshalb eignet sich das Sanbitter von Sanpellegrino für ein tolles alkoholfreies Getränk, was sich perfekt für einen sommerlichen „Ich-beame-mich-für- 10-Minuten-nach-Italien“ verwenden lässt. Nachdem ich in letzter Zeit diese kleinen Fläschchen in den hiesigen Supermärkten aber nicht mehr bekommen habe (scheinbar mögen das viele Leute), bin ich dazu übergegangen das leckere Getränk bei allyouneedfresh zu bestellen. Hier spare ich mir sogar das Schleppen, denn die Sachen werden direkt nach House geliefert. Sehr praktisch, wie ich finde.
Dort gibt es auch alle anderen Säfte, die ich für meine alkoholfreie Sangria verwendet habe.
Letztendlich sind Euch bei der Wahl der Früchte und der Säften keine Grenzen gesetzt. Ich zeige Euch hier jetzt einfach mal meine Version.

 

Alkoholfreie Sangria
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 1,2 l
Ingredients
  • 1 Zitrone
  • 3 dl Sanbitter
  • 3 dl Traubensaft
  • 5 dl Apfelsschorle
  • 250 g gemischte Beeren
  • 2 Aprikosen in Würfel
  • Eiswürfel zum Servieren
  • 1 Zweig Mine
Instructions
  1. Zitrone auspressen.
  2. Zitronensaft, Sanbitter, Traubensaft und Apfelschorle in einen Krug geben.
  3. Aprikosen würfeln, Beeren waschen.
  4. Erdbeeren vierteln.
  5. Früchte zum Saftgemisch geben und mit Eiswürfeln auffüllen.
  6. Zweig Minze hinzugeben und 10 Minuten ziehen lassen.
  7. Evtl. mit Eiswürfel erneut auffüllen.

 

Sangria

Ich hoffe Ihr nehmt Euch auch immer mal wieder eine Auszeit. Letztlich geht es doch darum sich immer mal kleine Inseln im Alltag einzubauen. Ob in der Mittgaspause auf der Parkbank, einem schnellen Espresso in einer Bar (wie in Italien) oder ein kurzes Powernapping im Liegestuhl.

Genießt das Leben!

Eure

Tanja

Hendrick’s Gin mit Gurke und Minze

{…Papa ist der Beste…}

Gin Tonic mit Gurke und Minze

Den heutigen vierten Tag der Genier-Dich!-Days widme ich allen Papas.

Für viele Väter ist es ja Brauch am Vatertag mit seinen Kumpels und einem Leiterwagen oder einer Schubkarre voll mit Bier und „Sprit“ durch die Lande zu ziehen, um sich dann am Ende in einer Kneipe oder Gaststätte den letzten Rest zu geben.
Kneipe kann ja irgendwie jeder…
Im Zeitalter der modischen langen Bärte und dem reanimierten Holzfällerhemd wäre es doch viel „männlicher“ den Vatertag mal im Hickory-Style zu verbringen.

Mein Vorschlag für die Väter, die heute ordentlich einen draufmachen wollen:
Schnappt Euch ein paar gute Flaschen Gin, nehmt Euch Tonic Water, ein bisschen passendes Grünzeug in Form von Rosmarin, Thymian und Minze, haut noch ein etwas Gemüse und Obst wie Gurke, Sellerie, Limette, Zitrone, Orange, Heidelbeeren in den Wagen und packt noch ein Paar Pfeffer- und Korianderkörner, etwas Wachholder und Ingwerwurzel dazu.
Eine kleine Kühlbox mit Eis ist auch nicht verkehrt und jetzt ab in den nächstgelegenen Fichtenwald, um noch ein Paar ganz junge Fichtenwipfel zu sammeln.

Sucht Euch eine schöne Lichtung im Wald. Hier im Taunus gibt es tolle Stellen an denen mitdenkende Menschen Tische und Bänke zum Pausieren (und vielleicht auch für Vatertags-Sessions) errichtet haben.

Gin Tonic mit Gurke und Minze

Und losgehts: Gläser auf den Tisch und schon kann das „Vatertags Gin-Tasting“ auch schon beginnen.
Vielleicht hat die ein oder andere treusorgende Ehefrau ja auch noch einen kleinen Snack mit eingepackt. Ratsam ist es auf jeden Fall… Und der ein oder andere sollte sein Handy mit GPS am Mann haben, damit die Ver(w)irrung auf dem Rückweg nicht zu groß ist.

Ich steuere heute zum Vatertag einen Hendrick’s Gin-Tonic bei.
Der schottische Hendricks Gin wird seit 1999 in zwei historischen Pot-Still-Brennblasen im Südwesten Schottlands gebrannt. Im Anschluss des Brennvorgangs werden beide Destillate miteinander verschnitten.
Besonders die Gurke und ein Hauch Rose sticht bei diesem Gin besonders hervor und gibt ihm diese ganz eigene Geschmacksnote.
Natürlich sind daneben auch noch klassische Botanicals wie Wacholder, Koriandersamen und Orangen- und Zitronenschalen zu schmecken. Damit der Gin sein intensives und besonderes Aroma erhält, wird erst ganz zum Schluss eine Essenz aus holländischer Salatgurke und Damaszener Rose hinzugefügt, da dieser Charakter beim Destilliervorgang verloren gehen würden.

Ich serviere den Hendrick’s Gin ganz simple mit einer dünnen Scheibe Gurke und ein paar Minzblättern, dazu das Aqua Monaco Tonic Water.
Die heute Variante ist zwar nicht spektakulär, aber ich finde die Kombination einfach unglaublich gut.
Noch dazu finde ich das Design der Flasche und das Label ziemlich cool und deshalb genau passend zum Vatertag.

Den coolsten Vater habe übrigens ich! Auch wenn er heute nicht mit Bollerwagen und Ginflaschen durch den Taunus zieht. Dafür „bollern“ seine historischen Wagen mit viel mehr PS ganzjährig durch die Lande.

Gin Tonic mit Gurke und Minze

Papa Du bist mein Held!

Du bringst mich zum Staunen, manchmal auch zum Verzweifeln und zum Augenrollen.
Du erzählst die eigensten Anekdoten und manchmal auch die ältesten Witze.
Du kannst Dinge, die kein anderer kann.
Du machst Dinge, die anderen peinlich wären.
Du hast Zeit, auch wenn Du keine Zeit hast.
Du findest immer eine Lösung.
Du bist einfach Du und ich bin sehr sehr froh, dass Du mein Papa bist!

Ich hab Dich lieb!

Einen entspannten Feiertag für Euch alle und CHEERS!

Eure

Tanja

Hendrick's Gin mit Gurke und Minze
 
Author:
Serves: 1
Ingredients
  • 4 cl Hendrick's Gin
  • 10 cl Tonic Water
  • Gurke längs in dünne Scheiben geschnitten
  • Minzzweige
  • Eis
Instructions
  1. Gurkenscheiben, 1 Zweig Minze und 1 cl Gin mit einem Stößel zerdrücken.
  2. Ein weiteres Glas mit Eiswürfel auffüllen und das Gurken-Minz-Gin-Gemisch hineinseihen.
  3. Den verbleibenden Gin hinzugeben.
  4. Jetzt das Tonic Water langsam ins Glas laufen lassen.
  5. Mit einer Scheibe Gurke und einem Minzzweig ausgarnieren.

 

Gordon’s Gin mit Mango und Thymian

{…alle guten Dinge sind dry…}

Gin Tonic mit Mango

Und deshalb haben wir an Tag Dry, äh Drei, der Ginier-Dich!-Days einen Gin, der so ziemlich allen bekannt sein dürfte.

I proudly present: Gordon’s Gin.

Mit dem Gordon’s füllen wir uns einen sehr straighten London Dry Gin ins Glas.
Das 37,5% Destillat trägt Wacholderbeeren, Koriandersamen, Angelikawurzel, Süßholz, Orangenschale, Zitronenschale, Ingwer, Zimtöl und Muskatnuss als Botanicals in sich.
Hält man seine Nase ins Glas erreicht die Wacholderbeere und eine leichte Note von Koriandersame den Geruchsnerv, dazu kommt ein leichter Hauch von Zitrone und ganz dezent eine Brise grüne Nadeln.

Gin Tonic mit Mango
Für mich ist der Gordon’s Gin ein wenig flach. Er erinnert an der Zungenspitze sogar ein wenig an Getreideschnaps.

Pur auf Eis getrunken wird der Gin leicht bitter, weshalb ich ihn hier mit süßer Mango, Thymian und schwarzem Pfeffer serviere. Ein toller Sommerdrink, zu dem gut das Fentimans Traditional Tonic Water passt.

Gin Tonic mit Mango

Mir gefällt an diesem Drink, neben der geschmacklichen Kombination, auch ganz besonders die sommerliche Note, die dieser Cocktail ausstrahlt. Was meint Ihr? Ein Sommerdrink für laue Nächte, draußen am See, unterm Apfelbaum, auf dem heimischen Balkon? Hach…

Genießt den Abend, morgen könnt Ihr ausschlafen!
Bis morgen zu einem neuen Gin ;)

CHEERS!
Eure

Tanja Gin Tonic mit Mango

Gordon's Gin mit Mango und Thymian
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 125 ml Gordan's Gin
  • 375 ml Tonic Water
  • 4 Scheiben Mango
  • Kuebenpfeffer
  • Thymianzweige
  • Eis
Instructions
  1. Fülle zwei Gin-Tonic-Gläser mit Eis.
  2. Gib den Gin in die gekühlte Gläser.
  3. Halte das Glas etwas schräg und lasse das Tonic langsam in das Glas laufen.
  4. Füge Mangoscheiben, Thymian und den Pfeffer dazu.
  5. CHEERS!

Die anderen beiden Gin’s von den Genier-Dich!-Days sind hier und hier. Und wer  es ganz ausgefallen mag versucht sich auch mal an dieser Gin-Tonic-Variante.

Gin Tonic mit Ingwer und Minze

{…alle guten Dinge sind dry…}

Gin Tonic Rezept

Und schon sind wir beim zweiten Tag der GINIER-DICH-Days.
Hat Euch der gestrige gegrillte Gin-Tonic geschmeckt?

Heute zeige ich Euch eine Variante mit Bombay Sapphire, den es in allen gut sortierten Supermärkten gibt.

Im Bombay Sapphire Gin sind zehn Botincals herauszuschmecken. Neben dem klassischen Wacholder erreichen die Aromen von Mandel, Süßholz, Zitrone, Koriander, Schwertlilie, Zimtkassie, Angelikaawurzel, Kuebenpfeffer und Paradieskörner die Zunge, wodurch ein milder London Dry Gin-Geschmack entsteht, der im Gegensatz zu seinen London-Dry-Gin-Kollegen um einiges sanfter schmeckt.
Ursprünglich enthält der im Dampfinfusionsverfahren aromatisierte und dreifach destillierte Bombay Sapphire 47% Alkohol. Für den deutschen Markt wurde der Alkoholgehalt allerdings auf 40 % herabgesetzt, was zu kritischen Stimmen führte, da der Alkohol zur Entfaltung der Aromen im Gin maßgeblich beiträgt und diese dadurch im Geschmack gemindert werden.
Seit ein paar Jahren wird der Gin von Bacardi wieder mit mit 47% Alkoholgehalt nach Deutschland importiert und ist in dieser Qualität in ausgewählten Spirituosenläden erhältlich.

gin tonic

Ich serviere hier den Bombay Sapphire als Gin-Tonic mit Ingwer und Minze. Der frische Geschmack der Minze harmonisiert wunderbar mit der leichten Schärfe des Ingwers.

Wie findet Ihr diese Drink-Variante für einen einfachen Dienstag?

Ich sag mal Cheers!

Eure

Tanja

4.0 from 1 reviews
Gin Tonic mit Ingwer und Minze
 
Ingredients
  • 50 ml Bombay Sapphire
  • 1 Hauchdünne Scheibe Ingwer
  • 1 Zweig Minze
  • 100 ml Tonic Water
Instructions
  1. Ingwerscheibe in ein Ginglas geben und mit einem Barstößel bearbeiten.
  2. Dann das Glas bis zum Rand mit Eis füllen und umrühren, bis das Glas eiskalt ist.
  3. Jetzt noch die überschüssige Flüssigkeit abgießen und den Bombay Sapphire hinzufügen.
  4. Das Getränk umrühren, um die Zutaten auf die richtige Temperatur zu bringen.
  5. Das Glas leicht neigen und das gekühlte Tonic Water an der Seite des Glases entlang hineingießen, anschließend mit einem Barlöffel einmal vorsichtig hochziehen.
  6. Mit hauchdünner Scheibe Ingwer und Minz-Zweig ausgarnieren.

 

Gegrillter Gin-Tonic

{…eine Woche ohne Gin ist ginlos…}

Gin-Tonic Rezept

Hey liebe House-Freunde,

also ich muss sagen, dass der Mai tatsächlich einer meiner Lieblingsmonate ist.
Zum einen ist die Natur mittlerweile explodiert und die Sonne hat so viel Kraft, dass man auch schon im T-Shirt vor die Tür kann (wobei ich mein alljährliches Körperformen-Optimierungs-Programm unbedingt wieder starten muss, bevor ich mich in flatterhafte Klamotten werfen kann).
Es gibt Spargel, Erdbeeren, Rhabarber und die Teller werden wieder bunter.
Das andere großartige am Mai sind die vielen Feiertage. Und da man ja abends jetzt schon wieder so lange draußen sitzen kann, habe ich mir gedacht, dass ich diese Woche mal zur Ginier-Dich!-Woche ernenne.
Diesmal habe ich mir überlegt Euch ein paar Standard-Gins zu zeigen und diese aber mit ein paar besonderen Highlights zu pimpen.

Da ich finde, dass man jeden Gin zelebrieren und genießen soll, wird es die nächsten Tage ein paar Gin-Rezepte hintereinander weggeben. Ja, auch der Feierabend unter der Woche darf ruhig mit einem genussvollen Gin-Tonic begossen werden, bevor man sich dann ganz brav den ganzen Abend an Mineralwasser klammert, damit man morgens zeitig aus dem Bett steigen kann. ;)
Wir GINIeren uns quasi durchgehend und feiern eine Woche lang eine kleine After-Work-Party. Wie findet Ihr das?

Gin-Tonic Rezept

FEIERtag = GINtag

Und wie gut, dass es auch in dieser Woche am Donnerstag heißt: Wecker auslassen und den Rausch vom Mittwoch entspannt ausschlafen, denn es ist Feiertag… Also let’s have Party! Jaaaa, ich stifte Euch hier zum Trinken an… Aaaaaber zum genussvollen Trinken! Und zum kontrollierten Trinken! Wieviel Ihr dann wirklich in Euch hineingießt bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Wir starten heute ganz mediterran mit Gin Mare.
Da der Wochenstart ja sommerliche Temperaturen verspricht (zumindest hier im Rhein Main Gebiet), ist das doch ein guter Beginn sich das Summerfeeling, bzw. das Meer ins Glas zu holen.

Gin Mare ist der mediterrane „Sunnyboy“ unter den Gins. In ihm vereinen sich die Aromen von türkischem Thymian, griechischem Rosmarin, italienischen Basilikum und grüne Arbequina-Oliven aus Spanien, die mit Wacholderbeeren für 36 Stunden mazeriert und dann im Pot-Still-Verfahren redestilliert werden. Sein Alkoholgehalt liegt bei 42,7%.
Der Hersteller möchte den Genießer mit diesem Gin an das Mittelmeer versetzen, was sich auch schon in der azurblauen Flasche wiederspiegelt.
Der Gin Mare ist ein wunderbar frischer Gin, bei dem sich beim ersten Schluck zuerst der Wacholder und ein Hauch Pfeffer und sodann der Rosmarin und eine schöne Zitrusnote im Mund breitmacht.

Für mich ist der Gin Mare ein gut ausbalancierter Gin, der mild im Geschmack und langatmig auf der Zunge ist, weshalb er wunderbar auch pur genossen werden kann.

Gin-Tonic Rezept

Hol Dir die Sonne ins Glas

Ich serviere hier den Gin Mare als Gin Tonic mit Fever Tree mediterrean, gegrillter Zitrone und gestoßenen Koriander- und Pfefferkörnern, was den mediterranen Geschmack dieses Tropfens gut unterstreicht.

Cheers meine Lieben! Startet gut in die neue Woche!

Eure

Tanja

5.0 from 1 reviews
Gegrillter Gin Tonic
 
Author:
Ingredients
  • 4 cl Gin
  • Tonic Water
  • 1 unbehandelte Zitrone in Scheiben
  • Koriander, bunte Pfefferkörner
  • Rosmarinzweig
  • Eiswürfel
Instructions
  1. Die Zitrone in Scheiben schneiden und auf damheißen Grill e so lange grillen bis sie karamellisiert ist.
  2. Den Pfeffer und den Koriander leicht in einem Mörser zerstoßen.
  3. Den Gin in das Glas geben.
  4. Die Zitrone und die Gewürze hinzufügen.
  5. Anschließend die Flasche Tonic Water öffnen, aber erst kurz vor Gebrauch, damit die Kohlensäure noch erhalten bleibt.
  6. Das Tonic Water langsam in das Trinkgefäß füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht.
  7. Nun das Glas langsam bis zum Rand mit Eiswürfeln auffüllen.
  8. Mit einem Cocktailstab vorsichtig verrühren.
  9. Mit einem Rosmarinzweig garnieren.
  10. Cheers!

Gin-Melon mit Schwarzwälder-Eiswürfeln

{…wer sagt eigentlich, dass man eine Vorspeise nicht trinken kann…}

Gin-Melon 1.1

Tadaaaaa…Leute, es ist wieder so weit… Es ist Freitag, also quasi Wochenende und Zeit, dass sich die HouseDame mal wieder gepfleg giniert.

Heute habe ich eine ganz besonderen Ginperle aus Österreich für Euch.
Genaugenommen aus der schönen Steiermark.

Fuxbau-Gin

Es handelt sich hier um Fuxbau-Gin, der in einer der wahrscheinlich kleinsten Destillen der Welt hergestellt wird. Auf knapp 25 qm destillieren Roman und Andi diesen ganz besonderen Gin in einem nur 20 Liter fassenden Kupferkessel.

Gin

Was ihn noch so besonders macht

Im Gegensatz zu vielen klassischen Destillaten werden beim Fuxbau-Gin die Kräuter-Gewürz- und Obstauszüge separat destilliert und gemischt. Dadurch bekommt dieser Gin seinen unvergleichlichen Geschmack und Geruch, in dem man jedes einzelne Botanical ganz deutlich herausschmecken kann.

Geprägt wird das Destillat durch Zirbe und Fichte. Die Vogelbeere rundet den Geschmack  harmonisch und fruchtig ab.
Dieser Gin kann absolut gut pur genossen werden!

Gin

Besondere Produkte, erfordern besondere Kreationen!

Da ich ja aber gerne mit Geschmäckern experimentiere, musste ein neuer und noch nie dagewesener Drink für diese Ginperle kreiert werden.
Ich bin der Meinung, dass so ein einzigartiger Gin förmlich nach einem ganz besonderen Longdrink schreit.
Für den ein oder anderen mag die Kombination, die ich Euch hier zeige etwas merkwürdig sein, aber ich kann Euch versichern: es passt hervorragend zusammen!

Schwarzwälder-Eiswürfel, ja das schmeckt!

Die Idee für diese Kombination mit Schwarzwälder-Eiswürfeln und Melonensaft entstand bei der Überlegung was gut zu den Botanicals Zirbel und Fichte passt. Da der Schwarzwälder-Schinken mit Tannen- und Fichtenspänen geräuchert wird, dachte ich mir, dass dies die Note des Fuxbau-Gins noch etwas mehr unterstreicht. Und warum daraus nicht mal Eiswürfel herstellen?

Ich habe zwei Varianten der Eiswürfel getestet:
Zum einen habe ich ein Stück Schwarzwälder Schinken ausgekocht und aus dem filtrierten Kochwasser Eiswürfel hergestellt. Durch den hohen Salzgehalt im Wasser schmilzt der Eiswürfel im Glas deutlich schneller und gibt so nach und nach den leicht rauchig und salzigen Geschmack des Schinkens an den Drink ab.
Die andere etwas sanftere Variante ist die, dass man in herkömmliche Eiswürfel einfach ein Stück Schwarzwälder Schinken mit einfriert, der am Ende dann nur einen Hauch von (Wald-)Rauchgeschmack abgibt.

Abgerundet wird das Ganze dann noch durch die Zugabe von selbstgemachtem Melonensaft, was dem Drink eine herrlich erfrischende und leicht süße Note verleiht.

Gin-Melon mit Schwarzwälder-Eiswürfeln
 
Author:
Ingredients
  • Melonensaft:
  • ½ Cantaloup Melone
  • 3 EL Zucker
  • Schwarzwälder-Eiswürfel:
  • 100 g Schwarzwälder Schinken am Stück
  • 300 ml Wasser
  • 6 cl Fuxbau-Gin
  • Melone zum Dekorieren
  • "Normale" Eiswürfel nach Belieben
Instructions
  1. Melonensaft:
  2. Die Melone entkernen und von der Schale schneiden. In kleine Stücke würfeln und mit dem Zucker pürieren.
  3. Anschließend das Püree durch ein feines Sieb streichen und den Saft dabei auffangen.
  4. Schwarzwälder-Eiswürfel:
  5. Den Schinken im Wasser für 15 Minuten kochen.
  6. Das Wasser durch ein Küchentuch gießen, um das Fett aus dem Wasser zu filtern.
  7. Das gewonnene Wasser in eine Eiswürfelform geben und mindestens 5 Std gefrieren.
  8. Ein Longdrinkglas mit Eis füllen (am Besten eine Mischung aus ⅓ Schwarzwälder-Eiswürfeln und ⅔ normalen Eiswürfeln), den Melonensaft hineingeben und mit Gin auffüllen.
  9. Mit Melonenscheiben nach Belieben dekorieren.

Es muss nicht immer Antipasti sein!

Ihr seht, Melone mit Schinken muss nicht zwingend nur eine Vorspeise oder Antipasti-Spezialität sein, sondern kann durchaus auch in flüssiger Form als Apperitif genossen werden.
Ich gebe zu, dass ich zu Anfang auch Bedenken hatte, dass die Eiswürfel wie gefrorenes Wurstwasser (das Zeug in dem die Würstchen im Glas herumschwimmen *wäääh) schmecken. Tun sie nicht! Allerdings könnt Ihr mit der Zugabemenge der Eiswürfel natürlich starken Einfluss auf die Intensität des Drink-Geschmacks nehmen. Mischt sie einfach im Glas mit herkömmlichen Eiswürfeln, um die Intensität abzumildern.

Wem das aber alles zu speziell ist, der kann sich natürlich auch ganz gepflegt und klassisch einen Gin Tonic mixen oder aber den grandiosen Fuxbau-Gin pur genießen.

Gin

Die Gin-Tonic-Empfehlung der Jungs von Fuxbau-Gin

—>Den Fuxbau-Gin mit Fever Tree Indian Tonic oder mit dem neuen Red Bull Tonic zubereiten.

Hier findet Ihr alle Infos zum Fuxbau-Gin:

GINMANUFAKTUR FUXBAU OG
Lemberg 63
A-8274 Buch- St. Magdalena
http://www.fuxbau-gin.at
office@fuxbau-gin.at

Ein großes Dankeschön in die Steiermark für diese tolle Bereicherung meiner HouseBar!

Feiert das Wochenende und überrascht Euren Gaumen! *hicks

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Ginier Dich mit [dʒɪn]

 

Ginier Dich

Ab heute ist es amtlich:

Es ist Wochenende und die HouseDame geniert GINIERT sich.
Bei den gerade vorherrschenden heißen Temperaturen habe ich mir sagen lassen, dass man sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen soll. Dass das hauptsächlich Wasser und ungesüßte Fruchtsaftschorlen sein sollten, ignoriere ich gerade mal gekonnt…
Ich sitze viel lieber abends auf meiner Terrasse mit dem Blick aufs Meer und höre dem Wellenrauschen zu, während die Eiswürfel in meinem Glas sanft klirrende Töne von sich geben. Äh, nein, das House ist nicht schon wieder umgezogen und auch nicht im Urlaub, denn leider ist mein Ausblick aufs „Meer“ nur der Blick auf die Badewanne des mir gegenüberliegenden Hauses, dessen Bewohnern ich Dank mangels fehlender Milchglasscheibe bei ALLEN(!) Aktivitäten im Badezimmer zusehen kann (wie hier schon mal vor einiger Zeit beschrieben). Wenn das Fenster geöffnet ist und der Wind günstig steht, höre ich sogar das Rauschen des Wassers. Um dem ganzen den skurrilen Charme zu nehmen, stelle ich mir eben das Meer vor- ab jedem weiteren Gin klappt das immer besser.

In meiner neuen Rubrik „GINIER DICH!“ möchte ich Euch immer mal einen besonderen Gin und damit verbunden eine Variante mit dessen Verwendung vorstellen (und das wird übrigens nicht immer nur im Glas und mit Tonic Water sein!)

Ginier Dich

Gin-Facts

Für alle die sich genauso gerne ginieren wie ich, hier mal ein paar GIN-FACTS, damit ihr demnächst abends an der Bar den Klugscheißer-Modus anschalten könnt:

Irgendwann im Jahre 1269 wurden in Holland die ersten „medizinischen Getränke“ verzeichnet. Man behauptet, dass holländische Seefahrer irgendwo in Indien dunkle Beeren fanden, die zwar extrem würzig, aber dennoch ungeeignet für den Verzehr waren. In einem Streit schnickte einer dem anderen ein paar dieser Beeren in den täglichen überlebenswichtigen Fusel und siehe da, das Zeug schmeckte tatsächlich um ein Vielfaches besser als zuvor. Seitdem gaben die Seefahrer Wachholderbeeren in ihren Alkohol und der Gin war geboren. Allerdings hieß er da noch Genever. Trinkt man ein paar dieser Genever hinter einander weg und versucht dann 10 Mal das Wort Genever laut zu sagen, wisst Ihr wie der Name Gin entstanden ist ;)

Das Grundrezept des Gins besteht aus neutralem Alkohol und Wachholderbeeren. Dazu können 120-160 verschiedene Botanicals (Kräuter, Früchte und Gewürze) mit ins Spiel kommen. Laut der EU Richtlinien muss ein Gin mindestens 37,5 % Alkoholgehalt haben.

Der Klassiker unter den Gin-Drinks: Gin Tonic, bei dem der Gin im Verhältnis 1:1 bis 1:4 mit Tonic Water gemischt wird. Eis nicht vergessen!!!
Um das Aroma von Gin zu erriechen, ohne dass dich der Alkohol in der Nase flasht, nimmst du das Glas unter die Nase und atmest durch den geöffneten Mund. Das sieht völlig bescheuert aus, funktioniert aber perfekt!

Ginger Dich

[dʒɪn]

So, und jetzt kommen wir endlich mal zum ersten Gin, den ich Euch heute vorstellen möchte:

So wie der Name, als auch das Label schon zeigen, konzentriert sich dieser Gin tatsächlich nur auf das Wesentliche. Das Aroma besticht durch junge grüne und reife schwarze Wachholderbeeren, dazu Kafir-Limette, mehr braucht dieser Gin nicht.
[dʒɪn] hat einen sehr ausgewogenen Geschmack und benötigt eigentlich keinen großen „Schnickschnack“. Er kann auch sehr gut pur getrunken werden.
Auf http://www.genaumeingin.de könnt Ihr alles über dieses straighte Destillat erfahren.
Ich muss sagen: Das ist in der Tat genau mein Gin!

Ginier Dich

Da ich aber weiß, dass viele Leute Hochprozentiges nicht pur mögen, zeige ich Euch hier eine Variante für einen Gin Tonic mit Gurkensirup. Der ist total schnell gemacht und kann auch Mineralwasser oder Prosecco eine ganz neue und frische Note geben.

Gurkensirup für Gin Tonic
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 450 ml
Ingredients
  • 1 große Salatgurke
  • 250 g Zucker
  • 1 Stängel Minze
  • 500 ml Wasser
  • Ingwer nach Belieben
Instructions
  1. Die Salatgurke waschen, entkernen und fein reiben.
  2. Das Wasser mit dem Zucker so lange aufkochen bis sich der Zucker gelöst hat.
  3. Jetzt die Gurkenraspeln und die Minze ins Wasser geben(nach belieben noch frischen geriebenen Ingwer dazu geben) und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.
  4. Am nächsten Tag den Sirup durch ein Küchentuch abseihen, nochmals aufkochen und in eine kleine Flasche, die dicht verschlossen werden kann, füllen.
  5. Im Kühlschrank hält sich der Sirup 2-3 Wochen.
  6. Reduziert man die Zuckermenge, verringert sich auch die Haltbarkeitsdauer.

Also, GINIER DICH! und probier den Gin von den coolen Jungs Lars, Fabian, Christian und Marco aus Bocholt.
Meine Flasche ist mittlerweile leider leer, steht aber dennoch sehr dekorativ auf meiner Gin-Bar, denn das Design der Flasche und des Etiketts gefällt mir ausgesprochen gut. Jungs macht weiter so!

In diesem Sinne: Hoch die Gläser! Auf Euch!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Pasta con le sarde

*Werbung*

{…Einladen ist das neue Ausgehen…}

Pasta con le sarde

Früher traf man sich abends mit Freunden zum Essen im Restaurant. Wer zeigen wollte wer er ist und was man hat, traf sich beim angesagten Szene-Franzosen, reservierte einen Tisch beim Japaner, der auch Kugelfisch auf der Karte hatte und bestellte gleich am Telefon bei der Reservierung beim Edelitaliener die teuerste Flasche Rotwein, damit diese auch wirklich an diesem Abend verfügbar war.
Heute geht man nicht mehr aus, heute lädt man ein. Und zwar zu sich nach Hause.
Einladen ist das neue Ausgehen….
Die Intentionen dafür sind ganz unterschiedlich. Die einen haben Familie und können wegen der Kinder das Haus quasi niiiiiie mehr verlassen, andere haben sich einen neuen Grill angeschafft und wollen dem Freundeskreis das neue Gerät im Wert eines Gebrauchtwagens stolz präsentieren und dann gibt es Menschen, die einfach gerne andere zu Hause bewirten, weil es schön ist seine Freunde an einem Tisch um sich herum zu haben. Der südländische Gedanke ist ganz hoch im Kurs.

Pasta con le sarde

Wie zum Beispiel Marc:
Marc ist ein Italienjunkie und liebt es diese Liebe auch nach Hause zu transportieren. Nicht nur, dass er jedes Jahr in sein Lieblingsland in den Urlaub fährt, seine Liebe geht weiter über das normale Urlaubs-Land-Liebe-Maß hinaus.
Angelo, ein Freund, nennt Marc einen italiengeilen Deutschen: ein Typ der von Mailand bis Palermo alles liebt. Angelo ist ein in Deutschland geborener Italiener und könnte schon aus der Haut fahren, wenn Marc ihm mit einem: „Ciaoooooo, come stai, Aaaangelooooo?“ (-> Hallo, wie geht es Angelo?) und angestrengt beigemischtem italienischen Dialekt begrüßt. Genervt kontert Angelo: „Ciao stronzo!“ (grob übersetzt: Hallo Kackhaufen!). Marc fühlt sich trotzdem geschmeichelt. Und selbst beim Bestellen in der Eisdiele glänzt er mit bestem Speisekarten-Italienisch, im Restaurant schmettert er ein „Due Espressi!“ quer durch den Saal, so dass auch der letzte im Raum begriffen haben sollte: Marc liebt Italien.

Pasta con le sarde

La dolce Vita-Import

Marc importiert Wagenladungen italienisches Waschmittel aus seinem Urlaub nach Hause, hat sein Wohnzimmer mit Vespa-Fotos gepflastert, schwärmt von dem Wetter, den Autobahnen, den lauten Müttern mit den dicken Kindern, liebt selbst Strandpromenaden die fast nur aus Beton bestehen und hat seinem 15 jährigen Sohn schon vorgeschlagen sich doch auch mal so eine coole (Zuhälter)Frisur wie die italienischen Teenager in den kleinen Dörfern zuzulegen. Grundsätzlich klappt Marc den Kragen seines Polohemdes nach oben und besitzt gefühlte 10 Paar braune Slipper, toupiert sein Brusthaar und dekoriert es ab und an mit einer goldenen Gliederkette. Italienische Schlager schmettert er lautstark und textsicher mit Rockstarsonnenbrille auf der Nase mit und ein seliges Lächeln huscht über sein Gesicht, wenn er einen Italiener fluchen hört. Dann kramt er sein kleines verknittertes Notizbuch aus seiner Gesäßtasche und notiert eifrig das Gehörte, um es bei nächster Gelegenheit bei Angelo anzubringen.

In Italien liest man rosa

Aus dem letzten Urlaub bekam sein ganzer Freundeskreis eine selbstgedruckte Foto-Postkarte geschickt. Marc, in knapper enger schwarzer Badehose, stehend im seichten Wasser eines überfüllten Strandes, unter dem Arm die rosafarbene Sportzeitung geklemmt (die er natürlich nie liest, sie aber immer auf dem Weg zum Strand kauft), am Ohr sein Handy und den Blick auf eine italienische Schönheit, die sich kurz vor ihm auf einer Luftmatratze im Wasser räkelt, gerichtet. Überschrift: La dolce Vita…
Wieder zurück werden alle die mit einer Postkarte beglückt wurden zum italienischen Abend eingeladen. Und so genervt viele von Marcs Freunden wegen seines Italien-Ticks sind, diesen Abend lässt sich keiner freiwillig entgehen. Mal von der Urlaubsfoto-Diashow, die meist im Hintergrund auf einer Leinwand läuft, abgesehen, sind diese Abende tatsächlich legendär, denn es kommt alles auf den Tisch was die Urlaubsregion so zu bieten hat.
Den letzten Urlaub verbrachte er übrigens in Sizilien, was zur Folge hatte, dass Zitronen so groß wie kleine Melonen, Fenchel, Distel-Artischocken und Mangold aus dem Auto geladen wurden, gefolgt von kistenweise Wein und wagenradgroßem Pecorino. Dann wird der große Esstisch im Wohnzimmer ausgezogen, Stühle von den Nachbarn geliehen und mit allem eingedeckt was der Geschirrschrank so hergibt.

Pasta con le sarde

Lebensfreude und Leidenschaft, darauf muss angestoßen werden

Marc verbringt zwei Tage in der Küche, schnippelt, brutzelt, knetet Pastateig, frittiert Reisbällchen (Arancini), nimmt Sardinen aus, backt knusprige Cannoli die mit Ricotta gefüllt werden und schmettert dabei glücklich italienische Schlager. Hier geht es nicht um zeigen was man hat, sondern um die Vermittlung von Leidenschaft, teilen mit guten Freunden, Lebensfreude verspüren. Eben genau das weshalb Marc Italien so liebt. Und er schafft es tatsächlich genau dieses Gefühl an diesem Abend zu verbreiten.
Und was wäre ein echter italienischer, bzw. sizilianischer Abend ohne das abschließende Standart-Getränk „Averna Amaro“? Egal ob pur genossen, auf Eis, mit oder ohne Zitrone.  Am besten schmeckt er allerdings in Gesellschaft. An einem Tisch im freien, mit Freunden die einem am Herzen liegen. Marc hat natürlich auch diesen aus Sizilien flaschenweise importiert, laut ihm schmeckt er dann noch eine Spur besser, wobei man diesen wirklich genauso gut hier kaufen kann.

Averna mit Gläsern

Am Morgen danach wacht Marc auf und könnte direkt schon wieder ins Auto springen, um sich erneut nach Sizilien aufzumachen. Das Heimweh nach Italien sitzt nach so einem Abend tief. Gequält ruft er bei Angelo an, um sich zumindest von seinem italienischen Freund etwas aufmuntern zu lassen und ein paar tröstende Worte auf italienisch von ihm zu hören. Aber alles was Angelo zu Marc’s Gejammer in seiner ganz eigenen herzlichen Art anmerken kann ist: „Nessun cazzo è duro come la vita..“ (*räusper -> Kein Schwanz ist so hart wie das Leben…)

Averna Amaro

In diesem Sinne stoße ich mit Euch nach einem üppigen Teller mit Pasta con le sarde mit einem Averna Amaro auf das Leben an.
Genießt es in vollen Zügen, seid leidenschaftlich und liebt das was ihr tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Hier ist noch das Rezept für die Pasta:

Pasta con le sarde
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 3 Sardellen in Salz oder 6 Sardellenfilets in Öl
  • 100 g Semmelbrösel
  • 80 ml natives Olivenöl extra
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gehackt
  • 50 ml Weißwein
  • 1 ½ EL Tomatenmark
  • 8 frische Sardinenfilets
  • 30 g Sultaninen
  • 30 g Pinienkerne
  • 3 wilde Fenchelzweige, fein gehackt, oder 1 TL Fenchelsament
  • Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 400 g Pasta
Instructions
  1. Sardellen abspülen und trocken tupfen. Mit einem Finger an der Mittelgräte vorsichtig entlangfahren, um sie zu lösen, und die Gräte dann einfach herausziehen. Sardellen in Öl, falls verwendet, abtropfen lassen.
  2. Die Semmelbrösel in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett bei mittlerer Hitze rösten, bis sie zwar kräftig gebräunt sind (Achtung nicht anbrennen lassen!)
  3. In einem Topf 60 Milliliter Olivenöl erhitzen und die Zwiebel unter häufigem Rühren ohne Farbe weich schwitzen.
  4. Die Sardellen hinzufügen und rühren, bis sie zerfallen.
  5. Wein dazugießen und aufkochen lassen, damit etwas Alkohol verdampft.
  6. Das Tomatenmark und so viel Wasser einrühren, dass die Mischung eine saucenartige Konsistenz bekommt. Sardinenfilets, Sultaninen, Pinienkerne, Safran und wilden Fenchel oder Fenchelsamen hinzufügen.
  7. Vorsichtig durchmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und 10 Minuten köcheln lassen.
  8. Reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und die Pasta al dente garen (dafür von der auf der Packung angegebenen Garzeit etwa 1 Minute abziehen). Abseihen, dabei einen Teil des Kochwassers auffangen.
  9. Die Pasta zur Sardinensauce geben und durchmischen, dabei nach Bedarf ein wenig von dem Kochwasser hinzufügen, um die Sauce etwas aufzulockern.
  10. Mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und mit den gerösteten Semmelbröseln bestreuen.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Averna Amaro. Vielen Dank für die schöne und stimmungsvolle Zusammenarbeit!

Sommersalat mit Hummer und LICOR 43-Dressing

{…von goldenen Momenten und von zu Hobbyköchen mutierten Männern…}

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Sommersalat mit Hummer

Irgendwie habe ich wohl den Zeitpunkt verpasst zu merken, wann die Herren in meinem Freundeskreis zu Hobbyköchen mutiert sind. Also nicht, dass ich das nicht gut finde, aber mitunter vollzieht der eine oder andere dadurch schon eine ziemliche Wandlung.
Mein guter Freund Lars zum Beispiel.
Lars ist 43 Jahre alt, Single, Versicherungsfachmann, bescheiden, zuvorkommend, einfach nett…
Seit einiger Zeit trifft man Lars nicht mehr abends in der Stammkneipe an der Ecke, sondern nur noch nach Büroschluss im Supermarkt, der auf seinem Heimweg liegt. Was allerdings im Supermarkt mit diesem sonst so smarten Kerl passiert, glaubt keiner, der es nicht live miterlebt hat. Er ist eine Art Mister Jackyl & Hyde. Ein Wolf im Schafspelz.

Mein Freund wird zum Angeber. Ok. Korrektur. Er wird ein Supermarkt-Angeber.
Hocherhobenen Hauptes schiebt er seinen Wagen durch den Markt, bleibt in der Gemüseabteilung stehen, riecht an der Ananas, klopft skeptisch auf der Melone herum, prüft jede einzelne Tomate, die in die dünne Plastiktüte wandert. Er fragt nach dem Anbaugebiet der Kartoffeln und beschwert sich, dass es die Physalis nicht lose und zum Abwiegen gibt. Lars ist ein Supermarkt-Arsch. Einer der die Verkäufer/innen zum Verzweifeln bringt und andere Kunden nötigt, sich von ihm erklären zu lassen, was man alles aus roter Beete (aber um Himmels Willen nicht die aus dem Glas!), Sprossen und Büffelmozzarella zubereiten kann.
An der Kasse geht das Schauspiel weiter: Jeder soll sehen wie sich ein Basilikumtopf, der so groß ist wie ein Ficus benjamini, nebst biomäßig verdreckten Kartoffeln, eingelegten Oliven in kleinen Plastikschälchen, Frischfisch in silbernen Thermotüten und edelste (Supermarkt-) Weine auf dem Kassenband tummeln. Schließlich soll jeder, der hinter ihm ansteht, auch mitbekommen mit welcher feinen Lebensart dieser tolle Hecht gesegnet ist, wieviel Geschmack und Stil ein einzelner Mann beim Einkaufen beweisen kann. In Gedanken klopft sich Lars jedes Mal beim Einräumen der Einkäufe auf die Schulter und gratuliert sich zu sich selbst. Er stellt sich dabei vor, wie die Weinbergpfirsiche blubbernd zu Marmelade mit Tonkabohne verkochen und er im Jamie-Oliver-Karohemd-Look seine fünf Kinder und seine attraktive Frau bekocht und dabei ganz entspannt in 15 Minuten ein 5-Gänge Menü auf den Tisch zaubert … Und das alles beim Einräumen seiner Artikel in eine umweltschonende Papiertüte, die er dann im Arm tragend (wozu braucht man Henkel an einer Tüte???) zum Auto bringt. Die Tüte ist natürlich so eingeräumt, dass dekorativ die Lauchstangen herausschauen und alle Dinge mit der Aufschrift ‚BIO’ ganz oben liegen. Die Maggi-Familiy-Werbungs-Idylle ist also hergestellt….
Aber nicht nur, dass sich das Einkaufsverhalten gewandelt hat. Nein! Auch beim Kochen ist jetzt ALLES anders. Die Abende an denen man sich einfach eine Pizza bestellt und bei einem Bier über die Welt philosophiert hat, sind vorbei. Stattdessen wird man zum Grillabend geladen, bei dem es ausschließlich selbst hergestellte Wurst gibt. Natürlich mit ausführlicher Erklärung wie diese zubereitet wurde und welch ergreifendes Gefühl es war, als sich das Brät in den Schweinedarm gepresst hat.
Zum letzten Geburtstag bekam Lars deshalb einen Fleischwolf der Extraklasse geschenkt. Seit dem besteht seine Facebookseite aus gefühlt hunderten Bildern, wie dieser Fleischwolf im Einsatz ist. Andere posten Urlaubsfotos. Lars nicht. Bei ihm sieht man wie sich Fleisch in Form von kleinen Würmchen den Weg durch die Fleischwolflöcher sucht.

Sommersalat mit Hummer

Versucht man am Wochenende mit ihm zu telefonieren hört man es grundsätzlich im Hintergrund hacken, klatschen oder knirschen.
„Lars was machst Du da?“ schreie ich in den Hörer. Zurück kommt: „Ich mariniere Lamm und mörsere dazu meine Gewürze frisch. Für das Aroma!“ *knirsch. Oder: „Ich zerteile Rehbeine, um einen Wildfond zu kochen.“ *hack. Oder auch mal: „Ich mache Hefeteig!“ *klatsch…

Er träumt heimlich von einer eignen Artikelreihe in der Männerkochzeitschrift „Beef“. Headline: >>Meditation vom Alltag: Ich schlachte selbst!<< und einer eigenen Koch-Show. Nach einem Rotwein zu viel vertraute er mir nämlich neulich an, dass er beim Kochen immer
seine Arbeitsschritte laut moderiert und mit den imaginären Zuschauern interagiert (wie damals vor 38 Jahren, als die Playmobilmännchen sprechen konnten).
Für ihn sind diese Kochzeremonien die goldenen Momente seines Lebens. (Zitat Lars!)
Das klingt doch einfach total schön. Ach wenn mich mitunter der ‚neue’ Lars mit seiner Kocherei ganz schön nervt. Aber seine Passion als goldenen Moment am Tag zu beschreiben, finde ich einfach großartig.
Man sollte sich viel mehr solcher sogenannten goldenen Momente schaffen und diese auch zelebrieren, ungeachtet dessen was andere von einem halten.

Da kam ein Paket von meinem Lieblingslikör LICOR 43 vor Kurzem genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn in diesem Jahr möchte Euch LICOR 43 alle dazu aufrufen das Leben mit allen Sinnen zu genießen und Eure ganz persönlichen Genussmomente zu sammeln und die „Goldenen Momente“ des Lebens zu zeigen.
Also habe ich mir die Flasche geschnappt, mich in meinen goldenen Fummel geworfen (ok. es war lediglich ein T-Shirt mit goldenen Pailletten bestickt und goldene Pumps) und bin zu Lars gefahren, der etwas verdattert mit verschmierter Kochschürze vor mir stand.
„Ist schon wieder Fasching?“ fragte er mich. „Nein, aber du und ich genießen jetzt zusammen einen goldenen Moment!“ Dabei drücke ich ihm wortlos die Flasche in die Hand und schiebe mich an ihm vorbei in seine Wohnung. „Du kochst für mich und ich genieße das Nichtstun und applaudiere Dir zwischendurch.“ „Und was machen wir mit dem hier?“ Lars schaut auf die Quarenta y Tres-Flasche „Damit Kochen und ein Schlückchen trinken…?“ Lars schaut mich skeptisch an. „Damit Kochen?“ „Wer ist denn hier der Super-Koch? Lass Dir gefälligst was einfallen!“ Kurz überlegt Lars, reißt sich förmlich die Schürze vom Leib und verschwindet an mir vorbei durch die Wohnungstür. „Äh, Lars?“ „Ich geh nur schnell einkaufen…“, schallt es von unten durch das Treppenhaus, „mach es Dir schon mal gemütlich, aber trink nicht den ganzen Likör aus, ich brauche den noch für unser Abendessen!“
Ganz kurz habe ich Mitleid mit allen, die jetzt im Supermarkt mit Lars konfrontiert werden, aber dann denke ich, beim Zurücklehnen in seine Couch: „Goldene Momente muss man einfach genießen. Ich genieße das Nichtstun mit einem Gläschen eisgekühltem LICOR 43 und Lars frönt seiner Supermarkt-Koch-Leidenschaft.“ Jedem seine goldenen Momente eben…

Salat mit Hummer

Und falls Ihr jetzt Lust auf einen sommerlichen Salat mit Zitrusfrüchten, Hummer und LICOR 43-Dressing bekommen habt, dann gibt’s hier das Rezept:

5.0 from 6 reviews
Sommersalat mit Hummer und LICOR 43-Dressing
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 2
Ingredients
  • 1 ausgelöster Hummer
  • 200 g wilder Blattsalat
  • 1 Grapefruit
  • 1 Orange
  • 2 EL weißen Balsamico
  • 3 EL bestes Olivenöl
  • 20 ml Licor 43
  • Salz
  • Zitronenpfeffer
Instructions
  1. Den Essig mit Salz, Pfeffer und Licor 43 verrühren und langsam das Olivenöl hinzugeben. Alles etwas ziehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Orange und die Grapefruit schälen, von den weißen Häute entfernen und filetieren.
  3. Salat mit den Orangen- und Grapefruitfilets auf einem Teller anrichten und mit dem Dressing beträufeln.
  4. Den ausgelösten Hummer in mundgerechte Stücke auf dem Salat drapieren.
  5. Mit ein wenig Zitronenpfeffer bestreuen.

Licor 43

Wer den Likör noch nicht kennt:
LICOR 43 ist der meistverkaufte spanische Likör weltweit und basiert auf einem Geheimrezept, das von Generation zu Generation weitergereicht wird. Er besteht größtenteils aus exotischen Früchten, aromatischen Gewürzen und Vanille, weshalb er sich toll zu Cocktails, Süßspeisen und natürlich auch zu Salat-Dressing verarbeiten lässt.

Aktuell könnt Ihr übrigens mit LICOR 43 eine einwöchige Reise nach Barcelona gewinnen.
Fotografiert einfach bis zum 2. August 2016 Euren schönsten goldenen Moment und ladet ihn auf EyeEm.com hoch (wie es genau funktioniert könnt Ihr auf der verlinkten Webseite nachlesen). Oder schaut mal auf der Facebookseite von LICOR 43 und lasst Euch zu goldenen Momenten inspirieren. Ich drücke Euch die Daume!

Pura Pasión und eine goldene Woche für Euch!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von LICOR 43. *hicks

Christmas-Cranberry-Punsch

{…oder warum ich rot gesehen habe…}

Leuteeeee… ja gerade ist es etwas still im House. Ich weiß….Schuldigung! Aber manchmal ist das Leben einfach so. Da sieht man im Alltag einfach ROT. Wobei wir auch direkt beim Stichwort wären…

Christmas-Cranberry-Punch6

Ich sehe ROT. Denn Stillettos in da house. Und diesmal in knallrot. Denn es geht auf Weihnachten zu. Und welche Farbe hat das Gewand des Weihnachtsmanns? Rohooot… und welche Farbe hat die Unterwäsche der helfenden Elfen? Rohoot…vielleicht….keine Ahnung, ehrlich gesagt. Aber vielleicht tragen sie rot. Nur für ihren Santa… Reine Spekulation natürlich. Aber der Gedanke gefällt mir zugegebener Maßen.

Stilettos in da House1

Ihr erinnert Euch, Katja von Stilettos & Sprouts und ich kochen in regelmäßigen Abständen nach Farben. Und bei der Dezember-Edition ist es eben rot. Sinnlich. Erotisch. Anziehend. Okeeee….weihnachtlich. Auch. Unter anderem.

Aber jetzt mal ganz ehrlich. Was verbindet Ihr denn außer tannengrün und schneeweiß mit Weihnachten?! Schon Rot, oder? Ich habe ja diesmal nicht gekocht, sondern nur gerührt, bzw. gemixt, ganz wie ihr es nennen wollt. Aber auch das in rot und mit weihnachtlichen kleinen Vitamin C-Bomben.

Christmas-Cranberry-Punch1

Das letzte Mal als ich mit der Farbe Rot in Sachen Weihnachten konfrontiert wurde, war vor Kurzem bei der Firmen-Weihnachtsfeier meiner Freundin. Jede/r Mitarbeiter/in durfte und sollte seine bessere Hälfte mitbringen. Und da der Versuch meiner Freundin einen Partner über die Dating-Line zu akquirieren (siehe hier) noch nicht geklappt hat, durfte ich als ihre bessere Hälfte bei dieser Weihnachtsfeier mit erscheinen. Welche Ehre, oder? Ich habe mich tatsächlich sehr darüber gefreut, alleine deshalb, weil ich an diesem Abend nicht kochen musste und alle Getränke, ohne mich groß vom Fleck zu bewegen, auf dem Tablett direkt vor meine Brust gekarrt bekommen habe. Herz was willst Du mehr?! Zumindest war das mein Gedanke VOR besagtem Abend….

Meine Freundin hat mich natürlich schon vor diesem gesellschaftlichen Event vor dem/der einen oder anderen Kollegen/in vorgewarnt. „Aaaach…komm…übertreib nicht!“ War meine Antwort. Hiermit revidiere ich diese Aussage. Die Warnung war vollkommen berechtigt!

Scheinbar hatte die gesamte Belegschaft (außer meiner Freundin und mir) schon seit den frühen Morgenstunden vorgeglüht-bedeutet: selbst die Marmelade auf dem Brot um 9 Uhr war gespickt mit Rum, Tequilla und/oder Wodka, was einigen Mitarbeitern den aufrechten Gang in den Eventsaal der Weihnachtsfeier ziemlich zu erschweren schien. Eine sehr stark blondierte End-50erin stieß mich kumpelhaft an, klärte mich über die firmeninterne Vorfeier am Morgen auf und deute zwinkernd auf einen kleinen silbernen Flachmann in ihrer Louis Vuitton Tasche. „Nur falls nachher wieder die Getränke knapp werden- wie m letzten Jahr, als die Geschäftsleitung an allen Ecken gespart hat…!“

„Ach, das wird lustig!“, war noch mein Gedanke zu diesem Zeitpunkt. Doch dann erscholl ein lauter Schrei aus der Richtung des Buffets: „Eyyyyyyy….der Müller frisst alle Sushis vom Buffet !!!“ Alle Augen waren plötzlich auf Herrn Müller gerichtet, der seinen Stuhl ganz bequem am Buffet in der Höhe von Sushi und Roastbeefröllchen geparkt hatte, um mit seiner fleischigen Hand bequem seinen Teller mit den Fingerfood-Köstlichkeiten beladen zu können. Schulterzuckend angelte er sich eine zartrosa gebratene Scheibe köstlichen Roastbeefs mitsamt hessischer grüner Sauce nach der anderen vom Buffet und leckte sich genüsslich die Reste der Sauce aus den Mundwinkeln. Ich musste ihn die ganze Zeit angewidert anstarren, bis mir meine Freundin einen unsanften Hieb in die Seite gab.

Christmas-Cranberry-Punch2

Auf der anderen Seite des Saales stimmte derweil die IT-Abteilung der Firma ein Weihnachtslied an, dessen Text, in ziemlich abgewandelter Form den ganzen Raum, dank eines Mikrofons, ausfüllte und einige ältere Herrschaften, die im nächsten Jahr in den Ruhestand treten werden, mit peinlich geröteten Wangen und Ohren versehen haben. Hektisch lief eine Dame in mausgrauem Kostüm zum Kabel des Mikrofons und riss es unsanft aus der Anlage. Prompt verstummt der mit F-Wörtern gespickte Weihnachts-Song und eine kurze betretene Stille legte sich über den Saal. Aber nur kurz, denn eine Gruppe pickliger Azubis kicherte laut und ungehalten.

Zum Glück entdeckte ich in einer Ecke des Raumes, ein mit Leuchtschrift markiertes Schild mit der Aufschrift „Bar“ und buxierte meine auch schon leicht angenervte Freundin in diese Ecke. Hinter der Bar standen die zwei Vorstands-Assistentinnen. Beide ziemlich üppig in der Oberweite, dafür nur leicht mit einer Art Nachtgewand im Santa-Style gekleidet. Und schon wieder sah ich rot. Diesmal glänzte das Rot allerdings in kostengünstigem Satin-Stoff, abgerundet von einer flauschigen weißen Federbordüre am prallen Dekolleté. Vor der Bar tümmelte sich die ganze Kantinenbelegschaft und stapelte kleine, mittlerweile leere, Plastik-Schnaps-Gläschen zu einem Turm. „Goooom isch laaahd Disch su nem dring aaain…bäiibiiii“, lallte mir ein hochgeschossener ca. 25 jähriger Blonder entgegen. „Das ist der Koch unserer Kantine!“ raunte mir meine Freundin zu. „Aha…und?!“ aber weiter kam ich gar nicht, denn schon stand ein kleines Plastikgläschen mit goldgelber Flüssigkeit vor mir. Auf der Oberfläche schwammen undefinierbare Brocken…

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„Äh was ist das? Und was schwimmt da oben auf?“ „Ach…dasch isch nur der Räääst von der Kiiiiiesch Loreeeen vom Schröder…“ „Wie bitte?“ „Naaaa, der Schöder haaad Kiiiiesch Loreeeen gegessen und dann war ihm son bisschen schlecht. Die Marianne ausm Büro vom Schääf hat gesagt, dass Tequilla hilft, wenn des im Magen hasddd…und dann haddd der Schröder die Tequillaflasche an den Hals angesetzt. Das is nur son bisschen Kiiisch Loreeeen vom Schröder was da schwimmt! Nich schlimm! Die Kiiiiisch hab ich heute Morgen frisch gemacht!“

Jetzt war MIR schlecht. Meine Freundin hingegen lachte sich gerade schlapp, nachdem sie von einem Kollegen erfahren hatte, dass Herr Müller (ja der mit dem Sushi und den Roastbeefröllchen) seinem Chef eine Hinterlassenschaft in dessen Aktentasche zurück gelassen hatte, weil ihm wohl der Weg zum stillen Örtchen zu weit erschien war.

Ehrlich gesagt habe ich das Thema „Ausartende Firmen-Weihnachtsfeiern“ immer für einen Mythos gehalten…aber in DIESER Firma ist Loriot & Co. zu wahrem Leben erwacht. Und „ausgeartet“ ist noch eine wirklich gelinde Umschreibung!

Christmas-Cranberry-Punch3

Nach diesem Abend habe ich beschlossen meine eigene kleine interne Weihnachtsfeier mit mir zu zelebrieren. Ohne schlechte Getränke aus Plastikgläschen mit Lebensmitteleinlagen, ohne knapp bekleidete Vorstands-Assistentinnen und ohne Herrn-Ich-hab-keinen-Anstand-Müller.

Meine House-Weihnachtsfeier fand gemütlich vor dem Kamin statt. In Rot. Zumindest im Glas. Denn ein Santa-Claus-Scharfmacher-Kostüm habe ich nicht. Sollte es also dieses Jahr an Weihnachten nicht mit der Erfüllung meiner Wünsche klappen, weiß ich zumindest woran es gelegen hat.

Dafür hatte ich einen erstklassigen Drink, den ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Klar- in ROT! Und weil ich mir ja gepflegt einen einleuchten wollte (schließlich hab ich House-Weihnachtsfeier) habe ich eine ordentliche Portion Whiskey mit rein getan. Wer alkoholfrei lebt, kann den natürlich weglassen- ist aber dann irgendwie langweilig ;)

So wird mein roter Christmas-House-Party-Punch gemacht:

5.0 from 3 reviews
Christmas-Cranberry-Punsch
 
Author:
Serves: 4-6
Ingredients
  • 200 ml Whiskey
  • 60 ml Agaven-Sirup
  • 750 ml Cranberry Saft
  • 250 ml milden Orangensaft
  • 375 ml Sprudelwasser medium
  • 150g gefrorene Cranberries
  • Zimt nach Belieben,
  • Eiwürfel
Instructions
  1. Gebt den Whiskey, den Agaven-Sirup, sowie den Orangen -und Cranberry-Saft in einen großen Krug.
  2. Fügt nach Belieben ein bis zwei Stangen Zimt hinzu und lasst alles für 2 Std im Kühlschrank durchziehen.
  3. Dann gebt das Mineralwasser hinzu und füllt alles mit den gefrorenen Cranberries und Eiswürfeln auf.

 Am „lustigsten“ ist es, wenn man nach dem dritten Glas nicht mehr in der Lage ist, die flutschigen kleinen Cranberries vorsichtig mit dem Mund einzusaugen, und sie direkt nach hinten in die Luftröhre katapultiert. Sagt also bitte nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

Vielleicht auch ein gutes Mitbringsel für Eure anstehende Weihnachtsfeier?

Jaaaa….und die liebe Katja hat HIER zum Thema „ROT“ einen Oberknaller-Hammer-Ketchup gezaubert. Und wie sollte es bitte bei Stilettos & Sprouts anders ein? Natürlich wurde auch noch der Nagellack in der passenden Farbe dazu gewählt. Von der designten Tischdecke mal ganz abgesehen. Schaut unbedingt bei Katja vorbei und klickt Euch durch! Bei einigen gibt es an Heilig Abend ja bestimmt Kartoffelsalat und Würstchen…da darf ein guter Ketchup natürlich nicht fehlen!

stilettos in da house3

So, Ihr Lieben, hier noch mein Tipp für bevorstehende Weihnachtsfeiern: Tut nichts, was ich nicht auch tun würde! Bedeutet: seid artig und benehmt Euch!

Eure

Tanja aus dem House No.15

P.S. Die eine Azubine aus der Firma meiner Freundin ist schwanger und es wird immer noch nach dem Vater gesucht. Noch Fragen? Frohe Weihnachten!

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