Juli 2015 archive

BBQ-Star „Calf Meatball“ and „The Sweet Mashed Tomato“

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So Leute, heute gibt’s ein Meat and Greet im House.
Ja, Ihr habt richtig gelesen: Meat und nicht Meet….

Die halbjährliche Veranstaltung im House No.15.
Quasi das Räumungsverkaufs-Open-Air. Denn jedes halbe Jahr wird meine Vorratskammer und meine Tiefkühltruhe inspiziert, um sie dann möglichst großflächig zu räumen und Platz für Neues zu schaffen. Nach der Inspektion kommt das Verarbeiten und dann folgt das Voting. Wer wird der Stargast beim Meat-and-Greet- Festival und schafft es hier auf den Blog und darf auf der Bühne von den Fans mit Schlüpfern, roten Rosen und Teddybären beworfen werden?

Tadaaaa….

Bei diesem Meat and Greet darf ich Euch feierlich unseren Lieblingsgericht-Fingerfood-Star Mister Calf Meatball mit seiner Dipp-Begleitung „The Sweet Mashed Tomato“ vorstellen. Einen donnernden Applaus für meinen derzeitig angesagten BBQ-King und die sündigste scharfe Sauce, die je den Teller berührt hat!

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Natürlich gibt es, wie bei jedem Meat and Greet, auch ein kurzes Interview mit dem Star:

HNO15: „Mister Meatball, danke dass sie auf Ihrer Tour hier im House No.15 einen Zwischenstopp eingelegt haben! Sie sehen fabelhaft aus! Wie wurden sie ein Star?“
C.M.: „Ach Baby… that‘s pretty eeeeaaaasyyyy! Ich sage immer: Es ist die Kunst des Einfachen. Ich bestehe aus bestem Kalbfleisch, und lasse mich nur mit Salz und Pfeffer würzen. Dieser ganze Schnickschnack mit geräuchertem Paprikapulver usw. brauche ich nicht! Und weil ich ja heute die Party hier rocken wollte, habe ich vorhin noch ein Bad in einer Ei-Joghurt-Mischung, etwas Weißbrot und einen Löffel voll gebratenem Salbei genommen. Best idea ever, sag ich da nur! “ (streicht sich selbstverliebt über den knusprig braunen Körper)

HNO15: „Und wie schaffen sie es immer so hervorragend und auf den Punkt genau zu performen?“
C.M.: „Ich arbeite nur mit Profis zusammen, die wissen was so am Grill abgeht! Man kennt mich und weiß, wann der beste Punkt erreicht ist. Nur so kann man mit seiner Qualität auch am Ende auf dem Teller überzeugen!“ (grüßt kurz den vorbeilaufenden Grillmeister mit der Ghettofaust)

HNO15: „Würden Sie Ihren Fans auch noch kurz Ihre zauberhafte Begleitung vorstellen?“
C.M.: „Also guys….bevor hier einer auf schräge Gedanken kommt: She‘s mine! Dieses scharfe Exemplar einer goldgelben Tomaten-Ketchup-Lady gibt’s nur in Kombination mit mir! Sie ist die hoteste Nummer die ich je an meinen Körper heran gelassen habe…und da gab es schon eine Menge vorher.“ (klatscht einer gelben Tomate herzhaft auf den Hintern)

HNO15: „Mister Meatball…thank you for joining us! Viel Erfolg bei Ihrer weitern Tour durch die Genusswelt!“

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Ich kann nur jedem empfehlen diese Meatballs auszuprobieren. Natürlich nur in Kombination mit der scharfen „The Sweet Mashed Tomato“ Sauce!
Und für alle Fans und Groupies da draußen, hat Calf Meatball uns einen kurzen Steckbrief von sich und seiner Saucen-Begleitung dagelassen. Ich sag nur: Ausdrucken und sich in den „Küchenspind“ hängen (ihr wisst schon, wie in der Kaserne die Pin-up-Kalender im Schrank *grins)

5.0 from 7 reviews
Meatballs mit scharfem gelben Ketchup
 
Author:
Ingredients
  • Für die Meatballs:
  • 1 kg Kalbfleisch frisch durch den Wolf gedreht
  • 120 g Zwiebeln
  • 120 ml Öl
  • 6 Scheiben Weizentoastbrot
  • 200 g Sahnejoghurt
  • 4 Eier ,
  • Salz, Pfeffer
  • 10 Salbeiblätter
  • Für die Sauce:
  • 1kg gelbe Tomaten
  • 3 Chili frisch
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Stange Frühlingslauch Stange
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Messerspitze Rosenpaprika
  • Wasser
  • Zitrone
  • Pfeffer
Instructions
  1. Meatballs:
  2. Die Zwiebeln pellen und sehr fein würfeln.
  3. El Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln kurz darin andünsten und kalt werden lassen.
  4. Die Salbeiblätter kurz braten und danach fein zerbröseln.
  5. Das Toastbrot entrinden und fein zerkrümeln.
  6. Das Hackfleisch mit Zwiebeln, Brotkrumen, Joghurt und Eiern zu einem geschmeidigen Teig verkneten, kräftig salzen und pfeffern.
  7. Die Hackmasse abdecken und 1 Stunde kalt stellen.
  8. Aus dem Hack mit feuchten Händen kleine Frikadellen formen und sie auf dem heißen Grill oder in der Grillpfanne knusprig garen. Entweder zuvor oder danach auf einen Holzspieß stecken.

  9. Sauce:
  10. Die Tomaten in kleine Stücke schneiden, Chili fein hacken, Knoblauch fein hacken Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.
  11. Alles zusammen mit den Gewürzen in einen kleinen Topf geben und mit Wasser bedecken. Einmal aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren.
  12. Wenn die Flüssigkeit verkocht ist noch einmal mit Wasser auf die vorherige Menge auffüllen und wieder reduzieren lassen.
  13. Einmal abschmecken und ggf. mit Salz, Pfeffer, Zucker oder einem Spritzer Zitrone nachwürzen.
  14. Das Ganze mit dem Pürierstab bearbeiten und in Schraubgläser füllen.
  15. Im Kühlschrank kühlen und durchziehen lassen.
  16. Der Ketchup hält ca. 1 Woche.

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Unser Star war so gütig und hat einen ganzen Stapel Autogrammkarten im House gelassen. Schreibt mir eine kurze Mail mit Eurer Adresse an mail@houseno15.de und ich schicke Euch eine zu!

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So, let’s rock it!

Gut gelaunte Festival-Grüße
von

Tanja

aus dem House No.15

Coco-Loco-Kokosnuss-Eis

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Was Gerüche im Kopf so auslösen können…

Vor ein paar Tagen stehe ich im Supermarkt an der Kasse und warte mal wieder geduldig darauf meine Einkäufe bezahlen zu dürfen, während in vorderster Reihe eine sportliche Mitsiebzigjährige vor dem Beladen des Förderbands nochmal in aller Seelenruhe die Joghurts und deren Verfallsdatum kontrolliert. (Über ähnliche Situationen habe ich ja schon einmal hier berichtet.)
Direkt vor mir steht eine Dame, die bei jeder ihrer Bewegungen einen wunderbaren Duft verströmt. Kokosnuss. Bei jeder ihrer Arm- und Körperbewegungen, werde ich in Richtung Karibik katapultiert und sehe mich ganz in weiß gekleidet und mit offenem wehenden Haar, mit einem weißen Riesen-Strohhut in der Hand, locker den Strand entlang rennen. Immer das Ziel von kleinen weißen Kokosraspel ummantelten Cremebällchen vor Auge. Als sich diese Vorstellung dann auch noch mit der Melodie von „Summer dreaming“ mischt, höre ich hinter mir eine tiefe männliche Stimme ärgerlich sagen: “Junge Frau, es geht dann weiter!“ PLÖP macht es in meinem Kopf und der Traum zerplatzt mit dem gleichen Gefühl, wie wenn man auf Kaviar beißt.
Die Kokusnuss-Frau ist unterdessen mit dem Bezahlvorgang beschäftigt und ich habe noch nicht mal ein Produkt meines Einkaufs vom Wagen auf das Band verfrachtet. Der Geruch von Kokosnuss-Traumurlaub klebt immer noch in meinen inneren Nasenflügen und macht auch keine Anstalten sich zu verflüchtigen.
„Möchten Sie vielleicht vor?“, frage ich den leicht säuerlich dreinblickenden Herrn hinter mir. „Ich habe noch etwas vergessen!“ Dann setze ich meinen Hundeblick-damit-er-mir-nicht-böse-sein-kann auf, versuche in dem engen Kassengang mit meinem Einkaufswagen zu wenden und kutschiere meinen Wagen an allen wartenden Kunden mit hochrotem Kopf vorbei.
„K O K O S“ hallt es in meinem Kopf. Wie eine Süchtige schiebe ich fremdgesteuert in Richtung Drogerie-Artikel-Regal. Selbst die bunten Farben im Nagellack-Aktions-Ständer sind mir an diesem Tag nicht aufgefallen. Dafür aber die Bodylotion mit der verführerischen Aufschrift ‚mit frischem Kokosduft‘.
Keine Ahnung, ob man Bodylotin im Supermarkt testen darf, wenn nicht explizit „Tester“ drauf steht.
Meine Nase testet immer! Auch Deos (kurz in die Luft sprühen), Flüssigwaschmittel, Duschgel (was mir dann meist beim Draufdrücken eine volle Ladung in die Nase pumpt), und eben Bodylotion. Wer kauft bitteschön die Katze im Sack? Also schmiere ich mal kurz meinen linken Unterarm mit Coco-Loco-Creme ein und warte ab, was passiert.
Die Reaktion meiner Haut war phänomenal. Direkt nach dem Urlaubs-Geruch-Feeling, kam dann das Urlaubs-ich-bin-voll-zerstochen-Feeling. Zumindest hat es an der Stelle genauso gejuckt… Und wenn man bedenkt, dass ich in diesem blöden Supermarkt stehe, mein Arm stellenweise rote Hautirritationen aufweist und ich trotzdem das Bedürfniss habe direkt hineinzubeißen, ist bei der Bodylotion-Aufschrift „Coco-Loco“ echt Name Programm. Also muss Plan B zum Thema Kokosnuss her:

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Mit meinem Bounty-Rafaello-Duft-Arm steuere ich dann also die gekühlten Frischetheken an und lade mir eine Packung Kokosnussmilch in den Wagen. Dazu noch eine Dose Kokosnusscreme, pflücke im Vorbeifahren noch eine echte Kokosnuss aus der Obst-und Gemüse-Landschaft und ab geht es wieder in Richtung Kasse.
Die Kokosnuss-Frau ist natürlich schon längst weg, sonst hätte ich sie mal befragt, ob sie auch Hautirritationen von ihrer Creme bekommt, oder wie sie es schafft so lecker zu riechen. Vielleicht hatte sie ja am Abend zu vor auch nur Unmengen an Piña Colada und dünstete diese aus…?! (auch diese Methode könnte ich mal testen…hmz)
Nach dieser langen Story wollt Ihr sicher wissen, was dann aus den ganzen Zutaten geworden ist und wie ich meine Kokos-Sucht stillen konnte…

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Es gab ein erstklassiges Coco-Loco-Kokosnuss-Eis. Und für alle tierischen-Produkte-Verabscheuer unter Euch: es ist sogar VEGAN! Trotz, dass keine Sahne oder ähnliches verwendet wurde ist es super cremig und schmeckt, als hättet Ihr einen Löffel Sonnenöl eingefroren. Iiiiihhh nein, das klingt eklig! Also es schmeckt einfach unglaublich gut und versetzt einen direkt in Urlaubsstimmung.

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Und wenn Ihr es dann noch mit gerösteten Kokosflocken bestreut, dabei eine CD mit Merresrauschen hört, Euch in die Sonne setzt und die Augen schließt, ist Euch ein Hirn-Urlaubs-Tag garantiert. Und alles unter 8,50 €…so günstig kommt man nie wieder in den Urlaub. Fehlt nur noch einer der die Liege am Pool mit dem Handtuch um 5:23 Uhr reserviert und einer der mir den Rücken eincremt.

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Und so wird’s gemacht:

5.0 from 8 reviews
Veganes Kokosnuss-Eis
 
Author:
Ingredients
  • 200 g Kokoscreme
  • 300 ml Kokosmilch
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 50 g Kokosraspeln
Instructions
  1. Die Kokosraspeln ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Achtung sie verbrennen sehr schnell!
  2. Dann die Kokoscreme mit der Kokosmilch und dem Agavendicksaft in einem hohen Gefäß pürieren und dann in die Eismaschine füllen.
  3. Die Masse in der Eismaschine so lange rühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Bei mir hat das knapp 20 Min gedauert.
  4. Vor dem Servieren mit den gerösteten Kokosraspeln bestreuen.

Was versetzt Euch denn so in Urlaubsstimmung?
Ich bin dann mal am Strand ;-)

Coco-Loco-Grüße von

Tanja

aus dem House No.15

Mein Eis schicke ich schnell noch zu Ina von what ina loves, da geh es nämlich in diesem Monat bei let’s cook together um das Thema Eis. Schaut mal bei Ina vorbei, es gibt wunderbare Eisrezepte zu entdecken!

Ombre Cake {Thank god it’s strawberry time}

Ombre Stawberry cake1

Mal ganz zu Anfang und vorneweg: dieser Beitrag hier war eigentlich gar nicht so geplant.
Er entstand quasi aus einer Not heraus, ach, was sage ich…?! Er war schlicht weg eine Überlebensstrategie.

Ok. Von vorne: Ich habe ein total tolles Wochenende in München verbracht (dazu gibt’s demnächst hier mehr) und bin gestern Mittag in den ICE nach Frankfurt gestiegen, um ganz entspannt in der 1. Klasse auf meinem Einzelsitzplatz mit Fenster und Gang 4 Stunden zu entspannen und das Wochenende revuepassieren zu lassen.
Ich stieg also in den Zug und wuchtete mein deutliches Übergepäck in die Kofferablage über meinem Sitz, ließ mich in den bequemen Stuhl fallen und schaute mich um. Das Abteil war leer. Nur ich. Hach…*seufz*, das wird eine mega-entspannte Rückfahrt. Leider habe ich mich da zu früh gefreut, denn kaum eine Minute später, als mir mein Seufzer (tatsächlich laut) über die Lippen kam, erlebte ich eine Invasion. Eine Reisgruppe aufgeregt schnatternder und trappelnder Menschen, asiatischer Herkunft, betraten ameisenartig den Wagon und strömten ziellos zwischen den einzelnen Sitzplätzen hin und her, nicht in der Lage sich zu orientieren. Das Geschnatter schwoll an. Koffer wurden wieder von der Gepäckablage gewuchtet und über einem anderen Sitzplatz verstaut. Ich hab keine Ahnung, aber wahrscheinlich stand mir tatsächlich der Mund offen und die Hoffnung auf 4 Std. Entspannung zerplatzte wie eine Seifenblase.

Nachdem jeder der Reisegruppe seinen Sitzplatz gefunden und eingenommen hatte, kehrte kurzzeitige Ruhe ein und ich atmete tief durch. Natürlich war das völlig naiv, zu denken, dass diese Ruhe die nächste Zeit in dieser Form anhalten würde, denn wie auf ein geheimes Zeichen hin, fingen alle Mitreisenden zur gleichen Zeit an, in ihren Rücksäcken und Taschen zu wühlen und das mitgebrachte Essen vor sich auszubreiten, nicht ohne zuvor den kleinen Klapptisch an der Rückseite des Vordersitzes mit einem lauten Knall herunterklappen zu lassen. (Mein Hintermann tat das übrigens auch, so dass meine Rückenlehne kurz durchgeschüttelt wurde…juhu!). Zu Ende war es mit der erhofften Stille.
Tütenkruscheln ging mit lauten Kau-und Essensgeräuschen und schlürfenden-schmatzenden Lauten einher und erfüllten das Abteil. Ich steckte mir meine Kopfhörer in die Ohren, drehte die Musik auf volle Lautstärke, lehnte mich zurück und schloss die Augen und blendete die Welt um mich herum aus. In meinen Ohren dröhnten die Beatles mit Strawberry Fields forever und ich beamte mich mit diesem Song in die Zeit, in der ich mit meinen Eltern mit dem Auto viele Stunden lang in den Urlaub gefahren bin und dabei ein Mixtape mit Beatles, Beach Boys & Co. lief. Der Plan ging voll auf und ich saß (wahrscheinlich dämlich vor mich hingrinsend) mit geschlossenen Augen und wippenden Fuß in meinem Sitz.
Das Grinsen erstarb aber leider kurz darauf und das Strawberry Field verdörrte schlagartig von einer Minute auf die andere. Ein mörderischer Geruch waberte durch das Abteil und nahm mir fast die Luft zum Atmen. Ich riss die Augen auf und war Zeuge eines skurrilen Anblicks: ca. 30 asiatische Mitreisende schlugen gleichzeitig ihre hartgekochten Eier aus dem Reiseproviant auf den kleinen Klapptischchen auf und pellten einträchtig die Schale von den Eiern.
Wer schon selbst mal ein gekochtes Ei geschält hat, weiß welch verwesungsartiger Geruch erst einmal entsteht. Und jetzt denkt Euch den Geruch von einem frisch geschälten Ei, multipliziert mit 30…. Ich kam mir vor wie in einem fahrenden Dixi-Klo, das man mit mehr als 30 anderen Personen gleichzeitig teilen muss und mit knapp 150 kmh durch die Lande raste.
Ach, was hätte ich mir jetzt den Geruch von reifen Erdbeerfeldern gewünscht! Frisch gepflückte Früchte, knackig, rot und reif… Ich sprang in meinen Gedanken mit einem geflochtenen Kranz aus weißen Erdbeerblüten im Haar durch die Wiese und genoss die Sonne auf meinen nackten Armen…. Ihr seht, ich fing schon an zu halluzinieren. Der Eierdunst hat mir völlig die Sinne vernebelt. Solche kitschigen, romantischen Vorstellungen sind sonst eher nicht so in meinem Gehirn präsent. Was so ein Eier-Smog alles anrichten kann…
Und dann fiel mir ein, dass ich ja vor kurzem eine Erdbeertorte gebacken hatte, die so wundervoll nach Erdbeeren geschmeckt hatte und obendrein noch so toll aussah, dass ich mir die Bilder auf meinem Handy ansah und versuchte mich visuell von dem Gestank abzulenken. Und oh Wunder, es hat funktioniert.

Ombre Strawberry cake2

Ombre Strawberry Cake3

Thank god it’s strawberry time!

Und da es ja gerade NOCH Erdbeeren zu kaufen gibt, dachte ich, ich teile dieses tolle Rezept mal einfach mit Euch. Vielleicht kommt Ihr ja auch mal in die Situation, in der Euch der Gedanke an einen schönen Duft retten muss. Und vielleicht sind es dann ja auch Erdbeeren (Kohl würde ich jetzt nicht unbedingt für dieses Kopfkino-Projekt empfehlen…)
Also hier das Rezept für einen wunderschönen Ombre-Erdbeer-Cake:

5.0 from 4 reviews
Ombre Cake
 
Ingredients
  • Für den Teig:
  • 300 g weiche + etwas Butter
  • 280 g Zucker
  • 6 Eier (Gr. M)
  • 50 ml Buttermilch
  • 2 gestrichene TL Backpulver
  • 220 g + etwas Mehl
  • 100 g Speisestärke
  • rote Speisefarbe
  • Für das Frosting:
  • 275 g weiche Butter
  • 275 g Puderzucker
  • 150 g Joghurt
  • ca. 150g Erdbeerpüree
Instructions
  1. Für den Teig 300 g Butter und Zucker mit den Schneebesen des Rührgeräts ca. 5 Minuten schaumig rühren. Erst nach und nach Eier, dann Buttermilch unterrühren. Backpulver, 220 g Mehl und Stärke mischen, kurz unterrühren. Teig fünfteln und auf fünf Schüsseln verteilen. Vier Teige mit der Speisefarbe in verschiedene Rosatöne einfärben – von Zart- über Hellrosa bis Pink.
  2. Backofen vorheizen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C/Gas: s. Hersteller). Die Ombre Cake-Formen fetten und mit Mehl ausstäuben. Je 1 Teigportion in die Formen geben, glatt streichen. Die Formen auf ein Backblech stellen. Im Ofen 25–30 Minuten backen.
  3. Kuchenböden in den Formen etwas abkühlen lassen, dann herauslösen. Böden vollständig auskühlen lassen.
  4. Alle Böden evtl. auf der Oberfläche leicht begradigen.
  5. Für das Frosting Butter und Puder­zucker mit den Schneebesen des Rührgeräts ca. 6 Minuten schaumig rühren. Joghurt zum Schluss esslöffelweise unterschlagen und das Erdbeermus unterheben.
  6. Die Füllung auf die vier eingefärbten Böden verstreichen. Die Böden von hell nach kräftig pink aufeinandersetzen.
  7. Die Torte mit Frischhaltefolie abdecken, ca. 4 Stunden kalt stellen.
  8. Danach die Torte rundherum mit etwas Creme dünn einstreichen.
  9. Mit Baisertupfen, gehobelten Mandeln und Erdbeeren verzieren.
  10. Ca. 1–2 Stunden kalt stellen. Hält gekühlt 3–4 Tage.

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Ich hatte tatsächlich Glück und die Reisegruppe verließ in Augsburg genauso invasionsartig den Zug, wie sie ihn betreten hatte. Die länger geöffneten Türen sorgten für einen Frischluftaustausch und alles war gut. Das einzig blöde w, ich hatte unbändige Lust auf Erdbeerkuchen. Aber das Boardrestaurant hielt nur Königsberger Klopse und fertige Waffeln aus der Tüte parat. Also dudelten die Beatles bis Frankfurt in Dauerschleife. Kopfkino geht irgendwie immer!

Und was geht gerade so in Euren Köpfen vor?
Schreibt mir doch mal!

Habt einen guten Start in die neue (hoffentlich geruchsneutrale) Woche!
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Die Form für den Kuchen findet Ihr übrigens hier

Männlichkeit vs. Schirmchengetränk

 

3.3

Was ist des Deutschen liebste Beschäftigung im Sommer? Grillen! Genau.

Hier oben in meinem beschaulichen Taunusörtchen, sieht man bei gutem Wetter, hinter den akkurat gestutzten Hecken oder den perfekt gestrichenen Gartenhäuschen, ständig weiße Rauchwolken aufsteigen. Man könnte glatt meinen, dass auf jedem der Grundstücke heimlich der persönliche Papst gewählt wird. Der ein oder andere Ortsansässige schwebt allerdings auch oft mit eben dieser gleichen Anmut durch die Gemeinde oder schiebt das eigene Papamobil in Form eines Rollators vor sich her. Ups, jetzt werde ich gemein. Vergesst das mit dem Rollator!

Natürlich wählen die Menschen hier nicht alle den eigenen Haus-Papst, eher wird das Grillgut mit Hingabe auf den polierten Markengrills hin und her gewendet und die köstlichsten Düften wehen durch die Straßen.
Gerade am letzten Wochenende, an dem hier oben auch, wie in ganz vielen Teilen Deutschlands, Rekordtemperaturen gemessen wurden, lag ein dichter Würstchen-Grill-Smog über dem Ort . Grillen ist ja bewiesener Maßen so ein Männerding. Der Chef grillt und das Frauchen bereitet Soßen und Salate zu. Und während der Grillmeister stolz in der eigenen Designer-Schürze mit der einen Hand locker die Grillzange schwingt, wird mit der anderen Hand der Bizeps trainiert. Schließlich erfordert es ja eine gehörige Portion Kraft, die Bierflasche immer zum Mund zu führen. Und was soll ich sagen? Der Herr am Grill macht es richtig, denn in allen Medien wurde geraten, daran zu denken, bei diesen Temperaturen viel zu trinken und sich nicht in der direkten Sonne aufzuhalten. Grillflammen sind ja keine direkte Sonne…

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Bei den dazugehörigen Damen, die für die Organisation oder Herstellung der Beilagen verantwortlich sind, steht Bier nicht unbedingt auf dem 1. Platz der Getränkeliste. Zumindest nicht in dem Kreis meiner „Salat- und Soßen-Anricht-und-Deko-Feen“. Hier herrscht der Wunsch nach sommerlichen Schirmchengetränken vor. Sprich Cocktails oder auch alkoholische Mischgetränke genannt, die dann vielleicht noch ganz mädchen-like dekoriert oder in schönen Gläsern kredenzt werden.

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So, und jetzt kommt die Herausforderung. Wie kombiniert man die pure Männlichkeit am Grill mit dem Schönsinn und der Weiblichkeit? Ganz klar: man beauftragt die Herren damit, sich sich an der Zubereitung des Schirmchengetränks zu beteiligen. Das „Stolze-Brust-schwill-an-Barometer“ schießt dadurch in ungeahnte Höhen und die verächtlichen Blicke auf das Getränk der Damen bleibt damit auch noch aus. Was will man mehr?

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Deshalb gab es am Wochenende bei mir gegrillte Caipirinha.

Männer grillen die Limetten, Frauen mixen den Cocktail und schlürfen mit anerkennenden Blicken zu den Grillmeistern ihr 1A-Sommergetränk. Und da ja die Auflage war bei diesen Temperaturen gaaaaanz viel zu trinken, haben wir uns natürlich ganz brav, (wie Mädchen nun mal sind) daran gehalten. *hicks* (das Kleingedruckte, dass man hauptsächlich Wasser zu sich nehmen sollte, haben wir irgendwie überlesen. Aber schließlich waren die Eiswürfel ja aus Wasser…..) Das Potenzgehabe am Grill ist übrigens nach der zweiten Caipirinha gar nicht mehr nervig, sondern nur noch urkomisch!

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Am kommenden Wochenende hat der Wetterdienst schon wieder knackige 30 Grad angekündigt. Und deshalb gibt’s jetzt hier mal eben das Rezept für den Cocktail, damit die Männer am Grill beeindrucken und die Mädels einen wunderbaren Cocktail schlürfen können.

5.0 from 4 reviews
Gegrillte Caipirinha
 
Serves: 1
Ingredients
  • 4-6 cl Cachaça
  • 1 Limette
  • etwa 2 gehäufte Teelöffel Rohrzucker
  • Crushed Ice
Instructions
  1. Die Limette halbieren und mit der Schnittfläche auf den heißen Grillrost legen.
  2. Ca. 3-4 Minuten rösten, bis die Ränder des Fruchtfleisches dunkel werden.
  3. Dann die gegrillten Limetten zusammen mit dem Zucker in einem stabilen Glas zerquetschen.
  4. Anschließend wird das Glas mit Crushed Ice aufgefüllt, der Cachaça hinzugegeben und umgerührt.
  5. Satt Cachaça kann, als alkoholfreie Variante, auch Ginger Ale verwendet werden (dann funktioniert der Drink auch wunderbar für Kinder oder Schwangere, oder oder oder….)
  6. Tipp: Durch das Grillen werden die Limetten wunderbar saftig, weshalb auch schon etwas ältere Limetten dazu gut verwendet werden können!

Und für alle die jetzt denken, dass es keinen Unterschied macht, ob man die Limetten vor dem Pressen grillt oder nicht, sollten das unbedingt ausprobieren, denn die Röstaromen (andere nenne es vielleicht Acrylamit) kommen geschmacklich toll hervor.

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Cheers alle zusammen! Genießt die Sonne, den Anblick der gestählten, beschürzten Herren am Grill, den der betrunkenen Damen mit alkoholischen Getränken in der Hand und überhaupt die lauen Sommernächte!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Dieser Drink war übrigens mein Beitrag zu Jasmins Sommerspecial „Sommerliche Getränke“. Besucht sie doch mal hier und schaut Euch die anderen tollen Sommergetränke an!

Und jetzt haben wir den Salat {Teil 4}

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Also wenn in China ein Sack Reis umfällt, mag das ja den einen oder anderen nicht interessieren (mich interessiert es ja meisten auch nicht). Es fängt mich aber genau dann an zu interessieren, wenn dadurch ein mittelschweres Erdbeben im House No.15 ausgelöst wird.
So geschehen in dieser Woche.

Keine Ahnung mit was der Sack dort in China gefüllt war, auf jeden Fall hat es einen ziemlich lauten Rums getan und dadurch in meinem Leben 1.0 ziemlich gerappelt. Naja, und deshalb wurde meine Wochenplanung, was das Thema bloggen anbelangt, ziemlich durcheinander gebracht, denn eigentlich sollte dieser Salat ja schon am Montag hier erscheinen. Das klingt jetzt alles ganz furchtbar dramatisch. Ist es aber gar nicht. Ich hatte einfach arbeitsmäßig diese Woche so viel um die Ohren, dass ich nicht eine Minute Zeit für etwas anderes hatte (außer schlafen- und das war auch nötig!).

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Und weil mich dieser Sack Reis reichlich Nerven gekostet hat, gab es auch keinen Reissalat, sondern asiatischen Glasnudelsalat. Ätsch Ihr Chinesen! Ha! Und weil ich Glasnudelsalat alleine total langweilig fand, habe ich schnell mal noch ein paar Garnelenbällchen dazu gemacht. So zu Feier des Tages und als krönenden Abschluss der Salatwoche.

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Ihr merkt, ich komme heute ziemlich schnell zur Sache und halte mich heute mal ausnahmsweise nicht mit viel Text und Geschichtenerzählerei auf. Mensch…ich hab doch keiiiine Zeiiiit! Und bald geht es doch auch schon wieder weiter hier im House. Aber diesmal dann ohne Salat. Davon hatte ich in letzter Zeit wirklich genug. Und dann gibt’s bestimmt auch wieder *Tanja plaudert fröhlich über ihr Leben und ihre Missgeschicke*. Warum eigentlich immer ich?

Hier also ganz schnell das Rezept von den Glasnudeln in Salatform mit Garnelenbällchen:

5.0 from 3 reviews
Glasnudelsalat mit Garnelenbällchen
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Glasnudelsalat:
  • 200 g Glasnudeln
  • 100 g rote Zwiebeln in feinen Scheiben
  • 150g Zuckerschoten
  • 120 g Möhren in feinen Stiften
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 30 g frischer Ingwer klein geschnitten
  • 1 rote Chilischote
  • 3 EL Sojasauce
  • 50 ml Fischsauce
  • 3 EL Reisessig
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 Bund Koriander
  • Garnelenbällchen:
  • 1 Bd Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten
  • 20 g frischer Ingwer klein geschnitten
  • 200 g Lachsfilet
  • 200 g Garnelen (roh)
  • Salz, Pfeffer
  • 150 g Panko-Brösel (alternativ Paniermehl)
  • 1 Bd. Koriandergrün
  • Sesam hell und dunkel
Instructions
  1. Für den Salat schneidet Ihr die geputzten Zuckerschoten schräg in feine Streifen und vermischt sie mit den Möhren und den roten Zwiebeln in einer Schüssel.
  2. Dann kommen die Glasnudeln dazu .
  3. Alles mit 1,5 Liter kochender Gemüsebrühe übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.
  4. Dann werden die Nudeln abgegossen, kalt abgeschreckt und gut abtropfen lassen.
  5. Die Chilischot mit den Kernen in feine Ringe schneiden und mit dem Ingwer, der Sojasauce, Reisessig, Fischsauce und Limettensaft vermengen.
  6. Die Sauce über das Glasnudel-Gemüse-Gemisch geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles gut vermengen.
  7. Fein gehackten Koriander unter den Salat heben und alles mindesten 30 Minuten ziehen lassen.
  8. Für die Garnelenbällchen die Garnelen mit dem Lachs, dem Koriander und den Frühlingszwiebeln in einem Multizerkleinerer zu einer Farce verarbeiten.
  9. Mit Ingwer, Salz und Pfeffer würzen.
  10. Evtl. einen Spritzer Fischsauce hinzugeben.
  11. Dann kleine Bällchen aus der Masse formen und diese anschließend in Panko wälzen.
  12. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Bällchen darin von allen Seiten goldbraun braten.
  13. Vor dem Servieren mit Sesam bestreuen.

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Habe ich eigentlich schon gesagt, dass dieser Salat ganz furchtbar lecker geschmeckt hat? Und dass er sich auch ohne diese Garnelenbällchen großartig als Beilage zu gegrilltem Fisch eignet? Und Grillen steht ja bei diesen Temperaturen wohl ganz hoch im Kurs oder?

Verratet mir doch mal: Hört Ihr es auch manchmal, wenn ein Sack (egal mit welcher Füllung) in China umfällt oder gar platzt, oder geht Euch das am… (woran auch immer) vorbei?

Bewahrt einen kühlen Kopf in den Tagen mit diesen überirdischen Außentemperaturen und bleibt entspannt! Ich versuche noch ein wenig asiatische Tageszeitungen zu entziffern. Es sind eindeutig zu wenig Bilder auf diesem Papier…

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Ich hoffe Euch hat meine Salad-Week gefallen und der ein oder andere Salat hat Euch zum Nachmachen animiert. Ich würde mich sehr über Feedback von Euch freuen. Auch gerne über instagram @house_no_15 oder hier bei Facebook.

Es grüßt Euch

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Dieses Rezept erschien auch hier auf Seite 2 von dem schönen Onlinemagazine Aromenspiele „Frühlingsküche“.