März 2015 archive

Es war die Wachtel, nicht die Nachtigall…

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…und auch nicht die Lerche, die Ihr Ei zum Pochieren für dieses köstliche Frühlingskräuter-Süppchen geopfert hat. Aber das Wachtelei ist ja nur schmückendes Beiwerk zu diesem Süppchen. Denn die Hauptrollen spielen eindeutig die Frühlingskräuter. Und da ich aus dem schönen Hessen stamme und hier die Frankfurter „Grie Soß“ Nationalgericht ist, habe ich natürlich auch diese Kräuter für das Süppchen verwendet. Im Einzelnen sind das: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

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Und soll ich Euch was sagen? Es schmeckt himmlisch. Cremig. Kräuterig. Sanft. Die Suppe ist leicht und doch sättigend. Die Kräuter schmecken nach Frühling, gute Laune und Ostern. Und abgerundet wird alles von einem Riesling-Schäumchen on top und einem pochierten Wachtelei.

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Dazu muss ich noch kurz etwas sagen: ich finde, dass Wachteln wunderschöne Eier legen. Aber ich habe bis heute noch nie ein Wachtelei pochiert. Ein wenig Angst hatte ich schon dieses kleine Wunderwerk der Natur aufzuschlagen und in heißes Essigwasser gleiten zu lassen. Irgendwie kam ich mir gemein vor. Vor allem war ich wirklich erstaunt, wie robust doch so ein kleines Mini-Punkte-Ei ist. Ich war beim Aufschlagen des Eies etwas zaghaft und musste das kleine Ding wirklich kräftig aufklopfen, damit ich überhaupt an das Innere gelangte. Ein Ei ist sogar runtergefallen…und was soll ich sagen: Es gab keine Sauerei in der Küche, denn die Schale war nur leicht angeknackst. Fazit: Wachteln legen wirklich robuste und zugleich hübsche Mini-Eier und der Geschmack ist ganz besonders fein. Allerdings finde ich nicht, dass es so sehr viel anders als ein pochiertes Hühnerei schmeckt. Ist eben nur mit einem Haps weg, während man am Hühnerei ein wenig länger zu kauen hat. Genau wie bei einem Hühner-und einem Wachtelschenkel. Während die Wachtelschenkel eher an Barbie-Beinchen erinnern, hat man beim Hühnerschenkel quasi Jennifer Lopez auf dem Teller. Fans gibt es ja für beide Ladies :-)

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So, aber jetzt zeige ich Euch geschwind, wie Ihr Euch diesen Frühlingsschmaus in die Suppenschale zaubern könnt:

5.0 from 3 reviews
Frühlingskräuter-Suppe mit pochietem Wachtelei
 
Author:
Serves: 8
Ingredients
  • 50g Butter
  • 100g Mehl
  • 11/2 l Geflügelbrühe
  • 500ml Sahne
  • 2 EL Weißwein
  • 8 gekühlte Wachteleier
  • 200g gemischte frische Kräuter
  • 1 Schuss Riesling
  • 100ml Milch
  • Salz und Pfeffer
  • Kräuter zum Garnieren
Instructions
  1. Zuerst die Butter in einem Topf aufschäumen und dann das Mehl unterrühren und andünsten.
  2. Mit der Brühe und der Sahne auffüllen und unter Rühren 4-5 Min köcheln lassen.
  3. In einem Topf 1 Liter Wasser mit Essig zum Kochen bringen und die gut gekühlten Eier vorsichtig auf schlagen und in das siedende Wasser gleiten lassen.
  4. Mit einem Kochlöffel einen Strudel im Topf rühren, dann umschließt das Eiweiß das Eigelb besser.
  5. Na 3-4 Minuten mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
  6. Die Kräuter abbrausen und trocken schütteln, dann die Blätter von den Stielen zupfen.
  7. Ein Viertel der weißen Grundsuppe entnehmen und etwas abkühlen lassen.
  8. Dann die Kräuter mit der erkalteten Suppe im Mixer fein pürieren.
  9. Jetzt das Kräuterpüree in die restliche Suppe einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  10. Die Milch mit dem Riesling erwärmen und aufschäumen.
  11. Die Suppe in Schalen oder Tassen füllen, mit dem Milchschaum und ein paar Kräutern garnieren und mit je 1 Wachtelei servieren.

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Und wenn das hier jetzt kein passendes Gericht für Sia’s Soulfood Spring-Even ist, weiß ich es auch nicht. Also falls Ihr noch mehr Inspirationen für frühlingsfrische Küche sucht, klickt Euch zu Sia rüber.

Vielleicht passt diese Suppe ja auch zu Eurem Ostermenü. Was habt Ihr eigentlich an Ostern vor? Was kommt bei Euch auf den Tisch?

Genießt Euer Wochenende mit hoffentlich ganz viel Frühlingsgefühl!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Heute bleibt die Küche kalt! {Gewinnaktion}

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Wisst Ihr schon was Ihr an Ostern auf den Tisch zaubert?

Ich habe mich dieses Jahr entschlossen mal etwas ganz anderes an Ostern auszuprobieren. Ich mache es wie die Hasen…diesmal bleibt an Ostern alles roh und kommt ohne tierische Produkte aus. Nicht weil ich jetzt auch auf der veganen Welle mitschwimme (ich würde auf Dauer gnadenlos untergehen und mir heimlich mit nem Campingkocher Würstchen unterm Bett braten und Käsewürfel unterm Kopfkissen lagern). Aber sich hin und wieder mal zu erden und auch mal Neues auszuprobieren, erweitert das Essensangebot im eigenen Speiseplan um ein Vielfaches. Das Schlüsselwort für die etwas andere Zubereitungsform heißt: RAW (engl. roh).

Da ich mich außer mit Gemüsesticks und Kräuterdipp noch nie wirklich mit Rohkost beschäftigt habe, musste ich mir natürlich ein Kochbuch zu diesem Thema zulegen. (Gründe für neue Kochbücher gibt es ja irgendwie immer).

Vor Kurzen hat Boris Lauser sein Kochbuch „Raw to be alive“* auf den Markt gebracht und stellt hier alle Zubereitungsarten für Rohkost in sämtlichen Varianten vor. Allein sein Werdegang liest sich schon spannend. Und einer der ersten Sätze in diesem Buch ist: „Als Kind war ich dick“. Hm…Heute sieht das tatsächlich anders aus und von dem einst dicken Kind ist ein drahtiger jungenhafter 37-Jahre alter Kerl übriggeblieben. Ok. Kerl trifft es vielleicht nicht ganz, denn dafür ist an ihm für meinen Geschmack etwas zu wenig dran. Aber das ist ja wie beim Essen alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Aber weiter zu Boris Lausers Buch:

Auf 160 Seiten erklärt Boris was man alles über die Zubereitung von Rohkost wissen muss, was die Vorteile an dieser Art der Zubereitung sind und warum sich eine Nahrungsumstellung auf jeden Fall lohnt und wie sie sich im Körper bemerkbar macht. Viele der benötigten Werkzeuge, die man für die einzelnen Rohkost-Techniken, wie z.B. Mixen, Entsaften, Dörren, Marinieren, Fermentieren benötigt, hat fast jeder zu Hause. Ich bin einzig und allein über das Thema Dörren gestolpert. Denn sollte man diese Technik des Trocknens von Gemüse und Obst tatsächlich häufiger praktizieren wollen, sollte man sich einen Dörrautomaten anschaffen. Aber man kann natürlich auch alles bei niedrigster Temperatur und mit einem Kochlöffel zwischen die Ofentür geklemmt, im Backofen dörren. Kostenpunkt für einen Dörrautomaten: Hausfrauengerät ab 40 Euro, Semiprofigerät ca. 150-200 Euro, Profigerät ab 350 Euro-nach oben offen, Stromkosten für 12 Std Haushalts-Backofen laufen lassen:…. rechnet es Euch aus!

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Nach dieser ausführlichen Einleitung Rund um das Thema >>eat raw<< findet man in den 6 Kapiteln: Basics für jeden Tag, Frühstück, Suppen & Salate, Brote, Wraps & Dips, Hauptgerichte und Süsses & Desserts, viele echt tolle und sehr schön bebilderte Rezepte, die sehr ansprechend sind. Wer ein Blick ins Buch werfen möchte, klickt sich hier* entlang.

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Ich habe mich dann gleich mal an ein sogenanntes „Hauptgericht“ gewagt (Seite 116), wobei ich sagen muss, dass an Ostern alle lange Gesichter machen würden, wenn ich das als Hauptgericht auf den Tisch bringe. Es geht um sogenannte Kohlrabi-Ravioli mit Paprika-Hummus-Füllung und Petersilien-Chili-Hanf-Pesto. Jaaaaaa….Hanf! Also Hanfsamen (das war mir bisher auch noch nicht so geläufig). Und was soll ich Euch sagen: die schmecken extrem lecker. Stellt Euch kleine sesamgroße geschälte Samen mit einem leicht nussigen geschmack vor. Auch auf Salaten ein Knaller. Und nein…ich bin jetzt nicht stoned!

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Ravioli heißen diese gefüllten Kohlrabischeiben nur, weil sie eben optisch ein wenig an gefüllte Ravioli erinnern. Aber wie gesagt: nix gekocht, alles roh und in meiner Variante ziemlich knoblauchlastig (2 Std. Stoßlüften haben fast nicht gereicht, um das House zu entdunsten).

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Geschmeckt haben sie mir. Aber satt war ich danach nicht wirklich. Und ehrlich: das Gefühl etwas „Richtiges“ gegessen zu haben, blieb irgendwie auch aus. Nun. Deshalb jetzt mal mein Fazit zum Thema Rohkostküche, bzw. dem Buch von Boris Lauser:

Das Buch ist sehr sehr ansprechend gestaltet und für alle die einmal über eine andere Form der Ernährung nachdenken wirklich zu empfehlen. Man muss eben wissen, dass man für diese Art der Zubereitung evtl. viel Zeit und Planung benötigt und ggf. auch das ein oder andere Gerät anschaffen muss. Wer sich aber schon häufiger mit der veganen Küche auseinander gesetzt hat und für den Lebensmittel wie selbstgezogene Keimlinge und Chia- und Hanfsamen keine böhmischen Dörfer bedeuten, wird mit diesem Kochbuch seine Freude haben. Ich persönlich brauche einmal am Tag eine WARME MAHLZEIT, dass bedeutet es kommt dampfend aus dem Topf oder Ofen. Gedörrtes und nur zimmerwarmes Essen ist auf Dauer für mich keine Alternative, aber durchaus denkbar es immer mal wieder mit einzubauen. Man muss ja auch nicht immer ganz so militant sein!

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So, dann ist hier mal das Rezept für die ungekochten Fake-Gemüse-Ravioli:

5.0 from 6 reviews
Kohlrabi-Ravioli
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • 1 große Kohlrabi
  • 1 Knoblauchzehe zerdrückt
  • 50 ml Olivenöl
  • Saft von einer Orange
  • ½ TL Salz
  • Paprika Hummus:
  • 1 rote Paprikaschote
  • ½ TL Salz
  • 30ml Olivenöl
  • ½ Knoblauchzehe
  • wenig Chillipulver
  • ½ EL Tahin
  • 90 g eingeweichten und abgespülten Sesam
  • Petersilien-Chili-Hanf-Pesto:
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 kl. Chilischote
  • 50 g geschälte Hanfsamen
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ TL Salz
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • Saft und Schale von 1 Bio-Orange
  • 4 EL Olivenöl
Instructions
  1. Den Kohlrabi schälen und in hauchdünne Scheiben hobeln.
  2. Olivenöl, Orangensaft, Knoblauch und Salz zu einer Marinade verrühren und die Kohlrabischeiben darin 12 Std ziehen lassen, bis sie eine weiche Konsistenz haben.
  3. Paprika-Hummus:
  4. Die Paprika waschen, entkernen und klein schneiden und mit allen Zutaten (außer dem Sesam) im Mixer fein pürieren.
  5. Jetzt den Sesam hinzugeben und alles zu einer homogenen Masse pürieren und evtl mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Petersilien-Chili-Hanf-Pesto:
  7. Die Petersilie waschen und klein schneiden.
  8. Chilischote entkernen und klein schneiden.
  9. Petersilie, Chili und restl. Zutaten im Mixer fein hacken.
  10. Anrichten:
  11. Auf eine Kohlrabischeibe einen Teelöffel Hummus geben und mit einer weieren Kohlrabischeibe abdecken und mit Pesto beträufeln. Dazu Salat servieren und evtl mit Hanfsamen bestreuen.

Und jetzt kommt ja noch das Tollste überhaupt:

Wer sich auch mal an Raw-Kost heranwagen möchte und vielleicht neugierig auf das Buch geworden ist, hat jetzt hier die Chance ein Exemplar zu gewinnen. Hinterlasst mir hier bis zum 9. April 2015 einen Kommentar unter diesem Post, warum Ihr so ein Buch unbedingt haben möchtet. Das Los entscheidet, wer der glückliche Rohkost-Koch (äh Zubereiter) der Zukunft ist. Teilnehmen kannst Du ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich! Der/die Gewinner/in wird per Email benachrichtigt. Ich freue mich schon auf Eure Kommentare.

Gewonnen hat die liebe Jenny. Herzlichen Glückwunsch! (Du wirst noch per Email benachrichtigt)

So und jetzt schmeiße ich den Backofen an und schieb mir ne Pizza in das 180 Grad heiße Innere.

Genießt Eure Zeit und esst was Euch gut tut!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

*Kooperationslink



Wenn Macarons zum Soulfood avancieren

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Wisst Ihr was? Heute bin ich eigentlich gar nicht hier! Ich schwirre nämlich ganz wo anders herum. Nämlich bei Sia auf Ihrem obertollen Blog Sia’s Soulfood. Kennt Ihr nicht?! Neee…kommt…das ist nicht Euer Ernst! Dann solltet Ihr das wirklich schleunigst nachholen!

Zur kurzen Erklärung: Sias Blog feierte letzte Woche seinen 1. Bloggeburtstag und ich war, bzw. bin eingeladen. Was eine riesen Freude, denn Ihr müsst wissen, dass Sia nicht nur meine Lieblingsbloggerin ist, sondern ich sie auch im Leben außerhalb vom www ganz doll in mein Herz geschlossen habe. Umso schwieriger fand ich es ein geeignetes Geschenk für sie auszusuchen. Dass es irgendetwas mit Soulfood zu tun haben sollte ist ja klar. Aber was? Suppe im Frühling? Ach nö, hatten wir schon im Winter zu oft. Kuchen? Viel zu langweilig. Einen Drink? Hat ja nix mit Food zu tun. Hmmm….echt schwierig!

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Und dann musste ich daran denken, dass Sia ganz verliebt in Paris und in Frankreich ist. Und was gibt es bei den feinen Patisserien in Frankreich in allen Farben und mit den unterschiedlichsten Füllungen? Macarons, genau! Ha! Das ist doch mal ein hübsches Mitbringsel für einen Food-Blog-Geburtstag, oder? Optisch ein Hingucker und geschmacklich total lecker. Gefüllt habe ich die kleinen luftig fluffigen Baiserdinger mit einer cremigen Schokoladenganache. Schokolade mag doch jeder und für mich ist sie ganz oft DER Seelenheiler. Also: Motto Soulfood dürft damit dann auch erfüllt sein!

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Ich hoffe wirklich von ganzem Herzen, dass die Macarons der lieben Sia gefallen werden und einen guten Eindruck auf Ihrer Geburtstagskaffeetafel hinterlassen.

Huscht doch mal schnell zu Sia’s schönem Blog rüber (klick). Dort findet Ihr dann auch das Rezept zu den Macarons und außerdem hat sie gerade ein wundervolles Spring-Soulfood-Event am Start, bei dem es sich unbedingt lohnt mit zu machen!

Habt alle einen großartigen und souligen Start in die neue Woche!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Frühling…{now we have the salad}!

Wildkräutersalat

Was war das denn bitte gestern für ein wundervoller Frühlingsanfang? Fast den gesamten Tag schien rund um das House die Sonne (von der partiellen Sonnenfinsternis mal abgesehen) und selbst zwei Zitronenfalter schwirrten im Garten umher. So könnte es jetzt immer bleiben. Habe ich schon erwähnt, dass ich den Frühling liebe? Da muss man doch einfach vor die Tür gehen und den Duft der Natur einatmen! Mein Weg führte zu meinem Gemüsehändler, in dessen Laden es noch nach viel mehr, als nur nach Frühling duftet.

Und weil ich gerade so in Frühlingslaune war, brauchte ich natürlich auch etwas Frühlingshaftes für auf dem Teller. Es gab wunderbaren Wildkräutersalat im Angebot und das tollste an dieser Salatmischung sind die essbaren Blüten. In diesem Fall kleine gelbe Stiefmütterchen. Soooooo sooooo schön! Und noch dazu wirklich lecker. Die kleinen Blüten sind ganz samtig und haben einen leicht süßlich-pikanten Geschmack. Naja und gepaart mit Ziegenkäse, Feigen und Fenchelkaramell eine unschlagbare Mischung. Trust me! Frühling pur und alles auf MEINEM Teller! Wouhuuuuuuu…

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Natürlich könnt auch Ihr diese Frühlingsszenerie auf Euren Teller zaubern. Und alle die keinen Ziegenkäse mögen, nehmen einfach Mozzarella…am besten Büffelmozzarella. Dieser Salat ist im Übrigen auch eine schöne Vorspeise für ein Ostermenü und macht optisch wirklich etwas her. Der Käse wird in einer Mischung aus Feigen, Schalotten und Olivenöl mariniert und das Fenchelkaramell rundet alles geschmacklich perfekt ab und crunched zudem noch so schön beim darauf beißen.

Wildkräutersalat4

Und so geht’s:

5.0 from 3 reviews
Wildkräutersalat mit mariniertem Ziegenkäse und Fenchelkaramell
 
Author:
Ingredients
  • 200 g Wildkräutersalat mit Blüten
  • 8-12 kleine Ziegenkäsetaler
  • 6 getrocknete Feigen
  • 1 Schalotte, geschält und sehr feingewürfelt
  • 2 EL Zitronensaft
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 zerbröselte Chilichote
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Fenchelsamen
  • 4 EL Zucker
  • Olivenöl und weißer Balsamico
  • 1-2 frische Feigen
Instructions
  1. Zuerst werden die getrockneten Feigen sehr fein gewürfelt und anschließend mit den Schalottenwürfeln, dem Olivenöl, Zitronensaft, Chili, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrührt.
  2. Die Ziegenkäsetaler in eine flache Schale legen und die Marinade darüber geben und für eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Fenchelsamen in einer Pfanne leicht rösten und dann herausnehmen.
  4. Den Zucker in die Pfanne geben und hellbraun karamellisieren lassen.
  5. Fenchelsamen zugeben und untermischen.
  6. Den Mix zügig auf ein Backpapier gießen und mit einem weitern Backpapier abdecken.
  7. Jetzt das Karamell mit einem Rollholz dünn ausrollen und danach alles erkalten lassen und dann in Stücke brechen.
  8. Den Salat waschen und einen kleinen Berg auf einem Teller anhäufen.
  9. Den marinierten Ziegenkäse auf dem Salat verteilen und etwas Marinade darüber träufeln.
  10. Mit einer frischen Feige, dem Fenchelkaramell und einigen Blüten ausdekorieren und evtl. ein wenig Olivenöl und weißen Balsamicoessig darüber geben.
  11. Etwas Pfeffer aus der Mühle darüber und schon habt Ihr den Salat!

 

Heute mache ich es wie die alten Zen-Mönche:

Still sitzen.
Nichts tun.
Der Frühling kommt.
Das Gras wächst.

(aus dem Zen-Buddhismus)

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Was macht Ihr an diesem Frühlingswochenende?

Auf jeden Fall genießen, oder?

Macht es Euch schön!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

{Life is no sugarlicking} …sonntags schon!

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Stimmt! Manchmal. Aber nicht gestern! Denn da war Sonntag. Für mich ein Tag, den ich dazu nutze schöne Dinge zu tun, die mir Spaß machen und mir gut tun. Und gerade dann, wenn das Leben eben no-sugerlicking-like ist, dann ganz besonders. Sonntag ist der imaginäre Stinkefinger-Zeigetag für alles was in der vergangenen Woche nicht so lief wie gewünscht oder schlichtweg schief ging. Sonntag: Zeit zum neue Kraft tanken und die Reserven für die kommende Woche neu auffüllen.

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Und was füllt die Reserven ganz besonders gut auf? Was steigert bewiesenermaßen die gute Laune und erzeugt Glücksgefühle? S C H O K O L A D E…. Endlich mal legalisierter Schokolade-Overflow-Genuß, weil die Woche so besch… war. So! Ende mit Geheule über das, was alles hätte besser laufen können! Zur Kompensation habe ich mich gestern Morgen direkt mal in die Küche gestürzt und mir gute Laune gebacken. Aber nicht so ne kleine gute Laune…Nääääää!!! Hammer große gute Laune. Genau genommen CD-große gute Laune. CD-große-gute-Laune-Schokoladen-Cookies. Wenn das keine Endorphine freisetzt, dann weiß ich es auch nicht!
Natürlich habe ich das Rad, bzw. den guten alten Schokoladen-Cookie nicht neu erfunden. Muss ich ja auch nicht. Altbewährtes lohnt sich immer wieder mal aufzugreifen. Aber jedes Mal wieder bin ich hin und weg von dem Duft, der durch die Küche zieht, wenn die köstlichen kleinen, ach so-nee stimmt ja gar nicht- also großen Glücklichmacher im Ofen vor sich hin backen. Und jedes Mal wieder verbrenne ich mir die Lippen, Zunge und Gaumen, weil ich es nicht abwarten kann so ein Stück ofenwarmen Cookie in den Mund zu schieben. Lernresistent nennt man das wohl. Wahrscheinlich habe ich mittlerweile schon mehrere Schokoladen-Cookie-Gaumen-Brandings und der Zahnarzt rätselt jedes Mal (wie beim Bleigießen) was es wohl darstellen soll. Ich schweife schon wieder ab…

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Natürlich lassen sich diese treuen Seelenheiler auch super verschenken. Und wenn Ihr Euch an das Stichwort: CD-größe beim Backen haltet, geht das Verschenken umso stylischer! In klassischer CD Hülle verpackt und ein Label dran getackert, ist das DAS Mitbringsel für alle Trauerklöße, Schokoholics, Lieblings-Arbeitskollegen, Mutter-und-Kind-Turngruppen-Leiterinnen, und und und… Ihr wisst doch: Schenken macht glücklich! Selber essen macht dick.

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Und nun: ran ans Backrohr, lasst die Schokowinde durch die Häuser und Wohnungen ziehen.
Wie’s gemacht wird zeig ich Euch hier:

5.0 from 5 reviews
Double chocolate cookie
 
Author:
Ingredients
  • 350 g Zartbitter-Schokolade
  • 125 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 175 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 EL Kakaopulver
  • 80g weiße
Instructions
  1. Zartbitter-Schokolade (200g) hacken und über einem warmen Wasserbad schmelzen.
  2. Butter, Salz, Zucker und Vanillin-Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig schlagen.
  3. Ei unterrühren.
  4. Geschmolzene Schokolade unterrühren.
  5. Mehl, Backpulver und Kakao mischen, unter die Butter-Schokomischung rühren.
  6. Restliche Zartbitter-Schokolade und weiße Schokolade grob hacken, unter den Teig heben.
  7. Backblech mit Backpapier auslegen und darauf mit Hilfe einer CD Kreise malen.
  8. Mit zwei Teelöffel Teig auf die Kreise streichen (etwas kleiner als der Kreis, Kekse laufen auseinander).
  9. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/ Gas: Stufe 2) 10-12 Minuten backen. Auskühlen lassen.

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Tja, das war also ein Auszug von einem typischen Sonntag bei mir. Ich backe, koche und fotografiere im House herum und warte dann sehnlichst darauf, dass einer hinter mir das ganze Chaos beseitigt. Aufräumen und sauber machen steht nämlich eindeutig nicht auf der Liste für einen typischen Sonntag. Was so bei anderen auf der Liste für einen typischen Sonntag steht, könnt Ihr übrigens bei Kebo nachlesen (klick).

Ich warte jetzt erst mal auf die Bewerbungseingänge für die vakante Stelle des :
“Super Manager of Hinterheräuming/Abspüling und Wegsortiering“.
Vorkenntnisse und Erfahrung sind von Vorteil, aber nicht unbedingt notwendig.
Aussagekräftige Bewerbungen bitte ab sofort an mich.

Habt einen tollen Start in die neue Woche,
lasst Euch nicht ärgern und denkt beim Schokoladeessen an die Endorphinfreisetzung!
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Laberrhabarber-Prosäggo-Stößchen

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Mädels, freut Euch! Der Frühling steht vor der Tür und alles wird wieder rosa. Irgendwann blühen die Kirschblüten in zartem rosé, die Sonne zaubert beim Untergang die schönsten Pastelltöne aus dem Wasserfarbkasten an den Abendhimmel, zarte Stoffe umwehen Eure (noch) käsigen Beine in frischem nude und taupe, und selbst die Drinks passen sich der Frühlings-Farben-Stimmung an.

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Also los, trommelt eure Mädels zusammen und trefft Euch zur WELCOME-SPRING-NIGHT. Vorglühen zu Hause und danach irgendwo die Nacht durchtanzen.

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Für`s Vorglühen hätte ich da heute etwas im Angebot für Euch. „Pimp my drink“ geht nach der Weihnachts-Edition (zu sehen hier klick) in die Spring-Edition über. Was haltet Ihr von einem leckeren Rhabarber-Sirup, aufgefüllt mit Prosecco und garniert mit Minze? Und alles in einem zarten mädchenrosa. Das bringt auch die Introvertierteste von Eurer Runde in Laberstimmung! Natürlich könnt Ihr den Sirup auch mit härterem wie Gin, Tequilla oder Cachaça auffüllen. Und da ja die eine oder andere vielleicht auch noch mit dem Auto fahren muss, schmeckt der Sirup auch perfekt mit Mineralwasser oder Tonic aufgegossen. Ihr seht diese Flasche voller Vitamine (okeee und Zucker) ist ein echter Allrounder. Laberrhabarber at it’s best!

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Ach ja, verschenken lässt sich das Zeug natürlich auch perfekt! Sucht Euch eine schöne Flasche, füllt den Sirup dort hinein, druckt Euch die Labels aus, die ich für Euch entworfen habe  und verziert damit die Flaschen. Zum Download der Labels geht’s hier entlang (klick).

Und so wird das rosa Gesöff zubereitet:

5.0 from 2 reviews
Rhabarber-Sirup
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Serves: 600ml
Ingredients
  • 1 Kg Rhabarber nicht geschält und in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Liter Wasser
  • 200g Zucker
  • Saft von 2 Limetten
Instructions
  1. Füllt alle Zutaten in einen großen Topf und lasst alles für ca. 30 Minuten köcheln.
  2. Danach gießt Ihr den Saft durch ein feines Sieb in einen anderen Topf und drückt mit dem Kochlöffel die restliche Flüssigkeit aus dem entstandenen Rhabarberbrei.
  3. Den aufgefangenen Saft nun nochmals für 30 Minuten um ca. ⅓ einkochen lassen.
  4. Warm in sterilisierte Flaschen füllen, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
  5. Der Sirup hält sich im Kühlschrank ca. 2 Wochen

Womit glüht Ihr denn sonst so vor?
Stößchen meine Lieben!
Ich schwebe noch ne Runde auf meiner rosa Rhabarber-Prosäggo-Wolke durchs House.

Bis ganz bald!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

{Burgerlove}…addicted to black

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Ich habe eine schwarze Seele. Nicht so im negativen Sinne. Ich mag einfach die Farbe schwarz. Ich mag es bei Klamotten, ich mag es bei Fotos, ich mag es beim Wohnen. Und ja…seit heute mag ich es auch beim Essen.

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Bei Ina geht heute ‚let’s cook together‘ in eine neue Runde. Diesmal mit dem Thema Burger. Und mal ehrlich: wer bitte liebt keine Burger??? Da bin ich natürlich mit am Start. Streitigkeiten ob die Burger von Fastfoodkette A (die mit dem großen M) oder Kette B (die mit dem Grill in Flammen) die besseren sind, werden hier nicht geführt, denn alles ist selfmade. Ok. Den Salat, das Gemüse und die Orangen habe ich nicht selbst angebaut und aus kleinen Keimlingen gezogen…aber der ganze andere Rest ist komplett aus meiner Küche. Inklusive die „Black-Magic-Burger-Buns“. Und die sind echt ein Hingucker! Ich gebe zu, man muss den Kopf ausschalten, denn schwarze Brötchen lassen auch mal schnell die Assoziation von Schimmel und Verdorbenen zu. Aber keine Angst! Die Farbe schwarz kommt einzig und allein durch ein wenig Tintenfischtinte. Und wer jetzt denkt, dass die Tinte geschmacklich in den Vordergrund tritt, der irrt gewaltig. Man schmeckt davon gar nichts! Aber die Farbe…wuuuuhuuuuu…. It‘s magic! Und es bleibt im Kopf! An diesen Burger erinnert man sich!

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Stellt Euch bitte mal vor ihr habt ein Date. Vielleicht das erste bei Euch zu Hause und Ihr habt der/dem Angebeten von Euren Kochkünsten erzählt und zu einem romantischen Dinner for two geladen. Ich sage Euch, nach diesem Burger trennt sich die Spreu vom Weizen und Ihr werdet direkt erkennen, ob der/diejenige der/die Richtige für Euch ist. Ok. Ein gewisses Risiko birgt die ganze Geschichte. Fifty-fifty-Chance nennt man das wohl. Entweder Euer gegenüber springt direkt auf und verlässt mit vorgehaltener Serviette die Wohnung (einfach weil er/sie keine Ahnung hat und null experimentierfreudig in Sachen Kulinarik ist-das passt dann sowieso nicht!), oder er/sie wird Euch (noch mehr) vergöttern und mit vollen Backen kauend, nach noch einem Burger verlangen und zufrieden die Finger ablecken und Euch bis (hoffentlich) ans Lebensende vergöttern. Ich drücke Euch die Daumen, dass Variante 2 eintritt. Also ich bin verliebt in diesen Burger! Und ich hab mir ganz klar die Finger geleckt!

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So, und damit Ihr auch wisst was der Burger neben diesem ungewöhnlichen schwarzen Burgerbrötchen noch zu bieten hat, erzähle ich Euch mal kurz was so alles auf diesem Knaller-Teil noch drauf ist. Die Unterseite wurde mit einer selbstgemachten Orangen-Mayonnaise bestrichen, darauf tummelt sich eine Mischung aus Rucola, Rote Beete Salat und jungem Spinatsalat. Nun kommt die Hauptzutat: rosa gebratenes Lachsfilet mit Orangenpfeffer gewürzt darauf. Um dem Ganzen eine gewisse Knackigkeit zu verleihen, kuscheln sich auf dem Lachs ein paar kurz blanchierte Zuckerebsen und dünne Scheiben von süßer Orange. Burgerdeckel drauf und herzhaft reinbeißen. Oh my goooood! Ihr werdet es lieben! Traut Euch! Normale Burger kann doch jeder!

Hier ist das Rezept:

5.0 from 9 reviews
Black Salmon Burger
 
Author:
Serves: 6
Ingredients
  • Burger Buns:
  • 500g Mehl
  • 1 Pck Trockenhefe
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 35 g weiche Butter
  • 10g Salz
  • 1 EL Tintenfischtinte
  • 1 EL Mohn
  • Orangenmayonnaise:
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Senf
  • 200 Ml Pflanzenöl
  • 1 EL Weißweinesseig
  • 2 TL Orangensaft
  • Salz und Peffer
  • Orangenschalenabrieb
  • Öl zum Braten
  • 6 Lachsfilets in Stücke geschnitten
  • Orangenpfeffer und Salz
  • 1 Handvoll Zuckererbsen
  • gemischter Salat aus Rucola, Rote Bete Salat und Spinatsalat
  • Orangenscheiben
Instructions
  1. Burger Buns:
  2. Mehl, Hefe, Wasser, Butter und Salz vermischen. Tinte dazu geben und alles 5 Minuten mit dem Knethaken verrühren bis ein elastischer Teig entstanden ist.
  3. Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Dann aus dem Teig 6 Brötchen formen, mit Mohn bestreuen und weitere 45 Minuten gehen lassen.
  5. Dann im Ofen bei 200 ° für ca. 15-20 Minuten backen. Dabei eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen.
  6. Die Brötchen auskühlen lassen und aufschneiden.
  7. Orangenmayonnaise:
  8. Eigelb, Senf, Weinessig und Orangensaft in einem Rührbecher mit dem Stabmixer Sverrühren.
  9. Dann in dünnem Strahl das Öl zufügen und weitermixen bis eine Mayonnaise entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und Orangenschalenabrieb unterrühren.

  10. Einen Topf mit gesalzenem Wasser erhitzen und die Zuckererbsen kurz blanchieren, dann in kaltem Wasser abschrecken.

  11. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Lachsfiletstücke von beiden Seiten 1 Minute anbraten (sie sollen innen noch rosa sein) und mit Salz und Orangenpfeffer würzen.

  12. Die Burgerbrötchen-Ober- undUnterseite zuerst mit der Orangenmayonnaise bestreichen, dann den Salat auf die Unterseite geben.
  13. Die gebratenen Lachstücke darauf legen und die Zuckererbsen darauf schichten und mit Orangenscheiben abschließen.
  14. Den Deckel des Brötchens darauf setzten und servieren.

Blackburger4 Und? Eklig oder cool?

Falls Ihr Euch für eklig entscheidet (kann ja auch daran liegen, dass Ihr keinen Fisch mögt), findet Ihr bei Ina (klick) bestimmt ein alternatives Rezept, was Euch mehr zusagt.

Seid auch mal mutig!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Popey ist Schwabe!

Bärlauchspätzle1

Ich sage Euch, Popey ist ein Schwabe! Eindeutig! Aber nicht wegen seiner Sparsamkeit. (Ich weiß gar nicht, ob Popey sparsam ist.) Zumal habe ich auch noch keinen Schwaben kennengelernt, der mir als extrem sparsam aufgefallen wäre. Aber die Schwaben gelten ja auch als unangefochtene Spätzle-Könige. Und genau hier kommt jetzt Popey ins Spiel…

Habt Ihr schon mal Spätzle selbst gemacht? Nein? Dann solltet Ihr das unbedingt nachholen! Zum einen natürlich wegen des Geschmacks- ihr werdet nie wieder ein Spätzle-Fertigproduk kaufen wollen. Und zum anderen wegen der leidigen Winkearme (das ist die unansehnliche Partie unter den Oberarmen, kurz vorm Achselbereich, der mangels Krafttrainig mit der Zeit etwas labberig und schwabbelig wird und beim kräftigen Winken mit erhobenem Arm, unschön hin und herschwingt- das ist natürlich nur zu sehen, wenn man Kurzarmshirts trägt-und sehen will das wahrscheinlich keiner-haben noch weniger!).

Bärlauchspätzle2

Und? Hat Popey Winkearme? Nein! Und meine ganz eigene persönliche Theorie ist: alle Schwaben, die regelmäßig Spätzle selbst machen, leiden bestimmt auch nicht unter dieser Form von Schwabbelarmen. Das liegt einzig und allein daran, dass die Herstellung der schwäbischen Teigwaren ziemlich anstrengend ist. Zumindest habe ich das bei der Herstellung meiner Bärlauchspätzle so empfunden. Und ob Popey ausschließlich auf Grund erhöhtem Spinatkonsum so dicke Arme hat, oder ob es etwas mit Bärlauch (ist ja auch grün!) und Spätzleteig zu tun hat, ist ja auch egal. Allein das Ergebnis zählt, oder?!

Spätzle können ja auf die unterschiedlichsten Arten gemacht werden. Die Traditionelle ist das Schaben. Diese Technik beherrsche ich leider überhaupt nicht. Mein erster Versuch mit Spätzleteig schaben endet so, dass ich Nürnberger Würstchen große längliche Teigklumpen im Wasser schwimmen hatte. Geschmacklich lecker, aber nicht als „Spätzle“ zu bezeichnen …eher als Schupfnudeln, oder so. Einfacher geht es dann doch mit einer Spätzlepresse oder einem Spätzlehobel. Letzteres habe ich verwendet und den Teig mit Kraft und Ausdauer über kochendem Wasser hin und hergeschoben. Das Ergebnis konnte sich echt sehen lassen. Mein Oberarm danach auch – wenigstens der rechte. Winkearm ade!

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Mit ganz einfachen Standart-Spätzle wollte ich mich natürlich nicht zufrieden geben. Und nachdem ich Sabrina vom neuen Online-Magazin Herbaversum kennengelernt habe, stand fest, es sollen Bärlauchspätzle werden. Im Herbaversum könnt Ihr seit Februar ganz viel über die Vielfalt der Natur in Genuss & Garten, Gesundheit und nachhaltigem Lifestyle erfahren. Am Mittwoch erscheint dort ein Bärlauch-Spezial und Ihr findet neben diesem Rezept hier noch einige andere leckere Bärlauch-Rezepte. Schaut doch am Mittwoch dort mal vorbei (klick*)!

Bärlauchspätzle5

Und weil ich ungerne auf Sauce verzichte, gab es dazu noch eine cremige Ziegenkäsesauce und knusprig gebratene Speckstreifen. „Was oi feschd!“, wie der Schwabe bei dieser Gaumenfreude ausrufen würde… Ja, ein Fest war es wirklich! Winkearm war weg, Bauch wieder da…*hmpf* Naja,um den Bauch kümmern wir uns dann demnächst- man kann ja nicht alles auf einmal in Angriff nehmen!

Habt Ihr auch Lust, aktiv und genussvoll gegen eure Winkearme und knurrende Mägen anzukämpfen? Dann kommt hier das Rezept:

5.0 from 2 reviews
Bärlauchspätzle
 
Author:
Ingredients
  • 300 g Spätzlemehl oder Weizenmehl Typ 405
  • 4 Eier
  • Salz
  • evtl. kaltes Wasser
  • 20 frische Bärlauchblätter
  • 3 EL Schmand
  • 1 EL Öl
  • Butter
Instructions
  1. Bärlauch waschen und in feine Streigfen schneiden.
  2. Schmand, Öl und Bärlauch mit dem Stabmixer fein pürieren.
  3. Aus dem Mehl, Salz und den Eiern einen elastischen, nicht zu dünnflüssigen Teig herstellen.
  4. Bärlauchcreme unterrühren.
  5. Sollte der Teig zu fest sein, noch etwas kaltes Wasser zufügen.
  6. Der Teig sollte so lange gerührt werden bis sich kleine Blasen bilden.
  7. Den Teig 30 Minuten ruhen lassen und einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum Kochen bringen.
  8. Den Spätzleteig portionsweise in das kochende Wasser schaben, pressen oder hobeln und mit einer Schaumkelle nach 2 Minuten Kochzeit herausnehmen.
  9. Vor dem Servieren werden die Spätzle noch kurz in Butter geschwenkt und dann mit oder ohne Sauce nach Belieben serviert.

Wie sieht‘s aus, habt Ihr auch schon mal Spätzle selbst gemacht? Erzählt mir doch mal, wie Eure Erfahrungen mit Schaben, Hobeln oder Pressen von schwäbischem Teig sind.

Adele!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

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Ich krepiere…äh crêpiere

Crêpetorte5

Zumindest dachte ich noch am Anfang der Woche, dass ich krepiere… Hier hat es immer mal wieder geschneit, morgens waren die Straßen extrem glatt und am Nachmittag wechselten sich Sonne, Regen und Schnee immer mal wieder ab. Grauenvoll. Dabei brauche ich jetzt so langsam echt Frühling. Mein Körper und Geist schreien nach Sonne und Wärme. Ich habe keine Lust mehr auf kuschelige Wolldecken auf der Couch und blöde Socken in den Schuhen. Das Auto ganz früh morgens von seinem Eispanzer zu befreien, finde ich ohnehin sehr nervig.
Ich möchte wieder in der Sonne in Straßencafés sitzen, auf Flohmärkten ohne Wollhandschuhe in Kisten wühlen und selbst auf das Aufräumen vom Garten habe ich total Lust. Die Aussichten am Anfang der Woche auf all diese wunderbaren Annehmlichkeiten im Frühling strebten eher gegen null.
Aaaaaaaber…heute sieht die Sachlage schon gaaaaanz anders aus. Draußen scheint wunderbar die Sonne, die Vögel zwitschern, die Wiese hinterm House ist übersäht mit kleinen lila Krokussen und meine Laune steigt und steigt und steigt… Und vom elenden krepieren, schwenke ich einfach mal geschwind um auf: ich crêpiere.

Crêpetorte7

Und das im gaaaaanz großen Stil. Ich werde zum Hochstapler…allerdings nicht im Sinne der ursprünglichen Definition des Wortes (nachzulesen hier klick), sondern ich staple todesmutig so um die 25 Crêpes aufeinander und hoffe, dass die Füllungen aus Fruchtmus und Buttercreme die Statik unterstützend verbessert. Getopt von einer Ladung frischer Beeren ist das die ultimative „Hallo-Frühling-schön-dass Du-endlich-da-bist-Torte“.

Crêpetorte3

Zugegeben, nicht nur die Torte, sondern auch der Aufwand ist relativ hoch. Aber ehrlich-es lohnt sich! Und wenn Ihr mal bei jemanden Eindruck schinden wollt- bei diesem Ding hier sind die Aaaaaahhhhs und Oooooohs garantiert auf Eurer Seite! Sollte Ihr überlegen das Törtchen für Euren Schatzi zu zubereiten, stellt Euch auf ein „Iff liwe Diff für dife Torte“ (mit vollem Mund gesprochen) ein.

Crêpetorte4

So, dann fröne ich jetzt mal meinen Frühlingsgefühlen auf dem Teller und genieße den Tag. Aber vorher könnt Ihr hier noch nachlesen, wie dieses architektonische Wunderwerk gemacht wird:

5.0 from 6 reviews
Crêpe-Torte
 
Author:
Ingredients
  • Crêpes:
  • 500g Mehl
  • 750 ml Milch
  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Buttercreme:
  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Puderzucker
  • 1 - 2 Eigelb
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 400 ml Milch
  • Beerenmus:
  • 200 g frische oder TK Beeren nach Wunsch
  • Speisestäre nach Belieben
  • Frische Beeren und Minze zur Dekoration
Instructions
  1. Crêpes:
  2. Allen Zutaten einen dünnflüssigen Teig rühren und daraus in einer beschichteten und leicht gefetten Pfanne dünne Crêpes backen.
  3. Danach gut auskühlen lassen, bzw. einen Tag zuvor zubereiten.
  4. Buttercreme:
  5. Aus 400ml Milch und Puddingpulver einen dickflüssigen Pudding kochen und mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet, und auskühlen lassen
  6. Bei dem Pudding ist keine Zugabe Zucker nötig!
  7. In der Zwischenzeit die Butter sehr schaumig rühren und langsam den gesiebten Puderzucker einrieseln lassen.
  8. Dann das Eigelb unterrühren.
  9. Den ausgekühlten Pudding langsam unter die Buttercreme rühren.
  10. Wem die Creme geronnen ist (das passiert leider mal, wenn die Zutaten nicht die gleiche Temperatur haben), einfach 50g erhitze Butter (nicht braun werden lassen) schnell und kräftig unter die Creme schlagen. Dann ist das Problem gelöst ;-)
  11. Beerenmus:
  12. Die Beeren pürieren.
  13. Wer keine Kerne mag, durch ein Sieb streichen und evtl. mit etwas Speisestärke andicken

  14. Jetzt auf eine Tortenplatte einen Klecks Buttercreme geben und den ersten Crêpe darauf legen.
  15. Dann ein wenig Beerenmus darauf streichen und den nächsten Crêpe darauf platzieren.
  16. Darauf 2 EL Buttercreme verstreichen und wieder einen Crêpe darauf legen.
  17. Jetzt immer abwechseln mit Beerenmus und Buttercreme bestreichen.
  18. Auf den letzten Crêpe die restliche Buttercreme mit einer Spritztülle verzieren und mit frischen Beeren und Minze garnieren.

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Happy spring fever!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

Tarte-Ort Hélène

Tarte aux poires1

Vor genau zwei Tagen trafen sich Monsieur Beurre, Madame Oeuf, Général Sucre, Mademoiselle La Farine und Compter L’Eau im Maison Quinze zur Krisensitzung.
Wie immer wurde heftig über die Zustände in der französischen Küche diskutiert. Auf der Tagesordnung stand vor allem die Abschaffung des in die Jahre gekommenen Desserts „La poire belle Hélène“ (Birne Helene). Mademoiselle La Farine verwies scharf auf die Birnenrecht im Land und auch Madame Oeuf wechselte mehrfach in dieser Diskussion ihre Farbe von weiß nach braun. „Abäär, wo sollön denn all die kleine übsche poires in, wenn es gibt kein „La poire belle Hélène“ määr?“ „Und was iiist mit däm Vanillöeis? Mon dieu!“
Wörter wie Birnen-Überbevölkerung und Vanilleeisschmelze wurden in den Raum geworfen.
Général Sucre schlug kurz mit der flachen Hand auf den Tisch und bat um Ruhe. „Mesdames et messieurs…Wischtig ist, dass wir die umane Tötungsmethode beibealten und die Birnön unter keinen Umständön qualvoll sterbön lassen. Isch plädiere dafür sie weiterin très sahhnft in ein petite peu vin blanc, Wasser und Sucre zu garen und sie dann weiter zu verarbeitön.“ Zustimmendes Nicken aus allen Reihen. Compter L’Eau ermahnte, dass auch das Vanilleeis seine Berechtigung hätte und nicht als traurige zerlaufene Vanillesauce auf Beerenkompott enden sollte.

tarte aux poires3
Um das Ganze hier abzukürzen wurde an diesem Tag der Beschluss gefasst, dass sowohl Hélène, als auch das Vanilleis an einem anderen Ort eingesetzt und eine neue Form der Daseinsberechtigung bekommen sollten.
Herausgekommen ist eine wunderbare Birnen-Tarte mit Vanilleeis. Très délicieux!
Und so waren alle Anwesenden einstimmig der Meinung, dass eine gute Lösung für das altmodische Dessert-Problääm gefunden wurde.
Jetzt wisst Ihr wie der Tarte-Ort entstanden ist, und Hélène stirbt weiterhin sanft und schmerzfrei in einem Sud aus Wein, Zucker und Wasser.

Je suis Helene

 Mir persönlich schmeckt Birne Helene immer noch und wird auf keinen Fall von meiner ‚Karte‘ gestrichen. Aber in Fronkreisch, ticken die Küchenuhren ja alle ein wenig anders.

Itarte aux poires4

Wer also Lust auf Tarte Hélène hat, kann hier das Rezept begutachten:

5.0 from 2 reviews
Tarte Hélène (Birnen-Tarte)
 
Author:
Serves: 4
Ingredients
  • Birnen:
  • 2 feste Birnen
  • 250 ml Weißwein
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Zucker, weiß
  • ½ EL Zitronenschale, unbehandelt
  • ¼ Vanilleschote(n)
  • Teig:
  • 200 g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 100 g Butter, gewürfelt und mehr für die Form
  • 1 Ei
  • 1 EL kaltes Wasser
  • Guss und Belag:
  • 50 g gehobelte Mandeln
  • 60 g Butter, Zimmertemperatur
  • 60 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker oder etwas ausgekratztes Mark einer Vanilleschote
  • 4 EL Sahne
  • 1 Ei
  • 2pochierte Birnen (siehe oben)
Instructions
  1. Birnen:
  2. Weißwein in einen Topf geben, Zucker und die Zitronenschale zufügen. Vanilleschoteaufschneiden, Mark herausschaben und Mark und Schote in den Topf geben. Den Weißwein aufkochen und auf mittlere Temperatur schalten. Birnen schälen, halbieren, Stiele, Blütenansätze und Kerngehäuse entfernen. Die Birnenhälften in den Wein legen und in ca. 2 Minuten glasig dünsten, dabei einmal wenden. Die Birnen sollten aber noch bissfest sein. Im Wein auskühlen lassen. (Lässt sich gut vorbereiten).
  3. Teig:
  4. Mehl, Zucker, Salz, Ei, Butter und Wasser rasch zu einem Mürbeteig verkneten und in Frischhaltefolie wickeln. Im Kühlschrank ca. 30-60 Minuten kalt stellen.
  5. kleine Tarte-Formen (oder eine große mit dem Durchmesser 24cm) mit Butter einfetten.
  6. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche rund ausrollen und die Backform damit auskleiden.
  7. Einen Rand formen und mehrmals einstechen. Nochmal 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.
  8. Backofen auf 180°C vorheizen. Teigboden mit Backpapier auslegen und mit Backerbsen beschweren.
  9. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten blind vorbacken. Teigboden komplett abkühlen lassen.
  10. Guss und Belag:
  11. Vorgebackenen Boden mit Mandeln bestreuen.
  12. Butter, Zucker, Vanillezucker oder Vanillemark und Sahne in einer Schüssel schaumig rühren. Ei unterrühren und Belag auf den vorgebackenen Boden streichen.
  13. Die pochierten halben Birnen fächerartig einschneiden und mittig in den Guss drücken.
  14. Eventuell mit Mandeln bestreuen.
  15. Im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten backen.
  16. Auskühlen lassen und die Birne evtl. noch mit dem Weinsirup beträufeln und mit Puderzucker nach Belieben bestreuen.
  17. BON APPÉTIT

 

Euch allen wünsche ich UNE BELLE JOURNÉE!
À bientôt
Eure

Tanja

aus dem House No.15

P.S. Den Ursprung der Poire belle Hélène könnt ihr übrigens hier nachlesen (klick)

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