Dezember 2014 archive

…Prost klingt blöd…

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Die letzten Stunden von 2014 sind im Gange…wie dramatisch das klingt… Ist es ja auch immer irgendwie, oder? Habt Ihr Euch innerlich schon von 2014 verabschiedet? Das Jahr Revue passieren lassen? Eure eigene Show von „Menschen, Bildern, Emotionen“ gedreht? Also ich werde damit gleich anfangen, wenn ich mich mit einem Glas in die Badewanne begebe (an Silvester ist der einzige Tag an dem man legalisiert schon mittags anfangen darf Champagner zu trinken!). Achtung jetzt wird’s sentimental…

Dann werde ich mich mit dem Jahr 2014 auseinander setzten. Ich werde mich nochmal über die schönen Momente freuen und traurig sein über das, was schief gelaufen ist, über Menschen die man vermisst, über Fehler die man begangen hat. Dann ein tiefer Schluck aus dem Champagnerglas und sich dem neuen Jahr widmen. Sich freuen auf neue Chancen, unerforschte Möglichkeiten, neue Begegnungen und auf viele tolle Momente im Jahr 2015. So wird es sein! Und darauf freue ich mich wirklich sehr!
Und bevor die Haut an Finger und Füßen einer Wasserleiche gleich kommt, verlasse ich den Wellnesstempel, hülle mich in meinen Lieblings-Flausch-Bademantel und zeige Euch noch schnell, eine super einfache Silvester-Party-Deko-Idee für heute Abend.

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Da der Tag (zumindest bei mir) ja schon prickelnd war, soll es heute Abend direkt damit auch weiter gehen. Prickelnd, glitzernd und funkelnd. Unschön natürlich, wenn der Champagner auf dem guten Tischtuch (was Weihnachten fleckenlos und unbeschadet überstanden hat) tropft und dort prickelt, weil der Chef-Kellner mal wieder die Gläser bis über den Rand füllen musste. Typisch… Aber dem kann man ja vorbeugen und Untersetzer für die Gläser bereithalten. Ahhhhh wie spießig. Stimmt! Und deshalb gibt es bei mir auch keine spießigen Glas-, Spiegel- oder Porzellanuntersetzer, sondern ganz stylische DIY-Silvester-Champagner(bier)deckel. Und falls Ihr internationale Gäste auf Eurer Party erwartet, umso besser, Denn Prost klingt nur auf Deutsch so blöd…!!! In anderen Sprachen ist das irgendwie klangvoller.

Alles was Ihr für die Untersetzter benötigt:
Bierdeckel (am besten weiß und unbedruckt, ansonsten die Dinger vorher weiß anmalen)
Kohlepapier , wie hier
sehr spitzer Bleistift
Goldstift
schwarzer Filzstift
Schriftzüge von hier zum Downloaden

Und so geht’s:
Schneidet die Schriftzüge einzeln grob aus. Dann legt Ihr das Kohlepapier mit der unbeschrifteten Seite auf den Bierdeckel und platziert mittig den jeweiligen Schriftzug darauf. Jetzt fahrt Ihr mit dem spitzen Bleistift an den Konturen der Schrift entlang und umrandet alles. Passt auf, dass die Schrift nicht verrutscht. Wenn Ihr jetzt das Kohlepapier entfernt, habt Ihr eine perfekte Kopie von dem Schriftzug und könnt diesen mit dem schwarzen Filzstift aus- und anmalen. Zum Schluss noch ein paar unterschiedlich große goldene Punkte rund herum malen und oder tupfen und fertig ist eine sehr edel aussehende Methode prickelnden Champagner vom Tischtuch fern zu halten.

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Ach ja und falls Ihr Schwierigkeiten habt einen Bierdeckel zu finden…es gibt tatsächlich Menschen, die solche Dinger aus aller Welt sammeln. Bei 300 Stück fällt das schon nicht auf, wenn da einer aus Australien, Singapur, East-West-Schieß-Mich-Weg, Honolulu (in dem Lied heißt es doch, es gib kein Bier auf Hawaii…!!!) fehlt, oder?
So Leute, bevor es gleich noch Stress im alten Jahr, wegen der geklauten Bierdeckel gibt…ich bin dann mal weg und tauche ab in meine warmen sentimentalen Badewannenfluten.

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Ich wünsche Euch für das neue Jahr ganz viele Träume, die sich erfüllen, ganz viele Momente des Glücks, viele tolle Gespräche, Begegnungen mit Menschen, die Euch inspirieren und glücklich machen und ganz viel Grund zum Lachen und Fröhlich sein! Genießt den heutigen Abend, wo und mit wem Ihr auch immer feiert und seid.

Prickelnde Grüße und bis im nächsten Jahr,

Eure
Tanja

aus dem House No. 15

Tausche Schlafanzug gegen Glitzerfummel

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Ok. Drei Tage habe ich noch Zeit, mich aus meinem Feiertags-Lieblings-Schlafanzug herauszuschälen und für den letzten Tag des Jahres doch noch einmal aufzuhübschen. 3 Tage…Wahnsinn…dann beginnt schon wieder ein neues Jahr. Irgendwie verpasse ich jedes Jahr durch den ganzen Weihnachts- und Geschenketrubel, mir bewusst zu machen, dass das Jahr nun bald zu Ende geht.
Habt Ihr auch immer das Gefühl, dass ein neues Jahr ganz neue Möglichkeiten und Chancen bietet? Ist auch so, nur hat das ja eigentlich nichts mit dem Anfang eines neuen Jahres zu tun. Jeder neue Tag bietet einem unzählige Chancen, wenn man sie denn ergreift oder sie sich vor Augen führt. Ich glaube der Mensch tickt einfach so und braucht immer einen Startschuss, um seine Wünsche und die Umsetzung seiner Ziele anzugehen. Ab spätestens der Jahresmitte ist zwar bei vielen schon die Luft raus und alte Gewohnheiten haben sich wieder breit gemacht, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu Letzt. Warten wir also was kommt und was so alles tolles(!) 2015 geschieht…

Ich weiß, ja nicht mit wem Ihr Silvester verbringt und wem Ihr (hoffentlich) glücklich um 0 Uhr um den Hals fallt. Mir geht es jedes Jahr so, dass ich gerne ganz vielen Menschen, die mich das Jahr über in irgendeiner Weise begleitet haben, zu diesem Zeitpunkt ein >>Happy New Year<< zurufen würde. Geht natürlich nicht. Ist klar. Deshalb habe ich dieses Jahr mal vorgesorgt und werde dem einen oder anderen vor Silvester etwas in den Briefkasten oder heimlich in die Handtasche schmuggeln.
Ein kleiner Mitternachtsgruß zum neuen Jahr. In der Hoffnung, dass der Gruß demjenigen ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubert.

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Wenn Ihr auch so einen Silvester-Gruß-Kuss weitergeben möchtet könnt Ihr Euch hier die Vorlage runterladen.
Packt einfach ein Ferrero Küsschen in schönes Papier (ich habe schwarzes Seidenpapier verwendet), bindet es oben mit einem schönen Faden zu und hängt ein kleines Schildchen mit >>happy 2015<< daran. Mein Schildchen habe ich mit einem Papierstanzer von hier gemacht. Dann das Küsschen in eine kleine Tüte packen und mit meiner (in der Mitte gefalteten) Midnight-Kiss-Vorlage verschließen.
Jetzt nur noch hinten beschriften und verteilen.

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Was habt Ihr für Silvester geplant? Oder tüfftelt Ihr erst noch an den guten Vorsätzen für das neue Jahr? 3 Tage habt Ihr ja noch Zeit Euch etwas zu überlegen und in Euch zu gehen.
Mein Schlafanzug und ich werden das jetzt auch mal machen.

In diesem Sinne „Carpe diem“!
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Pimp my drink

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…dreiundzwanzigsterdezemberzweitausendvierzehn….
Morgen ist es dann also so weit und soll ich Euch etwas verraten?
Ich habe alle Geschenke verpackt, weiß genau was ich morgen Abend meinen Lieben auftischen werde, habe den Tisch schon gedeckt, House No.15 glänzt, funkelt und strahlt, Herr Hugo liegt brav schnarchend in seinem Korb und ich werde jetzt die Füße hochlegen, Frank Sinatra hören und ganz gemütlich ein Buch lesen.
Und soll ich Euch noch etwas verraten?
Alles gelogen! Nichts von dem was Ihr gerade gelesen habt ist wahr! Ich habe noch nicht ein Geschenk verpackt, ich weiß nur halbwegs was morgen auf den Tisch kommt (aber der hiesige Supermarkt hat sogar bis 24 Uhr auf! Die armen Mitarbeiter), House No. 15 gleicht einem Schlachtfeld, Herr Hugo verfolgt mich nerviger Weise auf Schritt und Tritt, weil ich die Hose vom gestrigen Weihnachtsmarkt mit ‚Ich-hab-gekleckert-und-Bratwurst-mit-Senf-klebt-an-meiner-Hose’ an habe und die Füße lege ich erst dann hoch, wenn ich nass durchgewischt habe und ne ½ Std. lang nirgends hintreten kann. Dann aber mit Kochzeitungen fürs morgige Abendessen auf den Knien. Herr Sinatra hält heute bitte gefälligst die Klappe…ACDC wäre jetzt der Stimmung angemessen…Oh Du fröhliche!

Ok. Ganz so schlimm ist es dann doch nicht um mich bestellt, denn ich freue mich wirklich total auf morgen. Und wenn alles nix hilft, habe ich noch ne die Wunderwaffe in Flaschen hier im Kühlschrank stehen. Selbstgemacht und totaaaaal weihnachtlich- ok. auch etwas höher prozentig im Inhalt, aber egal. Also nicht, dass Alkohol eine Lösung wäre, aber besondere Umstände fordern manchmal besondere Maßnahmen, oder?

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Die heutige Maßnahme lautet: >>Pimp my drink<<  Blutorangen-Campari-Sirup. Schmeckt toll mit Prosecco aufgegossen oder wer gerne Cocktails trinkt, kann das ganze auch mit Eis und Wodka genießen (das ist mir heute aber ne Spur zu heftig- ich werde die Variante mit prickelndem, kreislaufanregendem Prosecco wählen), dann verpackt, feudelt und werkelt es sich bestimmt wesentlich besser. Nur das Einkaufen verschiebe ich dann auf morgen (wegen no drink and drive!)- habe ich schon erwähnt, dass der hiesige Supermarkt bereits um 7 Uhr öffnet? (schlafen die Mitarbeiter eigentlich nicht- oder schlafen die etwa dort?)

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Wenn Ihr auch Eure Weihnachtsstimmung oder den Aperitif an Heilig Abend oder den Weihnachtstagen pimpen wollt, hier ist das Rezept:

5.0 from 2 reviews
Blutorangen-Campari-Sirup
 
Author:
Ingredients
  • 1,5 kg Blutorangen
  • 2 Bio-Zitronen
  • 300g Zucker
  • 1 EL Nelken
  • ½ EL Pimentkörner
  • 2 Zimtstangen
  • 100ml Campari
Instructions
  1. Die Orangen auspressen und 0,75l abmessen (den restl. Saft andersweitig verwenden)
  2. Die Zitronen heiß waschen und in dünne Scheiben schneiden.
  3. Orangensaft, Zitronenscheiben, Zucker, Gewürze und Campari in einem Topf erhitzen und unter gelegentlichem Rühren 30-40 Minuten bei milder Hitze köcheln lassen.
  4. Die Flüssigkeit soll dabei auf ca.1l reduziert werden.
  5. Den Sirup durch ein Sieb abgießen und in sterilisierte Flaschen füllen.
  6. Im Kühlschrank hält der Sirup 6-8 Wochen.

 

Und falls die 80 Euro teure Nordmanntanne morgen zu brennen anfängt, das Zeug löscht bestimmt auch Waldbrände.
Sollte Tante Gertrud bei der Bescherung wieder schnarchend im Sessel hängen, der Knall vom Prosecco den Ihr zum Aufgießen braucht, wird sie bestimmt ins Hier und Jetzt zurück holen. Und Onkel Hubert wird vermutlich bei der Frage ob noch jemand ‚nach haben’ möchte intensives freudiges Schnurbartzucken bekommen, denn die Sprache ist ihm nach dem 4. Glas >>Pimp my drink<< mit Wodka auf Eis etwas abhanden gekommen.

In diesem Sinne,
Fhoer Wehincahent führ eechu ahle *hicks* (->Frohe Weihnachten für Euch alle)
Habt eine wundervolle Zeit!

Eure

Tanja

aus dem House No.15

– – -Ich geb mir die Kugel- – –

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Na, habt Ihr auch schon den panischen Blick oder seid Ihr noch ganz entspannt, wenn Ihr daran denkt, dass in 4 Tagen Weihnachten ist? Also ich bin ja seit gestern sowas von entspannt…!.
Diese Entspannung habe ich mir aber auch echt hart erkämpft, denn ich habe mich todesmutig ins nahegelegene Shoppingcenter begeben. Zuvor natürlich die Ellenbogen gespitzt (zum Platzschaffen an Engpässen im Gang), den Regenschirm geölt (zum Wegstechen anderer Kunden), den bösen Blick vorm Spiegel geübt (hilft bei ängstlichen Mitmenschen manchmal), danach ordentlich Wimperntusche draufgehauen (für den Blink-blink-darf ich-eben-an–der-Kasse-vor-Blick) und ganz zum Schluss noch einen Parkplatz beim Universum bestellt.
So perfekt vorbereitet habe ich also meine Mission „Christmas-shopping-auf den letzte-Drücker“ gestartet. Und was soll ich sagen? Hat alles 1A funktioniert. Alle Waffen kamen zum Einsatz, der Parkplatz war perfekt und die Verletzten hielten sich in Grenzen. Verluste gab es nur auf der gegnerischen Seite, z.B. als ich den letzten (schönen!) reduzierten Schal aus dem Regal genommen habe, den eine andere Kundin auch gerade schon schnappen wollte. Ich kann Euch sagen-manchmal kommt es auf die 100stel Sekunde an!
Und bei mir prallen böse Blicke anderer grundsätzlich ab!
3 Std. später und mit Armen die auf dem Boden schliffen, weil ich in jeder Hand gefühlt ca. 10 Tüten hatte, war ich fertig…fix und fertig. Blöderweise habe ich irgendwo meine Regenschirm-Waffe liegen lassen, aber damit kann ich leben. Kann mir ja einen neuen zu Weihnachten wünschen…

Und so ein Oma-Einkaufstrolly wäre für solche Aktionen auch sehr praktisch, zumindest schont es die Armgelenke. Gibt es die Dinger eigentlich auch in schön? Naja egal…für dieses Jahr bin ich sowieso damit durch den Einzelhandel zu unterstützen. Und umgetauscht wird nix…ich mache alle Etiketten ab! So! Alles was nicht passt oder nicht gefällt soll dann zum Schrottwichteln wandern! (klar ist das nur in meinen Gedanken so, denn ich hoffe natürlich, dass alles passt, gefällt, schmeckt, schmückt, usw.).

Zu Hause habe ich mir dann erst mal einen leckeren Espresso zubereitet, um die Lebensgeister wieder zu wecken.
Und nach so einem Tag kann man sich dann wirklich nur noch die Kugel geben! Die italienische Mandel-Marzipan-Kugel, genannt „Mandorlini“. Ein absolutes Muss zu einem Espresso!

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Und falls Ihr nun auch backtechnisch so auf dem letzten Drücker seid, wie ich mit den Weihnachtsgeschenken, backt Euch doch einfach dieses wunderbare Last-Minute-Mandelgebäck, das total schnell gemacht ist und sooooo herrlich nach Italienurlaub und Dolce Vita schmeckt. Und das Beste ist, dass die kleinen Kugeln auch warm ein absoluter Genuss sind.

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Wollt Ihr Euch auch die Kugel geben und kleine Glücklichmacher, die nach Italien schmecken, backen? Dann hab ich hier das Rezept für Euch:

5.0 from 1 reviews
Mandorlini
 
Ingredients
  • 400 g Marzipanrohmasse
  • 200 g Puderzucker
  • 150 g brauner Rohrzucker
  • 300 g geschälte gemahlene Mandeln
  • 50 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Eiweiß
  • 1 dicker Schuß Amaretto
Instructions
  1. Zuerst den Backofen auf 180 ° C vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier vorbereiten.
  2. In einer großen Schüssel das Mehl und die gemahlenen Mandeln mit dem Backpulver vermischen. Das Marzipan hineinbröseln und dann alle restlichen Zutaten hinzugeben.
  3. Den Handmixer mit Knethaken bestücken und aus den Zutaten eine homogene Masse kneten. Erscheint Euch der Teig zu trocken, einfach vorsichtig noch ein wenig Amaretto hinzugeben. Der Teig darf ordentlich klebrig sein.
  4. Dann formt Ihr aus dem Teig (am besten mit angefeuchteten Händen) kleine Kugeln und wälzt diese dann in den gehobelten Mandeln.
  5. Die Kugeln wandern dann ab aufs Backblech und werden bei 180°C für ca. 12 Min gebacken.
  6. Die Oberfläche der Mandorlini sollte leicht gebräunt und aufgesprungen sein.
  7. Die noch warmen Mandorlini mit einer ordentlichen Portion Puderzucker bestäuben.

 

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Ich hoffe Ihr schaut ganz entspannt in Richtung Weihnachten und könnt die verbleibende Zeit gemütlich und genussvoll verbringen.

Tiefenentspannte Grüße von

Tanja
aus dem House No.15

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So Ihr Lieben, heute oute ich mich mal…

Ich bin eine >>Zimtzicke<<! Und das nicht nur so ein bisschen, sondern so richtig. Volles Programm…. Naja, ich muss kurz einlenken. Ich bin nur zickig in Hinsicht auf Zimt-ansonsten würde ich behaupten, dass ich eher gar nicht zum Zickigsein neige.

Aber Zimt verursacht in mir genau die Eigenschaften, die das Wort zickig definieren: launisch und eigensinnig. Wenn in irgendeiner Speise Zimt verwendet wurde und ich bin nicht darauf vorbereitet, kann es durchaus passieren, dass ich mal kurz die Backen aufblase, mich konzentriere und dann (natürlich!!!) doch alles runterwürge. Ohne Genuss, mit kurzem Aufkeimen von Übelkeit. Geht auch schnell wieder vorbei, zumindest wenn es genügend wohlschmeckende Getränke zum Nachspülen gibt.

So….und jetzt mal ganz im Ernst: Ja, es stimmt, ich bin kein Zimt-Fan. Aaaaaaber…ich muss mich nicht spontan übergeben, wenn denn dann doch mal Zimt im Essen oder Getränk ist. Es ist nicht mein Lieblingsgewürz, aber ich kann mit einem dezenten Zimtgeschmack durchaus leben. Irgendwie musste ich doch das Wort Zimtzicke begründen… Also, alles halb so wild und deshalb habe ich heute auch mal etwas ganz Besonderes für Euch auf die Süßkram-Speisekarte geschrieben: Marshmallows. Selbstgemacht. Und mit Zimt (kann man natürlich auch weglassen). Ihr werdet sehen, die klebrig süßen kleinen Schei…chen schmecken 1000 Mal besser, als die Dinger aus dem Supermarkt. Und sie sind mindestens genauso fluffig und lassen sich dazu noch in alle erdenklichen Formen bringen. Einfach ausstechen (oder schneiden), luftdicht verpacken und beim nächsten Blockbuster in den Mund stopfen, oder über dem Lagerfeuer rösten, im Kakao schmelzen lassen, hübsch verpackt verschenken, oder oder oder.

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Ihr wollt auch? Kein Problem! Ist kinderleicht und kann auch gut mit Kindern zubereitet werden.

Hier kommt das Rezept:

5.0 from 2 reviews
Marshmallow (Zimt-)Sterne
 
Prep time
Total time
 
Author:
Ingredients
  • 250 g Puderzucker gesiebt
  • 2 Pck. Gelatinepulver
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 150 ml Wasser
  • 1-2 TL Zimt nach Belieben
  • 2 EL Speisestärke zum Bestäuben
  • 2 EL Puderzucker zum Bestäuben
  • Butter für die Form
Instructions
  1. Zuerst 2 EL Puderzucker und 2 EL Speisestärke mischen.
  2. Eine Auflaufform buttern und die Hälfte der Puderzucker-Speisestärke-Mischung darüber stäuben.
  3. Danach in einer Schüssel 250 g Puderzucker mit Vanillezucker mischen.
  4. Nach Belieben noch Zimt mit dazu geben.
  5. Im Topf die Gelatine im Wasser auflösen und kurz aufkochen, dabei das Rühren nicht vergessen.
  6. Die heiße Flüssigkeit in das Puderzucker-Vanillezucker-Gemisch geben, eventuell Lebensmittelfarbe hinzugeben, und solange mit dem Rührgerät fluffig rühren, bis es schön fest ist.
  7. Alles in die Auflaufform gießen und mindestens eine Stunde stehen lassen. Dann die Masse herausstürzen und mit dem übrigen Stärke-Zuckergemisch bestäuben. In Würfel schneiden oder mit einem Ausstecher ausstechen und die Kanten ebenfalls bestäuben.
  8. In eine luftdichte Dose verpacken.

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Was mögt Ihr denn so gar nicht? Die Weihnachtszeit ist für mich, bedingt durch meine Zimt-Aversion, ziemlich übersichtlich, zumindest was Leckereien anbelangt. Wo bitte ist in diesem ganzen Weihnachtskram kein Zimt drin????
Bin gespannt wovon Ihr die Backen aufblasen müsst… (eigentlich sind es ja die Wangen).

Zickenfreie Tage für Euch (was auch immer Euch zum Zickigsein veranlasst)
Eure

Tanja

aus dem House No.15

Veganes Color-Cooking-Soulfood

Kennt Ihr das? Der Dezember klopft an die Tür und anfänglich ist alles noch gaaaaaanz easy… Doch dann… Nach 2 Wochen mutiert der Dezember zu Dezembrrrrrrrrrrrrrrrrr und nachts wird dem Nebenmann/frau die Decke geklaut, weil es gefühlte -10 Grad im Schlafzimmer sind. Irgendwie nicht schön, aber irgendwie immer wie jedes Jahr…. Dezembrrrrrrr eben!

Was hilft nun gegen massive Dezembrrr-ritis? Wärme- ganz klar! Es gibt natürlich unzählige Anbieter von Heiz- und Wolldecken, Angora-Unterwäsche oder Alpaka-Socken. Mag ja auch nicht jeder…(beim Aufwachen neben sich sehen). Deshalb geht es heute viel einfacher und auch viel schöner für’s Auge, als Angora-Unterwäsche, oder so. Ihr braucht nur ein paar saisonale Zutaten, um Euch wohlige Wärme zu verschaffen! Das Motto dazu: >>Color-Cooking-Soulfood<< Eine kurze Erklärung für alle, denen jetzt die Fragezeichen im Auge aufgepoppt sind:
Heute Morgen, als ich beim Gemüsehändler meines Vertrauens einen kurzen Blick auf seine tolle Auswahl geworfen habe, ist mir aufgefallen, dass es unheimlich viele Gemüsesorten gibt, die farblich total schön zusammen passen. Warum also nicht mal nach Farben kochen. Also wanderten Topinamburwurzeln, Kartoffeln, weiße Zwiebeln und Maronen in meine Tüte. Und in diesem Fall passen nicht nur die Farben zusammen, nein-es schmeckt auch total toll.

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Das Ergebnis ist ein wärmendes, samtig weiches und sogar veganes Topinambursüppchen mit Maronen. Genau das Richtige für den Dezembrrrrrrrrrrr. Echte Winterküche für verfrorene „25-Lagen-Kleidung-tragen-und-mir-ist-immer-noch-kalt-Typen“.

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Wollt Ihr auch schnelle innere Wohlfühlwärme mit hohem Sättigungsfaktor? Dann habe ich hier das Rezept für Euch:

5.0 from 2 reviews
Topinambursuppe mit Maronen
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Recipe type: Color-Cooking-Food
Serves: 4
Ingredients
  • 500g Topinambur geschält und grob gewürfelt
  • 100g Kartoffeln geschält und grob gewürfelt
  • 100g Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 EL Öl
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 200ml vegane Sahne (oder normale)
  • Salz und Pfeffer
  • 250g geschälte gegarte Maronen, klein geschnitten
  • Rosa Beeren und Rosmarin zur Dekoration
  • 2 EL Kürbiskernöl
Instructions
  1. Die Zwiebeln im heißen Öl glasig dünsten.
  2. Danach Topinambur und Kartoffeln dazu geben und mit dünsten.
  3. Jetzt mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen.
  4. Zugedeckt ca. 25 Minuten köcheln lassen und alles pürieren, wenn es weich gekocht ist.
  5. Evtl. durch ein Sieb passieren.
  6. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Jetzt in einer Pfanne 1 EL Kürbiskernöl erhitzen und die Maronen darin anbraten.
  8. Die Suppe mit den Maronen servieren, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit rosa Beeren und Rosmarin ausgarnieren.
  9. Dazu passt Weißbrot (ich hab es weihnachtlich in Sternform ausgestochen) .

Sagt mir doch mal, wie Euch das Süppchen geschmeckt hat und ob es Euch auch eine zufriedene Wärme in den Bauch gezaubert hat.

So, und weil die Suppe ja irgendwann aufgefuttert ist, habe ich mir, als Plan B gegen frostige Abende, dicke Wollsocken gekauft. Wie gut, dass es derzeit überall Weihnachtsmärkte mit diesem Saisonartikel gibt.

Wärmende Dezembrrrrr-Grüße schickt Euch

Tanja

aus dem House No.15

Wald-Törtchen-Zapfen(streich)

Waldtörtchen1 ♥ Hallo liebe Freunde des guten Geschmacks!

Ich hoffe Ihr habt gestern brav die zweite Kerze am Adventskranz angezündet (und dabei nicht das Haus abgefackelt) und Euer Wohnzimmer stimmungsvoll illuminiert. Also ich habe das gemacht. Ohne Abfackeln natürlich! Hach und was war das gemütlich!

Gestern Morgen war ich mal wieder früher als früh wach und habe leicht verschlafen aus dem Fenster in den heller werdenden Morgen geschaut. Und was sehe ich? Ein vorwitziges kleines Eichhörnchen, das sich ganz genüsslich meine Pinienzapfen aus der Toskana schmecken lässt. In aller Seelenruhe wird da vor meinen Augen die Winter- Terrassendekoration verspeist. Naja, es sei dem kleinen Kerl gegönnt…gerade ist es nämlich ziemlich winterlich hier im Taunus geworden. Die Temperaturen sinken in der Nacht in den Keller, manchmal verirrt sich die eine oder andere Schneeflocke von den Wolken hier herunter und auf den Ästen der Bäume hat sich eine zarte Puderzucker-Eis-Schicht gebildet. Winter von seiner schönen Seite.

Und außerdem sehen diese Zapfen auch wirklich sehr appetitlich aus. Ich kann es dem Vielfraß auf meiner Terrasse nicht mal verdenken. Also nicht, dass ich Lust hätte auf holzähnlichen Pinienzapfen herum zu kauen…aber diese Frucht (sagt man zu einem Zapfen „Frucht eines Nadelbaums“??? Muss ich gleich mal googeln!) ist einfach eine Natur-Schönheit. Und passt auch noch so gut zu Weihnachten. Das hat mich kurzer Hand auf die Idee gebracht, den Wald mal wieder auf den Teller zu holen. Und das Ganze bitte schön winter-weihnachtlich verschneit.

Und da ich mir ja vorgenommen habe, die Adventssonntage ganz traditionell mit Kaffee und Kuchen vor meinen Adventskerzen bei Frank Sinatra und Bing Crosby zu zelebrieren, musste wieder mal ein Kuchen für das Waldthema herhalten. Was sag ich…Kuchen…Tse tse tse… Töööööööörtchen, meine Lieben. Und sowas von oberlecker! Ach was Törtchen reicht noch nicht—> Winter-Waldzapfen-Törtchen-Traum!!! Aber seht selbst:

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Für den authentischen Winterlook musste es natürlich noch ordentlich schneien. Und dank Frau (Puderzuckersieb-) Holle, gab es just kurz vor dem Verzehr einen kleinen Schneesturm von oben und alles war eingeschneit. So schnell geht Winter!

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Ach so, das hätte ich fast vergessen: Die Herstellung des Zapfens ist wirklich einfach und wird vor allem denen Spaß machen, die gerne im Matsch gespielt, Mehl mit Wasser zu Pampe angerührt und mit Pappmaschee Skulpturen erschaffen haben. Sprich, es ist ne ziemliche Schweinerei, klebt übel zwischen den Fingern (macht dank der Zutaten aber viiiel mehr Spaß die Finger ab zu lecken) und erfordert mal wieder ein klitzekleines µ (Mü= „ein Millionstel“) an Geduld. Schafft Ihr! Echt! Spielend! Und die Aaaahhhhs und Oooohhhhs sind garantiert auf Eurer Seite!

Waldtörtchen2 Mindestens viermal bin ich um den Winter-Wald-Törtchen-Traum herum gelaufen, immer mit der Kuchengabel in der Hand. Aber irgendwann ist auch der schönste Traum zu Ende und das Törtchen erlag meiner Lust nach süß, cremig, schokoladig. Eigentlich gehört in die Creme Lebkuchengewürz mit hinein, um alles noch weihnachtlicher zu machen. Aber wer mich kennt weiß, dass alles was nur nach einem Hauch von Zimt, Lebkuchen, Spekulatius oder sonstigen Weihnachtsgewürzen schmeckt, nicht den Weg von der Gabel in meinen Mund findet.

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Nichts desto trotz habe ich Euch hier das Rezept in der weihnachtlichen Fassung aufgeschrieben. Wer das auch nicht so gerne mag, lässt das Gewürz einfach weg!

5.0 from 5 reviews
Tannenzapfen
 
Prep time
Total time
 
Author:
Serves: 6-8
Ingredients
  • 1 EL Erdnussbutter
  • ½ EL Nutella
  • 1 TL weiche Butter
  • 3 EL gesiebter Puderzucker
  • Mikado oder Salzstangen
  • Schokoladen Cornflakes
  • Backobladen
Instructions
  1. Zuerst verrührst Du die Erdnussbutter, das Nutella , die Butter und den Puderzucker zu einem relativ festen Teig.
  2. Dann formst Du diesen Teig um den Mikadostab oder eine Salzstange (ähnlich wie die Form einer Birne).
  3. Platziere alles auf einer Backoblade (das erleichtert später den Umzug auf Torte, Törtchen oder Kuchen/Cupcake)
  4. Wenn die Masse sehr weich sein sollte, stell das Ganze kurz in den Kühlschrank.
  5. Nun fängst Du an von unten fächerartig die Schokoalden-Cornflakes in der Erdnussbutter-Masse anzuordnen.
  6. Stecke die Flakes je weiter Du nach oben kommst tiefer in die Masse.
  7. Ganz oben halbierst Du die Flakes und schließt den Zapfen direkt an der Salzstange oder Mikadostab.
  8. Wenn Du möchtest kürze die Spitze ein wenig, eben so wie es authentisch nach einem Zapfen aussieht.
  9. Jetzt kannst Du mit den Zapfen Kuchen, Torten oder Cupcakes verzieren oder dekorieren.

 
5.0 from 5 reviews
Schokoladen-Törtchen mit Lebkuchenfrosting
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Author:
Ingredients
  • Kuchen:
  • 4 Eier
  • 100g Zucker
  • 1 Pr Salz
  • 50g geschmolzene Butter
  • 50g Kakao
  • 2 EL Milch
  • 90g Mehl
  • 20g Speisestärke
  • Frosting;
  • 30g Kakao + etwas zur Deko
  • 100ml Sahne
  • 40g Butter
  • 200g dunkle Kuvertüre
  • 50g Puderzucker
  • 1-2 TL Lebkuchengewürz
Instructions
  1. Kuchen:
  2. Die Eier, den Zucker und das Salz mit der Küchenmaschine auf höchster Stufe bis zum Dreifachen aufmixen.
  3. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und den Kakao in der Milch glatt rühren.
  4. Das Mehl mit der Speisestärke mischen und über die Eimasse sieben.
  5. Butter und Kakao hinzufügen und alles vermengen.
  6. Den Teig in eine gefettet Muffinform geben und bei 175 °C Ober-Unterhitze für ca. 12 Min. (Stäbchenprobe machen!)
  7. Den Kuchen auskühlen lassen und danach in der Mitte quer halbieren.
  8. Frosting:
  9. Kakao in die Sahne einrühren und mit der Butter in einem Topf erhitzen, anschließend vom Herd nehmen.
  10. Danach die Kuvertüre in der Sahne-Butter schmelzen und im Kühlschrank erkalten lassen.
  11. Den Puderzucker und Lebkuchengewürz über die Schokocreme sieben und die Masse in der Küchenmaschine cremig aufschlagen.
  12. Die Kuchenteile mit Frosting füllen und rund herum damit einstreichen.
  13. Mit Kakao bestäuben und nach Belieben verzieren.

 

Waldtörtchen7

Und was >>verzapft<< Ihr so in der nächsten Zeit?

Schreibt mir doch mal, was bei Euch so Leckeres auf die Advents-Kaffeetafel kommt!
Frostige Taunusgrüße Schickt Euch

Tanja

aus dem House No. 15
die jetzt zum Zapfenstreich bläst

Übrigens: bei Wikipedia steht folgende Definition zum Thema Zapfen
Botanik: Verholzte, ährenförmige Blütenstände, z. B. von Koniferen und Erlen

Also nix Frucht…Blüte…und wieder was gelernt!

Die Form der Törtchen bekommt Ihr übrigens hier

Hallo Dezember » Hallo Advent » Hallo Weihnachtsstimmung

So, jetzt ist er da, der Dezember. Und seit 2 Tagen haben einige schon die ersten Türchen, Päckchen oder was auch immer an ihrem Adventskalender öffnen dürfen. Toll, oder? Jeden morgen 24 Tage lang überrascht zu werden… Ich wollte Euch ja noch zwei weitere Kalender aus meiner *Kollektion* zeigen…und das eigentlich auch schon viel früher, aber ich habe es einfach vorher nicht geschafft. Und bevor gar kein Päckchen mehr dran hängt habe ich noch schnell ein paar Fotos davon geschossen. Dieses Jahr halte ich mich strickt an das Motto: >>Black meets White<<. Aber seht selbst…

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Die kleinen Häuser habe ich auf festem Papier ausgedruckt und danach mit der Nähmaschine zusammengenäht. Geht ganz einfach und schnell. Wenn Ihr (im nächsten Jahr) auch so einen machen möchtet, hier gibt’s den Download für die Vorlage zum Ausdrucken. Aber nicht vergessen ein Stück zum Füllen offen zu lassen und erst danach das House komplett zu schließen…
Weiter geht’s im >>Jeden-Tag-ein-Geschenk-Rausch<<…

Adventskalender

Adventskalender3.1

Findet Ihr es auch so schön, sich beim nach Hause kommen und  beim Türöffnen  über eine einladende Deko zu freuen? Also mir geht das so und deshalb wird jedes Jahr zur Weihnachtszeit das Treppengeländer dekoriert. Diesmal mit simplen Bäckerbeuteln, die mir das Einpacken von vielen Kleinigkeiten ungemein erleichtert haben. Allerdings sind sie zum Bedrucken überhaupt nicht geeignet und deshalb habe ich mir kurzer Hand ein paar Zahlenanhänger gemacht und diese mit Ösen an der Tüte festgemacht. Sehr praktisch, sage ich Euch, denn damit ist gleichzeitig das Geschenk verschlossen und kann sogar selbst mit schwerem Inhalt aufgehängt werden, ohne dass das Papier reißt. Außerdem ist es gar nicht so einfach bei ausgeschriebenen Zahlen auf Anhieb das richtige Geschenk des Tages zu finden. Das bedeutet sogar doppelt Spaß! Wenn Ihr also (im nächsten Jahr) auch solche Zahlenanhänger braucht, könnt Ihr sie einfach hier runterladen und ausdrucken.

Bis vor 4 Tagen hatte ich die Befürchtung, dass ich dieses Jahr gar nicht mehr in Weihnachtsstimmung komme und diese schöne Zeit diesmal an mir abprallt. Tja, (zum Glück) weit gefehlt. Adventskalender heimlich aufbauen hat irgendwie heilende Anti-Weihnachtsstimmung-Wirkung. *Pling* hat’s gemacht und ich war wieder infiziert. Das hatte zur Folge, dass ich dann doch noch auf den Dachboden geklettert bin und die Weihnachtskisten durchforstet habe.
Ja, und was soll ich sagen…>>Black meets White and love Grey<< hat auch überall sonst im House No.15 Einzug gehalten.

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Ziemlich zufrieden habe ich mich dann mit dem Notebook auf der Couch niedergelassen und wollte eigentlich nur mal ganz entspannt im Internet surfen. Eigentlich. Daraus wurde aber nix, denn überall sprangen mir die Worte 1. Advent entgegen. Mist. Adventskranz. Hab ich noch nicht. Und nun? Erstmal in den Kellerfundus eilen und sehen was sich so verwerten lässt. Zum Glück habe ich noch eine alte Obstboden-Backform von meiner Oma gefunden. Mit ein paar Kerzen (also zwei Paar, also vier Kerzen) bestückt und mit ein paar Kugeln dekoriert wurde daraus ruck zuck ein ganz passabler Adventskranz. Zumindest musst ich nicht noch eine Nordmanntanne fällen oder sonst irgendeinen Baum im Taunus beschneiden, um einen echten Kranz zu binden. Das riecht zwar immer toll nach Weihnachten, nadelt aber nach spätestens einer Woche den gesamten Esstisch zu. So ist es wesentlich aufräumfreundlicher…

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Und kaum stand der Kranz auf dem Tisch, war auch schon am nächsten Tag der erste Advent. Wie ich finde, ein Tag an dem man mal nen Gang runterschalten kann und einfach mal schöne Sachen macht und sein zu Hause genießt. Also das finde ich wirklich! Die Realität sah dann aber doch anders aus. Denn nachdem mir ein Regal im Küchenschrank runtergebrochen ist (Überladen??? Nööööö!!! Bei mir ist doch nix in den Küchenschränken drin!!!) und ich den Schrank erstmal ausräumen durfte, sind mir doch tatsächlich noch zwei völlig intakte (unangebissene!) Osterhasen in die Hände gefallen. Mindesthaltbarkeitsdatum 12/2014. Ging also noch, es war ja erst der 30.11. Kurz habe ich darüber nachgedacht einfach die Ohren abzubeißen. Dann habe ich mich aber für die humanere Tötungsweise von Osterhasen entschieden. Sanftes schmelzen im Wasserbad. Und danach habe ich für die beiden ein ganz aufregendes Treffen mit Butter, Mehl und Eier arrangiert. Was daraus entstanden ist, könnt Ihr Euch denken oder? Phänomenaler Osterhasen-1.Advent-Kuchen. Den müsst Ihr unbedingt mal machen, denn so einen saftigen Schokoladenkuchen gibt es kein zweites Mal. Geht natürlich auch ohne alte Osterhasen. Gibt ja auch schon seit Juli Nikoläuse im Handel …
Und falls Ihr noch immer keinen Adventskranz habt, dann backt ihn wie ich in einer Runden Form, dekoriert ihn mit Stern-Keksen und Zimtsternen und steckt vier Kerzen drauf. Meiner hat den 1. Advent nicht überlebt, aber es gibt ja noch den 2. und 3. und 4. Advent. Und da dieser Kuchen echt super schnell gebacken ist, blicke ich ganz entspannt auf die kommenden Sonntage.

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Also falls Ihr Lust auf Schokoladenkuchen habt, hier ist das Rezept.

5.0 from 2 reviews
Saftig(st)er Schokoadenkuchen
 
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Ingredients
  • 200 g Mehl
  • 300 g Zucker
  • 200 g Nüsse, gemahlene
  • 80 g Kakaopulver
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Prise(n) Salz
  • 5 Ei(er)
  • 200 ml Öl
  • 200 ml Mineralwasser
  • Kuchenglasur oder Schokoladenrest oder Kuvertüre
Instructions
  1. Zuerst alle trockenen Zutaten miteinander vermischen.
  2. Danach die Eier, das Öl und das Mineralwasser unterrühren
  3. Eine 26-er Springform fetten und mit Mehl ausstäuben.
  4. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft ca. 60 min backen.
  5. Sobald der Kuchen ausgekühlt ist könnt Ihr ihn mit geschmolzener Schokoglasur bestreichen und nach Belieben dekorieren.

 

Ich wünsche Euch eine schöne erste Dezemberwoche mit hoffentlich mehr Gemütlichkeit als Stress.
Macht Euch eine schöne Zeit (auch wenn es nur für 10 Minuten am Tag ist)!

Weihnachtsbeschwingte Grüße aus dem House No.15
schickt Euch
Tanja